
Foto: Irina Tischer
Berlin (kobinet) Glück ist ein Entschluss.

Berlin (kobinet) Glück ist ein Entschluss.

Kassel (kobinet) Ute Germann war vielen als die „gute Ute“ bekannt. Diesen Beinamen hatte sie sich selbst bei einer Empowermentschulung 2014 in Mainz gegeben. Sie hatte für viele ein offenes Ohr und setzte sich für eine barrierefreie und gerechte Welt ein. Sie war beim Sommercamp in Duderstadt präsent und übte viele ehrenamtliche Tätigkeiten aus, als Behindertenbeauftragte, als Referentin und in der Interessenvertretung und Öffentlichkeitsarbeit. Nun trauern viele um die gute Ute Germann. Sie ist Anfang des Jahres verstorben, wie aus einem Nachruf des Vorstands von Mobil mit Behinderung (MMB) hervorgeht, den die kobinet-nachrichten im Folgenden veröffentlichen.

Saarbrücken (kobinet) Durch seine Forschung im INCLUREG-Projekt ist Dr. phil. Stephan Schmider häufig in Werkstätten für Menschen mit Behinderung unterwegs. Er führte dort Interviews mit den Beschäftigten, stellte Fragen und analysierte diese im Anschluss daran. So lernte er viele Menschen mit Behinderung in ihrer direkten Arbeitsumgebung kennen. Seine Eindrücke und Ansätze schildert er in einem Beitrag für die kobinet-nachrichten mit dem Titel: „Arbeit, Teilhabe, Alltag: Was Interviews mit Werkstattbeschäftigten zeigen“.

BERLIN (kobinet) Pünktlich zu den bevorstehenden Paralympischen Winterspielen, die vom 8. bis zum 15. März 2026 in Mailand und in Cortina in Norditalien stattfinden werden, ist die Paralympics-Zeitung zu neuem Leben erwacht. Seit Kurzem ist die Aktion Mensch Mitherausgeberin der inzwischen mehrfach ausgezeichneten Publikationsreihe des „Tagesspiegel“ aus Berlin. Was vor über 20 Jahren als Schülerzeitungsprojekt begann, die jeweils zu Paralympischen Spielen in Form einer Zeitungsbeilage erschien, ist nun ein fortlaufendes Online- und Social-Media-Format. Die ersten Artikel und Posts der neuen Paralympics-Zeitung sind bereits online abrufbar. Auch inhaltlich ist mit dem Einstieg der Aktion Mensch eine Neuausrichtung verbunden.

Kassel (kobinet) Das Bundessozialgericht (BSG) hat in einem Urteil von November 2025 entschieden, dass es nicht verfassungswidrig ist, wenn das zu versteuernde Einkommen des Ehepartners bei der Grundrente angerechnet wird, nicht hingegen bei Partnern einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft. Auf diese Entscheidung macht Henry Spradau in seinem heutigen Beitrag für die kobinet-nachrichten aufmerksam.

Kehl (kobinet) „Gerade in Zeiten wie diesen ist es meiner Meinung nach unglaublich wichtig, gut informiert zu sein und sich mit Gleichgesinnten auszutauschen – das gibt Sicherheit und macht Mut. Deshalb ist der Veranstaltungskalender der Inklusionsakademie in den nächsten Monaten auch prall gefüllt mit Seminaren und Workshops.“ Das schreibt Bettina Krück in ihrem neuesten Newsletter.

KÖLN (kobinet) Am nächsten Sonnabend treffen die Bundesliga Rollstuhlbasketballer der Köln 99ers erneut auf die Rhine River Rhinos. Nachdem die beiden Teams vor der Weihnachtspause im Pokalspiel gegeneinander angetreten sind, steht an diesem Wochenende die RBBL-Begegnung auf dem Programm. Aus Kölner Sicht ist die letzte Partie vor Jahresende mehr als unglücklich verlaufen, denn das Team blieb weit hinter seinen eigenen Erwartungen. Nun gilt es für die Mannschaft, beim anstehenden Spiel befreit aufzuspielen und die eigenen Stärken zur Geltung zu bringen. Sicherlich keine leichte Aufgabe, da Köln nicht mit voller Besetzung antreten kann und versuchen muss, aus der Situation das Beste zu machen. Die Herausforderung dürfte also nicht größer sein. Dennoch geht die Mannschaft mit Zuversicht in dieses Spiel und wird versuchen, möglichst viel für die weitere Entwicklung herauszuholen. Weitere Einzelheiten dazu sind auf dieser Internetseite zu erfahren.

