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Sexualität ist ein Recht für alle

Symbol Ausrufezeichen

Bremen (kobinet) Sexualität ist ein Menschenrecht. Unabhängig von einer Beeinträchtigung oder sonstigen Merkmalen sollten alle Menschen ihre körperliche, sexuelle Selbstbestimmung ausleben und frei über das eigene Sexualleben entscheiden können. Zumindest theoretisch, denn in der Wirklichkeit wird vielen Menschen dieses Recht erschwert oder gar verwehrt. Zu diesem Thema veranstaltet der Verein ProdÀrt e. V. vom 1. bis 5. Oktober 2024 den Kongress „Menschenrecht ohne Schranken“ in der Schwankhalle Bremen (Buntentorsteinweg 112/116, 28201 Bremen).

Demonstration für die Menschen mit außerklinischen Intensivversorgungsbedarfen

Logo der Deutschen Interdisziplinäre Gesellschaft für Außerklinische Beatmung und Intensivversorgung
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Foto: DIGAB

Stuttgart (kobinet) Auf dem Stuttgarter Schlossplatz fand am 19. Juli 2024 eine Demonstration mit Kundgebung statt (kobinet berichtete darüber). Der Protest richtete sich gegen das Intensivpflegegesetz bzw. gegen die Krankenkassen, die gegen die Interessen ihrer Versicherten mit den Leistungserbringern streiten.

Bundesbehindertenbeauftragter taucht in den Alltag taubblinder Menschen ein

Ein Junge mit einem Hörgerät wird von einem Mann in einem hellen Anzug freundlich begrüß
Der taubblinde Schüler Lucas begrüßt Jürgen Dusel mithilfe von taktilen Gebärden.
Foto: Thomas Kandert

WÜRZBURG (kobinet) Bei einem Besuch im Blindeninstitut Würzburg bekam der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung, Jürgen Dusel, persönliche Einblicke in den Alltag taubblinder und hörsehbehinderter Menschen. Er konnte erfahren, wie Kinder lernen, die weder sehen noch hören können und was ein taubblinder Mensch braucht, um in einer Werkstatt. arbeiten zu können. Die Blindeninstitutsstiftung ist seit über 45 Jahren eines von wenigen Kompetenzzentren für Taubblindheit in Deutschland.

Versehen oder doch Absicht?

Logo ForseA Schriftzug
Logo ForseA
Foto: ForseA

Hollenbach (kobinet) Der Bundesverband Forum selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen ForseA e.V. stellte in seiner Beratungsarbeit fest, dass immer mehr ältere Menschen erstmals Leistungen zur Finanzierung der personellen Unterstützung benötigen. Wurden sie vorher noch von der Familie oder von Ehegatten versorgt, endete diese oft abrupt, weil wegen dortiger Alterserscheinung oder gar Tod diese Assistenz nicht mehr fortgeführt werden konnte. Oftmals rächt sich dann die späte Antragstellung, weil jenseits der Regelaltersgrenze die Einkommens- und Vermögensanrechnungen, deren Legalität ohnehin nicht nur von ForseA angezweifelt wird, nach dem SGB XII und nicht nach der günstigeren Regelung des SGB IX vorgenommen wird.

Klare Stellung gegen Streumunition gefordert

Blaue Hand, Finger bilden die Buchstaben HI, rechts daneben handicap international
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Foto: HI

MÜNCHEN (kobinet) Nachdem der ARD-Sendung „Panorama“ zufolge in einem US-Depot in Deutschland Streumunition gelagert wird und bereits durch Deutschland in die Ukraine geliefert wurde, fordert Handicap International von deutscher Regierung eine klare Stellung gegen Streumunition. Wie „Panorama“ erklärt, wurde das Vorhandensein dieser Munition von der US-Armee bestätigt worden. Nach Auffassung von Handicap International (HI) verstößt es gegen den von Deutschland unterzeichneten Streumunitions-Verbotsvertrag, wenn diese Munition tatsächlich durch deutsches Gebiet transportiert wird.

