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Diskriminierung: Barrierefreier Zugang um die Ecke

Sharepic zur Diskriminierung aufgrund von Umwegen wegen Barrieren
Sharepic zur Diskriminierung aufgrund von Umwegen wegen Barrieren
Foto: DBR

Kassel / Berlin (kobinet) „Neulich im Alltag: ‚Der barrierefreie Zugang ist gleich um die Ecke. Sie müssen nur 500 Meter geradeaus und dann rechts durch das Lieferententor. Ach Mensch, ich weiß jetzt gar nicht wer einen Schlüssel dafür hat.“ Mit diesem mittlerweile 15. über Twitter verbreiteten Sharepic zeigt der Deutsche Behindertenrat (DBR) mittels einer Social Media Aktion auf, wo behinderte Menschen im Alltag immer noch diskriminiert werden und warum die Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) dringend nötig ist. Die Ampelkoalition hat in ihrem Koalitionsvertrag geregelt, dass das seit 2006 geltende AGG reformiert werden soll. Bisher liegt immer noch kein Referentenentwurf des Bundesjustizministeriums vor.

Hilferuf: Arbeitgeber*innen-Modell in Berlin in Gefahr

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Berlin (kobinet) „Arbeitgeber*innen-Modell in Gefahr: Refinanzierung der Tarifniederschrift zwischen AAPA und ver.di wird weiterhin blockiert!“ So hat sich die Berliner Arbeitsgemeinschaft der Arbeitgeber*innen mit Persönlicher Assistenz (AAPA) an die Öffentlichkeit gewandt. Hintergrund des Hilferufs ist, dass das Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) als untergeordnete Behörde der Berliner Senatsverwaltung für Soziales die Auszahlung von Finanzmitteln blockiert und sich damit dem politischen Willen der Regierungsfraktionen widersetzt. Sowohl im Koalitionsvertrag von CDU und SPD vom 26. April 2023 als auch in den Richtlinien zur Regierungspolitik vom 16. Mai 2023 werde den behinderten Arbeitgeber*innen und den bei ihnen angestellten Assistent*innen die Umsetzung der Tarifvereinbarung vom 30. Juni 2021 zugesichert. Dabei geht es u.a. um die gleichberechtigte Bezahlung von bei behinderten Menschen beschäftigten Assistent*innen mit denjenigen, die für einen ambulanten Dienst arbeiten.

Informationen zur Landtagswahl in Bayern

Logo BBSB
Logo Bayerische Blinden- und Sehbehindertenbund e.V.
Foto: Bayerische Blinden- und Sehbehindertenbund e.V.

München (kobinet) Die Landtagswahl in Bayern findet am 8. Oktober 2023 statt. Menschen mit Behinderung, die sich über Programminhalte der Parteien informieren möchten, stoßen mitunter auf Barrieren. Auf der Homepage des Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbunds (BBSB) stehen seit ab dem 5. Juli vier barrierefreie Videos zu den Themen Inklusion und Teilhabe zur Verfügung.

Über 8.400 schwerbehinderte Akademiker*innen suchen Job

Text Bundesagentur für Arbeit, Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV)
Logo der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung
Foto: ZAV

Bonn (kobinet) Über 8.400 schwerbehinderte Akademiker*innen waren im Mai 2023 bundesweit arbeitslos und auf der Suche nach einer neuen Anstellung. Ein Fachkräftepotential, das auch für Ihr Unternehmen sehr interessant sein kann. Darauf weist der Arbeitgeber-Service für schwerbehinderte Akademiker (AG-S sbA) hin, der Arbeitgeber*innen bei der Gewinnung motivierter Bewerber*innen unterstützt und für Fragen rund um die Einstellung zur Verfügung steht.

Sofortige Übergangslösung für Unabhängige Patientenberatung nötig

Mann mit weißem Haar im dunklen Anzug mit weißem Hemd und schwarzem Schlips
Pressefoto von Hubert Hüppe
Foto: René Golz

Berlin (kobinet) „Lauterbachs Gesetz zur Unabhängigen Patientenberatung gescheitert: Sofortige Übergangslösung ist nötig“, so titelt der CDU-Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe seine Pressemeldung, die er als zuständiger Berichterstatter der Arbeitsgruppe Gesundheit der Bundestagsfraktion der CDU/CSU anlässlich der heutigen Aktion des Fachpersonals der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD) vor dem Bundesgesundheitsministerium am 5. Juli verbreitet hat. Zuvor hat er sich vor Ort ein Bild von der Aktion und über die Situation gemacht. „Die gescheiterte Gründung der in Minister Lauterbachs UPD-Gesetz vorgesehenen Stiftung stellt die Fortsetzung der Unabhängigen Patientenberatung ab 1. Januar 2024 in Frage“, erklärte Hubert Hüppe.

