
Foto: Irina Tischer
Berlin (kobinet) Nicht in die Ferne, in die Tiefe sollst du reisen. (Ralph Waldo Emerson)

Berlin (kobinet) Nicht in die Ferne, in die Tiefe sollst du reisen. (Ralph Waldo Emerson)

Bremen (kobinet) Die Fußballer von Werder Bremen haben am vergangenen Wochenende durch ihren Sieg mit drei Toren in den letzten Minuten bei Borussia Dortmund geglänzt. Wenn diese heute am 28. August im Bremer Weser-Stadion gegen Eintracht Frankfurt antreten, glänzen diese auch damit, dass sie sich mit eigens für sie entwickelten Gebärden vorstellen. Mit einem Finger an der Oberlippe, einer flache Hand auf Höhe der Stirn oder einem angedeuteten Rauschebart: Die Werderaner Jens Stage, Marvin Ducksch, Oliver Burke und all ihre Teamkollegen gibt es bei Heimspielen des SV Werder Bremen in dieser Saison auch als Gebärden auf der Leinwand zu sehen.

Berlin (kobinet) „Der am 24. August vom Bundeskabinett verabschiedete Entwurf zu einem ‚Triage‘-Gesetz verfehlt völlig sein selbst gestecktes Ziel, die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts umzusetzen.“ Zu dieser Einschätzung kommt das NETZWERK ARTIKEL 3 und kritisiert, dass die vielen Hinweise und Verbesserungsvorschläge aus den Stellungnahmen und der mündlichen Anhörung nur marginal umgesetzt wurden. Das Bundesverfassungsgericht hatte den Gesetzgeber im Dezember 2021 aufgefordert, behinderte Menschen im Fall einer Triage, also bei der Zuteilung knapper intensivmedizinischer Ressourcen, vor Diskriminierung zu schützen.

Mainz (kobinet) Im Vorfeld der Inklusionsmesse INKLUSIVA, die am 2. September online und am 3. September auf dem Campus der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz stattfindet, wurden kurze Videoclips unter dem Motto „Eine Minute für Inklusion“ entwickelt. In einer Video-Botschaft äußert sich Katrin Langensiepen, Mitglied des Europäischen Parlaments, zum Thema „inklusiver Arbeitsmarkt 2030“.

Berlin (kobinet) Kreml-Chef Putin hat eine Aufstockung seiner Truppen angeordnet.. Der ukrainische Präsident schwor sein Volk auf einen Sieg über die russischen Besatzer ein. Der deutsche Bundeskanzler bekräftigte die Entschlossenheit zur militärischen Unterstützung der Ukraine. Beim linken Flügel der SPD scheint dies zunehmend auf Zweifel zu stoßen.

BERLIN (kobinet) Die sechste Parieté-Gala am gestrigen Freitagabend auf dem Berliner Pfefferberg war wiederum sehr gut besucht und verlief ebenso erfolgreich wie bisherige Vorstellungen. Bei zwei Mal ausverkauftem Haus feierten Künstlerinnen und Künstler mit ihren Gästen in den beiden Shows Inklusion in ihrer schönsten Form

HANNOVER (kobinet) Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sorgen auch in Pflegeeinrichtungen für eine massive Kostensteigerung. So ist beispielsweise für das Beheizen der Einrichtungen deutlich mehr Geld aufzuwenden. Somit dürften auch die Pflegebedürftigen selbst mit deutlich höheren Forderungen konfrontiert werden. Ihre Eigenanteile steigen zum Teil stark an. Mit dem Länderantrag will Niedersachsen eine bessere Berechenbarkeit und eine Begrenzung der Eigenanteile in der Pflege erreichen und so die Pflegebedürftigen effektiv schützen.

DRESDEN (kobinet) Die Eingliederungshilfeträger haben im Einzelfall Aufwendungen für eine persönliche Assistenz zu übernehmen, wenn es dem behinderten Menschen ansonsten nicht möglich ist, seine Angehörigen zu besuchen.

