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ORF ermöglicht Praxiserfahrung im Journalismus für behinderte Menschen

Logo des ORF
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Foto: BIZEPS

Wien (kobinet) „Wer als Mensch mit Behinderung Journalist:in werden will, hatte es schwer, Zugang zum journalistischen Beruf zu finden. Doch Behinderung und Journalismus schließen einander nicht aus. Ganz im Gegenteil, es ist sogar enorm wichtig für eine inklusive Medienlandschaft, dass sie von Menschen mit Behinderungen aktiv mitgestaltet wird“, heißt es in einem Beitrag des Online-Nachrichtendienst BIZEPS. Im Januar 2023 startet in Österreich ein inklusives Medienprojekt des ORF. Der 7-monatige Kurs soll Menschen mit Behinderungen auf ein mögliches Mitwirken im journalistischen Bereich vorbereiten. Bevorzugt richtet sich die Ausschreibung an Menschen mit Körper- und Sinnesbehinderungen, wie es im BIZEPS-Bericht heißt.

Einheitliche Ansprechstelle für Arbeitgeber startet am 1. Dezember in Berlin

Wappen Bundesland Berlin
Wappen Bundesland Berlin
Foto: Gemeinfrei, public domain

Berlin (kobinet) Viele Arbeitgeber wollen anscheinend schwerbehinderte Menschen einstellen und beschäftigen; dies scheitere aber oftmals an fehlenden Kenntnissen über finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten oder Einsatzmöglichkeiten von schwerbehinderten Menschen in ihren Betrieben. Um diese Barrieren aufzulösen, wurde im neuen Teilhabestärkungsgesetz – SGB IX, §185a – die Aufgaben der „Einheitlichen Ansprechstellen für Arbeitgeber“ (EAA) geregelt. Sie werden aus der Ausgleichsabgabe finanziert. Am 1. Dezember 2022 soll die neue Ansprechstelle in Berlin an den Start gehen, wie das Berliner Inklusionsamt im Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) mitteilt.

Gewerkschaftsbund zur Wahl der Schwerbehindertenvertretungen

Rechts oben DGB-Logo, grüne Fläche mit einem Teil des Rollstuhlpiktogrammes
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Foto: DBG

BERLIN (kobinet) Noch bis zum 30. November 2022 werden In allen Betrieben mit mindestens fünf schwerbehinderten Beschäftigten oder ihnen gleichgestellte behinderte Beschäftigte Schwerbehindertenvertretungen (SBV) gewählt. Schwerbehinderte haben das Recht auf eine spezielle Interessenvertretung. Die aktuellen Auswertungen zeigen die Wichtigkeit der Vertreterinnen und Vertreter. Die Auswertung zeigt: Mit SBV sind die Arbeitsbedingungen schwerbehinderter Beschäftigter besser.

Deutsche Behindertenrat: Behinderte Menschen in Triage-Situationen nicht benachteiligen

Buchstaben dbr - klein geschrieben mit Halbkreis von blauen Punkten sowie Name Deutscher Behidnertenrat rechts daneben
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Foto: DBR

Berlin (kobinet) Im Zusammenhang mit der Anhörung des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestages zum „Triage-Gesetz“ am 19. Oktober hat sich auch der Deutsche Behindertenrat (DBR) mit einer Presseinformation zu Wort gemeldet. „Es ist gut, dass die Ex-Post Triage weiterhin explizit ausgeschlossen bleibt. Es muss sichergestellt sein, dass auch bei behinderten oder älteren Patientinnen und Patienten bereits zugeteilte, überlebenswichtige intensivmedizinische Behandlungskapazitäten nicht mehr zur Disposition stehen, solange eine intensivmedizinische Behandlung noch indiziert ist“, erklärte Michaela Engelmeier, Sprecherratsvorsitzende des DBR.

Stadt Wolfenbüttel kämpft um Teilhabeberatung

Zwei Männer und eine Frau vor einer Tür mit dem Schild der EUTB
Bürgermeister Ivica Lukanic mit Beratern vor der Beratungsstelle
Foto: Stadt Wolfenbüttel

WOLFENBÜTTEL (kobinet) Der Vorsitzende des Wolfenbütteler Vereins NIGGGS (Niedersächsisches Institut für die Gesellschaft Gehörloser und Gebärdensprache) Thomas Sodomann ist enttäuscht. Der Grund für diese Enttäuschung besteht darin, dass das seit vielen Jahren etablierte Angebot der Ergänzenden unabhängige Teilhabeberatung (EUTB) in der bisherigen Art und Weise in Gefahr ist. Sodomann gibt sich aber kämpferisch und erhält dabei Unterstützung durch die Stadt.

