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Welche Herausforderungen stellen sich dieses Mal im Teil-Lockdown?

Logo reha-recht Rehabilitations- und Teilhaberecht
Logo reha-recht Rehabilitations- und Teilhaberecht
Foto: reha-recht

Heidelberg (kobinet) Als im Frühjahr das öffentliche Leben heruntergefahren wurde, blieben insbesondere viele Bedürf­nisse von Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen unbeachtet. Was wird nun besser berücksichtigt? Welche Probleme bestehen fort? Die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) und ihre wissenschaftlichen Kooperationspartner laden noch einmal zu einer Online-Diskussion zu den Erfahrungen in der Corona-Pandemie ein. Neben Expertinnen und Experten können sich alle Interessierten an dem Austausch beteiligen.

Mit Tablets und Gebärden-Videochat durch die Pandemie

Tablet-übergabe im ZsL Erlangen
Tablet-Übergabe im ZsL Erlangen
Foto: ZsL Erlangen

Erlangen (kobinet) Für Gehörlose und vor allem für gehörlose Senior*innen bedeuten die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie eine Verschärfung ihrer sowieso oft schon schwierigen Situation mit dem sozialen Umfeld. Das Projekt Kommune Inklusiv Erlangen versucht durch das Verleihen von Tablets, mit deren Hilfe Video- Chats für Gehörlose möglich sind, die Kommunikationsbarrieren etwas abzubauen. Vor kurzem fand daher im Zentrum für Selbstbestimmtes Leben Behinderter im Beisein von Erlangens Oberbürgermeister Dr. Florian Janik die Übergabe von Tablets an den Gehörlosenverein und deren Mitglieder statt.

Verlängerungsvereinbarung zur Stiftung Anerkennung und Hilfe unterzeichnet

Sabine Bätzing Lichtenthäler
Sabine Bätzing-Lichtenthäler
Foto: MSAGD RLP

Mainz (kobinet) Eine Riehe von Behindertenverbänden haben sich dafür eingesetzt: In einer gemeinsamen Sitzung haben sich Bund, Länder und Kirchen als Errichter der Stiftung Anerkennung und Hilfe mittlerweile darauf verständigt, ihren Gremien zu empfehlen, die Anmeldefrist der Stiftung Anerkennung und Hilfe bis zum 30. Juni 2021 zu verlängern. Rheinland-Pfalz stimmt dieser Verlängerung zu. Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler vermeldete nun, dass sie die Verlängerungsvereinbarung vor kurzem unterschrieben hat.

Video zu 30 Jahren Selbstbestimmt Leben Bewegung

Banner: 30 Jahre ISL
Banner: 30 Jahre ISL
Foto: ISL

Berlin (kobinet) Im Oktober diesen Jahres hat die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) ihr 30jähriges Bestehen begehen können. Nun haben die Kellerkinder der ISL einen Film mit Statements von einigen prägenden Personen des Verbandes geschenkt und veröffentlicht. Passend zum Welttag der Menschen mit Behinderungen, der traditionell am 3. Dezember begangen wird, schildert Dinah Radtke beispielsweise das internationale Engagement des Selbstvertretungsverbandes vor allem auch für die UN-Behindertenrechtskonvention.

Sprachrohr behinderter Menschen

Ottmar Miles-Paul
Ottmar Miles-Paul
Foto: Franziska Vu – ISL

Berlin (kobinet) Die LIGA Selbstvertretung entwickelt sich zunehmend zum eigentlichen Sprachrohr behinderter Menschen in Deutschland. Dieses Resümee zieht einer der LIGA-Sprecher fünf Jahre nach deren Gründung am 2. Dezember 2015 in Berlin.

Merci für den Bau einer neuen Fußgängerampel in Kassel

Bild von der Merci-Aktion in Kassel
Merci-Aktion in Kassel
Foto: Susanne Göbel

Kassel (kobinet) Gerade vor Ort führt fehlende Barrierefreiheit zu Nachteilen und Gefahren, vor allem, wenn es um fehlende Fußgängerameln geht. Deshalb haten Aktive aus Kassel heute eine kleine Aktion durchgeführt. Anlässlich des Starts der Bauarbeiten für die Einrichtung einer Fußgängerampel an der Straßenbahnhaltestelle Friedenskirche in Kassel haben behinderte Menschen vom Verein zur Förderung der Autonomie Behinderter (fab) heute am 30. November den Bauarbeitern und dem Ortsvorsteher des Stadtteils Vorderer Westen zum Dank und als Rückenwind für die einige Wochen dauernde Baumaßnahme symbolisch Merci- und Celebrations-Packungen übergeben.

