
Foto: Irina Tischer
Berlin (kobinet) Überhaupt soll man alles erst reif werden lassen, ehe man damit etwas vornimmt. (François Rabelias)

Berlin (kobinet) Überhaupt soll man alles erst reif werden lassen, ehe man damit etwas vornimmt. (François Rabelias)

Berlin (kobinet) Das Bundesverfassungsgericht nimmt sich der von AbilityWatch unterstützten Verfassungsbeschwerde zur Triage-Problematik während der Corona-Pandemie an. Bevor es zum Hauptsacheverfahren kommt, hatten die Richterinnen und Richter in Karslruhe allerdings über einen Eilantrag auf einstweilige Anordnung zu entscheiden, der abgelehnt wurde. Diesen hatten die Beschwerdeführer von AbilityWatch gestellt, um den Gesetzgeber schnellstmöglich mit der Regelung von Triage-Situationen während der Corona-Pandemie zu befassen.

Bremen (kobinet) „Eine Gruppe von Kuscheltieren sitzt in einer liebevollen Spielsituation auf breiten Treppenstufen aus Beton. Es ist ein Pony dabei, ein Delphin, eine große Robbe und drei Baby-Robben.“ So beschreibt Kassandra Ruhm ihr 33. Poster der Woche aus ihrer Reihe „bunt ist schöner“ – eine Poster-Serie über Vielfalt und Inklusion, die sich für Respekt vor unterschiedlichen Lebensweisen einsetzt.

Berlin (kobinet) Ein Zukunftsprogramm für Krankenhäuser muss Barrierefreiheit und Bedarfe von behinderten Menschen berücksichtigen, fordert die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. (ISL) in ihrer heute eingereichten Stellungnahme zum geplanten Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) des Bundesministeriums für Gesundheit.

HAMBURG (kobinet) Die Kanzlei Menschen und Rechte hat für neun Mandantinnen und Mandanten, unterstützt von der Behindertenrechtsorganisation AbilityWatch e.V., Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht eingereicht. Die Beschwerde richtet sich gegen gesetzgeberisches Unterlassen. Es geht dabei um drohende medizinische Versorgungsengpässe in Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie. Für einen solchen Fall ist gesetzlich nicht geregelt, nach welchen Kriterien die dann zu knappen Behandlungskapazitäten verteilt werden sollen.

BERLIN (kobinet) Das bundesweite Netzwerk Flucht, Migration, Behinderung fordert, dass qualitative Dolmetschleistungen für Migrantinnen und Migranten mit einer Behinderung gesetzlich verankert werden müssen.Ohne Sprachmittlung bleibt, nach Einschätzung dieses Netzwerkes von Handicap International, zugewanderten Menschen mit Behinderung ansonsten der volle Zugang zu grundlegenden Rechten versperrt.

DÜSSELDORF (kobinet) Anlässlich der aktuell veröffentlichten Daten des Statistischen Landesamts Nordrhein-Westfalen zur Armutsgefährdung sowie atypischen Beschäftigungsverhältnissen warnt der Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen davor, die zukünftigen Folgen der Corona-Pandemie zu unterschätzen.

Bonn (kobinet) „Echt Behindert! Behindertenrechte sind Menschenrechte“, so titelt die Deutsche Welle ihren neuen Podcast im Bereicht Wissen und Umwelt. „Seit 11 Jahren gilt die UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland. Matthias Klaus spricht mit Dr. Sigrid Arnade darüber, wie es dazu kam, welche Rechte seitdem gestärkt wurden, und ob das Ganze etwas gebracht hat“, heißt es in der Ankündigung des knapp 20minütigen Podcasts.

Potsdam (kobinet) Janny Armbruster wurde vom Kabinett in Brandenburg zur neuen Landesbehindertenbeauftragten des Landes berufen. Das Kabinett folgte damit dem Vorschlag von Sozialministerin Ursula Nonnemacher. Die 57-jährige Armbruster war zuvor gewählte ehrenamtliche Schwerbehindertenvertrauensfrau der Universität Potsdam.

Köln (kobinet) Zwischen dem 24. November und 3. Dezember 2020 bietet bfb barrierefrei bauen einen Online-Intensivkurs in sechs Live-Modulen an. Der Kurs richtet sich an Behindertenbeauftragte auf städtischer bzw. kommunaler Ebene, die keinen baufachlichen Hintergrund besitzen. Das erfuhr kobinet heute vom Rudolf Müller Presseservice.

