Veröffentlicht am 25.01.2019 09:49 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Isolde Ries Foto: Isolde Ries
SAARBRüCKEN (KOBINET)
SAARBRüCKEN (KOBINET) „Das ist eine Situation, in der ich mich für dieses Land schäme. Für einen Menschen mit derartig schwerer Behinderung ist meines Erachtens eine Rundum-Versorgung, auch wenn sie Kosten in fünfstelliger Höhe verursacht, eine angemessene Versorgung.“ Mit diesem Zitat aus einem in der Saarbrücker Zeitung veröffentlichten Artikel über die gestrige Solidaritätsdemonstration für Markus Igel, spricht die Vizepräsidentin des Landtags des Saarlands, Isolde Ries (SPD), vielen Menschen aus dem Herzen. Sie war gestern mit Dennis Lander (Linke) bei der Demonstration vor dem Landesamt für Soziales des Saarlandes in Saarbrücken mit dabei. Die Aufforderung, Pflegekräfte aus Osteuropa einzustellen, sei „ein unverantwortlicher Aufruf zum Lohndumping“, der von einer staatlichen Stelle keinesfalls erfolgen dürfe, heißt es weiter in dem ausführlichen Bericht der Saarbrücker Zeitung.
Veröffentlicht am 25.01.2019 09:30 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Wappen Mecklenburg-Vorpommern groß Foto: Public Domain
SCHWERIN (KOBINET)
SCHWERIN (KOBINET) Die Schulen in Mecklenburg-Vorpommern sollen einen zeitgemäßen rechtlichen Handlungsrahmen erhalten. Dafür will das Land das Schulgesetz ändern. Bildungsministerin Birgit Hesse hat einen entsprechenden Gesetzesentwurf in den Landtag eingebracht. Die geplanten Änderungen reichen der Ministerin zufolge von Anpassungen an die neue Datenschutzgrundverordnung und der freien Auswahl bei Schulbüchern und Unterrichtsmedien über eine gestärkte Mitwirkung von Schüler- und Elterngremien bis hin zur Umsetzung der Inklusion, die auf die gesetzliche Grundlage gestellt werden soll. Für die Umsetzung der Inklusion stellt das Land zusätzlich mindestens 237 Stellen zur Verfügung.
Veröffentlicht am 25.01.2019 09:22 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Josef Ströbl an der alten Einrichtungsmauer in Montabaur beim Fernsehinterview Foto: kobinet/omp
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BERLIN (KOBINET)
BERLIN (KOBINET) Bis Ende November 2018 haben sich rund 10.300 Betroffene beziehungsweise deren Vertretungen an die Beratungsstellen der Stiftung „Anerkennung und Hilfe“ gewandt. Das geht aus einer Antwort (19/7009) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (19/6498) der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hervor. Die Stiftung hat im Jahr 2017 ihre Arbeit aufgenommen, um ein Hilfesystem für Kinder und Jugendliche zu errichten, die in Einrichtungen der Behindertenhilfe sowie der Kinder- und Jugendpsychiatrie untergebracht waren und dort Opfer von Gewalt und Missbrauch wurden. In der Antwort heißt es weiter, dass bisher an knapp 4.200 Menschen finanzielle Anerkennungs- und Unterstützungsleistungen gezahlt wurden, die sich auf rund 46 Millionen Euro belaufen.
BREMEN (KOBINET) Horst Frehe ist einer der Kunden der Deutschen Bahn, die einen Rollstuhl nutzen und dem vor kurzem die Einstiegshilfe für die Fahrt von Bremen nach Berlin verweigert wurde, weil sein geplanter Zug vor 6.00 Uhr morgens abfuhr. Das Magazin VICE hat mit dem Vorsitzenden des Sprecherrats des Deutschen Behindertenrates gesprochen. Horst Frehe sagte in dem Interview, „er habe solche Vorfälle wie in der vergangenen Woche schon öfter erlebt und ‚langsam die Schnauze voll‘. Deshalb ruft Horst Frehe auch die Schlichtungsstelle des Bundes für eine Klärung an.