Protest der Mitarbeiter*innen der Unabhängigen Patientenvertretung

UPD-Demo in Berlin
UPD-Demo in Berlin
Foto: Hubert Hüppe

Berlin (kobinet) Geht bei der Unabhängigen Patient*innenberatung Deutschland (UPD) Ende des Jahres das Licht aus, ohne dass es eine entsprechende Nachfolgeregelung gibt? Dies befürchten nicht nur die bisherigen Mitarbeiter*innen der Unabhängigen Patient*innenberatung. „Heute findet keine Beratung statt – Mitarbeitende protestieren gegen das vorläufige Aus der UPD“, heißt es daher auf der Homepage der UPD. Der Bundestagsabgeordnete der CDU/CSU, Hubert Hüppe, der vor Ort bei der Demonstration vor dem Bundesgesundheitsministerium war, hat die kobinet-nachrichten auf die Protestaktion aufmerksam gemacht.

Mittel für Ausbau von Integrationsangeboten gefordert

Links Regenbogenfahne, rechts dahinter ein blaues Herz, davor Figuren von Menschen in mehreren Farben
Bild zur Integration
Foto: Pixabay/susan-lu4esm

STUTTGART (kobinet) Der Paritätische Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg begrüßt ausdrücklich die im Gesetz zum beschlossenen Fachkräfteeinwanderungsgesetz enthaltenen Neuerungen zur Weiterentwicklung der Fachkräfteeinwanderung und Erleichterung bei der Anwerbung ausländischer Fachkräfte. Damit die Aufnahme und Integration gelingt, fordert der Verband den nachhaltigen Ausbau der Integrationsangebote und eine sichere Finanzierung der Flüchtlings- und Migrationsberatung.

70 Jahre Landeswohlfahrtsverband Hessen

Buchstaben LWH Hessen mit  liegendem Semikolon als angedeutetes Lächeln auf weißem Grund
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Foto: gemeinfrei

KASSEL (kobinet) Im Ständehaus in Kassel wurde gestern Abend das 70jähriges Jubiläums des Bestehens der Landeswohlfahrtsverbandes (LWH) Hessen gefeiert. Im Mittelpunkt stand der Blick auf die Entwicklung der Behindertenhilfe in Hessen von der Fürsorge zur selbstbestimmten Teilhabe. In seiner Begrüßung stellte Friedel Kopp, Präsident der LWV-Verbandsversammlung fest: „Unser Verband trägt entscheidend dazu bei, dass die hilfesuchenden Menschen in allen Teilen unseres Landes Hessen ein gleich gutes Qualitäts-Angebot für die eigene Lebensführung in Anspruch nehmen können, denn Inklusion ist kein Selbstläufer.“

Alternativen zu Werkstätten im Gesundheitswesen

Rotes Fragezeichen auf einer Hand links, grünes Ausrufezeichen auf einer Hand rechts
Fragen und Antworten unmittelbar erhältlich
Foto: Pixabay/geralt

Kassel / Altenkirchen (kobinet) „Warum arbeiten nicht mehr Menschen, die bisher in Werkstätten für behinderte Menschen beschäftigt sind, im Gesundheitswesen und im Pflegebereich?“ Das fragt sich der Sprecher der LIGA Selbstvertretung, Ottmar Miles-Paul, angesichts eines Berichts des SWR, der aufzeigt, welche Tätigkeiten von Menschen, die bisher in Werkstätten für behinderte Menschen gearbeitet haben, in einem Krankenhaus ausüben können.

Zahl schwerbehinderter Arbeitsloser im Juni 2023 angestiegen

Logo der Bundesagentur für Arbeit
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Foto: BA

Nürnberg (kobinet) Die Zahl der schwerbehinderten Arbeitslosen ist im Juni 2023 angestiegen. Dies geht aus den Zahlen der Bundesagentur für Arbeit hervor. So waren im Juni 2023 164.346 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet. Dies sind fast 1.300 mehr als im Vormonat und fast 2.500 mehr als im Vorjahr.

