Menu Close

Autor:

Kommt mit nach Genf zur Staatenprüfung zur UN-Behindertenrechtskonvention

Sharepic von Mittendrin zur Fahrt nach Genf
Sharepic von Mittendrin zur Fahrt nach Genf
Foto: mittendrin

Köln (kobinet) „Eltern fordern inklusive Bildung. 14 Jahre UN-Behindertenrechtskonvention – Wann setzt Deutschland das Recht auf inklusive Bildung endlich um? Am 29.8. prüft die UNO die Umsetzung der UN-BRK in Deutschland. Wir sind vor Ort. Kommt mit nach Genf!!!“ Mit diesem Sharepic wirbt der Kölner Verein mittendrin dafür, dass möglichst viele Menschen mit nach Genf fahren, wenn dort am 29. und 30. August die zweite Staatenprüfung Deutschlands zur Umsetzung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen stattfindet.

Berlins Senat sagt Unterstützung für persönliche Assistenz zu

Wappen Bundesland Berlin
Wappen Bundesland Berlin
Foto: Gemeinfrei, public domain

Berlin (kobinet) Am 6. Juli 2023 haben die kobinet-nachrichten über einen Hilferuf aus Berlin berichtet, wonach dort das Arbeitgeber*innen-Modell aufgrund der Blockade der entsprechenden Mittel für eine faire Entlohnung der selbst angestellten Assistent*innen in Gefahr ist. Einem Bericht des Tagesspiegel zufolge scheint nun eine Lösung in Sicht. „‚Wir verstehen die Betroffenen‘: Berlins Senat sagt Unterstützung für persönliche Assistenten zu“, titelte der Tagesspiegel am 10. Juli 2023 einen Bericht, wonach der Senat nun die entspechenden Mittel ausschütten will, damit auch behinderte Menschen, die ihre Assistent’innen selbst anstellen, einen entsprechenden Tariflohn zahlen können.

Ohne Hindernisse an Bord gehen

Symbol Information

Erfurt (kobinet) Die Hohenwarte Fahrgastschifffahrt feiert heute am 17. Juli die Einweihung ihres barrierefreien Stegs mit Ampelanlage, damit zukünftig alle weitgehend ohne Hindernisse an Bord gehen können. Das Thüringer Barrierefreiheitsförderprogramm (ThüBaFF) macht dies möglich – ab der aktuellen Saison gelangen Rollstuhlfahrer, Menschen mit Rollatoren und sonstigen mobilen Einschränkungen ganz leicht über eine Rampe auf die Personenschiffe, die auf dem Stausee Hohenwarte unterwegs sind. Darauf weist das Büro des Thüringer Landesbeauftragter für Menschen mit Behinderungen hin.

Diversität – was bedeutet das?

Symbol Fragezeichen

Bonn (kobinet) „Wir Menschen sind irgendwie alle gleich und doch so verschieden. Der Begriff Diversität bezeichnet die unterschiedlichen Dimensionen von Vielfalt, die uns begegnen: Körper, Religion, ethnische Herkunft und noch mehr. Und eine vielfältige Gesellschaft für alle hat enorme Vorteile! Welche genau? Das erfährst du in unserem Artikel“, so heißt es im aktuellen Newsletter der Aktion Mensch mit dem HInweis auf einen Beitrag, in dem erklärt wird, was Diversität bedeutet.

Behindertenrechtskonvention in Österreich unzureichend umgesetzt

Fahne von Österreich
No body found to use for abstract…
Foto: public domain

Wien (kobinet) Österreich wird vom 22. bis 23. August 2023 vom Fachausschuss der Vereinten Nationen (UN) für die Rechte von Menschen mit Behinderungen zum zweiten Mal auf die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) überprüft. Das Ergebnis der Staatenprüfung sind politisch und völkerrechtlich verbindliche Empfehlungen an Österreich, die spätestens bis zur nächsten Staatenprüfung umgesetzt sein müssen. Der österreichische Behindertenrat hat einem Bericht des Online-Nachrichtendienstes BIZEPS zufolge im Vorfeld der Staatenprüfung gegenüber den Vereinten Nationen klargestellt, dass die UN-Behindertenrechtskonvention in Österreich unzureichend umgesetzt ist.