Düsseldorf (kobinet) „Die Kultusministerkonferenz und die Länder wollen die Bildungsverläufe aller Kinder und Jugendlichen daten- und evidenzbasiert in den Blick nehmen. Ihr Ziel: Das Recht auf Bildung sichern. Mit den aktuellen Plänen wird jedoch das Menschenrecht der Kinder auf Bildung verletzt.“ Darauf macht die Bildungsjournalistin Dr. Brigitte Schumann in einem Beitrag mit dem Titel „Welche Bedeutung haben die Menschenrechte von Kindern?“ für die Plattform bildungsklick aufmerksam.

Kassel (kobinet) Der Kasseler Verein zur Förderung der Autonomie Behinderter (fab) startet mit einer Lesung im Dunkeln aus dem neuen Roman „Ich will Raus – von der Exklusion zur Inklusion“ von Ottmar Miles-Paul am 14. Januar 2026 ins neue Jahr. Mit dabei ist der Autor seines zweiten Romans Ottmar Miles-Paul und dessen Leseassistentin Sabine Lohner, die den Text von ihrer Braillezeile abliest und schon über einige Erfahrungen mit Lesungen im Dunkeln verfügt. Die Veranstaltung findet am 14. Januar 2026 um 18:00 Uhr
im freiRAUM, Samuel-Beckett-Anlage 6, in 34119 Kassel statt und wird vom ebenfalls noch recht neuen Projekt des fab mit dem Titel „Aktiv Teilhabe gestalten“ organisiert. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

Berlin (kobinet) Die Behindertenverbände wartet seit vielen Jahren darauf, dass die deutsche Übersetzung der UN-Behindertenrechtskonvention aktualisiert wird, so dass beispielsweise der Begriff „inclusion“ mit „Inklusion“ statt mit „Integration“ übersetzt wird. Das NETZWERK ARTIKEL 3 hat daher bereits die 4. Auflage der Schattenübersetzung des Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (Behindertenrechtskonvention) der Vereinten Nationen veröffentlicht. Nun sind wieder Druckexemplare verfügbar, nachdem diese Ende 2025 ausgegangen waren, wie das NETZWERK ARTIKEL 3 mitteilte.

Berlin (kobinet) Das Landessozialgericht (LSG) Berlin-Brandenburg hat in einem Urteil von Juni 2025 entschieden, dass ein nicht vollständig entfernter Tumor „erst recht“ für die Dauer von drei Jahren mit einem Grad der Behinderung (GdB) zu bewerten ist. Außerdem kann die zuständige Behörde den GdB nicht ohne nachweisbare medizinische Verbesserungen herabsetzen; sie ist dafür beweispflichtig. Auf diese Entscheidung macht Henry Spradau in einem Beitrag für die kobinet-nachrichten aufmerksam.

Hannover (kobinet) „Mein Parasportjahr 2025“ hat Tina Deeken die beeindruckende Zusammenstellung ihres Wirkens im Jahr 2025 getitelt, die sie ins Internet eingestellt hat. Dabei reichen ihre Aktivitäten vom zur Jahreszeit passenden Eisschwimmen, über das Freiwasser-Schwimmen und Beckenschwimmen. Einige Triathlons sowie Läufe standen ebenfalls auf dem Programm ihres Sportjahres 2025. Wie umfassend sie jedoch aktiv ist, zeigen auch ihre ehrenamtlichen Aktivitäten, Presseberichte und vieles mehr.

BERLIN (kobinet) Eine aktuelle bundesweite Online-Befragung der Aktion Mensch zu den Wünschen und Erwartungen von Menschen mit Behinderung für 2026 zeigt, dass viele der Befragten mit Unsicherheit auf das neue Jahr blicken. Zwar geben 61 Prozent an, mit ihrem derzeitigen Leben zufrieden zu sein, gleichzeitig blicken jedoch nur 37 Prozent der Befragten optimistisch auf das aktuelle Jahr. Die Mehrheit äußert Sorgen oder Unsicherheiten – vor allem in Bezug auf die Themen Gesundheit, Pflege und soziale Sicherheit. Die Umfrage-Ergebnisse unterstreichen den politischen Handlungsbedarf, um Teilhabe und soziale Sicherheit zu gewährleisten.