Newsticker zu sozialrechtlichen Nachrichten

Blauer  Briefumschlag auf blauem Kreis
Nachrichtensymbol
Foto: Pixabay/IO-Images

BERLIN (kobinet) Neuerdings läuft auf der Internetseite des Allgemeine Behindertenverband in Deutschland ein Newsticker. Dieser informiert über sozialpolitische und sozialrechtliche Themen. Daneben werden Informationen über relevante Neuigkeiten für Menschen mit Handicap per Laufband dargeboten.

30 Jahre BiBeZ: 30 Jahre Interessenvertretung behinderter Frauen

Zahl 30
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Foto: ht

Heidelberg (kobinet) Das in Heidelberg ansässige Ganzheitliche Bildungs- und Beratungszentrum zur Förderung und Integration behinderter/chronisch erkrankter Frauen (BiBeZ) und Mädchen konnte am 21. Oktober sein 30jähriges Jubiläum feiern. Darauf machte Alexander Ahrens von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL), bei der das BiBeZ Mitglied ist. In der Hebelhalle in Heidelberg feierte das BiBeZ sein 30jähriges Bestehen, bei der u.a. die Fotoausstellung „Selbst – Bewusst – Sein“ eröffnet wurde.

IGEL-Podcast zum Recht auf Feiern

Logo des Podcast IGEL: Inklusion Ganz EInfach Leben
Logo des Podcast IGEL
Foto: Sascha Lang

Bad Segeberg (kobinet) In der neuesten Ausgabe des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) beschäftigt sich der Inklusator Sascha Lang mit dem Recht auf Feiern. Zu Feiern hat er nicht nur die mittlerweile 80. Episode des IGEL-Podcast, sondern es geht auch um die Vorstellung eines Projektes für inklusive Veranstaltungen wie Festivals, bei denen gefeiert wird. Darüber sprach Sascha Lang mit Amy Zayed und Felix Brückner.

Klarstellung zum Krankentransport

Paragraphenzeichen unter einer Lupe vor rosafarbenem Hitnergrund
In Sachen Recht nachgefragt
Foto: H. Smikac

BERLIN (kobinet) In der Vergangenheit kam es offenbar zu unterschiedlichen Auslegungen bei Versorgungspraxis zu Krankentransporten. Sie bestanden augenscheinlich vor allem bei der Frage, ob auch Fahrten zu organisierten Krebsfrüherkennungsprogrammen verordnet werden können, wenn diese zum Beispiel durch eine zentrale Einladungsstelle organisiert und vereinbart wurden. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat dazu am 20. Oktober 2022 eine Klarstellung zur Krankentransport-Richtlinie vorgenommen. Dazu wird sicher gestellt, dass auch Versicherte mit einer dauerhaft eingeschränkten Mobilität – beispielsweise durch eine Behinderung oder Pflegebedürftigkeit – einen Zugang zu Früherkennungsangeboten erhalten.

Niedersachsen stärkt Barrierefreiheit im digitalen Raum

Hoch aufragender Gittermast mit mehreren Antennen
Sendemast für digitale Signale
Foto: H. Smikac

HANNOVER (kobinet) Überall begegnen uns im Alltag digitale Medien. Menschen mit Behinderungen stoßen bei deren Nutzung jedoch auf vielfältige Schwierigkeiten. Ein Beispiel sind sogenannte Captchas, also Bilder, bei denen man durch Auswahl bestimmter Motive bestätigen soll, dass ein Mensch vor dem Computer sitzt. Sind diese Menschen am Computer jedoch sehbehindert, dann sind diese Bilder oft nur schwer oder überhaupt nicht zu erkennen und können zur unüberwindbaren Barriere werden.

