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Aktion Schichtende gestartet

Logo: Budget für Arbeit nutzen
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Foto: Netzwerk Artikel 3

Berlin (kobinet) Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) hat heute, am 4. August 2023, die Aktion Schichtende in Werkstätten für behinderte Menschen gestartet. Ziel der Aktion ist es, die verstärkte Nutzung des Budget für Arbeit als Alternative zu einer Beschäftigung in einer Werkstatt für behinderte Menschen voranzutreiben und zu unterstützen. An jedem vierten Arbeitstag eines Monats soll zukünftig darauf hingewiesen werden, dass an diesem Tag bei einer Beschäftigung von 6 Stunden pro Arbeitstag das durchschnittlich gezahlte Entgelt in einer Werkstatt für behinderte Menschen von 225 Euro pro Monat bereits erwirtschaftet wäre, wenn in den Werkstätten Mindestlohn gezahlt würde. Um behinderte Menschen zu ermutigen, den Schritt auf den allgemeinen Arbeitsmarkt zu wagen, sollen jeweils konkrete Beispiele aufgezeigt werden, wo und wie dies bereits gelungen ist.

Wissenschaftliche Mitarbeit für Projekt zur UN-BRK im Saarland gesucht

Logo Deutsches Institut für Menschenrechte
Logo Deutsches Institut für Menschenrechte
Foto: Von Institut für Menschenrechte – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0

Berlin (kobinet) Das Deutsche Institut für Menschenrechte sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt / spätestens zum 01.01.2024 eine*n wissenschaftliche*n Mitarbeiter*in. Es handelt sich um eine Vollzeitstelle, Teilzeitstelle ist möglich. Die Stelle wird entsprechend Entgeltgruppe 13 TVöD (Bund) vergütet und ist bis zum 31.12.2024 befristet. Eine Verlängerung wird angestrebt. Dienstort ist Berlin, auf Wunsch auch Saarbrücken. Gesucht wird eine wissenschaftliche Mitarbeit im Projekt Saarland Monitoring-Stelle UN-Behindertenrechtskonvention, wie es in einer Stellenausschreibung des Deutschen Insituts für Menschenrechte heißt.

Gästebefragung zum barrierefreien Reisen

Symbol Fragezeichen

Berlin (kobinet) Student:innen der IU Internationale Hochschule führen in Kooperation mit dem Deutschen Seminar für Tourismus (DSFT) Berlin e.V., Träger von „Reisen für Alle“, eine Gästebefragung zum Thema Barrierefreies Reisen durch. In dieser soll herausgefunden werden, welche Aspekte Gästen mit Behinderung bei der Reisebuchung besonders wichtig sind aber auch inwieweit „Reisen für Alle“ bei der Reiseentscheidung unterstützen kann.

Erwerbsminderungsrentner*innen in Berlin und Brandenburg hart getroffen

Geldscheine
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Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) „Erwerbsminderungsrentner*innen in Berlin und Brandenburg sind besonders hart von der Abweisung unserer Beschwerde wegen Benachteiligung bei den Zulagen durch das Bundesverfassungsgericht getroffen“, stellt die SoVD-Landesvorsitzende Ursula Engelen-Kefer mit Enttäuschung fest. Dies trifft etwa 260.000 Menschen je zur Hälfte in Berlin und Brandenburg. Mit einem Anteil zwischen 14 und 16 Prozent an den gesamten Regelaltersrenten liegen die Renten wegen Erwerbsminderung in Berlin und Brandenburg mehr als doppelt so hoch wie im Bundesdurchschnitt.

Arbeitslosenzahl Schwerbehinderter steigt weiter an

Verschiedene Zahlen bunt gemischt
Verschiedene Zahlen bunt gemischt
Foto: Susanne Göbel

Nürnberg (kobinet) Die Zahl der arbeitslos gemeldeten schwerbehinderten Menschen im Juli 2023 beträgt nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg 165.518. Nach einem leichten Rückgang in den letzten Monaten steigt die Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen in Deutschland damit wieder an. Im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit im Juli 2019 als noch 154.550 schwerbehinderte Arbeitslose gemeldet wurden, liegen die derzeitigen Zahlen mit über 11.000 wesentlich höher als damals.