Diskriminierung bei Abschluss einer Versicherung

Sharepic zur Diskriminierung beim Abschluss einer Versicherung
Sharepic zur Diskriminierung beim Abschluss einer Versicherung
Foto: DBR

Kassel / Berlin (kobinet) „Neulich im Alltag: ‚Es tut uns leid, aber aufgrund Ihrer Behinderung und der Vorerkrankung sind Sie bei uns nicht versicherbar.“ AGG-Reform Jetzt!“ Mit diesem mittlerweile 21. über Twitter verbreiteten Sharepic zeigt der Deutsche Behindertenrat (DBR) mittels einer Social Media Aktion auf, wo behinderte Menschen im Alltag immer noch diskriminiert werden und warum die Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) dringend nötig ist. Die Ampelkoalition hat in ihrem Koalitionsvertrag geregelt, dass das seit 2006 geltende AGG reformiert werden soll. Bisher liegt immer noch kein Referentenentwurf des Bundesjustizministeriums vor.

Sonntag trifft IGEL: Wie siehst du denn aus! Mode und Stil mit Gefühl

Sharepic zum IGEL-Podcast zum Thema Mode
Sharepic zum IGEL-Podcast zum Thema Mode
Foto: IGEL-Media

Halle / Bad Segeberg (kobinet) „Wie siehst du denn aus! Mode und Stil mit Gefühl“, so lautet der Titel der mittlerweile fünften Ausgabe der Reihe Sonntag trifft IGEL im Rahmen des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). Die Moderatorin und Journalisitin Jennifer Sonntag tauscht sich dabei mit dem Macher des IGEL-Podcast, Sascha Lang, u.a. über Mode, Stiliing und die damit verbundenen Gefühle aus.

Selbsthilfeverband will bei sozialen Phobien helfen

Rotes Fragezeichen auf einer Hand links, grünes Ausrufezeichen auf einer Hand rechts
Fragen und Antworten unmittelbar erhältlich
Foto: Pixabay/geralt

BRAUNSCHWEIG (kobinet) In Zeiten wachsender Konkurrenz werden hohe Erwartungen an Einzelpersonen gestellt. Nicht selten fühlen sich Menschen deshalb unter Druck und tendieren vor allem im Beruf zu einem Idealismus. Dies gilt insbesondere für Betroffene einer sozialen Phobie, denn sie kämpfen ohnehin mit Angstgefühlen und bauen aus Sorge vor dem Nicht-Genügen sich selbst Druck auf. Sie können so in eine ständige Spirale des Noch-Besser-Machen-Müssens geraten. Der Selbsthilfeverband „intakt e.V.“ möchte Wege aus diesem Problem heraus aufzeigen, besonders für Situationen, in denen die „üblichen“ Ratschläge nicht weiterhelfen.

barrierefrei aufgerollt zu Klimaaktivismus und Behinderung

Sharepic zur Sendung barrierefrei aufgrollt zum Klimaaktivismus
Sharepic zur Sendung barrierefrei aufgrollt zum Klimaaktivismus
Foto: BIZEPS

Wien (kobinet) „Klimaaktivismus und Behinderung“, so lautet der Titel der 60. Ausgabe der Sendung barrierefrei aufgerollt, die vom Wiener Zentrum für selbstbestimmtes Leben BIZEPS herausgegeben wird. „In dieser Sendung sprechen wir mit der deutsch-französischen Umweltaktivistin Cécile Lecomte, die ihr Leben dem Protest für die Umwelt gewidmet hat“, heißt es dazu in der Ankündigung.

Zwischenruf zum zweiter Jahrestag der Flut im Ahrtal: Das Heim als Todesfalle

Roland Frickenhaus
Roland Frickenhaus
Foto: Roland Frickenhaus

Plau am See (kobinet) „Das Heim als Todesfalle“, so titelt Roland Frickenhaus seinen Zwischenruf zum zweiten Jahrestag der Flut im Ahrtal. „Im Sommer 2021 gibt es im Südwesten Deutschlands langanhaltende starke Regenfälle. Bäche und Flüsse steigen rasant an und es kommt zu verheerenden Überschwemmungen. Allein im Ahrtal sterben 134 Menschen. In der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021, also heute vor genau zwei Jahren, ertrinken 12 Menschen, die in einem Wohnheim für Behinderte in Sinzig leben“, schreibt Roland Frickenhaus in der Einführung seines Beitrags.

