Veröffentlicht am 31.10.2025 05:30 von Rita Schroll in der Kategorie Nachricht (?)
Telefon für interessante Gespräche Foto: H. Smikac
Düsseldorf (kobinet) Die Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe hat eine Arbeitshilfe zur Telefonberatung herausgegeben. Diese basiert auf umfangreicher Recherche, Expertenfeedback und praktischen Tests in Workshops, heißt es auf der Internetseite der Bundesarbeitsgemeinschaft. Rechtliche Aspekte, digitale Mediennutzung sowie der sensible Umgang mit Suizidalität und emotional belasteten Gesprächspartnern sind beispielhaft genannte Themen, die in diesem screenreaderfreundlich gestalteten Ratgeber behandelt werden. Eine Printversion der Arbeitshilfe ist geplant.
Veröffentlicht am 30.10.2025 06:44 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht (?)
… Foto: Pixabay/OpenClipart-Vectors
Cottbus (kobinet) Unter dem Motto „Gruselzeit im Schloss – Geistertanz und Maskenball“ lädt die Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz (SFPM) am Samstag, den 15. November 2025, um 13:30 Uhr zu einer Führung speziell für blinde und sehbehinderte Besucherinnen und Besucher im Schloss Branitz in Cottbus ein. Bei der rund 60-minütigen Führung stehen Themen wie Verwandlung, Verkleidung und Aberglaube, wie sie sich in der Kunst und Kultur des 18. und 19. Jahrhunderts widerspiegeln – von der Theatermaske bis zur Teufelsfigur –, im Mittelpunkt, wie es in der Presseinformation der Stiftung heißt.
Veröffentlicht am 30.10.2025 06:33 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht (?)
PRO RETINA Deutschland Foto: PRO RETINA Deutschland
Berlin (kobinet) Unter dem Motto „AI Catcher: KI-Revolution im Gesundheitswesen„ fand am 23. Oktober 2025 die vierte Berliner Begegnung in der Kaiserin-Friedrich-Stiftung in Berlin statt. Sie steht in der langjährigen Tradition der Reihe „PRO RETINA im Dialog“. Expertinnen und Experten aus Forschung, Medizin und der Patientenorganisation diskutierten gemeinsam mit Betroffenen über Chancen, Risiken und Perspektiven des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Augenheilkunde – insbesondere im Hinblick auf seltene, erblich bedingte Netzhauterkrankungen. Die hybride Veranstaltung beleuchtete, wie der Einsatz von KI Diagnostik, Therapie und Alltagsunterstützung von Menschen mit Sehverlust verbessern kann – und welche politischen, ethischen und praktischen Rahmenbedingungen dafür nötig sind. So heißt es in einem Bericht über die Veranstaltung von PRO RETINA Deutschland.
Veröffentlicht am 30.10.2025 05:10 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht (?)
Geld für Exklusion Foto: Ralph Milewski
Berlin (kobinet) Die Bundesregierung plant keine gesonderten Förderprogramme für den Ausbau des barrierefreien öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) und des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV). Auch eine finanzielle Förderung von barrierefreien Pkw für Taxi- und Mietwagenunternehmen, um höhere Anschaffungskosten auszugleichen, wird nicht angestrebt, heißt es in der Antwort der Regierung (21/2340) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (21/1946). Dies berichtet der Online-Nachrichtendienst EU-Schwerbehinderung.
Veröffentlicht am 29.10.2025 09:13 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht (?)
Poster zur Wahl Foto: Ralf Kuckuck/ DBS
FRECHEN (kobinet) Das Jahr 2025 hatte aus deutscher Sicht viele Highlights im Parasport zu bieten. Herauszuheben sind die erfolgreichen Weltmeisterschaften im Wintersport zu Beginn des Jahres und die zahlreichen internationalen Wettkämpfe im Spätsommer, bei denen die deutschen Parasportlerinnen und Parasportler glänzten, darunter die Weltmeisterschaften im Paraschwimmen und der Paraleichtathletik. Von heute bis Sonntag, dem 2. November, ist nun die Abstimmung für die Parasportlerinnen und Parasportler des Jahres 2025 möglich.
Veröffentlicht am 29.10.2025 09:05 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht (?)