Leipzig (kobinet) In der Sendung Fazit des deutschlandradio kultur wurde das Angebot und die Hintergründe des Deutschen Zentrum für barrierefreies Lesen vorgestellt. Darauf hat Sabine Lohner, die eine WhatsApp-Gruppe mit dem Titel „Bücherwurm“ betreibt, in der regelmäßig Tipps für Hörbücher ausgetauscht werden. Hauptbestandteil des Zentrum für barrierefreies Lesen ist die Bereitstellung von Hörbüchern nicht nur für blinde und sehbehinderte Menschen, sondern mittlerweile auch für Menschen mit anderen Behinderungen, die Probleme beim Lesen haben.

Berlin (kobinet) Die Berliner Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege hat auf die schriftliche Anfrage der Abgeordneten Catrin Wahlen (GRÜNE) vom 4. Dezember 2025 zum Thema „Triage-Regelungen des Infektionsschutzgesetzes für verfassungswidrig erklärt: Was plant der Berliner Senat?“ geantwortet. Mittlerweile wurde diese auch ins Internet eingestellt. „Aus dem Beschluss des Bundesverfassungsgerichtes zieht der Senat die Schlussfolgerung, dass die Gesetzgebungskompetenz bei den Ländern liegt, und gemeinsam mit den übrigen Bundesländern möglichst einheitliche Regelungen für zukünftige Triage-Entscheidungen zu entwickeln sind“, heißt es u.a.

Hannover (kobinet) Noch immer ist politische Teilhabe für Menschen mit Behinderungen keine Selbstverständlichkeit in Deutschland. In der aktuellen Folge „Nachgefragt – Wie erreichen wir mehr politische Teilhabe von Menschen mit Behinderungen?“ des h1 – Fernsehen aus Hannover diskutierte Moderator Christian Draheim mit Betroffenen über die Ursachen, aber auch darüber, was für eine gleichberechtigte Teilhabe erforderlich ist. Zudem berichtet Juliane Harms vom Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) über das Projekt „Empowerment zur Selbstvertretung“, dass die politische Partizipation von Menschen mit Behinderungen fördern soll. Mandy Müller vom Verein zur Förderung der Autonomie Behinderter (fab), Birger Höhn, Aktivist, Autor und Speaker, Lisa Beannitz, Studentin der Rechtswissenschaften und Lukas Hernicht, Botschafter für unterstützte Kommunikation, haben am Projekt teilgenommen und berichteten in der Sendung über ihre Erfahrungen. Die knapp einstündige Sendung wurde nun auf YouTube eingestellt.

Bremen (kobinet) „Menschenrechte in der Krise. Wie inklusiv ist die Klimapolitik in Bremen?“ So lautet der Titel einer Veranstaltung, die am 20. Januar 2026 um 17.00 Uhr im Forum K in Bremen stattfindet und auf die das Büro des Landesbehindertenbeauftragten von Bremen aufmerksam macht. „Klimaschutz und Inklusion müssen von Anfang an zusammen gestaltet werden. Es ist Zeit, dass die Lebenswirklichkeit von behinderten Menschen gleichwertiger Bestandteil der Klimadebatte wird. Hierzu haben wir in Kooperation mit der KlimaWerkStadt Bremen Andrea Schöne als Gastrednerin eingeladen. Sie ist freie Journalistin, Moderatorin, Autorin und politische Bildnerin und spricht aus Erfahrung und ihren Recherchen über die Barrieren, die sie selbst erlebt hat, und darüber, wie eine inklusive Klimapolitik aussehen kann“, heißt es in der Veranstaltungsankündigung.