Rechtssammlung zur Barrierefreiheit veröffentlicht

Logo Bundesfachstelle Barrierefreiheit bei der Knappschaft Bahn See
Logo Bundesfachstelle Barrierefreiheit bei der Knappschaft Bahn See
Foto: Bundesfachstelle Barrierefreiheit bei der Knappschaft Bahn See

Berlin (kobinet) Wie die Pressestelle der der Bundesfachstelle Barrierefreiheit informierte wurde eine Sammlung der Gesetze und Verordnungen veröffentlicht. Ihren Pressetext geben wir hier teilweise wieder.

Pazifizierende Praktiken Love Politics und Yoga Politics oder was gegen den Hass hilft

in Yoga-Haltung sitzend
Hans-Willi Weis Yoga
Foto: Hans-Willi Weis

Staufen (kobinet) Gott ist behindert. Behaupte ich mal. Was passiert jetzt? Werde ich gesteinigt, mit Hasstiraden auf Social Media traktiert? Wie es dem Abschlussprediger beim Kirchentag erging, nachdem er die Worte ausgesprochen hatte, „Gott ist queer“. Du lieber Gott, was da los war! Grelle Hassblitze zuckten durch die sozialen Netzwerke, weil bei den Gläubigen die Sicherungen durchbrannten. Eine Supernova aus Gift und Galle illuminiert seither den evangelischen Orbit. – Ob Gott nun behindert oder queer oder weiß der Teufel was ist, mehr interessiert mich im folgenden, ob das immer schlimmer wird mit dem explodierenden Hass im öffentlichen Raum. Oder ob es nicht Praktiken gibt, die bei einem selbst und bei anderen deeskalierend wirken.

IGEL-Podcast zu besserer Meinungsforschung für behinderte Menschen

Sharepic zum IGEL-Podcast zur Meinungsforschung
Sharepic zum IGEL-Podcast zur Meinungsforschung
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg (kobinet) „Was meinst du dazu? Bessere Meinungsforschung für Menschen mit Behinderung“, so lautet die aktuelle Ausgabe des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). Darüber spricht der Inklusator Sascha Lang mit Lea Thönnes von der Aktion Mensch.

Phönix bietet Job-Speed-Datings für behinderte Menschen

Gongschlag beim Job-Speed-Dating in Regensburg
Gongschlag beim Job-Speed-Dating in Regensburg
Foto: ISL

Regensburg (kobinet) Der Verein Phönix bietet ab jetzt Job-Speed-Datings für Menschen mit Behinderungen an. In dieser Woche hat der Mitgliedsverein der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) das Konzept seines Bundesverbandes vollständig übernommen und plant, ab jetzt die Bewerbungsgespräche im 8-Minuten-Takt kontinuierlich anzubieten.

Noch deutlich Luft nach oben bei Ansagen in Berliner Verkehrsmitteln

Catrin Wahlen
Catrin Wahlen
Foto: Catrin Wahlen

Berlin (kobinet) Verständliche und verlässliche Ansagen sind für alle Menschen, die öffentliche Verkehrsmittel nutzen, von großer Bedeutung. In besonderem Maß gilt dies für blinde Menschen und Menschen mit Sehbeeinträchtigungen. Bei der Schlichtungsstelle nach § 16 BGG ist derzeit dazu ein von Ottmar Miles-Paul angestrengtes Schlichtungsverfahren anhängig. In Berlin leben nach Angaben des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbands (DBSV) etwa 6.000 blinde und 20.000 sehbeeinträchtige Menschen, hinzu kommen Menschen, die aus Alters- oder anderen Gründen Schwierigkeiten beim Sehen haben, außerdem viel Gäste in Berlin. Catrin Wahlen, Sprecherin für Inklusion und Senior*innen der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus von Berlin hat daher das Thema aufgegriffen und beim Senat nachgefragt. Die Antwort liegt nun vor.