Sozialverband lehnt höheres Renteneintrittsalter ab

Arbeit Arbeit 227/365 von Skley

STUTTGART (kobinet) Der Sozialverband VdK Baden-Württemberg lehnt eine weitere Erhöhung des Renteneintrittsalters strikt ab. Eine solche Maßnahme verschärft nach Einschätzung des Verbandes nur die Altersarmut, da viele Arbeitnehmer überhaupt nicht bis zur derzeitigen gesetzlichen Altersgrenze arbeiten können. Man denke nur an die Pflegekräfte und an alle anderen körperlich und psychisch stark belastende Berufe. In diesem Zusammenhang getätigte Aussagen des baden-württembergischen Finanzministers Bayaz gehen, so der VdK, an der Lebenswirklichkeit der Menschen vorbei.

Mehr sozialer und gemeinnütziger Wohnungsbau notwendig

Bild zeigt eine Wohnnungsbaustelle mit Gerüsten und einem Bagger
Mehr Wohnungsbau ist dringend notwendig
Foto: Pixabay/SatyaPrem

BERLIN (kobinet) Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lebten Ende Januar diesen Jahres 372.000 Menschen in Notunterkünften. Die tatsächliche Zahl obdach- und wohnungsloser Personen ist noch deutlich höher. Der Paritätische Gesamtverband der Paritätische Gesamtverband blick mit großer Sorge auf diese Zahlen und mahnt stärkere Anstrengungen im Wohnungsbau an.

Die musikalische Schule des Lebens mit Behinderung

Franz-Josef Hanke
Franz-Josef Hanke
Foto: Franz-Josef Hanke

Soest / Marburg (kobinet) „‚Ich bin 577 Jahre alt.‘ Diese Altersangabe konnte Matthias Hoffmann durchaus plausibel begründen. Geboren wurde er am 13. Oktober 1939 in Rheinbach bei Bonn als Matthias Esser. Gestorben ist Matthias Hoffmann am 26. Juli 2023 in Soest. ‚Die Hälfte des tausendjährigen Reiches habe ich miterlebt‘, erklärte er. ‚Das sind 500 Jahre. Hinzu kommen dann noch die Jahre der Nachkriegszeit.‘ So begründete Hoffmann das unglaubliche Alter, das möglicherweise auch seine schwierige Kindheit in Kriegs- und Hungerjahren andeuten sollte.“ Dies schreibt der Journalist Franz-Josef Hanke in einem Nachruf auf seinen vor kurzem verstorbenen sehbehinderten Onkel Matthias Hoffmann aus Soest.

Sexualisierte Gewalt in Einrichtungen endlich ernst nehmen

Gertrud Servos und Claudia Seipelt-Holtmann vom Netzwerk NRW
Gertrud Servos und Claudia Seipelt-Holtmann vom Netzwerk NRW
Foto: Netzwerk NRW

Münster (kobinet) In Ennepetal wurde Ende Juli ein Demenzpfleger wegen des Verdachts auf schwere sexualisierte Gewalt gegen mindestens neun Frauen mit Demenz festgenommen. Vor diesem Hintergrund fordert das Netzwerk Frauen und Mädchen mit Behinderung / chronischer Erkrankung NRW (Netzwerk NRW) von der nordrhein-westfälischen Landesregierung weitere Maßnahmen, um die Schutzlücke für Frauen mit Behinderungen zu schießen.

Infos zur Staatenprüfung im Behindertenrats-Newsletter

Logo des DBR
Logo des DBR
Foto: DBR

Kassel (kobinet) „Es ist Sommerferienzeit und der politische Alltag wird jetzt etwas ruhiger. Im Juli war von einer Sommerpause jedoch noch nicht viel zu spüren. Denn beim DBR laufen gerade die Vorbereitungen für die zweite und dritte Staatenprüfung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) auf Hochtouren. Die Prüfung Deutschlands findet am 29./30. August bei den Vereinten Nationen in Genf statt. Der Parallelbericht der Zivilgesellschaft, der dieses Mal vom DBR koordiniert und von 37 Organisationen unterstützt wurde, ist am 21. Juli bei den Vereinten Nationen eingereicht worden. Die Veröffentlichung des Berichts ist für Mitte August geplant. Derzeit wird der Parallelbericht in verschiedene Formate für die Barrierefreiheit umgesetzt.“ Das schreibt der Deutsche Behindertenrat (DBR) in der Einführung seines neuesten Newsletters über die Aktivitäten im Juli 2023.