Veröffentlicht am 25.01.2019 08:45 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Prof. Dr. Beate Rudolf Foto: DIMR/S.Pietschmann
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BERLIN (KOBINET) „Der Ausgrenzung von Menschen müssen wir entgegentreten“, dies machte Beate Rudolf, Direktorin des Deutschen Instituts für Menschenrechte, anlässlich des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar deutlich. „Dieser Tag erinnert uns an die unfassbaren Menschheitsverbrechen des nationalsozialistischen Deutschlands. Wir gedenken der Millionen von Menschen, die in Deutschland und ganz Europa ausgegrenzt, gequält und ermordet wurden.“
Veröffentlicht am 25.01.2019 08:34 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Bild von der Arbeitsausschusssitzung des DBR vom 24.1.2019 Foto: DBR Franziska Vu
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BERLIN/SAARBRüCKEN (KOBINET)
BERLIN/SAARBRüCKEN (KOBINET) Dass es sich bei der Auseinandersetzung um die bedarfsdeckende und menschenwürdige Assistenz für Markus Igel längst nicht mehr um eine Provinzposse handelt, das wurde gestern bei der Demonstration in Saarbrücken deutlich. Neben der bundesweiten Medienberichterstattung über die Solidaritätsdemonstration vor dem saarländischen Landesamt für Soziales, die viele Menschen berührte, erklärte sich auch der Deutsche Behindertenrat während seiner Arbeitsausschusssitzung in Berlin solidarisch mit Markus Igel. Das Aktionsbündnis der Behindertenverbände machte deutlich, dass die Auseinandersetzung um ein selbstbestimmtes Leben „uns alle“ angeht.
Veröffentlicht am 24.01.2019 14:43 von Franz Schmahl in der Kategorie Nachricht
Solidaritätsdemo am 24. Januar 2019 in Saarbrücken Foto: Cindy Davi
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SAARBRüCKEN (KOBINET) Zur Solidaritätsdemo für Markus Igel kamen heute in Saarbrücken mehr als 100 Aktivisten der Behindetenbewegung. Im Beisein von Journalisten protestierten sie vor dem Landesamt für Soziales gegen eine zwangsweise Heimeinweisung des Mannes, für den in einer Petition bei change.org eine bedarfsgerechte Assistenz im Sinne der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen gefordert wird. Cindy Davi aus Bad Kreuznach schickte kobinet ein Foto von der Aktion, die in der Öffentlichkeit der Bundesrepublik stark beachtet wird.
Veröffentlicht am 24.01.2019 12:11 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Christa Maria Rupp Foto: Sozialministerium des Saarlands
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SAARBRüCKEN (KOBINET) Bei der Solidaritätsdemonstration für Markus Igel, die heute in Saarbrücken stattfindet, sind auch die Landesbehindertenbeauftragten des Saarlands und von Rheinland-Pfalz mit dabei. In einer gemeinsamen Erklärung zeigen sie sich solidarisch mit Markus Igel. Die kobinet-nachrichten veröffentlichen im folgenden die Solidaritätserklärung der beiden Landesbehindertenbeauftragten, die sich unter anderem auf die Menschenrechte und die Regelungen im Bundesteilhabegesetz berufen.
SKåNE (KOBINET) Vom 12. – 17. April 2019 lädt die Organisation „Söderåsens Natur und Upplevelseförening“ und die Ulrika Stengard-Olsson AG im Rotary District 2400 Sweden zu einem Naturcamp ein. Outdoor-Aktivitäten für behinderte Jugendliche aus der ganzen Welt sind in Söderåsens Forsgård in Südschweden angesagt. Wie kobinet weiter von den Veranstaltern erfuhr, waren bereits junge Menschen aus allen nordischen Ländern und aus Polen dabei.