BERLIN (kobinet) Trotz wiederholter Abfragen in den vergangenen Jahren und zahlreicher Ankündigungen des Bundes bleibt das Tempo beim barrierefreien Umbau deutlich zu niedrig. Wenn die Deutsche Bahn weiterhin nur etwa 150 Bahnsteige pro Jahr barrierefrei umbaut, wird es noch Jahrzehnte dauern, bis echte Barrierefreiheit erreicht ist. Allein um die fehlenden Bahnsteighöhen auszugleichen – bundesweit fehlen noch 28 Prozent – wären bei diesem Tempo fast 20 Jahre nötig. Die UN-Behindertenrechtskonvention gilt in Deutschland seit 2009. Sören Pellmann, der Fraktionsvorsitzende der Bundestagspartei Partei DIE LINKE stellt in diesem Zusammenhang fest: „Dass wir zu Beginn des Jahres 2025 noch immer keine flächendeckende Barrierefreiheit erreicht haben, ist ein Armutszeugnis. Während Kommunen verpflichtet wurden, den Nahverkehr bis 2022 barrierefrei zu gestalten, bleibt der Bund beim Schienenverkehr deutlich hinter seinen eigenen Ansprüchen zurück“.

FRANKFURT am MAIN (kobinet) Die Zusatzbeiträge der deutschen gesetzlichen Krankenkassen für das Jahr 2026 sind jetzt bekannt. Wie eine Untersuchung des Portals „gesetzlichekrankenkassen.de“ zeigt, sie sind bei vielen Kassen wieder einmal deutlich gestiegen – ganz anders als von Gesundheitsministerin Nina Warken versprochen. Seit Wochen ist klar, dass die vollmundigen Ankündigungen der Gesundheitsministerin von stabilen Beiträgen Makulatur sein würden. Um den Chef der Techniker Krankenkasse Dr. Jens Baas zu zitieren: „Der durchschnittliche Zusatzbeitrag, der ja bei 2,9 stabil sein sollte, hat die 3-Prozent-Markt bereits jetzt überschritten. Das ist das Ärgerliche an der Realität: Man kann sie leugnen, aber sie wird dadurch nicht verändert. Nun habe ich keine hellseherischen Fähigkeiten, aber ich kann rechnen!“

HAMBURG (kobinet) Eindringlich warnt der Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg (BSVH) vor den Auswirkungen des Winterwetters mit seinen massiven Gefahren für blinde und sehbehinderte Menschen sowie mobilitätseingeschränkte Menschen. Der Verein fordert, dass Gehwege, taktile Leitsysteme und Haltestellenbereiche konsequent geräumt und gestreut werden, damit sichere Orientierung und selbstständige Fortbewegung möglich bleiben.

Berlin (kobinet) „Ich will raus: Von der Exklusion zur Inklusion„, so hat Ottmar Miles-Paul seinen neuen Roman getitelt, der am 1. Januar 2026 erschienen ist. Nach dem Buch Zündeln an den Strukturen entführt uns der Behindertenrechtler in seinem zweiten Roman nun ins Jahr 2034. Die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen gilt dann 25 Jahre in Deutschland. Die behinderte Aktivistin Helen Weber soll deshalb in der renommierten Fernsehsendung Menschenrechte konkret von den Erfolgen der Enthinderungsgruppe berichten. Ein brisanter Recherchebericht über Verquickungen von Politiker*innen mit Behinderteneinrichtungen soll zudem ausgestrahlt werden. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse“, heißt es u.a. im Klappentext des 304 Seiten umfassenden Romans, der neben der Druckversion auch als E-Book erhältlich ist.

Bonn (kobinet) „Menschenrechte sind nicht verhandelbar“, unter dieses Motto hat die Aktion Mensch die Aktivitäten zum diesjährigen Europäischen Protesttag um den 5. Mai 2026 herum gestellt. „Jährlich am 5. Mai findet der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung statt. Seit Jahrzehnten unterstützt die Aktion Mensch Aktivist*innen finanziell und logistisch dabei, rund um diesen Tag ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen. Hier erfährst du, unter welchen Vorzeichen der nächste 5. Mai stattfindet und wie du Unterstützung bekommst, wenn du selbst eine Aktion planst“, heißt es auf der Internetseite der Aktion Mensch zum Protesttag. Anträge können dieses Jahr für Protestaktionen gestellt werden, die im Zeitraum vom 2. bis 10. Mai 2026 stattfinden. Je nachdem, wann und ob der Gesetzentwurf für die Reform des Behindertengleichstellungsgesetz bzw. für die Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz von der Bundesregierung vorgelegt wird, könnte der Protestzeitraum in die heiße Phase der Gesetzesverabschiedung durch den Bundestag fallen.

