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Bochum / Berlin (kobinet)

Bochum / Berlin (kobinet)

ULM (kobinet) Jede zweite Person in Deutschland ist heute älter als 45 und jede fünfte Person älter als 66 Jahre. Das ist anhand der Zahlen des Statistischen Bundesamtes nicht zu bestreiten. Zu den Veränderungen, welche diese Bevölkerungsentwicklung mit sich bringt, zählen beispielsweise der Fachkräftemangel und die steigenden Kosten im Pflegesektor. Um den Aufwand in der Pflege zu minimieren und vor allem auch, um älteren Menschen ein eigenständiges Leben zu ermöglichen, braucht es mehr altersgerechte Wohnformen und barrierefreie Wohnräume in denen man auch in höherem Alter und damit verbundenen gesundheitlichen Veränderungen gut leben kann. Welche Kriterien eine barrierefreie Immobilie erfüllen muss, wie eine zukunftsorientierte Bauweise aussieht und warum nicht nur Seniorinnen und Senioren davon profitieren, erfahren Interessierte, Betroffene und Angehörige auf den Seiten des unabhängigen Internetportals „Barrierefreie-Immobilie.de“.

Duderstadt (kobinet) Dass die Zukunft behinderter und nichtbehinderter Menschen inklusiv geplant und gestaltet werden kann, das wurde beim 1. Zukunftsplanungs Mitmach-Camp deutlich. Dieses fand vom 17. bis 20. Oktober 2024 im Jugendgästehaus in Duderstadt mit 100 Teilnehmenden statt. Die Veranstaltung, die vom Netzwerk Persönliche Zukunftsplanung durchgeführt wurde, war schnell ausgebucht, so dass es bei entsprechendem Platz sicherlich noch viel mehr Anmeldungen gegeben hätte. Deutlich wurde bei diesem Mitmach-Camp in Sachen Persönliche Zukunftsplanung nicht nur die Kreativität, die in dieser Methode steckt, sondern auch die Vielfalt der Anwendungsmöglichkeiten und Methoden. „Wir sind viele, wir sind bunt“, wie das Motto des Zukunftsplanungs Mitmach-Camp lautete, war also Programm in Duderstadt und spiegelte sich bei den verschiedenen Akteur*innen wider. Dass das Sozialgesetzbuch IX Möglichkeiten für die Finanzierung von Zukunftsplanungen mit behinderten Menschen bietet, darauf machten u.a. Prof. Dr. Stefan Doose und Carolin Emrich in ihrem Impulsvortrag deutlich.

Leipzig / Stuttgart (kobinet) Letzte Woche beschäftigten sich die Sozialminister*innen der G7 Staaten in Italien damit, wie die UN-Behindertenrechtskonvention und Inklusion gestärkt werden kann und nun beschäftigen sich die Ministerpräsident*innen der Bundesländer mit dem Thema: „Am 24. Oktober 2024 findet die Jahreskonferenz der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten in Leipzig statt. Auf Einladung von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer tauschen wir Beauftragten der 16 Länder uns mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs über die Belange von Menschen mit Behinderungen aus. Wir wollen erörtern, wie wir gemeinsam dafür Sorge tragen können, wie wir in den Ländern Inklusion und Barrierefreiheit gerade in den Bereichen Wohnen, Arbeit, Bildung und Gesundheit vorantreiben.“ Dies teilte die Landesbehindertenbeauftragte von Baden-Württemberg, Simone Fischer, auf Facebook im Vorfeld der Konferenz mit. Baden-Württemberg hat momentan den Vorsitz der Konferenz der Behindertenbeauftragten der Länder und des Bundes inne.