Hannover (kobinet) Sollen die Förderschulen in Niedersachsen bestehen bleiben? Diese Diskussion ist im Landtagswahlkampf neu entfacht und wird von den Parteien unterschiedlich bewertet. „Für uns ist der Erhalt der Förderschulen keine Lösung für eine erfolgreiche Inklusion“, macht Victoria Schwertmann vom Verein Mittendrin Hannover – dem Verein für Inklusion – deutlich. Dabei weist sie auf die bereits im Jahr 2013 verankerte Festschreibung der Inklusion im niedersächsischen Schulgesetz hin. „Mit einem Ja zu Förderschulen würden wir den Weg zurück in eine Bildungslandschaft gehen, die Ausgrenzung von Menschen mit Behinderungen oder erhöhtem Förderbedarf in Betracht zieht“, so der Inklusionsverein. Das sei ganz und gar nicht im Sinn der UN-Behindertenrechtskonvention.

Mainz (kobinet) Im Vorfeld der Inklusionsmesse INKLUSIVA, die am 2. September online und am 3. September auf dem Campus der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz stattfindet, wurde kurze Videoclips unter dem Motto „Eine Minute für Inklusion“ entwickelt. Sezen Stern und Anne Petrine Waagö vom DialogMuseum Frankfurt haben dazu zur Frage „Wie erreichen wir eine inklusive Arbeitswelt bis 2030?“ ein Videostatement abgegeben, das nun über die sozialen Medien veröffentlicht wurde.

Berlin (kobinet) Der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) wendet sich an Akteurinnen und Akteure im Gesundheitswesen und bittet um aktive Unterstützung: Gesucht werden neue Themen und Kriterien für die Förderbekanntmachungen für das kommende Jahr. Die Vorschläge können sich auf die Förderbereiche neue Versorgungsformen sowie Versorgungsforschung beziehen.

BERLIN (kobinet) Auf die jüngste Mitteilung des Statistischen Bundesamtes, wonach die einkommensärmsten Mieterinnen und Mieter aktuell 42,6 Prozent ihres Einkommens allein für die Wohnkosten aufbringen müssen, reagiert der Paritätische Gesamtverband mit der Forderung auf noch in diesem Jahr wirkende Entlastungsmaßnahmen. Angesichts der Entwicklung der Wohnkosten warnt der Verband vor sozialen Verwerfungen und fordert umfassendes Entlastungsprogramm.

Karlsruhe (kobinet) Anlässlich ihres 50jährigen Bestehens lädt die Conterganstiftung, am 3. September in der Zeit von 13.00 bis 17.00 Uhr, in das „Dorinthotel – An der Messe“ zu Köln-Deutz ein. Laut Aussage der Stiftung werden mehrere hundert Gäste, darunter zahlreiche Conterganbetroffene, erwartet. Auf der anderen Seite gibt es aber auch Betroffene, die mit dieser Form der Jubiläumsfeier nicht einverstanden sind. Auf Initiative der Conterganaktivistin Friederike Winter, laden diese zu einer Mahnwache vor dem Veranstaltungsort ein, die am 3. September von 10.30 bis 13.00 Uhr stattfindet, wie es in einer Presseinformation von Friederike Winter heißt.

Mainz (kobinet) Wenn die mittlerweile schon traditionelle Inklusionsmesse INKLUSIVA am 2. September online und am 3. September in präsenz auf dem Campus der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz stattfindet, dann sind dieses Mal auch die kobinet-nachrichten mit dabei. Um gute Nachrichten zur Inklusion geht es beispielsweise in einer Veranstaltung, die von kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul moderiert wird.

Berlin (kobinet) Was haben der Klimawandel und Behinderungen miteinander zu tun? Rollstuhlfahrer haben die Zusammenhänge in diesem Jahr spüren können. An Flüssen und Gewässern konnten sie oftmals nicht mehr in Schiffen mitgenommen werden, weil die Pegel derart niedrig waren, dass Rampen in bedrohlichem Winkel standen. Auch am Bodensee mussten Menschen mit Gehbeeinträchtigung Nachteile in Kauf nehmen: Aus Sicherheitsgründen war ihnen der Zugang zu den Booten an verschiedenen Häfen verwehrt, wäre doch die Abschüssigkeit mit den Hilfsmitteln nicht zu bewältigen gewesen. Und dass solche Zustände in Zukunft öfter vorkommen dürften, dafür haben die niedrigen Wasserstände 2022 ein Vorzeichen gegeben. Deshalb fordert der Allgemeine Behindertenverband in Deutschland (ABiD), dass auch die Infrastruktur an den Anlegestellen nachgebessert wird.

