Kassel (kobinet)
Der LWV Hessen wollte Geld sparen.
LWV bedeutet: Landes-Wohlfahrts-Verband.
Das hat viele Menschen wütend gemacht.
Es gab Demonstrationen.
Bei einer Demonstration treffen sich viele Menschen.
Die Menschen sagen zusammen ihre Meinung.
Jetzt sagt der LWV Hessen etwas Neues.
70 von 100 Anbietern stimmen zu.
Sie stimmen einem Plan zu.
Der Plan heißt: Maßnahmen-Paket.
Das bedeutet: Mehrere Hilfen zusammen.
Es geht um die Eingliederungs-Hilfe.
Eingliederungs-Hilfe bedeutet: Hilfe für Menschen mit Behinderung.
Die Anbieter von Hilfen haben zugestimmt.
Ein Anbieter bedeutet: Eine Person oder Firma.
Sie macht eine Dienst-Leistung.
Selbst-Vertreter haben nicht mitgemacht.
Selbst-Vertreter bedeutet: Menschen mit Behinderung.
Sie sprechen für sich selbst.
70 von 100 Anbietern in Hessen haben Ja gesagt.
Das findet der LWV gut.
Der LWV sagt: Das zeigt Vertrauen.
Alle wollen Verantwortung übernehmen.
Verantwortung bedeutet: Du machst deine Aufgabe gut.
Du kümmerst dich selbst um Probleme.
Das steht in einer Presse-Info.
Eine Presse-Info bedeutet: Eine Nachricht für Zeitungen.
Der Plan wurde zusammen entwickelt.
Beteiligt waren: LWV Hessen und die Liga.
Die Liga bedeutet: Ein Zusammen-Schluss von Vereinen.
Mehrere Vereine machen eine Gruppe.
Sie arbeiten dann zusammen.
Auch der bpa hat mitgemacht.
bpa bedeutet: Bundes-Verband privater Anbieter sozialer Dienste.
Der Plan soll Geld sichern.
Er soll auch die Verwaltung einfacher machen.
Eine Verwaltung regelt wichtige Dinge.
Zum Beispiel Regeln in einer Stadt.
Die Arbeit in Einrichtungen soll leichter werden.
Es soll Raum für Veränderungen geben.
Der LWV sagt: Das ist ausgewogen.
Ausgewogen bedeutet: Alles ist gleich-mäßig verteilt.
Alle Teile sind gut ausbalanciert.
Der LWV hilft den Kommunen in Hessen.
Kommunen bedeutet: Städte und Gemeinden.
Menschen leben dort zusammen.
Sie machen Regeln für das Zusammen-leben.
Der LWV gibt bis 2028 Geld.
Es sind bis zu 200 Millionen Euro.
Das Geld kommt aus Rück-Lagen.
Rück-Lagen bedeutet: Gespartes Geld.
Das Geld wurde früher zur Seite gelegt.
Susanne Simmler ist Landes-Direktorin.
Sie sagt: Die Zustimmung verbindet uns.
Alle tragen gemeinsam Verantwortung.
Der Plan ist kein Ende.
Er ist ein Anfang.
Verwaltung und Praxis sollen näher kommen.
Sie sollen besser zusammen arbeiten.
Alexander Heppe ist Erster Beigeordneter.
Er sagt: Wir haben große Herausforderungen.
Herausforderungen bedeutet: Schwierige Aufgaben.
Die Aufgaben sind nicht leicht zu lösen.
Das Paket zeigt gemeinsame Verantwortung.
Wir gestalten die Zukunft aktiv.
Das ist wichtig bei wenig Geld.
Dieter Schütz ist auch Beigeordneter.
Er sagt: Die Entwicklung war intensiv.
Intensiv bedeutet: Mit viel Kraft und Zeit.
Alle haben sich stark bemüht.
Sie ging nur mit den Anbietern zusammen.
Die Zustimmung zeigt: Es gibt Vertrauen.
Der Plan wirkt nicht nur kurz-fristig.
Kurz-fristig bedeutet: Nur für kurze Zeit.
Er startet einen langen Veränderungs-Prozess.
Veränderungs-Prozess bedeutet: Viele Dinge werden anders.
