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Quereinsteiger in die Welt der sozialen Teilhabe

Portrait einer Frau mit Brille und hochgestecktem blondem Haar
Diakonin Anne Linda Heimfarth
Foto: Stiftung kreuznacher diakonie/Andrea Djifroudi

BAD KREUZNACH/IDAR-OBERSTEIN/ASBACHER HÜTTE (kobinet) Diakonin Anne Linda Heimfarth war bis zu ihrem 50. Lebensjahr über viele Jahre für internationale Konzerne im kaufmännischen Bereich tätig. In dieser Zeit kamen dann auch Zweifel bei ihr auf, ob es nicht noch einen sinnerfüllten Beruf gäbe. Sie wählte den Weg in den Bereich der Behindertenhilfe und wurde Heilerziehungspflegerin in der Stiftung kreuznacher diakonie. Jetzt, fünf Jahre später und nachdem sie noch eine Diakonen-Ausbildung eingeflochten hat, ist sie in ihrem Beruf mit Sinnerfüllung angekommen: Heilerziehungspflegerin in der Aufsuchenden Assistenz im Hunsrück und Bad Kreuznach. Warum Anne Linda als Quereinsteigerin in einen sozialen Beruf eingestiegen ist und wie ihr Alltag heute, ganz ohne „Big Business“ aussieht, erzählt sie im Interview, welches wir hier veröffentlichen.

Kommunalrechtsänderung in Baden-Württemberg stärkt politische Teilhabe behinderter Menschen

Sharepic von Simone Fischer zur Änderung des Kommunalrechts
Sharepic von Simone Fischer zur Änderung des Kommunalrechts
Foto: Simone Fischer

Stuttgart (kobinet)

In Baden-Württemberg soll mit der Änderung des Kommunalrechts ein weiterer Schritt zur Umsetzung der gleichberechtigten politischen Teilhabe für Menschen mit Behinderungen gemacht werden: „Mit dem heutigen Beschluss wird nicht nur die digitale Teilnahme an Sitzungen der kommunalen Gremien ermöglicht werden. Schwerbehinderte Menschen sollen künftig auch die Kosten erstattet bekommen, die ihnen aufgrund ihrer Behinderung im Zusammenhang mit der Tätigkeit in kommunalen Gremien entstehen.“ Darauf hat die Landesbehindertenbeauftragte Simone Fischer mittels eines Facebook-Post vom 17. Dezember 2024 hingewiesen. „Politische Teilhabe ist die Basis unserer Demokratie. Mit der Änderung des Kommunalrechts werden Barrieren abgebaut und Menschen mit Behinderungen können sich künftig einfacher beteiligen“, heißt es auf einem von Simone Fischer verbreiteten Sharpic.

Takis Mehmet Ali aus Bundestag ausgeschieden

Takis Mehmet Ali
Takis Mehmet Ali
Foto: Maurice Weiss/Ostkreuz

Berlin (kobinet) Zum 31. Dezember 2024 ist Takis Mehmet Ali von der SPD aus dem Bundestag ausgeschieden. Als Beauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderung der SPD-Bundestagsfraktion war er in den letzten drei Jahren ein wichtiger Ansprechpartner für die Behindertenpolitik der größten Fraktion der Ampelkoalition und des Bundestages. Behindertenpolitisch ist dabei wenig herausgekommen, wie der ehemalige Abgeordnete in seinem Abschieds-Post auf Facebook selbst bekennt: „Der Koalitionsvertrag war inklusionspolitisch nice. Umgesetzt davon ist eigentlich bis auf ein Gesetz nichts. Dass ich nicht allein daran schuld bin, ist in demokratischen Zusammenhängen nachzuvollziehen. Alles im letzten Jahr der Ampel zu machen, war keine gute Planung. Auch hätte ich bei meinem Herzensthema, den Sozialstaat zu reformieren, neu zu verfassen und zu ordnen, mehr gewünscht. Dafür fehlte aber leider bei einigen die Kraft.“

Braille 200 – Blinde Menschen feiern das ganze Jahr 2025 den Geburtstag der Brailleschrift

braille, alphabet, dots
braille, alphabet, dots
Foto: BlenderTimer In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

Berlin (kobinet) im Alter von nur 16 Jahren erfand Louis Braille im Jahr 1825 im Pariser Blindeninstitut die Brailleschrift – eine geniale Erfindung, die für viele Generationen blinder Menschen zum Schlüssel für Kommunikation, Bildung, beruflichen Erfolg, soziale Teilhabe und persönliches Glück wurde. Das feiern blinde Menschen und ihre Vereinigungen weltweit im Jahr 2025 ganz besonders. Auch in Deutschland gibt es zahlreiche Aktivitäten für Braille-Fans, wie der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) in seinem Newsletter dbsv-direkt mitteilte.

