Rostock (kobinet) Am 7. Juli 2024 startet in Rostock das Festival DIALOGE 2024. Das inklusive Zirkusprojekt für Kinder und Jugendliche wird bereits zum 8. Mal durchgeführt. Schirmherrin des Projekts ist die Kulturministerin von Mecklenburg-Vorpommern Bettina Martin. Das Kulturministerium fördert die Veranstaltung mit 25.000 Euro Kulturfördermitteln.
Berlin (kobinet) „Aus den Reihen der AfD wird erneut gegen Inklusion und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen gehetzt. Wenn Maximilian Krah in den Sozialen Medien die ARD-Tagesschau in Einfacher Sprache als ‚Nachrichten für Idioten‘ angreift, verunglimpft er die Zielgruppe des Angebots in unerträglicher Weise. Von Angeboten in Leichter und Einfacher Sprache profitieren viele: zum Beispiel Personen, die (noch) nicht ausreichend die deutsche Sprache verstehen, ältere Menschen und Menschen mit Lernschwierigkeiten oder geistiger Beeinträchtigung. Es ist ein großer Gewinn, wenn Journalismus Inhalte für breite Zielgruppen aufbereitet. Diese Angebote sind wichtiger Bestandteil einer inklusiven, vielfältigen Gesellschaft“, heißt es in einer Erklärung einer Vielzahl von Verbänden, die auf Initiative der Bundesvereinigung Lebenshilfe und des Paritätischen Gesamtverbandes zustande gekommen ist.
Mainz (kobinet) Im Landesbeirat für seelische Gesundheit in Mainz wurde eine Resolution „Empfehlungen des Landesbeirates für psychische Gesundheit zur verstärkten Verbreitung der Genesungsbegleitung in Rheinland-Pfalz“ verabschiedet. Das Landesnetzwerk Selbsthilfe Psychiatrie-Erfahrener RLP betrachtet dies als einen bedeutenden Meilenstein für die Genesungsbegleitung in Rheinland-Pfalz. Die Empfehlungen betonen die wichtige und ergänzende Rolle dieser Experten durch Erfahrung in der Gesundheitsversorgung. Sie unterstützen Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen in unterschiedlichen Lebensbereichen und tragen damit wesentlich zur Verbesserung ihrer Lebensqualität bei.
Veröffentlicht am 04.07.2024 05:15 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht (?)
Logo des Projektes geh denken inklusiv Foto: ISL
Berlin (kobinet) Unter dem Motto „(Un-)Wertes Leben on Tour“ besuchten Menschen mit ganz unterschiedlichen Behinderungen am 2. Juli 2024 die Gedenkstätte Pirna Sonnenstein und am 3. JUli 2024 die Gedenkstätte Großschweidnitz und erinnerten an die Morde und Verbrechen der Nationalsozialisten an behinderten Menschen. Die von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) mit Unterstützung des Förderkreises Gedenkort T4 und des Verein aktiv und selbstbestimmt (akse) im Rahmen des Projekt „geh-denken-inklusiv“ organisierte Veranstaltung fand damit ihre Fortsetzung. Dabei war sowohl eine Teilnahme vor Ort als auch eine Online-Mitwirkung möglich, wie Thomas Künneke von der Projektkoordination der ISL den kobinet-Nachrichten mitteilte.
Veröffentlicht am 04.07.2024 05:06 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht (?)
Logo Deutsches Institut für Menschenrechte Foto: Logo Institut für Menschenrechte, CC BY-SA 4.0 (https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=61713390)
Berlin (kobinet) „Jeder Mensch möchte in Würde leben. So unterschiedlich wir auch sind: Wir alle wollen in Sicherheit leben, unsere Fähigkeiten entfalten und unsere Meinung frei äußern können. Wir wollen gehört werden – als Kind ebenso wie als älterer Mensch. Um diese Grundbedürfnisse geht es, wenn wir von Menschenrechten sprechen. Für viele Menschen bleiben diese Wünsche unerfüllt – auch in Deutschland. Weil sie vermeintlich zu alt oder zu jung sind, weil sie arm sind, weil sie wegen ihres Geschlechts, ihrer Hautfarbe oder ihrer Religion diskriminiert werden, körperlich oder seelisch beeinträchtigt sind oder ihre Meinung politisch unerwünscht ist. Doch Menschenrechte gelten für alle Menschen, weil sie Menschen sind, jederzeit und überall.“ Darauf weist das Deutsche Institut für Menschenrechte anlässlich der Vorstellung seines Jahresberichtes 2023 hin.