Das dauert lange Zeit.
Das Maßnahmen-Paket hat wichtige Teile.
Verfahren werden einfacher.
Verfahren bedeutet: Arbeits-Schritte und Regeln.
Es gibt einen neuen Personal-Nachweis.
Personal-Nachweis bedeutet: Eine Liste von Mit-Arbeitern.
Der Personal-Nachweis ist kürzer.
Er ersetzt die bisherige Jahres-Dokumentation.
Die Entgelt-Fortschreibung wird verschoben.
Entgelt ist Geld für deine Arbeit.
Entgelt-Fortschreibung bedeutet: Anpassung der Bezahlung.
Sie kommt erst am 1. März 2026.
Das gibt mehr Planungs-Sicherheit.
Planungs-Sicherheit bedeutet: Du kannst gut planen.
Du weißt: So wird es werden.
Es gibt Zeit für neue Berechnungen.
Die Netto-Jahres-Arbeits-Zeit wird neu geregelt.
Das passiert bis 2028.
Die Empfehlung kommt von der KGSt.
KGSt bedeutet: Kommunale Gemeinschafts-Stelle.
Das soll Personal-Prozesse harmonisieren.
Prozesse bedeutet: Arbeits-Abläufe.
Das sind Schritte bei der Arbeit.
Harmonisieren bedeutet: Einheitlich machen.
Alle sollen es gleich machen.
Ein wichtiger Teil ist "PiT 26".
Das ist ein neues Bedarfs-Ermittlungs-Instrument.
Bedarfs-Ermittlung bedeutet: Fest-stellen, was jemand braucht.
Es wurde mit Anbietern entwickelt.
Ab 2026 wird es getestet.
"PiT 26" soll Bürokratie verringern.
Bürokratie bedeutet: Viel Papier-Arbeit und Regeln.
Die Qualität soll nicht leiden.
Das Verfahren soll effizienter werden.
Effizienter bedeutet: Schneller und besser.
Mit weniger Aufwand zum Ziel.
Es soll auch menschlicher werden.
Susanne Simmler sagt: "PiT 26" ist wichtig.
Es zeigt: Wir gehen neue Wege.
Wir stärken das Vertrauen.
Wir entlasten Menschen und Mit-Arbeiter.
Das Paket ist ein konkreter Schritt.
Der LWV Hessen hat viele Aufgaben.
Er ist überörtlicher Träger.
Das bedeutet: Er ist für mehrere Orte zuständig.
Die Bedarfe steigen seit Jahren.
Es wird immer komplexer.
Komplex bedeutet: Schwierig und verwickelt.
Viele Dinge hängen zusammen.
Das Geld wird knapper.
Susanne Simmler sagt: Alte Strukturen reichen nicht.
Wir müssen Teilhabe sichern.
Teilhabe bedeutet: Du machst bei etwas mit.
Du bist dabei.
Dafür müssen wir Strukturen hinter-fragen.
Wir müssen Prozesse modernisieren.
Modernisieren bedeutet: Neu und besser machen.
Wir müssen Vertrauen aufbauen.
Simmler, Heppe und Schütz sagen zusammen:
Nicht alles können wir alleine lösen.
Viele Regeln kommen vom Bund.
Der Bund bedeutet: Die Bundes-Regierung in Berlin.
Wir brauchen Unterstützung von dort.
Alexander Heppe sagt: Wir brauchen klare Signale.
Wir brauchen eine gute Finanzierung.
Finanzierung bedeutet: Geld für die Arbeit.
Wir brauchen neue rechtliche Grundlagen.
Wir brauchen bundes-weite Standards.
Standard bedeutet: Eine feste Regel oder Norm.
Alle halten sich daran.
Eingliederungs-Hilfe ist eine Aufgabe für alle.
Kommunen können das nicht alleine bezahlen.
Dieter Schütz ergänzt: Der LWV wird sich einsetzen.
Wir zeigen, wo Berlin helfen muss.
Wir arbeiten mit Partnern in Hessen zusammen.
Berlin soll die Praxis vor Ort sehen.
Susanne Simmler dankt allen Beteiligten.
Sie sagt: Der Prozess war anspruchsvoll.
