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Carola Szymanowicz wirbt bei Bahntour für Gebärdensprache

Carola Szymanowicz mit T-Shirt der Reisegruppe Niemand
Carola Szymanowicz mit T-Shirt der Reisegruppe Niemand
Foto: UNgehindert

Falkensee (kobinet) Carola Szymanowicz aus Falkensee ist von Geburt an gehörlos und eine derjenigen, die am 12. November mit der „Reisegruppe Niemand“ eine 3tägige Tour mit dem Regionalverkehr durch alle 16 Landeshauptstädte unternimmt. 25 Jahre nach Inkrafttreten des Benachteiligungsverbotes für behinderte Menschen im Grundgesetz will die Aktivistin für die Rechte behinderter Menschen mit ihren Mitstreiter*innen vom Verein UNgehindert ein Zeichen für die konsequente Umsetzung des Benachteiligungsverbots für behinderte Menschen im Grundgesetz setzen, das am 15. November 1994 in Kraft trat. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul, der die Tour begleitet, sprach mit Carola Szymanowicz u.a. darüber, warum sie bei der Tour mitmacht und welche Ziele sie dabei verfolgt.

Grüne fordern umfassende Pflegereform

Logo Bündnis 90 Die Grünen Bundestagsfraktion
Logo Bündnis 90 Die Grünen Bundestagsfraktion
Foto: Bündnis 90 Die Grünen Bundestagsfraktion

BERLIN (kobinet) Nach Meldungen des Informationsblattes „heute im Bundestag“ fordert die Grünen-Fraktion eine umfassende Reform der Pflegeversicherung mit einer Begrenzung der Kosten. In einem Antrag schlagen die Abgeordneten dazu eine „doppelte Pflegegarantie“ vor.

Reha-Fachkraft für Menschen mit Sehbehinderung oder Blindheit werden

Logo blista Bundesweites Kompetenzzentrum für Menschen mit Blindheit und Sehbehinderung
Logo blista
Foto: blista

MARBURG (kobinet) Anfang Februar 2020 startet der neue Weiterbildungsdurchgang an der staatlich anerkannten Fachschule für Fachkräfte der Blinden- und Sehbehindertenrehabilitation der blista.Das Weiterbildungsangebot ist jetzt einjährig und bietet die Möglichkeit, zwischen den Aufgabenfeldern „Orientierung & Mobilität“ (O&M) oder „Lebenspraktische Fähigkeiten“ (LPF) zu wählen. Wer das Lehrpraktikum am Heimatort absolvierent, kann zudem die Präsenzzeit in Marburg um vier Monate verkürzen.

ConSozial 2019 erfolgreich abgeschlossen

Logo der ConSozial 2019
Logo der ConSozial 2019
Foto: ConSozial

NÜRNBERG (kobinet) Insgesamt haben 6.600 Menschen die ConSozial in der NürnbergMesse besucht, rund 250 Aussteller haben innovative Projekte und Produkte vorgestellt. Alle Arbeitsfelder der Sozialen Arbeit von Jugendhilfe über Pflege und Altenhilfe, Wohnraum, Organisationsentwicklung und Themen der Kindertagesbetreuung waren vertreten. Auch Handwerksunternehmen, die barrierefreie Lösungen anbieten und mobile Kochsysteme fanden Beachtung und wurden heuer erstmals in den thematisch angelegten Messerundgängen aufgegriffen. Zum fünften Mal bot das Management-Symposium den Topleuten der Sozialwirtschaft wichtige Anregungen für die tägliche Arbeit.

Politik fehlt der Mut zu echter MDK Reform

Logo des VDAB
Logo des VDAB
Foto: VDAB

BERLIN (kobinet) Im Bundestag wurde das Gesetz für bessere und unabhängige Prüfungen (MDK-Reformgesetz) verabschiedet. Der Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe (VDAB) kritisiert, dass der Gesetzgeber einseitig auf den Wechsel der Rechtsform setzt, anstatt den Medizinischen Dienst als freien zugelassenen Prüfdienst am Markt zu platzieren.

