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Access: 25 Jahre Inklusion auf dem ersten Arbeitsmarkt

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Foto: Access

Erlangen (kobinet) Was heute in Sachen Inklusion behinderter Menschen auf dem Arbeitsmarkt oft als neu oder als besonders fortschrittlich dargestellt wird, wird in der Region Erlangen schon seit 25 Jahren praktiziert. Die Access GmbH, die damals aus dem Erlanger Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen (ZsL) hervorgegangen ist, kann heute ihr 25jähriges Jubiläum feiern. Als Motto für die Geburtstagsfreier wurde daher „25 Jahre Access – Wir können Inklusion“ gewählt. Um 16:00 Uhr beginnt heute am 30. Juni im Auditorium Siemens Campus in Erlangen die Festveranstaltung.

Radtour zur Gesundheitsministerkonferenz in Dresden gestartet

Plakat zum Protest bei der Gesundheitsministerkonferenz
Plakat zum Protest bei der Gesundheitsministerkonferenz
Foto: ver.di

Dresden (kobinet) Eine Fahrradtour zur Bundesgesundheitsministerkonferenz wurde heute am 30. Juni in Dresden an der Frauenkirche gestartet. „Wer diese und damit Verbesserungen in der Kranken- und Altenpflege mit anschieben kann, ist dazu herzlich eingeladen“, schreibt Peter Müller aus Dresden, der sich u.a. im Seniorenbeirat der Stadt Dresden engagiert. Die Gesundheitsminister*innen des Bundes und der Länder treffen sich am 5. Juli in Friedrichshafen am Bodensee zu ihrer alljährlichen Konferenz Beschäftigte aus dem Gesundheitswesen werden vor Ort ihre Anliegen hörbar machen.

Diskriminierung bei der Promotion

Sharepci zur Diskriminierung bei der Promotion
Sharepci zur Diskriminierung bei der Promotion
Foto: DBR

Kassel / Berlin (kobinet) „Neulich im Alltag: ‚Ich glaube nicht, dass Sie mit Ihrer Behinderung das Promotionsthema sicher bewältigen können.‘ – AGG Reform Jetzt!“ Mit diesem mittlerweile zehnten über Twitter verbreiteten Sharepic zeigt der Deutsche Behindertenrat (DBR) mittels einer Social Media Aktion auf, wo behinderte Menschen im Alltag immer noch diskriminiert werden und warum die Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) dringend nötig ist. Die Ampelkoalition hat in ihrem Koalitionsvertrag geregelt, dass das seit 2006 geltende AGG reformiert werden soll. Bisher liegt immer noch kein Referentenentwurf des Bundesjustizministeriums vor.

Erfahrungsberichte mit dem Budget für Ausbildung in der Praxis

Logo der Fachstelle EUTB
Logo der Fachstelle EUTB
Foto: Fachstelle EUTB

Berlin (kobinet) „Brücken bauen zwischen Unternehmern und Jugendlichen“, das ist einem Bericht der Fachstelle ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB) zufolge das Ziel der Perspektiva GmbH. Sie unterstützt Jugendliche mit Hilfe des Budgets für Ausbildung in ihrem Bemühen, eine eigene persönliche und berufliche Lebensperspektive zu finden. Die Fachstelle Teilhabeberatung lässt in diesem Beitrag einige Jugendliche in Ausbildung zu Wort kommen. Vom Budget für Ausbildung oder Praktika im Ausbildungsbetrieb haben die Jugendlichen dem Bericht zufolge durch die Agentur für Arbeit, die Perspektiva GmbH oder deren Netzwerkpartnerschaften erfahren, wie es in der Einführung des Beitrags mit dem Titel „Mit Selbstbewusstsein ins Leben – Erfahrungsberichte über das Budget für Ausbildung in der Praxis“ heißt.

Mehr Barrierefreiheit für New Yorks U-Bahnen

U-Bahn-Station in New York City
U-Bahn-Station in New York City
Foto: Alexander Naumann / Pixabay

New York City (kobinet) Während die am 29. Juni verkündete Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA, dem Supreme Courts, gegen Maßnahmen zur Förderung der Gleichberechtigung von Menschen mit dunkler Hautfarbe an Universitäten ein Rückschritt in Sachen Bürgerrechte bedeuetet, gibt es in Sachen Behindertenrechte eine gute Nachricht aus den USA. Eine Sammelklage gegen die Verkehrsgesellschaft von New York bringt einem Bericht des österreichischen Online-Nachrichtendienstes BIZEPS zufolge einen Vorstoß in Sachen Barrierefreiheit. Bis 2055 sollen 95 Prozent der U-Bahn-Stationen mit dem Americans with Disabilities Act in Einklang gebracht und barrierefrei werden.