Alle Angebote von Selbstbestimmt Leben Köln nun unter einem Dach

Logo des ZsL Köln
Logo des ZsL Köln
Foto: ZsL Köln

Köln (kobinet) Der Verein „Selbstbestimmt Leben Behinderter Köln“ mit dem Kölner Zentrum für selbstbestimmtes Leben (ZSL), der Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB) und das Kompetenzzentrum Selbstbestimmt Leben (KSL) ist umgezogen und konnte damit seine Angebote nun unter einem Dach vereinen. „Nach 5-jähriger Suche und Vorbereitung haben wir es geschafft“, teilte Jeanette Severin von der Geschäftsführung des Vereins den kobinet-nachrichten mit.

Diskriminierung in der Rehaklinik

Sharepic zur Diskriminierung in der Rehaklinik
Sharepic zur Diskriminierung in der Rehaklinik
Foto: DBR

Kassel/Berlin (kobinet) „Neulich im Alltag: ‚Tut uns leid, Sie können die Wassertherapie in unserem Bewegungsbad nicht wahrnehmen. Das Schwimmbad ist nur über Treppen erreichbar. AGG-Reform Jetzt!“ Mit diesem mittlerweile 20. über Twitter verbreiteten Sharepic zeigt der Deutsche Behindertenrat (DBR) mittels einer Social Media Aktion auf, wo behinderte Menschen im Alltag immer noch diskriminiert werden und warum die Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) dringend nötig ist. Die Ampelkoalition hat in ihrem Koalitionsvertrag geregelt, dass das seit 2006 geltende AGG reformiert werden soll. Bisher liegt immer noch kein Referentenentwurf des Bundesjustizministeriums vor.

Tag der offenen Tür zu 25 Jahre PARAVAN

Tag der offenen Tür bei PARAVAN
Tag der offenen Tür bei PARAVAN
Foto: PARAVAN GmbH

Aichelau (kobinet) Ein Tag der offenen Tür im PARAVAN Mobilitätspark findet am Sonntag, den 16. Juli ab 10 Uhr in Aichelau statt. Dabei werden gleich drei Jubiläen gefeiert: 25 Jahre Fahrzeugumbau, 20 Jahre Drive-by-Wire und 15 Jahre Elektrorollstühle. Die Besucher*innen erwartet ein ereignisreicher Tag voller spannender Aktivitäten und die Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen zu nehmen, wie es in der Ankündigung heißt.

Neuer Podcast MmB Community auf Spotify

Logo des Podcast MmB Community
Logo des Podcast MmB Community
Foto: MmB Community

Kassel (kobinet) Dass aus einer Peer Counseling Weiterbildung ein Podcast-Projekt entstehen kann, darauf hat Manuel Nagy aus Kassel die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht. Auf die nunmehr erste Ausgabe des Podcast „MmB Community“, den er mit Paul Hofmann entwickelt hat, weist dieser in folgendem Beitrag für die kobinet-nachrichten hin.

Zu wenig Geld im Haushalt für Kindergrundsicherung

Geldscheine
No body found to use for abstract…
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Lediglich zwei Milliarden Euro sieht der Haushaltsentwurf des Bundesfinanzministeriums derzeit als „Merkposten“ für die Kindergrundsicherung vor. Und das, obwohl die Zahlen zur Kinderarmut in Deutschland erschreckend hoch sind: Mehr als jedes fünfte Kind war laut dem aktuellen Report der Bertelsmann Stiftung im vergangenen Jahr von Armut betroffen oder bedroht. Das Bündnis Kindergrundsicherung blickt mit Sorge auf diese Entwicklung, wie dessn Sprecherin Verena Bentele mitteilt.

Schlichtungsstelle BGG legt Jahresbericht vor

Mehrere Paragraphenzeichen auf einem Blatt
Paragraphen zeigen, dass etwas geregelt wird
Foto: Pixabay/geralt

BERLIN (kobinet) Die Schlichtungsstelle nach dem Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) hat jetzt ihren sechsten Jahresbericht veröffentlicht. Dieser bezieht sich auf das Jahr 2022. Der Tätigkeitsbericht für 2022 zeigt erneut leicht ansteigende Antragszahlen. Dies macht deutlich, dass die Schlichtungsstelle einen festen Platz bei der außergerichtlichen Durchsetzung der Rechte von Menschen mit Behinderungen gefunden hat. Seit Bestehen der Schlichtungsstelle sind mehr als 1000 Fälle bei ihr eingegangen.