An Originalschauplätzen erinnert

Foto  zeigt flatternde Bänder mit Botschaften
Kunstinstallation vor dem Brandenburger Tor
Foto: sch

Berlin (kobinet) Mit Gästen aus aller Welt feiern die Berliner morgen den Tag vor 30 Jahren, der als Mauerfall in die Geschichte einging. In der Nacht vom 9. zum 10. November 1989 hatte ein Massenansturm auf die Grenzübergänge an der Bornholmer Straße, der Sonnenallee, der Invalidenstraße, am Checkpoint Charlie und am Brandenburger Tor die Mauer geöffnet.

Selbsthilfe Sachsen formuliert Erwartungen an zukünftige Landesregierung

Wappen Bundesland Sachsen
Wappen Bundesland Sachsen
Foto: Gemeinfrei, public domain

DRESDEN (kobinet) Die Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe Sachsen vertritt als Träger des Projektes „Inklusionsnetzwerk Sachsen“ hauptsächlich ehrenamtlich Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung im Freistaat Sachsen. Im Zuge der laufenden Koalitionsverhandlungen in Sachsen erwartet sie von CDU, SPD und den GRÜNEN, dass diese ihre Arbeit inklusiv, sozial und solidarisch ausrichten.

Wo Nachtschwärmer Frühaufsteher treffen können

Anzeigentafel Berlin Hbf 4:27 Uhr S7 nach Potsdam
Anzeigentafel Berlin Hbf 4:27 Uhr S7 nach Potsdam
Foto: UNgehindert

Berlin (kobinet) Die ideale Zeit und der ideale Ort, wo sich früh morgens am 12. November Nachtschwärmer und Frühaufsteher treffen können, ist der Berliner Hauptbahnhof. Um 4:27 Uhr startet dort am Gleis 16 nämlich die Reisegruppe Niemand anlässlich des 25jährigen Inkrafttretens des Benachteiligungsverbots für behinderte Menschen mit der S-Bahn Richtung Potsdam zu ihrer dreitägigen Tour mit dem Regionalverkehr durch alle 16 Landeshauptstädte. Die Reisegruppe würde sich dabei über Kaffee und etwas Reiseproviant sowie über nette Leute freuen, die sie verabschieden.

Angehörigen-Entlastungsgesetz vom Bundestag beschlossen

Blick in das Plenum des Deutschen Bundestages
Blick in das Plenum des Deutschen Bundestages
Foto: Deutscher Bundestag / Achim Melde

Berlin (kobinet) Zu später Stunde wurde gestern Abend vom Plenum des Deutschen Bundestages das Angehörigen-Entlastungsgesetz verabschiedet. Das Gesetz regelt neben der Entlastung von Eltern und Kindern pflegebedürftiger und behinderter Menschen u.a. auch die Förderung der ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB) über das Jahr 2022 hinaus und ein neugeschaffenes Budget für Ausbildung. Der Bundesrat muss dem Gesetz jedoch noch zustimmen.

Klimaschutz sozial gerecht

Foto zeigt klimapolitische performance von Studenten
Eis schmilzt, wenn zu wenig gegen den Klimawandel getan wird
Foto: kobinet/sch

Berlin (kobinet) Klimaschutz muss sozial gerecht werden, meint ein breites Bündnis, das Fridays for Future bei dem Klimastreik am 29. November unterstützen will. Sozial-, Umwelt- und Klimaverbände wollen im Vorfeld der Weltklimakonferenz COP25 in Madrid mit der Fridays-for-Future-Bewegung auf die Straße gehen.

Fortbildung zu Modellvorhaben zum Teilhabegesetz in Freiburg

Symbol Info
Symbol Info i
Foto: kobinet/ht

Freiburg (kobinet) Zur Begleitung der Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes werden derzeit eine Reihe von Modellprojekten durchgeführt. Um diese Modellvorhaben zum Bundesteilhabegesetz geht es in einer Fortbildungsveranstaltung des Universitätsklinikums Freiburg, die am 15. November von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr im Hörsaal des Instituts für Psychologie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Engelbergerstr. 41, in 79106 Freiburg stattfindet. Darauf hat die Inklusionsbotschafterin Esther Schmidt hingewiesen.