Berlin (kobinet) Die durchschnittliche Höhe der Regelaltersrente hat im Dezember 2021 bei 697 Euro im Monat gelegen, getrennt nach Geschlechtern sind es 886 Euro für Männer und 566 Euro für Frauen gewesen. Für besonders langjährig Versicherte hat die durchschnittliche monatliche Zahlung bei 1.419 Euro gelegen, Männer haben 1.566 Euro und Frauen 1.226 Euro erhalten. Darüber berichtet der Informationsdienst Heute im Bundestag.

Genf (kobinet) In der Ukraine wurden im ersten Halbjahr 2022 mindestens 689 Zivilisten und Zivilistinnen Opfer von Angriffen mit Streubomben. Dies geht aus dem neuesten Streubomben Monitor 2022 hervor, der am 25. August in Genf veröffentlicht wird. Da bis zu 40 Prozent der Submunitionen nicht explodieren, ist zudem die Verseuchung mit explosiven Kriegsresten eine große Bedrohung für die ukrainische Zivilbevölkerung. In anderen Ländern wurden im Berichtszeitraum 2021 (zuzüglich der Daten, die für 2022 bereits vorliegen) keine Opfer durch Angriffe mit Streumunition verzeichnet. Jedoch wurden weltweit 149 Menschen Opfer von Blindgängern. Die Zivilbevölkerung in Syrien, Irak und Laos war besonders betroffen. Dies teilte Handicap International mit.

Bonn (kobinet) Laut einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages war es für Unternehmen noch nie so schwierig geeignete Auszubildende zu finden. Die Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt hat sich in diesem Jahr nochmals deutlich verschärft. „Der Fachkräftemangel ist überall spürbar. Deshalb appellieren wir an Unternehmen, sich für Bewerbungen von jungen Menschen mit Behinderung zu öffnen. Das sind gut qualifizierte Schüler*innen, die ebenso leistungsfähig und belastbar sind wie Auszubildende ohne Behinderung. Die Potenziale der jungen Menschen mit Behinderung sind eine große Chance für Unternehmen“, betont Christina Marx, Sprecherin der Aktion Mensch.

Berlin (kobinet) Zu dem jetzt vom Bundeskabinett verabschiedeten Triage-Gesetzentwurf Kritisierte der CDU-Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe, Berichterstatter für Menschen mit Behinderungen der AG Gesundheit der CDU/CSU, dass die Minister Lauterbach und Buschmann die Sorgen der Menschen mit Behinderungen beim Triage-Gesetzentwurf nicht ernst nehmen.

Kassel (kobinet) Als die Antidiskriminierungsstelle des Bundes hat am 16. August ihren Jahresbericht 2021 in den Räumen der Bundespressekonferenz vorstellte, wurde von einem Journalisten die Frage gestellt, ob die knapp 6.000 dokumentierten Diskriminierungsfälle im Vergleich zu über 80 Millionen Einwohner*innen Deutschlands wirklich so aussagekräftig ist. Dass die Diskriminierung behinderter Menschen in Deutschland aber weit verbreitet ist, das musste Mandy Müller aus Kassel am gleichen Tag erleben. Der blinden Frau, die einen Führhund nutzt und den Busfahrer bat, ihr die Haltestelle zu nennen, an der sie aussteigen musste, wurde vom Fahrer übel mitgespielt, wie sie in einem beispielhaften Bericht auf Facebook berichtet.

Düsseldorf (kobinet) Dennis Sonne hat es geschafft, dass er bei der Landtagswahl am 15. Mai in den Landtag von Nordrhein-Westfalen gewählt wurde. Nun hat es der engagierte Rollstuhlnutzer auch geschafft, dass als Sprecher der nordrhein-westfälischen Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen zukünftig als Sprecher für Inklusion fungieren kann. Bei der Fraktionsklausur erhielt er dafür das entspechende Votum. Dennis Sonne wird zukünftig in den Ausschüssen Schule und Bildung, sowie Arbeit, Gesundheit und Soziales des nordrhein-westfälischen Landtags für die Grünen vertreten sein. Zudem ist er Obmann für den Unterausschuss der Landesliegenschaften.