Anspruchsvoll bedeutet: Schwierig und viel Arbeit.
Viele haben mit Geduld gearbeitet.
Viele haben mit Leidenschaft gearbeitet.
Viele haben mit Weit-Blick gearbeitet.
Sie sagt weiter: Wir haben nicht immer dieselbe Sicht.
Aber wir haben ein gemeinsames Ziel.
Das Ziel heißt: Teilhabe sichern.
70 von 100 Anbietern haben zugestimmt.
Das zeigt: Unser Fundament ist stark.
Fundament bedeutet: Die Grund-Lage.
Darauf baut man auf.
Jetzt beginnt die eigentliche Arbeit.
Wir machen das gemeinsam.

Foto: gemeinfrei
Kassel (kobinet) Das Vorgehen des Landeswohlfahrtsverband Hessen, um Einsparungen bei der Eingliederungshilfe zu erreichen, hat für Demonstrationen und viel Unmut gesorgt. Nun verkündet der LWV Hessen eine 70prozentige Zustimmung zu einem Maßnahmenpaket für einen gemeinsamen Transformationsprozess mit Leistungserbringern der Eingliederungshilfe. Wie die Presseinformation des LWV Hessen vermuten lässt, haben Selbstvertretungsorganisationen behinderter Menschen dabei keine Rolle gespielt.
Die Annahme des Maßnahmenpakets zum Zukunftssicherungsbeitrag ist für den Landeswohlfahrtsverband (LWV) Hessen ein starkes, verbindendes Signal: Nahezu 70 Prozent der hessischen Leistungserbringer haben dem Paket zugestimmt und damit nach Ansicht des LWV gezeigt, dass die Weiterentwicklung der Eingliederungshilfe in Hessen auf einer breiten, verlässlichen Basis steht. Das Ergebnis sei Ausdruck eines tiefen Vertrauens und der gemeinsamen Bereitschaft, Verantwortung für ein zukunftsfähiges Unterstützungssystem zu übernehmen, heißt es in einer vom LWV Hessen verbreiteten Presseinformation.
Das von LWV Hessen, der Liga der Freien Wohlfahrtspflege und dem Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) gemeinsam entwickelte Paket schafft nach Ansicht des LWV Hessen nicht nur dringend benötigte finanzielle Stabilität, sondern vereinfacht gleichzeitig zentrale Verwaltungsabläufe, erleichtert die tägliche Arbeit in den Einrichtungen und öffnet Raum für strukturelle Weiterentwicklung. „Es gelingt damit erstmals, Entlastung, Qualitätssicherung und finanzielle Steuerung in ein ausgewogenes Verhältnis zu bringen. Dazu gehört auch, dass der LWV die hessischen Kommunen bis 2028 mit bis zu 200 Millionen Euro aus Rücklagen entlastet, um trotz wachsender Bedarfe die Eingliederungshilfe finanziell zu stabilisieren und zugleich notwendige Reformprozesse anzustoßen“, heißt es in der Presseinformation des LWV Hessen.