Bundesteilhabepreis 2020 für Projekte zu barrierefreiem Reisen

Daumen hoch
Daumen hoch
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Der Bundesminister für Arbeit und Soziales, Hubertus Heil, verlieh in diesem Jahr zum zweiten Mal den von ihm ausgelobten Bundesteilhabepreis. Der diesjährige Wettbewerb steht unter dem Motto „Perspektiven auch in Corona-Zeiten: Barrierefrei reisen in Deutschland“ und ist mit insgesamt 17.500 Euro dotiert.

Lebenshilfe startet Kampagne zum Betreuungsrecht

Logo der Lebenshilfe
Logo der Lebenshilfe
Foto:

ERLANGEN (kobinet) Selbst bestimmen, wo man wohnt. Selbst entscheiden, mit wem man zusammenlebt. Das wollen auch Erwachsene, die rechtlich betreut werden. Deshalb muss das neue Betreuungsrecht nach Einschätzung der Lebenshilfe Bayern nachgebessert werden. Die Lebenshilfe startet dazu die bundesweite Kampagne „BetreuungsRechtsReform 2021 – aber richtig!“ – pünktlich zum Tag der Menschen mit Behinderungen am 3. Dezember.

Kinder auch beim Frühstart in die Ferien vergessen

drei rote Ausrufezeichen
Drei rote Ausrufezeichen
Foto: ht

DORTMUND (kobinet) Wie die Landeselternkonferenz Nordrhein-Westfalen berichtet, so bangen Eltern von Schülerinnen und Schülern mit kognitiven Einschränkungen und hohem Unterstützungsbedarf erneut um gesicherte Notbetreuung. Spontan hatte Schulministerin Yvonne Gebauer die Weihnachtsferien vorgezogen. Dabei wurde jetzt für Kinder berufstätiger Eltern eine Notbetreuung nachgebessert, pauschal bis zur 6. Klasse. Wieder einmal vergessen: Die Jugendlichen mit schweren Behinderungen an Förderschulen und inklusiven Schulen, die auch in höheren Jahrgängen Betreuung brauchen.

Barrierefreie Zuwegung zum Königsstuhl geplant

Flagge Bundesland  Mecklenburg-Vorpommern
Flagge Bundesland Mecklenburg-Vorpommern
Foto: Gemeinfrei, public domain

Sassnitz (kobinet) Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe hat einen Fördermittelbescheid an die Stadt Sassnitz (Insel Rügen) für die Errichtung einer neuen barrierefreien Zuwegung zum Königsstuhl übergeben. „Mit dem neuen Weg haben Besucher die Möglichkeit, aus sicherem Abstand die Kreideküste Rügens mit ihrem Königsstuhl in ihrer natürlichen Schönheit zu erleben. So können Einheimische und Gäste bequemer einen Spaziergang zu diesem bedeutenden Ausflugsziel auf der Insel Rügen genießen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Cindy Davi: Assistent*innen sollen auch vorrangige Impfmöglichkeit bekommen

Cindy Davi
Cindy Davi
Foto: privat

Bad Kreuznach (kobinet) Die Geschäftsführerin des Zentrums für selbstbestimmtes Leben (ZSL) Bad Kreuznach, Cindy Davi, treibt derzeit ein Thema besonders um. Sie tritt dafür ein, dass die Assistent*innen von behinderten Menschen, die ihre Assistenz im Arbeitgebermodell selbst organisieren, im Rahmen der Coronaschutzimpfung genau so vorrangig geimpft werden, wie das Pflegepersonal in Einrichtungen. Dies brachte sie im Rahmen eines Interviews mit der in Bad Kreuznach erscheinenden Allgemeinen Zeitung im Vorfeld des Welttages von Menschen mit Behinderungen zum Ausdruck.

