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Selbstbestimmt Leben in Europa

Logo: ENIL - European Network on Independent Living
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Foto: ENIL

Brüssel (kobinet) Das Europäische Netzwerk zum selbstbestimmten Leben behinderter Menschen (ENIL) hat mit Behindertenaktivt*innen aus ganz Europa Interviews geführt. Es gibt Einblicke in die Lage behinderter Menschen in Schweden, Spanien, Griechenland, Portugal, Slowenien, Irland, Großbritannien, Serbien, Frankreich, Bosnien und Herzegovina, Bulgarien und Norwegen in englischer Sprache mit Untertiteln. Darauf weist die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL), die Mitglied bei ENIL ist, in ihrem neuesten Newsletter hin.

Assistenzhundeverordnung schafft neue Rahmenbedingungen

Symbol Paragraph

Berlin (kobinet) Im am 9. Juni 2021 verkündeten Teilhabestärkungsgesetz wurden auch einige Regelungen zur Nichtdiskriminierung bei der Nutzung von Assistenzhunden und zum Thema Assistenzhunde generell mit aufgenommen. Ende Dezember 2022 hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales eine entsprechende Verordnung zu Assistenzhunden – die Assistenzhundeverordnung – veröffentlicht.

Forum und Fachstelle Inklusion in Tübingen such Mitarbeiter*in

Symbol Fragezeichen

Tübingen (kobinet) Das SOZIALFORUM TÜBINGEN ist aktiv für Selbsthilfe, Inklusion und soziale Vereine in Tübingen und Umgebung. Es gibt halbjährlich die Zeitschrift „Handeln & Helfen“ heraus. Elvira Martin hat die Behindertenpolitik mit ihrer Tätigkeit im Verein über Jahrzehnte in und über die Grenzen Tübingens hinaus geprägt. Der Verein sucht nun zum 1. Juni 2023 eine Sozial-/Pädagogische Fachkraft für seinen Bereich FORUM & Fachstelle INKLUSION im Umfang von bis zu 29,25 Stunden/Woche. Eine entsprechende Stellenausschreibung wurde auf der Internetseite des Vereins eingestellt.

Umsetzung des Intensivpflege- und Rehabilitationsstärkungsgesetzes muss aufgeschoben werden

Symbol Information

Oberhaching (kobinet) Der Aufschub des Intensivpflege- und Rehabilitationsstärkungsgesetzes, kurz GKV-IPReG, bis die notwendigen Versorgungsstrukturen vorhanden sind, war eine der zentralen Forderungen bei der Veranstaltung „Quo vadis außerklinische Intensivversorgung? – Wie kann eine bedarfsgerechte Versorgung gewährleistet werden?“ am 28. Februar 2023 mit 120 Teilnehmenden und 100 Video-Zuschaltungen im Hotel Adlon in Berlin. Christoph Jaschke hat den kobinet-nachrichten nun einen Bericht über die Veranstaltung und die Forderungen geschickt.

Gleichberechtigung misst sich auch am Umgang mit Frauen mit Behinderungen

Symbol Ausrufezeichen

Dresden (kobinet) Anlässlich des heutigen Weltfrauentages hat der sächsische Landesbeauftragte für Inklusion der Menschen mit Behinderungen, Michael Welsch, auf die besondere Situation von Frauen und Mädchen mit Behinderungen aufmerksam gemacht. Diese Bevölkerungsgruppe erleidet aktuellen Studien der Weltgesundheitsorganisation WHO zufolge etwa zehnmal so oft sexuelle Gewalt wie weibliche Personen ohne Behinderung, heißt es in einer Presseinformation des Beauftragten, der deutlich macht, dass sich die Gleichberechtigung auch am Umgang mit Frauen mit Behinderungen misst.

Lotsen erleichtern Einstellung und Beschäftigung

Zwei stilisierte Personen an einem Wegweiser,  der in verschiedene Richtungen weist
Guter Rat ist hilfreich
Foto: Pixabay/Peggy_Marco

MÜNSTER (kobinet) Die Beratung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern hat in Westfalen-Lippe eine mehr als 25 Jahren Tradition. Auf diesem Weg informieren die Kammern, die Integrationsfachdienste und das LWL Inklusionsamt Arbeit zur beruflichen Teilhabe von Menschen mit Schwerbehinderung. Mit den einheitlichen Ansprechstellen für Arbeitgeber wurden die bestehenden Beratungsangebote unter einem neuen einheitlichen Namen gebündelt und weiter ausgebaut. Seit dem 1. Januar 2023 informieren, beraten und unterstützen die einheitlichen Ansprechstellen für Arbeitgeber (EAA) als Lotsen Unternehmen in Westfalen-Lippe bei Fragen zur Ausbildung, Einstellung und Beschäftigung von Menschen mit Behinderung.

