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Frohe Weihnachten: Statt bisher 290 Euro im Monat gibt’s bald nur noch 163 Euro in Essener Werkstatt

Wegweiser, der in die Werkstatt und auf den Allgemeinen Arbeitsmarkt zeigt
Wegweiser, der in die Werkstatt und auf den Allgemeinen Arbeitsmarkt zeigt
Foto: privat

Huttrop (kobinet) "Die Werkstätten bilden eine Solidargemeinschaft" und "dort wird viel für behinderte Menschen getan". Solche Sätze klingen für viele Beschäftigte der Essener Franz-Sales-Werkstätten derzeit wie Hohn. Denn vor Weihnachten gab es für viele Beschäftigte Post, die gar nicht so weihnachtlich war. Denn massive Lohnkürzungen stehen an, wie ein Bericht der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) zeigt. Für einen Beschäftigten im Gartenbau bedeutet die Kürzung ab Juli 2026, die bereits vorher schrittweise umgesetzt wird, beispielsweise eine Entgeltminderung von derzeit 290 Euro pro Monat auf zukünftig 163 Euro. Für diejenigen, die in der Leitung der Werkstatt oder in der Unterstützung tätig sind, gelten diese Kürzungen nicht, da diese aus Mitteln des Landschaftsverbands finanziert werden.

Link zum Beitrag über die Entgeltkürzungen der WAZ, der leider nur über eine Bezahlschranke gelesen werden kann

Wer sich intensiver mit der Situation behinderter Menschen in Werkstätten in Form eines Reportage-Romans beschäftigen möchte, für diejenigen könnte der Roman „Zündeln an den Strukturen“ von Ottmar Miles-Paul interessant sein. Der im August 2023 erschienene Reportage-Roman ist aufgrund der bisher nicht vollzogenen Reform des Werkstättensystems und der fehlenden Stärkung der alternativen Beschäftigung behinderter Menschen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt leider immer noch so aktuell wie vor zwei Jahren.

Link zu weiteren Infos zum Roman und zu Infos zum Bezug des Buches, der auch kostenfrei über die bidok-Bibliothek möglich ist