Trauer um Dr. Peter Radtke

Porträt von Dr. Peter Radtke
Dr. Peter Radtke
Foto: abm

München (kobinet) „Wir trauern um Dr. PETER RADTKE (Schriftsteller, Regisseur, Schauspieler).“ Diese traurige Nachricht, die gestern am 29. November von der Arbeitsgemeinschaft Behinderung und Medien (abm) verbreitet wurde, berührt viele Menschen. Denn Peter Radtke war nicht nur sehr vielseitig, sondern hat sich in ganz verschiedenen Bereichen engagiert und dort viele Menschen getroffen und bewegt.

Acht Jahre Aktionsplan bei Boehringer Ingelheim

Daumen hoch
Daumen hoch
Foto: Irina Tischer

Ingelheim (kobinet) Inklusion ist beim Unternehmen Boehringer Ingelheim (BI) zu einer Haltung geworden, so eines der Ergebnisse nach acht Jahren Aktionsplan zur Umsetzung der Un-Behindertenrechtskonvention. Nachdem der Pharmakonzern 2012 als erstes Unternehmen in Deutschland einen Aktionsplan entwickelt hatte, hat es nun ebenfalls als erstes Unternehmen eine externe Evaluation in Auftrag gegeben.

Momentaufnahme 192

Teelicht und ein Tannenbaumzweig auf dem Tisch, der mit Raureif teilweise bedeckt ist
Raureif
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Alle Dunkelheit der Welt reicht nicht, um das LIcht einer einzigen, kleinen Kerze auszulöschen. (Aus China)

Fragen zur politischen Partizipation

Symbol Fragezeichen
Symbol Fragezeichen
Foto: ht

Berlin (kobinet) Für die Veranstaltung „Politische Partizipation in Europa – Wege zu einer wirkungsvollen Beteiligung von Menschen mit Behinderungen“, die am 30. November von 13:00 bis 15:00 Uhr vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft durchgeführt wird, können im Vorfeld Fragen für die Diskussion eingereicht werden. Besonders spannend dürfte dabei sein, wie die Partizipation bei der Umsetzung und weiteren Gesetzgebung des European Accessibility Acts (EAA) zu nationalen Barrierefreiheitsgesetzen sichergestellt wird. Deshalb hat Hans-Günter Heiden vom NETZWERK ARTIKEL 3 dazu eine Frage eingereicht, teilte der den kobinet-nachrichten im Vorfeld der Online-Konferenz, verbunden mit der Hoffnung, dass noch viele andere Fragen kommen, mit.

Mainzer Erklärung für barrierefreie Medien jetzt im Internet

Foto zeigt Matthias Rösch
Matthias Rösch
Foto: MSAGD RLP

Mainz (kobinet) Am 26. und 27. November haben sich die Behindertenbeauftragten des Bundes und der Länder in ihrem Online-Treffen schwerpunktmäßig mit der Verbesserung der Barrierefreiheit der Medien beschäftigt. Nachdem die kobinet-nachrichten bereits über dieses Treffen berichtet hatten, wurde nun auch auf der Hompepage des gastgebenden Landesbehindertenbeauftragten Matthias Rösch die von den Beauftragten beschlossene Mainzer Erklärung eingestellt.

Praxishandbuch für inklusive Kunst- und Kulturarbeit veröffentlicht

Emoji Held
Emoji Held
Foto: Aktion Mensch

KÖLN (kobinet) Zum Projekt CREABILITY ist jetzt ein Praxishandbuch erhältlich. Es liefert auf mehr als 150 Seiten nützliche Anleitungen und Checklisten, um Kreativangebote in den Bereichen Tanz, Schauspiel und Musik zu gestalten – für Menschen mit und ohne Behinderung.

Glaubwürdigkeit kommt auf den Prüfstand

Foto von Joachim Leibiger
Joachim Leibiger
Foto: Thüringer Landesbeauftragter für Menschen mit Behinderungen

ERFURT (kobinet) Der Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen in Thüringen, Joachim Leibiger, hat im Zusammenhang mit einer öffentlichen Anhörung zur Verankerung des Staatsziels Inklusion in der Thüringer Verfassung seine Unterstützung für diese Initiative der Koalitionsfraktionen signalisiert. Gleichzeitig äußerte er sich besorgt, dass ein Gesetzentwurf der CDU-Fraktion für mehr Barrierefreiheit und zur Stärkung des Landesbeauftragten bei Teilen von Rot-Rot-Grün auf Widerstand stößt.