BERLIN (KOBINET) „Angemessene Vorkehrungen“ und „Ableismus“, das sind Begriffe, die zunehmend in der Behindertenpolitik diskutiert werden. Die Geschäftsführerin der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL), Dr. Sigrid Arnade, erklärte in ihrem knapp 6minütigen Grußwort zur Veranstaltung der Kellerkinder zum Thema „Barrierefreie Arbeitsplätze für Menschen mt seelischer Behinderung“ im Haus der Demokratie in Berlin am 8. Januar 2019, was ihr beim Thema Angemessene Vorkehrungen und Ableismus so wichtig ist. Der Film wurde übrigens, wie einige andere Beiträge zur Behindertenpolitik in den kobinet-Blog Filme aufgenommen.
Veröffentlicht am 24.01.2019 06:48 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Plakat zur Demo am 24.1.2019 in Saarbrücken Foto: AbilityWatch
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SAARBRüCKEN (KOBINET) Obwohl Saarbrücken mit seiner Randlage in Deutschland sicherlich nicht der einfachste Ort ist, zudem behinderte Menschen heute aus vielen Regionen der Republik zur Solidaritätsdemo für Markus Igel anreisen, ist es nun einmal der Ort, an dem der Kostenträger von Markus Igel im Landesamt für Soziales des Saarlandes seinen Sitz hat. Eines ist jedoch schon vor der heutigen um 11.00 Uhr beginnenden Demonstration vor dem Landesamt für Soziales in Saarbrücken klar, das Medienecho ist bereits im Vorfeld riesig.
DRESDEN / ACHIM BEI BREMEN (KOBINET) „Fach-Leute und behinderte Menschen müssen dringend darüber sprechen: Wie können viel mehr behinderte Menschen am Arbeits-Leben außerhalb von Werkstätten für behinderte Menschen teilhaben“, so beginnt die Übersetzung des Offenen Briefes an die Werkstatträte Deutschland und an die Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen (BAG WfbM) in Leichter Sprache. Mit dem Offenen Brief setzt sich die neu formierte Initiative Inklusion konsequent für die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention ein und reagiert mit Verwunderung auf die gemeinsame Stellungnahme der BAG WfbM und der Werkstatträte Deutschland vom 1. Oktober 2018 zur Staatenprüfung Deutschlands.
BERLIN (KOBINET) Das Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention jährt sich zwar erst am 26. März diesen Jahres zum 10. Mal, dennoch ist dieses Jubiläum bereits jetzt in aller Munde. Nachdem diese Woche der in der ARD ausgestrahlte Film „Das Märchen von der Inklusion“ für Schlagzeilen und viele Hintergrundberichte sorgte, hat der Jurist Dr. Martin Theben nachgeschaut, wie das damals war, als sich der Deutsche Bundestag und der Bundesrat mit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention befassten und das Ratifizierungsgesetz schließlich beschlossen.
Veröffentlicht am 23.01.2019 10:01 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Logo von hr iNFO Foto: HR
1024w“ sizes=“(max-width: 1024px) 1024px“ src=“https://kobinet-nachrichten.org/newscoop_images/XGdJrBD3kebHzt9Auh1UjZ4NFWw52o8LnqEfp0i6aMPImxYSlg7CyOVsKTRQ.jpg“/>Logo von hr iNFO Foto: HR
FRANKFURT (KOBINET)
FRANKFURT (KOBINET) „Glück geht auch mit einem Kind, das schwer behindert ist, weiß Autorin Sandra Roth. Ihre neunjährige Tochter Lotta kann nicht laufen, nicht sprechen und nicht sehen. Aber sie kann hören und verstehen. Im Alltag merkt Lottas Familie immer wieder, dass wir bei der Inklusion noch einen weiten Weg vor uns haben“, so lautet der Text zur Ankündigung eines Interviews mit der Autorin Sandra Roth im Radiosender hr-Info, das vor kurzem mit dem Titel „Man muss zum Lachen nicht laufen können“ ausgestrahlt wurde und online angehört werden kann.