Symbol Ausrufezeichen Foto: Kooperation Behinderter im Internet e.V./Tom Kallmeyer (Creative Commons BY-SA 4.0)
Berlin (kobinet) Jamaika, wo Hurrikan Melissa extreme Schäden angerichtet hat, ist weit weg. So wie viele andere Orte auf dieser Welt, die bereits die massiven Auswirkungen des Klimawandels zu spüren bekommen. Dabei trifft es häufig Menschen, die ohnehin schon mit Armut, Behinderungen oder anderen Herausforderungen konfrontiert sind, besonders hart. Dass der Klimawandel viel mit dem Verhalten von Superreichen zu tun hat, zeigt eine Meldung vom 29. Oktober 2025 von ntv auf: „Laut einer Analyse von Oxfam stoßen die reichsten 0,1 Prozent der Weltbevölkerung pro Kopf mehr als 800 Kilogramm CO2 am Tag aus – die ärmsten 50 Prozent dagegen nur rund zwei Kilogramm“, heißt es in der ntv-Meldung.
Veröffentlicht am 29.10.2025 08:49 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht (?)
Info blau Symbol Foto: Susanne Göbel
Bremen (kobinet) Am 1. November 2025 findet ab 10:00 Uhr die Gründungsversammlung der Genossenschaft behinderter Arbeitgeber in der Bornstraße 19-22 in Bremen statt. Nachdem im Juni 2025 bereits eine Informationsveranstaltung zur Gründung einer Genossenschaft für behinderte Arbeitgeber auf großes Interesse gestoßen war, soll nun der formale Schritt zur Gründung der Genossenschaft vollzogen werden. Jenny Bießmann, eine der Initiatorinnen des Zusammenschlusses behinderter Arbeitgeber, also von behinderten Menschen, die ihre Assistenz selbst organisieren, zeigt sich im Vorfeld der Genossenschaftsgründung überwältigt und begeistert von dem positiven Zuspruch, den sie bisher zu dieser Initiative erhalten hat.
Veröffentlicht am 28.10.2025 10:35 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht (?)
Besichtigung des ECN durch das Projektteam Foto: Rummelsberger Diakonie
NÜRNBERG (kobinet) Nach der Planung und Bauvorbereitung konnte das Projektteam der Rummelsberger Diakonie aus dem Bereich Berufliche Bildung sowie alle weiteren Nutzer des Evangelischen Campus Nürnberg (ECN) das historische Gebäude der ehemaligen Postdirektion am Rathenauplatz betreten und die Fortschritte des zukünftigen Bildungsstandorts besichtigen und erleben. Mit mehr als 2000 Lernenden und Lehrenden sowie kirchlichen und kirchennahen Partnern soll der ECN zu einem lebendigen Zentrum für Bildung, Austausch und Begegnung werden.
Veröffentlicht am 28.10.2025 08:56 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht (?)
Preispokal Foto: Pixabay/Mohamed_hassan
DÜSSELDORF (kobinet) Die Preisträgerinnen und Preisträger des nächsten Inklusionspreises im Jahr 2026 sollen nach dem Wunsch des Sozialministeriums Nordrhein-Westfalen neben der seit der ersten Verleihung des Preises etablierten finanziellen Unterstützung auch mit einer Preisstatue geehrt werden. Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales startet heute einen Wettbewerb zur Gestaltung der Figur für die Preisstatue. Die von einer Jury ausgewählte Figur wird mit 5.000 Euro prämiert.
Veröffentlicht am 28.10.2025 06:47 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht (?)
Logo der WAG Foto: WAG
Wien (kobinet) In Berlin wird die Persönliche Assistenz durch niedrigere Löhne als in Assistenzdiensten massiv bedroht. Aber auch in Österreich geht die Angst um, dass behinderte Menschen die nötige Assistenz verlieren können. „20 Jahre Stillstand gefährden Arbeitsplätze und die Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen. Die in Wien ansässige WAG Assistenzgenossenschaft musste 102 Persönliche Assistentinnen und Assistenten vorsorglich beim Arbeitsmarktservice AMS zur Kündigung anmelden. Der Grund ist die unzureichende Förderung für Persönliche Assistenz in Niederösterreich. Noch immer zahlt das Land 22 Euro pro Stunde – genauso viel wie im Jahr 2003. Die Landespolitik hat Verbesserungen angekündigt. Nun müssen Taten folgen.“ So heißt es in einem Bericht des österreichischen Online-Nachrichtendienstes BIZEPS.
Veröffentlicht am 28.10.2025 06:10 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht (?)