VdK fordert Inflationsprämie auch für Rentnerinnen und Rentner

Verena Bentele
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Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) „4,39 Prozent mehr Rente in den alten Bundesländern und 5,86 Prozent in den neuen Bundesländern klingen erst einmal nicht schlecht. Doch bei einer Inflation von über sechs Prozent haben die Rentnerinnen und Rentner de facto immer weniger im Einkaufskorb. Sie verlieren an Kaufkraft. Das Geld reicht bei denen mit kleinen Renten und ohne weitere Einkommensquellen kaum noch für Lebensmittel, Energie und die Zuzahlungen zu Medikamentend“ Darauf weist die Präsidentin des Sozialverband VdK Deutschland Verena Bentele hin und fordert auch für Rentnerinnen und Rentner eine Inflationsprämie.

Beim Reisen weiterhin ausgebremst

Zeichnung einer Gruppe von Personen, darunter auch eine mit Rollstuhl, vor der Tür
Reisen ist Teilhabe für Alle
Foto: Pixabay/Clker-Free-Vector-Images

HAMBURG (kobinet) Sommerzeit – die Zeit des Reisens ist wieder da. Einfach Sachen packen und losreisen. Das Reiseziel kann man sich eventuell auch noch am Flugplatz überlegen. So einfach ist der Ausflug in die „schönste Zeit des Jahres“ – jedenfalls wenn man der Werbung glaubt. Das dies für allen Menschen mit Behinderungen keinesfalls SO EINFACH ist, das belegt eine aktuelle Untersuchung der Ipsos Politik- und Sozialforschung in Hamburg. Die Reiselust bei Menschen mit Beeinträchtigungen wird, so das Fazit dieser Umfrage, ausgebremst.

Bundesverfassungsgericht verhandelt zu Zeugnisvermerken bei Legathenie

Foto vom Bundesverfassungsgericht
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Foto: Bundesverfassungsgericht

Karlsruhe (kobinet) Das Bundesverfassungsgericht hat sich in der Vergangenheit immer wieder mit Fragen der Diskriminierung behinderter Menschen wie beispielsweise beim Wahlrechtsausschluss oder bei der Triage beschäftigt. Am 28. Juni fand die mündliche Verhandlung in Sachen „Zeugnisvermerke bei legasthenen Schülern“ vor dem Ersten Senat des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe statt. Hintergrund sind die Verfassungsbeschwerden dreier Abiturienten mit Legasthenie gegen verwaltungsgerichtliche Entscheidungen, die die Zulässigkeit eines in das Abiturzeugnis aufgenommenen Vermerks bestätigen, der die Nichtbenotung der Rechtschreibleistungen ausweist. Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts in dieser Sache dürfte aber wohl erst in einigen Wochen verkündet werden.

Beschäftigung unterhalb des Mindestlohns unzulässig

UN-Behindertenrechtskonvention
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Foto: BIZEPS Wien

Berlin (kobinet) Am 12. Mai 2023 hat der Bundesrat dem Gesetz zur Förderung eines inklusiven Arbeitsmarktes zugestimmt und damit unter anderem eine vierte Staffel der Ausgleichsabgabe für Arbeitgeber eingeführt, die trotz Beschäftigungspflicht keinen einzigen Menschen mit Schwerbehinderung beschäftigen. Dieser Schritt war richtig und wichtig. Doch das Gesetz spricht wesentliche Aspekte nicht an, die einen inklusiven Arbeitsmarkt ausmachen. Dies und dass ein viel grundsätzlicherer Reformbedarf besteht, geht aus einer aktuellen Information der Monitoring-Stelle UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) hervor, die sich mit der Allgemeinen Bemerkung Nr. 8 befasst und deutlich macht, dass die Beschäftigung unterhalb des Mindestlohns unzulässig ist.