Bad Segeberg (kobinet) „3 Gründe warum man bei den Kobinet Nachrichten von einem vollen Erfolg sprechen darf.“ So hat Sascha Lang, der Macher des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) die neueste Ausgabe getitelt. Aus der Sommerpause zurück sprach Sascha Lang gleich mit vier Personen: Franz Schmahl, Hubertus Thomasius, Tom Kallmeyer und Ottmar Miles-Paul, die über die nunmehr 20jährige Geschichte der kobinet-nachrichten berichtet. Am 19. August konnten der Verein Kooperation Behinderter im Internet (kobinet), der Träger der kobinet-nachrichten ist, in Berlin sein 20jähriges Bestehen feiern. Auch in Österreich wurde dieses Jubiläum mit Interesse aufgenommen, wie ein Bericht im Online-Nachrichtendienst BIZEPS zeigt.

Brüssel (kobinet) Dass sich behinderte Menschen aus verschiedenen Ländern Europas in die europäische Behindertenpolitik zum Teil lautstark einmischen, das ist gute Tradition. Dafür bot der Freedom Drive in der Vergangenheit immer wieder eine gute Plattform, um vor allem für ein selbstbestimmtes Leben und eine entsprechende selbstbestimmte Assistenz zu streiten. Vom 26. bis 28. September findet nun der mittlerweile 10. Freedom Drive in Brüssel statt, der wieder vom Europäischen Netzwerk für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen (ENIL) organisiert wird. Unterstützer*innen der Aktionen aus Deutschland sind dabei herzlich willkommen, wie Florian Sanden von ENIL vor kurzem in einem Gespräch mit kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul deutlich machte.

Köln (kobinet) Am 4. Oktober erscheint mit Mein Leben ist doch cool das Sachbuch von Natalie Dedreux mit Essays über ihren Blick auf die Welt mit Down-Syndrom. Im Buch spricht die Autorin und Aktivistin viele Themen an – eins der Wichtigsten geht uns alle an: Inklusion“, heißt es in der Vorankündigung für das im Oktober erscheinende Buch. Natalie Dedreux ist Bloggerin und Aktivistin. Bekannt wurde sie durch ihren Auftritt in der Wahlarena, als sie Angela Merkel zur Spätabtreibung behinderter Kinder befragte.

Leipzig (kobinet) Jennifer Sonntag ist das perfekte Beispiel dafür, wie Inklusion an Schulen nicht funktioniert bzw. später dann doch funktionieren konnte. „Niemand war damals auf ihr Kommen vorbereitet und so wurde schnell in ihrer neuen Klasse zum ‚Mädchen mit der dicken Brille‘. Über ihre Schul-Erfahrungen spricht sie in ihrer Kolumne ‚Mit anderen Augen'“, heißt es in der Ankündigung ihres Beitrags, der vor kurzem im Fernsehmagazin Selbstbestimmt des mdr gesendet wurde.

Berlin (kobinet) Sollten in einer Pandemie die Intensivbetten knapp werden, muss unter Umständen die schwere Entscheidung getroffen werden, wer eine überlebenswichtige Behandlung bekommt und wer nicht. Das Bundeskabinett hat heute am 24. August einen Gesetzentwurf beschlossen, nach dem hierfür ausschließlich die „aktuelle und kurzfristige Überlebenswahrscheinlichkeit“ berücksichtigt werden darf. Kriterien wie Behinderung oder Alter dürften keine Rolle spielen, wie es in einer von der Bundesregierung veröffentlichten Presseinformation heißt.

Berlin (kobinet) Ende 2021 waren nach Auskunft der Deutschen Bahn AG (DB AG) 209 der 276 Bahnhöfe in Thüringen stufenfrei erreichbar. Das schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort (20/3117) auf eine Kleine Anfrage (20/2705). Einem Bericht von Heute im Bundestag zufolge werden die einzelnen Bahnhöfe und Verkehrsstationen mit ihren Merkmalen der Barrierefreiheit in einer Anlage zu der Antwort aufgelistet.

Berlin (kobinet) Heute, vor einem halben Jahr, hat der Krieg in der Ukraine mit dem Angriff Russlands auf das unabhängige Land begonnen. Seit dem 24. Februar 2022 sind auch viele Menschen in Deutschland bemüht, Menschen, die während dieses immer noch andauernden Krieges flüchten mussten und immer noch müssen, Hilfeleistungen zu bieten. Exemplarisch dafür hat Emine Kalali, die im von der Aktion Mensch geförderten Projekt der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) „Welcome All! Engagement und Unterstützung für geflüchtete behinderte Menschen und ihre Familien fördern und vernetzen“ arbeitet, den kobinet-nachrichten einen Zwischenbericht über die bisherige Arbeit zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt.

