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Baustopp für Einheitswippe

Grafik zeigt Einheitswippe im Modell
Einheitswippe im Modell
Foto: Milla & Partner

Berlin (kobinet) Der Bau der "Einheitswippe" in Berlin kann erst im Frühjahr 2020 starten. Die Senatsumweltverwaltung lehnte gestern eine Ausnahmegenehmigung für den sofortigen Start der Arbeiten für das Freiheits- und Einheitsdenkmal ab. Fledermäuse, die im Sockel des einstigen Kaiser-Wilhelm-Denkmals am Humboldt-Forum leben und bereits mit dem Winterschlaf begonnen haben, müssten geschützt werden.

Das Denkmal sollte ursprünglich aus Anlass von 30 Jahren Mauerfall eingeweiht werden und an die friedliche Wiedergewinnung der Deutschen Einheit erinnern. Für das seit Jahren umstrittene Projekt hatte der Bundestag im vergangenen Jahr 17 Millionen Euro freigegeben.

Von Berlinern wird die begehbare große Waage als Einheitsdenkmal kritisiert. Der Historiker Götz Aly hält es "für geschichtsvergessen, das schaukelnde deutsche Volk als Herrin der Geschichte zu verewigen". In seiner jüngsten Kolumne für die Berliner Zeitung sprach er von irrsinigem Symbolismus, "um diesem immer wieder zwischen Ressentiment, Revolution, Krieg und Pogrom schwankenden Volk ausgerechnet für sein überwiegend verhängnisvolles, oft genug irrationales politisches Schaukeln ein Denkmal zu setzen".