Diskriminierung von Nutzer*innen von Assistenzhunden bei Taxifahrten

Sharepic zur Diskriminierung von Nutzer*innen von Assistenzhunden bei Taxifahrten
Sharepic zur Diskriminierung von Nutzer*innen von Assistenzhunden bei Taxifahrten
Foto: DBR

Kassel / Berlin (kobinet) „Neulich im Alltag: ‚Ich nehme keine Hunde mit. Egal was das für ein Hund ist. Machen Sie mir das Auto hinterher sauber? Die von der Zentrale sollen einen Kollegen schicken.‘ – AGG Reform Jetzt!“ Mit diesem mittlerweile 14. über Twitter verbreiteten Sharepic zeigt der Deutsche Behindertenrat (DBR) mittels einer Social Media Aktion auf, wo behinderte Menschen im Alltag immer noch diskriminiert werden und warum die Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) dringend nötig ist. Die Ampelkoalition hat in ihrem Koalitionsvertrag geregelt, dass das seit 2006 geltende AGG reformiert werden soll. Bisher liegt immer noch kein Referentenentwurf des Bundesjustizministeriums vor.

ServusTV kennzeichnet nun untertitelte Sendungen

Logo: ServusTV
Logo: ServusTV
Foto: ServusTV

Wien (kobinet) „Der Verband Österreichischer Privatsender (VÖP) – zu dem auch ServusTV gehört – führt regelmäßig mit dem Österreichischen Behindertenrat Austauschgespräche durch. Eine der Anregungen an ServusTV war, im TV-Programm untertitelte Angebote zu kennzeichnen. Seit Ende Juni 2023 können Nutzer:innen von ServusTV nun einfacher erkennen, ob eine Sendung untertitelt ist. Neben dem Sendungsnamen wird mit einem ‚UT‘-Kürzel auf die vorhandene Untertitelung hingewiesen.“ Über diese Neuerung berichtet der österreichische Online-Nachrichtendienst BIZEPS.

VdK-Präsidentin: Der Sozialstaat darf nicht kaputtgespart werden

Verena Bentele
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Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Heute, am 5. Juli, will das Bundeskabinett über den Haushaltsentwurf 2024 abstimmen. Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) hat einen „strikten Haushaltskurs“ angekündigt. Der Sozialverband VdK befürchtet große Einschnitte bei Sozialleistungen. Dazu sagt VdK-Präsidentin Verena Bentele: „Viele Menschen in unserem Land fühlen sich zunehmend abgehängt und mit ihren alltäglichen Sorgen nicht mehr gesehen. Wir befürchten, dass sich diese Entwicklung weiter verschärfen wird, wenn auf dem Rücken der Ärmsten gespart wird. Der Sozialstaat darf nicht kaputtgespart werden. Für unsere Demokratie und eine krisenfeste Gesellschaft brauchen wir einen starken Sozialstaat.“

Buch: „A Special Life: Die Geschichte eines Lebens“

Umschlag zum Buch, Blau mit Strahlenmuster
Cover zum Buch
Foto: Tanja Begerack und der Verlag

Berlin (kobinet) Wie wir erfahren haben, erschien das Buch „A Special Life: Die Geschichte eines Lebens“ von Tanja Begerack kürzlich. Es wurde uns von „Presse für Autoren und Bücher“ empfohlen und wir reichen die Informationen dazu gern weiter.
„Das Buch „A Special Life: Die Geschichte eines Lebens“ von Tanja Begerack ist eine packende Autobiografie voller außergewöhnlicher Erfahrungen.“

Digitales Wörterbuch Deutsche Gebärdensprache wird ausgezeichnet

Symbol Gebärdensprache
DGS Symbol Gebärdensprache
Foto: public domain

Baden-Baden (kobinet) „Der undotierte Institutionenpreis Deutsche Sprache 2023 geht an das Digitale Wörterbuch Deutsche Gebärdensprache (DW-DGS), das am Institut für Deutsche Gebärdensprache und Kommunikation Gehörloser an der Universität Hamburg angesiedelt ist.“ Darüber freut sich Lela Finkbeiner auf Twitter und gratuliert den Preisträger*innen des Kulturpreises Deutsche Sprache 2023. Die Preisverleihung findet am 30. September in Baden-Baden statt, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (rnd) mitteilt.