Veröffentlicht am 04.07.2024 05:01 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht (?)
Dörte Schall Foto: NRWSPD/Jens van Zoest
Mainz (kobinet) Dörte Schall soll neue Ministerin für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung von Rheinland-Pfalz werden. Das gab der designierte Ministerpräsident Alexander Schweitzer, der die Nachfolge von Malu Dreyer antreten wird, am 3. Juli 2024 in Mainz bekannt. Neuer Staatssekretär soll Dr. Denis Alt werden, der derzeit Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit ist.
Veröffentlicht am 04.07.2024 04:50 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht (?)
Cover des Buchs Hinfallen, Aufstehen Weitergehen Foto: PARANUS
Landau (kobinet) Franz-Josef Wagner, Begründer des rheinland-pfälzischen Landesverbandes der Psychiatrie-Erfahrenen (1994) und des Bundes- und Landesnetzwerk Selbsthilfe Seelische Gesundheit (2017), liest am Dienstag, den 9. Juli 2024 in der Buchhandlung Bücherknecht, Theaterstr. 11, in Landau aus seiner Autobiografie „Hinfallen – Aufstehen – Weitergehen: Recovery durch Selbsthilfe“. Eingeladen sind alle Interessierte.
HANNOVER (kobinet( Vielen Befragten macht das Thema Pflege Angst, das zeigt eine Umfrage des Sozialverbands Deutschland (SoVD) in Niedersachsen . Egal, ob es um die Kosten, die finanzielle Vorsorge oder das Engagement der Politik geht – insgesamt sorgen sich die Menschen. Der SoVD sieht mit den Ergebnissen seine Einschätzungen bestätigt und fordert ein schnelles Handeln der Landes- und Bundesregierung.
Veröffentlicht am 03.07.2024 11:13 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht (?)
Logo VdK Nordrhein-Westfalen Foto: VdK Nordrhein-Westfalen
NEUSS (kobinet) „Die Politik verursacht schon seit längerer Zeit extreme Unsicherheit in der Bevölkerung und zerstört somit das Vertrauen, vor allem bei den Menschen, die nicht auf der Sonnenseite stehen. Wir müssen jetzt zukunftsfest nach innen und außen handeln, um unsere Demokratie zu erhalten bzw. zu schützen“, hatte der VdK-Landesvorsitzende Horst Vöge auf dem Großen Landesverbandstags in der Neusser Stadthalle betont. Rund 150 Delegierte des Sozialverbands VdK NRW aus ganz Nordrhein-Westfalen darüber debattiert und ihre Forderungen in einem 5-Punkte-Plan festgelegt.
Veröffentlicht am 03.07.2024 11:00 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht (?)
Bei der Verleihung des „Studentischen Forschungspreis“ Foto: Der Paritätische Baden-Württemberg
STUTTGART (kobinet) Der Paritätische Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg hat erstmalig einen studentischen Forschungspreis #PariEngage vergeben. Im Rahmen einer festlichen Preisverleihung mit Staatssekretär Arne Braun wurden gestern Abend in Stuttgart zwei Studierende mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Der Preis in der Kategorie „Herausragende wissenschaftliche Forschungsleistungen“ ging an Ricarda Packmohr von der SRH Fernhochschule für ihre Bachelorarbeit im Studiengang Soziale Arbeit zum Thema „Schutzkonzeptentwicklung für die Jugendhilfe“. Der Preis in der Kategorie „Ausgeprägte Wirksamkeit bei der Aktivierung von Menschen in besonderen Lebenslagen“ ging an Tugce Karaaslan von der Hochschule Esslingen für ihre Bachelorarbeit im Studiengang Informatik zum Thema „Einsatz von Virtual Reality (VR)-Brillen zur Förderung des psychischen Wohlbefindens älterer Menschen“.
Veröffentlicht am 03.07.2024 07:32 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht (?)