DORTMUND (KOBINET) Der Inklusionsbotschafter August Buskies war vor kurzem als Experte zum Thema „Ehrenamt von Menschen mit Behinderung“ zu Gast an der Technischen Universität Dortmund. Dabei hat der Inklusionsbotschafter „aus seinem großen Erfahrungsschatz berichtet“, wie Maren Grübnau, die Dozentin des Seminars berichtet. August Buskies übt sechs Ehrenämter aus, wobei der Schwerpunkt auf seinem behindertenpolitischen Engagement liegt.
MAINZ (KOBINET) Was sich hinter der nüchternen Überschrift „Landesrahmenvertrag nach §131 SGB IX“ verbirgt, dürfte die Entwicklung der Behindertenpolitik der nächsten Jahre entscheidend prägen. Ein entsprechender Landesrahmenvertrag zwischen dem Träger der Eingliederungshilfe und den Vereinigungen der Leistungserbringer wurde nun auch in Rheinland-Pfalz unter Beteiligung der Selbstvertretungs- und Selbsthilfeorganisationen abgeschlossen. Ende 2018 wurde das 61 Paragrafen umfassende Werk dem rheinland-pfälzischen Landtag zugeleitet, wo er mittlerweile veröffentlicht wurde.
BERLIN (KOBINET) Die Bundesregierung blockiert weiterhin die 5. EU-Richtlinie zur Antidiskriminierung, die u.a. behinderte oder queere Menschen betrifft. Es sei erbärmlich, dass seit 2008 kein Kompromiss gefunden wurde, erklärte Corinna Rüffer, Sprecherin für Behindertenpolitik der Bundestagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, zum Verhandlungsstand bei der 5. Antidiskriminierungsrichtlinie der EU. „Gerade das EU-Recht kann Minderheiten am besten helfen. Auf meine Nachfrage antwortet die Bundesregierung lediglich, dass sie ihren ‚allgemeinen Vorbehalt‘ aufrecht erhalte und versteckt sich hinter den Vorbehalten anderer Länder“, berichtet Corinna Rüffer.
Veröffentlicht am 23.01.2019 06:59 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Plakat zur Demo am 24.1.2019 in Saarbrücken Foto: AbilityWatch
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BAD KREUZNACH/SAARBRüCKEN (KOBINET) Markus Igel (31) droht der zwanghafte Einzug ins Pflegeheim, weil das saarländische Landesamt für Soziales seine lebensnotwendige Assistenz nicht bezahlen will. Markus Igel soll stattdessen osteuropäische Pflegekräfte beschäftigen, die weit unter deutschem Mindestlohn arbeiten. Die seit Jahren angestellten Assistentinnen und Assistenten soll er entlassen. Prominente Unterstützung gegen diese Entscheidung reist am Donnerstag, den 24. Januar, aus ganz Deutschland nach Saarbrücken, heißt es in der Presseinformation von AbilityWatch, die von Raul Krauthausen im Solidaritätsdemo für Markus Igel verbreitet wurde.
FREIBURG (KOBINET) „Wahlrecht für Behinderte lässt auf sich warten“, so titelt heute die Badische Zeitung einen Bericht über die noch bestehenden Wahlrechtsausschlüsse von Menschen, denen zur Besorgung aller ihrer Gelegenheiten ein Betreuer zur Seite gestellt wurde oder die im Zustand der Schuldunfähigkeit eine Straftat begingen. Dies betrifft nicht nur die Europawahl am 26. Mai 2019, sondern beispielsweise auch die zeitgleich stattfindende Kommunalwahl in Baden-Württemberg. Dies ärgert die Inklusionsbotschafterin Esther Grunemann, die für die SPD für den Gemeinderat in Freiburg kandidiert.