Diskriminierung aufgrund fehlender Gebärdensprachdolmetschung

Sharepic zur Diskriminierung aufgrund fehlender Gebärdensprachdolmetschung
Sharepic zur Diskriminierung aufgrund fehlender Gebärdensprachdolmetschung
Foto: DBR

Kassel / Berlin (kobinet) „Neulich im Alltag: ‚An der Qualifizierungsmaßnahme können Sie nicht teilnehmen. Wir haben keine Gebärdensprachdolmetschung. Das Angebot ist nur etwas für Hörende.‘ – AGG Reform Jetzt!“ Mit diesem mittlerweile 13. über Twitter verbreiteten Sharepic zeigt der Deutsche Behindertenrat (DBR) mittels einer Social Media Aktion auf, wo behinderte Menschen im Alltag immer noch diskriminiert werden und warum die Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) dringend nötig ist. Die Ampelkoalition hat in ihrem Koalitionsvertrag geregelt, dass das seit 2006 geltende AGG reformiert werden soll. Bisher liegt immer noch kein Referentenentwurf des Bundesjustizministeriums vor.

Erster rollstuhlgerechter Sitzplatz vorgestellt

Rollstuhlplatz im Flugzeug
Rollstuhlplatz im Flugzeug
Foto: Priestman Goode

Hamburg (kobinet) Der Flugzeugausstatter Delta präsentierte einem Bericht der österreichischen Online-Nachrichtendienstes BIZEPS zufolge den ersten Prototyp für einen rollstuhlgerechten Sitzplatz auf der Expo für Flugzeuginnenausstattung von 6. bis 8. Juni 2023 in Hamburg. Reiseblogger und Rollstuhlfahrer John Morris hat diesen dem Bericht zufolge getestet.

Appell für Suizidprävention

Symbol Ausrufezeichen

Berlin (kobinet) Am 6. Juli berät der Deutsche Bundestag über zwei verschiedene Gesetzesentwürfe zur Regelung der Beihilfe zum Suizid sowie über zwei Entschließungsanträge, die die Verpflichtung der Bundesregierung zur Vorlage eines Suizidpräventionsgesetzes enthalten. Dem evangelischen Fachverband für Teilhabe (BeB) ist dabei wichtig, dass sich die Mitglieder des Deutschen Bundestages verstärkt mit den Bedarfen von Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung beschäftigen. Daher hat der Fachverband einen dringenden Appell für eine umfassende Suizidprävention zum Schutz von Menschen mit Behinderung und psychischer Erkrankung an die Bundestagsabgeordneten gerichtet.

An der Kindergrundsicherung darf nicht gespart werden

Verena Bentele
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Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Die Bertelsmann Stiftung hat ihren aktuellen Report zur Kinderarmut vorgestellt. Daraus geht nach Informationen des Sozialverband VdK hervor, dass es rund drei Millionen Kinder in Deutschland gibt, die von Armut bedroht und betroffen sind. Dennoch sehe der Haushaltsentwurf des Finanzministers nur zwei Milliarden Euro als Merkposten für die Kindergrundsicherung vor. An der Kindergrundsicherung dürfe aber nach Ansicht der Präsidentin des Sozialverband VdK Deutschland Verena Bentele nicht gespart werden.

Schlusslicht bei der Beschäftigung schwerbehinderter Menschen

Logo VdK Baden-Württenberg
Logo VdK Baden-Württenberg
Foto: VdK Baden-Württenberg

STUTTGART (kobinet) Das Land Baden-Württemberg verfehlt seit Jahren die Beschäftigungsquote schwerbehinderter Menschen in der Landesverwaltung: Seit 2019 sank sie im Jahresdurchschnitt von 4,46 Prozent auf 4,24 Prozent in 2020. Für das Jahr 2021 beträgt die errechnete Beschäftigungsquote nur noch 4,12 Prozent. Der Sozialverband VdK Baden-Württemberg kritisiert die fehlende Vorbildfunktion des Landes und fordert die Landesregierung auf, endlich wirksame Maßnahmen zu ergreifen und den Trend umzukehren.