No body found to use for abstract… Foto: BODYS
Bochum (kobinet) Ein Vorschlag der Europäischen Kommission zum sogenannten grenzüberschreitenden Schutz schutzbedürftiger Erwachsener bereitet derzeit einer Reihe von Behindertenrechtler*innen in verschiedenen Ländern der Europäischen Union große Sorgen. Das Bochumer Zentrum für Disability Studies (BODYS) hat nun den Vorschlag der Europäischen Kommission für eine Verordnung über die Zuständigkeit, das anwendbare Recht, die Anerkennung und Vollstreckung von Maßnahmen und die Zusammenarbeit in Fragen betreffend den Schutz Erwachsener COM (2023) 280 näher angeschaut und eine Stellungnahme dazu veröffentlicht. „Wir sind besorgt, dass mit der Inkraftsetzung dieses Verordnungsentwurfs die UN-Behindertenrechtskonvention (UN BRK) verletzt würde“, heißt es u.a. in einer Stellungnahme von BODYS.
Veröffentlicht am 03.07.2024 07:06 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht (?)
Tastatur Foto: H.T.
Bonn (kobinet) Während behinderte Menschen und ihre Verbände immer noch auf den Referentenentwurf für die Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) für mehr Barrierefreiheit warten, zeigt ein Testbericht, wie schwierig sich die Situation im Bereich der digitalen Barrierefreiheit darstellt. Nur ein Fünftel der meistbesuchten Webshops in Deutschland ist in Teilen barrierefrei. Das ist das Ergebnis des zweiten Testberichts, den die Aktion Mensch und Google mit Unterstützung von BITV-Consult, Pia UDG und der Stiftung Pfennigparade am 2. Juli 2024 in Berlin vorgestellt haben.
Veröffentlicht am 03.07.2024 06:43 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht (?)
Bild von Mitgliedern der Selbsthilfegruppe Miteinander Selbstbestimmt Leben Arnstadt Foto: privat
Erfurt (kobinet) Dass behinderte Menschen selbst bei der Nutzung von Radwegen mit Barrieren konfrontiert sind, das wurde bei einer Aktion der Selbsthilfegruppe Miteinander Selbstbestimmt Leben Arnstadt mehr als deutlich. Die Gruppe hatte sich den Gera-Radweg vorgenommen und eine Tour von Arnstadt nach Erfurt durchgeführt, um vor allem auch auf fehlende barrierefreie Toiletten auf der Strecke hinzuweisen. Denn oft bleibe nichts anderes übrig, als sich in die Büsche zu schlagen. Mit der Aktion verband die Gruppe auch der Forderung nach der Umsetzung im Koalitionsvertrag auf Bundesebene verankerten Reformen für mehr Barrierefreiheit.
Veröffentlicht am 03.07.2024 06:14 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht (?)
Nationalpark-Haus-Leiter Jens Heyken mit Sabine Lohner mit Brailletexten Foto: Nationalpark-Haus
Juist (kobinet) Das Nationalpark-Haus auf Juist ist um ein inklusives Element reicher. Ab sofort sind die Inhalte der Ausstellung auch in Brailleschrift (im Volksmund: Blindenschrift) verfügbar und dadurch für noch mehr Menschen zugänglich. „Ein besonderer Dank gilt Sabine Lohner, die vergangenes Jahr die Ausstellung besucht hatte. Von ihr stammt nicht nur die Idee, sie hat auch die Texte in Brailleschrift übersetzt“, heißt es vonseiten des Nationalpark-Haus. Barrierefreiheit ist im Nationalpark-Haus von großer Bedeutung. Daher sind die Mitarbeiter froh, dass man das Angebot nun auf diese Art und Weise erweitern und dadurch eine weitere inklusive Besuchererfahrung schaffen und ermöglichen kann. In der Ausstellung steht auch ein tastbares Modell der Inseln Juist und Memmert mit den umliegenden Wattbereichen.
Berlin (kobinet) Ein Bündnis aus 20 Verbänden und 13 Wissenschaftler*innen ist erschüttert, dass die Bundesregierung sich zu keiner echten Kindergrundsicherung für arme Kinder durchringen kann. Seit Monaten hängt der Gesetzentwurf zur Kindergrundsicherung im Bundestag fest. Dabei wurde die ursprüngliche Reformidee in der Koalition sowieso schon gemeinsam auf eine Schmalspurversion heruntergeköchelt. An ausreichenden Leistungshöhen für Kinder fehlt es im aktuellen Gesetzentwurf weiterhin gänzlich. Die Neuberechnung des sogenannten „kindlichen Existenzminimums“ gehe man weiterhin nicht an.