Jürgen Dusel und Matthias Rösch: Gute Beispiele gelebter Inklusion in der Südwestpfalz

Jürgen Dusel
Jürgen Dusel
Foto: Henning Schacht

Hauenstein (kobinet) Im Rahmen einer gemeinsamen Besuchsreise in der Südwestpfalz informierten sich Jürgen Dusel, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, und Matthias Rösch, Landesbeauftragter für die Belange von Menschen mit Behinderungen von Rheinland-Pfalz, über Fortschritte und Hürden auf dem Weg zur inklusiven Gesellschaft und die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Schwerpunkte der Reise waren die Themen Arbeit, Wohnen, Barrierefreiheit und Interessenvertretungen.

Diskriminierung gehörloser Menschen bei Beratung in Apotheke

Sharepic zur Diskriminierung Gehörloser bei Beratung in Apotheke
Sharepic zur Diskriminierung Gehörloser bei Beratung in Apotheke
Foto: DBR

Kassel / Berlin (kobinet) „Neulich im Alltag: ‚Sie können hier nicht beraten werden. Das ist nur für Hörende. Sie brauchen eine spezielle Beratungsstelle für Gehörlose. AGG-Reform Jetzt!“ Mit diesem mittlerweile 19. über Twitter verbreiteten Sharepic zeigt der Deutsche Behindertenrat (DBR) mittels einer Social Media Aktion auf, wo behinderte Menschen im Alltag immer noch diskriminiert werden und warum die Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) dringend nötig ist. Die Ampelkoalition hat in ihrem Koalitionsvertrag geregelt, dass das seit 2006 geltende AGG reformiert werden soll. Bisher liegt immer noch kein Referentenentwurf des Bundesjustizministeriums vor.

50 + 10: Jubiläumsfeier von Behindertenbeirat und Koordinierungsbüro in München

Daumen hoch
Daumen hoch
Foto: Irina Tischer

München (kobinet) Vor 50 Jahren entstand die Initiative, aus der sich der Behindertenbeirat der Landeshauptstadt München entwickelte, und vor 10 Jahren bewilligte der Münchner Stadtrat die Einrichtung des Koordinierungsbüros zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK). Knapp 200 geladene Gäste kamen am 5. Juli in die Alte Kongresshalle, um dies zu feiern – darunter Akteur*innen aus dem Umfeld „Behinderung und Inklusion“, sowie Vertretungen aus Stadtverwaltung und Politik. Darauf hat Johannes Messerschmid aus München die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht.

Musikvideo: Wer ist schon normal

Graf Fidi auf dem Sofa
Graf Fidi auf dem Sofa
Foto: Graf Fidi

Berlin (kobinet) „Was als #normal gilt, wird heutzutage durch #Inklusion und #Diversität immer weiter aufgebrochen. @graffidi fordert in seinem neuen Song ‚Wer ist schon normal‘ dazu auf, die Grenzen der Normativität zu brechen“, mit diesen Worten macht der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung auf Twitter auf das neueste Musikvideo des Songs „Wer ist schon normal“ von Graf Fidi aufmerksam. Der Rapsong inklusive Musikvideo wurde nun auf YouTube veröffentlicht.

barrierefrei aufgerollt mit Ottmar Miles-Paul

barrierefrei aufgerollt mit Ottmar Miles-Paul
barrierefrei aufgerollt mit Ottmar Miles-Paul
Foto: BIZEPS

Wien / Kassel (kobinet) Der Behindertenrechtler und Redakteur der kobinet-nachrichten Ottmar Miles-Paul ist zu Gast der Radiosendung „barrierefrei aufgerollt“, die vom Wiener Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen BIZEPS produziert wird. „barrierefrei aufgerollt mit Ottmar Miles-Paul lautet die mittlerweile 61. Episode, die nun auch online angehört werden kann. „Ottmar Miles-Paul ist ein bekannter Aktivist in der deutschen Behindertenbewegung und engagiert sich seit über 30 Jahren für die Rechte und Interessen von Menschen mit Behinderungen. Er hat maßgeblich zum Aufbau des Behindertenverbandes „Interessensvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL)“ beigetragen, der sich für die Selbstbestimmung und Inklusion von Menschen mit Behinderungen einsetzt“, heißt es u.a. in der Ankündigung der knapp 30minütigen Sendung.