Die unendliche Geschichte der Sozialagentur Sachsen-Anhalt

Hammer
Hammer der Woche
Foto: Gerhard Bartz

Halle (kobinet) Unter der Überschrift „#moderndenken“ veröffentlichte die Sozialagentur Sachsen-Anhalt Arbeitshinweise zum Arbeitgebermodell. Sie beschreibt damit ihren Umgang mit behinderten Menschen, die zur Bewältigung ihres Alltags personelle Unterstützung benötigen. Der Bundesverband Forum selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen ForseA e.V. prüfte diese Hinweise und teilt das Ergebnis anfragenden Menschen, die davon betroffen sind, mit.

Auf der Suche nach Vorschlägen zu Gesetzesreformen zur Barrierefeiheit

Freiheitsstatue im Rollstuhl mit Fernglas
Freiheitsstatue im Rollstuhl mit Fernglas
Foto: Juliane Harms mit KI-Unterstützung

Berlin (kobinet) Am 26. Juli 1990 unterzeichnete der damalige US-Präsident George H. W. Bush auf dem Rasen des Weißen Hauses im Rahmen einer Zeremonie mit sehr vielen Gästen den Americans with Disabilities Act – das US-amerikanische Antidiskriminierungsgesetz für behinderte Menschen. Genau 34 Jahre nach dieser Gesetzesunterzeichnung, bei der auch private Anbieter von Dienstleistungen und Gütern zur Barrierefreiheit in den USA verpflichtet wurden, hat Juliane Harms vom Bildungs- und Forschungsinstitut am Reichstag mit Hilfe künstlicher Intelligenz die Freiheitsstatue im Rollstuhl Miss Liberty – wie sie von Vertreter*innen der deutschen Behindertenbewegung mittlerweile liebevoll bezeichnet wird – getroffen. Dieses Mal war die Freiheitsstatue mit einem Fernglas ausgestattet, denn die Suche nach den von der rot-grün-gelben Regierungskoalition versprochenen Gesetzesreformen zur Barrierefreiheit gestaltet sich schwer. Miss Liberty sucht also in Deutschland weiterhin nach den geplanten Regelungen.

Kritik an Haltung von Donald Trump zum Thema Behinderung

Daumen unten
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Foto: Irina Tischer

Washington, USA (kobinet) Spätestens seit den Schüssen auf Donald Trump und dem Rückzug Joe Bidens aus dem Rennen um die nächste US-Präsidentschaft hat der Wahlkampf in den USA auch in den deutschen Medien an Gewicht bekommen. Nun gibt ein SPIEGEL-Bericht einen Einblick über die Denkweise von Donald Trump zu behinderten Menschen. „In einem neuen Buch erhebt ein Neffe Donald Trumps Vorwürfe gegen den Ex-Präsidenten. Dieser habe angedeutet, man solle Menschen mit Behinderungen sterben lassen – auch Fred C. Trumps III. eigenen, schwerbehinderten Sohn“, heißt es im SPIEGEL-Bericht vom 25. Juli 2024 mit dem Titel: „‚Diese Art von Leuten sollte einfach sterben‘ Donald Trumps Neffe wirft seinem Onkel Behindertenfeindlichkeit vor“

JobErfolg 2024: Preisträger bringen Inklusion am Arbeitsplatz voran

Wappen Bundesland   Freistaat Bayern
Wappen Bundesland Freistaat Bayern
Foto: Gemeinfrei, public domain

München (kobinet) Holger Kiesel, der Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung, und Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf haben Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber aus der Privatwirtschaft und dem Öffentlichen Dienst mit dem Bayerischen Inklusionspreis JobErfolg 2024 ausgezeichnet. Für die Schirmherrschaft konnte VdK-Präsidentin Verena Bentele gewonnen werden, wie es in einer Presseinformation aus dem Bayerischen Sozialministerium heißt.

Wahlkompass Antidiskriminierung Sachsen online

Logo: Wahlkompass Antidiskriminierung
Logo: Wahlkompass Antidiskriminierung
Foto: Wahlkompass Antidiskriminierung

Dresden (kobinet) In Sachsen stehen bald Landtagswahlen an und da ist es gut zu fragen, welche Positionen die einzelnen Parteien vor allem auch zum Thema Antidiskriminierung haben. „Endlich ist es soweit – das Projekt Wahlkompass Antidiskriminierung Sachsen wird für die breite Öffentlichkeit sichtbar unter: https://wahlkompass-antidiskriminierung.de/ltwsn2024/. Nach und nach werden die Vorstellungen der Bündnispartner*innen eingestellt. Derzeit erwarten wir noch Antworten auf die Wahlprüfsteine von den Parteien. Die Veröffentlichung wird deshalb erst Anfang August möglich sein“, so heißt es vom Netzwerk für eine Antidiskriminierungskultur in Sachsen, das bei der Koordinierungsstelle im Antidiskriminierungsbüro Sachsen e.V. angesiedelt ist.