Berliner Manifest für menschenwürdige Psychiatrie

Thomas Künneke
Thomas Künneke
Foto: privat

Berlin (kobinet) Der Inklusionsbotschafter Thomas Künneke ist es leid, dass im Hinblick auf Menschen mit psychischen Erkrankungen und Beziehern von Erwerbsminderungsrenten neuerdings wieder in volkswirtschaftlichen Kategorien gedacht und von Nützlichkeit gesprochen wird. Diesem Gedankengut einer längst abgeschlossen geglaubten dunklen Vergangenheit müssen seiner Ansicht nach neue Ideen eines menschenwürdigen Umgangs mit Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen entgegengesetzt werden. Hierfür haben sich Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen, Angehörige und Fachmenschen aus dem Unterstützungssystem (Trialog) zusammengesetzt und das Berliner Manifest erstellt.

Immer wieder Probleme bei Bahnfahrten

Logo Deutsche Bahn
Logo Deutsche Bahn
Foto: public domain

Marburg (kobinet) Heute in einer Woche jährt sich das Inkrafttreten des in Artikel 3 Absatz 3 des Grundgesetzes verankerten Benachteiligungsverbots für behinderte Menschen zum 25. Mal. Dass es auch 25 Jahre nach der Aufnahme des Satzes „Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden“ ins Grundgesetz immer noch vielfältige Diskriminierungen gibt, zeigt das Beispiel von Anna Mühlhause aus Marburg, die einem gestrigen RTL-Bericht zufolge immer wieder massive Probleme mit dem Mobilitätsservice der Bahn hat.

Wittekindshofer Traumaprojekt gewinnt Schutzbengel Award

Olaf Forkel, Leiter der Aktion Schutzbengel, bei der Laudatio
Olaf Forkel bei der Laudatio
Foto: Diakon Georg Borngässer

NÜRNBERG (kobinet) Für den Schutzbengel Award 2019 sind Bewerbungen aus dem gesamten Bundesgebiet eingegangen. Gesucht waren innovative Projekte und Initiativen, welche junge Menschen begleiten, die durch alle Raster fallen. Mit einem deutlichen Punktevorsprung hat das Wittekindshofer Projekt ‚ABAKUS – meine Leben zählt‘ den Zuschlag für den mit 10.000 Euro dotierten Preis bekommen.

Vorschlag zum Angehörigenentlastungsgesetz greift zu kurz

Logo Bündnis 90 Die Grünen Bundestagsfraktion
Logo Bündnis 90 Die Grünen Bundestagsfraktion
Foto: Bündnis 90 Die Grünen Bundestagsfraktion

BERLIN (kobinet) Der Kabinettsbeschluss eines Vorschlages für ein Angehörigenentlastungsgesetz greift nach Einschätzung von Bündnis 90 / DIE GRÜNEN zu kurz. Diese Partei geht dabei davon aus, dass die Zahl der Menschen, die hiermit tatsächlich entlastet werden, vergleichsweise klein ist.

Barrierefreiheit weiter im politischen Gespräch

Logo des kobinet-Blog
Logo des kobinet-Blog „Barrierefreiheit“
Foto: kobinet

BERLIN (kobinet) Zwei aktuelle Meldungen zeigen, dass das Thema „Barrierefreiheit“ weiterhin im politischen Gespräch ist. Dabei handelt es sich um einen Vorschlag des Bundesrates, sich im Bahnverkehr auf zwei Regelbahnsteighöhen festzulegen sowie um eine Initiative der Partei DIE LINKE, die gleich neun verschiedene Anträge zum Thema Barrierefreiheit für Menschen mit Behinderungen gestellt hat.