HAMBURG (KOBINET) Die Hamburger Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI) als zuständige Behörde für Eingliederungshilfe hat mit den Wohlfahrtsverbänden einen Landesrahmenvertrag geschlossen, der die Leitgedanken des Bundesteilhabegesetzes umsetzen soll. Die Hamburger Landesarbeitsgemeinschaft für behinderte Menschen (LAG) hat als Interessenvertretung hieran maßgeblich mitgewirkt. Der Landesrahmenvertrag regelt die Bedingungen für den Abschluss von Vereinbarungen über die Gewährung von Leistungen der Eingliederungshilfe. Er soll sicherstellen, dass sich diese Vereinbarungen an dem Auftrag, den Zielen und den Grundsätzen des SGB IX ausrichten. Er strukturiert sie vor und soll sie soweit vereinheitlichen, dass sie vergleichbar sind, heißt es in einer Presseinformation der Hamburger Sozialbehörde.
Veröffentlicht am 22.01.2019 07:10 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Claus Fussek vor Plakat: Jede Wahrheit braucht einen Mutigen, der sie ausspricht Foto: Marcus Schlaf
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MüNCHEN (KOBINET)
MüNCHEN (KOBINET) „Empört Euch! – Schämt Euch! – Beendet das Schweigen – Solidarisiert Euch!“ Diesen Titel hat Claus Fussek aus München gewählt, um auf die massenhaften und beschämenden Menschenrechtsverletzungen im Bereich der Pflege und der sogenannten Behindertenhilfe hinzuweisen, von denen er tagtäglich hört. Seinen Appell veröffentlichen die kobinet-nachrichten im Vorfeld der am 24. Januar in Saarbrücken stattfindenden Solidaritätsdemonstration für Markus Igel, der vom saarländischen Landesamt für Soziales förmlich zurück in eine Einrichtung gedrängt wird. Link zum Hinweis auf die Solidaritätsdemonstration für Markus Igel am 24. Januar in Saarbrücken
Veröffentlicht am 22.01.2019 06:46 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Das Erste Foto: ARD
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BREMEN (KOBINET) Die Reportage und Dokumentation mit dem Titel „Das Märchen von der Inklusion, die gestern Abend in der ARD von 22.45 Uhr bis 23.30 Uhr im Rahmen der Reihe „Die Story im Ersten“ ausgestrahlt wurde, hatte bereits im Vorfeld für Schlagzeilen und eine umfassende Berichterstattung gesorgt. Wer den Film verpasst hat, kann sich diesen nun in Ruhe in der Mediathek der ARD anschauen. „Kinder mit und ohne Behinderung lernen zusammen in einer Schule. Jeder Mensch kann überall dabei sein, am Arbeitsplatz, beim Wohnen oder in der Freizeit: Das ist Inklusion. Eine Idee, so schön wie ein Märchen“, heißt es zum Film in der Mediathek der ARD.
Veröffentlicht am 21.01.2019 13:18 von Franz Schmahl in der Kategorie Nachricht
Hublift der Deutschen Bahn Foto: ISL
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BREMEN/BERLIN (KOBINET) Dem Sprecherratsvorsitzenden des Deutschen Behindertenrates (DBR) und Vorstandsmitglied der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. (ISL), Horst Frehe, wurde vorherige Woche der Einstieg in einen ICE in Bremen verweigert. Das erfuhr kobinet heute von der ISL: Frehe wollte einen wichtigen politischen frühen Termin am Donnerstagvormittag in Berlin wahrnehmen. Hierzu bot sich der einzige an diesem Tag durchgehende ICE von Bremen nach Berlin an, der Bremen um 5:15 verließ. Leider lehnte die Deutsche Bahn dem rollstuhlfahrenden Fahrgast die Einstiegshilfe am Hauptbahnhof in Bremen ab. Die Deutsche Bahn (DB) begründete dies mit nicht vorhandenem Personal am Bahnsteig, das den benötigten Hublift bedienen könne. Erst mit einem Zug ab 6 Uhr Dienstbeginn könne man Frehe den Einstieg in den ICE von Bremen nach Berlin ermöglichen.