Symbol DGS Gebärdensprache Foto: public domain
Berlin (kobinet) „Gut gebrüllt, Löwen!“ – Der Deutsche Gehörlosen-Bund e. V. (DGB) begrüßt ausdrücklich die Entscheidung der Investoren in der Sendung „Die Höhle der Löwen“, keinen Deal mit dem Start-up alangu GmbH einzugehen. Diese Ablehnung war nicht nur wirtschaftlich nachvollziehbar, sondern auch moralisch, kulturell und ethisch absolut richtig, erklärte der Deutsche Gehörlosen-Bund in einer Pressemitteilung. Das Unternehmen alangu präsentierte eine Plattform, die behördliche Online-Informationen mithilfe eines digitalen Avatars automatisiert in Gebärdensprache übersetzen soll – für 900.000 Euro bei zehn Prozent Firmenanteilen. Echte Barrierefreiheit sieht nach Ansicht des Gehörlosen-Bundes jedoch anders aus. „Auch wenn alangu mit moderner KI-Technologie wirbt: Die derzeitigen Gebärdensprach-Avatare sind nur eingeschränkt verständlich und für viele Anwendungen nicht ausreichend. Sie können Mimik, Mundbilder, Raumbezüge und Emotionen bislang nicht natürlich wiedergeben – gerade dort, wo es auf Präzision und Verständlichkeit ankommt, etwa in behördlichen oder medizinischen Situationen. Technische Lösungen wie Avatare können derzeit keine echte Barrierefreiheit gewährleisten – sie entsteht erst durch menschliche, gebärdensprachkompetente Vermittlung und Verantwortung“, so der Verband.
Veröffentlicht am 27.10.2025 09:22 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht (?)
Stadtansicht von München Foto: Pixabay/12019
MÜNCHEN (kobinet) Nachdem 60,4 Prozent der stimmberechtigten Münchner für die Bewerbung der Stadt für die Veranstaltung der Olympischen Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 gestimmt haben, sieht Bayerns stellvertretende Ministerpräsidentin und Sozialministerin Ulrike Scharf darin auch die einmalige Chance, München zur Weltstadt der Inklusion zu machen.
Veröffentlicht am 27.10.2025 07:31 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht (?)
Cover des IGEL-Podcast zur Vibration bei Schlaganfall Foto: IGEL-Media
Bad Segeberg (kobinet) „Wenn der Körper neu lernen muss – die stille Kraft der Vibration“, so lautet der Titel der 291. Episode des Podcasts „Inklusion Ganz Einfach Leben“ (IGEL). In dieser Episode des IGEL-Podcasts spricht Podcastmoderator Sascha Lang mit Alexandra Schubert, Produktmanagerin von Novafon, über das Thema Schlaganfall und mögliche Therapien mit lokaler Vibration.
Veröffentlicht am 27.10.2025 07:20 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht (?)
info schwarz Foto: Susanne Göbel
Hamburg (kobinet) Vom 4. bis 29. November ist die Ausstellung „Echt mein Recht!“ im Bezirksamt Hamburg-Mitte zu sehen. Die Ausstellung thematisiert sexuelle Selbstbestimmung und Gewalt an Menschen mit Behinderung. „Noch immer sind Gewalterfahrungen bei Menschen mit Behinderung keine Seltenheit. Die Hamburger Träger der Eingliederungshilfe setzen auf Aufklärung und Präventionsmaßnahmen sowie Kommunikation mit Menschen mit Behinderung.“ Ein Bündnis, bestehend aus Leben mit Behinderung Hamburg, der Evangelischen Stiftung Alsterdorf (ESA), dem Rauhen Haus, dem Sozialkontor, den Elbe-Werkstätten und unterstützt durch den „Runden Tisch Sexualität inklusiv“ der Sozialbehörde und dem Inklusionsbüro, zeigt im November 2024 die Ausstellung „Echt mein Recht!“ des Kieler PETZE-Instituts für Gewaltprävention in Hamburg.
Veröffentlicht am 27.10.2025 07:11 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht (?)
