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Gesetzliche Krankenkassen wieder einmal teurer als angekündigt

Zeichnung einer aus vier Personen bestehenden Familie unter einem Schutzschirm
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Foto: Tumisu In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

FRANKFURT am MAIN (kobinet) Die Zusatzbeiträge der deutschen gesetzlichen Krankenkassen für das Jahr 2026 sind jetzt bekannt. Wie eine Untersuchung des Portals "gesetzlichekrankenkassen.de" zeigt, sie sind bei vielen Kassen wieder einmal deutlich gestiegen – ganz anders als von Gesundheitsministerin Nina Warken versprochen. Seit Wochen ist klar, dass die vollmundigen Ankündigungen der Gesundheitsministerin von stabilen Beiträgen Makulatur sein würden. Um den Chef der Techniker Krankenkasse Dr. Jens Baas zu zitieren: "Der durchschnittliche Zusatzbeitrag, der ja bei 2,9 stabil sein sollte, hat die 3-Prozent-Markt bereits jetzt überschritten. Das ist das Ärgerliche an der Realität: Man kann sie leugnen, aber sie wird dadurch nicht verändert. Nun habe ich keine hellseherischen Fähigkeiten, aber ich kann rechnen!"

Schon die große Erhöhungswelle im Januar 2025 hatte gezeigt, dass die Prognosen des sogenannten Schätzerkreises des Bundesgesundheitsministeriums das Papier nicht wert sind, auf dem sie gedruckt sind. Und dann haben nochmal 20 von 93 Krankenkassen (ohne die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau, die ein Sonderfall ist) ihre Beiträge zusätzlich auch noch unterjährig erhöht. Der Schätzerkreis hatte dann im Oktober seine Prognose für 2026 auf etwa das zu diesem Zeitpunkt tatsächlich vorliegende Niveau angehoben – aber, nach Einschätzung des Portals „gesetzlichekrankenkassen.de“ leider den weiteren Finanzbedarf durch steigende Kosten und die Notwendigkeit der Reserveauffüllung nicht ausreichend berücksichtigt.

Die Analysen des Vergleichsportals gesetzlichekrankenkassen.de zeigen, dass gerade einmal 20 der ab Januar diesen Jahres noch 92 Gesetzlichen Krankenkassen (nach Fusion der BKK Rieker.RICOSTA.Weisser auf die SBK Siemens-BKK und ohne Landwirtschaftliche Sozialversicherung) unter dem berechneten Wert liegen.
Günstiger wurde es bei nur zwei Kassen, teurer aber bei 44 gesetzlichen Krankenkassen.

Weitere Einzelheiten sind in einer Gesamtübersicht der gesetzlichen Krankenkassen zu erfahren.