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Gute Arbeit für Menschen mit Behinderung
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Jobmotor Sozialwirtschaft

Flagge Bundesland Bayern
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Foto: Gemeinfrei, public domain

MÜNCHEN (kobinet) Kinder fördern, ältere und kranke Menschen pflegen, Menschen mit Behinderung zur Seite stehen: Das und noch viel mehr leisten die Beschäftigten in der Sozialwirtschaft. Insgesamt haben Ende 2017 knapp 450.000 Menschen in Bayern in dieser Branche gearbeitet – deutlich mehr als in der Automobilindustrie. Gleichzeitig wächst die Sozialbranche stark: Seit 2013 ist die Zahl der Beschäftigten um fast 65.000 oder 17 Prozent gestiegen.

Bayerns Sozialministerin Kerstin Schreyer unterstreicht in diesem Zusammenhang: „Diese Menschen leisten wertvolle Arbeit für unsere Gesellschaft. Außerdem sind die bayerischen Wohlfahrtsverbände die hidden champions (verborgenen Sieger) bei den Arbeitsplätzen!“ So arbeiten beispielsweise allein für die Diakonie Bayern fast 94.000 Menschen – das sind rund 2.000 mehr, als etwa zum Vergleich der Audi-Konzern weltweit beschäftigt. Die größten Bereiche sind die stationäre Pflege und die Kindertagesbetreuung. Dort arbeitet jeweils etwa ein Viertel der Beschäftigten in sozialen Berufen. Im Jahr 2017 hat die Sozialwirtschaft 20,5 Milliarden Euro zur bayerischen Wirtschaftsleistung beigetragen.

Die Zahlen gehen aus der neuen Studie „Sozialmarkt Bayern“ hervor, die das Bayerische Sozialministerium gefördert hat. Sie zeigt auch, dass das Image der schlechten Bezahlung nur teilweise stimmt. Der durchschnittliche Bruttoverdienst für einen Vollzeitjob in der Sozialwirtschaft lag 2017 bei 3.582 Euro – und damit höher als im Gastgewerbe oder Einzelhandel. Ministerin Schreyer: „Die Arbeit am Menschen muss uns etwas wert sein. Die Menschen in sozialen Berufen halten unsere Gesellschaft am Laufen. Sie verdienen unsere Anerkennung und unseren Dank. Ich werde mich weiter für noch bessere Rahmenbedingungen stark machen.“

Alle Ergebnisse der Studie werden bei der ConSozial am 6. und 7. November vorgestellt. Die ConSozial ist die Kongressmesse für Fach- und Führungskräfte der Sozialwirtschaft im deutschsprachigen Raum. Alljährlich im Herbst informieren sich rund 6.000 Fachbesucher im Messezentrum Nürnberg an zwei Tagen über die neusten Entwicklungen und Trends der Sozialwirtschaft. Parallel findet der KITA-Kongress statt, der sich an Fach- und Führungskräfte von Kitas wendet. Die ConSozial wird vom Bayerischen Sozialministerium veranstaltet. Partner sind die Rummelsberger Diakonie, die Caritas Bayern und die NürnbergMesse.