Cover des Buches „Frech + Frei: 50 Jahre Kämpfe der Behindertenbewegung“ von Udo Sierck Foto: Verlag Assoziation A
Siegen (kobinet) Nach der Veröffentlichung ist vor der Tour. So ist das auch für Udo Sierck, der vor Kurzem sein Buch „Frech + Frei 50 Jahre Kämpfe der Behindertenbewegung“ veröffentlicht hat. Am 29. Oktober 2025 findet um 18:00 Uhr eine Buchpräsentation mit Diskussion im Kulturhaus Lÿz, St.-Johann-Straße 18, in 57074 Siegen statt, wie der Autor den kobinet-nachrichten mitteilte. Am 7. November um 19:30 Uhr ist Udo Sierck dann in den Kammerspielen München. Der Titel der dortigen Veranstaltung lautet: „Abgeschoben und fremdbestimmt oder frech und frei?“
Veröffentlicht am 27.10.2025 06:57 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht (?)
UNO Behindertenrechtskonvention Foto: BIZEPS Wien
Wien (kobinet) Am 26. Oktober 2008 wurde die UN-Behindertenrechtskonvention von Österreich unterzeichnet. Österreich verpflichtete sich damit, die Rechte von Menschen mit Behinderungen zu gewährleisten, darunter auch das Recht auf Bildung im Sinne eines inklusiven Bildungssystems. Zum 17. Jahrestag wies die bundesweite Initiative „AUFTRAG.BILDUNG. Trägerinitiative Kinderbetreuung“ – bestehend aus Kinderfreunden, Caritas, Bundesverband Österreichischer Elternverwalteter Kindergruppen, Diakonie, Hilfswerk und St. Nikolausstiftung – darauf hin, dass Österreich dieser Verpflichtung im Bereich der Elementarpädagogik bis heute nicht ausreichend nachkommt. Die Initiative fordert daher dringende Maßnahmen für mehr Inklusion und Teilhabe von Kindern mit Behinderungen. „Inklusion und Teilhabe sind Grundwerte unserer Gesellschaft. Jedes Kind hat das Recht, von Anfang an gefördert zu werden. Bildung darf kein Privileg sein – sie ist ein Recht für alle“, wird die Initiative in einem Beitrag des österreichischen Online-Nachrichtendienstes BIZEPS zitiert.
Veröffentlicht am 26.10.2025 06:30 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht (?)
Cover des Romans Zündeln an den Strukturen von Ottmar Miles-Paul und Katrin Grund Foto: Olivia Vieweg
Schwabach (kobinet) „Vor 200 Jahren wurde die Blindenschrift erfunden. Die geniale Idee des Franzosen Louis Braille, Schriftzeichen mit sechs tastbaren Punkten darzustellen, öffnete blinden Menschen den Zugang zur Bildung – ein entscheidender Schritt für mehr Teilhabe an der Gesellschaft. Anlässlich dieses Jubiläums kommt der Journalist und Romanautor Ottmar Miles-Paul nach Schwabach. Er engagiert sich seit über vierzig Jahren für die Rechte behinderter Menschen. Der Autor ist seh- und hörbehindert und bringt seinen Roman „Zündeln an den Strukturen“ mit. Begleitet wird er von Sabine Lohner. Frau Lohner ist blind und fungiert als Vorleserin des Romans in Brailleschrift“, heißt es in der Ankündigung der Sonntagsmatinee, die am 16. November 2025 um 11:00 Uhr in der Stadtbibliothek Schwabach im Zeitungscafé, Königsplatz 29a, stattfindet.
Veröffentlicht am 25.10.2025 15:45 von Hans-Willi Weis in der Kategorie Nachricht (?)
Symbol Ausrufezeichen mit Schatten Foto: ht
Staufen (kobinet) Ist ein meinungsstarker Beitrag zu der auch auf kobinet kontrovers geführten Debatte darüber, wie es derzeit um die Meinungsfreiheit hierzulande bestellt ist.
Veröffentlicht am 25.10.2025 06:10 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht (?)
Plakat zur Veranstaltung Zukunft Jetzt Gestalten Foto: ZsL Köln
Köln (kobinet) „Zukunft jetzt gestalten: Generationenwechsel in der Selbstvertretung – Ideen, Austausch, neue Wege“, so lautet der Titel einer Online-Veranstaltung, die am 21. November 2025 von 10:00 bis 15:00 Uhr online via Zoom vom Zentrum für selbstbestimmtes Leben Köln (ZsL) und dem Kompetenzzentrum Selbstbestimmt Leben Köln durchgeführt wird. „Die Selbstvertretung von Menschen mit Behinderungen steht vor einem Generationenwechsel. Gemeinsam möchten wir ins Gespräch kommen, Ideen entwickeln und neue Wege für die Zukunft finden. Außerdem interessiert uns: Wie machen Sie/wie macht ihr das eigentlich?“, heißt es in der Ankündigung der Veranstaltung.
