
Foto: Ralph Milewski
Fladungen (kobinet) Die Diskussion über Werkstätten dreht sich oft um Verbesserungen. Mehr Geld. Mehr Rechte. Höhere Übergangsquoten. Das klingt pragmatisch und vernünftig. Trotzdem verfehlt es den Kern. Das Problem ist nicht die Ausgestaltung. Das Problem ist das System.
Inklusion funktioniert nicht nachträglich
Inklusion wird in Deutschland bis heute falsch herum gedacht. Erst werden Menschen mit Behinderung von klein auf separiert. Förderschulen, Sondereinrichtungen, getrennte Sozialräume. Danach soll irgendwann Integration gelingen. Mit 20, 30 oder später soll der Schritt in den allgemeinen Arbeitsmarkt und in die Gesellschaft plötzlich funktionieren.
Das kann nicht funktionieren. Sozialisierung, Zugehörigkeit und Selbstverständlichkeit entstehen nicht am Ende einer Biografie. Sie entstehen von Anfang an. Wer in Parallelwelten aufwächst, soll später in Strukturen passen, die er nie als Normalität erlebt hat. Das ist kein individuelles Problem. Das ist eine logische Folge der Separation.






