BERLIN (kobinet) Am 1. Juli des Jahres 2014, also vor zehn Jahren, zog der erste Klient in sein Appartement im Fachbereich für Rehabilitative Außerklinische Intensivpflege (AI) der Donnersmarck-Stiftung in Berlin-Frohnau ein. Heute kann von der Stiftung wissenschaftlich belegt werden, dass bei 40 Prozent der Klientinnen und Klienten die Dekanülierung gelingt. Die Stiftung blickt so auf die erfolgreiche Geschichte dieses spezialisierten Pflegeangebots zurück.
BERLIN (kobinet) Am vorletzten Wochenende hat der Landesparteitag der CDU Hessen einen Antrag der Jungen Union zur Abschaffung des Deutschlandtickets angenommen. Das Geld solle lieber und besser, so die Begründung, in die Sanierung der Infrastruktur fließen. Das Angebot sei „nicht mehr als ein Marketing-Gag der Ampelregierung“, die Verkehrspolitik müsse ehrlich und nachhaltig werden, es handele sich um ein „staatlich angeordnetes Einheitsticket“. Ende vergangener Woche hat Bundesfinanzminister Christian Linder (FDP) nachgelegt.
Veröffentlicht am 02.07.2024 11:08 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht (?)
Bild mit einer Gruppe von Akteur*innen am Tastwagen des Kunstmuseum Marburg Foto: Markus Farnung
Marburg/Lahn (kobinet) Das Kunstmuseum Marburg kann mit einer museumspädagogischen Neuheit aufwarten: Der Tastwagen ist eine Innovation auf dem Gebiet barrierefreier Kunstvermittlung. An dieser Hands-on-Station kann die Kunst im Museum in vielfacher Weise wahrgenommen werden. Musikboxen, Tastmodelle, Schnupperdosen, Trachtenstücke und verschiedenes Künstlermaterial machen eine Wahrnehmung mit nahezu allen Sinnen möglich. Da der Wagen mit seiner gezackten Front ein echter Hingucker ist, wurde er auf den Namen „Zacki – Der Tastwagen“ getauft. Dieser Name hatte sich beim Ideenwettbewerb am Museumsfest durchgesetzt.
Veröffentlicht am 02.07.2024 08:24 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht (?)
No body found to use for abstract… Foto: BA
Nürnberg (kobinet) Im Juni 2024 waren in Deutschland 173.139 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat hat sich diese Zahl nur geringfügig verringert. Im Mai 2024 waren noch 173.224 schwerbehinderte Menschen arbeitslos. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der arbeitslosen behinderter Menschen jedoch um fast 9.000 höher. Denn damals waren es noch 164.346 arbeitslos gemeldete behinderte Menschen.
Veröffentlicht am 02.07.2024 07:28 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht (?)
Bundestag Symbol Foto: Bundestag, gemeinfrei
Berlin (kobinet) Der Bundestagsausschuss für Kultur und Medien kommt am Mittwoch, den 3. Juli 2024, um 14:30 Uhr zu einem zweistündigen öffentlichen Fachgespräch über Inklusion in Kultur und Medien im Paul-Löbe-Haus im Sitzungssaal 2.200 zusammen. Die Sitzung wird live im Parlamentsfernsehen und im Internet auf www.bundestag.de übertragen sowie in Deutsche Gebärdensprache übersetzt.
Veröffentlicht am 02.07.2024 07:17 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht (?)
Johannes Messerschmid, Birgit Monteiro und Bärbel Reichelt Foto: Julia Meumann
Berlin (kobinet) In einer feierlichen Zeremonie auf dem Sommerfest der Kaspar Hauser Stiftung wurde der „Matthias-Vernaldi-Preis für selbstbestimmtes Leben“ an Johannes Messerschmid verliehen. Gleichzeitig erhielt Ursula Lehmann posthum eine Ehrung für ihr selbstbestimmtes und kämpferisches Leben mit einem Sonderpreis. Ihre langjährige Freundin und Wegbegleiterin Bärbel Reichelt nahm den Preis für sie in Empfang, heißt es in einer Presseinformation der Kaspar Hauser Stiftung.