Diskriminierung: Nur ein Rollstuhlplatz im Bus vorgesehen

Sharepic zur Diskriminierung im Bus mit nur einem Rollstuhlplatz
Sharepic zur Diskriminierung im Bus mit nur einem Rollstuhlplatz
Foto: DBR

Kassel / Berlin (kobinet) „Neulich im Alltag: ‚Tur mir leid, ich habe nur einen vorgesehenen Rollstuhlplatz im Bus. Und darf daher nur einen Rollstuhl mitnehmen, egal wieviel Platz ist. Der nächste Bus kommt in einer Stunde.‘ – AGG Reform Jetzt'“ Mit diesem mittlerweile zwölften über Twitter verbreiteten Sharepic zeigt der Deutsche Behindertenrat (DBR) mittels einer Social Media Aktion auf, wo behinderte Menschen im Alltag immer noch diskriminiert werden und warum die Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) dringend nötig ist. Die Ampelkoalition hat in ihrem Koalitionsvertrag geregelt, dass das seit 2006 geltende AGG reformiert werden soll. Bisher liegt immer noch kein Referentenentwurf des Bundesjustizministeriums vor.

IGEL-Monatsrückblick auf die Behindertenpolitik im Juni 2023

Logo: IGEL kobinet Monatsrückblick
Logo: IGEL kobinet Monatsrückblick
Foto: IGEL

Bad Segeberg / Kassel (kobinet) „Besser in Szene setzen – vom Pride-Monat bis Special Olympics – Der Monatsrückblick mit den kobinet-nachrichten“, so titelt der Macher des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) den Monatsrückblick zur Behindertenpolitik auf den Juni 2023. Zusammen mit kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul blickt Sascha Lang auf die Ereignisse und Berichterstattung der kobinet-nachrichten im Juni 2023 in Sachen Behindertenpolitik zurück und beleuchtet dabei eine Reihe aktueller Themen.

ZsL Mainz feiert 30. Jubiläum am 11. Juli auf dem Karmeliterplatz

Logo: 30 Jahre ZsL Mainz Selbst.Bestimmt.Leben
Logo: 30 Jahre ZsL Mainz Selbst.Bestimmt.Leben
Foto: ZsL Mainz

Mainz (kobinet) Das Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen (ZsL) Mainz lädt zur großen ZsL-Jubiläums-Feier im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Mainz lebt auf seinen Plätzen“ ein. Die Jubiläumsveranstaltung findet am 11. Juli von 16:00 Uhr bis 21:00 Uhr auf dem Karmeliterplatz im Herzen der Stadt Mainz statt. „Wir feiern 30 Jahre ZsL Mainz. Wir feiern 30 Jahre engagiertes Eintreten für die Interessen von Menschen mit Behinderungen. Wir feiern Empowerment und wir feiern alle, die sich auf den Weg machen in ein selbstbestimmtes Leben. Viele von Ihnen durften wir schon begleiten durch Beratungen, Workshops oder Dienstleistungen“, heißt es in der Ankündigung der Veranstaltung.

Hohe Zufriedenheit mit ergänzender unabhängigen Beratung

Logo der Fachstelle EUTB
Logo der Fachstelle EUTB
Foto: Fachstelle EUTB

Berlin (kobinet) Über eine hohe Zufriedenheit der Ratsuchenden mit der Beratung durch die ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB) berichtet die EUTB-Fachstelle in ihrem Newsletter. „Während der modellhaften Einführung der Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB®) in den Jahren 2018 bis 2022 nach § 32 Neuntes Buch Sozialgesetzbuch (SGB IX) wurde sie wissenschaftlich begleitet. Nun liegt der Abschlussbericht zur Evaluation vor“, heißt es zum HIntergrund in dem Bericht der Fachstelle EUTB.

Diskriminierung beim Kauf einer Kaffeemaschine

Sharepic zur Diskriminierung beim Kauf einer Kaffeemaschine
Sharepic zur Diskriminierung beim Kauf einer Kaffeemaschine
Foto: DBR

Kassel / Berlin (kobinet) „Neulich im Alltag: ‚Ich verkaufe Ihnen als blinde Person keine Kaffeemaschine. Sie bringen sie doch sowieso wieder zurück. Weil Sie den Touchscreen nicht bedienen können‘ – AGG Reform Jetzt!“ Mit diesem mittlerweile elften über Twitter verbreiteten Sharepic zeigt der Deutsche Behindertenrat (DBR) mittels einer Social Media Aktion auf, wo behinderte Menschen im Alltag immer noch diskriminiert werden und warum die Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) dringend nötig ist. Die Ampelkoalition hat in ihrem Koalitionsvertrag geregelt, dass das seit 2006 geltende AGG reformiert werden soll. Bisher liegt immer noch kein Referentenentwurf des Bundesjustizministeriums vor.