Hybride Fachveranstaltung: Barrierefrei mobil mit Bus und Bahn

Portraitfoto Stephanie Aeffner, eine junge Frau mit langen blonden Haaren
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Foto: Stephanie Aeffner

Berlin (kobinet) Die Berichterstatterin für Sozialpolitik und Barrierefreiheit der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen und einige ihrer Fraktionskolleg*innen laden für den 8. September 2023 zu einer Fachveranstaltung zum Thema „Barrierefrei mobil mit Bus und Bahn ein. Die kostenfreie Veranstaltung findet von 14:30 – 17:30 Uhr hybrid, also vor Ort im Paul-Löbe-Haus des Deutschen Bundestags und online via Zoom, statt. Da die Regierungskoalition aus SPD, Grünen und FDP sich einiges in Sachen Barrierefreiheit vorgenommen hat, könnte diese Veranstaltung ein wichtiger Aufschlag sein, endlich die Verbesserung der Barrierefreiheit bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel konsequent voranzutreiben.

Breite Kritik vor der Staatenprüfung Österreichs

UN-Behindertenrechtskonvention
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Foto: BIZEPS Wien

Wien (kobinet) BIZEPS, das Zentrum für Selbstbestimmtes Leben in Wien sieht wesentliche Defizite in der Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen im Land Wien. Cornelia Scheuer, Vorstandsmitglied von BIZEPS, äußerte im Vorfeld der Staatenprüfung Österreichs am 22./23. August 2023 tiefe Bedenken: „Es ist einfach nicht hinnehmbar, dass Wien, im Vergleich zu anderen Bundesländern, beispielsweise blinden Menschen oder Menschen mit Lernschwierigkeiten systematisch Persönliche Assistenz verwehrt. Dies widerspricht den Grundsätzen der UN-Konvention und untergräbt den Geist der Inklusion“, heißt es in einem Bericht des österreichischen Nachrichtendienstes BIZEPS.

Petition zu Freiwilligendiensten erfolgreich

Drei Hände in verschiedenen Hautfarben vor der deutschen Fahne
Helfen kann jeder – wenn die Bedingungen dafür stimmen
Foto: Pixabay/Ralphs_Fotos

HÜRTH (kobinet) Über 100.000 Menschen unterstützen die Forderung nach einer Stärkung der Freiwilligendienste. Damit hat die Petition der Lebenshilfe Nordrhein-Westfalen deutlich das Quorum von 50.000 Unterschriften überschritten und es steht fest, dass es im Herbst eine öffentliche Anhörung im Petitionsausschuss des Bundestages geben wird.

SoVD in Niedersachsen bietet jetzt Service per App

Zeichnung eines Mobiltelefons und zweier Hände, die das Gerät bedienen
Service komfortabel per App
Foto: Pixabay/ijmaki

HANNOVER (kobinet) Als erster Sozialverband startet der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen eine App, welche den Mitgliedern und Interessierten noch mehr Service bietet und zahlreiche Vorteile sichert. Nutzerinnen und Nutzer können ihre Anliegen so direkt über „Mein SoVD“ regeln und sparen damit Zeit, Papier und Porto. Die App kann sowohl im Google-Play-Store als auch im App-Store von Apple heruntergeladen werden.

Plätze für Rollstuhlfahrer*innen im Olympiastadion der Landeshauptstadt München

Olympiastadion München von Jaimegfoto

München (kobinet) Am 26.6.2023 hat der Autor einen offenen Brief an den Oberbürgermeister der Landeshauptstadt München Dieter Reiter veröffentlicht (https://kobinet-nachrichten.org/2023/06/26/offener-brief-an-den-ob-der-landeshauptstadt-muenchen-dieter-reiter/). Hierbei ging es um das Konzert von Depeche Mode im Olympiastadion München am 20. Juni 2023. Von den Rollstuhlplätzen aus wird die Sicht auf die Konzertbühne durch stehendes Publikum nahezu unmöglich. Und das, obwohl auch für Menschen mit Behinderung nahezu der volle Preis abverlangt wird.

