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Alternativen zu Werkstätten im Gesundheitswesen

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Foto: Pixabay/geralt

Kassel / Altenkirchen (kobinet) "Warum arbeiten nicht mehr Menschen, die bisher in Werkstätten für behinderte Menschen beschäftigt sind, im Gesundheitswesen und im Pflegebereich?" Das fragt sich der Sprecher der LIGA Selbstvertretung, Ottmar Miles-Paul, angesichts eines Berichts des SWR, der aufzeigt, welche Tätigkeiten von Menschen, die bisher in Werkstätten für behinderte Menschen gearbeitet haben, in einem Krankenhaus ausüben können.



„Auch wenn anhand des Filmberichts des SWR nicht klar wird, ob die Beschäftigten im DRK-Krankenhaus Altenkirchen eine sozialversicherungspflichtige Beschäftiung haben, zeigt dieser auf, welche Beschäftigungsmöglichkeiten es für behinderte Menschen im Gesundheitswesen und in der Pflege zur Entlastung der Fachkräfte gibt. Angesichts von Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten im Rahmen des Budgets für Ausbildung und des Budgets für Arbeit stellt sich die Frage, warum hier nicht mehr Alternativen zur Beschäftigung in einer Werkstatt für behinderte Menschen geschaffen werden, um das Personal im Gesundheits- und Pflegebereich zu entlasten“, erklärte Ottmar Miles-Paul.

Link zum Fernsehbericht des SWR

Lesermeinungen

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7 Lesermeinungen
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Sabrina Mevis
17.07.2023 10:05

All diese Gesetze sind wie so oft gut intendiert, aber bürokratische Monster, wie man sie sonst nur in Staaten kennt, die ihren riesigen Verwaltungsapparat beschäftigt halten wollen. Diese Dinge zu beantragen und zu behalten kostet fast so viel, wie man am Ende Unterstützung rausbekommt. Mein Eindruck ist, dass all diese Wohlfahrtsprogramme eigentlich Beschäftigungsprogramme für Sachbearbeiterinnen sind, wenn ich nicht wüsste, dass sie vollkommen überlastet sind.

Uwe N.
Antwort auf  Sabrina Mevis
17.07.2023 13:05

Ich überlege, was ich jetzt dagegen sagen könnte…… Aber:
ISSO!!!

Auch das ist in der tat ein ziemlich großes Problem, dass nur den Menschen auffällt, die es betrifft (mein Eindruck)

Uwe N.
05.07.2023 13:10

Diese Frage ist leicht zu Beantworten, wird aber wieder für „Zündstoff“ sorgen:
Die Gesellschaft ist (noch) nicht bereit sich auf das „Experiment“ Arbeiten mit Menschen mit Behinderung auf Augenhöhe bereit!!!!!

Solange wir immer noch bestimmte Standarts im Kopf haben und nicht bereit sind, es auch mal hinzunehmen, dass Menschen einfach anders denken und handeln, brauchen wir das Thema noch gar nicht aufmachen……. Es ist schwierig!
Ich persönlich könnte mir das auch gut vorstellen……… Die Fähigkeiten sind da. Aber:
Der Mensch mit Behinderung funktioniert der Gesellschaft nicht gut genug…… Krankes gedankengut, ist aber die Wahrheit!! teils eigene Erfahrung und Teils die Erfahrung meiner freunde, die Teilweise Körperlich Mehrfach Schwerstbehindert sind…… oder eine KPTBS ihr eigen nennen und demnach völlig andere Gedankengänge haben. Das nimmt unsere gesellschaft aber nunmal so nicht hin….
DA liegt der Hund begraben!!!

Marion
Antwort auf  Uwe N.
09.07.2023 14:15

Das Problem wird sich weiter verhärten.
Schade, dass hier nicht drüber berichtet wurde, aber es gab da im Bundestag einen Antrag darauf, das Institut für Menschenrechte abzuschaffen. Dabei gewinnen die Antragsteller derzeit einen enormen Zuwachs an Wählern.

Wenn selbst bei solchen Blogs wie hier, darüber aber geschwiegen wird, dann ist das ein deutliches Zeichen.

Uwe N.
Antwort auf  Marion
10.07.2023 08:20

Vermutlich wissen die guten Damen und Herren der Redaktion gar nichts davon….. (Ich glaube bis zuletzt an das gute im Menschen 😉 )

Ich denke auch, dass dieses Thema noch wesentlich an Fahrt aufnehmen wird….. Die Begründung ist an sich jedes mal die gleiche:

Es wird aus ganzem herzen gejammert, aber Lösungsansätze, Angebote ect. sind quasi unsichtbar…………. Dabei ist (mal wieder meiner Bescheidenen Meinung nach) der Wille der Politik ja deutlich sichtbar…. Aber auch da hinkt das System ein wenig. Aber auch hier:
Wie willst du etwas verändern, wenn du nicht weißt was geändert werden muss!!
Oder anders ausgedrückt:
Wenn man nicht weiß, was der Mensche mit behinderung wirklich braucht, kann man es nicht herstellen, besorgen, ändern…. ach sucht euch das passende einfach aus.. 😉

Marion
Antwort auf  Uwe N.
14.07.2023 11:02

Ich stimme da zwar inhaltlich zu, doch so oft wie hier auch aus dem Bundestag berichtet wird, gehe ich schon davon aus, dass man die Tagesordnung der Sitzungen im Plenum kennt.

Gerade bei deem Willen das DIMR abzuschaffen, klingeln bei mir alle Alarmglocken, denn es erinnert mich an Vorgehensweisen der 1920/30’er …..

Uwe N.
Antwort auf  Marion
14.07.2023 12:57

Eine sehr gewagte Prognose, dieich aber durchaus nachvollziehen kann……