Generationenbrücke statt Generationenkonflikt

Geldscheine
No body found to use for abstract…
Foto: Irina Tischer

BERLIN (kobinet) „Rentenleistungen, die durch harte Arbeit und langjährige Zahlung von Beiträgen und Steuern erworben wurden, müssen ein gutes Leben im Alter ermöglichen.“ – betont der Sozialverband Deutschland in Berlin – Brandenburg und verweist darauf, dass dies nicht mehr in jedem Fall so ist. Besonders hoch ist jedoch in diesem Teil Deutschlands die Abhängigkeit für Ältere allein von der gesetzlichen Altersrente. Auch die Rentenhöhe ist in Berlin und Brandenburg niedriger als im Bundesdurchschnitt.

Mobilität für Alle und Führerschein für Menschen mit Behinderungen – ein Weg zur Exklusion ?

Parkschild Behindertenparkplatz: Wer hier partk ist Behindert oder Rücksichtslos
Parkschild mit Rollizeichen
Foto: ISL

POTSDAM (kobinet) Für Menschen mit Behinderungen ist es nicht immer und überall so ganz einfach, wirklich mobil zu sein. Da ist es durchaus ein Vorteil, einen Führerschein zu besitzen, ein Auto zu haben und selbst fahren zu können. Das alles bekommt man nicht „so einfach“. Der Weg zum Selbstfahren führt für Menschen mit Behinderungen über zusätzliche medizinische Untersuchungen und den technischen Nachweis, ein bestimmtes Fahrzeug auch zu beherrschen. Wer alle diese Prüfungen besteht und eventuell sogar noch einen Behindertenparkplatz erhält, kann schon recht gut und selbstbestimmt mobil sein. Nach einer Meldung der „Märkischen Allgemeinen Zeitung“ sieht man das aber wohl in der Führerscheinstelle der Stadt Potsdam etwas anders.

Bezahlung von Menschen mit Behinderungen in Werkstätten

Logo zeigt die Aufschrift ABID Allgemeiner Behindertenverband in Deutschland eV Für Selbstbestimmung und Würde
No body found to use for abstract…
Foto: ABiD

BERLIN (kobinet) Eine Möglichkeit, die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am Arbeitsleben zu ermöglichen, sind, aus Sicht des Allgemeinen Behindertenverbandes in Deutschland (ABiD), Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM). Diese Einrichtungen bieten Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen die Möglichkeit, einer Beschäftigung nachzugehen. Neben der Erfüllung sozialer Bedürfnisse steht, so der ABiD, auch die Frage nach der gerechten Bezahlung im Fokus.

Bewerbung für Empowerment-Kurs zur Selbstvertretung jetzt möglich

bifos-Logo: Empowerment zur Selbstvertretung
bifos-Logo: Empowerment zur Selbstvertretung
Foto: bifos

Mainz (kobinet) Das von der Aktion Mensch geförderte Projekt „Empowerment zur Selbstvertretung behinderter Menschen“ ist in vollem Gange. Im Juni trafen sich die Teilnehmenden des ersten Weiterbildungsdurchgangs zu einem Präsenzseminar in Mainz. Die Bewerbung für den zweiten und dritten Empowerment-Kurs zur Selbstvertretung behinderter Menschen in den Jahren 2024 und 2025 ist jetzt beim Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) möglich, wie es in dessen neuestem Newsletter heißt.

Online-Veranstaltung: Außerklinische Intensivpflege ohne invasive Beatmung

Logo der ISL
Logo der ISL
Foto: ISL

Berlin (kobinet) Das Team der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) lädt zu einer Online-Veranstaltung zum Thema: Außerklinische Intensivpflege bei Neurologischen- oder Stoffwechselerkrankungen (ohne invasive Beatmung) am Montag, den 24. Juli 2023 von 16:00 bis 18:00 Uhr ein. Die Online-Veranstaltung findet über Zoom statt, so dass die Teilnahme über die Zoom-App, am Computer über das Internet oder per Einwahl über Telefon möglich ist. Die Anmeldung bis bei der ISL bis 22. Juli an: [email protected] möglich. Es gibt 50 Plätze. Die Einwahl wird nach der Anmeldefrist verschickt, heißt es in der Ankündigung.