Momentaufnahme 309

Marienkäfer auf dem Grashalm
Marienkäfer
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Sommer ist die Zeit, in der es zu heiß ist, um das zu tun, wozu es im Winter zu kalt war. (Mark Twain)

Gehörlosen-Bund schließt Projekt zur Vertiefung der politischen Verbands- und Öffentlichkeitsarbeit ab

Daumen hoch
Daumen hoch
Foto: Irina Tischer

BERLIN (kobinet) Am Ende der Woche ging ein besonderes Projekt des Deutschen Gehörlosen-Bundes (DGB) zu Ende. Drei Jahre lang arbeiteten Daniel Büter als Referent für politische Arbeit und Wille Felix Zante als Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit daran, den Deutschen Gehörlosen-Bund stärker politisch zu vernetzen, an die Öffentlichkeit zu tragen und natürlich auch die Gebärdensprachgemeinschaft besser zu informieren, aufzuklären und zu vernetzen.

IGEL-Podcast zur Weiterbildung zur Stärkung der Selbstvertretung

Titelbild des IGEL-Podcast zum Empowerment zur Selbstvertretung
Titelbild des IGEL-Podcast zum Empowerment zur Selbstvertretung
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Mainz (kobinet) Die mittlerweile 125. Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) hat dessen Macher Sascha Lang unter folgenden Titel gestellt: „Stärke die Selbstvertretung und die Inklusion erhält einen weiteren Schub“. Dabei sprach Sascha Lang mit der Leiterin des Projektes „Empowerment zur Selbstvertretung behinderter Menschen“ des Bildungs- und Forschungsinstituts zum selbstbestimmten Leben (bifos) Ellen Kubica. Zudem kommen einige Teilnehmende der ersten Weiterbildung im Interview zu Wort.

Wo bleibt der Aktionsplan für ein inklusives Gesundheitswesen?

Jürgen Dusel
Jürgen Dusel
Foto: Henning Schacht

Berlin (kobinet) „Wo bleibt der Aktionsplan für ein inklusives Gesundheitswesen?“ Dies fragt der Inklusionsbeirat der staatlichen Koordinierungsstelle beim Bundesbehindertenbeauftragten an und mahnt die Erfüllung des Koalitionsvertrags an. Die Ampel-Koalition hatte im Koalitionsvertrag vereinbart, bis Ende 2022 einen Aktionsplan für ein diverses, inklusives und barrierefreies Gesundheitswesen zu erarbeiten. Bislang wurde hierzu noch nichts vorgelegt und kein Austausch mit den zu beteiligenden behindertenpolitischen Verbänden begonnen.

Novellierung des Sächsischen Inklusionsgesetzes steht an

Landkarte Lage Sachsen in Deutschland
Lage Sachsen in Deutschland
Foto: Gemeinfrei https://de.wikipedia.org/wiki/Flaggen_und_Wappen_der_L%C3%A4nder_der_Bundesrepublik_Deutschland

DRESDEN (kobinet) Vor rund vier Jahren war das Sächsischen Inklusionsgesetzes in Kraft getreten. Der Landesbeauftragte für Inklusion der Menschen mit Behinderungen, der Sächsische Landesbeirat für die Belange der Menschen mit Behinderungen (SLB) sowie die Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Behindertenbeauftragten der Landkreise und Kreisfreien Städte (LAG-B) stellen mit Blick auf dieses Gesetz fest, dass seitdem weitere Schritte zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention im Freistaat Sachsen erfolgt sind. Ein messbares „Mehr“ an Inklusion im Alltag ist allerdings nur bereichsweise feststellbar. Erwartungen sind auch enttäuscht worden, hierzu steht sinnbildlich der Ausschluss der kommunalen Ebene vom Geltungsbereich des Gesetzes. Die Initiatoren sehen dringenden Novellierungsbedarf beim Sächsischen Inklusionsgesetz.

60 Jahre Bundeselternverband gehörloser Kinder

Internetbild mit Bild von vielen fröghlichen Kindern
Screenshot der Website der Website des Bundeselternverbandes gehörloser Kinder
Foto: H. Smikac

DRESDEN (kobinet) Ende Mai hat der Bundeselternverband gehörloser Kinder (BGK) mit einer Familientagung in Duderstadt sein 60 jähriges Bestehen mit einer großen Tagung für Familien mit Kindern mit Hörbehinderung gefeiert. „Vielfältig ∙ Digital ∙ Stark“ lautete das Motto der Vorträge, Workshops, des Marktplatzes und des Festabends.