Bochum / Berlin (kobinet) Das Deutsche Institut für Menschenrechte und das Bochumer Zentrum für Disability Studies laden zu einer Online-Konferenz unter dem Motto „15 Jahre UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland – das Recht auf selbstbestimmtes Leben und Wohnen endlich umsetzen!“ ein. Die Online-Konferenz findet statt am Dienstag, den 10. Dezember 2024 von 10:30 bis 15:00 Uhr. „15 Jahre nach dem Inkrafttreten der UN Behindertenrechtskonvention können viele Menschen mit Behinderungen immer noch nicht entscheiden, wie sie ihr Leben gestalten wollen, weil ihnen nur Sondereinrichtungen zur Verfügung stehen. 2022 hat der UN-Fachausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen seine ‚Leitlinien zur Deinstitutionalisierung (auch in Notfällen)‘ veröffentlicht. Sie sollen als Grundlage für die Planung von Prozessen der Deinstitutionalisierung und der Verhinderung von Institutionalisierung auf Grundlage der Erfahrungen in der Corona-Pandemie dienen“, heißt es u.a. in der Einladung zu dieser Veranstaltung.

Berlin (kobinet) „Menschen mit Behinderungen stoßen im Internet zu oft auf digitale Barrieren. Bekannte Beispiele sind etwa fehlende Alternativtexte für Bilder, mangelnde Übersetzungen in Leichte und Gebärdensprache oder schlechte Schriftkontraste. Obwohl öffentliche Stellen gesetzlich verpflichtet sind, ihre Webseiten und Apps barrierefrei zu gestalten, wird dies oft nicht umgesetzt. Nutzerinnen und Nutzer können digitale Barrieren in einem geregelten Verfahren melden und ihre Beseitigung einfordern. Leider wird diese Möglichkeit noch zu selten genutzt, das wollen wir mit unserem neuen Online-Workshop ändern. Die Teilnehmenden lernen hier, wie das Melden von digitalen Barrieren gelingt.“ Dies teilte Juliane Harms vom Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben (bifos) mit. Denn im November startet eine neue Workshop-Reihe des bifos unter dem Motto „Digitale Barrieren melden“, die für Menschen mit ganz unterschiedlichen Behinderungen angeboten wird.

Bonn (kobinet) „Viele Behörden, Wohlfahrtsverbände oder Selbsthilfe-Vereine bieten mittlerweile auch Online-Beratung an. Expert*innen beraten zu vielen verschiedenen Themen, wie zum Beispiel zu Behinderung, Krankheit oder Pflege. Es gibt auch spezielle Angebote für Jugendliche, Eltern oder für Migrant*innen. Ein neuer Text auf Familienratgeber.de erklärt, was Online-Beratung ist und stellt verschiedene Beratungs-Angebote vor. Sie erfahren außerdem, welche Vorteile und mögliche Nachteile eine Online-Beratung haben kann“, heißt es in der Ankündigung des Familienratgebers.

Berlin (kobinet) Die Bundesländer stoßen auf vielfältige Herausforderungen bei der Erstellung und Umsetzung von Aktionsplänen zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Sie haben aber bereits viele kreative Ansätze zu deren Bewältigung gefunden. Zu diesem Ergebnis kommt die kürzlich veröffentlichte Analyse der beim Deutschen Institut für Menschenrechte angesiedelten Monitoring-Stelle UN-BRK unter dem Motto „Aktionspläne zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention auf Landesebene“.

HAMBURG (kobinet) In Berufung auf ein aktuelles Gutachten des Instituts für Freie Berufe (IFB) erklärt der Bundesverband der Berufsbetreuerinnen und Berufsbetreuer (BdB), dass, sollte der Referentenentwurf zur Reform der Betreuervergütung Gesetz werden, massive finanzielle Umsatzeinbußen von bis zu 7,6 Prozent statt einer Erhöhung um 12,7 Prozent drohen. „Die im Referentenentwurf angekündigte durchschnittliche Vergütungserhöhung um 12,7 Prozent wird klar verfehlt“, formuliert der Verband in seiner Stellungnahme zum Gesetzentwurf, die dem Bundesministerium der Justiz (BMJ) vorliegt.