Urteil zu Nachteilsausgleichen für hörbeeinträchtigte Studierende in Prüfungen

Goldene Statue Justitia mit Schwert und Waage
Justitia
Foto: Sang Hyun Cho auf Pixabay

Berlin (kobinet) Um Nachteilsausgleiche für hörbeeinträchtigte Studierende in Prüfungen des Medizinstudiums geht es in einem Beitrag von Christina Janßen von der Universität Kasse. Ihre Anmerkungen in ihrem Beitrag im Diskussionsforum Rehabilitations- und Teilhaberecht beziehen sich auf das Urteil des Verwaltungsgerichts (VG) Berlin vom 26. Januar 2022, 12 K 157.19.

Die Autorin

Keine Wohnungshilfe für neue Heizungsanlage in der Gesetzlichen Unfallversicherung

Symbol Paragraph

Celle (kobinet) Das Landessozialgericht (LSG) Niedersachsen-Bremen hat in einem Beschluss von Juni 2023 festgestellt, dass einem Leistungsbezieher der Gesetzlichen Unfallversicherung (GUV) kein Anspruch zusteht, als Mieter einer Wohnung Kosten für eine Erneuerung der Heizungsanlage zu beanspruchen. Darüber berichtet Henry Spradau in einem Beitrag, den er den kobinet-nachrichten zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt hat.

Rasches Handeln der Bundesregierung bei nicht-invasiven Pränataltests gefordert

Symbol Ausrufezeichen

Berlin (kobinet) Die interfraktionelle Gruppe Pränataldiagnostik des Deutschen Bundestags setzt sich dafür ein, dass die Bundesregierung den Beschluss des Bundesrats vom 16. Juni zur Kassenzulassung des nicht-invasiven Pränataltests (NIPT) zügig umsetzt. Vor kurzem fand dazu ein Austausch mit einem der maßgeblichen Initiatoren des Antrags, dem Bremer Landesbehindertenbeauftragten Arne Frankenstein, statt, um die nächsten Schritte zur Umsetzung der Entschließung „Kassenzulassung des nichtinvasiven Pränataltests (NIPT) – Monitoring der Konsequenzen“ zu beraten. In dem Beschluss wird die Bundesregierung aufgefordert, ein Monitoring zu den Folgen der Kassenzulassung des NIPT zu veranlassen und ein Gremium aus Expertinnen und Experten einzurichten, um die ethischen, rechtlichen und gesundheitspolitischen Grundlagen der Kassenzulassung zu prüfen, wie es in einer Presseinformation der fraktionsübergreifenden Gruppe heißt.

Landesbehindertenbeauftragter von Bremen rügt Bauressort

Arne Frankenstein mit E-Rolli unterwegs
Arne Frankenstein mit E-Rolli unterwegs
Foto: Tristan Vankann / fotoetage

Bremen (kobinet) Der Landesbehindertenbeauftragte von Bremen, Arne Frankenstein, hat von seinem gesetzlichen Rügerecht Gebrauch gemacht und einen Verstoß gegen das Benachteiligungsverbot behinderter Menschen formal gegenüber der zuständigen Bausenatorin Özlem Ünsal gerügt. Hintergrund der Beanstandung ist die Erteilung einer Baugenehmigung für ein Gebäude im Tabakquartier, das künftig vom Finanzsenator insbesondere für die Nutzung des Aus- und Fortbildungszentrums angemietet werden wird: Der Zugang zu diesem Gebäude soll durch einen Hublift vermittelt werden.

Österreichische Nationalrat hat Barrierefreiheitsgesetz beschlossen

Fahne von Österreich
No body found to use for abstract…
Foto: public domain

Wien (kobinet) Der österreichische Nationalrat hat nach Informationen des österreichischen Online-Nachrichtendienstes BIZEPS ein Barrierefreiheitsgesetz beschlossen. „Mit dem neuen Barrierefreiheitsgesetz setzt Österreich den sogenannten „European Accessibility Act“ um. Ab 28. Juni 2025 werden Unternehmen damit grundsätzlich verpflichtet sein, nur noch barrierefreie Produkte auf den Markt zu bringen, sofern diese vom Geltungsbereich des Gesetzes umfasst sind. Betroffen sind etwa PCs, Smartphones, Modems, E-Reader, Smart-TV-Geräte, Spielkonsolen, Bankomaten und Fahrkartenautomaten sowie andere Produkte aus dem Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie“, heißt es in dem Bericht.