Drei Viertel der größten deutschen Online-Shops sind nicht barrierefrei

Logo: Aktion Mensch
Logo: Aktion Mensch
Foto: Aktion Mensch

Bonn (kobinet) Nur ein Viertel der meistbesuchten Webshops in Deutschland ist in Teilen barrierefrei. Das ist das Ergebnis einer am 28. Juni 2023 veröffentlichten Untersuchung, die die Aktion Mensch und Google mit Unterstützung von BITV-Consult und der Stiftung Pfennigparade unter fachlicher Beratung durch die Überwachungsstelle des Bundes für Barrierefreiheit von Informationstechnik (BFIT-Bund) durchgeführt haben. Für 7,8 Millionen Menschen mit Behinderung in Deutschland bedeutet das, dass sie noch immer auf massive Hürden beim Online-Shopping stoßen, teilte die Aktion Mensch mit.

Kritik an Pflegereform: Breites Bündnis warnt vor zunehmender Armut durch Pflege

Geldscheine
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Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Kurz vor Inkrafttreten der jüngsten Pflegereform am 1. Juli 2023 warnt ein breites Bündnis aus Sozial-, Wohlfahrts- und Pflegeverbänden sowie Gewerkschaften vor zunehmender Armut pflegebedürftiger Menschen. Das Bündnis fordert in einem Aufruf an die Bundesregierung, mit einer Pflegevollversicherung gegenzusteuern.

Diskriminierung bei Fortbildungen

Sharepic zu Diskriminierungen bei Fortbildungen
Sharepic zu Diskriminierungen bei Fortbildungen
Foto: DBR

Kassel / Berlin (kobinet) „Neulich im Alltag: ‚Sie können die Power-Point-Präsentation bei der Fortbildung voraussichtlich nicht erkennen? Dann brauchen Sie gar nicht erst teilnehmen.‘ – AGG Reform Jetzt!“ Mit diesem mittlerweile neunten über Twitter verbreiteten Sharepic zeigt der Deutsche Behindertenrat (DBR) mittels einer Social Media Aktion auf, wo behinderte Menschen im Alltag immer noch diskriminiert werden und warum die Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) dringend nötig ist. Die Ampelkoalition hat in ihrem Koalitionsvertrag geregelt, dass das seit 2006 geltende AGG reformiert werden soll. Bisher liegt immer noch kein Referentenentwurf des Bundesjustizministeriums vor.

Chancen partizipativer Forschung nutzen und fördern

Rotes Fragezeichen auf einer Hand links, grünes Ausrufezeichen auf einer Hand rechts
Fragen und Antworten unmittelbar erhältlich
Foto: Pixabay/geralt

Berlin (kobinet) Die Partizipation behinderter Menschen in der Forschung wird von verschiedenen Akteur*innen seit einigen Jahren gefordert und vorangetrieben. Die Partizipationsstrategie Forschung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) stützt dieses Engagement. Kai Gehring, Vorsitzender des Bundestagsausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung von Bündnis 90/Die Grünen fordert angesichts dieser Strategie, dass die Chancen partizipativer Forschung verstärkt genutzt und gefördert werden.

Initiative für Enquete-Kommission zur Inklusion des Bundestages

Symbol Ausrufezeichen

Berlin (kobinet) Aus verschiedenen Bereichen wird die Forderung für die Einrichtung einer Enquete-Kommission zur gesellschaftlichen Inklusion des Deutschen Bundestages immer lauter. Prof. Dr. Anne-Dore Stein beschreibt die Hintergründe und Ziele eines solchen Vorhabens in ihrem Beitrag auf der Plattform Politik gegen Aussonderung. Dort kann man die Forderung auch durch die Mitzeichnung unterstützten. Vor allem im Vorfeld der Staatenprüfung Deutschlands in Sachen Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention Ende August in Genf gewinnt die Forderung nach Einsetzung einer entsprechenden Enquete-Kommission an Bedeutung.

Deine Erfahrungen sind gefragt: Wie barrierefrei sind unsere Bundesbehörden?

Grafik mit folgendem Text:
Die Sozialheld*innen haben eine Umfrage zur Umsetzung des Behindertengleichstellungsgesetzes gestartet
Foto: Sozialheld*innen

Berlin (Sozialhelden)

Berlin (Sozialhelden) Ob bei der Bundesagentur für Arbeit, den gesetzlichen Krankenkassen, oder der Bundeszentrale für politische Bildung: Die Webseiten, digitalen Angebote, Dokumente und die Kommunikation mit den Behörden muss laut des Behindertengleichstellungsgesetzes barrierefrei zugänglich sein. Doch wie sieht das eigentlich in der Realität aus?

