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Ein halbes Jahr Krieg in der Ukraine – ein halbes Jahr Hilfen in Deutschland

Logo: hilfsabfrage.de Flucht & Behinderung
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Foto: LB Bremen

Berlin (kobinet) Heute, vor einem halben Jahr, hat der Krieg in der Ukraine mit dem Angriff Russlands auf das unabhängige Land begonnen. Seit dem 24. Februar 2022 sind auch viele Menschen in Deutschland bemüht, Menschen, die während dieses immer noch andauernden Krieges flüchten mussten und immer noch müssen, Hilfeleistungen zu bieten. Exemplarisch dafür hat Emine Kalali, die im von der Aktion Mensch geförderten Projekt der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) „Welcome All! Engagement und Unterstützung für geflüchtete behinderte Menschen und ihre Familien fördern und vernetzen“ arbeitet, den kobinet-nachrichten einen Zwischenbericht über die bisherige Arbeit zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt.

Diskriminierungserfahrungen aufgrund von Behinderung – zukünftig auf Rang 1 der gemeldeten Fälle?

Parkhausaufschrift Hate Ableismus
Parkhausaufschrift Hate Ableismus
Foto: ISL

Berlin (kobinet) Heute vor einer Woche wurde der Jahresberichtes der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) vorgestellt. Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) befürchtet, dass der nächste Bericht womöglich die Anzahl der gemeldeten Diskriminierungen aufgrund einer Behinderung bald auf dem ersten Rang platzieren könnte. Die Bundesregierung und die Ampelkoalition müsse schleunigst die richtigen gesetzlichen Weichen für mehr Barrierefreiheit in allen Lebensbereichen, für das Wunsch- und Wahlrecht beim Wohnen und Arbeiten und der bisher diskriminierenden Triage-Regelung stellen.

Richtlinie für Krankengeldanspruch für Begleitpersonen im Krankenhaus vorgelegt

Transparent: Assistenz im Krankenhaus ist über-lebenswichtig
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Foto: privat

Berlin (kobinet) Das Thema Assistenz im Krankenhaus ist für viele behinderte Menschen gerade in Corona-Zeiten wichtiger denn je. Der Gesetzgeber hat geregelt, dass Begleitpersonen von Menschen mit Behinderung ab dem 1. November 2022 bei einem Verdienstausfall Anspruch auf Krankengeld haben. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) beschreibt nun in einer neuen Richtlinie, wann eine Begleitung bei einem stationären Krankenhausaufenthalt als medizinisch notwendig erachtet wird und wie die Bescheinigungen sowohl für die Patientin oder den Patienten als auch für die mitaufgenommene Begleitperson zu verfassen sind.

Leben mit Hindernissen: Über Stock und Stein

Logo Aktion Mensch
Logo Aktion Mensch
Foto: Aktion Mensch

Bonn (kobinet) „Was wäre, wenn dein Alltag voller Hindernisse wäre? Für Menschen mit Behinderung ist das normal. Jeden Tag stoßen sie auf Barrieren: Treppen, falschabgestellte E-Rollis, zu hohe Regale im Supermarkt. Begleite unsere Protagonist*innen im Alltag und sieh selbst“, heißt es im Newsletter der Aktion Mensch über ein Video, dass diese zum Thema Leben mit Hindernissen auf YouTube eingestellt hat.

Scobel-Sendung zum Thema Selbstbemächtigung und Empowerment

Prof. Dr. Gisela Hermes
Prof. Dr. Gisela Hermes
Foto: 3sat

Mainz (kobinet) „Selbstbemächtigung oder Empowerment ist für die, die ausgegrenzt sind, ein guter Weg zu mehr Autonomie, Mitbestimmung und Handlungsoptionen. Wie aber geht das – sich mehr Macht holen?“ So heißt es in der Ankündigung der nächsten Scobel-Sendung, die am Donnerstag, den 25. August ab 21:00 Uhr in 3sat ausgestrahlt wird. Mit dabei ist u.a. Prof. Dr. Gisela Hermes, die sich schon früh mit dem Empowerment behidnerter Menschen u.a. im Rahmen ihrer Tätigkeit beim Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) beschäftigt hat.