SEEHEIM-JUNGENHEIM (kobinet) Flugreisen mit Rollstuhl stellen immer besondere Anforderungen, um klar zu machen, welche Bedingungen und Hilfen benötigt werden, sowie sich zu versichern, dass dann auch alles genau so klappt. Da kann ein digitales System zur Anmeldung eines Fluges schon hilfreich sein. Und genau so ein digitaler Service für Rollstuhlfahrer ist kürzlich bei United Airline erfolgreich gestartet.

LEIPZIG (kobinet) In zwei Monaten ist Weihnachten. Sicherlich steht die Vorbereitung auf dieses Fest im Mittelpunkt der Vorfreude in allen Familien. Einige denken sicherlich bereits darüber hinaus – zum Beispiel daran wie sie den Jahreswechsel verbrinden werden. Es gibt eventuell auch bereits Theaterfreunde, die sich bereits auf ein Theatererlebnis freuen möchten, mit dem sie das dann neue Jahr beginnen können. Für alle diese Theaterfreunde haben wir einen Tipp: Vom 30. Januar bis zum 02. Februar 2025 lädt das Theater der Jungen Welt zur zweiten Ausgabe
des TURBO-Festivals in Leipzig ein. Das Festival bietet ein inklusives Programm, das Tanz, Theater und Performance in den Mittelpunkt stellt – entwickelt von, für und mit Menschen mit
Behinderungen. Das TURBO-Festival ist das einzige inklusive Theaterfestival explizit für junges Publikum in Deutschland und schafft ein vielsinnliches Theatererlebnis, das eine umfassende
Teilhabe aller Besuchenden ermöglicht.

Kassel (kobinet) Seit einigen Jahren greift der Kabarettist Wilfried Schmickler in der Reihe WDR Kabarett im WDR 2 Podcast mit seiner Montagsfrage aktuelle Themen auf. Die Montagsfrage der Behindertenbewegung, die diese schon seit Monaten stellt, muss leider auch diese Woche mit einem klaren Nein beantwortet werden. Es gibt zwar einige, die denken, dass sie es einfach nur verpasst hätten, dass die Bundesregierung ihre zentralen behindertenpolitischen Reformen, die im Koalitionsvertrag verankert sind, schon umgesetzt hätte. Leider müssen die kobinet-nachrichten diese Menschen auch diese Woche bitter enttäuschen. Denn die Bundesregierung hat diese Maßnahmen noch nicht einmal richtig angepackt. Der Referentenentwurf für das Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) ist immer noch nicht zur Anhörung freigegeben. Und so wie beim BGG blockiert das FDP-geführte Bundesjustizministerium auch die Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) nach wie vor. Längst hätte dazu ein Entwurf vorgelegt werden müssen. Also auch diesen Montag muss die Montagsfrage mit Nein beantwortet werden.

Berlin (kobinet) „80.000 gehörlose Menschen leben in Deutschland. Einer von ihnen ist Bäckergeselle Wael, der vor drei Jahren die Ausbildung in einer Berliner Bäckerei begann. Der Betrieb arbeitet inklusiv und sein Chef lernt Gebärdensprache – eine Seltenheit auf dem Arbeitsmarkt.“ So heißt es in der Ankündigung eines ca. 5minütigen Fernsehbericht des rbb.

Berlin (kobinet) Die Haushaltsberatungen im Deutschen Bundestag für den Bundeshaushalt 2025 sind zwar noch voll im Gange, aber nun gibt es große Hoffnungen, dass das Förderprogramm zur Verbesserung der Antidiskriminierungsberatung der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) fortgesetzt werden kann. „Das Förderprogramm respekt*land ist gerettet und das Ziel unserer Kampagne #rettetRespektland damit erreicht. Mit Share-Pics, der Postkartenaktion, Schildern für Selfies und Gruppenfotos und das Handout haben wir Euch hoffentlich die Öffentlichkeitsarbeit erleichtert. Wir bedanken uns bei allen, die eine laute Stimme für den Erhalt des Förderprogramms waren!“ So lautet die gute Nachricht, die von der Gesellschaft gegen Gewichtsdiskriminierung, die sich stark in dieser Kampagne engagiert hatte, verbreitet wurde. 36 Antidiskriminierungsberatungsprojekte können damit erst einmal wieder etwas durchatmen.