Tagungsdokumentation zu 15 Jahre UN-Behindertenrechtskonvention

Logo: BODYS
Logo: BODYS Bochumer Zentrum für Disability Studies
Foto: BODYS

Bochum (kobinet) Am 10. Dezember 2024 fand zum Internationalen Tag der Menschenrechte die Online-Konferenz „15 Jahre UN-Behindertenrechtskonvention – das Recht auf selbstbestimmtes Leben und Wohnen endlich umsetzen!“ statt. Die beim Deutschen Institut für Menschenrechte angesiedelte Monitoring-Stelle UN-Behindertenrechtskonvention hatte zusammen mit dem Bochumer Zentrum für Disability Studies zu der Veranstaltung eingeladen. Auf der Tagungswebseite wurden nun Hintergrundinformationen, Dokumente, Vorträge und ergänzende Informationen zum Download eingestellt.

Das neue Jahr zum Erlernen eines neuen Musikinstruments nutzen?

Symbol Fragezeichen
Symbol Fragezeichen mit Schatten
Foto: ht

Leipzig (kobinet) Im Projekt „Do it!“ des Fördervereins Freunde des barrierefreien Lesens wurden in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für barrierefreies Lesen kostenlose und barrierefreie Online-Musikkurse entwickelt, die sich besonders an sehbehinderte und blinde Menschen richten. Finanziert wird das Projekt von der Aktion Mensch sowie vom oben aufgeführten Förderverein. Für „Bass“, „Gesang“, „Gitarre“, „Klavier“, „Schlagzeug“ und „Theorie“ sind Kurse online verfügbar. Ein Newsletter wird ebenfalls angeboten. Das Projektteam besteht aus blinden und sehenden Musikbegeisterten, die ihre Erfahrungen und ihr Wissen miteinander teilen und weitergeben möchten.

Buch erschienen: SEXUALITÄT UNBEHINDERT LEBEN – Rechte, Wirklichkeit, Forderungen

Symbolsechs bunte Menschen
Sexualität ist ein Menschenrecht
Foto: Maiconfz In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

Berlin (kobinet) Im Verlag Kohlhammer erschien 2024 das Buch SEXUALITÄT UNBEHINDERT LEBEN – Rechte, Wirklichkeiten, Forderungen. Auch Sex ist ein Menschenrecht, welches in der Praxis so manche Behinderung hat.

Süddeutsche berichtet um Ringen mit Krankenkassen um Hilfsmittel

Mehrere Paragraphenzeichen auf einem Blatt
Paragraphen zeigen, dass etwas geregelt wird
Foto: Pixabay/geralt

München (kobinet) „Die Mutter eines schwerbehinderten Jungen kämpft seit Jahren dagegen, dass ihm die Krankenkasse medizinisch notwendige Hilfsmittel verweigert. Ein neues Gesetz sollte den Missstand beenden – doch dann platzte die Ampel.“ So heißt es in der Einführung eines umfassenden Beitrags der Süddeutschen Zeitung mit dem Titel „Krankenkassen: Sparen auf Kosten der Schwächsten“, der am 27. Dezember 2024 in der Süddeutschen Zeitung veröffentlicht wurde und auf den Andreas Reigbert die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht hat.

30 Jahre Pflegeversicherung – VdK sieht Reformbedarf

Portrait von Verena Bentele
Verena Bentele
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Die Einführung der Pflegeversicherung vor 30 Jahren ist ein Meilenstein in der deutschen Sozialpolitik. Um in einer alternden Gesellschaft pflegebedürftige Menschen versorgen zu können, sprach sich der damalige Arbeits- und Sozialminister Norbert Blüm (CDU) für eine fünfte Säule im System der Sozialversicherungen aus. Am Ende des Gesetzgebungsprozesses konnte man sich aber nur auf eine Minimallösung einigen: Die Pflegeversicherung sollte über ihr Umlagesystem eine pflegerische Grundversorgung abdecken. Um die Kosten auf Arbeitgeberseite auszugleichen, wurde der Buß- und Bettag als bundesweit geltender Feiertag geopfert, heißt es in einer Presseinformation des Sozialverband VdK.

Side by Side–Preis für kreative Wege in die Arbeit

Infozeichen
Info blau
Foto: Susanne Göbel

Kassel (kobinet) Der Deutsche Sozialgerichtstag informiert über die Initiative „Side by Side–Preis für kreative Wege in die Arbeit“. Die Initiatoren um Schirmherr Heikko Deutschmann wenden sich an Schulen, Eltern, Vereine, Organisationen, Kommunen, aber auch an Einzelpersonen, die mit Herzblut und Ideenreichtum junge Menschen auf ihrem Weg in die Arbeitswelt begleiten. Besonders im Fokus stehen Projekte, die junge Menschen in ihrer beruflichen Entwicklung stärken, innovative und kreative Ansätze zur Integration in den Arbeitsmarkt bieten und mit nachhaltigen Konzepten Chancengleichheit und Inklusion vorantreiben. Darauf hat Henry Spradau die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht.