Es ist geschafft – Bundesrat stimmte Pauschbetragserhöhung zu

Bild von Olaf Scholz und Jürgen Dusel
Olaf Scholz und Jürgen Dusel
Foto: Bundesfinanzministerium

Berlin (kobinet) „Es ist geschafft! Heute hat der Bundesrat das „Gesetz zur Erhöhung der Behinderten-Pauschbeträge und zur Anpassung weiterer steuerlicher Regelungen“ beschlossen. Es tritt in Kraft, nachdem der Bundespräsident es unterzeichnet hat und es im Gesetzesblatt steht“, dies konnte der Bundesbehindertenbeauftragte Jürgen Dusel gestern freudig auf seiner Facebookseite verkünden. Im Mai 2019 hatte Jürgen Dusel die längst überfällige Erhöhung der Behindertenpauschbeträge bei seinem Jahresempfang zusammen mit Bundesfinanzminister Olaf Scholz zu einem Hauptthema gemacht. Nächstes Jahr können nun immerhin diejenigen behinderten Menschen, die Geld von ihren Steuerzahlungen absetzen können, höhere Pauschbeträge für ihre behinderungsbedingten Mehraufwendungen absetzen. Die Pauschbeträge waren seit 45 Jahren nicht angepasst worden.

Poster der Woche: Ich bin kein Schimpfwort

Poster der Woche: Ich bin kein Schimpfwort
Poster: Ich bin kein Schimpfwort
Foto: Kassandra Ruhm

Bremen (kobinet) „Eine afro-deutsche Rollstuhlfahrerin mit brauner Lederjacke, leuchtend rotem Schal und rot-schwarzem Pullover blickt mit verärgertem Gesichtsausdruck in die Kamera. Im Hintergrund sieht man 6 rote Pfosten, die zur Regelung des Verkehrs dienen.“ So beschreibt Kassandra Ruhm ihr 48. Poster der Woche aus ihrer Reihe „bunt ist schöner“ – eine Poster-Serie über Vielfalt und Inklusion, die sich für Respekt vor unterschiedlichen Lebensweisen einsetzt.

Digitale Teilhabe mit Kay Macquarrie

Grafik zeigt Poster vom MachMal!
MachMal! mit Kay Macquarrie
Foto: dp

Altenholz (kobinet) Über Digitales abseits der Metropolen berichten die Macher von Digitale Provinz (dp). Jetzt startet ihr neues Format „MachMal!“ mit Kay Macquarrie aus Altenholz. „Auf Twitter können Fragen gestellt werden, auf YouTube wird die erste etwa 20-minütige Session live gestreamed“, sagte der Kieler heute kobinet.

Behindertenbeauftragte fordern mit Mainzer Erklärung barrierefreie Medien

Foto zeigt Malu Dreyer
Malu Dreyer
Foto: SPD Rheinland-Pfalz

Mainz (kobinet) Alle Inhalte im Fernsehen laufen mit Untertiteln, Nachrichtensendungen werden in Gebärden- und Leichter Sprache angeboten, die sozialen Medien bieten inklusive und barrierefrei Inhalte: Diese Vision einer Medienwirklichkeit war Schwerpunktthema der 60. Konferenz der Beauftragten von Bund und Ländern für Menschen mit Behinderungen am 26. und 27. November, die aufgrund der Corona-Pandemie erstmals als Videokonferenz stattfand. Gastgeber war Rheinland-Pfalz und herausgekommen ist dabei die Mainzer Erklärung mit der die Behindertenbeauftragten barrierefreie Medien fordern.

Gute Arbeit für Menschen mit Behinderungen

Logo Fraktion DIE LINKE Im Bundestag
Logo Bundestagsfraktion DIE LINKE
Foto: Fraktion DIE LINKE

BERLIN (kobinet) In einem Antrag an den Bundestag verlangt die Fraktion der Partei „Die Linke“, gute Arbeit für Menschen mit Behinderungen zu ermöglichen und zu sichern. In ihrem Antrag schreibt sie, dass bei der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen am Arbeitsleben zwar einige positive Entwicklungen festzustellen seien. „Aber es überwiegen Fehlentwicklungen und Stillstand“, heißt es im Antrag.