Nun hat der Oberbürgermeister geantwortet und die kobinet Nachrichten veröffentlichen diese E-Mail.

Stimmen behinderter Menschen müssen bei Staatenprüfung gehört werden

Martin Ladstätter bei der Pressekonferenz
Martin Ladstätter bei der Pressekonferenz
Foto: Österreichischer Behindertenrat

Wien (kobinet) Der Österreichische Behindertenrat (ÖBR) hat im Rahmen einer Pressekonferenz im Vorfeld der Staatenprüfung Österreichs zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) auf die bedeutende Rolle der Zivilgesellschaft hingewiesen. Die Zivilgesellschaft soll ein realistisches Bild der österreichischen Lage präsentieren, da Menschen mit Behinderungen am besten wissen, wo sie auf Probleme stoßen, heißt es in einem Bericht des österreichischen Nachrichtendienstes BIZEPS zur Pressekonferenz am 1. August. Am 22. und 23. August 2023 muss sich Österreich bei der Staatenprüfung in Genf den Fragen des UN-Ausschusses für dei Rechte von Menschen mit Behinderungen stellen.

Grenzen sind relativ Festival in Hamburg

Mischa Gohlke mit Gitarre im Rampenlicht
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Foto: Mischa Gohlke

Hamburg (kobinet) Der Hamburger Verein “Grenzen sind relativ” (www.grenzensindrelativ.de) veranstaltet am Samstag, 19. August 2023 von 14:00 bis 23:00 Uhr auf dem Spielbudenplatz (Reeperbahn Hamburg) das “Grenzen sind relativ Festival” mit Bühnenprogramm, Network-Area und interaktiven Erlebniswelten. Darauf hat der Gittarist und die treibende Kraft des Vereins, Mischa Gohlke, die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht.

Ausschreibung der Uni Kassel für Stipendien

Symbol Ausrufezeichen

Kassel (kobinet) Aus Mitteln der Hans-Böckler-Stiftung werden zum frühesten Beginn im Mai 2024 voraussichtlich sieben Promotionsstipendien für das Promotionskolleg „Just and sustainable transformation (JUST). Gerechte und nachhaltige Transformation“ an der Universität Kassel vergeben, um zentrale Fragen, die sich aus den gesellschaftlichen Herausforderungen zur sozial-ökologischen Transformation ergeben, zu behandeln. Sozial-ökologische Nachhaltigkeit durch transformative Bildung, Barrierefreiheit in der Freiraum-, Stadt- und Landschaftsplanung, Diversität und Inklusion für nachhaltige Unternehmen und Lieferketten sind nur einiger der Themenkomplexe, auf die man sich bewerben kann.

Dokumentation zum Blindenfußball

Logo der hessenschau
Logo der hessenschau
Foto: hr

Marburg (kobinet) „Ali Can Pektas gehört zu den besten Blindenfußballern Deutschlands. Der Marburger steht kurz vor dem Gewinn der nächsten Meisterschaft. Sein Ziel danach: die Paralympischen Spiele in Paris“, so heißt es in der Einführung einer Reportage der hessenschau, auf die Sabine Lohner die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht hat.

Rehabilitation und selbstbestimmte Teilhabe von Menschen mit psychischen Erkrankungen

Symbol Information

Berlin (kobinet) Die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) lädt am 12. und 13. September 2023 nach Berlin ein zum DVfR-KONGRESS 2023 Rehabilitation und selbstbestimmte Teilhabe von Menschen mit psychischen Erkrankungen – Personenzentrierung und Recovery-Orientierung. „Im Kongresstitel wird die Herausforderung deutlich, vor der unser Gesundheits- und Rehabilitationssystem sowie unsere Gesellschaft steht. Der Kongress thematisiert die Angebote für Reha und Teilhabe sowie Versorgungsstrukturen für Menschen mit psychischen Erkrankungen aus politischer, (sozial-)rechtlicher und fachlicher Perspektive ebenso Versorgungslücken und zukunftsweisende Ansätze“, heißt es in der Ankündigung.

