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Acht Jahre Aktionsplan bei Boehringer Ingelheim

Daumen hoch
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Foto: Irina Tischer

Ingelheim (kobinet) Inklusion ist beim Unternehmen Boehringer Ingelheim (BI) zu einer Haltung geworden, so eines der Ergebnisse nach acht Jahren Aktionsplan zur Umsetzung der Un-Behindertenrechtskonvention. Nachdem der Pharmakonzern 2012 als erstes Unternehmen in Deutschland einen Aktionsplan entwickelt hatte, hat es nun ebenfalls als erstes Unternehmen eine externe Evaluation in Auftrag gegeben.

Dr. Katrin Grüber vom Institut für Mensch, Ethik und Wissenschaft hat die Ergebnisse vor kurzem im Rahmen einer virtuellen Veranstaltung präsentiert. "Vieles ist in den letzten Jahren auf den Weg gebracht worden“, sagt sie. So wurde bauliche Barrierefreiheit als Standard angesehen, etabliert und viele Aktionen zur Bewusstseinsbildung wurden durchgeführt. Ein Erfolgsfaktor: Das Management bekenne sich ganz klar zu Inklusion und fördere die Umsetzung von Maßnahmen.

"Es braucht einen differenzierten Blick auf die Vielfalt der Menschen mit Behinderungen“, führte Katrin Grüber weiter aus. Es gäbe nicht "den“ Menschen mit Behinderungen. Teilhabebedarfe seien so unterschiedlich, wie die Menschen es sind. Ein weiterer Erfolgsfaktor sei die Netzwerkarbeit. Der Austausch von guten Beispielen und das gemeinsame Suchen nach Lösungen schafften guten Mehrwert.

Dass der Aktionsplan eine große Breitenwirkung hatte, zeigte sich auch in der Würdigung von Vertreter*innen aus Politik, Leistungsträgern und anderen Unternehmen. "Boehringer Ingelheim hat eine Vorreiterrolle eingenommen“, bestätigte Marc Nellen, Leiter der Unterabteilung V des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Auch die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat sich bei der Erstellung ihres eigenen Aktionsplans an den Erfahrungen von Boehringer Ingelheim orientiert, berichtete Eva Strobel, Geschäftsführerin der BA. Und auch SAP habe sich wie viele andere Unternehmen im UnternehmensForum am Beispiel von BI orientiert.

"Mit der Evaluation hat unser Aktionsplan seinen offiziellen Abschluss“, erklärte Olaf Guttzeit, der als Inklusionsbeauftragter verantwortlich für die Umsetzung des Aktionsplans zeichnete und auch Vorsitzender des UnternehmensForums ist, "aber Inklusion bleibt fester Bestandteil unserer Unternehmenskultur."

Link zu weiteren Infos über den Aktionsplan und dessen Evaluation bei Boehringer Ingelheim

Ingelheim (kobinet) Kategorien Nachricht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/sagkox5