Öffentliche Sitzung des sächsischen Landesbeirats für Inklusion

Symbol Information

Dresden (kobinet) In wenigen Wochen ist Landtagswahl in Sachsen. Viele Themen und Sorgen treiben die Menschen um. Für den Landesbeirat für Inklusion der Menschen mit Behinderungen und den Landesbeauftragten für Inklusion der Menschen mit Behinderungen, Michael Welsch, sind besonders Fragen zur zukünftigen Inklusionspolitik von Bedeutung. Wie kann Sachsen inklusiver gestaltet werden? Welche Positionen vertreten die Parteien im Hinblick auf Inklusion und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen? Welche Ansätze verfolgen sie, um Bildung, Gesundheit, Wohnen und Mobilität inklusiver zu machen? Diese und weitere Fragen werden den geladenen Politikerinnen und Politikern zur Öffentlichen Sitzung des Landesbeirats in Form eines moderierten Wahlforums am 1. August 2024 von 14:00 bis 16:00 Uhr in Dresden gestellt.

Wenn Inklusionsbemühungen gedankenlos beschädigt werden

Kleiner Junge mit blauem Fahrradhelm und gelbem Rucksack nebem einer erwachsenen Frau vor der beschädigten Tafel
Der siebenjährige Benjamin und Simona Müller vor der beschädigten Kommunikationstafel am Großspielplatz Lerchenstraße
Foto: Lebenshilfe Osnabrück / Marco Hörmeyer

OSNABRÜCK (kobinet) Im Osnabrücker Stadtteil Dodesheide gilt der Großspielplatz an der Lerchenstraße als inklusiver Vorzeige-„Spielplatz für alle“. Doch nun haben Unbekannte offenbar mutwillig und gedankenlos einen zentralen Inklusionsbaustein beschädigt. So wurde eine von der Lebenshilfe Osnabrück eigens für Kinder mit Behinderung aufgestellte Kommunikationstafel zerstört.

Klartext bei frontal zur Ausbeutung in Behindertenwerkstätten

Logo: frontal
Logo: frontal
Foto: ZDF frontal

Mainz (kobinet) Die Diskussion ist nicht neu, die Argumente liegen längst auf dem Tisch. Nun wurde im Fernsehmagazin frontal des ZDF Klartext über das miserable Entgelt von durchschnittlich 226 Euro im Monat in Werkstätten für behinderte Menschen und die geringe Vermittlungsquote von 0,35 Prozent pro Jahr auf den allgemeinen Arbeitsmarkt geredet. Und es wurden Alternativen aufgezeigt, wie es anders gehen könnte, wenn dies gewollt wäre. Die Rede ist von dem gut 8minütigen Fernsehbericht des Politikmagazin frontal vom 23. Juli 2024 mit dem Titel: „Ausbeutung in Behindertenwerkstätten? Vernachlässigte Inklusion“. Der ZDF-Beitrag kann im Internet angeschaut werden. Zu Wort kommen in dem Beitrag u.a. Jürgen Dusel, Dr. Leander Palleit und Katrin Langensiepen, sowie Betroffene, die Alternativen zur Werkstatt gefunden haben, bzw. mit der Beschäftigung in den Werkstätten nicht zufrieden sind.

Umfrage zum Thema Barrierefreiheit im ZDF

Symbol Fragezeichen

Mainz (kobinet) „In der Rubrik mitreden.zdf.de gibt es zur Zeit bis einschließlich 30. Juli 2024 eine Umfrage zum Thema Barrierefreiheit im ZDF. Man muss sich für eine Teilnahme registrieren und kann dann gleich mitmachen.“ Diese Information hat Birger Höhn den kobinet-nachrichten zur Veröffentlichung zugesandt. Denn die Barrierefreiheit von Medien ist enorm wichtig, um gute Informationen zu bekommen.