Barrierefreie Mobilität in Berlin noch in weiter Ferne

Foto des Roten Rathauses mit seinem Turm aus rotem Backstein und der Berliner Flagge auf der Spitze
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Foto: Irina Tischer

BERLIN (kobinet) Wie der zweite Mobilitätsbericht Berlin der Monitoring-Stelle UN-Behindertenrechtskonvention zeigt, so bestehen in Berlin trotz eines allgemein positiven Trends weiter große Umsetzungsprobleme beim Recht auf persönliche Mobilität. Sie werden sich ohne eine zusammenhängende Gesamtplanung kaum lösen lassen. In einem partizipativen Verfahren hat die Monitoring-Stelle Daten zur Mobilität von Menschen mit Behinderungen in Berlin zusammengetragen. Der Bericht legt einen besonderen Fokus auf die Implikationen von Mobilitätswende und Neuer Mobilität für Menschen mit Behinderungen.

Österreichische UN-Staatenprüfung zur Behindertenrechtskonvention wird eklatante Mängel aufzeigen

Fahne von Österreich
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Foto: public domain

Wien (kobinet) Die Überwachungsorgane und die zivilgesellschaftliche Delegation haben heute in Wien zur anstehenden Staatenprüfung Österreichs zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention informiert. Österreich hat sich mit der Ratifizierung im Jahr 2008 zur Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UN-BRK) verpflichtet. Der Unabhängige Monitoringausschuss überwacht laufend die Einhaltung der UN-BRK in Österreich. Auch international wird die Umsetzung überprüft – und zwar durch den Fachausschuss der Vereinten Nationen mit Sitz in Genf vom 21. bis 23. August 2023. Laut dem Monitoringausschuss wird die UN-Staatenprüfung zur Umsetzung der Behindertenrechtskonvention eklatante Mängel aufzeigen, wie deren Vertreter heute in Wien mitteilten.

Mehr Menschen mit Behinderung durch Erdbeben und Gewalt

Logo handicap international
Logo handicap international
Foto: handicap international

BERLIN (kobinet) Die Anzahl an Menschen mit Behinderung im Nordwesten Syriens in den Reha-Zentren, die Therapien oder Prothesen benötigen, ist nach oben geschnellt. Viele Menschen sind zudem zutiefst traumatisiert. Millionen Syrer und Syrerinnen wurden verletzt, vertrieben, sind verarmt, leben in Flüchtlingslagern oder sind obdachlos. Das Leid durch die Folgen des Erdbebens, der Gewalt und der Bombardierungen ist unermesslich.

IGEL-Monatsrückblick auf die Behindertenpolitik im Juli 2023

Logo: IGEL-Monatsrückblick
Logo: IGEL-Monatsrückblick
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Kniebis (kobinet) „Warum Genf und Gleichbehandlung nicht nur mit dem selben Buchstaben beginnen“, so titelt der Macher des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) Sascha Lang den Monatsrückblick zur Behindertenpolitik auf den Juli 2023. Zusammen mit kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul blickt Sascha Lang auf die Ereignisse und Berichterstattung der kobinet-nachrichten im Juni 2023 in Sachen Behindertenpolitik zurück und beleuchtet dabei eine Reihe aktueller Themen. Die beiden blicken aber auch voraus, auf die Staatenprüfungen von Deutschland und Österreich zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention im August.

Selbsthilfe-Schreibwettbewerb in Rheinland-Pfalz noch bis Ende September

Hand mit einem Stift, die etwas aufschreibt
Gedanken aufschreiben bringt mehr Klarheit
Foto: Pixabay/GDJ

BOUS (kobinet) Noch bis Ende September sind in einen Schreibwettbewerb der rheinland-pfälzischen Selbsthilfeorganisation für seelische Gesundheit SeelenWorte zum Thema „Meine Ernährung und meine seelische Gesundheit“ persönliche Erfahrungen zu diesem Thema gefragt. Psychisches Wohlbefinden und gesundes Essen und Trinken hängen eng miteinander zusammen. Nicht selten treten Probleme auf, wenn Psychopharmaka genommen werden, eine Wechselwirkung bei Kaffee- und Alkoholkonsum besteht oder widersinnige Wirkungen wie Appetitlosigkeit oder Esssucht um Beispiel durch Neuroleptika ausgelöst werden

Bleibt uns analoges Leben als eine gesellschaftliche Zugangsoption erhalten und für wie lange noch?