Baustopp für Einheitswippe

Grafik zeigt Einheitswippe im Modell
Einheitswippe im Modell
Foto: Milla & Partner

Berlin (kobinet) Der Bau der „Einheitswippe“ in Berlin kann erst im Frühjahr 2020 starten. Die Senatsumweltverwaltung lehnte gestern eine Ausnahmegenehmigung für den sofortigen Start der Arbeiten für das Freiheits- und Einheitsdenkmal ab. Fledermäuse, die im Sockel des einstigen Kaiser-Wilhelm-Denkmals am Humboldt-Forum leben und bereits mit dem Winterschlaf begonnen haben, müssten geschützt werden.

Treffen zur Vernetzung zum Thema Autismus

EUTB Logo Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung
EUTB Logo mit Unterzeile
Foto: EUTB

Bad Dueben (kobinet) Birger Höhn hat in seiner Funktion als Inklusionsbotschafter und EUTB-Teilhabeberater vor kurzem am Regionalnetzwerktreffen des Inklusionsnetzwerkes Sachsen zum Thema „Autistisches Netzwerken“ im sächsischen Bad Dueben teilgenommen. Besonders gefallen hat Birger Höhn dabei die gute EUTB-übergreifende Zusammenarbeit.

Antwort auf Fragen zur Intensivpflege

Plenum des Deutschen Bundestages
Bundestag
Foto: public domain

Berlin (kobinet) Noch immer blicken viele beatmete Menschen mit Sorge auf das Bundesgesundheitsministerium, denn dieses will die intensivpflegere Versorgung zu Hause massiv einschränken. Die Grünen hatten nachgefragt, was die Bundesregierung genau plant. Aus der Antwort geht nach Informationen von Heute im Bundestag hervor, dass Qualitäts- und Versorgungsmängel in der außerklinischen Intensivpflege nach Angaben der Bundesregierung die bedarfsgerechte Versorgung der Patienten gefährden und der Solidargemeinschaft schaden. Daher werde derzeit eine Reform vorbereitet, heißt es in der Antwort (19/14487) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (19/13792) der Grünen-Fraktion.

Webinar für Behindertenrechtsverteidiger

Dr. Adolf Ratzka mit Atemmaske
Adolf Ratzka mit Atemmaske
Foto: privat

Stockholm (kobinet) Dr. Adolf Ratzka aus Stockholm hat entscheidend an der Entwicklung der Philosophie des Selbstbestimmten Lebens auf internationaler Ebene mitgewirkt und eine Vielzahl von Projekten gestartet. Ein neues Projekt, dass er gestartet hat, sind die „Disability Rights Defender“, die Adolf Ratzka in den kobinet-nachrichten vorstellt. Und so auch eine erste Aktivität des Projektes, ein Webinar, das allerdings nur in englischer Sprache durchgeführt werden kann.

KulturTandem in Krefeld erfolgreich gestartet

KulturTandem beim Rock am Ring
KulturTandem beim Rock am Ring
Foto: KSL Düsseldorf

DÜSSELDORF (kobinet) Panflötist Matthias Schlubeck und Harfenistin Isabel Moreton haben das inklusive Festival KulturTandem in Krefeld stimmungsvoll eröffnet. Bei der zweiten Veranstaltung rockten Clemens Gutjahr und Marcus Scheltinga mit der Band Rock am Ring den Südbahnhof. Auch die kommenden Veranstaltungen versprechen beste Unterhaltung.

Inklusion im Betrieb

Logo der Aktion Mensch
Logo der Aktion Mensch
Foto: Aktion Mensch

BERLIN (kobinet) Das Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung (KOFA) am Institut der deutschen Wirtschaft (IW) veröffentlicht gemeinsam mit der Aktion Mensch e. V. den Ratgeber „Inklusion im Betrieb“. Ziel des Kooperationsprojektes ist es, Vorbehalte bei Personalentscheidern abzubauen und Unternehmen im gesamten Beschäftigungsprozess von Menschen mit Behinderung zu unterstützen.