Berlin (kobinet) Heute vor einer Woche wurde der Jahresberichtes der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) vorgestellt. Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) befürchtet, dass der nächste Bericht womöglich die Anzahl der gemeldeten Diskriminierungen aufgrund einer Behinderung bald auf dem ersten Rang platzieren könnte. Die Bundesregierung und die Ampelkoalition müsse schleunigst die richtigen gesetzlichen Weichen für mehr Barrierefreiheit in allen Lebensbereichen, für das Wunsch- und Wahlrecht beim Wohnen und Arbeiten und der bisher diskriminierenden Triage-Regelung stellen.

Berlin (kobinet) Das Thema Assistenz im Krankenhaus ist für viele behinderte Menschen gerade in Corona-Zeiten wichtiger denn je. Der Gesetzgeber hat geregelt, dass Begleitpersonen von Menschen mit Behinderung ab dem 1. November 2022 bei einem Verdienstausfall Anspruch auf Krankengeld haben. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) beschreibt nun in einer neuen Richtlinie, wann eine Begleitung bei einem stationären Krankenhausaufenthalt als medizinisch notwendig erachtet wird und wie die Bescheinigungen sowohl für die Patientin oder den Patienten als auch für die mitaufgenommene Begleitperson zu verfassen sind.

Bonn (kobinet) „Was wäre, wenn dein Alltag voller Hindernisse wäre? Für Menschen mit Behinderung ist das normal. Jeden Tag stoßen sie auf Barrieren: Treppen, falschabgestellte E-Rollis, zu hohe Regale im Supermarkt. Begleite unsere Protagonist*innen im Alltag und sieh selbst“, heißt es im Newsletter der Aktion Mensch über ein Video, dass diese zum Thema Leben mit Hindernissen auf YouTube eingestellt hat.

Mainz (kobinet) „Selbstbemächtigung oder Empowerment ist für die, die ausgegrenzt sind, ein guter Weg zu mehr Autonomie, Mitbestimmung und Handlungsoptionen. Wie aber geht das – sich mehr Macht holen?“ So heißt es in der Ankündigung der nächsten Scobel-Sendung, die am Donnerstag, den 25. August ab 21:00 Uhr in 3sat ausgestrahlt wird. Mit dabei ist u.a. Prof. Dr. Gisela Hermes, die sich schon früh mit dem Empowerment behidnerter Menschen u.a. im Rahmen ihrer Tätigkeit beim Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) beschäftigt hat.

München (kobinet) Im August 2020 zerstörte ein Großbrand Teile des Hauptgebäudes der Werkstätte der Lebenswerk gGmbH in Bayreuth, eine Einrichtung der Diakonie. Das Bayerische Sozialministerium hat damals Hilfe beim Wiederaufbau der Werkstatt für behinderte Menschen versprochen. Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf verkündete nun: „Versprochen – gehalten! Wir fördern den Ersatzneubau der Lebenswerk Werkstätten in Bayreuth mit der wuchtigen Summe von rund 3,3 Millionen Euro. 330 Menschen mit Behinderung finden hier neue Arbeitsplätze“, heißt es in der Presseinformation der Ministerin über die Werkstatt-Förderung in Bayern.

Berlin (kobinet) Auch beim 20. Deutschen Hörfilmpreis 2022 können blinde, sehbehinderte und natürlich auch sehende Filmfans für den Publikumspreis des Deutschen Hörfilmpreises abstimmen. Ab sofort kann zwischen zwanzig nominierten Hörfilmversionen ausgewählt werden. Die Bandbreite reicht von Kinofilmen wie „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ oder „Fly“ über Serien wie „Das Damengambit“ oder „Die Pflegionärin“ bis zu TV-Produktionen wie „Die Wannseekonferenz“, die auf einer Streamingplattform und in den Mediatheken mit Audiodeskription zur Verfügung stehen. Auch Kinder- und Jugendfilme wie „Die Schule der magischen Tiere“ oder „Ein Känguru wie du“ stehen zur Wahl. Jetzt können alle Hörfilmfans wieder für den Film abstimmen, der ihrer Meinung nach über die besten Bildbeschreibungen für blinde und sehbehinderte Menschen verfügt, heißt es vonseiten des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV).

