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Der Ausgrenzung von Menschen entschieden entgegentreten

Prof. Dr. Beate Rudolf
Prof. Dr. Beate Rudolf
Foto: DIMR/S.Pietschmann

BERLIN (KOBINET) "Der Ausgrenzung von Menschen müssen wir entgegentreten", dies machte Beate Rudolf, Direktorin des Deutschen Instituts für Menschenrechte, anlässlich des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar deutlich. "Dieser Tag erinnert uns an die unfassbaren Menschheitsverbrechen des nationalsozialistischen Deutschlands. Wir gedenken der Millionen von Menschen, die in Deutschland und ganz Europa ausgegrenzt, gequält und ermordet wurden."

Die Verbrechen des Nationalsozialismus zeigten, wie wichtig die Menschenrechte sind. Es sei die Verantwortung jeder folgenden Generation, sich dafür einzusetzen, dass sich diese Verbrechen an der Menschheit niemals wiederholen. Diskriminierung und Rassismus dürften in Deutschland nie wieder eine Mehrheit finden, betonte Beate Rudolf. "Der Holocaust-Gedenktag mahnt uns, wachsam zu bleiben: Denn keine Gesellschaft ist immun gegen Hetze und Gewalt. Es ist vielmehr eine dauerhafte Aufgabe, die Würde und die Rechte eines jeden Menschen zu schützen – ungeachtet seiner Herkunft, seines Glaubens, seiner politischen Überzeugung, seiner Behinderung oder sexuellen Orientierung. Auch deshalb müssen wir die Erinnerung an die nationalsozialistischen Verbrechen aufrechterhalten."

Jetzt, wo rassistische Stimmen wieder mehr Gehör finden, seien wir alle aufgerufen zu bekräftigen: "Die Würde des Menschen ist unantastbar". "Abwertungen und Ausgrenzungen von Menschen und Gruppen müssen wir schon in den Anfängen entschieden entgegentreten. Aufrufe zu Hass und Gewalt müssen wir ächten. Dies gilt besonders für die politisch Verantwortlichen, aber auch für uns alle. Mitmenschlichkeit, Solidarität und Zusammenhalt in der Bevölkerung sind zentrale Fundamente einer starken Demokratie und müssen jeden Tag gelebt und eingefordert werden", erklärte Beate Rudolf.