Berlin (kobinet) Der Allgemeine Behindertenverband in Deutschland (ABiD) hat enge Beziehungen zum Partnerverband in Belarus. Über die Lage in diesem Land, wo nach den Wahlen die Polizei gegen Proteste der Bevölkerung vorgeht, äußert sich heute besorgt ABiD-Ehrenpräsident Dr. Ilja Seifert im kobinet-Interview.

KÖLN (kobinet) Torsten Burmester, der bisher im Management-Team des RBC Köln 99er tätig war, übernimmt zum 1. September 2020 die Position als Generalsekretär des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) und folgt auf Thomas Urban, der den Verband nach gut vierjähriger Tätigkeit verlässt und in seine bayrische Heimat zurückkehrt.

Berlin (kobinet) Die Arbeitsgemeinschaft Selbst Aktiv hat die Nominierung von Olaf Scholz zum SPD-Kanzlerkandidaten begrüßt. Deren Bundesvorsitzender Karl Finke erklärte: „Unter den Aspekten von Klarheit und zukunftsorientierter Gesellschaftspolitik begrüßt Selbst Aktiv – Menschen mit Behinderungen in der SPD – die Benennung von Olaf Scholz zum Kanzlerkandidaten.“

BERLIN (kobinet) Wie die Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS) beim Deutschen Studentenwerk informiert, hat die Monitoring-Stelle UN-Behindertenrechtskonvention die Allgemeine Bemerkung Nummer sechs des UN-Ausschusses für die Rechte der Menschen mit Behinderungen zusammengefasst und aufbereitet. Diese Allgemeine Bemerkung kommentiert die in Artikel Fünf der UN-Behindertenrechtskonvention verankerten Verpflichtungen der Vertragsstaaten in den Bereichen Nichtdiskriminierung und Gleichberechtigung. Der Ausschuss erläutert darin ausführlich das Konzept der „angemessenen Vorkehrungen“.

BERLIN (kobinet) Auf dem Wege der Sportveranstaltungsförderung werden keine bauliche Maßnahmen zur barrierefreien Gestaltung an Wettkampfstätten durch die Bundesregierung gefördert – das schreibt die Bundesregierung in den Vorbemerkungen zu ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion.

Berlin (kobinet) Das umstrittene Intensivpflege- und Rehabilitationsgesetz von Jens Spahn (CDU) sorgt einen Monat nach seiner Fertigstellung weiter für Aufregung. Das schreibt heute Ruth Schneeberger, die in der Berliner Zeitung für Gesundheit und Leben zuständig ist.

Berlin (kobinet) „Wege in die Beschäftigung durch Inklusion“ (WBI) heißt ein neues, kostenloses Bildungsangebot von KOPF, HAND + FUSS. Das gemeinnützige Berliner Unternehmen richtet sich an Menschen mit Behinderung aus dem Bezirk Lichtenberg. Projektkoordinatorin ist Ulrike Gehn.

Berlin (Sozialhelden)
Berlin (Sozialhelden) Wie im Newsletter von Raul Krauthausen „Die neue Norm“ heute angezeigt, es werden Stipendien ausgeschrieben.

BERLIN (kobinet) Zur aktuellen Corona-Bilanz des SoVD Sozialverband Deutschland gehört die Festellung, dass es Menschen mit Behinderungen und Pflegebedarf in der Krise besonders hart getroffen hat. Im Ergebnis der aktuellen SoVD-Einschätzung zu sozialpolitischen Folgen der Corona-Krise in Deutschland fordert dieser Verband deshalb, für die Zukunft soziale Notfallsysteme einzurichten.

BERLIN (kobinet) Unter der Überschrift „2019 – Das Jahr Eins einer neuen Ära“ hat Special Olympics Deutschland den Jahresbericht für das Jahr 2019 veröffentlicht. Er gibt einen Überblick über die Tätigkeit in den einzelnen Fachbereichen und die Landesverbänden im vergangenen Jahr. Zugleich wurde der Bericht mit emotionalen Fotos illustriert und mit zahlreichen Daten und Fakten, Grafiken und Zitaten unterlegt.

Berlin (kobinet) Die Belange von Behinderten sollen nach Darstellung der Bundesregierung im Gesundheitswesen an vielen Stellen berücksichtigt sein.