Bernau (kobinet) Am 19. Oktober 2024 fanden in Bernau (bei Berlin) die 20. Deutschen Boccia-Meisterschaften statt. Sportler:innen aus ganz Deutschland kämpften um den Titel „Deutscher Meister“ in vier Wettkampfklassen. Zeitgleich übergab der Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen (bvkm) die Meisterschaften an den Deutschen Rollstuhl-Sportverband (DRS). Zum 20. Mal fanden die Deutschen Boccia-Meisterschaften statt.

Heidelberg (kobinet) „Der 74. Deutsche Juristentag vom 25. bis 27. September 2024 in Stuttgart hat sich in seiner Abteilung Arbeits- und Sozialrecht dafür ausgesprochen, dass Werkstattbeschäftigte nach § 221 SGB IX in das Mindestlohngesetz einbezogen werden – es sei denn, die Beschäftigung dient überwiegend der Rehabilitation.“ So heißt es in einem Bericht des diskussionsforum Rehabilitations- und Teilhaberecht der Deutschen Vereinigung für Rehabilitation.

Bad Segeberg / Halle (kobinet) Unter dem Motto „Diskriminierung und ihre Folgen – Feedbackrunde“, spricht Sascha Lang mit Jennifer Sonntag in der Reihe Sonntag trifft IGEL im Rahmen des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) über die Themen Diskriminierung und Inklusion, wie es in der Ankündigung heißt. Dabei wird u.a. auf das Feedback der Hörer*innen der letzten Ausgabe aus der Reihe Sonntag trifft IGEL eingegangen.

Hamburg / Duderstadt (kobinet) Eine ganz besondere und kurzfristig anberaumte Aktion gab es am Samstag, den 19. Oktober 2024, beim Mitmach-Camp in Duderstadt. Es gab nämlich eine Schaltkonferenz ins Millerntor nach Hamburg, wo der Fußballverein FC St. Pauli seine Heimspiele austrägt. Denn eine der beiden Musiker des nun veröffentlichten Fansongs, Joey Maurice, ist nicht zuletzt über Zukunftsplanungen dazu gekommen, Musik zu machen und vor allem damit auch den Weg in die Öffentlichkeit zu finden. Bei einer zuerst einmal vermeintlich langweiligen Silvesterparty, zu der er erst gar nicht hinwollte, traf er seinen heutigen Bandkollegen Maurice.

Bad Segeberg (kobinet) „Fake News und Desinformation – was gilt es zu beachten?“ Dieser Frage geht Sascha Lang in der aktuellen Episode des Podcast Inkluison Ganz Einfach Leben (IGEL) nach. Dabei übernimmt der IGEL Podcast dieses Mal eine Episode vom Digital Kompass Podcast. Beide Podcasts werden von Sascha Lang moderiert. In der aktuellen Episode spricht Sascha Lang mit Luise Görlach und Daniel Lehmann über Fake News und wie man damit umgehen kann.

Frankfurt am Main (kobinet) Der „Fachtag Inklusion in der Erwachsenenbildung“ am 6. November 2024 von 10:00 – 15:30 Uhr der Volkshochschule Frankfurt am Main bietet Einblicke in Forschung und Praxis. Eingeladen sind Kursleitende und Mitarbeitende von Einrichtungen der Erwachsenenbildung, die sich für das Thema Inklusion interessieren und dieses vertiefen möchten.