ZABA für Barrierefreiheit in den Medien

Logos von ARD und ZDF
Logos von ARD und ZDF
Foto: gemeinfrei

BERLIN (kobinet) Wer sich über die Barrierefreiheit bei den Medien informieren, oder sich über unzureichende Barrierefreiheit beschweren möchte, hat dazu jetzt bei der neuen Zentralen Anlaufstelle für Barrierefreie Angebote (ZABA) eine Möglichkeit.

Mehr Landesblindengeld kann nur erster Schritt sein

Logo SOVD
Logo SoVD-Landesverband Niedersachsen e.V.
Foto: SoVD-Landesverband Niedersachsen e.V.

HANNOVER (kobinet) Mit dem Beginn des Jahres 2021 wird in Niedersachsen das Landesblindengeld von 375 Euro auf 410 Euro monatlich angehoben. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) begrüßt diese Erhöhung und fordert zugleich aber eine jährliche Anpassung.

Bündnis 90/Die Grünen fordert Gesellschaft ohne Barrieren

Logo Bündnis 90 Die Grünen Bundestagsfraktion
Logo Bündnis 90 Die Grünen Bundestagsfraktion
Foto: Bündnis 90 Die Grünen Bundestagsfraktion

BERLIN (kobinet) In einem Antrag an den Deutschen Bundestag fordert die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Selbstbestimmung für Menschen mit Behinderungen zu ermöglichen und Barrierefreiheit umfassend umzusetzen. In diesem Antrag wird dazu festgestellt: „Menschen sind nicht behindert, sie werden behindert. Barrieren aller Art verhindern gleichberechtigte Teilhabe und Selbstbestimmung: Das geschieht beispielsweise durch bauliche Hürden in Gebäuden, kompliziert zu handhabende Gegenstände, die Gestaltung von Medien, das Design von digitalen Angeboten und von Benutzeroberflächen im Internet, Treppenstufen in Veranstaltungsräumen oder Kommunikationsformen, die nicht jede und jeder versteht.“

Traurige Bilanz: Über eine Million Corona-Infizierte in Deutschland

Ottmar Miles-Paul
Ottmar Miles-Paul
Foto: Franziska Vu – ISL

Berlin (kobinet) Als im Frühjahr der weitgehende coronabedingte Lockdown begann, hat wohl kaum jemand damit gerechnet, wie sich das Corona-Virus auch in Deutschland ausbreitet. Mitten in der zweiten Infektions-Welle hat heute das Robert-Koch-Institut die traurige Bilanz vermeldet, dass sich mittlerweile über eine Million Menschen in Deutschland mit dem Corona-Virus infiziert haben. Auch die Zahl von 426 Menschen, die gestern an den Folgen der Corona-Infektion gestorben sind, ist erschreckend, wie kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul in seinem Kommentar berichtet.

BER: Großer Nachbesserungsbedarf bei der Barrierefreiheit

Porträt von Dr. Sigrid Arnade
Dr. Sigrid Arnade
Foto: Birgit Maaßen

Berlin (kobinet) Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) rät den Betreibern des neu eröffneten Flughafens Berlin Brandenburg (BER) dringend zu umfassenden Nachbesserungen hinsichtlich einer barrierefreien Nutzung durch behinderte Fluggäste. Bei einer Besichtigung ohne Zeitdruck drei Wochen nach der Eröffnung konnte die Ex-ISL-Geschäftsführerin Dr. Sigrid Arnade die große Anzahl unvermuteter Barrieren kaum fassen: „Aufzüge sind zu klein oder fahren nicht; die Elektrik bei einem barrierefreien WC ist ausgefallen; Leitstreifen führen vor eine Glaswand“, beschreibt Sigrid Arnade ihre Eindrücke.

Betreuungsrecht: Echte Reform oder Reförmchen?

Symbol Bundestag Adler
Bundestag Symbol
Foto: Bundestag, gemeinfrei

Berlin (kobinet) Zum Aschluss der gestrgen Plenarsitzung des Deutechen Bundestages wurde am 26. Novmeber der Gesetzentwurf der Bundesregiertung über die Reform des Vormundschafts- und Betreuungsrechts diskutiert und zur weiteren parlamentarischen Bearbeitung an den zuständigen Ausschuss überwiesen. In der Debatte reichten die Beiträge vom großen Lob für die längst überfällige Reform der gesetzlichen Regelungen, die zum Teil noch aus der Kaiserzeit stammen, bis zur heftigen Kritik, dass die Reform nicht die Anforderungen der UN-Behindertenrechtskonvention erfüllt.