Wien (kobinet) BIZEPS hat heute das 25-jährige Bestehen seines Internetauftritts gefeiert.

BONN (kobinet) Angesichts steigender Pflegekosten und wachsender Pflegefallzahlen warnt der BDH Bundesverband Rehabilitation vor einer sozialen Schieflage in der Pflegeversicherung. Die Einführung einer Pflegevollversicherung, die sämtliche Kosten ambulanter und stationärer Pflegeleistungen einschließt, würde nach Einschätzung dieses Verbandes dazu beitragen, eine klaffende Gerechtigkeitslücke zu schließen.

BREMEN (kobinet) Mit dem Beginn dieser Woche gehen beim Martinsclub Bremen zwölf junge Menschen auch praktisch an den Start ihrer dreijährigen Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin / zum Heilerziehungspfleger. Dieser Ausbildungskurs war bereits am Ende der vergangenen Woche mit einem ersten Arbeitstag sowie einer Veranstaltung zur der feierlichen Vertragsunterschrift eröffnet worden.

MAGDEBURG (kobinet) Nachdem der Ältestenrat des Magdeburger Landtages im Herbst des Jahres 2014 den Beschluss gefasst hatte, die Plenardebatten auch in Gebärdensprache zugänglich zu machen, wurde dies nach einer Testphase für die Landtagssitzungen am 23. und 24. August des Jahres 2017 erstmals so praktiziert. Der Landtag von Sachsen-Anhalt begeht somit in diesem Jahr ein kleines Jubiläum – seit drei Jahren ist in diesem Bundesland Politik auch in Gebärdernsprache zugänglich.

Berlin (kobinet) Lerne loszulassen, das ist der Schlüssel zum Glück. (Buddha)

PFRONSTETTEN-AICHELAU (kobinet) In einer Presseinformation weist die PARAVAN GmbH darauf hin, dass der Stehrollstuhl „PR 40“ eine Hilfsmittelnummer erhalten hat.

DRESDEN (kobinet) Mit dem öffentlichen Personenahverkehr unterwegs sein zu können – und das möglichst allein und ohne fremde Hilfen – das ist für viele Menschen mit Mobilitätseinschränkungen sehr wichtig. In einer Stadt wie Dresden ist da auch sehr viel möglich – wenn man sich zu fahren getraut. Dazu ist es wichtig, zu wissen, wie alles funktioniert und eigene Unsicherheiten abzubauen. Dem dient das Mobilitätstraining, das jedoch wegen der Corona-Maßnahmen im Frühjahr eingestellt werden mußte. Jetzt starten die Informationsveranstaltungen zum öffentlichen Personenahverkehr wieder.

Bremen (kobinet) „Eine blinde Frau steht vor einer Kaffeemaschine. Das Bedienfeld hat keine Tasten, sondern einen Touchscreen, auf dem sie vergeblich nach Informationen tastet. In knalliger Schrift steht über dem Bild: Ans blind sein bin ich gewöhnt. Aber keinen Kaffee mehr bekommen: Verdammt!“ So beschreibt Kassandra Ruhm ihr 32. Poster der Woche aus ihrer Reihe „bunt ist schöner“ – eine Poster-Serie über Vielfalt und Inklusion, die sich für Respekt vor unterschiedlichen Lebensweisen einsetzt.

Kassel (kobinet) Mit der Vorstellung einer von der Sommercamp-Teilnehmerin Marleen Soetandi extra für’s Sommercamp erstellten Zeichnung und einer Trommeleinlage von Uwe Wipyor ging heute Abend das Sommercamp für ein selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen zu Ende. Zuvor gab es noch eine virtuelle Wanderung durch das am 5. Juni gestartete andere kreativ und online durchgeführte Sommercamp und musikalische Einlagen.

München / Berlin (kobinet) „Wir haben ein Qualitätsproblem im Gesundheitssystem“, so bringt der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung Jürgen Dusel auf den Punkt. Die Beauftragten von Bund und Ländern für Menschen mit Behinderungen fordern die Kassenärztlichen Vereinigungen, Bundesminister Jens Spahn, die Landesgesundheitsminister, die Leistungsträger und die Gesetzgeber auf, die Barrierefreiheit bei Arztpraxen weiter durchzusetzen.