AACHEN (kobinet) Ein selbstbestimmtes Leben im Alltag ist auch für blinde und sehbehinderte Menschen mit den richtigen Hilfsmitteln möglich. Allerdings ist es eben auch so, dass immer wieder neue Hilfsmittel auf den Markt kommen oder in immer wieder anderen Varianten verfügbar sind. Ein selbstständiges Leben macht es für Blinde und Sehbehinderte unumgänglich, sich über Neuheiten zu informieren und dazu zu lernen. Eine Möglichkeit, das zu tun, sind zwei Termine für Online-Seminare der Firma „Feelware“.

SOLFAGNANO/Italien (kobinet) Das erstmalige Treffen der G7-Sozialminister*innen zum Thema Behinderung in Italien, das in dieser Woche mit der Verabschiedung der Solfagnano-Erklärung beendet wird, ist ein wichtiger Anfang. Es muss von den künftigen G7-Vorsitzstaaten unbedingt fortgesetzt werden, um die Menschenrechte behinderter Bürger*innen nachhaltig umzusetzen“, erklärt Prof. Dr. Sigrid Arnade, die als eine der Sprecherinnen des Deutschen Behindertenrates an der Veranstaltung teilgenommen hat.

Berlin (kobinet) „Der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Jürgen Dusel, war diese Woche sehr viel unterwegs. Unter anderem hatte er eine Audienz bei Papst Franziskus in Rom, mit dem er über Inklusion und deren Notwendigkeit sprach. Jürgen Dusel nahm aber auch an der Konferenz der Sozialminister*innen der G7-Staaten in Perugia in Italien teil. Diese hat eine Resolution verabschiedet, durch die die Umsetezung der UN-Behindertenrechtskonvention und das Thema Inklusion gezielter vorangetrieben werden soll. Jürgen Dusel war ein entscheidender Mitiniatiator dieser Initiative. Und bei dem Stress fand der Bundesbehindertenbeauftragte auch noch Zeit, ein Grußwort an das Zukunftsplanungs Mitmach-Camp nach Duderstadt zu schicken. Denn die Persönliche Zukunftsplanung und die Wünsche und Ziele behinderter Menschen sind ihm sehr wichtig.“ So heißt es im Live-Blog zum 1. Zukunftsplanungs Mitmach-Camp, in dem auch das Grußwort von Jürgen Dusel veröffentlicht wurde.

Frankfurt (kobinet) Die Die Volkshochschule (VHS) Frankfurt möchte ein Ort sein, an dem Menschen mit und ohne Behinderung lebenslang lernen können. „Im Rahmen des Projekts ‚Kurs auf Inklusion‘ können einzelne Kurse mit Gebärdensprachdolmetschern stattfinden. Bitte kontaktieren Sie uns möglichst früh. Auf Anfrage bemühen wir uns um eine Induktionsanlage für die Nutzung mit Hörgerät/Kopfhörer. Sind Sie blind oder sehbehindert? Kontaktieren Sie uns, wenn Sie sich für einen Kurs interessieren. Wir beraten Sie gerne“, heißt es auf der Internetseite der VHS Frankfurt. Zudem gibt es dort Informationen zum Zugang der Kursräume für Menschen im Rollstuhl oder einer Gehbehinderung. Um benötigte Unterstützung beim Besuch von Kursen zu ermöglichen, kooperiert die VHS mit der AWO-Ehrenamtsagentur.

MARBURG (kobinet) Die Woche des Sehens ist seit wenigen Tagen zu Ende. Bundesweit gab es etliche Aktionen, die das gute Sehen ins Bewusstsein der Öffentlichkeit rückten. Der Deutsche Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf (DVBS) möchte jedoch weiterhin vor allem praktisch helfen. Zur Unterstützung bei eingeschränktem Sehvermögen oder Blindheit gibt es eine Vielzahl von Hilfsmitteln – von der klassischen Lupe bis zur IT-Lösung. Mit einem neuen Internetangebot möchten der DBSV, der DVBS und PRO RETINA den Betroffenen auf dem Weg zum Hilfsmittel weiterhelfen.