Köln (kobinet) REHADAT hat – wie in den Vorjahre – das aktuelle Verzeichnis der Inklusionsbetriebe in Deutschland veröffentlicht. REHADAT ist ein 1989 eingeführtes, zentrales und unabhängiges Informationssystem zur beruflichen Teilhabe und Inklusion von Menschen mit Behinderung; gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales aus Mitteln der Ausgleichsabgabe; Träger ist das Institut der deutschen Wirtschaft. Darauf macht Henry Spradau in seinem Beitrag für die kobinet-nachrichten aufmerksam.

Bonn / Berlin (kobinet) Schon seit 20 Jahren bringt der Tagesspiegel die Paralympics-Zeitung heraus und nun ist die Aktion Mensch dabei Mitherausgeberin. „Gemeinsam berichten wir schon im Vorfeld zu den Winter-Paralympics, die im März 2026 in Mailand und Cortina stattfinden. Zusätzlich behandeln wir allgemeine Themen, die Inklusion im und durch Sport zeigen“, heißt es im aktuellen Newsletter der Aktion Mensch.

Kassel (kobinet) Heute, am Dreikönigstag, finden die traditionellen Treffen der FDP und CSU statt. Da dieses Jahr in acht Bundesländern Landtags- bzw. Kommunalwahlen stattfinden, dürfte damit das Wahlkampfjahr 2026 eingeläutet werden. Auch für behinderte Menschen wird es wichtig sein, wer zukünftig das Sagen in Kommunalparlamenten und Landtagen das Sagen hat. Daher hat die LIGA Selbstvertretung zum Jahresbeginn dazu aufgerufen, sich in die Politik einzumischen und die Kandidat*innen nach ihren Positionen zur Behindertenpolitik zu befragen.

Berlin (kobinet) Zum Vorstoß des niedersächsischen Gesundheitsministers Andreas Philippi für schnellere Facharzttermine hat sich die VdK-Präsidentin Verena Bentele zu Wort gemeldet: „Eine Termingarantie, die sicherstellt, dass Patientinnen und Patienten innerhalb von vier Wochen einen Facharzttermin erhalten oder alternativ einen Krankenhaustermin vermittelt bekommen, ist ein richtiger und überfälliger Schritt. Sie trägt dazu bei, Ungleichbehandlungen zwischen gesetzlich und privat Versicherten zu reduzieren und stärkt die Patientenrechte.“

Berlin (kobinet) „‚Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.‘ Artikel 1 Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. Lasst uns 2026 daran arbeiten, das zu verwirklichen. Auf ein Jahr voller guter Überraschungen!“ Mit diesem Vorsatz geht die Antidiskriminierungsstelle des Bundes in das noch recht neue Jahr 2026. Zudem weist Ferda Ataman und die Antidiskriminierungsstelle auf die aktuell laufende große Umfrage zu Diskriminierungen in Deutschland hin, an der man sich u.a. unter folgendem Link beteiligen kann: Link zur Umfrage zu Diskriminierung in Deutschland – Deine Erfahrung zählt!

Berlin (kobinet) Anlässlich des Welt-Braille-Tags, der alljährlich am 4. Januar begangen wird, hat der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) in seinem Newsletter dbsv-direkt auf das Jubiläumsjahr „200 Jahre Brailleschrift“ zurückgeblickt. „Blinde und sehbehinderte Menschen auf der ganzen Welt haben den 200. Geburtstag der 1825 von Louis Braille entwickelten Punktschrift gefeiert. Die Europäische Blindenunion und der DBSV haben im Jubiläumsjahr täglich Beiträge rund um Braille veröffentlicht. Diese Inhalte sind weiterhin dauerhaft unter www.livingbraille.eu abrufbar“, so der Hinweis im Newsletter.