Bayern fördert mit 3,3 Millionen Euro Wiederaufbau abgebrannter Werkstatt

Flagge Bundesland Bayern
Flagge Bundesland Bayern
Foto: Gemeinfrei, public domain

München (kobinet) Im August 2020 zerstörte ein Großbrand Teile des Hauptgebäudes der Werkstätte der Lebenswerk gGmbH in Bayreuth, eine Einrichtung der Diakonie. Das Bayerische Sozialministerium hat damals Hilfe beim Wiederaufbau der Werkstatt für behinderte Menschen versprochen. Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf verkündete nun: „Versprochen – gehalten! Wir fördern den Ersatzneubau der Lebenswerk Werkstätten in Bayreuth mit der wuchtigen Summe von rund 3,3 Millionen Euro. 330 Menschen mit Behinderung finden hier neue Arbeitsplätze“, heißt es in der Presseinformation der Ministerin über die Werkstatt-Förderung in Bayern.

Wer gewinnt den Publikumspreis des 20. deutschen Hörfilmpreises? Jetzt abstimmen

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Foto: ht

Berlin (kobinet) Auch beim 20. Deutschen Hörfilmpreis 2022 können blinde, sehbehinderte und natürlich auch sehende Filmfans für den Publikumspreis des Deutschen Hörfilmpreises abstimmen. Ab sofort kann zwischen zwanzig nominierten Hörfilmversionen ausgewählt werden. Die Bandbreite reicht von Kinofilmen wie „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ oder „Fly“ über Serien wie „Das Damengambit“ oder „Die Pflegionärin“ bis zu TV-Produktionen wie „Die Wannseekonferenz“, die auf einer Streamingplattform und in den Mediatheken mit Audiodeskription zur Verfügung stehen. Auch Kinder- und Jugendfilme wie „Die Schule der magischen Tiere“ oder „Ein Känguru wie du“ stehen zur Wahl. Jetzt können alle Hörfilmfans wieder für den Film abstimmen, der ihrer Meinung nach über die besten Bildbeschreibungen für blinde und sehbehinderte Menschen verfügt, heißt es vonseiten des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV).

Debatte zum 9-Euro-Ticket: Aktion Mensch fordert barrierefreien Ausbau des ÖPNV

Logo Aktion Mensch
Logo Aktion Mensch
Foto: Aktion Mensch

Bonn (kobinet) Die Aktion Mensch begrüßt grundsätzlich die Idee einer Nachfolgeregelung für das im August auslaufende 9-Euro-Ticket. Es ermöglicht kostengünstiges und klimafreundliches Bahnfahren und entlastet vor allem Menschen aus einkommensschwachen Haushalten finanziell. Doch spontan ausfallende Züge, durch Fahrräder belegte Stellplätze für Rollstuhlfahrer*innen und versperrte Durchgänge zu barrierefreien Toiletten erschweren Menschen mit Behinderung barrierefreies Reisen und somit auch gesellschaftliche Teilhabe.

Aktionsbilder von Bahnaktionen

Abseilaktion von Rollstuhlnutzer*innen am Bahnhof Frankfurt West
Abseilaktion von Rollstuhlnutzer*innen am Bahnhof Frankfurt West
Foto: Rollfender Widerstand

Köln / Frankfurt (kobinet) Die Aktionsgruppe „Rollfender Widerstand“ hat am vergangenen Wochenende den öffentlichen Verkehr herausgefordert. „Auftakt war eine Kundgebung am nicht barrierefreien Bahnhof Köln Messe Deutz. Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen und Menschen ohne Einschränkungen beteiligten sich an einer bunten Demo mit mehreren Redebeiträgen. Danach gab es eine kollektive Zugfahrt nach Frankfurt am Main, bei der leider wegen Barrieren am Bahnhof nicht alle von Anfang an dabei sein konnten. Am Samstag gab es dann eine ungewöhnliche Kletteraktion mit Personen in Rollstühlen und großen Bannern am Bahnhof Frankfurt West“, heißt es von der Aktionsgruppe Rollfender Widerstand, die nun einige Bilder der Aktionen ins Internet eingestellt haben.