Veröffentlicht am 25.10.2025 05:30 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht (?)
Info blau Symbol Foto: Susanne Göbel
Hamburg (kobinet) „Revival Intersectional Studies 2.0: Strategien gegen die systematische Demontage kritisch-emanzipatorischer Wissenschaft – Wege zur nachhaltigen Institutionalisierung der Disability Studies“, so lautet der Titel einer Ringvorlesung, die online durchgeführt wird und am 4. November 2025 um 18:30 Uhr mit einer Einführungsveranstaltung mit dem Titel „Zwischen der Forderung nach Bestandsschutz und Zukunftsvisionen – Der aktuelle Stand der Aktion“ beginnt. Die Ringvorlesung wird vom Projekt ZeDiSplus der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit & Diakonie in Hamburg organisiert. Bis zum 16. Dezember 2025 finden dann wöchentliche Online-Veranstaltungen zu verschiedenen Themen statt, die jeweils dienstags von 18:30 bis 20:00 Uhr durchgeführt und durch Schrift- und DGS-Dolmetscher*innen gedolmetscht werden.
Veröffentlicht am 24.10.2025 08:34 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht (?)
Cover des Hörstücks Die Duftsammlerin von Jennifer Sonntag Foto: Unseen Lives
Halle/Berlin (kobinet) „Nach einer Corona-Infektion verlor Jennifer Sonntag – blinde Autorin, Aktivistin und Journalistin – ihren Geruchssinn. In ihrem Hörstück ‚Die Duftsammlerin‘ erzählt sie, wie Düfte für sie zu Lebensbegleitern wurden: als Orientierung, Erinnerung und Quelle von Trost und Freude. Eine berührende Reise durch die unsichtbare Welt der Gerüche – und ein Plädoyer dafür, sich seiner Sinne bewusst zu werden.“ So heißt es in der Ankündigung des Textes von Jennifer Sonntag, der im Rahmen des Projekts Unseen Lives neben einer Reihe anderer Hörstücke veröffentlicht wurde.
Veröffentlicht am 24.10.2025 07:52 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht (?)
Grafik zeigt Logo des DBSV in Punktschrift 300×140 Foto: DBSV
Berlin (kobinet) Im Jahr 2020 wurde die Verwendung und Weitergabe der Brailleschrift in die deutsche Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Nun arbeiten die UNESCO-Kommissionen aus Frankreich und Deutschland gemeinsam mit Selbsthilfeorganisationen beider Länder daran, die Brailleschrift auch für die „Repräsentative Liste des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit“ zu nominieren. Aus diesem Anlass laden die Deutsche UNESCO-Kommission und der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) zu einer Online-Veranstaltung am Donnerstag, dem 6. November 2025, von 17 bis 19 Uhr auf der Videokonferenzplattform Zoom ein. Darauf hat der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband in seinem Newsletter dbsv-direkt aufmerksam gemacht.
Veröffentlicht am 24.10.2025 07:43 von Rita Schroll in der Kategorie Nachricht (?)
Info blau Symbol Foto: Susanne Göbel
Berlin (kobinet) Dieses Jahr hat der evangelische Bundesfachverband für Teilhabe bereits zum achten Mal den mitMenschPreis ausgeschrieben. Gesucht werden Projekte und Initiativen, die Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung stärken, ihre Teilhabe ermöglichen und fördern.
Veröffentlicht am 24.10.2025 04:50 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht (?)
Logo des Martinsclub Bremen Foto: MC Bremen
Bremen (kobinet) Unternehmen in verschiedenen Branchen möchten gerne Menschen mit einer Behinderung einstellen. Jedoch sehen sich Arbeitgeber in diesem Zusammenhang mit vielen Fragen konfrontiert: Welche Voraussetzungen müssen sie für diesen Schritt erfüllen? Sind Umbauten nötig? Kommen Kosten auf das Unternehmen zu? Gibt es Fördermaßnahmen? Der Martinsclub Bremen möchte hier Licht ins Dunkel bringen: Am Donnerstag, dem 6. November 2025, lädt der Martinsclub um 16 Uhr ins Schweizer Foyer in Bremen-Osterholz interessierte Arbeitgeber ein, die sich über die Schaffung inklusiver Arbeitsmöglichkeiten informieren möchten. Hierbei sollen die Chancen und Vorteile inklusiver Beschäftigung aufgezeigt und anhand von Praxisbeispielen veranschaulicht werden. Zudem können Arbeitgeber Fragen zu diesem Thema stellen.