Hans-Willi Weis in nachdenklicher Pose, weiß gekleidet mit weißer Baskenmütze
Hans-Willi Weis
Foto: Hans-Willi Weis

Staufen (kobinet) Franz-Josef Hanke hat in einer Kolumne im Online-Magazin Die Neue Norm über seine behinderungsbedingten Nutzerschwierigkeiten mit einem digitalen Endverbrauchergerät berichtet. Sein Text, der anschaulich schildert, wie er sich plagt, hat mich angerührt. Ich spürte den Impuls, ihm ein paar unterstützende Zeilen zu schreiben, weil ich mir das oft auch selber wünsche, einmal Verständnis und Zuspruch von anderen zu erfahren. Leider bin ich an der Kommentarfunktion gescheitert, die Maschine hat nach zweimaligen Versuch auf das Textlein nicht reagiert. Deshalb erscheint es hier in der Ferienkolumne am Rand des Sommerlochs.

August im Zeichen der Staatenprüfung zur Behindertenrechtskonvention

UN-Behindertenrechtskonvention
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Foto: BIZEPS Wien

Berlin/Wien (kobinet) Der August steht behindertenpolitisch sowohl in Österreich als auch in Deutschland ganz im Zeichen der Staatenprüfung der beiden Länder in Sachen Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Ein wichtiger Auftakt ist heute am 1. August eine Pressekonferenz der Akteur*innen der österreichischen Zivilgesellschaft in Wien, bei der diese ihre Sichtweise darstellen. In Deutschland werden die Positionen der Zivilgesellschaft zur bisherigen Umsetzung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen am 15. August veröffentlicht. Österreich wird am 22./23. August und Deutschland wird am 29./30. August vom Ausschuss der Vereinten Nationen für die Rechte behinderter Menschen in Sachen Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention im Rahmen des Staatenberichtsverfahrens in Genf auf Herz und Nieren geprüft.

Antidiskriminierungsreform lässt weiter auf sich warten

Sharepic: AGG Reform Jetzt
Sharepic: AGG Reform Jetzt
Foto: Bündnis AGG Reform Jetzt

Berlin (kobinet) Während das Bündnis AGG Reform Jetzt derzeit davon ausgeht, dass Ende August bzw. Anfang September 2023 Eckpunkte für die von der rot-grün-gelben Regierungskoalition versprochene Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) vom Bundesjustizministerium veröffentlicht werden, dürfte es wohl länger dauern, bis das Gesetzgebungsverfahren für die Reform richtig eingeläutet wird. In einem Brief an die LIGA Selbstvertretung, die sich wegen der AGG-Reform an Bundesjustizminister Buschmann gewandt hatte, machte die Staatssekretärin im Bundesministerium der Justiz, Dr. Angelika Schlunck, deutlich, dass das Gesetzesvorhaben in diesem Jahr zunächst ministeriumsintern bearbeitet werde. Den Hinweis darauf, dass im Anschluss daran genügend Zeit für eine intensive Erörtertung der Vorschläge verbleibe, will der Sprecher der LIGA Selbstvertretung, Ottmar Miles-Paul, nicht unwidersprochen stehen lassen.

Aktuelle Zahlen zeigen: Weniger Sozialwohnungen in Niedersachsen

Geldscheine
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Foto: Irina Tischer

Hannover (kobinet) Wohnen wird für Menschen mit geringem Einkommen immer unbezahlbarer. Doch anstatt den Bau von Sozialwohnungen in Niedersachsen voranzutreiben, ist die Zahl im vergangenen Jahr sogar gesunken. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Bundestagsfraktion der Linken hervor. Angesichts dieser Ergebnisse fordert der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen die Landesregierung auf, ihre Anstrengungen beim sozialen Wohnungsbau zu verstärken, damit die Mieten nicht zu einem Armutsrisiko werden.