Regelsätze für arbeitssuchende Menschen flexibler und schneller fortschreiben

Minister für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung des Landes Rheinland-Pfalz Alexander Schweitzer
Minister für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung des Landes Rheinland-Pfalz Alexander Schweitzer
Foto: Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung des Landes Rheinland-Pfalz

Mainz (kobinet) Der rheinland-pfälzische Arbeitsminister Alexander Schweitzer setzt sich dafür ein, beim ab dem 1. Januar 2023 geplanten Bürgergeld arbeitssuchende Menschen stärker bei laufenden Preissteigerungen zu entlasten. Dazu fordert er, Regelsätze auch im Laufe eines Jahres flexibler und schneller anpassen zu können, wenn höhere Preise dies erfordern. Einen Umlaufbeschluss mit dieser Forderung, die auf einen Antrag aus Rheinland-Pfalz zurückgeht, hat die Arbeits- und Sozialministerkonferenz (ASMK) nun mit großer Mehrheit angenommen.

Gemeinsame Empfehlungen zu Integrationsfachdienste und Sozialdiensten

Logo der BAR
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Foto: BAR

Frankfurt am Main (kobinet) Die Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR), das gemeinsame Gremium der Zusammenarbeit der Träger der Rehabilitation, hat u. a. die Aufgabe, Gemeinsame Empfehlungen zur einheitlichen Anwendung der gesetzlichen Vorschriften im Bereich der Rehabilitation durch die Reha-Träger zu erlassen (§ 26 SGB IX). Diese Regelungen haben erhebliche Auswirkungen nicht zuletzt auf die davon betroffenen Rehabilitanden. Vor kurzem hat die BAR zwei neue Gemeinsame Empfehlungen veröffentlicht, zu Integrationsfachdiensten und zu Sozialdiensten.

Solidarität wichtiger denn je

Logo SOVD
Logo SoVD-Landesverband Niedersachsen e.V.
Foto: SoVD-Landesverband Niedersachsen e.V.

Berlin (kobinet) Vielfalt, Toleranz und Solidarität sind Werte, für die der Sozialverband Deutschland (SoVD) bereits seit über 100 Jahren einsteht. Dass diese Werte keine Selbstverständlichkeit sind, hat der einstige Kriegsopferverband am eignen Leib erlebt. „Die Geschichte hat uns gelehrt, dass wir immer wieder aufs Neue für Vielfalt, Toleranz und Solidarität einstehen müssen und dass diese Begriffe erst dann ihren Wert entfalten, wenn wir sie mit Leben füllen. Deshalb haben wir im vergangenen Jahr den „tag des wir“ ins Leben gerufen“, erklärt SoVD-Präsident Adolf Bauer. Der Aktionstag zum Mitmachen fand am 21. August statt.

Wie funktioniert Sexualassistenz?

Fragezeichen aus Blumen
Fragezeichen aus Blumen
Foto: Susanne Göbel

Bonn (kobinet) „Küsse, Berührungen und Nähe – für Luisa ist das etwas Besonderes. Denn aufgrund ihrer Behinderung ist sie auch bei ihren intimsten Bedürfnissen immer auf Unterstützung von anderen angewiesen. Und diese gibt es in Form von Sexualbegleitung. Wie das abläuft, erfährst du im Interview mit Luisa“, heißt es im aktuellen Newsletter der Aktion Mensch.

Teil 2 zum Irrglauben der Ämter, barrierefreie Websites zu haben

Barriere melden button Screenshot
Screenshot https://www.bundesfachstelle-barrierefreiheit.de/ Barriere melden
Foto: Screenshot HT

Berlin (kobinet) Im Artikel „Der Irrglaube der Ämter, barrierefreie Webseiten zu haben“ https://kobinet-nachrichten.org/2022/07/18/der-irrglaube-der-aemter-barrierefreie-webseiten-zu-haben/ habe ich das Problem benannt.
Nun will ich es konkret wissen. Zufällig gewählte Websites von Orten aus jedem Bundesland habe ich mir konkret auf Barrierefreiheit angesehen.

Blick hinter die Kulissen beim Tag der offenen Tür der Bundesregierung

kobinet bei Hubertus Heil am BMAS
kobinet bei Hubertus Heil am BMAS
Foto: omp

Berlin (kobinet) Ein Blick hinter die Kulissen, Diskussionsrunden mit Ministerinnen und Ministern: Am Samstag, den 20. September, folgten zahlreiche Bürgerinnen und Bürger der Einladung des Bundeskanzleramts, der Bundesministerien und des Bundespresseamts zum Tag der offenen Tür der Bundesregierung. Die kobinet-nachrichten haben sich dabei auch in verschiedenen Ministerien umgeschaut – und es lohnt sich, weil man mit vielen ins Gespräch kommen kann, so das Resümee von kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul. Heute, am Sonntag, den 21. August stellt sich beispielsweise Bundeskanzler Scholz im Kanzleramt den Fragen der Besucherinnen und Besucher. Aber auch vor dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales oder am Bundesfamilienministerium ist einiges los.