90 Prozent der sozialen Einrichtungen und Dienste sind gefährdet

Zwei übereinander liegende Hände von denen eine deutlich einer älteren Person gehört
Pflegende Hände
Foto: Pixabay/sabinevanerp

STUTTGART (kobinet) Aufgrund der Kostensteigerungen im Bereich Strom und Wärme sieht der Paritätische Gesamtverband in Baden-Württemberg rund 90 Prozent der sozialen Einrichtung und Dienste in ihrem Bestand gefährdet. Das zeigt eine bundesweite Umfrage des Paritätischen Gesamtverbandes unter seinen Mitgliedsorganisationen.

Situation behinderter Menschen in der Ukraine besonders schwierig

Ukraine
Wappen der Ukraine
Foto: public domain

Berlin (kobinet) Nach einem Bericht der Hilfsorganisation Handicap International (HI) ist die Situation von Menschen mit Behinderung in der Ukraine besonders bedrohlich. Ihre Versorgung ist stark eingeschränkt. Viele haben keinen Zugang zu humanitärer Hilfe und die Evakuierung vor Bombenangriffen ist schwierig. Bombardierungen führen zudem zu komplexen Verletzungen. Viele Kliniken sind völlig überlaufen, heißt es in einer Presseinformation von Handicap International. Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) lädt heute am 21. Oktober von 15:00 bis 17:00 Uhr geflüchtete behinderte Menschen zur Online-Auftaktveranstaltung des Projektes „Wir für Uns! Selbstvertretung geflüchteter Menschen mit Behinderungen und/oder chronischen Erkrankungen in Deutschland“ ein.

Scharfe Kritik an Ärztevertreter*innen nach Triage-Anhörung

Symbol Ausrufezeichen

Berlin (kobinet) Das schamlose Eintreten der Ärztevertreter*innen bei der Anhörung des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestags zu Regelungen im Falle einer Triage für die Ex-Post-Triage hat nicht nur bei Vertreter*innen von Behindertenverbänden scharfe Kritik ausgelöst. Die als Einzelsachverständige geladene Dr. Maria del Pilar Andrino Garcia, die die Leitung des Gesundheitszentrum Franz Sales Haus in Essen inne hat, fand ebenfalls klare Worte über das Auftreten ihrer Kolleg*innen während der Anhörung und für die von ihnen geforderte Ex-Post-Triage.

Inklusionsbarometer Mobilität 2022 der Aktion Mensch wird vorgestellt

Logo: Aktion Mensch
Logo: Aktion Mensch
Foto: Aktion Mensch

Bonn (kobinet) Die Aktion Mensch lädt zur digitalen Studienvorstellung des ersten Inklusionsbarometers Mobilität am 2. November von 16:00 bis 17:00 Uhr im Rahmen einer Zoom-Veranstaltung ein. Das Inklusionsbarometer Mobilität der Aktion Mensch beantwortet u.a. Fragen wie: Wie barrierefrei ist Mobilität in Deutschland gestaltet? Wird Inklusion auf unseren Straßen, im öffentlichen Verkehr und dem dazugehörigen digitalen Raum gelebt? Und inwiefern wird die Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigung am Alltag dadurch ermöglicht oder eben verhindert? Die Studie befasst sich dabei mit verschiedenen Aspekten der Mobilität wie Zugänglichkeit, Kosten, Sicherheit oder Nachhaltigkeit.

Neuer Podcast: Beteiligung schafft Gesellschaft. Einfach Inklusion

Simone Fischer
Simone Fischer
Foto: Axel Dressel

Stuttgart (kobinet) Die Beauftragte der baden-württembergischen Landesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Simone Fischer, hat in der fünften Folge ihres Podcast „Beteiligung schafft Gesellschaft. Einfach Inklusion“ Helmuth Pflantzer und Prof. Dr. Karin Terfloth von der Pädagogischen Hochschule Heidelberg zu Gast. Die beiden sind Pioniere der inklusiven Bildung und Expert*innen am Annelie-Wellensiek-Zentrum (AW-ZIB). Seit November 2020 forschen, lehren und lernen dort Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam zu Querschnittsaufgaben der Inklusion, wie es in der Ankündigung des Podcast vonseiten der Landesbehindertenbeauftragten heißt.