Monitor-Post: Ausgrenzung, Egal?

Monitor-Post zu Versprechungen der Koalition
Monitor-Post zu Versprechungen der Koalition
Foto: Monitor

Berlin (kobinet) „Mehr Schutz vor Ausgrenzung und Diskriminierung – das war ein wichtiges Versprechen im Koalitionsvertrag der Ampel-Koalition. Dafür wollte sie das Behindertengleichstellungsgesetz und das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz reformieren, um die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung zu verbessern. Beide Gesetzesvorhaben sind am Ende an der FDP gescheitert.“ So bringt es die Redaktion des ARD-Fernsehmagazin Monitor nach dem Bruch der Ampelregierung auf den Punkt. Dazu hat Monitor ein Sharepic auf Facebook veröffentlicht, das die Versprechen der Ampelregierung dem Ergebnis gegenüberstellt.

Nachrufe auf Martin Marquard und Ursula Lehmann im Tagesspiegel

drei rote Ausrufezeichen
Drei rote Ausrufezeichen
Foto: ht

Berlin (kobinet) „Wir erinnern auf dieser Seite an nicht-prominente Berliner, die in jüngster Zeit gestorben sind.“ So heißt es auf einer Seite des Tagesspiegel. Vor kurzem wurde auf dieser Seite ein Nachruf auf den ehemaligen Landesbehindertenbeauftragten von Berlin, Martin Marquard unter dem Motto „Wir blockieren zurück!“ veröffentlicht. Auch über Urula Lehmann, die ebenfalls eine engagierte Streiterin der Behindertenbewegung war, wurde ein Nachruf unter dem Motto „Warum gibt es keine Rampen?“ veröffentlicht, wie Dr. Martin Theben den kobinet-nachrichten mitteilte.

Momentaufnahme 370

Pferde
Viele Pferde auf einem Feld im Winter
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Seit wir Eisenbahnen haben, laufen die Pferde schlechter.

Stiftung Unabhängige Patientenberatung informiert und berät

Logo UPD
Logo Unabhängige Patientenberatung Deutschland UPD
Foto: UPD

Berlin (kobinet) Die Stiftung Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) ist eine gemeinnützige Organisation, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Ratsuchende umfassend und kostenlos über gesundheitliche und gesundheitsrechtliche Fragen zu informieren und zu beraten. Ziel der UPD ist es, allen Menschen, unabhängig vom Versicherungsstatus, in Deutschland zu helfen, sich im Gesundheitssystem zurechtzufinden und eigenverantwortliche Entscheidungen zu ihrer Gesundheit treffen zu können.

Neu gegründetes Netzwerk Ableismusforschung freut sich über Mitwirkende

Infozeichen
Info blau
Foto: Susanne Göbel

Duisburg / Essen (kobinet) Ziel des im Dezember 2024 von Hannah Kröll ins Leben gerufenen Netzwerkes „Ableismusforschung“ ist, Forschende unterschiedlicher Karrierestufen, die zum Themenbereich Ableismus und der Differenzkategorie dis/ability (kritisch) forschen, zusammenzubringen. Als erstes gemeinsames Projekt möchten die Mitwirkenden des Netzwerks eine Ad-hoc-Gruppe für den Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie im September 2025 ausarbeiten. Für weitere Aktivitäten – zum Beispiel die Herausgabe eines gemeinsamen Sammelbandes, eine gemeinsame Tagung, ein Kolloquium oder Ähnliches – sind die Mitglieder des Netzwerkes offen, schreibt Hannah Kröll vom Department of Macrosociology and Transnational Processes Institute for Sociology Faculty of Social Sciences University of Duisburg-Essen.

Inklusionsscheck ist beliebt

Vor einer aufgehenden Sonne seitlich zwei Familien mit Kind in der Mitte eine Person im Rollstuhl
Inklusion ist gemeinsames Leben
Foto: Pixabay/geralt

DÜSSELDORF (kobinet) Zur Stärkung der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in Nordrhein-Westfalen gibt es den „Inklusionsscheck NRW“. Dieser erfreut sich großer Beliebtheit. Seit seiner Einführung im Jahr 2019 wurde er noch nie so stark nachgefragt wie in diesem Jahr. Insgesamt wurden 376 Inklusionsschecks bewilligt, das sind 117 mehr als im Vorjahr. Vereine und Organisationen erhalten mit dem Inklusionsscheck unbürokratisch eine Pauschale in Höhe von jeweils 2.000 Euro, um ihre Angebote inklusiv auszugestalten.

