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Weihnachtsfest auf Sparflamme

Ein Weihnachtsbaum von Günter Hentschel

Dieses Artikelbild ist lizenziert unter Creative Commons BY-ND 2.0 .


DÜSSELDORF (kobinet) Aufgrund der anhaltenden Energiekrise werden in diesem Jahr nach den Befürchtungen des Sozialverbandes Deutschland in Nordrhein-Westfalen wohl viele Betroffene unter dem Weihnachtsbaum frieren müssen. Darüber hinaus müssen die Familien teilweise auch, wie Landesvorsitzender Horst Vöge feststellt, auf ein Festmahl oder Geschenke für die Liebsten verzichten, weil ihr begrenztes Budget längst durch die hohen Lebensmittelpreise gesprengt wird.

Das gilt insbesondere für Menschen, die zusätzlich zur Rente auf staatliche Unterstützung angewiesen sind oder infolge gesundheitlicher Einschränkungen früher aus dem Beruf ausscheiden müssen: „Die Zahl derjenigen, die Grundsicherung im Alter oder bei Erwerbsminderung erhielten, ist innerhalb von zehn Jahren um 36 Prozent gestiegen und hat Ende 2021 einen neuen Höchstwert von 291.890 erreicht“, erklärt Horst Vöge. „Für sie ist der Advent derzeit eher sorgenvoll als besinnlich…“

Entsprechend erleichtert zeigt sich der Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen über die Einigung zur Einführung des Bürgergelds. „Die angekündigten Regelsätze sind jedoch immer noch zu niedrig und wurden in den vergangenen Monaten bereits von der Rekord-Inflation aufgefressen,“ so der Landesvorsitzende, der zudem befürchtet, dass die Verbesserungen beim Wohngeld für Not leidende Haushalte auf sich warten lassen.