Übergangsregelungen bei außerklinischer Intensivpflege angepasst

Geschäftsstelle des G-BA
Geschäftsstelle des G-BA
Foto: Svea Pietschmann/G-BA

Berlin (kobinet) Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am 20. Oktober 2022 seine Regelung zur Verordnung von Leistungen für Patientinnen und Patienten angepasst, die Bedarf an außerklinischer Intensivpflege haben. Ziel ist es, den Übergang des bisherigen auf den künftigen Leistungsanspruch bei diesen komplexen und individuell abzustimmenden Leistungen noch stärker zu erleichtern, wie es in einer Presseinformation des G-BA heißt.

E-Roller: Verbände begrüßen Pläne der Stadt Münster

E-Roller, der mitten auf dem Gehweg steht
E-Roller, der mitten auf dem Gehweg steht
Foto: omp

Münster (kobinet) Der Blinden- und Sehbehindertenverein Westfalen (BSVW) und der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) begrüßen die Ankündigung der Stadtverwaltung Münster, zukünftig energisch gegen rücksichtslos abgestellte E-Roller vorzugehen. „Wir haben aus der Presse erfahren, dass die Stadt weitere Regulierungen treffen möchte, um etwas Wirksames gegen diese gefährlichen Stolperfallen zu tun. Die angekündigten Maßnahmen wären aus unserer Sicht ein großer Schritt in die richtige Richtung und eine gute Basis für konkrete Verhandlungen“, sagte der BSVW-Ehrenvorsitzende Klaus Hahn.

Autonome Künstlerpublikationen im Köşk Süpermarket

Bildmit einem aufgeschlagenen Buch mit vielen Angaben zum Programm der Veranstaltung
KöşkBookMarkt-Poster
Foto: Anna McCarthy

MÜNCHEN (kobinet) In der Zeit von jeweils 16.00 Uhr bis etwa 20.00 Uhr findet Münchens erste autonome Buchmesse im Köşk statt. Drei Tage lang werden auserwählte Bücher, Platten, Tapes und Fan-Magazine ausgestellt. Künstlerinnen und Künstler bauen Stände auf und präsentieren ihre Publikationen höchstpersönlich, auf Wunsch inklusive ohne Autogramm. Dazwischen gibt es Lesungen, Leblebi, Konzerte & Performances, die kribbeln und Unruhe stiften. Der Eintritt ist frei.

Stimmen zur Triage-Anhörung: Es war schrecklich

Blick mit kobinet-T-Shirt auf den Reichstag
Blick mit kobinet-T-Shirt auf den Reichstag
Foto: Susanne Göbel

Berlin (kobinet) Was lange währt, wird nicht unbedingt gut. So kann man die Anhörung des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestages zusammenfassen, bei der es am 19. Oktober vor allem von Vertreter*innen der Behindertenbewegung heftige Kritik am Gesetzentwurf zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes zur vom Bundesverfassungsgericht geforderten Nichtdiskriminierung behinderter Menschen im Falle einer Triage hagelte. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul hat einige Stimmen im Nachgang der Anhörung eingefangen, die mittlerweile in die Mediathek des Bundestages eingestellt und nachverfolgt werden kann. „Es war schrecklich“, so fasst beispielsweise Dr. Sigrid Arnade ihre Eindrücke von der Anhörung zusammen.

Buchtipp: Mein Leben ist doch cool

Buchcover: Mein Leben ist doch Cool von Natalie Dedreux
Buchcover: Mein Leben ist doch Cool von Natalie Dedreux
Foto: KNAUR

Köln (kobinet) Die Frankfurter Buchmesse richtet in diesen Tagen wieder verstärkt den Blick auf spannende Bücher. Gerade in der dunkleren Jahreszeit gibt es wieder mehr Zeit, um sich in eine warme Decke zu kuscheln und Bücher zu lesen. Daher passt der Buchtipp, den das NETZWERK ARTIKEL 3 in seinen guten Nachrichten zur Inklusion veröffentlicht hat, bestens zur Jahreszeit. Ottmar Miles-Paul hat sich vor kurzem in Köln auf einen Kaffee mit Natalie Dedreux getroffen, die Anfang Oktober ihr erstes Buch mit dem Titel „Mein Leben ist doch cool“ veröffentlicht hat.

