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Scobel-Sendung zum Thema Selbstbemächtigung und Empowerment

Prof. Dr. Gisela Hermes
Prof. Dr. Gisela Hermes
Foto: 3sat

Mainz (kobinet) "Selbstbemächtigung oder Empowerment ist für die, die ausgegrenzt sind, ein guter Weg zu mehr Autonomie, Mitbestimmung und Handlungsoptionen. Wie aber geht das – sich mehr Macht holen?" So heißt es in der Ankündigung der nächsten Scobel-Sendung, die am Donnerstag, den 25. August ab 21:00 Uhr in 3sat ausgestrahlt wird. Mit dabei ist u.a. Prof. Dr. Gisela Hermes, die sich schon früh mit dem Empowerment behidnerter Menschen u.a. im Rahmen ihrer Tätigkeit beim Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) beschäftigt hat.

„Immer mehr Minderheiten vertreten ihre Interessen eigenmächtig und gestalten ihr Leben selbständiger. Diese von der Mehrheit diskriminierten Menschen wollen nicht länger um Gleichberechtigung bitten. Sie stellen klare Forderungen – ein Ergebnis des Empowerments“, heißt es weiter in der Ankündigung der Live-Sendung.

Das Leben selbst kontrollieren

„Frauen, Homosexuelle, People of Colour, Menschen mit Einschränkungen und diverse andere Minderheiten wollen nicht länger geduldig sein, um das zu bekommen, was für die Mehrheit der Menschen längst selbstverständlich ist: Sie nehmen sich ihre Rechte selbst. Ursprünglich stammt die Idee des Empowerments aus der US-Bürgerrechtsbewegung. Durch den Sozialwissenschaftler Julian Rappaport fand sie den Weg in die Praxis der sozialen Arbeit. Empowerment soll Menschen helfen, ihre Stärken zu spüren, und sie dazu ermutigen, ihr Leben selbst zu kontrollieren und zu gestalten, statt sich von außen helfen oder bestimmen zu lassen“, heißt es in der Sendungsankündigung.

„Welche Folgen hat Diskriminierung in der Kindheit – etwa durch rassistische Beleidigungen? Wie schwächt es das Selbstwertgefühl eines Kindes, wenn es durch sein ‚Anderssein‘ ausgegrenzt wird? Was macht Menschen mit Migrationsgeschichte zu ‚Anderen‘ und wie können Menschen, die sich ausgegrenzt fühlen, ihre Handlungsfähigkeit und ihre Autonomie eigenmächtig zurückholen? Wie kann Empowerment zu einem stärkeren Selbstwertgefühl führen? Ist Empowerment sichtbarer geworden in Schule, Beruf und im öffentlichen Raum? Wie wird dieser politische Prozess von der Mehrheit wahrgenommen? Welchen Einfluss hat er auf unsere sozialen Strukturen, in denen festgelegte Hierarchien eine wichtige Rolle spielen? Welches Bild von Identitäten steckt dahinter? Wie können privilegierte Menschen den Prozess des Empowerments unterstützen? Gibt es Kritik an den Hauptforderungen des Empowerment–Konzepts und dessen Ziel, bei dem es auch um eine Umverteilung von Macht geht? Wie könnte Empowerment für alle den sozialen Wandel beschleunigen?“

Gert Scobel diskutiert mit seinen Gästen diese Fragen und über gelebtes Empowerment, die Kraft der Resilienz und warum dieser Ansatz zu einer vielfältigeren, gleichberechtigteren Gesamtgesellschaft führen kann. Zu Gast in der Sendung sind Gisela Hermes, Nkechi Madubuko und Amma Yeboah

Link zur Ankündigung der Sendung auf 3sat und weitere Infos