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Familien mit behinderten Kindern fordern endlich ein lösungsorientiertes Umdenken

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DORTMUND (kobinet) Aktuell freuen wir uns gemeinsam über die Höchstleistungen behinderter Menschen bei den Paralympics und jubeln zusammen mit ihnen. Hohe Leistungen werden aber auch, so rehaKIND, die Internationale Fördergemeinschaft Kinder- und Jugendrehabilitation, von allen erwartet, die all ihrer individuellen Beeinträchtigungen zum „Trotz“ als Menschen mit Behinderung und chronischen Erkrankungen in Deutschland ihr Leben meistern. Ebenso werden hohe Leistungen auch von der Politik erwartet. Und hier fordert rehaKind endlich ein lösungsorientiertes Umdenken



Die Ampelregierung enttäuscht nach der Einschätzung von rehaKind bei der Umsetzung des Aktionsplans für ein diverses, inklusives und barrierefreies Gesundheitswesen und bleibt weit hinter den im Koalitionsvertrag gesteckten Zielen und Erwartungen zurück.

Die Regierung scheitert an verkrusteten Strukturen, Aufteilung von Verantwortlichkeiten auf mehrere Ministerien und Gesetzbücher, parteipolitischem Kompetenzgerangel und einem intransparenten Gesundheitssystem. Überbordende Bürokratie, Auflagen ohne Mehrwert und wenig Verständnis für den Alltag und die Bedarfe der Betroffenen kommen dazu.

Wie schade, so rehaaKind, dass der Gesetzgeber sinnvolle und pragmatische Eingaben der Betroffenenverbände und weiterer Institutionen mit den immer gleichen bürokratischen Mitteln schleift und keinen erkennbaren Willen zu „großen“ Problemlösungen zeigt.

In Fachgesprächen des bvkm zu „Barrierefreiheit in der Langzeitpflege“, dem Parlamentarischen Frühstück von rehaKIND zur Alltagssituation belasteter Familien mit behinderten Kindern und Ende Juni 2024 einem Runden Tisch des BMG zum Thema „Familien mit schwerstmehrfachbehinderten Kindern“ wurden die dringendsten Probleme diskutiert. Die beteiligten Verbände und Vereine haben ihre Vorschläge zur besseren Versorgung von Familien schwerstmehrfachbehinderter Kinder eingereicht. Kurzfristig und niedrigschwellig umsetzbar führen diese zu deutlich mehr Teilhabe und einer Investition in die Zukunft unserer Gesellschaft ohne signifikante Mehrkosten.

Dabei sieht rehaKind insbesondere folgende Punkte:

  • Familien entlasten – sie sind keine Bittsteller und benötigen alltagsgerechte Unterstützung
  • Bürokratische Strukturen der Hilfsmittelversorgung binden Ressourcen ohne erkennbaren Mehrwert
  • Bürokratische Strukturen der Hilfsmittelversorgung binden Ressourcen ohne erkennbaren Mehrwert

rehaKind fordert für das Lösen der Probleme die konsequente und verbindliche Einbeziehung der Menschen, um die es geht! Die Expertise von Patienten und Betroffenen ist unverzichtbar, pragmatische Lösungen sind notwendig, mutige Pilotprojekte und der Blick über den Tellerrand überfällig, wenn wir den Wandel im Gesundheitssystem zu einem Erfolg machen wollen.