Richtlinie für gerechte Kulturförderung erschienen

Zwei Masekn mit je einem lachendem und einem  traurigen Gesicht
Kultur zeigt immer alle Gesichter des Lebens
Foto: Pixabay/Clker-Free-Vector-Images

KÖLN (kobinet) Die Richtlinien „Gerecht gestalten: Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit für Kulturakteur:innen und Kulturnutzer:innen mit Behinderung in und durch Maßnahmen der Kulturförderung“ sind das Ergebnis des Projekts United Inclusion, mit dem sich Un-Label von März 2021 bis Dezember 2022 der Frage widmete, wie Kunst- und Kulturförderung die künstlerische Aktivität und Teilhabe von Menschen mit Behinderung – als Kulturschaffende ebenso wie als Publikum – effektiv befördern kann. In den Richtlinien finden sich jede Menge konkrete Ansatzpunkte und Ideen, wie durch die Neuakzentuierung von Fördermaßnahmen Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit für Antragstellende und Kulturpublikum mit Behinderung hergestellt werden kann.

Forderung nach Turbo beim Wohnungsbau

Bild zeigt eine Wohnnungsbaustelle mit Gerüsten und einem Bagger
Mehr Wohnungsbau ist dringend notwendig
Foto: Pixabay/SatyaPrem

DÜSSELDORF (kobinet) Nicht nur Verbände wie der Sozialverband VdK, sondern auch die Fraktionen im NRW-Landtag, diskutieren intensiv über neue Lösungsversuche für mehr bezahlbaren Wohnungen. Nach Berechnungen der NRW-Wohnungsmarktprognose fehlen derzeit schon 438.000 barrierefreie Wohnungen. Weitere 672.320 altersgerechte Wohnungen müssten demnach bis 2040 entstehen, um den Bedarf zu decken. Betroffen ist das ganze Bundesland, denn in allen Kreisen und Städten steigt die Zahl der Haushalte mit älteren Menschen.

Ihr könnt nicht auf uns verzichten

Plakat zum Internationalen Frauentag 2023
Plakat zum Internationalen Frauentag 2023
Foto: NETZWERK NRW

Münster (kobinet) Zum Internationalen Frauentag 2023 fordert das Netzwerk Frauen und Mädchen mit Behinderung / chronischer Erkrankung NRW (Netzwerk NRW), Zugangsbarrieren zum allgemeinen Arbeitsmarkt abzubauen und Frauen mit Behinderung in der Gleichstellungspolitik systematisch zu berücksichtigen. Netzwerk-Sprecherin Claudia Seipelt-Holtmann betont: „Als Frauen mit Behinderung sind wir auch Kämpfer*innen, Partner*innen, Berufstätige, Mütter, Alltagsmanager*innen – und beteiligen uns seit jeher an Gleichstellungsdebatten. Aber immer wieder müssen wir einfordern, überhaupt gesehen zu werden.“ Unter dem Motto „Ihr könnt nicht auf uns verzichten!“ fordern Frauen mit Behinderung aus Nordrhein-Westfalen daher Gleichstellung und Zugang zum Arbeitsmarkt.

Mehr als ein Drittel aller Frauen mit Behinderung sorgt sich um ihre finanzielle Situation

Logo: Aktion Mensch
Logo: Aktion Mensch
Foto: Aktion Mensch

Bonn (kobinet) Mehr als jede dritte Frau mit Behinderung in Deutschland zeigt sich um ihre finanzielle Situation besorgt. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage der Aktion Mensch anlässlich des Weltfrauentags, der heute am 8. März begangen wird. Für die Erhebung wurden Frauen mit und ohne Behinderung sowie die entsprechenden männlichen Bevölkerungsgruppen zu ihren derzeit größten Ängsten befragt. Insgesamt 34 Prozent der Frauen mit Behinderung nannten die Gefahr einer finanziellen Notlage als die dominierende Sorge – im Gruppenvergleich ist die Angst bei Frauen mit Behinderung damit am stärksten ausgeprägt.