Sozialverband fordert echte Entlastung für Pflegebedürftige

Die Hand einer älteren Person wird von der Hand einer jüngeren Person gehalten
Gute Pflege braucht ausreichend gute Pflegende
Foto: Pixabay/PublicDomainPictures

HANNOVER (kobinet) Wenn zum 1. Juli der Beitrag für die Pflegeversicherung steigt, dann trifft dies gerade Menschen mit geringem Einkommen sowie Rentnerinnen und Rentner besonders hart. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen kritisiert diese Anhebung, da aus seiner Sicht die entsprechenden verbesserten Leistungen für Pflegebedürftige ausbleiben. Der SoVD ruft die niedersächsische Landesregierung auf, sich im Bundesrat für eine echte Pflegereform starkzumachen und auch auf Landesebene für Entlastung zu sorgen.

Mindestlohnerhöhung ist nicht einmal das Mindeste

Blick in eine braune Geldbörse in welcher sich kein Geld befindet.
Bei vielen Menschen bleibt das Portemonnaie oft leer
Foto: Pixabay/Chronomarchie

STUTTGART (kobinet) Die Mindestlohnkommission hat sich auf eine Erhöhung des Mindestlohns auf 12,41 Euro pro Stunde und somit nach Einschätzung des VdK-Landesverbandes Baden-Württemberg nicht mal auf das Mindeste geeinigt.

Gleichstellung und Barrierefreiheit: Von der Evaluation zur Reform

Symbol Paragraph

Frankfurt am Main (kobinet) 2021/2022 wurde das novellierte Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) evaluiert. Im November 2022 wurde der Evaluationsbericht durch den Deutschen Bundestag veröffentlicht. Der Bericht zeigt politischen Handlungsbedarf auf. Fast zeitgleich kündigte die Bundesregierung den Start der „Bundesinitiative Barrierefreiheit“ an. Auf der Fachtagung mit dem Titel „Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen und Barrierefreiheit – Von der Evaluation zur Reform“, die vom Hugo Sinzheimer Institut für Arbeits- und Sozialrecht der Hans-Böckler-Stiftung und der Universität Kassel am 13. Oktober in Frankfurt am Main im Metropolitan Hotel by Flemings durchgeführt wird, werden die Ergebnisse der BGG-Evaluation einer breiten (Fach-)Öffentlichkeit vorgestellt.

NAH.SHUTTLE: On Demand Service kann per Gebärden-Telefonat gebucht werden

Symbol Gebärdensprache
DGS Symbol Gebärdensprache
Foto: public domain

Kiel (kobinet) Das Spektrum der Barrierefreiheit ist beim NAH.SHUTTLE um eine Facette reicher geworden. Schwerhörige und gehörlose Menschen können ihre Fahrten mit On-Demand-Diensten per Telefon buchen, falls sie keine NAH.SHUTTLE-App haben. Dafür nutzen Sie den „Tess“-Relay-Dienst, der Telefonate mithilfe eines Gebärdensprach-Dolmetschers ermöglicht. Ein*e Dolmetscher*in ruft bei NAH.SHUTTLE an und übersetzt via Videotelefonie simultan das Gespräch zwischen der Person mit Hörbeeinträchtigung und dem Kundenservice, um die Buchungsdetails zu klären und die Fahrt zu buchen. Die Anregung dazu, den Dienst einzubinden, kam aus dem Rendsburger Arbeitskreis für Menschen mit Behinderung. Darauf weist Ina Michael von der NAH.SH GmbH in Kiel hin.

Neuer Sprecher*innenrat der LIGA Selbstvertretung Sachsen

Logo: BUMS! Behinderung und Menschenrechte in Sachsen
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Foto: LIGA Selbstvertretung Sachsen

Dresden (kobinet) Die LIGA Selbstvertretung Sachsen hat am 26. Juni auf Ihrer Plenumssitzung 2023 einen neuen Sprecher*innenrat gewählt. Wiedergewählt wurden Anett Feige aus Zwickau und Jens Merkel aus Grimma. Neu in der Funktion eines gleichberechtigten Sprechers der LIGA Selbstvertretung Sachsen ist Sascha Göttert aus Leipzig. Ein großes Dankeschön gab es für den bisherigen Sprecher der LIGA Selbstvertretung Sachsen Birger Höhn für seine Arbeit im Sprecher*innenrat. Birger Höhn ist auf eigenen Wunsch nicht mehr zur Wahl angetreten.