Weltrekordversuch: In 76 Stunden von Berlin nach Berlin mit Regionalverkehr

Reisegruppe Niemand vor historischer Lok in Leipzig
Reisegruppe für Bahntour
Foto: UNgehindert

Berlin (kobinet) Von Berlin nach Berlin in „nur“ 76 Stunden: Was nach einer Rekordverspätung der Deutschen Bahn klingt, ist für die „Reisegruppe Niemand“ ein wahres Weltrekordprojekt. Denn es geht um eine Zugreise quer durch die Bundesrepublik. 348 Zwischenhalte, 28 Bahnhöfe, 29 Umstiege, 16 Landeshauptstädte, 5 Reisende und ein ambitioniertes Ziel: Auf die Barrierefreiheit an Deutschen Bahnhöfen aufmerksam zu machen. Doch damit nicht genug, denn das Rekord-Institut für Deutschland (RID) sieht in diesem Vorhaben eine neue Topleistung. Sollte die „Reisegruppe Niemand“ Ihre inklusive Zugreise durch Deutschland vom 12. bis 15. November in 76 Stunden schaffen, wäre es die offiziell „schnellste Zugreise zu allen Landeshauptstädten“, teilte das Rekord-Institut für Deutschland (RID) in einer Presseinformation mit.

Konferenz: Gute Arbeit für Menschen mit Behinderungen

Sören Pellmann
Sören Pellmann
Foto: Sören Pellmann

Berlin (kobinet) Für die Konferenz unter dem Motto „Gute Arbeit für Menschen mit Behinderungen“ der Linksfraktion im Deutschen Bundestag am 29. November gibt es nun auch eine Einladung in Leichter Sprache. Darauf hat der Sprecher für Inklusion und Teilhabe der Linksfraktion, Sören Pellmann, hingewiesen. Noch bis zum 25. November ist eine Anmeldung für die in Berlin stattfindende Konferenz möglich.

Stimmen zum Hartz-IV-Urteil

Drei schräg hintereinander angeordnete Paragraphenzeichen
Paragraphenzeichen
Foto: public domain

BERLIN (kobinet) Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Einsatz von Sanktionen im Zusammenhang mit den Hartz-IV-Leistungen hat bei Parteien und Sozialverbänden eine breite Reaktion ausgelöst. Die Kobinet-Nachrichten geben hier eine Auswahl der als Presseinformation eingegangen Stimmen wieder

Rekordteilnahme beim Job-Speed-Dating für Menschen mit Behinderungen

Bewerber und Arbeitgeber sitzen sich bei den Gesprächen gegenüber
Bewerber und Arbeitgeber im Gespräch
Foto: ISL

BERLIN (kobinet) Das am vergangenen Freitag durch die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) veranstaltete Job-Speed-Dating für Menschen mit Behinderungen sprengte alle Rekorde. Dem vierten Speed-Dating, welches für behinderte Menschen die Chance auf ein Bewerbungsgespräch erhöhen soll, folgten 21 Bewerberinnen und Berwerber sowie neun Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber ins Kleisthaus, dem Dienstsitz des Bundesbehindertenbeauftragten. Damit nahmen so viele Teilnehmende wie noch nie bei den Bewerbungsgesprächen im Minutentakt der ISL teil.

Breite Forderung: Hartz-IV-Sanktionen aufheben

Geldscheine
Budget, Geldscheine
Foto: Irina Tischer

BERLIN (kobinet) In einer gemeinsamen Erklärung fordern die Arbeiterwohlfahrt, der Deutsche Gewerkschaftsbund, die Diakonie Deutschland und der Paritätische Wohlfahrtsverband gemeinsam mit weiteren Partnern, Verbänden und Organisationen, die bestehenden Sanktionsregelungen im Hartz-IV-System aufzuheben und ein menschenwürdiges System der Förderung und Unterstützung einzuführen.

Hartz-IV-Sanktionen teilweise verfassungswidrig

Paragraphenzeichen
Paragraphenzeichen
Foto: public domain

KARLSRUHE (kobinet) Leistungen für Hartz-IV-Empfängern dürfen künftig nicht mehr so schnell und so weitreichend gekürzt werden wie bisher. Das hat das Bundesverfassungsgericht entschieden. Grundsätzlich seien Sanktionen aber zulässig. Darüber informiert der Nachrichtensender „Tagesschau.de“ in einer aktuellen Meldung.