Nachdenkliches happy birthday zu 32 Jahre ISL im Lichte der Triage-Anhörung

Karikatur zur Triage - Bildbeschreibung im Artikel unten
Karikatur zur Triage – Bildbeschreibung im Artikel unten
Foto: ISL – Phil Hubbe

Berlin (kobinet) „Die ISL wird heute 32 Jahre alt. Seit über drei Jahrzehnten setzt sie sich mit anderen für Gleichberechtigung und Chancengleichheit behinderter Menschen ein. Ausgerechnet heute sind wir zur #Triage-Anhörung im #Bundestag geladen, um mit anderen darüber zu diskutieren“, schrieb Alexander Ahrens von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland, die am 19. Oktober 1990 in Erlangen gegründet wurde, einen nachdenklichen Geburtstagsgruß als er auf dem Weg zur Anhörung in den Deutschen Bundestag war.

Besuch des inklusiven Kulturstammtisch im Kunstmuseum Moritzburg in Halle

Jennifer Sonntag ertastet ein Kunstwerk
Jennifer Sonntag ertastet ein Kunstwerk
Foto: Jennifer Sonntag

Halle (kobinet) „Unser inklusiver Kulturstammtisch war diesmal zu Besuch im Kunstmuseum Moritzburg in Halle. Wir sind eine Gruppe von Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen und checken die verschiedenen Kultureinrichtungen unserer Stadt gemeinsam auf Barrierefreiheit. Das Kunstmuseum Moritzburg war nach dem Stadtmuseum, dem Opernhaus und dem Lucks-Kino nun unsere 4. Station.“ Über diese Initiative berichtet die Inklusionsbotschafterin und Journalistin Jennifer Sonntag aus Halle.

Podcast Echt behindert: Haushaltsgeräte größtenteils nicht bedienbar

Logo: DW-Podcast Echt behindert
Logo: DW-Podcast Echt behindert
Foto: Deutsche Welle

Köln (kobinet) „Größtenteils nicht bedienbar! – Moderne Haushaltsgeräte und die Barrierefreiheit“, so lautet der Titel der 55. Ausgabe des Podcast zu Barrierefreiheit und Inklusion Echt behindert! der Deutschen Welle. Zu Gast beim Podcast „Echt Behindert!“ ist Silvia Hame und Luciano Butera von der Initiative „Home Designed for All“. Sie berichten u.a. davon, welchen Problemen sie als blinde Menschen im Alltag zwischen Waschen und Kochen begegnen und was sie unternehmen, um Bewusstsein für ein Problem zu schaffen, das oft schlichtweg nicht wahrgenommen wird.

Ferda Ataman will Diskriminierungsschutz bei Triage stärken

Ferda Ataman
Ferda Ataman
Foto: Sarah Eick

Berlin (kobinet) Die Unabhängige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung, Ferda Ataman, begrüßt den Gesetzentwurf zur so genannten Triage, spricht sich aber an einigen Punkten für Ergänzungen aus. Der Bundestag berät derzeit Änderungen im Infektionsschutzgesetz, um Menschen mit Behinderung im Falle knapper intensivmedizinischer Kapazitäten („Triage-Situation“) vor Benachteiligungen zu bewahren. Heute, am 19. Oktober, findet von 14:30 bis 16:30 Uhr die Anhörung zum Gesetzentwurf im Gesundheitsausschuss des Bundestages statt.

Triage-Anhörung wird im Parlamentsfernsehen übertragen

Bundestag im Herbst
Bundestag
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Zwei Stunden nimmt sich der Bundestagsausschuss für Gesundheit heute am 19. Oktober von 14:30 bis 16:30 Uhr Zeit, um Behindertenverbände und Expert*innen zum Gesetzentwurf für Regelungen im Falle einer Triage anzuhören. Welche Fragen dabei von den Abgeordneten gestellt werden, wer von den ca. 70 Verbandsvertreter*innen und Einzelsachverständigen dabei konkret von den Abgeordneten befragt wird und zu Wort kommt und welche Änderungsanträge sich daraus im weiteren Gesetzgebungsverfahren abzeichnen könnten, das kann heute am 19. Oktober live im Parlamentsfernsehen auf www.bundestag.de von 14:30 bis 16:30 Uhr via Internet unter www.bundestag.de verfolgt werden.

