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Schlusslicht bei der Beschäftigung schwerbehinderter Menschen

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Foto: VdK Baden-Württenberg

STUTTGART (kobinet) Das Land Baden-Württemberg verfehlt seit Jahren die Beschäftigungsquote schwerbehinderter Menschen in der Landesverwaltung: Seit 2019 sank sie im Jahresdurchschnitt von 4,46 Prozent auf 4,24 Prozent in 2020. Für das Jahr 2021 beträgt die errechnete Beschäftigungsquote nur noch 4,12 Prozent. Der Sozialverband VdK Baden-Württemberg kritisiert die fehlende Vorbildfunktion des Landes und fordert die Landesregierung auf, endlich wirksame Maßnahmen zu ergreifen und den Trend umzukehren.



„Jahr für Jahr sinkt die Beschäftigungsquote des Landes. Dabei hatte sich die Landesregierung freiwillig das Ziel gestellt, eine Quote von sogar 6 Prozent zu erreichen!“, so Hans-Josef Hotz, Landesverbandsvorsitzender des VdK Baden-Württemberg.

Der Aussage von Sozialminister Manfred Lucha über einen Mangel an Bewerberinnen und Bewerbern für offene Stellen widerspricht der VdK-Landesverband: „Menschen mit Behinderung sind viel öfter von Arbeitslosigkeit betroffen“, erklärt Hotz. Der Abstand bleibt seit Jahren stabil: So liegt die Arbeitslosenquote von Menschen mit Behinderung ca. 4,5 Prozent über der allgemeinen Arbeitslosenquote. Im Jahresdurchschnitt 2022 waren deutschlandweit insgesamt 163.507 schwerbehinderte Menschen arbeitslos, sie machen damit 6,8 Prozent aller arbeitslosen Menschen aus. „Wenn die Landesregierung meint, es gäbe zu wenig Bewerber, muss aktiv bei der Förderung langzeitarbeitsloser Menschen mit Behinderung angesetzt werden!“, mahnt Hotz.

Zudem sind Akademiker öfter von Arbeitslosigkeit betroffen, wenn sie eine Behinderung haben. Dazu Hotz: „Auch schwerbehinderte Menschen, die sehr gut ausgebildet sind, bekommen keinen Arbeitsplatz. Gerade die öffentliche Verwaltung hat hier eine besondere Vorbildfunktion!“