Heimbewohner*innen werden zu Mieter*innen

Bild vom Plenum der Veranstaltung
Bild von der Veranstaltung
Foto: Ingrid König ZsL Mainz

Mainz (kobinet) Zum 1. Januar 2020 tritt die große Reform der Eingliederungshilfe in Kraft, die mit dem Bundesteilhabegesetz Ende 2016 verabschiedet wurde. Dies war Anlass genug für das Mainzer Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen (ZsL) und die dort ansässige ergänzende unabhängige Teilhabeberatungsstelle (EUTB) die anstehenden Änderungen im Rahmen einer großen Tagung im Erbacher Hof in Mainz zu erörtern. Der für Soziales zuständige Abteilungsleiter im rheinland-pfälzischen Sozialministerium Joachim Speicher brachte die Zielrichtung der geplanten Veränderungen während der Tagung mit dem Titel „Eingliederungshilfe 2020 – große Veränderungen für Menschen mit Behinderungen“ auf den Punkt: „Aus Heimbewohnern werden Mieter“.

Geteiltes Echo auf Angehörigen-Entlastungsgesetz

Besprechungssaal des Bundestages
Bundestag Besprechungsraum
Foto: public domain

Berlin (kobinet) Die von der Bundesregierung mit dem Angehörigen-Entlastungsgesetz (19/13399) geplante Entlastung von Kindern und Eltern, die gegenüber Beziehern von Sozialhilfe und Eingliederungshilfen unterhaltsverpflichtet sind, stößt beim Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) und mehreren Sozialverbänden grundsätzlich auf Zustimmung. Kommunalvertreter*innen kritisierten bei der gestrigen öffentlichen Anhörung des Bundestagsausschusses für Arbeit und Soziales einem Bericht von Heute im Bundestag zufolge hingegen, die Aufhebung des Unterhaltsrückgriffs führe zu einer Entsolidarisierung der Familie. Zudem würden die entstehenden Kosten einseitig zu Städten und Gemeinden verlagert.

Lieferengpässe bei Medikamenten im Bodenseekreis

Thomas Schalski
Thomas Schalski
Foto: privat

Oberteuringen (kobinet) Immer wieder berichteten Klient*innen der Beratungsstelle der ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatungsstelle (EUTB) Bodensee, dass es Engpässe bei der Belieferung mit Medikamenten gibt. Betroffen sind nach Aussage des Inklusionsbotschafters Thomas Schalski im Bodenseekreis insbesondere auch Menschen mit psychischen Erkrankungen. Es gäbe daher bei den Betroffenen erhebliche Unsicherheiten und Ängste, nicht optimal versorgt zu werden, wie Thomas Schalski den kobinet-nachrichten mitteilte.

Benachteiligung verboten?

Jennifer Sonntag mit Führhund Paul
Jennifer Sonntag mit Führhund Paul
Foto: Privat

Halle (kobinet) Die Moderatorin und Inklusionsbotschafterin Jennifer Sonntag hat das Angebot genutzt und eine Botschaft zu 25 Jahre Benachteiligungsverbot für behidnerte Menschen im Grundgesetz an die Reisegruppe Niemand geschickt. Diese geht vom 12. bis 15. November mit Regionalzügen auf Tour durch alle 16 Landeshauptstädte und sammelt auf ihrem Weg Botschaften behinderter Menschen zum Satz „Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden“, zur Übergabe ans Bundespräsidialamt. Probleme beim Zugang zum Gesundheitssystem, Benachteiligungen mit ihrem Assistenzhund und Mobbing am Arbeitsplatz sind die drei Themen, die Jennifer Sonntag in ihrem einseitigen Schreiben anspricht.