Bonn (kobinet) Die Aktion Mensch begrüßt grundsätzlich die Idee einer Nachfolgeregelung für das im August auslaufende 9-Euro-Ticket. Es ermöglicht kostengünstiges und klimafreundliches Bahnfahren und entlastet vor allem Menschen aus einkommensschwachen Haushalten finanziell. Doch spontan ausfallende Züge, durch Fahrräder belegte Stellplätze für Rollstuhlfahrer*innen und versperrte Durchgänge zu barrierefreien Toiletten erschweren Menschen mit Behinderung barrierefreies Reisen und somit auch gesellschaftliche Teilhabe.

Köln / Frankfurt (kobinet) Die Aktionsgruppe „Rollfender Widerstand“ hat am vergangenen Wochenende den öffentlichen Verkehr herausgefordert. „Auftakt war eine Kundgebung am nicht barrierefreien Bahnhof Köln Messe Deutz. Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen und Menschen ohne Einschränkungen beteiligten sich an einer bunten Demo mit mehreren Redebeiträgen. Danach gab es eine kollektive Zugfahrt nach Frankfurt am Main, bei der leider wegen Barrieren am Bahnhof nicht alle von Anfang an dabei sein konnten. Am Samstag gab es dann eine ungewöhnliche Kletteraktion mit Personen in Rollstühlen und großen Bannern am Bahnhof Frankfurt West“, heißt es von der Aktionsgruppe Rollfender Widerstand, die nun einige Bilder der Aktionen ins Internet eingestellt haben.

Mainz (kobinet) Der rheinland-pfälzische Arbeitsminister Alexander Schweitzer setzt sich dafür ein, beim ab dem 1. Januar 2023 geplanten Bürgergeld arbeitssuchende Menschen stärker bei laufenden Preissteigerungen zu entlasten. Dazu fordert er, Regelsätze auch im Laufe eines Jahres flexibler und schneller anpassen zu können, wenn höhere Preise dies erfordern. Einen Umlaufbeschluss mit dieser Forderung, die auf einen Antrag aus Rheinland-Pfalz zurückgeht, hat die Arbeits- und Sozialministerkonferenz (ASMK) nun mit großer Mehrheit angenommen.

Frankfurt am Main (kobinet) Die Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR), das gemeinsame Gremium der Zusammenarbeit der Träger der Rehabilitation, hat u. a. die Aufgabe, Gemeinsame Empfehlungen zur einheitlichen Anwendung der gesetzlichen Vorschriften im Bereich der Rehabilitation durch die Reha-Träger zu erlassen (§ 26 SGB IX). Diese Regelungen haben erhebliche Auswirkungen nicht zuletzt auf die davon betroffenen Rehabilitanden. Vor kurzem hat die BAR zwei neue Gemeinsame Empfehlungen veröffentlicht, zu Integrationsfachdiensten und zu Sozialdiensten.

Berlin (kobinet) Vielfalt, Toleranz und Solidarität sind Werte, für die der Sozialverband Deutschland (SoVD) bereits seit über 100 Jahren einsteht. Dass diese Werte keine Selbstverständlichkeit sind, hat der einstige Kriegsopferverband am eignen Leib erlebt. „Die Geschichte hat uns gelehrt, dass wir immer wieder aufs Neue für Vielfalt, Toleranz und Solidarität einstehen müssen und dass diese Begriffe erst dann ihren Wert entfalten, wenn wir sie mit Leben füllen. Deshalb haben wir im vergangenen Jahr den „tag des wir“ ins Leben gerufen“, erklärt SoVD-Präsident Adolf Bauer. Der Aktionstag zum Mitmachen fand am 21. August statt.

Bonn (kobinet) „Küsse, Berührungen und Nähe – für Luisa ist das etwas Besonderes. Denn aufgrund ihrer Behinderung ist sie auch bei ihren intimsten Bedürfnissen immer auf Unterstützung von anderen angewiesen. Und diese gibt es in Form von Sexualbegleitung. Wie das abläuft, erfährst du im Interview mit Luisa“, heißt es im aktuellen Newsletter der Aktion Mensch.