Wege bereiten für inklusives Wohnen

Logo des BeB
Logo des BeB
Foto: Bundesverband evangelische Behindertenhilfe

Berlin (kobinet) In den vergangenen Jahren sind an vielen Orten in Deutschland inklusive Wohnformen entstanden. Die innovativen Projekte zeigen auf, wie Menschen mit Behinderung selbstbestimmt und in der Mitte der Gesellschaft wohnen können. Ihre Erfahrungen machen jedoch auch deutlich, welche großen Hürden bei der Umsetzung bestehen. Damit inklusives Wohnen zukünftig für jeden Menschen möglich ist, hat der evangelische Fachverband für Teilhabe (BeB) gemeinsam mit sieben weiteren Organisationen Empfehlungen an die Politik herausgegeben.

Im Regen stehen gelassen und zum Hintereingang geschickt

Protest für Menschenrecht und Inklusion in Wien
Protest für Menschenrecht und Inklusion in Wien
Foto: BIZEPS

Wien (kobinet) „‚Im Regen stehen gelassen‘ und ‚zum Hintereingang geschickt‘ – das sind die symbolträchtigen Reaktionen der höchsten bundespolitischen Verantwortungsträger:innen zu den berechtigten Menschenrechtsforderungen von Menschen mit Behinderungen in Österreich.“ So fällt das Resümee zur großen Inklusionsdemo am 28. September 2022 des Vizepräsidenten des Österreichischen Behindertenrates, Klaus Widl, im Gespräch mit dem österreichischen Online-Nachrichtendienst BIZEPS aus. Rund 4.000 Menschen – an manchen Orten auch bei strömendem Regen – hatten am 28. September gegen die massiven Versäumnisse bei der Umsetzung der Rechte von Menschen mit Behinderungen in Österreich demonstriert.

ISL-Podcast zur Schlichtungsstelle für das Behindertengleichstellungsgesetz

Projekt-Banner: Das lass' ich mir nicht bieten
Projekt-Banner: Das lass‘ ich mir nicht bieten
Foto: ISL

Berlin (kobinet) „Die Schlichtungsstelle für das Behindertengleichstellungsgesetz“, so lautet der Titel des neuesten Podcast des Projektes „Das lass‘ ich mir nicht bieten – Wege durch den Rechtsdschungel“ der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL), „In dieser Podcast Folge klären wir euch über die Funktion, die Aufgaben und die Verfahren der Schlichtungsstelle zum Behindertengleichstellungsgesetz auf. Diese Schlichtungsstelle schlichtet in allen Streitfragen die Regelungsbereiche des Behindertengleichstellungsgesetzes betreffen“, heißt es u.a. in der Ankündigung des Podcast.

Lesung im Dunkeln auf der Frankfurter Buchmesse

Sabine Lohner
Sabine Lohner
Foto: privat

Frankfurt am Main (kobinet) Am 9. September 2022 berichtete das Projekt „Gute Nachrichten zur Inklusion“ über die Bücherwurm WhatsApp-Gruppe, die von Sabine Lohner seit über zwei Jahren koordiniert wird. Nun führt Sabine Lohner zusammen mit der Autorin Marie Gamillscheg am 20. Oktober von 19:30 Uhr bis 21:00 bei der Frankfurter Buchmesse in der Orangerie im Günthersburgpark eine gemeinsame Lesung aus Gamillschegs aktuellem Buch „Aufruhr der Meerestiere“ (Luchterhand Verlag) im Dunkeln durch. Die Lesung steht unter dem Motto: „Reading in the Dark – Marie Gamillscheg: Aufruhr der Meerestiere“. Dabei soll auch aufgezeigt werden, wie Lesen ohne zu sehen funktioniert und welche unterschiedlichen Zugänge zu Büchern es für blinde und sehbehinderte Menschen gibt.

52 Millionen 9-Euro-Tickets verkauft

Dekoration - DB-Logo - weißer Untergrund, rote Buchstaben DB und roter Randin einem Wartebereich
Dekoration – DB-Logo in einem Wartebereich
Foto: Deutsche Bahn AG / Volker Emersleben

Berlin (kobinet) Nach Auskunft des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) ist das 9-Euro-Ticket für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) seit Verkaufsstart rund 52 Millionen Mal an Neukunden verkauft worden. Zudem hätten monatlich rund zehn Millionen Abonnentinnen und Abonnenten das vergünstigte Ticket automatisch erhalten, heißt es in einem Bericht des Informationsdienstes Heute im Bundestag.