Diskriminierung: Kein Zutritt zum Schwimmbad ohne Begleitung

Sharepic des DBR zur Diskriminierung beim Schwimmbad-Besuch
Sharepic des DBR zur Diskriminierung beim Schwimmbad-Besuch
Foto: DBR

Kassel / Berlin (kobinet) „Neulich im Alltag: ‚Ich kann Sie leider nicht ohne Begleitung ins Schwimmbad lassen‘ – AGG Reform Jetzt!“ Mit diesem mittlerweile achten über Twitter verbreiteten Sharepic zeigt der Deutsche Behindertenrat (DBR) derzeit mittels einer Social Media Aktion auf, wo behinderte Menschen im Alltag immer noch diskriminiert werden und warum die Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) dringend nötig ist. Die Ampelkoalition hat in ihrem Koalitionsvertrag geregelt, dass das seit 2006 geltende AGG reformiert werden soll. Bisher liegt immer noch kein Referentenentwurf des Bundesjustizministeriums vor.

IGEL-Podcast: Zerstörungsversuch des Arbeitgeber*innen-Modells in Berlin

Logo des Podcast IGEL: Inklusion Ganz EInfach Leben
Logo des Podcast IGEL
Foto: Sascha Lang

Bad Segeberg/Berlin (kobinet) „Zerstörungsversuch des Arbeitgeber*innen Modells in der Persönlichen Assistenz durch das Land Berlin“, so lautet der Titel des aktuellen Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). Dass behinderte Menschen, die mehr Verantwortung in der Organisation ihrer Assistenz übernehmen, um selbstbestimmter Leben zu können, und ihre Assistent*innen im Vergleich zu anderen Diensten eher behindert statt gefördert werden, das wird in der Extra-Episode des IGEL-Podcast mit Birgit Stenger und Lena Merslikin deutlich. Sascha Lang sprach mit den beiden Mitgliedern der Arbeitsgruppe Persönliche Assistenz des Landesbehindertenbeirates Berlin.

Wissenschaftlicher Nachwuchspreis medius 2023 verliehen

Bild von Händen, die Beifall klatschen
Beifall für diese Arbeit
Foto: Pixabay/Budikai

BERLIN (kobinet) Die Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) und das Deutsche Kinderhilfswerk (DKHW), sowie die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) und die Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen (FSF) haben in Berlin den medius 2023 verliehen. Der Preis ist mit insgesamt 2.500 Euro dotiert und würdigt wissenschaftliche und praxisorientierte Abschlussarbeiten aus dem deutschsprachigen Raum, die sich mit aktuellen, innovativen Aspekten aus dem Medienbereich, der Medienpädagogik und Pädagogik oder Themen des Jugendmedienschutzes auseinandersetzen.

Inklusion im Sport stärken

Jens Beeck
Jens Beeck
Foto: Jens Beeck

LINGEN (kobinet) Unter anderem mit dem Projekt „InduS“ will die Bundesregierung die Inklusion im Sport stärken. Um das Thema nun voranzutreiben, traf sich der teilhabepolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion Jens Beeck mit Vertretern des Kreissportbundes Emsland am Rande der Special Olympics World Games in Berlin. Im Kreissportbund Emsland wurde das Projekt InduS (Inklusion durch Sport) entwickelt und ging bereits im Juli 2013 regional an den Start.

Trotz Rekordzunahme an Diskriminierungsfällen kein Fortschritt beim Diskriminierungsschutz

Logo: Bündnis AGG Reform Jetzt!
Logo: Bündnis AGG Reform Jetzt!
Foto: Bündnis AGG Reform Jetzt!

Berlin (kobinet) Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) verzeichnet in ihrem Jahresbericht für 2022 8.827 Beratungsanfragen an die ADS. Das sind 14 Prozent mehr als 2021 und seit 2019 doppelt so viele Beratungsanfragen. Die Bundesregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag die Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) angekündigt, die den rechtlichen Diskriminierungsschutz von Betroffenen stärken soll. Trotz Rekordhoch bei den Beratungsanfragen bleibt auch im Bereich Antidiskriminierung der von der Ampelregierung angekündigte Fortschritt aus, kritisiert der Antidiskriminierungsverband Deutschland (advd).