Neue Berliner Koalition muss sich klar zur UN-Behindertenrechtskonvention bekennen

Logo Deutsches Institut für Menschenrechte
Logo Deutsches Institut für Menschenrechte
Foto: Von Institut für Menschenrechte – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0

Berlin (kobinet) Nach den Wiederholungswahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus am 12. Februar und den angekündigten Koalitionsverhandlungen zwischen SPD und CDU fordert das Deutsche Institut für Menschenrechte von dem neuen Regierungsbündnis ein klares Bekenntnis zur UN-Behindertenrechtskonvention und zu antidiskriminierungsrechtlichen Maßstäben. Bei den anstehenden Gesprächen sollten die verhandelnden Parteien bei allen politischen Herausforderungen die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention berücksichtigen und zu allen bestehenden Umsetzungsproblemen Vorhaben im Regierungsprogramm für die verbleibenden drei Jahre bis zum Ende der Legislatur aufnehmen.

Checkliste für wirksamen Gewaltschutz in der Eingliederungshilfe

Michaela Pries
Michaela Pries
Foto: Michaela Pries

Kiel (kobinet) „Wirksamer Gewaltschutz in der Eingliederungshilfe“, so lautet der Titel einer Broschüre, die von der Landesbehindertenbeauftragten von Schleswig-Holstein und dem Institut für Gewaltprävention (PETZE) herausgegeben wurde. Dabei geht es um eine Checkliste zur Implementierung und Bewertung wirksamer Gewaltschutzkonzepte nach § 37a SGB IX auf Grundlage der UN-Behindertenrechtskonvention und basierend auf den Handlungsleitlinien der Arbeitsgruppe 33 des Landespräventionsrates von Schleswig-Holstein, wie es im Untertitel der Broschüre heißt. Die Broschüre gibt es auch in Leichter Sprache.

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit: SoVD übergab Forderungen an die Politik

Foto Geld
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Foto: Irina Tischer

Hannover (kobinet) Umsonst arbeiten? Für Frauen in Niedersachsen ist das leider 66 Tage lang im Jahr die traurige Realität. Denn: Noch immer verdienen sie im Durchschnitt 18 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen, obwohl sie gleiche oder gleichwertige Arbeit leisten. Am Aktionstag zum „Equal Pay Day“ am 7. März hat der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen deshalb bei einer Demonstration vor dem Sozialministerium auf diese Ungleichheit hingewiesen und seine Forderungen an die Politik übergeben.

Service für Arbeitgeber, die schwerbehinderte Menschen beschäftigen (wollen)

Landkarte der EAAs in Mecklenburg-Vorpommern
Landkarte der EAAs in Mecklenburg-Vorpommern
Foto: Sozialministerium MV

Schwerin (kobinet) Für alle Themen rund um die Beschäftigung schwerbehinderter Menschen stehen Arbeitgebern in Mecklenburg-Vorpommern jetzt vier Einheitliche Ansprechstellen für Arbeitgeber, kurz EAA, zur Verfügung. Dies teilte das Sozialministerium von Mecklenburg-Vorpommern mit.

ABS klagt gegen EUTB- Vergabe

Paragraphenzeichen, Waage und Hammer
Hoffen auf ein entsprechendes Urteil
Foto: Pixabay/succo

STUTTGART (kobinet) Seit Jahresbeginn hat sich mit der Neuvergabe der EUTB – Beratungsstellen die Beratungslandschaft für Menschen mit Beeinträchtigungen verändert, das jedoch, so das ABS – Zentrum selbstbestimmt Leben, leider nicht immer zum Vorteil der Ratsuchenden. Deshalb hat sich ABS – ZsL e.V. entschlossen, in einem Verfahren vor dem Berliner Verwaltungsgericht gegen die Vergabeentscheidung der Gesellschaft für soziale Unternehmensberatung (gsub) zu klagen.