Neuer Newsletter des Deutschen Behindertenrat erschienen

Logo des DBR
Logo des DBR
Foto: DBR

Berlin (kobinet) „Ein Jahr geht zu Ende und ein neues steht in den Startlöchern. Das bedeutet auch: Der Staffelstab für die Führung des DBR-Sekretariats hat die Hände gewechselt. Im Rahmen der jährlichen Vollversammlung hat VdK-Präsidentin Verena Bentele die Verantwortung an Hannelore Loskill, Bundesvorsitzende der BAG SELBSTHILFE, übergeben. Für die nächsten zwölf Monate wird die BAG SELBSTHILFE das Sekretariat verwalten“, heißt es u.a. im Editorial zum neuesten Newsletter des Deutschen Behindertenrat (DBR), den dieser kurz vor Weihnachten auf dessen Internetseite eingestellt hat.

Ehrenamtliches Engagement sorgte für Weihnachten für alle in Kassel

Logo des fab
Logo des fab
Foto: fab

Kassel (kobinet) Weihnachten ist eine besondere Zeit im Jahr und dies vor allem für diejenigen, die diese weitgehend allein verbringen müssen. Das Ehrenamtsteam des Kasseler Verein zur Förderung der Autonomie Behinderter (fab) hat sich daher dieses Jahr etwas Besonderes ausgedacht. Am ersten Weihnachtsfeiertag wurde im Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen ein üppiges und liebevoll zubereitetes Weihnachtsmahl für behinderte und nichtbehinderte Menschen vom Ehrenamtsteam aufgetischt. Die hessenschau des Hessischen Rundfunks hat die Aktivitäten und die Stimmung in einem Filmbericht aus Kassel aufgegriffen.

Neue Regierung muss für sozialen Zusammenhalt eintreten

Verena Bentele
Verena Bentele
Foto: Susie Knoll

Berlin (kobinet) Die Neuwahl des Bundestags rückt näher. Nach der kurzen Weihnachtspause geht der Wahlkampf in die nächste Runde. Der Sozialverband VdK appelliert an die Parteien, die Stärkung der Wirtschaft und des Sozialstaates nicht gegeneinander auszuspielen. „Wir sehen immer mehr, wie die Gesellschaft auseinanderdriftet. Ärmere werden immer ärmer, Reiche immer reicher. Kranke und Pflegebedürftige bekommen immer weniger Hilfe, obwohl die Belastungen durch steigende Versicherungsbeiträge größer werden“, sagte VdK-Präsidentin Verena Bentele. „Das alles führt zu steigender Unzufriedenheit bei vielen Menschen. Die neue Regierung muss daher unbedingt für sozialen Zusammenhalt eintreten und sich auf eine gute Sozialpolitik konzentrieren.“

Bundesweit erste „Bibliothek der Dinge“ eröffnet

Logo blista Bundesweites Kompetenzzentrum für Menschen mit Blindheit und Sehbehinderung
Logo blista
Foto: blista

MARBURG (kobinet) Am 3. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen, wurde die „Deutsche Blinden-Mediathek“ der blista in Betrieb genommen. Ab sofort können Eltern, Frühförderinnen und Frühförderer sowie Lehrkräfte, die blinde oder sehbehinderte Kinder unterstützen, inklusive Kinderbücher, Materialien zum Erlernen der Brailleschrift, speziell entwickelte Lehr- und Lernmittel für den Schulunterricht sowie inklusive Karten- und Gesellschaftsspiele kostenlos ausleihen. Auch der bundesweite Versand der Materialien ist dank der Unterstützung der „Doris-Bulcke-Stiftung“, die den Aufbau und Betrieb dieses Modellprojekts großzügig fördert, kostenlos.

Trauer um Anett Feige

Anett Feige
Bild von Anett Feige
Foto: privat

Zwickau (kobinet) Kurz vor Weihnachten hat die Behindertenbewegung eine traurige Nachricht erreicht. Anett Feige, die die Gründung des Zentrum Selbstbestimmt Leben (ZsL) Sachsen mit viel Energie und Durchhaltevermögen vorangetrieben hat, ist am 21. Dezember 2024 gestorben. „Mit großer Trauer und tiefem Schmerz nehmen wir Abschied von unserer 1. Vorsitzenden Anett Feige. Anett war nicht nur eine herausragende Persönlichkeit, die sich unermüdlich für die Rechte und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung eingesetzt hat – sie war auch eine Quelle der Inspiration, des Muts und der Menschlichkeit. Ihr Engagement, ihre Weitsichtigkeit und ihr warmherziges Wissen haben unser Zentrum Selbstbestimmtes Leben Sachsen geprägt und bereichert“, heißt es vonseiten des ZsL Sachsen zum Tod von Anett Feige. Erst letztes Jahr hatte Anett Feige die Weiterbildung zur Selbstvertretung behinderter Menschen beim Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behidnerter (bifos) abgeschlossen und hatte noch viele Pläne.