Veröffentlicht am 02.07.2024 07:01 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht (?)
DGS Symbol Gebärdensprache Foto: public domain
Bremen (kobinet) Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) fördert aus Mitteln der Ausgleichsabgabe (Ausgleichsfonds) überregionale Maßnahmen zur beruflichen Teilhabe schwerbehinderter Menschen. Dazu gehört auch das Vorhaben „Sign4all“ für die Gruppe der gehörlosen Menschen. Darauf macht Henry Spradau in seinem Beitrag aufmerksam, den er den kobinet-nachrichten zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt hat.
Veröffentlicht am 01.07.2024 13:05 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht (?)
Logo VdK Nordrhein-Westfalen Foto: VdK Nordrhein-Westfalen
DÜSSELDORF (kobinet) Der Sozialverband VdK Rhein-Kreis-Neuss bereitet seinen Großen Landesverbandstag vor und stemmt sich dabei gegen drohende soziale Schieflagen. So stellt sich die Stadt Neuss auf den demografischen Wandel ein, denn bis 2030 steigt der Anteil der Menschen, die 67 Jahre und älter sind, um knapp zehn Prozent. Auch die Zahl der Pflegebedürftigen wird laut Statistischem Landesamt bis 2050 um 36 Prozent zunehmen.
Veröffentlicht am 01.07.2024 06:54 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht (?)
Gruppenbild behinderter Menschen mit Schild: Diskriminierung spaltet – Demokratie verbindet Foto: bifos
Mainz (kobinet) Auch aus Mainz haben die kobinet-nachrichten ein Bild von einer Foto-Aktion für die im Koalitionsvertrag vereinbarte Reform des Bundesbehindertengleichstellungsgesetz (BGG) und des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) erhalten. „Diskriminierung spaltet – Demokratie verbindet“, um ein Plakat mit dieser Aufschrift haben sich Teilnehmende des Weiterbildungskurses zur Selbstvertretung behinderter Menschen in der Politik und in Gremien des Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) vereint. Damit fordern sie die Bundesreigerung, wie zuvor Aktive in anderen Städten, auf, endlich die im Koalitionsvertrag verankerten Versprechen für klare Regelungen für mehr Barrierefreiheit und mehr Diskriminierungsschutz zu verabschieden. Immer noch warten die Verbände auf entsprechende Gesetzentwürfe.
Berlin (kobinet) Das Soziale Entschädigungsrecht (SER) wurde ab dem 1. Januar 2024 neu geregelt und insgesamt in einem Gesetz, dem Sozialgesetzbuch, 14. Buch (SGB XIV) zusammengefasst. Vorher war es vor allem im Bundesversorgungsgesetz aus den 1950er-Jahren geregelt, aber in entsprechender Anwendung auch für weitere Personengruppen in einer Reihe von sogenannten Nebengesetzen festgelegt, wie zum Beispiel Opfer von Gewalttaten, Wehrdienst- und Zivildienstbeschädigte, Opfer staatlichen Unrechts in der DDR und Impfgeschädigte sowie jeweils deren Hinterbliebene. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat hierzu nun auch eine Broschüre in Leichter Sprache veröffentlicht, wie Henry Spradau berichtet.
Veröffentlicht am 01.07.2024 06:10 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht (?)
Cover des IGEL-Podcast mit Heidrun Loth Foto: IGEL-Media
Bad Segeberg (kobinet) „Wenn Digitalisierung zum Stress wird – Tipps zum Abbau von Stress durch die neuen Technologien“, so lautet der Titel des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) der psychologischen Beraterin Heidrun Loth. Der Inklusator Sasch Lang sprach mit Heidrun Loth u.a. darüber, ob und wie es möglich ist, trotz der digitalen Anforderungen zu entschleunigen.