Corinna Rüffer: Inklusion statt menschenverachtender Strukturen

Portrait Corinna Rüffer
Corinna Rüffer
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Viele Menschen haben der Bundestagsabgeordneten und behindertenpolitischen Sprecherin der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Corinna Rüffer, in den letzten Tagen geschrieben, weil sie aufrichtig befürchten oder (schlimmer noch) felsenfest davon überzeugt sind, dass das Parlament das Grundgesetz außer Kraft gesetzt hätte. Das bezeichnet sie als „eine Katastrophe“ und mahnt: „Wir alle tragen eine große Verantwortung dafür, dass dieses Land wieder zusammenwächst.“ Ihre Schlussfolgerung daraus: „Demokratie braucht Inklusion“, wie dies auch der Bundesbehindertenbeauftragte fordert, und dafür müssten inklusive Rahmenbedingungen geschaffen werden.

Assistenz in Corona-Zeiten war Thema bei NITSA-Mitgliederversammlung

Logo Netzwerk für Inklusion, Teilhabe, Selbstbestimmung und Assistenz
Logo Nitsa
Foto: NITSA e. V.

Karlsruhe (kobinet) Bei der diesjährigen Mitgliederversammlung des Netzwerk für Inklusion, Teilhabe,, Selbstbetimmung und Assistenz (NITSA) vom 21. November ging es neben den üblichen Formalien auch um die Situation von Menschen, die Persönliche Assistenz nutzen, während der Corona-Pandemie. Die Mitgliederversammlung fand coronabedingt per Zoom-Konferenz statt, was auch einigen Mitgliedern, denen sonst die Reise zu beschwerlich gewesen wäre, eine Online-Teilnahme ermöglichte.

Thüringen: Inklusionsmonitor zu Corona wird am 3. Dezember vorgestellt

Joachim Leibiger am Mikrofon
Joachim Leibiger
Foto: LB Thüringen

Erfurt (kobinet) Alljährlich gibt der Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen von Thüringen, Joachim Leibiger, eine aktuelle Erhebung in Auftrag, die sich mit der Lage und Akzeptanz von Menschen mit Behinderungen im Freistaat beschäftigt. Der thematische Fokus der repräsentativen Umfrage liegt in diesem Jahr auf den veränderten sozialen und gesellschaftlichen Bindungen vor dem Hintergrund steigender Covid19-Zahlen. Der diesjährige „Inklusionsmonitor“ wird am 3. Dezember im Plenarsaal des Thüringer Landtags der Presse vorgestellt.

Betreuungsrecht: Selbstbestimmung und Wunsch- und Wahlrecht muss Maßstab werden

Porträt von Thomas Künneke
Thomas Künneke
Foto: Franziska Vu ISL

Berlin (kobinet) Anlässlich der ersten Lesung zum Betreuungsrecht im Bundestag fordert die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL), dass die Rechte auf Selbstbestimmung und das Wunsch- und Wahlrecht den Maßstab einer Neuordnung des Betreuungsrechts bestimmen müssen. Rechtliche Betreuungen sind nur einzurichten, wenn keine anderen Unterstützungsleistungen im Sozialrecht möglich sind. Für diese Prüfung sind Clearingstellen einzurichten. Die erste Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Reform des Vormundschafts- und Betreuungsrechts Drucksache 19/24445 findet heute, am 26. November 2020, voraussichtlich von 21:05 bis 21:45 im Plenum des Deutschen Bundestages statt und wird im Parlamentsfernsehen auf www.bundestag.de übertragen.

Online-Talk über Partizipation

Foto zeigt Margit Glasow
Margit Glasow
Foto: Privat

Rostock (kobinet) Zu einem Online-Talk über politische Partizipation von Menschen mit Behinderungen in Zeiten der Corona-Pandemie hat heute Margit Glasow eingeladen. Die Veranstaltung der Inklusionsbeauftragten der Linkspartei findet am Vorabend des Internationalen Tages der Menschen mit Behinderungen statt, 2. Dezember um 18:00 Uhr.