STUTTGART / LEONBERG (kobinet) Anlässlich des gestrigen Internationalen Tages für die Beseitigung der Armut und am Beginn der neuen Wochen zu Ende gehenden Aktionswoche „Armut bedroht alle“ ziehen der Paritätische Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg und Waldhaus Jugendhilfe eine positive Zwischenbilanz. Mit ihren landesweiten Projekten „SILKY und SILKYplus – Social Inclusion Labs für Kids und Youngsters“ konnten sie 500 betroffene Kinder und Jugendliche erreichen. Mit diesen Projekten sorgt der Paritätischen Wohlfahrtsverband dieses Bundeslandes für bessere materielle Bedingungen, Bildung und auch soziale Teilhabe von armutsgefährdeten jungen Menschen zwischen 10 und 25 Jahren.

Duderstadt (kobinet) Am 17. Oktober 2024 haben Ellen Keune, Max Kilian Steffens und Carolin Emrich vom Netzwerk Persönliche Zukunftsplanung das erste Zukunftsplanungs Mitmach-Camp eröffnet. Noch bis zum 20. Oktober tauschen sich die 100 Teilnehmenden der Veranstaltung im Jugendgästehaus Duderstadt über ihre Erfahrungen, Methoden und Ziele in Sachen Persönliche Zukunftsplanung aus und diskutieren aktuelle Fragen zum Thema. Dass es dabei sehr kreativ zugeht, das wurde bereits zu Anfang des Mitmach-Camps deutlich. Die Teilnehmenden bekamen jeweils eine Tasche mit veschiedenen kreativ gestalteten Begrüßungsgeschenken und Materialien. „Denn, wie es der Name schon sagt, das Mitmach-Camp wird von uns allen gestaltet“, betonte Carolin Emrich bei der Begrüßung der Veranstaltung, die unter dem Motto „Wir sind viele, wir sind bunt“ stattfindet.

Brüssel (kobinet) „Am 27. November 2023 einigten sich die EU-Mitgliedsstaaten im EU-Rat auf die Einführung eines EU-weiten Behindertenausweises, sowie eines EU-weiten Parkausweises. Im Oktober 2024 hat der EU-Rat beide Richtlinien zur Einführung der Ausweise angenommen.“ Darauf hat der österreichische Online-Nachrichtendienst BIZEPS aufmerksam gemacht. Die Einführung eines Europäischen Behindertenausweises und eines Europäischen Parkausweises für Menschen mit Behinderungen ermögliche einen gleichberechtigten Zugang zu Dienstleistungen und Vorzugsbehandlungen während Kurzaufenthalten innerhalb der EU und erleichtere somit Menschen mit Behinderungen innerhalb der EU zu reisen, heißt es im BIZEPS-Bericht.

Berlin (kobinet) Auf dramatische Folgen des Personalmangels für behinderte Arbeitgeber*innen in Berlin weist Birgit Stenger von der Arbeitsgemeinschaft für selbstbestimmtes Leben schwerstbehinderter Menschen (ASL) hin. „Der in allen Bereichen festzustellende Personalmangel führt bei den behinderten Arbeitgeber*innen zu dramatischen Entwicklungen. Immer seltener können Arbeitgeber*innen offene Stellen wieder besetzen. Das für die persönliche Assistenz zuständige Landesamt für Gesundheit und Soziales kann bei der Problemlösung leider nicht unterstützend tätig werden“, teilte Birgit Stenger den kobinet-nachrichten mit.

Berlin (kobinet) Am 17. Oktober 2024 veröffentlichte die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Forderungen für einen inklusiven digitalen Sozialstaat. Der Verband diagnostizierte dabei politischen Nachholbedarf und fordert eine Reihe grundsätzlicher Anpassungen, um allen Menschen einen gleichberechtigten digitalen Zugang zu ermöglichen; darunter unter anderem ein digitales Existenzminimum.