Inklusionsmobil startet 2025 durch

Logo Aktion Mensch
Aktion Mensch Logo 283×133
Foto: Aktion Mensch

Bonn (kobinet) „Gemeinsam mit dem Deutschen Behindertensportverband und REWE bringen wir im kommenden Jahr noch mehr Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung zusammen. Dazu schicken wir ein ‚Inklusionsmobil‘ durch ganz Deutschland. Es macht Station bei Veranstaltungen, Vereinen oder Schulen und bietet sportliche Mitmachaktionen, Informationen und Workshops – für mehr Teilhabe im Sport für Menschen mit Behinderung.“ Darauf hat die Aktion Mensch in ihrem neuesten Newsletter hingewiesen.

PRIMUS-Schulen: Landesregierung verschweigt wissenschaftliche Erkenntnisse

Dr. Brigitte Schumann
Dr. Brigitte Schumann
Foto: Bildungsklick

Düsseldorf (kobinet) „Das Schulministerium NRW ist mit seiner Entscheidung zur Zukunft der PRIMUS-Schulen im September 2024 vorgeprescht – ohne die im Juli bereits vorliegende Zusammenfassung über die Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitforschung zum PRIMUS-Schulversuch zu veröffentlichen“, so heißt es in der Einführung eines Beitrags der Bildungsjounralistin Dr. Brigitte Schumann mit dem Titel „PRIMUS-Schulen: Regierung verschweigt wissenschaftliche Erkenntnisse“, den diese auf der Plattform bildungsklick veröffentlicht hat.

VdK fordert konsequentere Armutsbekämpfung

Verena Bentele
Verena Bentele
Foto: Susie Knoll

Berlin (kobinet) Laut dem aktuellen Sozialbericht des Statistischen Bundesamtes sind knapp zwölf Millionen Menschen in Deutschland derzeit von Armut betroffen oder bedroht. Zwar sind die Vermögen in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, diese sind aber sehr ungleich verteilt. Armut hingegen verharrt auf hohem Niveau, und das Risiko, im Alter arm zu sein, hat zugenommen. Dies teilte die VdK-Präsidentin Verena Bentele mit und betonte: „Weihnachten steht vor der Tür und viele Familien wissen noch nicht einmal, wie sie die Heizkosten für die Wohnung oder die Lebensmittel bezahlen sollen – geschweige denn Geschenke oder einen Weihnachtsbaum. Das tägliche Leben wird teurer und teurer, das spüren wir alle. Doch einige trifft das besonders hart.“

Momentaufnahme 369

Ein leuchtender Weihnachtsbaum vor dem Brandenburger Tor
Ein leuchtender Weihnachtsbaum vor dem Brandenburger Tor
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Die Zeit ist Leben, Wärme, Licht.

Hängepartie bei Antrag zu Pränataltest auf Trisomien

Arne Frankenstein mit E-Rolli unterwegs
Arne Frankenstein
Foto: Tristan Vankann / fotoetage

Bremen / Berlin (kobinet) Parteiübergreifend hat man sich im Bundestag für ein Monitoring der Konsequenzen des nicht-invasiven Pränataltests (NIPT) eingesetzt. Zwei Tage vor der abschließenden Befassung im Bundestag zerbrach die Koalition. Seitdem ist es ruhig geworden. Mitte Dezember 2024 haben sich Arne Frankenstein und Jürgen Dusel daher an die Parlamentarischen Geschäftsführer*innen mit einem Schreiben gewandt. Mit Verweis auf die Grundsatzdiskussion im Gesundheitsausschuss des Bundestags fordern der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung und der Sprecher der Konferenz der Behindertenbeauftragten von Bund und Ländern die Beschlussfassung über den interfraktionellen Antrag herbeizuführen. Dass das Vorhaben parteipolitischen Rangeleien zum Opfer fällt, wäre angesichts des dringenden gesellschaftlichen Handlungsbedarfs kaum auszuhalten.

Freiwilligenarbeit inklusiv gestalten

Rollstuhlfahrer mit Rollibike vor einer grünen Wand mit der Aufschrift Quartierzentrum 22
Andy Müller – Teile dein Wissen – Martinsclub & Freiwilligen-Agentur Bremen
Foto: Frank Scheffka

BREMEN (kobinet) Oft wird  die Frage gestellt, was Menschen, die mit einer Behinderung leben, zum Gemeinwesen beitragen können – wo sie doch selbst auf Unterstützung angewiesen sind? Fragen wie diese sind nach wie vor in den Köpfen vieler Menschen verankert. „Sie können eine ganze Menge beitragen“, findet allerdings Hedwig Thelen, Teilhabekoordinatorin beim Martinsclub Bremen. „Menschen mit einer Beeinträchtigung werden noch immer unterschätzt. Dabei haben sie oft Fähigkeiten und Potenziale, von denen andere profitieren können – zum Beispiel in ehrenamtlichen Tätigkeiten. Sich freiwillig zu engagieren heißt, an der Gesellschaft teilzuhaben und einen wichtigen Job zu erledigen. Das geht auch mit einer Behinderung! Hier gilt es, das Ehrenamt inklusiv zu machen und behinderten Menschen den Weg in die Freiwilligenarbeit zu ermöglichen.“ Aus diesem Grund haben der Martinsclub und die Freiwilligen-Agentur Bremen das Projekt „Teile deine Zeit“ ins Leben gerufen.