Lebenshilfe verleiht Erlanger Inklusionspreis

Große Gruppe von Kindern und Erwachsenen, Rückwand mit Symbolbild Stiftung Lebenshilfe
Preisträgern und den Laudatorinnen und Laudatoren.
Foto: Anja de Bruyn

ERLANGEN (kobinet) „Inklusion ist, wenn wir einfach und ganz selbstverständlich unser Leben miteinander teilen und unseren Alltag für alle Menschen öffnen.“ Dies betonte Bärbel List auf der Inklusionspreisverleihung der Stiftung Lebenshilfe Erlangen in der gut gefüllten Kellerbühne des E-Werks. Die Vorstandsfrau der Stiftung sprach die Laudatio für den Tabak- und Zeitungsladen Wollsdorff in den Arcaden, einer von vier Preisträgern des Erlanger Inklusionspreis 2022|23. Die Mitarbeitenden dort behandeln alle Kundinnen und Kunden gleich, machen keinen Unterschied. Und genau so sollte es überall sein, ist es aber nicht.

Noch nie so viele Eingaben bei der Antidiskriminierungsstelle des Bundes wie 2022

Ferda Ataman
Ferda Ataman
Foto: Sarah Eick

Berlin (kobinet) „Noch nie zuvor haben sich so viele Menschen an die Antidiskriminierungsstelle des Bundes gewandt wie im Jahr 2022. Insgesamt 8.827 Beratungsanfragen sind bei uns eingegangen. Das ist ein beachtlich hoher Wert – auch im Vergleich zum bisherigen Rekordjahr 2020, in dem die Zahl vor allem wegen ‚Black Lives Matter‘ und Corona-Pandemie gestiegen war.“ Dies geht aus der Einleitung von Ferda Ataman zum Jahresbericht 2022 der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) hervor, den die Unabhängige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung heute am 27. Juni 2023 vor der Bundespressekonferenz vorstellte. Mit 27 Prozent stellen die Eingaben zu Diskriminierungen aufgrund einer Behinderung weiterhin die zweitgrößte Gruppe dar. 43 Prozent der Eingaben an die ADS bezogen sich auf rassistische Diskriminierungen.

Antidiskriminierungsstelle des Bundes stellt Jahresbericht vor

Hinweis auf Live-Bericht der Pressekonferenz der ADS
Hinweis auf Live-Bericht der Pressekonferenz der ADS
Foto: ADS

Berlin (kobinet) Die Unabhängige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung Ferda Ataman stellt heute in der Bundespressekonferenz den Jahresbericht 2022 der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) vor. Der Fernsehsender phoenix übeträgt ab 11:30 Uhr die Vorstellung des Berichts live in seinem Fernsehprogramm. Ferda Ataman setzt sich seit ihrer Berufung als Beauftragte u.a. dafür ein, dass das Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) reformiert wird.

Coaching zum Job Speed Dating in Regengsburg

ISL-Coaching zum Job Speed Dating bei Continental in Regensburg
ISL-Coaching zum Job Speed Dating bei Continental in Regensburg
Foto: ISL

Regensburg (kobinet) Bisher hat die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) die von ihr entwickelten Job Speed Datings zwischen behinderten Menschen, die Arbeit suchen und potentiellen Arbeitgeber*innen selbst vorbereitet und durchgeführt. Derzeit ist das ISL-Team in Regensburg, um die dort Aktivn zu coachen, um eigene Job Speed Datings durchführen zu können.

Diskriminierung bei der Bahn: Kollege für Hublifter hat sich krank gemeldet

Sharepic zur Diskriminierung bei der Nutzung der Bahn
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Foto: DBR

Kassel / Berlin (kobinet) „Neulich im Alltag: ‚Sie können den Zug nicht nehmen. Von diesem Bahnhof können Sie heute nirgendwo mehr hinfahren. Der Kollege für den Hublifter hat sich krank gemeldet‘ – AGG Reform Jetzt!“ Mit diesem mittlerweile siebten über Twitter verbreiteten Sharepic zeigt der Deutsche Behindertenrat (DBR) derzeit mittels einer Social Media Aktion auf, wo behinderte Menschen im Alltag immer noch diskriminiert werden und warum die Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) dringend nötig ist. Die Ampelkoalition hat in ihrem Koalitionsvertrag geregelt, dass das seit 2006 geltende AGG reformiert werden soll. Bisher liegt immer noch kein Referentenentwurf des Bundesjustizministeriums vor.