Berlin (kobinet) Die Kurt-Alphons-Jochheim-Medaille für besondere Leistungen in der Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen geht in diesem Jahr an das Forschungsinstitut für Inklusion durch Bewegung und Sport gGmbH (FIBS) in Frechen. Durch anwendungs- und teilhabeorientierte Forschung sowie Netzwerk- und Konzeptentwicklung fördert das FIBS die Gesundheit und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in beispielgebender Art, heißt es in einer Presseinformation der Deutschen Vereinigung für Rehabilitation (DVfR). 2023 wurde das Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) mit der Medaille ausgezeichnet.

Rom, Italien (kobinet) „Jürgen Dusel, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, schildert seine Eindrücke von einem Treffen mit Papst Franziskus und hebt die Bedeutung von Inklusion als fundamentalen Baustein der Demokratie hervor. Im Rahmen einer internationalen Konferenz in Italien setzt er sich für die Rechte von Menschen mit Behinderungen ein und fordert konkrete Maßnahmen.“ So heißt es in einem Bericht der Vatican News vom 17. Oktober 2024 mit dem Titel „Dusel beim Papst: ‚Inklusion ist der Schlüssel zur Demokratie'“.

München (kobinet) Referentin Hasret Aydin, Trainerin für Frauenbeauftragte und persönliche Zukunftsplanerin, wird Sie durch den Tag begleiten. Dieser eintägige Workshop richtet sich an Menschen aller Geschlechter, die sich mit dem Thema Sexualität und einem positiven Selbstbild auseinandersetzen möchten.

BERLIN (kobinet) Anlässlich der heutigen Bundestagsdebatte über die Mittagsversorgung in Kitas und Schulen fordert das Deutsche Kinderhilfswerk, den Zugang zu einem gesunden und ausgewogenen, täglichen Mittagessen für alle Kinder zu erleichtern. Zudem sollten die Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) für alle Bildungseinrichtungen verbindlich eingeführt werden. Bisher sind diese nur in fünf Bundesländern verpflichtend. Außerdem plädiert das Deutsche Kinderhilfswerk nachdrücklich für den Wegfall der Mehrwertsteuer für Kita- und Schulessen. Zudem sollten durch ein stärkeres finanzielles Engagement von Bund, Länder und Kommunen Schritte dahingehend unternommen werden, das Kita- und Schulessen für alle Kinder kostenfrei anzubieten.

Berlin (kobinet) Der Dachverband der unabhängigen Antidiskriminierungsberatungsstellen in Deutschland (advd) begrüßt die schnelle Umsetzung der EU-Standardrichtlinien für Gleichbehandlungsstellen in seiner Stellungnahme vom 14.10.2024: Sie stellt einen wichtigen Schritt dar, um den Diskriminierungsschutz zu stärken. Dennoch bleibt der aktuelle Gesetzesentwurf weit hinter den Versprechen der Koalition für eine umfassende Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) zurück, heißt es in einer Presseinformation des Antidiskriminierungsverband Deutschland (advd). Auch eine Reihe von Behindertenverbänden haben Stellungnahmen zum Referentenentwurf verfasst und deutlich gemacht, dass diese Mini-Reform keinesfalls ausreicht, um die Nichtdiskriminierung behinderter und anderer benachteiligter Menschen sicherzustellen.