Veröffentlicht am 23.10.2025 10:31 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht (?)
Sozialministerin Ulrike Scharf mit jungen Sportlern im Münchner Olympiapark Foto: StMAS/Schäffler
MÜNCHEN (kobinet) Die bayerische Sozialministerin ruft zur Teilnahme an der Abstimmung am Sonntag auf. Am Sonntag stimmen die Münchnerinnen und Münchner über die Olympia-Bewerbung ihrer Heimatstadt ab. Für Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf steht fest: „Ja zu Olympia dahoam! Ich unterstütze die Initiative OlympiJa und rufe alle Wahlberechtigten auf, beim Bürgerentscheid am Sonntag, 26. Oktober 2025, oder vorher noch per Briefwahl abzustimmen.“
Veröffentlicht am 23.10.2025 08:50 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht (?)
Wegweiser, der in die Werkstatt und auf den Allgemeinen Arbeitsmarkt zeigt Foto: privat
Berlin (kobinet) Während die Verbände behinderter Menschen weiterhin auf eine Reform des Werkstättensystems warten müssen, wie zuletzt bei der Online-Veranstaltung von Werkstatträte Deutschland vom 21. Oktober 2024 deutlich wurde, hat die Bundesregierung nun einige Zahlen über die Beschäftigtenzahl und das Entgelt in den Werkstätten geliefert. „Über die Zahl der Beschäftigten im Arbeitsbereich der Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) und die Höhe ihres durchschnittlichen monatlichen Arbeitsentgelts berichtet die Bundesregierung in ihrer Antwort (21/2311) auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion (21/1971). Danach stieg die Zahl der Beschäftigten im Arbeitsbereich der WfbM von 278.591 im Jahr 2014 auf 294.500 im Jahr 2019 und ging danach auf 283.581 im Jahr 2023 zurück. Die Höhe des durchschnittlichen monatlichen Arbeitsentgelts der Menschen mit Behinderungen im Arbeitsbereich der WfbM lag den Angaben zufolge im Jahr 2023 bei 232 Euro“, heißt es vonseiten des Informationsdienstes „Heute im Bundestag“.
Veröffentlicht am 23.10.2025 08:14 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht (?)
PRO RETINA Deutschland Foto: PRO RETINA Deutschland
Bonn (kobinet) „Gemeinsam. Sichtbar. Selbstbestimmt.“ Das ist das Motto der PRO RETINA Youth Vision, die am 25. Oktober 2025 in Bonn und online stattfindet. Der hybride Event ist von und für junge Menschen mit Netzhauterkrankungen. Organisiert wird er von der Jungen Retina, einem Arbeitskreis von PRO RETINA Deutschland e. V. Eine Anmeldung ist noch möglich, wie PRO RETINA mitteilte. „Junge Menschen erleben Austausch, Information, Empowerment. Sie bekommen Impulse für Ausbildung und Beruf. Sie erfahren, wie Teilhabe gelingt und ein selbstbestimmtes Leben möglich ist“, heißt es zur Veranstaltung.
Veröffentlicht am 23.10.2025 08:03 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht (?)
Geld für Exklusion Foto: Ralph Milewski
Berlin (kobinet) Eine deutliche Mehrheit von 65 Prozent der Bevölkerung ist für den Ausbau der gesetzlichen Pflegeversicherung zu einer Vollversicherung, die alle Pflegekosten übernimmt. Dagegen spricht sich lediglich eine kleine Minderheit von 18 Prozent für eine verpflichtende private Zusatzversicherung aus, die derzeit in der Politik vorrangig diskutiert wird. Das hat eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag des Bündnisses für eine solidarische Pflegevollversicherung ergeben. „Die Bevölkerung hat längst verstanden, dass Pflege nicht in Armut führen darf und solidarisch finanziert werden muss“, erklärte Dr. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes.
Veröffentlicht am 23.10.2025 07:48 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht (?)