Special Olympics legt Abschlussbericht für World Games Berlin 2023 vor

Links Foto des Deckblattes und rechts ein Blick in des aufgeschlagenen Bericht
Cover vom Abschlussbericht #Berlin2023
Foto: Special Olympics Deutschland

BERLIN (kobinet) Die Special Olympics World Games hatten vom 17. bis 25. Juni 2023 in Berlin stattgefunden. Erstmals in Deutschland waren dazu 6.500 Athletinnen und Athleten mit geistiger Beeinträchtigung sowie Unified Partner aus 176 Ländern nach Berlin gekommen. Sie waren in 26 Sportarten an den Start gegangen. Unter dem Motto #ZusammenUnschlagbar feierten wir alle gemeinsam ein internationales Fest des Sports, das für mehr Anerkennung und gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit geistiger Beeinträchtigung steht. Das Ende des Nachhaltigkeitsprogramms und somit der Weltspiele markiert der jetzt fertiggestellte Abschlussbericht. Er ist in Deutsch, Englisch und Deutsch Leichte Sprache erhältlich

Rettungsschirm für Kinder und Jugendliche

Aufgespannter blauer Schirm unter dem sehr viele Menschen stehen
Rettungsschirm für viel
Foto: geralt In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

BERLIN (kobinet) Ein breites Bündnis von rund 200 Organisationen, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Akteurinnen und Akteuren der Jugendarbeit fordern eine krisenfeste und zukunftsfähige Entwicklungsperspektive für Kinder und Jugendliche in Deutschland. In einem heute veröffentlichten Appell fordert das Bündnis vor allem eine Stärkung der Kinderrechte, eine Absicherung der offenen Kinder- und Jugendarbeit sowie eine bessere vorschulische und schulische Bildung auf der Basis einer Verbesserung der sozialen Rahmenbedingungen für das Aufwachsen der jungen Generation.

Werde Teil der Vision für Inklusion des Assistenztreff

Infozeichen
Info blau Symbol
Foto: Susanne Göbel

Friedrichshafen (kobinet) Die Plattform www.Assistenztreff.de wird derzeit umfassend überarbeitet und startet im März 2025 mit einer zentralen Neuerung: einer bundesweiten Referentenplattform. Dieses innovative Angebot soll Expertise, Fachwissen und Erfahrungen rund um Inklusion, Barrierefreiheit und die Rechte von Menschen mit Behinderung effizient vermitteln und zugänglich machen, wie Oliver Straub den kobinet-nachrichten mitteilte.

Fachtagung für mehr Barrierefreiheit im Schienenverkehr in Sachsen

Rote Straßenbahn und hellgrüner Bus im Nahverkehr
Fahrzeuge im öffentlchen Nahverkehr
Foto: Pixabay/12019

DRESDEN (kobinet) Gestern hat in der Sächsischen Aufbaubank Dresden eine offene Fachtagung zum Thema »Mehr Barrierefreiheit im ÖPNV/SPNV im Freistaat Sachsen« stattgefunden. Obwohl im § 8 Absatz 3 Satz 3 des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG) schon seit dem 2013 die Formulierung enthalten ist, dass die Nahverkehrspläne die Belange der in ihrer Mobilität oder sensorisch eingeschränkten Menschen mit dem Ziel zu berücksichtigen hat und für die Nutzung des ÖPNV bis zum 1. Januar 2022 eine vollständige Barrierefreiheit zu erreichen ist, ist das weiterhin noch nicht überall so. Fast drei Jahre nach diesem Stichtag ist Barrierefreiheit im ÖPNV/SPNV l(Öffentlicher Personennahverkehr / Schienen Personennahverkehr) ängst noch keine Selbstverständlichkeit. Auch unter diesem Gesichtspunkt hatten der Landesinklusionsbeauftragte Michael Welsch, das Projekt »ÖPNV/SPNV für alle“ der Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe Sachsen sowie das Projekt »ÖPNV für alle« – Region Südwestsachsen – des Sozialverbands VdK Sachsen zu diesem Fachtag eingeladen.