Mainz (kobinet) In diesen Tagen wird viel über den Schichtwechsel berichtet, bei dem Menschen in Werkstätten für behinderte Menschen ihren Arbeitsplatz mit Beschäftigten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt tauschen. „Mehr als 4.000 Menschen in Deutschland nehmen beim bundesweiten Aktionstag Schichtwechsel teil. Unter ihnen fast 2.500 Menschen mit Behinderungen“, heißt es in einem Beitrag des Hessischen Rundfunk, auf den Sabine Lohner hinweist. Ob daraus konkrete Beschäftigungsmöglichkeiten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt entstehen, das steht noch in den Sternen. Vor vielen Jahren hat Jutta Simon, die vorher in einer Werkstatt für behinderte Menschen gearbeitet hatte, auch ohne Schichtwechsel ihren „Traumjob“ gefunden. Sie hat eine ausgeprägte Form der Legasthenie. Bei der Gesellschaft für psychosoziale Einrichtungen (gpe) hat sie vor 24 Jahren als Servicekraft im Hotel INNdependence in Mainz begonnen und arbeitet immer noch in diesem Inklusionsbetrieb. Darüber berichtet Marta Thor im Rahmen der diesjährigen Woche der seelischen Gesundheit, die vom 10. bis 20. Oktober 2024 begangen wird,

Berlin (kobinet) Die Beauftragten von Bund und Ländern für die Belange von Menschen mit Behinderungen betonen in einem gemeinsamen Positionspapier die dringende Notwendigkeit eines umfassenden und menschenrechtskonformen Monitorings der nicht-invasiven Pränataltests (NIPT). Sie unterstützen damit den Beschluss des Bundesrats sowie den inhaltsgleichen interfraktionellen Antrag aus der Mitte des Bundestags und konkretisieren die aus ihrer Sicht notwendigen Anforderungen an ein solches Monitoring. Sie begründen dies mit den aus ihrer Sicht hochgradig problematischen Folgewirkungen der gegenwärtigen Situation.

Marburg / Karlsruhe(kobinet) Marburg / Karlsruhe(kobinet) Mathematische Inhalte wie etwa komplexe Formeln, Graphen, Diagramme sind primär visuelle Darstellungen und so nicht ohne weiteres mit Vorlesesoftware zugänglich, für die Begriffsbildung und das Verstehen jedoch zentral. Nur wenige Hochschulen und Schulen bieten jedoch professionelle Unterstützung bei der Aufbereitung solcher Inhalte; in den MINT-Fächern sind blinde und sehbehinderte Schüler*innen sowie Studierende daher oftmals auf sich allein gestellt und von persönlichen Assistenzen abhängig, ohne auf einen an ihrer Bildungseinrichtung zentral organisierten Workflow zurückgreifen zu können. Deshalb werden nun Teilnehmer*innen für eine Umfrage zum Thema „Barrierefreiheit mathematischer Inhalte für Menschen mit Sehbeeinträchtigung in Studium und Schule“ gesucht.

Perugia, Italien (kobinet) „Das erstmalige Treffen der G7-Sozialminister*innen zum Thema Behinderung im italienischen Perugia, das am 16. Oktober 2024 mit der Verabschiedung der Solfagnano-Erklärung beendet wurde, ist ein wichtiger Anfang. Es muss von den künftigen G7-Vorsitzstaaten unbedingt fortgesetzt werden, um die Menschenrechte behinderter Bürger*innen nachhaltig umzusetzen“, erklärte Prof. Dr. Sigrid Arnade, die als eine der Sprecherinnen des Deutschen Behindertenrates an der Veranstaltung teilgenommen hat.

Berlin (kobinet) Seit mehr als vier Jahren kämpfen behinderte Arbeitgeber*innen in Berlin nun schon darum, dass ihre Assistent*innen genauso entlohnt werden, wie die Assistent*innen, die bei den beiden großen Berliner Assistenzdiensten angestellt sind. Nur wenn dies gewährleistet ist, haben die behinderten Arbeitgeber*innen eine Chance, neue Assistenzkräfte zu finden. Ansonsten wird das seit 1996 existierende Arbeitgeber*innen-Modell nicht mehr lange fortbestehen. Zum x-ten Mal gingen Menschen mit einem Assistenzbedarf daher am 10. Oktober 2024 für den Erhalt des Arbeitgeber*innen-Modells auf die Straße. Diesmal protestierten sie mit ihren Assistent*innen und der Unterstützung von ver.di vor der Senatsverwaltung für Soziales in Berlin-Kreuzberg.