Simone Fischer Foto: Axel Dressel
Berlin (kobinet) Nach der Vorstellung des Aktionsplans für ein diverses, inklusives und barrierefreies Gesundheitswesen in der letzten Legislaturperiode ist es ruhig um das Thema geworden. Die Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen Simone Fischer hat nun eine Kleine Anfrage zur Umsetzung des Aktionsplans für ein diverses, inklusives und barrierefreies Gesundheitswesen eingereicht, den die damalige Bundesregierung im Dezember 2023 vorgestellt hat. Ziel des Aktionsplans ist es, Barrieren in der medizinischen Versorgung abzubauen und den gleichberechtigten Zugang zu Gesundheitsdiensten sicherzustellen. Mit der Kleinen Anfrage soll die neue Bundesregierung darlegen, wie sie den Aktionsplan bewertet, welche Maßnahmen bereits umgesetzt wurden und welche Prioritäten sie künftig setzt.
Mannheim (kobinet) In Mannheim entsteht ein Graffiti-Kunstwerk, das auch Menschen mit Sehbehinderung wahrnehmen können. Der französische Künstler THE BLIND arbeitet mit Farben und Brailleschrift. So heißt es in einem Beitrag des SWR mit dem Titel „Mannheim bekommt Deutschlands erstes Graffiti für Blinde“, auf den Sabine Lohner die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht hat. Das Kunstwerk entsteht passend zu den vielfältigen Aktivitäten rund um das 200-jährige Bestehen der Brailleschrift dem SWR-Bericht zufolge an einer Wand des Laborgebäudes des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit in J5 in den Mannheimer Quadraten.
Hamburg (kobinet) Über die Pläne zur Schließung des Zentrums für Disability Studies in Hamburg haben die kobinet-nachrichten bereits mehrfach berichtet. Nun scheint es gewiss zu sein, dass dieses zum Jahresende geschlossen werden soll. „Damit geht Wissen betroffener Menschen verloren“, schreiben Jürgen Homann und Siegfried Saerberg in einem aktuellen Gastkommentar in der taz mit dem Titel „Behindertenforschung: Inklusion wird eingespart“.
Veröffentlicht am 23.10.2025 05:10 von Rita Schroll in der Kategorie Nachricht (?)
Statue Justitia Foto: Sang Hyun Cho auf Pixabay
Marburg (kobinet) Welche Hilfsmittel werden von der Krankenkasse finanziert? Wie bekommt man das benötigte Hilfsmittel? Muss man warten, bis die Krankenkasse entschieden hat, oder gibt es gesetzliche Fristvorgaben? Muss sich die antragsstellende Person an den Kosten beteiligen? Diese und weitere Fragen sowie Urteile rund um das Thema „Beantragung von Hilfsmitteln“ hat die Bundesvereinigung Lebenshilfe online zusammengestellt.
Veröffentlicht am 22.10.2025 15:54 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht (?)
Logo BSVH Foto: BSVH
HAMBURG (kobinet) Am Samstag, den 8. November 2025, lädt der Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg (BSVH) von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr zur Hilfsmittelmesse „Rundblick“ ins Louis-Braille-Center, Holsteinischer Kamp 26, ein. Die beliebte jährliche Veranstaltung zeigt eine breite Auswahl an praktischen Hilfsmitteln, die blinden und sehbehinderten Menschen den Alltag erleichtern – in Haushalt, Freizeit und Beruf. Der Eintritt ist kostenfrei, eine Anmeldung nicht erforderlich.
KASSEL (kobinet) Die Psychosozialen Kontakt- und Beratungsstellen (PSKB) in Hessen erhalten als besonders niedrigschwelliges gemeindepsychiatrisches Angebot im Jahr 2025 rund 7,7 Millionen Euro vom Landeswohlfahrtsverband (LWV) Hessen. Diese finanzielle Unterstützung hat der Verwaltungsausschuss des LWV beschlossen. Es handelt sich dabei um eine freiwillige Leistung, die der LWV Hessen schon seit vielen Jahren sicherstellt. Mit einer Entscheidung der Verbandsversammlung und nach vorheriger Abstimmung mit dem Hessischen Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales hat der LWV Hessen bereits seit dem vergangenen Jahr auch die bis dahin durch die hessischen Landkreise beziehungsweise kreisfreien Städte erbrachten Leistungen zusätzlich übernommen und ist somit hessenweit der alleinige Finanzierungsverantwortliche.