„Diese Zustimmung ist für uns ein verbindendes Signal. Sie zeigt, dass alle bereit sind, Verantwortung gemeinsam zu tragen,“ betont LWV-Landesdirektorin Susanne Simmler. „Der Zukunftssicherungsbeitrag ist kein Endpunkt, sondern der Einstieg in einen Weg, auf dem wir Verwaltung und Praxis wieder näher zusammenbringen. Er steht für Haltung, Vertrauen und die Überzeugung, dass notwendige Veränderung auf allen Seiten möglich ist, wenn wir sie miteinander gestalten. Wir schaffen Stabilität, ohne notwendige Modernisierung auszubremsen.“
Erster Beigeordneter Alexander Heppe unterstreicht insbesondere die strategische Bedeutung des Maßnahmenpakets: „Wir stehen finanziell, strukturell und gesellschaftlich vor großen Herausforderungen. Mit diesem Paket setzen wir ein bewusstes Zeichen der gemeinsamen Verantwortung. Gerade in Zeiten knapper Ressourcen zeigt diese breite Zustimmung, dass wir als Verband in der Lage sind, Zukunft aktiv zu gestalten.“
Beigeordneter Dieter Schütz hebt die partnerschaftliche Zusammenarbeit hervor: „Die Entwicklung dieses Pakets war ein intensiver Prozess, der nur im engen Schulterschluss mit den Leistungserbringern gelingen konnte. Die hohe Zustimmung zeigt, dass wir Vertrauen aufbauen und Verlässlichkeit schaffen konnten. Für mich ist entscheidend, dass das Paket nicht nur kurzfristig wirkt, sondern einen langfristigen Transformationsprozess anstößt.“
Im Zentrum des Maßnahmenpakets stehen weitreichende Strukturverbesserungen: Zentrale Verfahren werden spürbar vereinfacht, etwa durch die Einführung eines neuen, deutlich verschlankten Personalnachweises, der die bisher umfangreiche Jahresdokumentation ersetzt. Zudem wird die pauschale Entgeltfortschreibung auf den 1. März 2026 verschoben, um Einrichtungen und Trägern mehr Planungssicherheit zu geben und gleichzeitig Zeit für die Modernisierung der Kalkulationsgrundlagen zu schaffen. Ebenso wird die Nettojahresarbeitszeit nach Empfehlung der KGSt schrittweise bis 2028 umgesetzt. Ein wichtiger Baustein, um Personalprozesse zu harmonisieren und die Vergleichbarkeit zu stärken.
Ein besonders wichtiger Bestandteil des Pakets ist nach Ansicht des LWV das neue Bedarfsermittlungsinstrument „PiT 26“, das gemeinsam mit Leistungserbringern entwickelt wurde und ab 2026 in der Praxis getestet wird. Es soll die Bürokratie in der Bedarfsermittlung erheblich reduzieren, ohne Qualitätsverluste zu riskieren, und damit ein spürbar effizienteres und menschlicheres Verfahren ermöglichen. „PiT 26 ist für uns ein Herzstück der Reform,“ erklärt Simmler. „Es zeigt, dass wir bereit sind, neue Wege zu gehen, Vertrauen zu stärken und Menschen sowie Mitarbeitende spürbar zu entlasten. Dieses Maßnahmenpaket ist kein Symbolkompromiss, es ist ein konkreter Schritt hin zu mehr Effizienz, Qualität und Menschlichkeit.“
Der LWV Hessen befindet sich als überörtlicher Träger seit Jahren im Spannungsfeld steigender Bedarfe, wachsender Komplexität und finanzieller Herausforderungen. Landesdirektorin Simmler macht deutlich, dass ein bloßes Festhalten an bestehenden Strukturen nicht mehr ausreiche: „Unsere Aufgabe ist es, Teilhabe dauerhaft und gerecht zu sichern. Das gelingt nur, wenn wir bereit sind, Strukturen zu hinterfragen, Prozesse zu modernisieren und Vertrauen wieder aufzubauen. Verwaltung kann Motor der Veränderung sein und genau das wollen wir zeigen.“
Gleichzeitig betonen Simmler, Heppe und Schütz unisono, dass nicht alle strukturellen Herausforderungen auf Landes- oder Trägerebene gelöst werden können. Viele der finanziellen und rechtlichen Rahmenbedingungen, die die Eingliederungshilfe prägen, werden auf Bundesebene entschieden. „Wir brauchen klare Signale für eine zukunftsfeste Finanzierung, für eine Weiterentwicklung der rechtlichen Grundlagen und für verlässliche bundesweite Standards aus Berlin. Die Eingliederungshilfe ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die nicht allein durch kommunale Finanzierung getragen werden kann“, so Heppe. Schütz ergänzt: „Der LWV wird daher weiterhin deutlich machen, wo bundespolitische Unterstützung und Veränderung notwendig ist und sich gemeinsam mit den hessischen Partnern dafür einsetzen, dass politische Entscheidungen in Berlin die Realität der Praxis vor Ort berücksichtigen.“
Zum Abschluss richtet Susanne Simmler ihren persönlichen Dank an alle Beteiligten, die diesen Weg mitgetragen und mitgestaltet haben: „Dieser Prozess war anspruchsvoll, und dennoch haben so viele mit Geduld, Leidenschaft und Weitblick daran gearbeitet. Wir haben nicht immer dieselbe Perspektive, aber wir teilen ein gemeinsames Ziel: Teilhabe sichern. Die Zustimmung von nahezu 70 Prozent der Leistungserbringer zeigt, wie stark dieses gemeinsame Fundament ist. Jetzt beginnt die eigentliche Arbeit und wir gehen sie an. Gemeinsam.“

Foto: gemeinfrei
Kassel (kobinet) Das Vorgehen des Landeswohlfahrtsverband Hessen, um Einsparungen bei der Eingliederungshilfe zu erreichen, hat für Demonstrationen und viel Unmut gesorgt. Nun verkündet der LWV Hessen eine 70prozentige Zustimmung zu einem Maßnahmenpaket für einen gemeinsamen Transformationsprozess mit Leistungserbringern der Eingliederungshilfe. Wie die Presseinformation des LWV Hessen vermuten lässt, haben Selbstvertretungsorganisationen behinderter Menschen dabei keine Rolle gespielt.