Mainz (kobinet) Inklusion während der Corona-Pandemie ist Thema der Sommerreise des rheinland-pfälzischen Landesbeauftragten für die Belange behinderter Menschen Matthias Rösch vom 11. bis 14. August. „Die Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie stellen zum Teil neue Barrieren für Menschen mit Behinderungen dar. Bei meinen Besuchen vor Ort will ich erfahren, wie die Menschen mit Behinderungen die Herausforderungen der Corona-Pandemie wahrnehmen und meistern“, erklärte der Landesbeauftragte.

Berlin (kobinet) Die Stiftung Anerkennung und Hilfe richtet sich an Menschen, die als Kinder und Jugendliche in der Zeit von 1949 bis 1975 in der Bundesrepublik Deutschland bzw. von 1949 bis 1990 in der DDR in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe oder Psychiatrie Leid und Unrecht erfahren haben und heute noch unter den Folgewirkungen leiden. Am 31. Dezember 2020 endet die Anmeldefrist und im Jahr 2021 werden die schon gestellten Anträge noch bearbeitet. Darauf macht die Anlauf- und Beratungsstelle der Stiftung Anerkennung und Hilfe in der Darßer Straße 103 in 13051 Berlin aufmerksam.

München (kobinet) Seit vielen Jahren erhält Claus Fussek eine Vielzahl von Anrufen, Briefen und Berichten von Menschen, die auf Mängel und massive Menschenrechtsverletzungen in der Pflege und Unterstützung behinderter und alter Menschen aufmerksam machen. Immer wieder prangern er und viele andere diese Menschenrechtsverletzungen an, ohne dass entscheidende strukturelle Veränderungen erfolgen. Im folgenden dokumentieren die kobinet-nachrichten einen anonym gehaltenen Bericht, den eine Angehörige an Claus Fussek geschickt hat. Er schreibt dazu: „Eine engagierte, verzweifelte Angehörige hat mich gebeten, ihren traurigen Erfahrungsbericht weiterzuleiten: ‚Ich möchte, dass das Leiden meiner Mutter nicht umsonst war‘, schrieb sie.“

Hollenbach (kobinet) Mit der fortgesetzten Forderung einzelner Kostenträger der Sozialhilfe, die Kostenkalkulation von Arbeitgebermodellen um die Kosten der Verhinderungspflege, mitunter sogar auch um den Entlastungbetrag zu kürzen, befasst sich der Bundesverband ForseA e.V. in einer neuen Eintragung auf seinen Beratungsseiten.

Leipzig (kobinet) Wie schnell es gehen kann, dass man in Deutschland in einem Pflegeheim landet und wie schwer es ist, seine nötige Hilfen außerhalb solcher Einrichtungen zu organisieren, das bringt ein Bericht des MDR-Magazin Exakt auf den Punkt, der gestern Abend unter dem Titel „Mit 62 ins Pflegeheim“ ausgestrahlt wurde. Der Beitrag zeigt dabei auch auf, wie unterschiedlich die bewilligten Kostensätze für eine Persönliche Assistenz in Sachsen sind.

Berlin (kobinet) „Psychopharmaka? Kritischer Trialog“, so lautet der Titel einer Veranstaltung, zu der die Kellerkinder am 10. August um 17:00 Uhr per Zoomkonferenz zum Thema „Nötigungen im psychiatrischen System – Macht durch Psychopharmaka“ einladen.

Kassel (kobinet) Auch wenn bei den bisher 110 durchgeführten Aktivitäten und Veranstaltungen des Sommercamps für ein selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen viele ernste und für behinderte Menschen wichtige Themen behandelt und diskutiert wurden, kommt der Spaß bei dem kreativ und online durchgeführten Sommercamp nicht zu kurz. Bei der per Zoomkonferenz durchgeführten happy hour wurden gestern beispielsweise die Athlet*innen, die an der Sommercamp-Olympiade der Kuscheltiere teilgenommen haben, vorgestellt und ausgezeichnet.

Kempten (kobinet) Dass viele Menschen gerade bei hochsommerlichen Temperaturen und Urlaubslaune gerne daran glauben, dass wir mit der Corona-Pandemie hierzulande durch sind und alles im Griff haben, ist irgendwie verständlich. Der Blick über die Grenzen Deutschlands hinaus zeigt aber täglich die Gefährlichkeit und Beharrlichkeit dieses Virus auf. Aber auch in Deutschland lauern noch viele Gefahren. Nun hat das Virus auch wieder eine Behinderteneinrichtung erreicht, wie der Bayerische Rundfunk vor kurzem berichtete.