Köln (kobinet) „In Köln hat ein weiteres Inklusionsunternehmen eröffnet: Das Café ‚Tom am Platz‘ bietet Menschen mit Behinderung Jobs auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Die Aktion Mensch unterstützt das Projekt mit 100.000 Euro. Unser Video wird dir sicher Appetit auf die angebotenen Köstlichkeiten machen – und vielleicht Lust auf einen baldigen Besuch in Köln?“, heißt es im aktuellen Newsletter der Aktion Mensch.
Veröffentlicht am 29.06.2024 08:11 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht (?)
Bild von der Foto-Aktion für die Reformen zur Barrierefreiheit im Café Kult9 in München Foto: privat
München (kobinet) Im Café im Kult9 der Offenen Behindertenarbeit (OBA) in der Blutenburger Straße 71 in München gibt es nicht nur leckeres und erschwingliches Essen und Getränke, dort wird auch viel diskutiert. Vor allem, wenn sich die Politikgruppe behinderter Menschen trifft. Im Anschluss an eine Lesung aus dem Buch „Zündeln an den Strukturen“ über die Situation in Werkstätten für behinderte Menschen am 25. Juni 2024 ging es darum, was man konkret tun kann, um Verbesserungen für behinderte Menschen zu erreichen. Da das Thema Barrierefreiheit oft eine große Rolle in Diskussionen spielt, entschieden sich einige Teilnehmende am Ende der Veranstaltung zu einer Bild-Aktion. Damit fordern sie die Bundesregierung auf, ihre Versprechen für behinderte Menschen im Koalitionsvertrag zu halten und die entsprechenden Gesetze wie vorgesehen zu reformieren. Jede Rumtrödelei gehe auf Kosten der Menschen, die auf Barrierefreiheit angewiesen sind und deren Teilhabe häufig an Barrieren scheitere.
Veröffentlicht am 29.06.2024 06:51 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht (?)
bifos-Logo: Empowerment zur Selbstvertretung Foto: bifos
Mainz (kobinet) Viel wird über die Themen Empowerment, Selbstvertretung und Partizipation behinderter Menschen seit Jahren geredet und geschrieben – und dies zuweilen recht theoretisch. Bereits in den früher 1990er Jahren hat das Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) hierzu konkrete Schulungen angeboten. Heute, am 29. Juni 2024, geht der aktuelle Weiterbildungskurs des bifos im Rahmen des von der Aktion Mensch geförderten Projekts Empowerment zur Selbstvertretung in den zweiten Tag des Präsenztreffens in Mainz. Die Projektkoordinatorin Juliane Harms hat dafür das Inklusionshotel INNdependence als Tagungsort ausgesucht und eine Reihe spannender behinderter Menschen gefunden, mit denen die Teilnehmenden Erfahrungen austauschen können. So wird heute beispielsweise Katrin Langensiepen, die wieder ins Europaparlament gewählte Abgeordnete der Grünen online zugeschalten und den Fragen der Teilnehmenden zur Verfügung stehen.
Veröffentlicht am 28.06.2024 16:30 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht (?)
Teilhabemangerin Josefine Reuter beim Vorstellen der Simulationsbrillen Foto: Ch. Smikac
BITTERFELD (kobinet) Unmittelbar vor den Feiern der 800jährigen urkundlichen Ersterwähnung der Stadt Bitterfeld hatten viele Aussteller zum Seniorentag eingeladen. Das Landratsamt Anhalt-Bitterfeld hatte es bei diesem Anlass nicht bei den bisherigen allgemein üblichen Informationen belassen, sondern sich selbst in Stände jener eingereiht, die Information mit der Sensibilisierung für Barrieren bei Sehbehinderungen verbinden.
Berlin (kobinet) Der Countdown läuft: Heute, am 28. Juni 2024, ist es genau noch 1 Jahr hin, bis das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz vollumfänglich in Kraft tritt. Ab diesem Zeitpunkt müssen einige Produkte und Dienstleistungen barrierefrei sein. Wir haben eine Webinar-Reihe veröffentlicht, die über das Gesetz aufklärt und Tipps zur Umsetzung gibt.“ So heißt es im aktuellen Newsletter der Bundesfachstelle Barrierefreiheit. Während sich das Gesetz in weiten Teilen auf die digitale Barrierefreiheit beschränkt, streiten derzeit behinderte Menschen für die Reform des Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) um beispielsweise auch den barrierefreiheit Zugang für Gehbehinderte zu sichern.