Die Annahme des Maßnahmenpakets zum Zukunftssicherungsbeitrag ist für den Landeswohlfahrtsverband (LWV) Hessen ein starkes, verbindendes Signal: Nahezu 70 Prozent der hessischen Leistungserbringer haben dem Paket zugestimmt und damit nach Ansicht des LWV gezeigt, dass die Weiterentwicklung der Eingliederungshilfe in Hessen auf einer breiten, verlässlichen Basis steht. Das Ergebnis sei Ausdruck eines tiefen Vertrauens und der gemeinsamen Bereitschaft, Verantwortung für ein zukunftsfähiges Unterstützungssystem zu übernehmen, heißt es in einer vom LWV Hessen verbreiteten Presseinformation.
Das von LWV Hessen, der Liga der Freien Wohlfahrtspflege und dem Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) gemeinsam entwickelte Paket schafft nach Ansicht des LWV Hessen nicht nur dringend benötigte finanzielle Stabilität, sondern vereinfacht gleichzeitig zentrale Verwaltungsabläufe, erleichtert die tägliche Arbeit in den Einrichtungen und öffnet Raum für strukturelle Weiterentwicklung. „Es gelingt damit erstmals, Entlastung, Qualitätssicherung und finanzielle Steuerung in ein ausgewogenes Verhältnis zu bringen. Dazu gehört auch, dass der LWV die hessischen Kommunen bis 2028 mit bis zu 200 Millionen Euro aus Rücklagen entlastet, um trotz wachsender Bedarfe die Eingliederungshilfe finanziell zu stabilisieren und zugleich notwendige Reformprozesse anzustoßen“, heißt es in der Presseinformation des LWV Hessen.
„Diese Zustimmung ist für uns ein verbindendes Signal. Sie zeigt, dass alle bereit sind, Verantwortung gemeinsam zu tragen,“ betont LWV-Landesdirektorin Susanne Simmler. „Der Zukunftssicherungsbeitrag ist kein Endpunkt, sondern der Einstieg in einen Weg, auf dem wir Verwaltung und Praxis wieder näher zusammenbringen. Er steht für Haltung, Vertrauen und die Überzeugung, dass notwendige Veränderung auf allen Seiten möglich ist, wenn wir sie miteinander gestalten. Wir schaffen Stabilität, ohne notwendige Modernisierung auszubremsen.“
Erster Beigeordneter Alexander Heppe unterstreicht insbesondere die strategische Bedeutung des Maßnahmenpakets: „Wir stehen finanziell, strukturell und gesellschaftlich vor großen Herausforderungen. Mit diesem Paket setzen wir ein bewusstes Zeichen der gemeinsamen Verantwortung. Gerade in Zeiten knapper Ressourcen zeigt diese breite Zustimmung, dass wir als Verband in der Lage sind, Zukunft aktiv zu gestalten.“
Beigeordneter Dieter Schütz hebt die partnerschaftliche Zusammenarbeit hervor: „Die Entwicklung dieses Pakets war ein intensiver Prozess, der nur im engen Schulterschluss mit den Leistungserbringern gelingen konnte. Die hohe Zustimmung zeigt, dass wir Vertrauen aufbauen und Verlässlichkeit schaffen konnten. Für mich ist entscheidend, dass das Paket nicht nur kurzfristig wirkt, sondern einen langfristigen Transformationsprozess anstößt.“
Im Zentrum des Maßnahmenpakets stehen weitreichende Strukturverbesserungen: Zentrale Verfahren werden spürbar vereinfacht, etwa durch die Einführung eines neuen, deutlich verschlankten Personalnachweises, der die bisher umfangreiche Jahresdokumentation ersetzt. Zudem wird die pauschale Entgeltfortschreibung auf den 1. März 2026 verschoben, um Einrichtungen und Trägern mehr Planungssicherheit zu geben und gleichzeitig Zeit für die Modernisierung der Kalkulationsgrundlagen zu schaffen. Ebenso wird die Nettojahresarbeitszeit nach Empfehlung der KGSt schrittweise bis 2028 umgesetzt. Ein wichtiger Baustein, um Personalprozesse zu harmonisieren und die Vergleichbarkeit zu stärken.