Diskriminierung: Sohn darf nicht mit ins Ferienlager

Sharepic zur Diskriminierung beim Ferienlager
Sharepic zur Diskriminierung beim Ferienlager
Foto: DBR

Kassel / Berlin (kobinet) „Neulich im Alltag: ‚Leider können wir Ihren Sohn nicht auf das Ferienlager mitnehmen. Der Betreuungsaufwand ist zu groß.‘ – AGG Reform Jetzt!“ Mit diesem mittlerweile 18. über Twitter verbreiteten Sharepic zeigt der Deutsche Behindertenrat (DBR) mittels einer Social Media Aktion auf, wo behinderte Menschen im Alltag immer noch diskriminiert werden und warum die Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) dringend nötig ist. Die Ampelkoalition hat in ihrem Koalitionsvertrag geregelt, dass das seit 2006 geltende AGG reformiert werden soll. Bisher liegt immer noch kein Referentenentwurf des Bundesjustizministeriums vor.

Forderungen zum inklusiven Wohnen vorgestellt

Holger Kiesel im Rollstuhl sitzend
Holger Kiesel
Foto: Der Behindertenbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung

München (kobinet) Inklusives Wohnen bedeutet, Menschen mit Behinderung können selbst wählen, wo, mit wem und vor allem in welcher Form sie leben möchten, und zwar in der Mitte der Gesellschaft. Laut Holger Kiesel, dem Behindertenbeauftragten der Bayerischen Staatsregierung ist dies eine besonders wichtige Voraussetzung für die Inklusion in allen Lebensbereichen, die es in Bayern noch umfassender und engagierter gemeinsam zu verwirklichen und zu stärken gilt. Aus diesem Grund startete Holger Kiesel gemeinsam mit dem Verein WOHN:SINN und der Aktion Mensch das Projekt „Inklusives Wohnen in Bayern stärken“ im Sommer 2022. Nach vielen Treffen von Arbeitsgruppen zu verschiedenen Themen rund um das inklusive Wohnen, bestehend zum Beispiel aus Vertreterinnen und Vertretern von Menschen mit Behinderung, Angehörigen, Verbänden und Leistungserbringern, ist es jetzt endlich so weit: die gemeinsamen Empfehlungen und Forderungen für Entscheidungsträgerinnen und -träger auf allen Ebenen wurden vorgestellt.

DBR-Newsletter für Juni 2023

Logo des DBR
Logo des DBR
Foto: DBR

Kassel (kobinet) „Die erste Hälfte des Jahres 2023 ist vorbei und wir warten immer noch darauf, dass der partizipative Prozess für eine Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG), des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) sowie des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes (BFSG) startet. Genauso erwarten wir die Einbindung in die Erarbeitung des Aktionsplans für ein diverses, inklusives und barrierefreies Gesundheitswesen. Dies sind nur zwei Beispiele von vielen aus dem Ampel-Koalitionsvertrag. Doch der DBR wartet nicht nur untätig auf Einbeziehung, sondern leistet Argumentationshilfe. ‚Neulich im Alltag‘ lautet die aktuelle DBR-Aktion auf Twitter, die am 19. Juni gestartet ist. Vier Wochen lang gibt es täglich einen Tweet mit einer Diskriminierungssituation von Menschen mit Behinderungen.“ Dies schreibt der Deutsche Behindertenrat (DBR) in seinem neuesten Newsletter, der nun heruntergeladen werden kann und über eine Reihe von Entwicklungen im Juni 2023 berichtet.

Inklusion Nord 2023 – ein Fachtag von und mit Menschen mit Behinderungen

Symbol Ausrufezeichen

Bremen (kobinet) „Inklusion Nord 2023 – ein Fachtag von und mit Menschen mit Behinderungen“, so titelt Udo Schmidt von Selbst Aktiv, der Arbeitsgemeinschaft behinderter Menschen in der SPD, einen Bericht, den er den kobinet-nachrichten zur Verfügung gestellt hat.