Ältere nicht als Passive begreifen

Wappen Bundesland Niedersachsen
Wappen Bundesland Niedersachsen
Foto: Gemeinfrei, public domain

HANNOVER (kobinet) Vor wenigen Tagen hatte die „Landesinitiative Niedersachsen Generationengerechter Alltag“ Linga eine Online-Konferenz mit dem Thema „Leben im Alter unter Pandemie-Bedingungen: Digitalisierung als Chance“ durchgeführt. Daran hatten sich fast 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beteiligt. Wichtigstes Resulatat: Alter und Technologie schließen sich keinesfalls aus !

Wissensreihe mit Tipps für Hörbehinderte

REHADAT - Logo
REHADAT – Logo
Foto: REHADAT

KÖLN (kobinet) Hochrechnungen zufolge gibt es in Deutschland acht Millionen erwachsene Menschen mit einer so gravierenden Hörbeeinträchtigung, dass eine Hörhilfe oder medizinische Behandlung notwendig ist. Eine REHADAT-Befragung von Menschen mit eingeschränkter Hörfähigkeit ergab, dass drei Viertel von ihnen herausfordernde Hörsituationen im beruflichen Alltag erleben. Gut die Hälfte fühlt sich nicht ausreichend zum Thema „Hörbeeinträchtigung und Beruf“ informiert. Eine neue Veröffentlichung beschreibt, wie Arbeit für Menschen mit einer Hörbehinderung gestaltet werden kann und hilft, die Beeinträchtigung besser zu verstehen.

Deutschland braucht dringend ein gutes Barrierefreiheitsgesetz

Logo Liga Selbstvertretung
Logo Liga Selbstvertretung
Foto: Liga Selbstvertretung

Berlin (kobinet) Die LIGA Selbstvertretung fordert im Vorfeld des Welttages von Menschen mit Behinderungen, der traditionell am 3. Dezember begangen wird, dass noch in dieser Legislaturperiode ein Barrierefreiheitsgesetz verabschiedet wird. Damit fordert die politische Interessenvertretung der Selbstvertretungsorganisationen behinderter Menschen die Bundesregierung auf, schnellstmöglich ein entsprechendes Gesetz vorzulegen und dies unter Beteiligung der Verbände behinderter Menschen auf den Weg zu bringen. Vor allem gelte es sicherzustellen, dass endlich auch private Anbieter von Dienstleistungen und Produkten zur Barrierefreiheit verpflichtet werden.

Aktion zu Armutsrisiko in Hannover

drei rote Ausrufezeichen
Drei rote Ausrufezeichen
Foto: ht

Hannover (kobinet) Immer mehr Menschen in Niedersachsen sind armutsgefährdet. Das betrifft neben Alleinerziehenden und Älteren vor allem auch Menschen mit Behinderung. Darauf macht der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen im Rahmen seiner Kampagne „Wie groß ist dein Armutsschatten?“ mit einer Aktion aufmerksam. Diese findet am 3. Dezember von 12 bis 14 Uhr auf dem Kröpcke in Hannover statt.

Zentrale Anlaufstelle für barrierefreie Medien jetzt im Internet präsent

Infozeichen
info blau
Foto: Susanne Göbel

Berlin (kobinet) Ab sofort steht die neu eingerichtete Zentrale Anlaufstelle für barrierefreie Angebote (ZABA) unter der Domain www.barrierefreie-medien.info zur Verfügung. Die ZABA stellt sowohl Basisinformationen zum Thema Barrierefreiheit als auch eine Beschwerdemöglichkeit bereit.

Deutscher Behindertenrat: Welttagsveranstaltung am 3.12. online

Deutscher Behinderten Rat Logo
DBR-Logo
Foto: DBR

Berlin (kobinet) Der Deutsche Behindertenrat (DBR), das Aktionsbündnis deutscher Behindertenverbände, lädt zur diesjährigen Veranstaltung zum Welttag der Menschen mit Behinderungen am 3. Dezember ein. Aufgrund der aktuellen Situation wird die Veranstaltung dieses Mal ausschließlich online mit Livestream stattfinden. Sie beginnt am 3. Dezember um 12.30 Uhr und endet um 16.00 Uhr. Themen sind dieses Jahr das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz und die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf behinderte Menschen.