Nachgefragt zu Plänen zur Bezahlung in Werkstätten für behinderte Menschen

EU-Schwerbehinderung
EU-Schwerbehinderung
Foto: EU-Schwerbehinderung

Berlin: kobinet

Berlin: kobinet „Ist die Bezahlung für Menschen mit Behinderungen in den Werkstätten gerecht oder müssen die Werkstätten reformiert werden? Viele Forderungen nach besserer Bezahlung und Mindestlohn. Was genau die Bundesregierung plant?“ So heißt es in der Ankündigung des gut 18minütigen aktuellen Video-Beitrags des Nachrichtendienstes EU-Schwerbehinderung, den dieser nun auf YouTube eingestellt hat. Dabei kommen verschiedene Abgeordnete des Deutschen Bundestages zu Wort, die von EU-Schwerbehinderungen zu ihrer Meinung zum Thema Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) befragt wurden.

Aktion für barrierefreie Mobilitätswende für Alle

Abseilaktion von Rollstuhlnutzer*innen am Bahnhof Frankfurt West
Abseilaktion von Rollstuhlnutzer*innen am Bahnhof Frankfurt West
Foto: Rollfender Widerstand

Frankfurt (kobinet) Ein ungewöhnliches Bild gab es am Bahnhof Frankfurt am Main West am frühen Morgen am Samstag, den 20. August: Behindertengerechtigkeitsaktivist*innen kletterten mit ihren Rollstühlen und seilten sich an der Fassade des Bahnhofs mit einem Banner, auf dem „Mobilitätswende für Alle“ steht, ab. Mit dieser ungewöhnlichen Aktion will die Aktionsgruppe Rollfender Widerstand – direkte Aktion gegen Barrieren auf die ableistische Verkehrspolitik, die die Rechte von Menschen mit Behinderung mit Füßen tritt, aufmerksam machen. Die Aktivist*innen haben den Bahnhof Frankfurt am Main West für ihre Aktion gewählt, weil dieser nicht barrierefrei ist, obwohl er in Frankfurt eine wichtige Rolle im Regional- und Fernverkehr hat, wie es in einer Presseinformation heißt.

Inklusion rockte und rollte 4.000 Kilometer durch alle Bundesländer

Inklusion rocht und rollt Interview am Pariser Platz
Interview am Pariser Platz
Foto: omp

Berlin (kobinet) Im Rahmen der Inklusion-Rockt & Rollt – Tour wurde heute am 20. August in Berlin das Finale zelebriert. Nach über 4000 Kilometern in acht Wochen durch alle Bundesländer mit Inklusionsabenden, inklusiven Konzerte, Gesprächsrunden, Rad-Demos von Erfurt bis Kiel erreichten die Pedalritter Sebastian Fietz und Sven Marx auf ihrer Inklusionstour die Bundeshauptstadt. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul traf auf die unermüdlichen Radler*innen am Brandenburger Tor in Berlin als sie sich auf den Weg zur Abschlussaktion am Antonplatz in Weißensee machten.

Bündnis fordert: Deutschland braucht einen Sozialgipfel

Infozeichen
Infozeichen
Foto: public domain

Berlin (kobinet) Ein breites Bündnis aus dem Sozialverband Deutschland (SoVD), dem Sozialverband VdK Deutschland, dem Deutschen Mieterbund und der Tafel Deutschland fordert Bundeskanzler Olaf Scholz auf, sofort einen Sozialgipfel einzuberufen. In dem gemeinsamen Brief heißt es: „Angesichts steigender Preise für Energie und Lebensmittel sowie den Folgen der Corona-Pandemie und des Ukrainekrieges haben mittlerweile viele Menschen in Deutschland Angst vor der Zukunft. Sie wissen nicht, wie sie die höheren Rechnungen für Strom, Gas und Öl bezahlen und wie sie durch Herbst und Winter kommen sollen.“

20 Jahre kobinet Nachrichten gefeiert

hypride Mitgliedervsersammlung mit einem Teil der kobinet-Mannschaft Gruppenbild
Mitgliederversammlung 2022, mit Irina Tischer, Andreas Vega, Rolf Barthel, Martin Ladstätter (online), Gerhard Bartz (online), Ottmar Miles-Paul, Hubertus Thomasius, Franz-Schmahl und Tom Kallmeyer.
Foto: Susanne Göbel

Berlin (kobinet) So schnell geht das, kaum hat sich der Verein Kooperation Behinderter im Internet e. V. (kurz kobinet) gegründet ist er 20 Jahre am Ball der Behindertenpolitik. Aber seit mehr als 20 Jahren veröffentlichen wir Nachrichten.