Erste Behindertenbeauftragte Bayerns Ina Stein ist verstorben

Ina Stein
Ina Stein
Foto: Special Olympics Bayern e.V.

München (kobinet) Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf trauert um die mit 83 Jahren verstorbene Ina Stein, die erste Behindertenbeauftragte Bayerns: „Der Tod von Ina Stein ist ein schmerzlicher Verlust für das inklusive Bayern. Mit ihr verliert der Freistaat eine Visionärin der Behindertenpolitik und eine große Fürsprecherin für die Belange von Menschen mit Behinderung“, betonte Ulrike Scharf.

Kein Geld für einwöchigen Urlaub: Jeder zweite einkommensarme Haushalt betroffen

Geldscheine
Geldscheine
Foto: Gerhard Bartz

Berlin (kobinet) Als bedrückend und ungerecht bezeichnet der Paritätische Wohlfahrtsverband aktuelle Zahlen des Statistischen Amtes der Europäischen Union, die zeigen, dass die Hälfte aller einkommensarmen Haushalte in Deutschland sich nicht einmal einen einwöchigen Urlaub leisten kann. Bei Alleinerziehenden seien es sogar mehr als 60 Prozent, denen es aus finanziellen Gründen nicht möglich ist, einmal im Jahr für eine Woche zu verreisen.

Bericht über Diskriminierung eines Rollstuhlnutzers in Münchner Bar

Daumen unten
Daumen unten
Foto: Irina Tischer

München (kobinet) Die Redaktion der kobinet-nachrichten erreichen immer wieder Berichte von behinderten Menschen, in denen diese Diskriiminierungen schildern. Nun hat „WIR KÜMMERN UNS – barrierefreier Veranstaltungsservice gUG“ aus Nürnberg auf einen diskriminierenden Vorfall aufmerksam gemacht. In der Mail der Organisation heißt es u.a.: „In der Nacht vom 5. auf den 6. Juli 2024 ereignete sich in einem Münchner Club ein ableistischer Vorfall, der uns seit Tagen fassungslos macht.“

Oberbayern mit Extra-Förderung für Gebärdensprachdolmetscher

Eine Frau zeigt mit ihrer Hand die Buchstaben I, L und Y
Die ILY-Gebärde verbindet die Buchstaben I, L und Y und steht für „I love you“
Foto: Berufsbildungswerk München / MARTIN KESS

MÜNCHEN (kobinet) Gehörlose Menschen brauchen oft eine Übersetzung in Gebärdensprache, obwohl kein Sozialträger die Kosten übernimmt. Um solche Dolmetsch-Einsätze schnell und unbürokratisch zu ermöglichen, hat der Bezirk Oberbayern in diesem Jahr einen besonderen Fördertopf eingerichtet.

Trauer um Taktgeber der Selbstbestimmt Leben Bewegung Adolf Ratzka

Dr. Adolf Ratzka
Dr. Adolf Ratzka
Foto: BIZEPS

Stockholm (kobinet) Nachdem vor gut 15 Monaten Judith Heumann als eine der Urgesteine der Selbstbestimmt Leben Bewegung behinderter Menschen gestorben ist, trauert nun die interantionale Behindertenbewegung um einen weiteren Taktgeber der Independent Living Bewegung. Dr. Adolf Ratzka ist am 21. Juli 2024 in Stockholm nach einem tragischen Unfall verstorben. Auch in Deutschland, wo Adolf Ratzka aufgewachsen ist und gute Verbindungen zur hiesigen Selbstbestimmt Leben Bewegung hatte, ist die Trauer ob dieses Verlustes groß, denn Adolf Ratzka war für viele ein Vorbild, was in Sachen Selbstbestimmung mit einer Behinderung möglich ist. Er hat aber auch ganz entscheidend an der Entwicklung der Grundsätze der Selbstbestimmt Leben Bewegung auf europäischer und deutscher Ebene mitgewirkt.