Frauen mit Behinderung stärker beteiligen

Wandtatoo Logo und Schrift Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e. v. - ISL
Wand Tatoo ISL
Foto: ISL

HÜRTH (kobinet) Anlässlich des internationalen Frauentags am morgigen 8. März macht die Lebenshilfe Nordrhein-Westfalen auf die Situation von Frauen mit Behinderung in diesem Bundesland aufmerksam. Zugleich fordert dieser Verband, wirksame Schritt zu unternehmen, um der Gewaltausübung sowie der Armut unter Frauen mit Behinderungen wirksamer entgegenzuwirken.

Stimmen zum Tod der US-Behindertenrechtlerin Judith Heumann

Zwei Bilder von Judith Heumann
Zwei Bilder von Judith Heumann
Foto: privat

Kassel (kobinet) Der Tod der US-amerikanischen Behindertenrechtlerin Judith Heumann, die immer wieder auch Deutschland besucht hat, berührt viele Menschen weltweit. Mittlerweile steht fest, dass die Trauerfeier am 8. März um 16:00 Uhr deutsche Zeit stattfindet, an der auch eine Online-Teilnahme möglich ist. Neben vielen großen Medien in den USA und in anderen Ländern, haben sich auch der US-Präsident Joe Biden und die Vize-Präsidentin Kamala Harris zum Tod von Judith Heumann zu Wort gemeldet. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul hat einige Stimmen aus Europa zum Tod der Behindertenrechtlerin von Menschen eingefangen, die den Weg von Judith Heumann, wie er selbst, kreuzen durften.

Weibernetz fordert intersektionale Gleichstellungsstrategie

Brigitte Faber
Brigitte Faber
Foto: Weibernetz

Kassel (kobinet) Im Vorfeld des Internationalen Frauentages fordert die Politische Interessenvertretung behinderter Frauen im Weibernetz eine grundlegend intersektional ausgerichtete Gleichstellungspolitik. „Im Koalitionsvertrag der Ampelkoalition ist eine ressortübergreifende Gleichstellungsstrategie, ein Gleichstellungs-Check für künftige Gesetze und Maßnahmen, die Schließung des Gender Data Gap, zum Beispiel im Gesundheitsbereich und ein Gender-Budgeting benannt. Das Weibernetz begrüßt jede dieser Maßnahmen. Sie müssen jetzt angegangen werden. Dabei müssen alle Mädchen und Frauen in den Blick genommen werden“, fordert Brigitte Faber, Projektleiterin beim Verein Weibernetz.

Breit aufgestelltes Engagement für Inklusion in Schleswig-Holstein

Bild vom Treffen mit dem Team der schleswig-holsteinischen Landesbehindertenbeauftragten
Bild vom Treffen mit dem Team der schleswig-holsteinischen Landesbehindertenbeauftragten
Foto: LB Schleswig-Holstein

Kiel (kobinet) Auf Einladung der Landesbehindertenbeauftragten von Schleswig-Holstein, Michaela Pries, machte kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul am 6. März bei seiner Tour durch den Norden der Republik auch Station in Kiel. Zusammen mit Susanne Göbel vom Projekt „Gute Nachrichten zur Inklusion“ des NETZWERK ARTIKEL 3 wurden mit der Beauftragten und einigen Mitarbeiterinnen ihres Teams eine Reihe von Themen und Projekten angesprochen, die derzeit die Behindertenpolitik des Landes Schleswig-Holstein bestimmen. Deutlich wurde dabei, dass Michaela Pries ein starkes Team mit insgesamt elf Mitarbeitenden um sich geschart hat, die sich unabhängig und engagiert für Inklusion und Gleichstellung stark machen.

Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen anhaltend hoch

Verschiedene Zahlen bunt gemischt
Verschiedene Zahlen bunt gemischt
Foto: Susanne Göbel

Nürnberg (kobinet) Die Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen ist anhaltend hoch. Dies zeigen die neuesten Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. Im Februar 2023 waren in Deutschland 166.507 behinderte Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind fast 1.000 mehr als im Januar 2023 und nur 2.300 wenige als im Februar 2022. Vor Beginn der Corona-Pandemie im Februar 2020 waren noch 159.074 behinderte Menschen bei der Bundesagentur für Arbeit arbeitslos gemeldet, also über 7.000 weniger als derzeit. Bedenkt man, dass darüber hinaus ca. 320.000 behinderte Menschen in Werkstätten für behinderte Menschen weit unter dem Mindestlohn und ohne echte Chancen für eine Integration auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt tätig sind, wird der Handlungsdruck der Politik für ein gutes Gesetz zur Förderung eines inklusiven Arbeitsmarkts überdeutlich.