Triage-Gesetz: NETZWERK ARTIKEL 3 entzaubert Mythen

Dr. Sigrid Arnade
Dr. Sigrid Arnade
Foto: H.-Günter Heiden

Berlin (kobinet) Mythen, die sich in der Diskussion um eine diskriminierungsfreie Zuteilung knapper intensivmedizinischer Ressourcen hartnäckig halten, werden heute am 18. Oktober durch das NETZERK ARTIKEL 3 e.V. entzaubert. Morgen, am 19. Oktober, wird in einer öffentlichen Anhörung vor dem Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestags über ein Gesetz zur Regelung der Triage debattiert. Von Triage-Situationen spricht man bei Zuteilungsentscheidungen, wenn die Ressourcen nicht mehr für alle ausreichen und entschieden werden muss, wer stirbt und wer dank Behandlung eine Überlebenschance erhält.

Deutschen Taubblindenwerk setzt Kooperation mit Hannover United fort

Gruppenbild mit einer Frau und drei Männern.davon einer mit Rollstuhl
Bei der Vereinbarung der weiteren Kooperation
Foto: Deutsches Taubblindenwerk

HANNOVER (kobinet) Auch in der kürzlich gestarteten neuen Spielzeit der 1. Rollstuhlbasketballbundesliga (RBBL1) kann die Mannschaft von Hannover United auf die Unterstützung des Deutschen Taubblindenwerks zählen. Die Einrichtung für Menschen mit Taubblindheit/Hörsehbehinderung steht als Kooperationspartner seit 2019 fest an der Seite des erfolgreichen Rollstuhlbasketball-Vereins. Die Partnerschaft soll nun durch gemeinsame Projekte noch weiter vertieft und Begegnungen im Sinne von sozialer Teilhabe und Inklusion geschaffen werden.

CDU/CSU bringt Teilhabe von Gehörlosen ins Gespräch

Portraitfoto von Hubert Hüppe im dunklen Anzug, weißem Hemd und dunklem Binder
Pressefoto Hubert Hüppe
Foto: René Golz

BERLIN (kobinet) Auf Initiative des Berichterstatter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für die Belange von Menschen mit Behinderungen im Gesundheitsausschuss, Hubert Hüppe hat die CDU/CSU-Bundestagsfraktion eine Kleine Anfrage mit dem Titel „Teilhabe von Gehörlosen in Deutschland“ in den Bundestag eingebracht.

Konkrete Zeitpläne für behindertenpolitische Maßnahmen gefordert

Logo Liga Selbstvertretung
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Foto: Liga Selbstvertretung

Berlin (kobinet) Vor gut einem Jahr erhielt die rot-grün-gelbe Regierungsmehrheit bei der Bundestagswahl ihr Wählervotum. Nachdem die neue Regierung im ersten Jahr ihrer Regierungszeit viele Herausforderungen zu managen hatte, ist es jetzt nach Ansicht der LIGA Selbstvertretung höchste Zeit, konkrete Pläne für die Umsetzung der behindertenpolitischen Ziele der Koalition vorzulegen. Den wohlklingenden Inhalten des Koalitionsvertrags, beispielsweise im Hinblick auf die Verpflichtung privater Anbieter von Dienstleistungen und Produkten zur Barrierefreiheit und für einen barrierefreien öffentlichen Nah- und Fernverkehr, müssten nun konkrete Zeitpläne und Taten folgen, fordert LIGA-Sprecher Ottmar Miles-Paul.

Trauer um Tod von Kupa Mutombo

Logo: Kellerkinder
Logo: Kellerkinder
Foto: Kellerkinder e.V.

Berlin (kobinet) Der in Berlin ansässige Verein Kellerkinder unterstützt die Presserklärung der Opferberatungsstelle ReachOut zum Tod von Kupa Ilunga Medard Mutombo infolge eines brutalen rassistischen Polizeieinsatzes und trauert um dessen Tod. „Am 14.9.2022 befand sich Kupa Ilunga Medard Mutombo in einem betreuten Wohnheim in Spandau für seelisch und psychisch krank gemachte Menschen. Er sollte in ein Krankenhaus verlegt werden“, heißt es in der Presseinformation als Ausgangspunkt des fatalen Übergriffs, der zum Tod führte.