Veröffentlicht am 21.01.2019 10:03 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
UN-Behindertenrechtskonvention Foto: UNO
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BREMEN/BERLIN (KOBINET) Am 26. März 2009 trat in Deutschland die UN-Behindertenrechtskonvention in Kraft. Bereits letzte Woche gab es dazu einen guten Aufschlag im Rahmen einer Veranstaltung im rheinland-pfälzischen Sozialministerium mit guten Beispielen für Aktionspläne zur Umsetzung von Inklusion und der Behindertenrechtskonvention vor Ort. Heute ist das Thema zum Teil Tagesthema in den Medien, bevor heute Abend um 22.45 Uhr im ARD-Fernsehen in der Reihe „Die Story im Ersten“ der 45minütige Beitrag „Das Märchen von der Inklusion“ mit einer Bilanz zum zehnjährigen Bestehen der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland ausgestrahlt wird.
BERLIN (KOBINET) Seit Jahren wird über die Wahlrechtsausschlüsse von behinderten Menschen, die in allen Bereichen gesetzliche Betreuung nutzen und von Menschen, die wegen Schuldunfähigkeit in der Forensik sind, diskutiert. In einigen Bundesländern wurden diese Ausschlüsse mittlerweile abgeschafft, aber auf Bundesebene scheint die Beteiligung dieses Personenkreises an Wahlen anscheinend nicht erwünscht, wie das NETZWERK ARTIKEL 3 kritisiert. Denn während die Europawahlen rasant näher rücken, wurde das ausschließende Wahlrecht immer noch nicht vom Deutschen Bundestag geändert. Dass Wahlrechtsausschlüsse anachronistisch sind, kommt auch im aktuellen Interview der tagesschau mit dem Bundesbehindertenbeauftragten Jürgen Dusel zum Ausdruck.
BONN (KOBINET) „Ob Online-Sanitätsshop für psychisch Kranke, Mode Label aus dem größten Slum Kenias oder App für mehr Bürgerbeteiligung: Das „Social Impact Lab“ in Bonn ist ein Inkubator für viele innovative Geschäftsideen und ihre Umsetzung. Das Besondere: Die Start Ups, die hier gegründet werden, wollen unsere Gesellschaft verbessern – und setzen dabei vor allem auf das Thema Inklusion“, so berichtet die Aktion Mensch über die Initiative, die im Februar in den Räumlichkeiten der Aktion Mensch in Bonn startet.
Veröffentlicht am 21.01.2019 07:14 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Bild von der Platzgestaltung: Beschreibung siehe Text Foto: Kassandra Ruhm
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BREMEN (KOBINET) Wer kennt das nicht – viel zu oft sind Rollstuhlplätze im Theater, Kino, Zirkus oder Konzert zu klein, liegen im Durchgang oder Rollstuhlfahrer*innen können nicht problemlos neben ihren Freunden oder Angehörigen sitzen. Deshalb fordert die Behindertenrechtsaktivistin Kassandra Ruhm die Bremische Bürgerschaft (Landtag) mit einer Petition auf, für barrierefreie Rollstuhlplätze nach DIN 18040 zu sorgen. Unterzeichnen kann man die Petition bundesweit online.
Veröffentlicht am 21.01.2019 06:58 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Logo der Antidiskriminierungsstelle des Bundes Foto: ADS
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BERLIN (KOBINET) Der Wettbewerb fair@school sucht bis zum 15. März 2019 Projekte und Initiativen an Schulen, die sich gegen Diskriminierung von Herkunft, Religion, Geschlecht, sexueller Identität oder Behinderung einsetzen. Auf dem Schulhof kann ein rauer Wind wehen: Immer wieder machen Kinder und Jugendliche Diskriminierungserfahrungen. Hier setzen sich aber auch viele Menschen in besonderer Weise für Vielfalt, Chancengleichheit und ein gutes Miteinander ein. Zum dritten Mal vergeben die die Antidiskriminierungsstelle des Bundes und der Cornelsen Verlag den Preis fair@school, um dieses Engagement auszuzeichnen.