Broschüre des Paritätischen zum Bürgergeld

Symbol Information

Berlin (kobinet) Der Paritätische Gesamtverband hat eine Broschüre veröffentlicht, die umfassend über das Bürgergeld informiert, der Nachfolgeregelung von Hartz IV. Der neue Begriff Bürgergeld für das bisherige Arbeitslosengeld 2 (Hartz IV) soll ein verändertes Verständnis der Leistung kennzeichnen und dazu beitragen, die Beziehungen zwischen den Leistungsberechtigten und den Behörden verbessern, schreibt Henry Spradau in einem Bericht für die kobinet-nachrichten zur neuen Broschüre zum Bürgergeld.

Schweiz: Neues Eisenbahngesetz gefährdet Barrierefreiheit von Zügen

Flagge Schweiz
Flagge Schweiz
Foto: public domain

Wien / Bern (kobinet) „Eine geplante Änderung des Schweizer Eisenbahngesetzes gemäß EU-Regelungen bringt massive Verschlechterungen für Menschen mit Behinderungen im Bahnverkehr. Der Behindertendachverband schlägt Alarm.“ Über diese Entwicklung berichtet Katharina Müllebner vom österreichischen Online-Nachrichtendienst BIZEPS. Sie bezieht sich dabei u.a. auf einen Online-Artikel der Zeitung „Der Bund“ vom 13. Juni 2023, wonach der Schweizer Ständerat über eine Änderung des Eisenbahngesetzes berät. Die geplante Änderung würde demnach das Recht von Menschen mit Behinderungen auf barrierefreies Reisen akut gefährden.

Festival Gemeinsam für Alle in Rostock

Plakat zum Festival Gemeinsam für Alle in Rostock
Plakat zum Festival Gemeinsam für Alle in Rostock
Foto: all inKlusiv Rostock

Rostock (kobinet) Wenn die Sommerferien fast vorbei sind, startet die zweite Auflage des interdisziplinären Inklusionsfestivals in Rostock. Unter dem Motto „Gemeinsam für Alle“ wird dort vom 24. bis 26. August 2023 das Miteinander von Menschen ohne und mit Behinderungen begangen. „Rund 12 Prozent der Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen haben eine körperliche oder kognitive Behinderung, sind hör- oder sehbehindert oder psychisch beeinträchtigt. Der Kontakt zur Mehrheitsgesellschaft findet jedoch im Alltag kaum statt: Das wollen wir mit unserem – von Zehnkampf-Olympiasieger Christian Schenk initiierten – Festival ändern, indem wir inklusive Veranstaltungen anbieten, die ein weites Interessenspektrum innerhalb der Bereiche Kultur, Gesundheit, Familie, Wissen und Sport abdecken“, heißt es vonseiten des Vereins all inKlusiv Rostock.

Pride Parade sucht Vorschläge für Glitzerkrücke

Banner der Pride Parade in Berlin
Banner der Pride Parade in Berlin
Foto: Pride Parade Berlin

Berlin (kobinet) „Und endlich kann sie wieder verliehen werden: Die GLITZERKRÜCKE!!! Nachdem die Glitzerkrücke nun über ein Jahr nicht verliehen werden konnte, soll sie dieses Jahr wieder – mit eurer Unterstützung – gekürt werden! So steht sie nun hier bei uns in der Paradenzentrale: Die wunderschöne, mit Glanz und Glitzer versehene Krücke. Diese begehrte Trophäe können nicht alle haben. Sie ist vorgesehen für Vereine / Unternehmen / Institutionen / Gesetze, die sich auf besonders negative Weise darin hervorgetan haben, Behinderte und Verrückte weiter auszugrenzen oder zu benachteiligen. Um diese zu finden, brauchen wir wieder eure Hilfe: schreibt uns bitte eure Vorschläge, wer die glitzernde Krücke dieses Jahr bekommen soll.“ Mit diesen Worten kündigen die Organisator*innen der diesjährigen Pride Parade, die am 9. September 2023 wieder unter dem Motto „Behindert und verrückt feiern“ in Berlin stattfindet, die Ausschreibung für Vorschläge für die Glitzerkrücke an.