KIEL (kobinet) Barrierefreie Angebote bei Unterkünften, Restaurants, Ausflugszielen oder Wanderwegen sind für viele Menschen entscheidend bei ihrer Urlaubsbuchung. Das Land stärkt jetzt sein Angebot im barrierefreien Tourismus – mit einer „Masterlizenz“ des bundesweiten Zertifizierungssystems „Reisen für Alle“. Ziel ist es, verlässliche und gut auffindbare Informationen zur Barrierefreiheit touristischer Angebote bereitzustellen und so die Weiterentwicklung des Tourismus im Land zu unterstützen. Wirtschafts- und Tourismusminister Claus Ruhe Madsen hob in diesem Zusammenhang hervor: „Das Informations- und Zertifizierungssystem ermöglicht es Gästen, eigenständig zu beurteilen, wie geeignet ein touristisches Angebot für die jeweiligen Bedürfnisse ist“ und rief die Unternehmen in Schleswig-Holstein dazu auf, sich an der Initiative zu beteiligen.

MÜNCHEN (kobinet) Das Bayerische Sozialministerium unterstützt Betriebe, die Menschen mit Behinderung einstellen und beschäftigen. 2025 lag die Fördersumme bei rund 60 Millionen Euro. Betriebe können Mittel beantragen, etwa um Arbeitsplätze so zu gestalten, dass Menschen mit Behinderung dort gut arbeiten können. Darüber hinaus erhalten sie auch umfassende Beratung. In Bayern existieren flächendeckend Einheitliche Ansprechstellen für Arbeitgeber (EAA). Ab 2026 fördert das Sonderprogramm „Inklusionsimpuls Bayern“ neue Arbeits- und Ausbildungsplätze für Menschen mit Behinderung mit bis zu 18.000 Euro.

HANNOVER (kobinet) Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen informiert auch in diesem Jahr im Rahmen seiner digitalen Vortragsreihe wieder kostenlos rund um verschiedene sozialrechtliche Themen. Am 29. Januar 2026 geht es mit einem Online-Vortrag zum Thema „Altersrenten“. Die Veranstaltung findet von 16.00 Uhr bis 17.30 Uhr statt und steht sowohl Mitgliedern und als auch Interessierten offen. Eine Anmeldung ist bis zum 26. Januar 2026 möglich. Mehr Details zu weiteren geplanten Vortragsthemen sind auf dieser Internetseite zu erfahren.

Berlin (kobinet) Zwei Meldungen der letzten Tage haben bei kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul die Frage aufgeworfen, wie die Behindertenbewegung an mehr Geld für Lobbyist*innen und Parteispenden kommen kann. Denn anscheinend öffnen Geld und Lobbyist*innen nicht nur so manche Türen, sondern beeinflussen auch so manche Herzen und Entscheidungen. Warum würden sonst Großspenden an Parteien geleistet bzw. gut bezahlte Lobbyist*innen massenhaft losgeschickt, um Gesetzentwürfe und Abgeordnete zu beeinflussen. Ein aktueller Bericht der Bürgerbewegung Finanzwende zeigt angesichts der Eintragungen im Lobbyregister des Bundestages auf, welche Branchen wieviel Geld in Lobbyarbeit investieren. Behindertenverbände sind in diesem Bericht übrigens nicht erwähnt.

Bonn (kobinet) „Schon in den 1950er Jahren haben Forschende versucht, Computerprogramme zu entwickeln, die menschliche Fähigkeiten wie logisches Denken oder Kreativität nachahmen. Heute ist KI überall. Etwa mit barrierefreier Routenplanung oder Übersetzungen in Einfache Sprache kann Künstliche Intelligenz im Alltag eine Unterstützung sein. Sie kann aber auch zu Diskriminierung und Ausgrenzung führen.“ So heißt es imn aktuellen Newsletter der Aktion Mensch mit dem Hinweis auf einen Beitrag auch zur Innovation für faire KI-Chatbots.