Ohne Barrieren im Urlaub – Reisen für Alle

Symbol Ausrufezeichen

Schwerin (kobinet) Die Wirtschaftsministerinnen und -minister sehen mit großer Sorge auf den noch immer ungeklärten Weiterbetrieb des Zertifizierungssystems „Reisen für Alle“ im Bereich des barrierefreien Tourismus. Um ohne Barrieren den Urlaub verbringen zu können, fordert die Wirtschaftsministerkonferenz die Fortführung des Kennzeichnungssystems Reisen für Alle“, wie das Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit des Landes Mecklenburg-Vorpommern mitteilt.

Schwerbehindertenvertretungen der Länder tagen in Edenkoben

Minister für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung des Landes Rheinland-Pfalz Alexander Schweitzer
Minister für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung des Landes Rheinland-Pfalz Alexander Schweitzer
Foto: Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung des Landes Rheinland-Pfalz

Edenkoben (kobinet) Die Schwerbehindertenvertretungen der Länder kommen in dieser Woche zu einer fünftägigen Arbeitstagung im rheinland-pfälzischen Edenkoben zusammen. Die Arbeitsgemeinschaft ist ein Zusammenschluss der Interessenvertretung der Menschen mit Behinderungen, die in den Länderverwaltungen beschäftigt sind. Schwerbehindertenvertretungen setzen sich für eine selbstbestimmte Teilhabe aller Beschäftigten am Arbeitsleben ein. Ziel der Schwerbehindertenvertretungen ist es, berufliche Inklusion in den Länderverwaltungen voranzubringen, wie das rheinland-pfälzische Arbeits- und Sozialministerium mitteilte.

Darum wäre ein Mindestlohn in Behindertenwerkstätten wichtig

Buchstaben mdr auf blauem Grund, rechts daneben das ARD-Symbol, eine blaue Eins im blauen reis auf weißem Grund
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Foto: mdr

Tangerhütte (kobinet) Die Entscheidung über die Weiterentwicklung des Mindestlohns wurde am 26. Juni bekannt gegeben. Dass Beschäftigte in Werkstätten für behinderte Menschen allerdings weit unter den 12,41 Euro arbeiten, die als Mindestlohn ab dem 1. Januar 2024 vereinbart wurden, zeigt ein aktueller Beitrag des mdr. „Mitarbeiter von Werkstätten für Menschen mit Behinderung fordern einen Mindestlohn. Sie können sich von dem wenigen Lohn kaum etwas leisten. Dabei geht es nicht nur um Geld, sondern auch um Wertschätzung für die Arbeit der Menschen in den Werkstätten. Doch die Werkstätten stehen vor einem Problem: Zahlen sie Mindestlohn, müssen die Kosten für die Aufträge erhöht werden“, heißt es in der Einführung des mdr-Beitrags von Maximilian Fürstenberg und Falko Schuster.

Wahlhilfe für Landtags- und Bezirkswahlen in Bayern

Wappen Bundesland Bayern
Wappen Bundesland Bayern
Foto: Gemeinfrei, public domain

München (kobinet) „Der demokratische Rechtsstaat braucht die Mitwirkung seiner Bürgerinnen und Bürger wie der Mensch die Luft zum Atmen: Ohne sie kann er auf Dauer seine Werte nicht bewahren. Deshalb fördert die Landeszentrale zivilgesellschaftliches Engagement und Wahlbeteiligung und stellt zur Landtagswahl und den Bezirkswahlen am 08.10.2023 einfach verständliche Informationsbroschüren zur Verfügung.“ Dies teilt die bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit im Vorfeld der im Herbst in Bayern stattfindenden Wahlen mit.

Offener Brief an den OB der Landeshauptstadt München Dieter Reiter

Olympiastadion München von Jaimegfoto

München (kobinet) Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin schwerbehindert und nutze deswegen einen Elektrorollstuhl. In diesem muss ich fortwährend sitzen um mich fortbewegen zu können. Für meine Teilhabe nutze ich außerdem Assistenz zum Beispiel für meine Begleitung auf kulturelle Veranstaltungen.