100 Prozent behinderte Beschäftigte im ZsL Nord

Ein Leuchtturm rot-weiß gestreift mit 2 Häuschen an der Nordsee
Banner mit Leuchtturm: Gemeinsam für Inklusion im Norden
Foto: ZsL Nord

Kiel (kobinet) Während der Deutsche Bundestag derzeit einen Gesetzentwurf zur Förderung eines inklusiven Arbeitsmarkts berät, gibt es im hohen Norden der Republik Beispiele, die zeigen, dass die Inklusion behinderter Menschen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt gelingen kann, wenn der Wille dazu vorhanden ist und die Unterstützung stimmt. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul erfuhr im Rahmen seiner Tour auf der Suche nach guten Nachrichten zur Inklusion durch Schlewswig-Holstein von der Geschäftsführerin des Zentrum für selbstbestimmtes Leben Norddeutschland (ZsL Nord), Janine Kolbig, was dort in den letzten sechs Jahren seit der Gründung des Vereins geschafft wurde. Von den 20 Beschäftigten des Vereins haben alle eine Behinderung – und weitere Stellen sind derzeit ausgeschrieben, für die auch behinderte Beschäftigte gesucht werden.

Judith Heumann wollte ein barrierefreies Deutschland erleben

Judith Heumann und Ursula von der Leyen 2011
Judith Heumann und Ursula von der Leyen 2011
Foto: privat

Berlin (kobinet) „Judith Heumann ist tot, welch ein Verlust! Was hätten wir noch alles von ihr lernen können und wollen“, sagt die ehemalige ISL-Geschäftsführerin und Behindertenaktivistin, Dr. Sigrid Arnade, zum Tod der US-amerikanischen Ikone der Behindertenbewegung. Judith Heumann war eine treibende Kraft in der US-amerikanischen Gleichstellungsbewegung behinderter Menschen, die 1990 mit der Unterzeichnung des „Americans with Disabilities Act – ADA“ ihren größten Erfolg feierte. „Gleichzeitig war sie Vorbild und Inspiration für viele behinderte Menschen weltweit auf ihrem Weg vom Fürsorgeobjekt zum Menschenrechtssubjekt“, fasst Arnade Heumanns Einfluss auf die deutsche Behindertenbewegung zusammen. „Wir werden sie vermissen!“

Kongress Armut und Gesundheit 2023 eröffnet

Logo des Kongress Armut und Gesundheit Gemeinsam Wandel gestalten
Logo des Kongress Armut und Gesundheit
Foto: Kongress Armut und Gesundheit

München (kobinet) Heute begann in Berlin der Online Kongress Armut und Gesundheit 2023 mit Videobotschaften des Bundesminister für Gesundheit und Schirmherr des Kongresses Prof. Dr. Karl Lauterbach und der Regierenden Bürgermeisterin von Berlin, ebenfalls Schirmherrin des Kongresses Franziska Giffey. Heute und morgen treffen sich an die 1850 Teilnehmer*innen online, um an zahlreichen Arbeitsgruppen teilzunehmen.

100 Episoden IGEL-Podcast und noch kein bisschen müde

Logo des Podcast IGEL: Inklusion Ganz EInfach Leben
Logo des Podcast IGEL
Foto: Sascha Lang

Bad Segeberg (kobinet) Am 2. März 2023 wurde die 100. Episode des IGEL-Podcast von Sascha Lang ausgestrahlt. Zu Gast waren Jennifer Sonntag, Raul Krauthausen, Matthias Klaus und Ottmar Miles-Paul für das Gespräch über die Erfahrungen behinderter Medienmacher*innen. Dass Sascha Lang nach der 100. Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) noch längst nicht müde ist, das wurde bei einem Besuch von kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul in Bad Segeberg deutlich. Bei einem leckeren Kaffee und Kuchen wurden Pläne für die Zukunft geschmiedet und Erfahrungen ausgetauscht.