Wenn beim Gespräch über Katastrophenschutz die Alarmsirenen schrillen

Dennis Sonne und Herbert Reul unter dem Regenschirm
Dennis Sonne und Herbert Reul unter dem Regenschirm
Foto: privat

Düsseldorf (kobinet)

„Stell dir vor, du hast einen Termin mit Minister Herbert Reul im vierten Stock des Innenministeriums, sprichst mit ihm über Katastrophenschutz und dann schrillen die Alarmsirenen – Evakuierung!!! Und wenn du dir dann noch vorstellst, du bist Rollstuhlnutzer, dann weißt du in etwa, was ich gestern erlebt habe“, dies berichtete der Landtagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen, Dennis Sonne, vor kurzem auf seinem Facebook-Account. „Ein dampfender Wasserkocher hat am Montag in Düsseldorf zur Evakuierung des Innenministerium geführt. Ein Landtagsabgeordneter der Grünen musste aus seinem Rollstuhl gehoben und vier Stockwerke heruntergetragen werden“, heißt es in einem Beitrag der Rheinischen Post zu dem von Dennis Sonne beschriebenen Erlebnis.

MDR Beitrag zur unzureichenden barrierefreien ärztlichen Versorgung

Mo Urban und Arne Frankenstein im mdr-Beitrag
Mo Urban und Arne Frankenstein im mdr-Beitrag
Foto: mdr

Bremen (kobinet) Seit einigen Tagen steht der MDR Beitrag „Barrierefrei zum Arzt?“ in der ARD Mediathek zur Verfügung. Gina Rühl will wissen, warum sich zu wenig bewegt, wo behinderte Menschen überhaupt barrierefreie Hilfe finden und welche Lösungen aktuell debattiert werden. In dem Film richten unter anderem der Landesbehindertenbeauftragte von Bremen, Arne Frankenstein, und Dr. Mo Urban vom Arbeitsstab der Landesfrauenbeauftragten von Bremen den Blick auf die barrierefreie gynäkologische Versorgung im Land Bremen und die vor kurzem dazu durchgeführte Studie. Der gesamte Film ist eindrucksvoll und sehenswert, ab Minute 15:30 geht es in dem Film konkret um die Situation im Land Bremen und die Studie.

Selbstbestimmung stärken – Für eine Umsetzung und Weiterentwicklung des Bundesteilhabegesetzes

Logo des Gesamtverband des Paritätischen
Logo des Gesamtverband des Paritätischen
Foto: Paritätischer Gesamtverband

Berlin (kobinet)

Die Diskussion um die Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes wird seit Jahren intensiv geführt – auch weil sich die Weiterentwicklung der Teilhabeleistungen für Menschen mit Behinderungen nicht wie erhofft auch im Leben der Leistungsberechtigten auswirkt. Der Paritätische beteiligt sich nun mit einer umfassenden Positionierung an der Debatte. „Zentrales Ziel des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) war im Jahr 2016 die Entwicklung eines modernen Teilhaberechts. Vor dem Hintergrund der Vorgaben der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UN-BRK) sollten Teilhabeleistungen personenzentriert und wie aus einer Hand erbracht werden. Menschen mit Behinderungen sollten in die Lage versetzt werden, ihr Leben ihren persönlichen Wünschen entsprechend zu planen und zu gestalten. Gleichzeitig sollten Ausgaben im Rahmen der Eingliederungshilfe nicht steigen“, heißt es auf der Internetseite des Paritätischen zur am 17. Dezember 2024 veröffentlichten Positionspapiers des Verbandes.

Rettungsschirm für Kinder und Jugendliche

Aufgespannter blauer Schirm unter dem sehr viele Menschen stehen
Rettungsschirm für viel
Foto: geralt In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

BERLIN (kobinet) Ein breites Bündnis von rund 200 Organisationen, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Akteurinnen und Akteuren der Jugendarbeit fordern eine krisenfeste und zukunftsfähige Entwicklungsperspektive für Kinder und Jugendliche in Deutschland. In einem heute veröffentlichten Appell fordert das Bündnis vor allem eine Stärkung der Kinderrechte, eine Absicherung der offenen Kinder- und Jugendarbeit sowie eine bessere vorschulische und schulische Bildung auf der Basis einer Verbesserung der sozialen Rahmenbedingungen für das Aufwachsen der jungen Generation.

Licht und Schatten bei Blindengelderhöhung im Saarland und in Schleswig-Holstein

Geldscheine
Budget, Geldscheine
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) In zwei Bundesländern steht eine Erhöhung des Blindengeldes bevor. Darauf macht der Informationsdienst des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) dbsv-direkt aufmerksam. „Der Landtag des Saarlandes hat am 4. Dezember Änderungen beim Landesblindengeld beschlossen. Aus der bisherigen Blindheitshilfe wird ein Teilhabegeld mit verbesserten Leistungen für blinde Menschen. So steigt das Blindengeld ab 2026 um 10 Euro auf 460 Euro monatlich und ab 2027 um weitere 10 Euro auf 470 Euro. Minderjährige erhalten ab 2026 monatlich 327 Euro, ab 2027 sind es 337 Euro. Neu eingeführt wird ab dem 1. Juli 2025 ein Taubblindengeld, das monatlich 675 Euro für Erwachsene und 476 Euro für Minderjährige beträgt. Auch das Taubblindengeld erhöht sich 2026 und 2027 um jeweils 10 Euro monatlich“, heißt es im Bericht von dbsv-direkt.