Gestern war der 20. Jahrestag der Gründung des Vereins Kooperation Behinderter im Internet e. V. (kobinet)..

In eigener Sache: Wartungsarbeiten an unseren Systemen

Kobinet-Logo auf Hintergrund
Kobinet-Logo auf Hintergrund
Foto: Tom Kallmeyer

Berlin (Kobinet)

Berlin (Kobinet) Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

ab Mittwoch, den 17.08.2022, ca. 15.00 Uhr bis Freitag, den 19.08.2022, ca.15.00 Uhr werden wir Wartungsarbeiten an unseren Systemen durchführen und unsere Webseite überarbeiten. Deshalb werden die kobinet-nachrichten in diesem Zeitraum leider nicht zur Verfügung stehen.

Vielen Dank für Ihr Verständnis,

Aufruf zur Kundgebung und kollektiver Bahnfahrt von Köln Messe Deutz nach Frankfurt

Signal der Bahn mit zwei Armen, die nach oben zeigen und somit auf freie Fahrt hinweisen
Freie Fahrt
Foto: Ch.Smikac

Köln (kobinet) Der rollfende Widerstand – direkte Aktion gegen Barrieren ist eine bunte Gruppe aus Menschen mit und ohne Behinderung. Sie wollen für den barrierearmen Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel demonstrieren. „Am Freitag, den 19. August, ab 10.00 Uhr am (noch nicht barrierefreien) Bahnhof Köln Messe Deutz. Gegen 12.00 geht’s los mit dem 9 Euro Ticket und mehreren Rollstuhlfahrer*innen nach Frankfurt am Main (dort ist der Sitz der Bahn und selbst in Frankfurt sind nicht alle Fern- und Regionalverkehr-Bahnhöfe barrierefrei). Kommt vorbei oder begleitet uns auf der Zugfahrt!“ heißt es im Aufruf für die Kundgebung und Aktion.

Der Schulkonsens in Nordrhein-Westfalen braucht eine Überprüfung

Dr. Brigitte Schumann
Dr. Brigitte Schumann
Foto: Bildungsklick

Düsseldorf (kobinet) „Der NRW-Schulkonsens braucht eine Überprüfung.“ Diese Ansicht vertritt die Bildungsjournalistin Dr. Brigitte Schumann in einem Beitrag für den Bildungsklick. „Die neue Landesregierung will NRW zur ersten klimaneutralen Industrieregion machen. Wie passt zu der zukunftsgerichteten Wirtschaftspolitik der rückwärtsgewandte Schulkonsens, der mit dem hierarchisch gegliederten Schulsystem seinen ‚Frieden‘ macht und mit der Vorstellung einer inklusiven Gesellschaft nicht kompatibel ist?“ fragt die Journalistin in ihrem Beitrag.

Deutschland im Jahr 2022 – ein Land voller Barrieren

Logo Aktion Mensch
Logo Aktion Mensch
Foto: Aktion Mensch

Bonn (kobinet) Deutschland ist ein Land voller Barrieren: Nur rund 2 Prozent der Wohnungen sind barrierefrei, nur 10 Prozent der Arztpraxen und des Einzelhandels. Keine Kommune hat – wie gesetzlich vorgeschrieben – zum Stichtag am 1. Januar 2022 ihren gesamten ÖPNV barrierefrei umgerüstet. Aber auch schwierige Formulare in Behörden oder fehlende Angebote in Gebärdensprache grenzen Menschen mit Behinderung aus und verhindern die gleichberechtigte Teilhabe in der Gesellschaft. Mit ihrer Aufklärungskampagne #OrteFürAlle weist die Aktion Mensch daher in diesem Jahr erneut auf diesen gravierenden Missstand hin, wie diese in ener Presseinformation mitteilte.