SARAJEVO (kobinet) Bei der Rollstuhlbasketball-Europameisterschaft in Sarajevo haben sich die deutschen Herren den Traum von der Bronzemedaille erfüllt. In einem hochklassigen Spiel um Platz 3 besiegte die Mannschaft von Jan Haller den Gegner Italien deutlich und bescherte ihrem Coach bei seiner Premiere als Bundestrainer gleich eine Medaille.
Innsbruck (kobinet) Das Projekt bidok ist eine Informations- und Beratungsstelle für Behindertenrechte in Österreich und im gesamten deutschsprachigen Raum. Es vereint ein preisgekröntes Archiv zur österreichischen Behindertenbewegung mit einer Bibliothek zu Inklusion, Integration, Aktivismus, Behindertenpolitik und -rechten. Nun hat der Sozialministeriumservice (SMS) Tirol im Zuge massiver Einsparungen seine Förderung für das Projekt bidok beendet. Das SMS beschränkt seine Förderung nunmehr auf individuelle Leistungen der Arbeitsmarktintegration. Das Projekt bidok wurde seit 2005 vom Sozialministeriumservice Tirol mit Personalkosten gefördert und diente der Information und Forschung zur Inklusion von Menschen mit Behinderungen sowie der öffentlichen Sensibilisierung für Inklusion in Arbeit und Bildung. Wenn nicht noch eine Lösung gefunden wird – wofür Unterschriften gesammelt werden und eine Umfrage durchgeführt wird –, muss der Projektbetrieb in Kürze weitgehend beendet werden, wie es in einem Aufruf heißt.
Veröffentlicht am 22.10.2025 07:07 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht (?)
Bild vom Austausch zu Hörbehinderung im Alter Foto: StMAS/Nötel
München (kobinet) Älteren Menschen mit Hörbehinderung helfen, ihre Situation verbessern, Einsamkeit vorbeugen – darum ging es bei einem Treffen der Bayerischen Sozialministerin Ulrike Scharf und Gesundheitsministerin Judith Gerlach mit Holger Kiesel, dem Beauftragten der Bayerischen Staatsregierung für Menschen mit Behinderung, und Thomas Zöller, dem Patienten- und Pflegebeauftragten der Staatsregierung. Menschen mit einer Hörbehinderung sind oft erheblich in ihrer Kommunikationsfähigkeit eingeschränkt und deshalb vermehrt auf Hilfe und Beratung angewiesen.
Veröffentlicht am 22.10.2025 05:45 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht (?)
Logo des bifos Foto: omp
Kassel (kobinet) Seit über 30 Jahren führt das Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) Veranstaltungen und Schulungen von behinderten Menschen für behinderte Menschen durch. Auch im Bereich der Forschung hat das von behinderten Menschen selbst geführte Institut immer wieder Akzente gesetzt. Bei der letzten Mitgliederversammlung am 18. Oktober 2025 in Kassel gab es nicht nur kleinere Veränderungen im Vorstand des bifos, sondern es wurden auch neue Initiativen diskutiert. Aktuell gibt es beim bifos eine Ausschreibung für ein Auffrischungsseminar in Sachen Peer Counseling mit dem Titel „Peer Counseling Refresh – Umgang mit Trauer und Tod (nicht nur) im Beratungskontext“. Dieses findet am 14. November 2025 von 13.30 bis 17.45 Uhr und am 15. November 2025 von 9.30 bis 13.45 Uhr online statt. Anmeldungen sind noch möglich.
Veröffentlicht am 22.10.2025 05:40 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht (?)
Cover der 2. Auflage des Buchs Behinderung Chronic eines Jahrhunderts Foto: BELTZ JUVENTA
Hamburg (kobinet) Im Jahr 2012 erschien das Buch von Christian Mürner und Udo Sierck mit dem Titel „Behinderung. Chronik eines Jahrhunderts“ bei Beltz Juventa in Weinheim. Nun haben die beiden Autoren die Möglichkeit erhalten, eine gerade erschienene 2. Auflage mit einem umfangreichen Anhang 2025 zu publizieren. Im neuen Klappentext heißt es unter anderem: „In den 1980er-Jahren meldeten sich Menschen mit Behinderungen öffentlichkeitswirksam zu Wort. Darauf verschob sich der gesellschaftliche Diskurs allmählich von Mitleid und Fürsorge hin zu Partizipation, Rechten und Selbstbestimmung. In einer historischen Wendung wurde 1994 in das Grundgesetz aufgenommen, dass niemand wegen seiner Behinderung benachteiligt werden darf. Was bedeutet das 30 Jahre danach?“