Unterwegs für einen inklusiven Arbeitsmarkt

Alexander Ahrens und Maria Trümper vor der BA in Nürnberg
Alexander Ahrens und Maria Trümper vor der BA in Nürnberg
Foto: ISL

Regensburg/Nürnberg (kobinet) „Wir trafen uns heute mit der Koordinationsstelle #Inklusion der @Bundesagentur. Wir sprachen über folgende Themen: Übergang Schule-Beruf, Job-Speed-Dating, EAA, 4. Staffel der Ausgleichsabgabe. Vielen Dank für den guten Austausch!“ Dies twitterte die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) mit einem Bild von Alexander Ahrens und Maria Trümper vor der Bundesagentur für Arbeit am 27. Juni. Dass die beiden diese Woche nicht nur in Nürnberg in Sachen inklusiver Arbeitsmarkt unterwegs waren, sondern auch bei einem Coaching für barrierefreie und inklusive Job-Speed-Datings in Regensburg unterwegs waren, das erfurt kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul im Gespräch mit Alexander Ahrens und Maria Trümper von der ISL.

Trauer um Maik Nothnagel

Maik Nothnagel
Maik Nothnagel
Foto: Barbara Vieweg

Jena/Schmalkalden (kobinet) „Maik Nothnagel starb am 29. Juni 2023 nach langer schwerer Krankheit. Mit ihm verliert die Selbstbestimmt Leben Bewegung eine kämpferische Persönlichkeit.“ Darauf weist Barbara Vieweg vom Jenaer Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen in einem Nachruf auf Maik Nothnagel hin. Sie berichtet u.a. „Maik hatte seit 1990 großen Anteil an der Entwicklung der Selbstvertretung von Menschen mit Behinderungen in Thüringen und in Deutschland. Er setzte sich vor allem für ein selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen außerhalb von Sondereinrichtungen ein und scheute sich auch nicht, mit den Einrichtungsträgern in eine kritische Auseinandersetzung zu gehen. Dies immer mit dem Ziel, Menschen mit Behinderungen ein gleichberechtigtes und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.“

Biblisch Sanftmütige und Friedfertige: Gibt es im Hier und Heute einen Platz für sie?

sitzt auf einer Bank am Wald
Hans-Willi Weis
Foto: Hans-Willi Weis

Staufen (kobinet) Einer der ältesten, menschheitsgeschichtlich frühesten Aktivisten, Menschenfreund und Friedensaktivist, hielt einst auf einem Berg eine Rede, in der er sagte: Wird dir ein Schlag auf die Backe versetzt, so halte dem Schläger auch die andere hin. Zuvor hatte er in seiner Predigt die Sanftmütigen und die Friedfertigen selig gepriesen. – Warum gerade mich, einen Behinderten, die Empfehlung des Bergpredigers und Aktivisten beschäftigt, notiere ich in dieser Juli-Kolumne. Solange es nicht zu heiß ist und ich vorerst keine körperlichen Schläge zu fürchten habe.

Pride Monat von Menschen mit Behinderungen beginnt

Katrin Langensiepen mit Schild: Equality hurts no one
Katrin Langensiepen mit Schild: Equality hurts no one
Foto: Katrin Langensiepen

Brüssel (kobinet) „Equality hurts no one“ (Gleichheit tut niemand weh), steht auf dem Schild, das Katrin Langensiepen anlässlich des Beginns des Disability Pride Monats zeigt. Auf der Internetseite der Europaabgeordneten schreibt diese: „Auf die LGBTIQ Pride im Juni folgt im Juli in den USA die Pride von Menschen mit Behinderungen. Auch in der Europäischen Union fangen Menschen mit Behinderungen an, diesen Monat zu nutzen. Brauchen wir diese Pride?“ Am 28. Juni ist Katrin Langensiepen zusammen mit dem Autor Janis Mc David genau dieser Frage im Rahmen einer Online-Veranstaltung nachgegangen. Der Mitschnitt wurde nun von Katrin Langensiepen veröffentlicht.