Aktivitäten für Gesetzesreformen zur Barrierefreiheit intensivieren

Ellen Kubica und Ottmar Miles-Paul vor Bild mit Freiheitsstatue im Rollstuhl
Ellen Kubica und Ottmar Miles-Paul vor Bild mit Freiheitsstatue im Rollstuhl
Foto: omp

Mainz (kobinet) „Die Aktivitäten für die im Koalitionsvertrag auf Bundesebene geplanten Gesetzesreformen für mehr Barrierefreiheit müssen intensiviert werden.“ Darin waren sich die Landesbehindertenbeauftragte von Rheinland-Pfalz, Ellen Kubica, und der Sprecher der LIGA Selbstvertretung, Ottmar Miles-Paul, einig als sie sich vor kurzem im Büro der Landesbeauftragten in Mainz im Lichte der dort an der Wand hängenden Bild der Freiheitsstatue im Rollstuhl austauschten. Barrierefreiheit sei ein entscheidender Schlüssel zur Inklusion und müsse endlich umfassend auch für die Anbieter von Dienstleistungen und Gütern im privaten Bereich verpflichtend festgeschrieben werden, waren sich die Gesprächspartner*innen einig.

Erste blinde Barbie-Puppe

Daumen hoch
Daumen hoch
Foto: Irina Tischer

Kassel (kobinet) „Vor 65 Jahren ist die Barbie-Puppe in die Spielzeugläden eingezogen und ist seitdem ein Kassenschlager. Immer wieder wurde die Puppe wegen eines unrealistischen Körperbildes kritisiert. Ein neues Modell soll dabei helfen, das zu ändern. Der Spielzeughersteller Mattel setzt mit der blinden Barbie den eigenen Angaben nach seine Bemühungen fort, ein breiteres Abbild der Gesellschaft zu zeigen. Eine immer größer werdende Kollektion mit integrativen Modellen solle dazu beitragen und deshalb gibt es die Barbie nun auch mit einer Sehbehinderung. Die neue Puppe hat einen Stock und trägt eine Sonnenbrille, wie das Unternehmen mitteilte. Die Verpackung sei mit Brailleschrift versehen, einer Blindenschrift“, heißt es in einem Bericht des Bayerischen Rundfunks auf BR24.

Erfolgreiche Unterschriftensammlung für Schweizer Inklusions-Initiative

Flagge Schweiz
Flagge Schweiz
Foto: public domain

Wien / Bern (kobinet) „105.000 Unterschriften konnten für eine Volksinitiative gesammelt werden, die eine bessere Inklusion für Menschen mit Behinderungen in die Schweizer Gesellschaft ermöglichen soll.“ Darauf hat der österreichische Online-Nachrichtendienst BIZEPS aufmerksam gemacht. Im BIZEPS-Interview spricht Simone Leuenberger darüber, wie es nun mit der Volksinitiative in der Schweiz weitergehen soll.

Wo bitte wird in der Bildungsreform Inklusion berücksichtigt?

Sharepic zur Kritik an der Bildungsreform in Baden-Württemberg in Sachen Inklusion
Sharepic zur Kritik an der Bildungsreform in Baden-Württemberg in Sachen Inklusion
Foto: Kirsten Ehrhardt

Walldorf (kobinet) „Wo bitte wird in der Bildungsreform Inklusion berücksichtigt?“ Das fragt Kirsten Ehrhardt vom Vorstand der Landesarbeitgemeinschaft Gemeinsam leben – gemeinsam lernen Baden-Württemberg im Hinblick auf die Pläne zur Bildungsreform in Baden-Württemberg. Und weiter fragt sie: „Wo profitieren die inklusiv beschulten Kinder von den ‚Innovationen‘?“ Für sie sind die Pläne „eine Mischung aus Schwurbel und Nebelkerze“.

Deutscher Behindertenrat fordert Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes

Buchstaben dbr - klein geschrieben mit Halbkreis von blauen Punkten sowie Name Deutscher Behidnertenrat rechts daneben
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Foto: DBR

Berlin (kobinet) Längst hat der Arbeits- und Sozialminister Hubertus Heil eine Gesetzesänderung in der Schublade liegen, mit der ein Versprechen aus dem Koalitionsvertrag umgesetzt werden soll. Konkret geht es um eine im Koalitionsvertrag angekündigte Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG). Regierungsintern wird das Vorhaben offenbar immer noch blockiert. Der Deutsche Behindertenrat (DBR) fordert die Bundesregierung und das Parlament nun auf, die dringend notwendige BGG-Reform zügig auf den Weg zu bringen, damit Menschen mit Behinderungen endlich eine Chance auf gleichberechtigte Teilhabe bekommen. Der DBR hat hierzu nun konkrete Änderungsvorschläge veröffentlicht.