Ein besonders wichtiger Bestandteil des Pakets ist nach Ansicht des LWV das neue Bedarfsermittlungsinstrument „PiT 26“, das gemeinsam mit Leistungserbringern entwickelt wurde und ab 2026 in der Praxis getestet wird. Es soll die Bürokratie in der Bedarfsermittlung erheblich reduzieren, ohne Qualitätsverluste zu riskieren, und damit ein spürbar effizienteres und menschlicheres Verfahren ermöglichen. „PiT 26 ist für uns ein Herzstück der Reform,“ erklärt Simmler. „Es zeigt, dass wir bereit sind, neue Wege zu gehen, Vertrauen zu stärken und Menschen sowie Mitarbeitende spürbar zu entlasten. Dieses Maßnahmenpaket ist kein Symbolkompromiss, es ist ein konkreter Schritt hin zu mehr Effizienz, Qualität und Menschlichkeit.“
Der LWV Hessen befindet sich als überörtlicher Träger seit Jahren im Spannungsfeld steigender Bedarfe, wachsender Komplexität und finanzieller Herausforderungen. Landesdirektorin Simmler macht deutlich, dass ein bloßes Festhalten an bestehenden Strukturen nicht mehr ausreiche: „Unsere Aufgabe ist es, Teilhabe dauerhaft und gerecht zu sichern. Das gelingt nur, wenn wir bereit sind, Strukturen zu hinterfragen, Prozesse zu modernisieren und Vertrauen wieder aufzubauen. Verwaltung kann Motor der Veränderung sein und genau das wollen wir zeigen.“
Gleichzeitig betonen Simmler, Heppe und Schütz unisono, dass nicht alle strukturellen Herausforderungen auf Landes- oder Trägerebene gelöst werden können. Viele der finanziellen und rechtlichen Rahmenbedingungen, die die Eingliederungshilfe prägen, werden auf Bundesebene entschieden. „Wir brauchen klare Signale für eine zukunftsfeste Finanzierung, für eine Weiterentwicklung der rechtlichen Grundlagen und für verlässliche bundesweite Standards aus Berlin. Die Eingliederungshilfe ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die nicht allein durch kommunale Finanzierung getragen werden kann“, so Heppe. Schütz ergänzt: „Der LWV wird daher weiterhin deutlich machen, wo bundespolitische Unterstützung und Veränderung notwendig ist und sich gemeinsam mit den hessischen Partnern dafür einsetzen, dass politische Entscheidungen in Berlin die Realität der Praxis vor Ort berücksichtigen.“
Zum Abschluss richtet Susanne Simmler ihren persönlichen Dank an alle Beteiligten, die diesen Weg mitgetragen und mitgestaltet haben: „Dieser Prozess war anspruchsvoll, und dennoch haben so viele mit Geduld, Leidenschaft und Weitblick daran gearbeitet. Wir haben nicht immer dieselbe Perspektive, aber wir teilen ein gemeinsames Ziel: Teilhabe sichern. Die Zustimmung von nahezu 70 Prozent der Leistungserbringer zeigt, wie stark dieses gemeinsame Fundament ist. Jetzt beginnt die eigentliche Arbeit und wir gehen sie an. Gemeinsam.“