Gemeinsam aufs Eis

Logo: Aktion Mensch
Logo: Aktion Mensch
Foto: Aktion Mensch

Bad Nauheim (kobinet) Auch wenn viele mittlerweile auf den Frühling warten, trauen sich noch einige auf’s Eis, so auch in Bad Nauheim, wo nun ein inklusiveres Erlebnis auf der kalten Oberfläche möglich ist. „Draufrollen, festschnallen und losfahren. Mithilfe von zwei Eisgleitern können in Bad Nauheim Menschen mit und ohne Behinderung nun gemeinsam übers Eis rasen“, teilt die Aktion Mensch in ihrem neuesten Newsletter mit. Wie Inklusion bei diesem Hobby ganz einfach funktionieren kann, zeigt ein Projektfilm.

Orientierung zu Rehabilitation und Teilhabe mit der App Teilhabeberatung

Logo der Fachstelle EUTB
Logo der Fachstelle EUTB
Foto: Fachstelle EUTB

Berlin (kobinet) Neben der Webseite www.teilhabeberatung.de ist die App „Teilhabeberatung“ seit 2018 ein wichtiges Instrument, um Ratsuchenden und Angehörigen schnell und unkompliziert Lösungen auf ihre Fragen rund um Rehabilitation, Teilhabe und Inklusion anzubieten. Dabei war es von an Anfang wichtig, die Bedürfnisse der Zielgruppen zu kennen und einzuarbeiten. In ihrem aktuellen Newsletter weist die Fachstelle Ergänende unabhängige Teilhabeberatung auf dieses Angebot hin und bietet auf ihrer Internetseite Details zur App.

Momentaufnahme 295

Eine alte Frau hat ihr Gesicht mit den Händen bedeckte
Eine alte Frau
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Um zu lernen was nottut, ist kein Alter zu alt. (Augustinus Aurelius)

Nächster „Tag des barrierefreien Tourismus“ kommt als online Veranstaltung

Wasser Berlin 2011 (Eingang Messe Süd) von Assenmacher

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BERLIN (kobinet) Mit dem Beginn der Reisesaison des Jahres treffen sich Touristiker aus aller Welt wieder zur Tourismus-Messe ITB in Berlin. Wie in früheren Jahren findet in diesem Zusammenhang auch wieder der „Tag des Barrierefreien Tourismus“ statt. Diese zum 11.Mal stattfindende Veranstaltung gibt es in diesem Jahr jedoch nur als Online-Veranstaltung und nicht mehr unmittelbar in Verbindung zur ITB sondern eine Woche später, am 17. März 2023.

Danke Judith Heumann

Zwei Bilder von Judith Heumann
Zwei Bilder von Judith Heumann
Foto: privat

Washington, D.C / Kassel (kobinet) Das war heute kein schönes Erwachen für Ottmar Miles-Paul als er auf Facebook lesen musste, dass Judith Heumann am Nachmittag des 4. März 2023 in Washington, D.C. verstorben ist. Da er selbst von der oft als Mutter der internationalen Independent Living Bewegung bezeichneten Judy sehr viel gelernt hat und sie ihm die Tür zur Selbstbestimmt Leben Bewegung behinderter Menschen während eines 15monatigen Aufenthalts in den USA geöffnet hat, hat der kobinet-Redakteur einen sehr persönlichen Nachruf auf die im Alter von 75 Jahren verstorbene Judith Heumann verfasst.

Wegweiser Barrierefreiheit veröffentlicht

Wegwwiser Barrierefreiheit
Wegwwiser Barrierefreiheit
Foto: KSL NRW

Dortmund (kobinet) Wie funktioniert eine barrierefreie Kommunikation? Wie lässt sich eine barrierefreie Umgebung gestalten? Wie funktionieren barrierefreie Veranstaltungen? Was bedeutet barrierefreies Arbeiten, Wohnen und Reisen? Wie funktioniert eine barrierefreie Verwaltung? Wo gibt es vertiefende Informationen zur Barrierefreiheit? Antworten auf diese Fragen liefert der neue „Wegweiser Barrierefreiheit“ der Kompetenzzentren Selbstbestimmt Leben in Nordrhein-Westfalen (KSL.NRW) und der Agentur Barrierefrei NRW. Die KSL-Konkret #6 bündelt wichtige Informationen, wie sich Barrierefreiheit in vielen Lebenswelten umsetzen lässt, und richtet sich sowohl an alle Themen-Neulinge als auch an Expert*innen.

