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Nürnberg (kobinet) Im Juni 2024 waren in Deutschland 173.139 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat hat sich diese Zahl nur geringfügig verringert. Im Mai 2024 waren noch 173.224 schwerbehinderte Menschen arbeitslos. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der arbeitslosen behinderter Menschen jedoch um fast 9.000 höher. Denn damals waren es noch 164.346 arbeitslos gemeldete behinderte Menschen.
Ein Blick zurück vor Beginn der Corona-Pandemie zeigt zudem die ansteigenden Tendenz der Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen eindeutig an. Im Juni 2019 waren bei der Bundesagentur für Arbeit 153.876 Schwerbehinderte arbeitslos gemeldet, also fast 20.000 weniger als derzeit. In diesen Zahlen sind die ca. 320.000 behinderten Menschen nicht erfasst, die in Werkstätten für behinderte Menschen arbeiten und dort bei einer jährlichen Vermittlungsquote von 0,35 Prozent so gut wie keine Chance auf eine Vermittlung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt haben und durchschnittlich lediglich 226 Euro für ihre Arbeit bekommen. Effekte des Gesetzes zur Förderung eines inklusiven Arbeitsmarktes mit der Erhöhung der Ausgleichsabgabe für die Betriebe, die keinen einzigen behinderten Menschen beschäftigen, lassen also weiterhin auf sich warten.