Mindestlohn soll auf 12,41 Euro angehoben werden

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Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Der allgemeine gesetzliche Mindestlohn in Deutschland soll laut einer Meldung der tagesschau zum 1. Januar 2024 von 12,00 auf 12,41 Euro und ein Jahr später auf 12,82 Euro angehoben werden. Das hat die zuständige Mindestlohnkommission empfohlen. Der Sozialverband VdK zeigt sich enttäuscht über den zu geringen Mindestlohn und bezeichnete die Entscheidung der Kommission als schlechte Scherz.

Diskriminierung beim Arzt: „Normalerweise sehe ich weg, wenn sich eine Frau auszieht“

Sharepic zu Diskriminierung beim Ausziehen beim Arzt
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Foto: DBR

Kassel / Berlin (kobinet) „Neulich im Alltag: ‚Normalerweise sehe ich weg, wenn sich eine Frau umzieht. Aber bei Ihnen geht das aus Sicherheitsgründen nicht‘ – AGG Reform Jetzt!“ Mit diesem mittlerweile sechsten über Twitter verbreiteten Sharepic zeigt der Deutsche Behindertenrat (DBR) derzeit mittels einer Social Media Aktion auf, wo behinderte Menschen im Alltag immer noch diskriminiert werden und warum die Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) dringend nötig ist. Die Ampelkoalition hat in ihrem Koalitionsvertrag geregelt, dass das seit 2006 geltende AGG reformiert werden soll. Bisher liegt immer noch kein Referentenentwurf des Bundesjustizministeriums vor.

Special Olympics waren Doppel-Wumms für Inklusion

Links das Maskottchen der Speciall Olympics World Games Berlin 2023, rechts daneben die Ansprechpartner für die Presse
Bei der Abschluss-Pressekonfernez der Special Olympics World Games Berlin 2023 in der Messe in Berlin am 25. Juni 2023
Foto: Special Olympics World Games Berlin 2023 / Juri Reetz

BERLIN (kobinet) Die Special Olympics World Games Berlin 2023 war eine überwältigende und wegweisende Veranstaltung, darüber sind sich bei der abschließenden Pressekonferenz alle einig. Alle Erwartungen wurden nicht nur erfüllt, sondern deutlich übertroffen: Insgesamt 330.000 Menschen besuchten die Weltspiele, die Wahrnehmung in Fernsehen und allen anderen Medien war überragend. Die Athletinnen und Athleten waren völlig begeistert und genossen durchweg die großartige Stimmung an den acht Wettbewerbsorten in und um Berlin.

Special Olympics Weltspiele in Berlin beendet

Ausgelassene Stimmung bei der Abschlussveranstaltung am Brandenburger Tor
Ausgelassene Stimmung bei der Abschlussveranstaltung am Brandenburger Tor
Foto: Special Olympics World Games Berlin 2023 / Marvin Güngör

Berlin (kobinet) Mit einem bunten, inklusiven Programm, dem traditionellen Abschlusszeremoniell und einem beeindruckenden Feuerwerk gingen die Special Olympics World Games 2023 nach Informationen der Veranstalter am 25. Juni zu Ende. Die Abschlussfeier fand vor dem Brandenburger Tor vor 21.000 Besucher*innen statt. Danach wurde die Flagge eingeholt und an Turin übergeben, den Ausrichter der Special Olympics World Winter Games Turin 2025.

Mehr inklusive Wege in der Berufsbildung schaffen

Porttraitfot eines Mannes mit weißem Haar, in weißem Hemd  und dunklen Anzug
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Foto: René Golz

Berlin (kobinet) Anlässlich der 2. und 3. Lesung eines Gesetzes der Bundesregierung zur Stärkung der Aus- und Weiterbildungsförderung vom 23. Juni im Bundestag forderte der CDU-Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe, dass mehr inklusive Wege in der Berufsbildung geschaffen werden. Der im Deutschen Bundestag zur Abstimmung gestellte Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Stärkung der Aus- und Weiterbildungsförderung verpasse die Chance, inklusive Wege für Jugendliche mit Behinderungen in eine betriebliche Ausbildung auf dem ersten Arbeitsmarkt zu schaffen.