Berlin (kobinet) 2024 verurteilte das US-Verkehrsministerium American Airlines zu einer Geldstrafe wegen beschädigter Rollstühle und Mobilitätshilfen. Nun wurde entschieden, dass das Geld in Verbesserungsmaßnahmen investiert werden muss. Darauf hat Katharina Müllebner vom österreichischen Online-Nachrichtendienst BIZEPS aufmerksam gemacht. Dem Bericht zufolge müssen American Airlines 16,8 Millionen US-Dollar in Maßnahmen für Fluggäste mit Behinderungen investieren. Dabei geht es u.a. um 119 zusätzliche Rollstuhllifte an den Flughäfen Miami, Philadelphia und Chicago-O’Hare. Zudem ist die Fluglinie verpflichtet, mobile Geräte und Software-Verbesserungen einzuführen, die eine punktgenaue Verfolgung der Rollstühle während des gesamten Transports ermöglichen.

Bochum (kobinet) Eine kobinet-Leserin hat die Redaktion darauf aufmerksam gemacht, dass es auch andere Beispiele wie den sonst weitverbreitete Automatismus gibt, nach Abschluss der Förderschule in eine Werkstatt für behinderte Menschen zu wechseln. In Bochum konnte für einen jungen Mann, der die Förderschule für geistige Entwicklung beendet hatte und der nicht wie angeboten in die Werkstatt für behinderte Menschen wollte, ein Arbeitsplatz in einem Imbiss mit Hilfe der Unterstützten Beschäftigung und der Agentur für Arbeit geschaffen werden.

Frankfurt (kobinet) Die Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) hat in der Reihe REHA-INFO eine Information zum Thema Sprache herausgegeben. Gerade für Menschen mit Behinderungen kann eine angemessene sprachliche Verständigung ein wichtiger Bestandteil für eine selbstgestimmte und gleichberechtigte Teilhabe in allen Lebensbereichen sein. Darauf macht Henry Spradau in seinem Beitrag für die kobinet-nachrichten über die Arbeit der BAR und die Broschüre aufmerksam.

Staufen (kobinet) Solche, die Wasser predigen und selber Wein trinken und letzteres nicht einmal heimlich – zu dieser Sorte Leute zählen auch die Neujahrs-BotschafterInnen, die von der Allgemeinheit fordern, den Gürtel enger zu schnallen und „gemeinsam Opfer zu bringen“. Während sie sich selber davon ausnehmen und schamlos an einer extremen sozialen Ungleichheit nichts auszusetzen haben. Aber „der Sozialstaat“! Nicht länger finanzierbar! Zum Beispiel Eingliederungshilfe für behinderte Menschen, unbezahlbar! Und was dem Gerede von der solidarischen Opfergemeinschaft die Krone aufsetzt, Aufopferungsbereitschaft wird nun auch wieder für einen bevorstehenden Krieg verlangt.
Einen Krieg, „wie zu Zeiten unserer Eltern und Großeltern“ (NATO-Generalsekretär Rutte), ergo mit Abermillionen Toten, Traumatisierten. Kriegsversehrten.

Berlin (kobinet) Die Stille ist eine große Kunst der Unterhalung.

Neu-Isenburg (kobinet) Das Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation (KfH) hat zwei Broschüren veröffentlicht: „Peritonealdialyse“ und „Heimhämodialyse“: Die Broschüren informieren zu den beiden Heimdialyseverfahren Heimhämodialyse und Peritonealdialyse mit Faktencheck und nützlichen Tipps für den Alltag. Download der beiden Broschüren unter: https://www.kfh.de/patienteninformationen#section-115

Berlin (kobinet)
Die Kritik am System der Werkstätten für behinderte Menschen reißt nicht ab, vielleicht gerade weil die Bundesregierung eine längst überfällige Reform immer noch nicht angepackt hat. „Werkstätten für behinderte Menschen sollen den Sprung in ein geregeltes Berufsleben ermöglichen. In einem Bruchteil der Fälle klappt das. Die allermeisten Betroffenen bleiben dagegen als billige Arbeitskräfte auf ihrer Stelle kleben – mit Hungerlohn und ohne Perspektive. Das nutzen ausgerechnet solche Firmen schamlos aus, die auf die Integration Benachteiligter pfeifen.“ So heißt es in der Einführung des Beitrags von Ralf Wurzbacher, den dieser auf den NachDenkSeiten mit dem Titel „2,20 Euro Stundenlohn – Wie deutsche Unternehmer mit Inklusion exklusive Profite machen“ veröffentlicht hat und den Andreas Reigbert den kobinet-nachrichten empfohlen hat.