Nordrhein-Westfalen: Claudia Middendorf bleibt Behinderten- und Patientenbeauftragte

Claudia Middendorf
Claudia Middendorf
Foto: Claudia Middendorf

Düsseldorf (kobinet) Auf Vorschlag von Minister Karl-Josef Laumann hat das nordrhein-westfälische Landeskabinett Claudia Middendorf in ihrem Amt als Beauftragte der Landesregierung für Menschen mit Behinderung sowie für Patientinnen und Patienten in Nordrhein-Westfalen bestätigt. Schwerpunkte ihrer Tätigkeit sind unter anderem die gesundheitliche Versorgung von Menschen mit Behinderungen, die Stärkung der ehrenamtlichen Strukturen im Gesundheitswesen, die Integration von Menschen mit Behinderungen in den Arbeitsmarkt und die Patientenorientierung, wie es in einer Presseinformation der nordrhein-westfälischen Landesregierung heißt.

Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz muss endlich reformiert werden

Symbol Ausrufezeichen
Symbol Ausrufezeichen
Foto: ht

Berlin (kobinet) Zum gestern veröffentlichten Bericht der Antidiskriminierungsbeauftragten Ferda Ataman fordert die Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und frühere Gesundheitsministerin Ulla Schmidt, dass das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz endlich reformiert werden muss. Auch andere Verbände haben sich dazu zu Wort gemeldet.

Antidiskriminierungsbeauftragte hat Jahresbericht vorgestellt

Ferda Ataman
Ferda Ataman
Foto: Wikipedia

Berlin (kobinet) Die Zahl der gemeldeten Fälle von Diskriminierungen in Deutschland bleibt auf hohem Niveau. Das zeigt der Jahresbericht 2021 der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, den die vor kurzem gewählte Unabhängige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung, Ferda Ataman, heute am 16. August im Haus der Bundespressekonferenz in Berlin vorgestellt hat. Im Jahr 2021 gab es demnach mehr als 5.600 Beratungsanfragen an die Antidiskriminierungsstelle, die mit einem vom Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) geschützten Diskriminierungsmerkmal zusammenhingen. Das ist der zweithöchste Wert in der Geschichte der Antidiskriminierungsstelle, die 2006 gegründet wurde.

Noch viel zu tun in der Berliner Behindertenpolitik

Christine Braunert-Rümenapf
Christine Braunert-Rümenapf
Foto: Christine Braunert-Rümenapf

Berlin (kobinet) Vor kurzem wurden Christine Braunert-Rümenapf für eine weitere Legislaturperiode als Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen von Berlin berufen. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul führte mit ihr folgendes Interview über ihre bisherige Arbeit, vor allem aber über ihre Pläne und Herausforderungen für die nächste Legislaturperiode. Dabei ist u.a. klar geworden, dass es in der Berliner Behindertenpolitik noch viel zu tun gibt.

Weibernetz trauert um Jutta Harbusch

Jutta Harbusch
Jutta Harbusch
Foto: Weibernetz

Kassel (kobinet) „Am Abend des 10. August 2022 starb unsere langjährige Freundin und Verbündete Jutta Harbusch im Alter von 66 Jahren. Wir sind traurig und können es noch gar nicht fassen, dass sie nicht mehr bei uns ist“, hieißt es in einem Nachruf der politischen Interessenvertretung behinderter Frauen, dem Weibernetz.

Werden in Kanada teure Patient*innen zum assistierten Suizid überredet?

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Foto: ht

Kassel (kobinet) Werden in Kanada teure Patient*innen zum assistierten Suizid überredet? Dieser Frage geht Gernot Kramper in einem Bericht im stern nach und schildert einige Erfahrungen. „Kanada hat ein sehr liberales Gesetz über assistierte Selbsttötungen. Nun besteht der Verdacht, dass Behinderte und Patienten überredet werden, eine Euthanasie zu beantragen, um die Kosten im Gesundheitswesen zu senken“, heißt es in der Einführung seines Artikels vom 13. August.

Immer noch über 8.500 arbeitslose Schwerbehinderte mehr als vor der Pandemie

Symbol Prozentzeichen
Symbol Prozent
Foto: ht

Nürnberg (kobinet) Im Juli 2022 waren bei der Bundesagentur für Arbeit insgesamt 163.092 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind zwar weniger als in den beiden Vorjahren während der Corona-Pandemie, vergleicht man die Zahl aber mit dem Juli 2019, als Corona noch keine Rolle spielte, sind dies über 8.500 schwerbehinderte Arbeitslose mehr, die derzeit gemeldet sind. Damals, im Juli 2019, waren es 154.550 schwerbehinderte Menschen, die bei der Bundesagentur für Arbeit arbeitslos gemeldet waren.