SAARBRüCKEN (KOBINET) Wie kobinet berichtete, wird für den 24. Januar eine Demonstration vor dem saarländischen Landesamt für Soziales in Saarbrücken organisiert. Vorausgegangen ist eine Petition mit aktuell deutlich über 50.000 Unterschriften und ein Spendenaufruf, der bislang schon über 17.000 Euro erbracht hat. Es geht um Markus Igel, der von dem saarländischen Landesamt massiv unter Druck gesetzt wird. Er soll seine Assistenzpersonen entlassen und durch osteuropäische Pflegekräfte ersetzen. Als Alternative verbleibt ihm nur der Einzug in eine Anstalt.
JENA (KOBINET) Die Möglichkeit ein Budget für Arbeit, statt eine Beschäftigung in einer Werkstatt für behinderte Menschen, zur Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu nutzen, ist mittlerweile seit über einem Jahr im Rahmen des Bundesteilhabegesetzes bundesweit in Kraft getreten, doch bisher wurde wenig getan, um dafür zu werben. In Jena findet dazu nun eine gemeinsame Informationsveranstaltung des Jenaer Zentrums für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen und der Stadt Jena am Donnerstag, 24. Januar von 16 bis 18 Uhr im Sozialamt Jena am Lutherplatz 3 statt. Darauf hat die Thüringer Allgemeine hingewiesen.
Veröffentlicht am 20.01.2019 13:00 von Irina Tischer in der Kategorie Nachricht
Stralendes Licht durch den Wald Foto: Irina Tischer
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BERLIN (KOBINET) Das Deutsche Kinderhilfswerk drängt anlässlich der Bundestagsdebatte über die Bildungspolitik in Deutschland und den Nationalen Bildungsbericht 2018 vom Freitag auf stärkere Investitionen des Bundes in der Bildung und eine dauerhafte Kooperation in diesem Bereich zwischen Bund, Ländern und Kommunen. „Bei der Bildung gibt es dringende Aufgaben zuhauf, beispielsweise den quantitativen und qualitativen Ausbau der Ganztagsangebote, die Sanierung und den Neubau von Schulen oder die Entwicklung eines inklusiven Bildungswesens. Und auch die Frage von Bildungsungleichheiten, von sozialen und regionalen Disparitäten muss dringend angegangen werden, machte das Deutsche Kinderhilfswerk klar.
BERLIN (KOBINET) Im Berliner Theater RambaZamba hatte gestern „Don Juan sehr frei nach Molière“ Premiere. Den Diener spielt Sebastian Urbanski, der mit seiner Rede am 27. Januar 2017 im Deutschen Bundestag auch auf der politischen Bühne bekannt wurde. Jetzt gehört der 40-jährige Schauspieler dem 15-köpfigen Bundesvorstand der Lebenshilfe als der erste Mensch mit Down-Syndrom an. „Wir sind sehr stolz darauf, ihn in unseren Reihen zu haben. Als Selbstvertreter wird er eine glaubhafte und starke Stimme für Menschen mit Behinderung sein“, sagte Bundesvorsitzende Ulla Schmidt nach seiner Berufung.