Minimale Verbesserungen statt großer Wurf für inklusiven Arbeitsmarkt

Portraitfoto des Bundestagsabgeordneten Sören Pellmann
Sören Pellmann, Die Linke, MdB
Foto: Inga Haar / Deutscher Bundestag

Berlin (kobinet) „Noch immer sind Menschen mit Behinderungen häufiger und länger von Arbeitslosigkeit bedroht als andere. Oftmals verhindern längst überholte Vorurteile deren Anstellungen. Dies führt dazu, dass immer noch knapp ein Viertel der Arbeitgeber keinen einzigen Menschen mit Behinderung beschäftigen. 2023 eine echte Sauerei!“, erklärte Sören Pellmann, Sprecher für Inklusion und Teilhabe der Linksfraktion im Zusammenhang mit der Debatte zum Gesetzentwurf zur Förderung eines inklusiven Arbeitsmarkts am 2. März im Deutschen Bundestag. Der Gesetzentwurf biete lediglich minimale Verbesserungen statt einen großen Wurf für einen inklusiven Arbeitsmarkt.

Gute Noten für Berliner Behindertenparlament

Berliner Behindertenparlament am 3.12.22
Berliner Behindertenparlament am 3.12.22
Foto: Berliner Behindertenparlament

BERLIN (kobinet) ‚Berliner Politik inklusiv gestalten‘ das die Mission des Berliner Behindertenparlaments (BBP), das am 3. Dezember 2022 zum ersten Mal im Abgeordnetenhaus von Berlin getagt hatte. Die nun vorliegenden Ergebnisse der anonymen Online-Befragung belegen: Das Versprechen auf politische Teilhabe konnte das Organisationsteam um den Initiator Christian Specht, Selbstvertreter und Mitglied im Vorstand des Lebenshilfe Berlin e.V, weitgehend einlösen.

Termin für nächste nationalen Special Olympics Deutschland entschieden

Schneemann Flocke in der Ferienregion Oberhof von oberhoftourismus

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BERLIN (kobinet) Aktuell bereitet sich Special Olympics Deutschland vor allem auf die Special Olympics World Games 2023 in Berlin vor. Zugleich wird das nächste große Sportereignis für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung in s Auge gefasst: Die nächsten die Nationalen Winterspiele von Special Olympics. Sie werden vom 29. Januar bis zum 02. Februar 2024 in Thüringen stattfinden. Zentrum der Wettbewerbe sind der Wintersportort Oberhof sowie Erfurt und Weimar.

40+2 Jahre Behindertenbeirat in der Landeshauptstadt Kiel

Daumen hoch
Daumen hoch
Foto: Irina Tischer

Kiel (kobinet) Es darf wieder gefeiert werden und Jubiläen, die während der Corona-Zeit nicht entsprechend begangen werden konnten, werden jetzt nachgeholt. So auch in Kiel. Dort feiert am Sonntag, den 5. März, der Beirat für Menschen mit Behinderung der Landeshauptstadt Kiel sein 40-jähriges Jubiläum aus dem Jahr 2021 nach. Unter dem Motto „Wir sind immer noch da – Das feiern wir!“ wird die langjährige Beiratsarbeit mit einem bunten Programm gewürdigt. Dass es in Kiel schon seit 42 Jahren einen Behindertenbeirat gibt, während andere Kommunen zum Teil immer noch kein solches Selbstvertretungsgremium haben, das ist für Ottmar Miles-Paul, der sich derzeit in Schleswig-Holstein umschaut, eine gute Nachricht zur Inklusion.

Diskriminierungsschutz reformieren

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Berlin (kobinet) Seit die Ampel-Regierung in ihrem Koalitionsvertrag festgehalten hat, das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) novellieren zu wollen, steht der rechtliche Diskriminierungsschutz in Deutschland wieder auf der politischen Agenda. Wer bringt sich mit welchen Positionen ein und welche Reformvorschläge erhalten besonders breite Zustimmung? Damit beschäftigt sich ein neues Working Paper „Diskriminierungsschutz zwischen Kontinuität und Wandel“ des Deutschen Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM) und liefert einige Antworten.