Wirkung von Beschäftigungspflicht behinderter Menschen untersucht

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Greifswald (kobinet) Das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) hat die Wirksamkeit der Beschäftigungspflicht und der Ausgleichsabgabe für die berufliche Förderung der Beschäftigung von Menschen mit Behinderung untersucht. Die Abgabe haben Unternehmen ab 20 Beschäftigten zu zahlen, wenn sie ihrer gesetzlichen Verpflichtung nicht nachkommen, eine Mindestanzahl von Menschen mit Schwerbehinderung zu beschäftigten. Einem Bericht von Henry Spradau zufolge hat das IAB nun u.a. festgestellt, dass die Abgabe die Beschäftigung grundsätzlich zu fördern geeignet ist.

Bei Freiburger Projekt sind auf der Bühne alle gleich

Titelbild des Kurzfilms über die Schattenspringer
Titelbild des Kurzfilms über die Schattenspringer
Foto: Aktion Mensch

Freiburg (kobinet) „Die Schauspieler*innen bei den Schattenspringern proben gemeinsam – egal ob mit oder ohne Behinderung. So können sich alle weiterentwickeln, ihre Persönlichkeit stärken und ihr Ausdrucksvermögen verbessern. Bald wird es sogar eine Weiterbildung ‚Inklusives Schauspiel‘ zu Improvisation, Tanz und Choreografie geben“, heißt es im aktuellen Newsletter der Aktion Mensch zu einem Bericht mit einem Kurzfilm über das Projekt in Freiburg.

Sechster Randgruppenkrawall im August in München

Plakat mit angedeutetetn  Luftbalonen mit den Forderungen sowie unten die Namen  der Redner  der Veranstaltung
Plakat der Randgruppenkrawalle am 12. August 2023
Foto: Behindertenverband Bayern

MÜNCHEN (kobinet) Immer wieder werden Menschen mit Behinderungen und deren Anliegen nicht ernst genommen, von der Politik vertröstet und auf die lange Bank verschoben, wo man sie dann getrost vergisst. Im Wahlkampf kommt das Thema Inklusion schon gar nicht mehr vor, deshalb will der Behindertenverband Bayern mit der Behindertenprotest-Demo Randgruppenkrawall am 12. August 2023 auf dem Marienplatz in München laut und sichtbar werden.

Bei medizinischen Gutachten ist Begleitperson erlaubt

Paragraphenzeichen unter einer Lupe vor rosafarbenem Hitnergrund
In Sachen Recht nachgefragt
Foto: H. Smikac

KASSEL (kobinet) Betroffene waren bisher bei medizinischen Begutachtungen auf sich allein gestellt. Ob dabei eine Vertrauensperson des Betroffenen anwesend sein durfte, darüber konnte der Gutachter entscheiden. Das Bundessozialgericht in Kassel hat ein bahnbrechendes Urteil und längst überfälliges klares Urteil – Angehörige des zu Begutachtenden dürfen beim medizinischen Gutachten mit dabei sein. Das wurde nach sechs Jahren Kampf auf dem Weg durch die Gerichte entschieden.

Momentaufnahme 311

Umriss eines Anglers am See
Angler
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Wenn du besonders ärgerlich und wütend bist, erinnere dich, dass das Leben nur einen Augenblick währt. (Marc Aurel)

Raul Krauthausen über die Floskel Barrieren in den Köpfen senken

Porträt von Raul Krauthausen
Raul Krauthausen
Foto: Raul Krauthausen

Berlin (kobinet) Mit der Nutzung von Floskeln und ihre negativen Implikationen für die Inklusionsbewegung setzt sich Raul Krauthausen immer wieder auseinander. Nun hat er sich die Floskel Barrieren in den Köpfen senken vorgenommen und dazu einen Beitrag verfasst.

Yoga und Meditation gegen behinderungsbedingte Belastungen

Cover des IGEL-Podcast mit Mechthild Kreuser
Cover des IGEL-Podcast mit Mechthild Kreuser
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg (kobinet) „Behinderungsspezifische Belastungen mit Yoga und Meditation verringern“, so lautet der Titel der aktuellen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). Der Macher des IGEL-Podcast, Sascha Lang, sprach dieses Mal mit Mechthild Kreuser, die sich intensiv mit inklusiver Achtsamkeit beschäftigt hat.