Landesregierung darf Betroffene nicht alleinlassen

Symbol Ausrufezeichen

HANNOVER (kobinet) Nach den aktuellen Zahlen des Bundeskriminalamts (BKA) ist Gewalt in der Partnerschaft um mehr als sechs Prozent gestiegen. In erster Linie sind Frauen betroffen. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen fordert deshalb nicht nur ein Gewalthilfegesetz auf Bundesebene, sondern auch mehr Einsatz der Landesregierung. Schließlich seien, so der SoVD, entsprechende Ziele im Koalitionsvertrag verankert.

Unternehmen entgeht aufgrund von Barrieren großes Umsatzpotential

Ausschnitt einer Computertastatur
Tastatur
Foto: H.T.

Düsseldorf (kobinet) „‚Wer seine digitalen Angebote nicht barrierefrei zugänglich macht, dem entgeht ein riesiges Kundenpotenzial‘, mahnt Accenture-Beraterin Anke Lenz. Menschen mit Behinderung repräsentierten in der EU eine Kaufkraft von 2,3 Billionen Euro pro Jahr. Allein in Deutschland haben 12,4 Millionen Menschen eine Behinderung. Sie sind beispielsweise darauf angewiesen, dass sich ein Onlinebanking rein mit der Tastatur bedienen lässt oder dass sich im Webshop die Schriftgröße verändern lässt“, heißt es in einem aktuellen Bericht des Handelsblatt mit Verweis auf die notwendige barrierefreie Gestaltung von Internetseiten, die Ende Juni 2025 in Deutschland wirksam wird.

200 Teilnehmende bei Kundgebung gegen Regelungen zur Intensivpflege

Symbol Ausrufezeichen

Stuttgart (kobinet) „Rund 200 Menschen mit und ohne Beatmung haben sich am 19. Juli auf dem Schlossplatz eingefunden, um auf das Dilemma rund um das nach wie vor umstrittene Gesetz GKV-IPReG aufmerksam zu machen. Organisator, der Intensivpflegeverband Deutschland e.V., hatte Betroffene sowie deren Familien, Provider, Pflegedienste und Interessierte aufgerufen, am Schlossplatz gegen das GKV-IPReG und das Vertragsdilemma rund um den Paragraph 132l aufzubegehren. Teilnehmende und Redner folgten dem gerade mal eine Woche vorher veröffentlichten Aufruf“, so heißt es in einem Bericht der Internetplattform beatmet leben vom 22. Juli 2024 über die Protestaktion in Stuttgart.

Blinder Mann stürzt in Wien auf U-Bahn-Gleis und stirbt

Schwarze Fläche
Dunkelheit
Foto: ISL

Wien, Österreich (kobinet) „In der U2-Station Schottenring ereignete sich am 17. Juli 2024 ein schrecklicher Unfall. Ein blinder Mann stürzte auf das U-Bahn-Gleis. Er wurde von der einfahrenden U-Bahn erfasst und verstarb.“ Diese traurige Nachricht über den tragischen Tod eines blinden Mannes in der Wiener U-Bahn verbreitete der österreichische Online-Nachrichtendienst BIZEPS. Auch in Deutschland kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen aufgrund fehlender oder schlechter Leitsysteme.

frontal-Bericht über Ausbeutung in Behindertenwerkstätten

Orangener Kreis mit dem weißen Buchstaben Z im Kreis und den Buchstaben DF rechts daneben
Logo des zdf
Foto: Pixabay/2247188

Mainz (kobinet) „Ausbeutung in Behindertenwerkstätten? Vernachlässigte Inklusion“, so lautet der Titel eines Beitrags, den das Poltikmagazin des ZDF frontal jeute am 23. Juli 2024 ab 21:00 Uhr sendet. Darauf hat die Abeordnete des Europäischen Parlaments, Katrin Langensiepen, die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht, die für den Beitrag ebenfalls interviewt wurde.

