Werbung:
Banner Fotos für die Pressefreiheit 2020
Cartoon Phil Hubbe Ausschnitt Rolli liest kobinet
Springe zum Inhalt

Kinder auch beim Frühstart in die Ferien vergessen

drei rote Ausrufezeichen
Drei rote Ausrufezeichen
Foto: ht

DORTMUND (kobinet) Wie die Landeselternkonferenz Nordrhein-Westfalen berichtet, so bangen Eltern von Schülerinnen und Schülern mit kognitiven Einschränkungen und hohem Unterstützungsbedarf erneut um gesicherte Notbetreuung. Spontan hatte Schulministerin Yvonne Gebauer die Weihnachtsferien vorgezogen. Dabei wurde jetzt für Kinder berufstätiger Eltern eine Notbetreuung nachgebessert, pauschal bis zur 6. Klasse. Wieder einmal vergessen: Die Jugendlichen mit schweren Behinderungen an Förderschulen und inklusiven Schulen, die auch in höheren Jahrgängen Betreuung brauchen.

„Mir kommt das vor wie ein deja vu, ich dachte diese Diskussion hätten wir schon im Frühjahr endgültig geklärt", ärgert sich Steffi Krüger-Peter, Beisitzerin der Landeselternkonferenz NRW.

Auf Nachfrage der Eltern beteuert das Ministerium, man halte das für selbstverständlich, dass die Schulen bei Bedarf die Notbetreuung auch für ältere Schülerinnen und Schüler öffnen. Nur steht das in den Vorgaben des Ministeriums nicht drin. Das Ergebnis: Schon wieder müssen Eltern vor Ort in der Schule ihrer Kinder um diesen Anspruch streiten.

„Wann endlich sind Verordnungen so eindeutig, dass Kinder mit Behinderungen oder sonderpädagogischem Bedarf sofort mitgedacht werden? Oder wann wird es für diese Schulen selbstverständlich, dass diese Bedarfe auch in Ausnahmesituationen wie der aktuellen Pandemie respektiert und erfüllt werden?“ fragt sich auch Anke Staar, Vorsitzende der Landeselternkonferenz NRW.

Schon seit Beginn der Krise haben diese Gruppen von Schülerinnen und Schüler bei allen Corona-Erlassen aus dem Ministerium immer das Nachsehen. Ob bei den Schulöffnungen im Mai, bei der Maskenpflicht, beim Schülertransport – jedes Mal macht das Ministerium Vorgaben, in denen besondere Bedarfe von Schülerinnen und Schüleer mit Behinderung nicht erwähnt und nicht berücksichtigt sind. „Damit muss endlich einmal Schluss sein!“ fordert auch Bernd Kochanek, Vorsitzender von Gemeinsamen Leben, Gemeinsam Lernen NRW

DORTMUND (kobinet) Kategorien Nachricht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/sbjmtvx