Am Wochenende wieder Sportvorbereitungslehrgänge

Logo der Special Olympic World Games Berlin 2023 - Weltkugel mit Fernsehturm
Logo der Special Olympic World Games Berlin 2023
Foto: Special Olympics World Games Berlin 2023

BERLIN (kobinet) Nachdem bereits 219 Athletinnen und Athleten des TeamSOD in die Vorbereitung eingestiegen waren, folgen nun die nächsten Lehrgänge. Die Athletinnen und Athleten aus Disziplinen Hockey, Boccia und Tischtennis starten in die Vorbereitung oder haben bereits ihren zweiten Vorbereitungslehrgang für die Special Olympics World Games Berlin 2023.

Deckungslücken bei Kosten der Unterkunft

Logo SoVD ab 2020
Logo SoVD
Foto: SoVD

DÜSSELDORF (kobinet) In Nordrhein-Westfalen kritisiert der Landesverband des Sozialverbandes Deutschland (SoVD), dass Haushalte im Bürgergeld-Bezug die Kosten der Unterkunft teilweise aus dem Regelsatz mit begleichen müssen, weil die Kommunen diese nur in „angemessenem“ Maße übernehmen. In einem Schreiben an Sozialminister Laumann kritisiert der NRW-Landesverband des Sozialverbands Deutschland neben den zu niedrigen Regelsätzen jetzt vor allem die sehr unterschiedliche Rechtsanwendung durch die Kommunen beim Thema Wohnkostenbeteiligung.

Breite Kritik an Gesetzentwurf zur Unabhängigen Patientenberatung

Mann mit weißem Haar im dunklen Anzug mit weißem Hemd und schwarzem Schlips
Pressefoto von Hubert Hüppe
Foto: René Golz

BERLIN (kobinet) Im Verlaufe der Anhörung des von Bundesgesundheitsminister Lauterbach eingebrachten Gesetzentwurf zur Unabhängigen Patientenberatung (UPD) hat sich nach den Worten des CDU-Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe, dem zuständigen Berichterstatter der Arbeitsgruppe Gesundheit der CDU/CSU, eine breite Kritik an dem Gesetzentwurf gezeigt. Wegen der späten Einbringung dieses Gesetzentwurfes und der umstrittenen UPD-Finanzierung droht der UPD aus Sicht von Hubert Hüppe ein vorübergehendes Aus.

Gesetz zur Förderung eines inklusiven Arbeitsmarkts in Bundestag eingebracht

Bundesadler im Plenarsall
Bundesadler im Plenarsall
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) „Niemand hält ein Parlament davon ab, einen sehr guten Gesetzentwurf noch besser zu machen“. Mit diesen Worten beendete Bundesarbeits- und sozialminister Hubertus Heil seinen Redebeitrag zur Vorstellung des von der Bundesregierung eingebrachten Gesetzentwurfs zur Förderung eines inklusiven Arbeitsmarkts bei der Bundestagsdebatte am 2. März. Ob am Ende ein wirklich gutes Gesetz herauskommt, welche Vorstellungen es für Verbesserungen gibt und wie die Positionen der einzelnen Bundestagsfraktionen sind, davon vermittelte die ca. 40minütige Bundestagsdebatte einen ersten Eindruck. Klar wurde bei der Debatte, die auf der Internetseite des Bundestages dokumentiert ist, dass es zum Teil sehr unterschiedliche Vorstellungen gibt, wie der Arbeitsmarkt inklusiver werden kann.

Mobile-Projekt zur begleiteten Elternschaft von Zero-Project ausgezeichnet

Bild von der Zero Preisverleihung 2023 an MOBILE
Bild von der Zero Preisverleihung 2023 an MOBILE
Foto: Pepo Schuster, austrofocus.at

Wien/Dortmund

Wien/Dortmund Die Dortmunder Vertreterinnen von MOBILE – selbstbestimmtes Leben Behinderter, Ulla Riesberg und Dr Birgit Rothenberg waren vom 21. bis zum 24. Februar in Wien, weil ihr Projekt „Begleitete Elternschaft“ mit dem Zero Project Award 2023 ausgezeichnet worden ist. Darüber hinaus waren sie von der österreichischen Abgeordneten Kira Grünberg zu der Kick-Off Veranstaltung im erst kürzlich neu eröffneten Nationalratssaal eingeladen worden. Bei dieser Veranstaltung wurden fünf ausgezeichnete Projekte von fünf Parlamentariern vorgestellt.