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Winterwetter bringt massive Gefahren

Schiff und Elbphilharmonie im Hamburger Hafen bei Eisschollen auf der Elbe
Der Hamburger Hafen im Winter
Foto: videomaxic In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

HAMBURG (kobinet) Eindringlich warnt der Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg (BSVH) vor den Auswirkungen des Winterwetters mit seinen massiven Gefahren für blinde und sehbehinderte Menschen sowie mobilitätseingeschränkte Menschen. Der Verein fordert, dass Gehwege, taktile Leitsysteme und Haltestellenbereiche konsequent geräumt und gestreut werden, damit sichere Orientierung und selbstständige Fortbewegung möglich bleiben.

Hamburg verzeichnet momentan die stärksten Schneefälle seit 15 Jahren. Die Wetterdienste warnen weiterhin vor Glätte und Schneeverwehungen. Insbesondere an Gehwegen, Haltestellen und Verkehrsquerungen ist die Lage angespannt. Diese winterlichen Bedingungen führen dazu, dass für Menschen mit Seh oder Mobilitätsbeeinträchtigung Strukturen wie taktile Leitstreifen, Bordsteinkanten oder ebenfalls für die Orientierung wichtige Untergrundstrukturen durch Schnee verdeckt oder unkenntlich sind. Ungeräumte und vereiste Wege machen es Betroffenen nahezu unmöglich, sich eigenständig und sicher im öffentlichen Raum zu bewegen. Viele bleiben daher zu Hause oder riskieren bei jedem Spaziergang, an Haltestellen oder Straßenüberquerungen zu stürzen und verletzt zu werden. Auch eine eigenständige Orientierung, selbst auf bekannten Wegen, ist derzeit kaum möglich.

Der BSVH fordert daher: Sichere, geräumte und gestreute Gehwege, Leitstreifen und Haltestellenbereiche – auch abseits der Hauptverkehrsstraßen sowie eine Sensibilisierung für die besonderen Gefahren für Menschen mit Sinnesbehinderungen bei Schnee und Eis.