Wer kommt bei der Anhörung zum Triage-Gesetz zu Wort?

Bundestag Besprechungsraum
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Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Wenn am Mittwoch, den 19. Oktober, die auf zwei Stunden angesetzte öffentliche Anhörung des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestags zum Infektionsschutzgesetz in Sachen Nichtdiskriminierung behinderter Menschen in Triage-Situationen stattfindet, sind hierfür fast 70 Organisationen und vier Einzelsachverständige geladen. Interessierte Beobachter*innen fragen sich dabei im Vorfeld der Anhörung, wer von den vielen Eingeladenen letztendlich zu Wort kommen wird, denn diese sind darauf angewiesen, dass ihnen von den Ausschussmitgliedern entsprechende Fragen gestellt werden. Die Anhörung, die am 19. Oktober von 14:30 bis 16:30 Uhr im Parlamentsfernsehen auf www.bundestag.de übertragen und am Folgetag in der Mediathek veröffentlicht wird, verspricht also spannend zu werden. Denn von den Ergebnissen dürfte auch abhängen, welche Änderungsanträge die Fraktionen im weiteren Gesetzgebungsverfahren einbringen und beschließen werden.

Partizipation der Selbstvertretung für inklusive Kinder- und Jugendhilfe

Logo bbe e.V.
Logo Bundesverband behinderten und chronisch kranker Eltern e. V.
Foto: bbe e.V.

Hannover (kobinet) Ein aus dem Partizipationsfonds des Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) finanziertes dreijähriges Projekt des Verein Bundesverband behinderter und chronisch kranker Eltern (bbe) soll den Prozess der inklusiven Ausgestaltung der Kinder- und Jurgendhilfe aus Sicht der Selbstvertretung von Menschen mit Behinderung begleiten. Das vorrangige Ziel besteht darin, dass sich behinderte Kinder und Jugendliche und Eltern mit Behinderung mit ihren Selbstvertretungsverbänden in die Umsetzung der Inklusiven Kinder- und Jugendhilfe gleichberechtigt einbringen.

Fast 162.000 schwerbehinderte Arbeitslose im September 2022

Symbol Prozentzeichen

Nürnberg (kobinet) 161.965 schwerbehinderte Menschen waren im September 2022 bei der Bundesagentur für Arbeit arbeitslos gemeldet. Dies sind immer noch über 8.000 mehr schwerbehinderte Arbeitslose als vor der Pandemie im September 2019 gemeldet waren. Damals waren 153.538 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet. Die Forderung des Inklusionsbeirats der Staatlichen Koordinierungsstelle nach „Null-Toleranz für Null-Beschäftigter“ mit einer kräftigen Erhöhung der zu zahlenden Ausgleichsabgabe für die über 44.000 beschäftigungspflichtigen Arbeitgeber, die keinen einzigen Menschen mit Schwerbehinderung beschäftigen, ist also aktueller denn je.

Der PARITÄTISCHE Baden-Württemberg fordert armutsfeste Grundsicherung

Zwei Hände halten eine leere geöffnete Geldbörse
Leere Geldbörse
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STUTTGART (kobinet) Der PARITÄTISCHE Baden-Württemberg warnt zum Auftakt der heute beginnenden landesweiten Aktionswoche „Armut bedroht Alle“ vor einer drastischen Verschärfung der Armut infolge der Energiekrise und steigenden Inflation. Der Verband fordert eine dauerhafte Energiekostenkomponente beim Wohngeld, welche die realen Preissteigerungen berücksichtigt. Der Regelsatz in der Grundsicherung müsse um 200 Euro erhöht und die Kosten für Wärme und Strom auch schon für dieses Jahr vollumfänglich übernommen werden.

Sachsen befragt alle am Tourismus Beteiligten

Flagge Bundesland Sachsen
Flagge Bundesland Sachsen
Foto: Gemeinfrei, public domain

DRESDEN (kobinet) Das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus erarbeitet gegenwärtig eine neue Tourismusstrategie für den Freistaat, welche dann zum „Masterplan Tourismus“ entwickelt wird. In diesem Zusammenhang befragt sie zur Zeit mit einer breit angelegten Umfrage alle, die am Tourismus in Sachsen beteiligt sind.