Persönliche Erfahrungen zu Ernährung und seelischer Gesundheit gesucht

Bleistift mit Radiergummi am anderen Ende
Eigene Gedanken aufschreiben
Foto: Pixabay/Clker-Free-Vector-Images

SAARBURG (kobinet) Nicht selten treten im Leben Probleme auf, wenn Psychopharmaka genommen werden, eine Wechselwirkung bei Kaffee- und Alkoholkonsum besteht oder widersinnige Wirkungen wie Appetitlosigkeit oder Esssucht durch Neuroleptika ausgelöst werden. Um dies näher in den Fokus zu nehmen, hat die rheinland-pfälzische Selbsthilfeorganisation für seelische Gesundheit SeelenWorte RLP mit Unterstützung der IKK Südwest in 2023 einen Schreibwettbewerb zum Thema „Meine Ernährung und meine seelische Gesundheit“ ausgeschrieben.

Inklusives Team beim AOK-Firmenlauf

Gruppe von Sportlerinnen  und Sportlern mit weiteren Sportlern im Hintergrund
Mitglieder des Paritätischen Teams beim AOK Firmenlauf 2023
Foto: Der Paritätische Baden-Württemberg

STUTTGART (kobinet) Der Paritätische Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg, die Lebenshilfe Pforzheim Enzkreis, der Verein Leben inklusiv Oberboihingen und die Dorfgemeinschaft Tennental haben erstmalig als Paritätisches inklusives Team mit 35 Läuferinnen und Läufern am AOK-Firmenlauf 2023 in Stuttgart teilgenommen. Gemeinsam meisterten sie als Jogger und Walker die sechs Kilometer lange Runde um den Fernsehturm. Am Ende gab es für alle Teilnehmenden eine Medaille.

29 Jahre Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden

Bild vom Grundgesetz
Grundgesetz
Foto: omp

Berlin (kobinet) In der Geschichte der Behindertenbewegung gibt es Daten, an die man sich besonders gern erinnert, Ereignisse, die einen Erfolg markieren. Ein solches Datum ist der 30. Juni 1994, also heute vor 29 Jahren. Damals beschloss der Deutsche Bundestag in seiner Sitzung im Reichstag die Ergänzungen des Grundgesetzes nach der Wiedervereinigung. Mit dabei waren hunderte behinderte Menschen, die sich für die Aufnahme des Satzes „Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden“ in Artikel 3 des Grundgesetzes erfolgreich eingesetzt hatten. Sie begleiteten die Debatte auf den Besucherrängen des Bundestages, hielten eine Pressekonferenz vor dem Reichstag ab und feierten nach dem Beschluss letztendlich den Erfolg im Haus der Kulturen der Welt, erinnert sich kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul in seinem Rückblick auf die damaligen Aktionen der Behindertenbewegung.

Access: 25 Jahre Inklusion auf dem ersten Arbeitsmarkt

Logo von Access
Logo von Access
Foto: Access

Erlangen (kobinet) Was heute in Sachen Inklusion behinderter Menschen auf dem Arbeitsmarkt oft als neu oder als besonders fortschrittlich dargestellt wird, wird in der Region Erlangen schon seit 25 Jahren praktiziert. Die Access GmbH, die damals aus dem Erlanger Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen (ZsL) hervorgegangen ist, kann heute ihr 25jähriges Jubiläum feiern. Als Motto für die Geburtstagsfreier wurde daher „25 Jahre Access – Wir können Inklusion“ gewählt. Um 16:00 Uhr beginnt heute am 30. Juni im Auditorium Siemens Campus in Erlangen die Festveranstaltung.

Radtour zur Gesundheitsministerkonferenz in Dresden gestartet

Plakat zum Protest bei der Gesundheitsministerkonferenz
Plakat zum Protest bei der Gesundheitsministerkonferenz
Foto: ver.di

Dresden (kobinet) Eine Fahrradtour zur Bundesgesundheitsministerkonferenz wurde heute am 30. Juni in Dresden an der Frauenkirche gestartet. „Wer diese und damit Verbesserungen in der Kranken- und Altenpflege mit anschieben kann, ist dazu herzlich eingeladen“, schreibt Peter Müller aus Dresden, der sich u.a. im Seniorenbeirat der Stadt Dresden engagiert. Die Gesundheitsminister*innen des Bundes und der Länder treffen sich am 5. Juli in Friedrichshafen am Bodensee zu ihrer alljährlichen Konferenz Beschäftigte aus dem Gesundheitswesen werden vor Ort ihre Anliegen hörbar machen.