Veröffentlicht am 28.06.2024 15:38 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht (?)
Logo des Vereins aktiv und selbstbestimmt Foto: aktiv und selbstbestimmt e.V.
BERLIN (kobinet) Seit dem Inkrafttreten des GKV-IPReG hat sich einiges in der außerklinischen Intensivpflege getan. Viele fühlen sich alleine gelassen und sind verunsichert, wie es für sie weitergeht. Um dies weiter zu verbessern, hat der Verein Aktiv und selbstbestimmt (akse) aus Berlin ein neues Projekt, gefördert von der Aktion Mensch. Im Rahmen des AKI-AKSE Projekts bietet akse jetzt auch Beratung und Unterstützung für ein selbstbestimmtes Leben mit außerklinischer Intensivpflege an.
Veröffentlicht am 28.06.2024 12:45 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht (?)
Logo: Fachstelle Antidiskriminierung Behinderung der ISL Foto: ISL
Berlin (kobinet) Am 30. Juni 1994, also fast genau vor 30 Jahren, beschloss der Deutsche Bundestag die Grundgesetzergänzung mit dem Satz „Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.“ Passend dazu hat die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) und der Verein aktiv und selbstbestimmt (akse) im Rahmen ihrer Fachstellenarbeit behinderter Menschen für die Antidiskriminierungsberatungsstellen einen Online-Workshop zum Thema „Ableismus, Barrierefreiheit und Angemessene Vorkehrungen“ veranstaltet. Mehr als die Hälfte aller Beratungsstellen des zivilgesellschaftlichen Beratungsnetzes zu Antidiskriminierung „respekt*land“ konnten die Möglichkeit wahrnehmen, sich mit den Herausforderungen in der Beratung von Menschen mit Behinderungen in ihrer Arbeit auseinanderzusetzen und auszutauschen, heißt es in einer Presseinformation der ISL.
Veröffentlicht am 28.06.2024 05:44 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht (?)
Logo: PRO RETINA Deutschland Foto: PRO RETINA Deutschland
Bonn (kobinet) Ein Krankenhausaufenthalt ist für Menschen mit Seheinschränkung eine besondere Herausforderung. Oftmals sind es kleine verbale Hilfen, die ihnen die Orientierung erleichtern. Das ist eine der Botschaften, die PRO RETINA mit der Kampagne „Seheingeschränkt im Krankenhaus“ transportiert. In Hessen ist die Idee auf fruchtbaren Boden gefallen. Gemeinsam mit dem Hessischen Ministerium für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege, der Hessischen Krankenhausgesellschaft und den Hessischen Patientensicherheitsbeauftragten transportiert die Selbsthilfeorganisation jetzt die wichtigsten Empfehlungen mit Infomaterial und Schulungen in die Krankenhäuser des Landes.
Veröffentlicht am 28.06.2024 05:37 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht (?)
Justitia Foto: Sang Hyun Cho auf Pixabay
Bremen (kobinet) Das Verwaltungsgericht (VG) Bremen hat in einem Beschluss von November 2023 festgestellt, dass auch nach Erreichen des Rentenalters ein Anspruch auf eine notwendige Arbeitsassistenz für die Ausübung einer selbständigen Tätigkeit bestehen kann. Darauf macht Henry Spradau in einem Beitrag für die kobinet-nachrichten. Dabei geht es um eine Frage, die immer mehr behinderte Menschen beschäftigt, die auf Arbeitsassistenz angewiesen sind und nach dem Eintritt in die Rente trotzdem noch arbeiten wollen.
Veröffentlicht am 28.06.2024 05:29 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht (?)
Sharepic für die Übergangsfeier für Andi Vega am 12. Juli 2024 in München Foto: privat
München (kobinet) „Für die letzten Ehre unseres dickschädeligen Piraten der Selbstbestimmt-Leben-Bewegung, dem unermüdlichen Streiter für Rechte und Freiheit von von behinderten Menschen, einschließlich Sexualität, Sinnlichkeit und Lebensfreude … lasst uns zusammen kommen um ihn zu verabschieden. Da Andis Körper die letzte Reise in heimische Gefilde nach Darmstadt antritt, möchten wir alle nahen Freunde, Familie und Wegbegleiter zu einer kleinen, aber feinen Trauerfeier am 12.07. ab 15 Uhr einladen. Der Ort steht noch nicht 100% fest, da wir erst sehen wollen, wie viele Rollis dabei sind und hinein passen. Daher bei Interesse bitte unbedingt anmelden!!!“, so heißt es in einem Facebook-Post von Deva Bhusha Carola Glöchner, die Andi Vega über viele Jahre hinweg sehr nahe stand
Veröffentlicht am 27.06.2024 16:38 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht (?)