DüSSELDORF (KOBINET) Betroffene warten weiter auf Wohnungen für ein selbstbestimmtes Leben stellt der VdK Nordrhein-Westfalen fest und schlussfolgert: „Die Politik lässt Rollstuhlfahrer im Stich!“
SIEGBURG (KOBINET) Gefördert durch die Aktion Mensch Stiftung führt die LIGA der freien Wohlfahrtspflege Thüringen seit 2016 ein Modellprojekt im Bereich der Behindertenhilfe durch. Drei stationäre Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigung(en) lösen einen Teil ihrer stationären Angebote (zum Beispiel Wohnheime) auf, um dafür stärker personenzentrierte ambulante Angebote zu schaffen. Es werden Methoden erprobt, die zu mehr Wahlmöglichkeiten, zu mehr Teilhabe und zur Stärkung der Selbstbestimmung von Menschen mit Beeinträchtigung(en) beitragen sollen.
DRESDEN (KOBINET) Nach Informationen des Selbsthilfenetzwerkes Sachsen bauen die Architektenkammer Sachsen und der Sozialverband VdK Sachsen bauen für Sachsen ein Beratungszentrum für Barrierefreies Planen und Bauen auf. Im Dezember 2018 gaben dazu Horst Wehner, VdK-Landesvorsitzender, und Alf Funkert, Präsident der Architektenkammer Sachsen, als gemeinsame Projektträger den offiziellen Startschuss, wie die Internetseite der Architektenkammer Sachsen informiert.
Veröffentlicht am 18.01.2019 05:51 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Buchcover: Niemand sollte vor seinem Tod sterben Foto: Büchner Verlag
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MARBURG/LAHN (KOBINET)
MARBURG/LAHN (KOBINET) „Wenn man schwer kranke Menschen danach fragt, wann sie sich erstmals ihrer Endlichkeit bewusst wurden, so berichten diese nicht etwa von Krankenhausaufenthalten und Medikamenteneinnahmen. Sie schildern die Momente, in denen ihnen bewusst wurde, im Job nicht mehr auf dem alten Niveau mithalten zu können; sie berichten von Situationen, in denen sie eigene Hobbies und Interessen aus gesundheitlichen Gründen aufgeben mussten und vor allem: von Erlebnissen, in denen sie das erste Mal sozial ausgegrenzt oder diskriminiert wurden. Dieser Prozess eines sozialen Sterbens kann aufgrund des medizinischen Fortschritts ganze Lebensjahrzehnte von Menschen bestimmen“, so heißt es im Klappentext des neu erschienen Buches der Inklusionsbotschafterin Dr. Carolin Tillmann mit dem Titel „Niemand sollte vor seinem Tod sterben“.
Veröffentlicht am 17.01.2019 15:16 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Wappen von Baden-Württemberg Foto: Public Domain
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STUTTGART (KOBINET)
STUTTGART (KOBINET) Erstmals vergibt das Ministerium für Soziales und Integration einen Integrationspreis des Landes Baden-Württemberg. Die Ausschreibung ist heute gestartet und ist in verschiedenen Kategorien unterteilt. Der Preis ist mit je 4000 Euro dotiert und wird in drei Bereichen vergeben.
UNBEKANNT (KOBINET) Um Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt geht es in der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen. Wie daraus hervorgeht, wandten sich zwischen 2015 und 2017 insgesamt 247 Menschen an die Antidiskriminierungsstelle des Bundes, um eine Benachteiligung auf dem Grundstücks- und Wohnungsmarkt wegen der ethnischen Herkunft oder aus rassistischen Gründen zu melden beziehungsweise sich beraten zu lassen.
MAINZ (KOBINET) „Unsere Kommune für Alle“ lautete der Titel der gestrigen Veranstaltung, zu der die rheinland-pfälzische Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler und der Landesbeauftragte für die Belange behinderter Menschen Matthias Rösch ins Sozialministerium nach Mainz eingeladen hatten. „Eine Kommune für alle heißt für uns auch eine Kommune für Menschen mit Behinderungen. Da sind die Themen Barrierefreiheit und Teilhabe vor Ort die entscheidenden Gelingensfaktoren“, sagte Sabine Bätzing-Lichtenthäler bei der Eröffnung der Veranstaltung, die einen guten Start für Veranstaltungen zum 10jährige Bestehen der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland darstellte.