Inklusives Expert*innen Netzwerk (iXNet) der Akademiker*innen mit Behinderung informiert

Text Bundesagentur für Arbeit, Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV)
Logo der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung
Foto: ZAV

Berlin (kobinet) kobinet wurde informiert und wir reichen das gern weiter.

Zitat: „Wir freuen uns, Sie über das Fortbestehen des „Inklusiven Expert*innen Netzwerk (iXNet)“ von und für Akademiker*innen mit Behinderung in der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) zu informieren! Die Idee, ein solches spezielles digitales Peer-Support-Angebot für hochqualifizierte Menschen mit Behinderung zu schaffen, entstand 2020. Impulsgeber war damals der Arbeitgeber-Service für schwerbehinderte Akademiker (AG-S SBA). Durchgeführt wurde das auf drei Jahre angelegte Projekt vom Institut für Empirische Soziologie (IfeS) in Kooperation mit REHADAT, dem Hildegardis-Verein und dem AG-S SBA. Finanziert wurde das iXNet-Projekt aus Mitteln der Ausgleichsabgabe. Seit Mai 2020 wurde eine informative Webseite mit unterschiedlichen Angeboten entwickelt und erprobt, u.a. Info-Veranstaltungen, Workshops, Austausch in Foren, Webinare, Mentoring, Beratung und Coaching.“

Erfahrungen mit der Unterstützung behinderter Geflüchteter

Sabine Kirchberg
Sabine Kirchberg
Foto: privat

Wolfsburg/Berlin (kobinet) Sabine Kirchberg ist ehrenamtliche Helferin bei der christlichen Freikirche in Wolfsburg und hat sich an das Team von www.hilfsabfrage.de gewandt, da sie für einen Menschen mit geistiger, körperlicher und psychischer Behinderung eine Betreuungsmöglichkeit sucht. „Wir von www.hilfsabfrage.de sind berührt von der Kraft und der Anstrengung, die von den ehrenamtlichen Helfenden in Wolfsburg geleistet wird und möchten dies gerne sichtbar machen, daher haben wir Frau Kirchberg um ein Interview gebeten, in dem sie uns von den Erfahrungen in der Hilfe, den Herausforderungen und den bürokratischen und rechtlichen Steinen, die den Helfenden und Hilfesuchenden in den Weg gelegt werden, berichten kann“, schreibt Emine Kalali, die sich im Projekt www.hilfsabfrage.de für die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) engagiert und folgendes Interview geführt hat.

Das vorläufig letzte Sommerinterview

Assistent und Mensch mit Behinderung trinken gemeinsam
Ein Assistent hilft einem Mensch mit Behinderung beim Trinken und trinkt gleichzeitig selbst.
Foto: Andreas Vega

München (kobinet) Wer kennt das nicht, Lieblingssendungen oder wichtige Ansprechpartner sind in der Sommerpause. So plagt einem vor dem Fernseher entweder die Langeweile, oder der richtige Mann zum Reparieren eines Rollstuhls ist in weite Ferne verreist. Kobinet hat in den letzten 16 Tagen täglich ein Interview zum Thema „Persönliche Assistenz“ veröffentlicht. Anlass waren Berichte über massive Probleme bei der Personalsuche im Arbeitgebermodell bzw. persönlichen Budget. Diese haben sich in der in der Interviewreihe leider bestätigt.

Im letzten Gespräch heute fragen wir eine*n behinderten Arbeitgeber*in aus Kaiserslautern?

Was ist Inklusion?

Grafik: Exklusion - Integration - Inklusion
Grafik: Exklusion – Integration – Inklusion
Foto: Aktion Mensch

Bonn (kobinet) „Wir sehen alle anders aus, haben verschiedene Talente und unterschiedliche Bedürfnisse. Damit wir in einer Gesellschaft gleichberechtigt miteinander leben können, brauchen wir Inklusion. Was das genau heißt? Und wo wir Inklusion noch einbringen müssen? Das erklären wir dir.“ So heißt es im neuesten Newsletter der Aktion Mensch, der auf ausführliche Infos zum Thema auf der Internetseite der Aktion Mensch verweist.