Film über Mario Adorf

Grafik zeigt Ausschnitt aus dem Filmplakat
Ausschnitt aus dem Filmplakat
Foto: NFP

Berlin (kobinet) Es hätte schlimmer kommen können – Mario Adorf blickt in diesem Dokumentarfilm auf sein Leben und eine einzigartige Karriere zurück. Der Film von Dominik Wessely kommt am 7. November in die Kinos.

Bekämpfung der Kinderarmut deutlich intensivieren

Geldschein und Münzen
Geld
Foto: privat

BERLIN (kobinet) Bund, Länder und Kommunen müssen nach Ansicht des Deutschen Kinderhilfswerkes ihre Bemühungen zur Bekämpfung der Kinderarmut in Deutschland deutlich intensivieren. Eine aktuelle Auswertung der Armutsgefährdungsquoten zeigt, dass die Armut unter Kindern in allen Bundesländern höher, teils sogar wesentlich höher ist als die Armut unter Erwachsenen. Bei der Betrachtung der Quoten im Verlauf der letzten zehn Jahre zeichnet sich ein differenziertes Bild: Während in der einen Hälfte der Bundesländer die Kinderarmut stärker als die der Erwachsenen gestiegen ist, hat sich in der anderen Hälfte die Kinderarmutsquote besser als die der Erwachsenen entwickelt.

Jobmotor Sozialwirtschaft

Flagge Bundesland Bayern
Flagge Bundesland Bayern
Foto: Gemeinfrei, public domain

MÜNCHEN (kobinet) Kinder fördern, ältere und kranke Menschen pflegen, Menschen mit Behinderung zur Seite stehen: Das und noch viel mehr leisten die Beschäftigten in der Sozialwirtschaft. Insgesamt haben Ende 2017 knapp 450.000 Menschen in Bayern in dieser Branche gearbeitet – deutlich mehr als in der Automobilindustrie. Gleichzeitig wächst die Sozialbranche stark: Seit 2013 ist die Zahl der Beschäftigten um fast 65.000 oder 17 Prozent gestiegen.

BDH spricht sich für Grundrente aus

Logo des Bundesverbandes Rehabilitation
BDH Logo
Foto: BDH

BONN (kobinet) Vor dem Hintergrund des Koalitionsstreits um die Zukunft der Rentenpolitik unterstützt der BDH Bundesverband Rehabilitation e.V. die Einführung einer Grundrente. Es böte sich die Gelegenheit zur Definition eines teilhabegerechten Mindeststandards. Wir sollten uns im Kampf gegen die Altersarmut jetzt positionieren, fordert die Vorsitzende des Sozialverbands, Ilse Müller.

Lebenshilfe fordert: Finanzierungsstreit beilegen

Logo der Lebenshilfe
Logo der Lebenshilfe
Foto: Lebenshilfe

Berlin (kobinet) Vor der heute stattfindenden öffentlichen Anhörung zum geplanten Angehörigen-Entlastungsgesetz fordert die Bundesvereinigung Lebenshilfe den Bundestag und den Bundesrat auf, ihren Streit um Finanzierungsfragen beizulegen und das Gesetz schnellstmöglich zu verabschieden.

Birger Höhn wieder in Dresdner Stadtvorstand der LINKEN gewählt

Birger Höhn beim Sommercamp in Graz
Birger Höhn im Grazer Sommercamp
Foto: privat

Dresden (kobinet) Birger Höhn ist unermüdlich, wenn es um das Thema Inklusion geht und seztt sich dafür auch immer wieder auf der politischen Ebene ein. Am Wochenende wurde der Dresdner erneut in den Stadtvorstand der LINKEN gewählt.

Neuer Inklusionsbeirat in Kaiserslautern

Inklusionsbeirat Kaiserslautern
Inklusionsbeirat Kaiserslautern
Foto: privat

Kaiserslautern (kobinet) Kaiserslautern hat nun auch eine Interessenvertretung behinderter Menschen. Letzte Woche fand dort die konstituierende Sitzung des neuen Beirates der Stadt Kaiserslautern statt. Die Peer Counselorin Tine Tischer wurde dabei einstimmig zur ersten Vorsitzenden und Stefan Thome wurde ebenfalls einstimmig zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.