Geldscheine Foto: Gerhard Bartz
STUTTGART (kobinet) Mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds Plus der Europäischen Union und des Landes Baden-Württemberg unterstützt das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration des Landes Baden-Württemberg die Assistierte Ausbildung in Pflegehilfe und Alltagsbetreuung sowie erstmals auch in Heilerziehungspflege und Heilerziehungsassistenz.
Veröffentlicht am 27.06.2024 16:29 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht (?)
Bild vom Lormen Foto: DBSV/Strutz
HANNOVER (kobinet) Am 27. Juni 1880 war Helen Keller, einer der wohl bedeutendsten und einflussreichsten Person mit Taubblindheit, geboren worden. Anlässlich dieses Geburtstages macht das Deutsche Taubblindenwerk im Rahmen der internationalen „DeafBlind Awareness Week“ auf Taubblindheit aufmerksam. Bereits in den vergangenen Jahren hat sich das Deutsche Taubblindenwerk öffentlichkeitswirksam für die Belange von Menschen mit Taubblindheit stark gemacht – auch im Rahmen der Awareness Week, die den Focus auf die besonderen Bedarfe von Personen lenkt, die von einem kombinierten Hör- und Sehverlust betroffen sind.
Veröffentlicht am 27.06.2024 08:00 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht (?)
Logo der ISL Foto: ISL
Regensburg (kobinet) „Arbeitgeber und Ausbilder aufgepasst: Florian Greß sucht einen inklusiven Ausbildungsplatz im Raum Regensburg im Bereich Büro, IT und Verwaltung“, so titelte die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) eine kürzlich veröffentlichte Presseinformation. Seit 2017 führt die ISL Job-Speed-Datings für Menschen mit Behinderungen durch. Ein Argument, welches teilnehmende Betriebe, Vereine, Firmen und Behörden immer wieder genannt haben lautet: „Wir würden gerne Menschen mit Behinderungen ausbilden oder anstellen, finden aber keine.“ „Es war besonders jenes Argument, das wir durch unsere Veranstaltungen widerlegen konnten. Nun gibt es wieder eine Chance – neben den regionalen Job-Speed-Datings in Regensburg im Mai 2024 und in Stuttgart am 17.10.2024 gibt es diesmal die Chance für Arbeitgeber und Ausbilder aus dem Raum Regensburg, einen engagierten Menschen mit Behinderungen einzustellen“, heißt es vonseiten der ISL.
Veröffentlicht am 27.06.2024 07:39 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht (?)
Verena Bentele Foto: Susie Knoll
Berlin (kobinet) Das Bundeskabinett hat sich am Mittwoch, den 26. Juni 2024 mit dem Bericht der Bundesregierung zur zukunftssicheren Finanzierung der sozialen Pflegeversicherung befasst. VdK-Präsidentin Verena Bentele sagte dazu: „Aus Sicht des VdK braucht es jetzt den Mut für eine einheitliche Pflegeversicherung, in die alle Bürgerinnen und Bürger, also auch Beamte, Abgeordnete und Selbstständige einzahlen. Der Bericht des Expertenrats bietet nichts grundsätzlich Neues und erteilt ergänzenden und freiwilligen Reformvorschlägen eine Absage. Mit dem Expertenrat wurde aus unserer Sicht auf Zeit gespielt. Es braucht eine Zusammenlegung von gesetzlicher und privater Krankenversicherung. Alle Einkunftsarten müssen in die Beitragsrechnung einbezogen werden. Zudem ist ein Steuerzuschuss zur Pflegeversicherung in der Höhe der versicherungsfremden Leistungen nötig. Für Bezieher von kleinen und mittleren Einkommen sollte es Freibeträge geben.“