Etat des Gesundheitsministerium schrumpft 2023 deutlich

Foto Geld
Geld
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Der Gesundheitsetat bewegt sich wieder in Richtung Vor-Corona-Niveau – und das deutlich. Der Einzelplan 15 des Regierungsentwurfes für den Bundeshaushalt 2023 (20/3100) umfasst für 2023 Ausgaben von 22,06 Milliarden Euro gegenüber 64,36 Milliarden Euro in diesem Jahr. Das entspricht einem Minus von rund 66 Prozent. Im Vor-Corona-Jahr lag das Soll bei 15,3 Milliarden Euro. Als Einnahmen sind mit 104,17 Millionen Euro rechnen (2022 waren 104,52 Millionen Euro) veranschlagt. Über diese Planungen für den Bundeshaushalt 2023 berichtet der Informationsdienst Heute im Bundestag.

SoVD fordert ernsthafte Debatte über soziale Gerechtigkeit

Porträt Bild Adolf Bauer, SoVD-Präsident
Bild Adolf Bauer, SoVD-Präsident
Foto: SoVD

Berlin (kobinet) Die Lage ist ernst, so viel steht für den Sozialverband Deutschland (SoVD) fest. „Von unseren Mitgliedern wissen wir, dass die finanziellen Sorgen und Nöte bei vielen Menschen immer größer werden. Wenn ich dann aber höre, dass Finanzminister Christian Lindner sein Steuerentlastungsprogramm für sozial ausgewogen hält, bin ich nur noch sprachlos. Ein Entlastungspaket, bei dem 70 Prozent der Entlastungen den 30 Prozent mit dem höchsten Einkommen zu Gute kommen, ist ein Schlag ins Gesicht für Rentnerinnen und Rentner, Geringverdienende sowie viele andere Menschen. Es muss dringend und in erster Linie Entlastungen für die unteren und mittleren Einkommen geben. Daran führt aus unserer Sicht kein Weg vorbei“, fordert SoVD-Präsident Adolf Bauer.

In eigener Sache: Wartungsarbeiten an unseren Systemen

Kobinet-Logo auf Hintergrund
Kobinet-Logo auf Hintergrund
Foto: Tom Kallmeyer

Berlin (Kobinet)

Berlin (Kobinet) Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

ab Mittwoch, den 17.08.2022, ca. 15.00 Uhr bis Freitag, den 19.08.2022, ca.15.00 Uhr werden wir Wartungsarbeiten an unseren Systemen durchführen und unsere Webseite überarbeiten. Deshalb werden die kobinet-nachrichten in diesem Zeitraum leider nicht zur Verfügung stehen.

Vielen Dank für Ihr Verständnis,

Momentaufnahme 272

Ein Krug als Krone
Ein Krug als Krone
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Titel sind Schall und Rauch, Kronen sind nichtige Dinge. (Daniel Defoe)

Die Sommerinterviews

Assistent und Mensch mit Behinderung trinken gemeinsam
Ein Assistent hilft einem Mensch mit Behinderung beim Trinken und trinkt gleichzeitig selbst.
Foto: Andreas Vega

München (kobinet) Wer kennt das nicht, Lieblingssendungen oder wichtige Ansprechpartner sind in der Sommerpause. So plagt einem vor dem Fernseher entweder die Langeweile, oder der richtige Mann zum Reparieren eines Rollstuhls ist in weite Ferne verreist. Kobinet hingegen wird in den nächsten Tagen täglich ein Interview zum Thema „Persönliche Assistenz“ veröffentlichen. Am 19. Juni diesen Jahres veröffentlichten wir einen Bericht über massive Probleme bei der Personalsuche im Arbeitgebermodell bzw. persönlichen Budget. Die Redaktion erreichte viel Resonanz, das Thema der Artikel also getroffen. Täglich erscheint also ein Interview mit einem Menschen mit Behinderung, der „Persönliche Assistenz“ selbst organisiert und so versucht sein Lebensmodell „Selbstbestimmt Leben“ umzusetzen. Unsere Leser*innen bekommen also einen kleinen Einblick in die Probleme, die sich auf diesem Wege ergeben.

Heute sprechen wir mit einer behinderten Arbeitgeber*in aus dem Bundesland Sachsen.