BeB fordert entschlossene Maßnahmen für soziale Sicherung und wirtschaftliche Stabilität

Symbol Ausrufezeichen
Symbol Ausrufezeichen mit Schatten
Foto: ht

Berlin (kobinet) Der Wahlkampf für die Bundestagswahl 2025 ist mittlerweile in vollem Gange. Der evangelische Bundesfachverband für Teilhabe (BeB) hat bereits seine zentralen Forderungen an die demokratischen Parteien übermittelt. Der BeB setzt sich mit Nachdruck für eine Politik ein, die wirtschaftliche Stabilität und soziale Sicherung mit der Teilhabe und Inklusion von Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung verbindet. Der bevorstehende Wahlkampf bietet die Chance, Menschlichkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt wieder stärker in den Fokus der politischen Agenda zu rücken, heißt es in einer Presseinformation des BeB.

Netzwerk Inklusive Ausbildung Hessen

Landkarte Lage Hessen in Deutschland
Deutschland Lage Hessen
Foto: Gemeinfrei https://de.wikipedia.org/wiki/Flaggen_und_Wappen_der_L%C3%A4nder_der_Bundesrepublik_Deutschland

Wiesbaden (kobinet) „Wie schaffen wir es, mehr Menschen mit Behinderungen in eine Ausbildung zu vermitteln? Ein Teil der Antwort lautet: Indem wir möglichst viele Akteure dazu in Austausch bringen. Zu diesem Zweck wurde das Netzwerk „Inklusive Ausbildung Hessen“ gegründet. Daran beteiligt sind u.a. die Landesarbeitsgemeinschaft Inklusionsfirmen Hessen (LAG IF Hessen), der Landeswohlfahrtsverband Hessen (LWV), die Fachberatung für Arbeits- und Firmenprojekte (FAF) sowie hessische Inklusionsbetriebe. Es ist das dritte lokale Netzwerk, das im Rahmen der Ausbildungsoffensive der Bundesarbeitsgemeinschaft Inklusionsfirmen (bag if) initiiert wurde. Insgesamt sind sieben Netzwerktreffen und ein Fachtag geplant.“ Darauf hat der hessische Landesbehindertenbeauftragte Andreas Winkel in seinem Newsletter aufmerksam gemacht.

Aktion Keiner allein an Weihnachten

Weihnachtsbaum
Weihnachtsbaum
Foto: privat

Kassel (kobinet) Unter dem Motto „Keiner allein an Weihnachten – Gemeinsame Festtage mit Meet5“ organisiert die Community-App für die Generation 40+ in diesem Jahr Hunderte von Spaziergängen an Heiligabend sowie an den Weihnachtsfeiertagen. Die Aktion bringt Menschen zusammen, die ihre Festtage aktiv und in Gesellschaft erleben wollen. Über 15.000 Teilnehmer*innen und 2.000 Weihnachtstreffen stehen deutschlandweit auf dem Programm.

Haushalt des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen für 2025 eingebracht

Buchstaben LWH Hessen mit  liegendem Semikolon als angedeutetes Lächeln auf weißem Grund
LWV Hessen
Foto: gemeinfrei

Kassel (kobinet) Ausgaben in Höhe von 2,537 Milliarden Euro sieht der Haushalt 2025 des Landeswohlfahrtsverbandes (LWV) Hessen vor, den Kämmerer Dieter Schütz am 18. Dezember 2024 in Kassel in die Verbandsversammlung eingebracht hat. Im Vergleich zu 2024 sind das rund 157,7 Millionen Euro mehr, die zur Erfüllung der hessenweiten sozialen Aufgaben eingeplant sind. Dazu zählen insbesondere die Unterstützungsleistungen für die rund 64.200 Menschen mit Behinderungen in Hessen (Eingliederungshilfe) und die überörtliche Sozialhilfe. Allein für diese beiden Bereiche werden rund 2,106 Milliarden Euro benötigt. Die hauptsächlichen Gründe für die erneut gestiegenen Ausgaben sind Tariferhöhungen und immer mehr Menschen – in 2025 rund 1.000 mehr als in 2024 –, die einen gesetzlichen Anspruch auf Leistungen des LWV haben. Für dessen Träger, die 21 hessischen Landkreise und fünf kreisfreien Städte, steigt die Verbandsumlage auf 1,961 Milliarden Euro, was einem Hebesatz von 11,343 Prozent entspricht.