Taubblindenjury auf der Suche nach dem besten Hilfsmittel 2024

Zeichnung mit Personen mit Rollator, Rollstuhl und Sehhilfe
Hilfsmittel für alle und jeden
Foto: Pixabay/Conmongt

HANNOVER (kobinet) Menschen mit Sinnesbehinderungen stoßen überall im Alltag auf Barrieren. Es gibt zwar Übersetzungsgeräte, mobile Leitsysteme, sprechende Haushaltsgeräte und einiges mehr. Sie alle sind die Hilfen, die für Menschen mit Sinnesbehinderung wichtig sind. Sie helfen jedoch nicht allen oder jedem. „Die Meinung von Menschen mit Taubblindheit und Hörsehbehinderung zählt. Deshalb sollten sie auch über die Qualität und den Nutzen von Hilfsmitteln entscheiden“, findet Melissa Glomb, Geschäftsführerin des Deutschen Taubblindenwerks. Der Hilfsmittel-Wettbewerb „Sinnvoll: Wir gehören dazu“ wird seit 2022 verliehen und würdigt Unternehmen und Persönlichkeiten, die sich in herausragender Weise für Inklusion auch bei Hilfsmitteln einsetzen. Er soll auch in diesem Jahr zeigen, welches die geeigneten Hilfsmittel sind und was bei anderen zu verbessern wäre. .

SoVD-Kritik: Immer noch zu wenig Menschen mit Behinderung in regulären Jobs

Logo SOVD
Logo SoVD-Landesverband Niedersachsen e.V.
Foto: SoVD-Landesverband Niedersachsen e.V.

Hannover (kobinet) In Niedersachsen beschäftigen über 26 Prozent der Arbeitgeber*innen keine Menschen mit Behinderung, obwohl sie eigentlich dazu verpflichtet sind. Das zeigen aktuelle Zahlen der Agentur für Arbeit. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen kritisiert das scharf. Seiner Auffassung nach müsse – gerade im Hinblick auf den Fachkräftemangel – deutlich mehr getan werden, um Menschen mit Behinderung in reguläre Jobs auf dem ersten Arbeitsmarkt zu bringen. Dabei nimmt der SoVD Niedersachsen auch die Werkstätten für behinderte Menschen in der Pflicht: „Ihre Aufgabe ist es, Betroffene langfristig auf den ersten Arbeitsmarkt zu bringen. Da ist noch deutlich Luft nach oben.“ Aus Sicht des SoVD müsse hier dringend mehr passieren, um eine gleichberechtigte Teilhabe zu gewährleisten.

Jede*r Zehnte ist schwerbehindert

Symbol Prozentzeichen

Mainz (kobinet) „Rund zehn Prozent der Menschen in Deutschland haben einen Behinderungsgrad von mindestens 50 Prozent, also eine schwere Behinderung. Das sind 7,9 Millionen Menschen“, darauf hat die Nachrichtensendung heute des ZDF vor kurzem aufmerksam gemacht. „Laut Statistischem Bundesamt hatten Ende vergangenen Jahres rund 7,9 Millionen Menschen einen Behinderungsgrad von mindestens 50 Prozent. Das waren 0,9 Prozent – beziehungsweise etwa 67.000 Menschen – mehr, als zum Jahresende 2021, dem Zeitpunkt der letzten Erhebung“, heißt es u.a. im heute-Bericht vom 19. Juli 2024.

Filmbericht über Wanderausstellung Inklusion im Blick

EU-Schwerbehinderung
EU-Schwerbehinderung
Foto: EU-Schwerbehinderung

Berlin (kobinet) Die Wanderausstellung des Verein Sozialdenker mit dem Titel „Inklusion im Blick“ ist noch bis September 2024 in Berlin im Kleisthaus in zu besichtigen. Die Ausstellung zeigt Kunstwerke für Menschen mit Behinderungen, aber auch über Menschen mit Behinderungen, ist somit für jeden etwas Greifbares. Darauf hat der Nachrichtendienst EU-Schwerbehinderung hingewiesen, der einen Filmbericht zur Ausstellung auf YouTube eingestellt hat.

Möglichst ohne Barrieren zur Olympiade nach Paris

Blick auf eineWiese mit vielen Mesnchen und dem Eifelturm im  Hintergrund
Blick auf den Eifenturm
Foto: Pixabay/Nikasucha

BERLIN (kobinet) Die französische Hauptstadt ist allgemein als „Stadt der Liebe“ bekannt. In diesem Jahr wird es jedoch auch eine Stadt des Sports, des olympischen Sports, sein. Vom 26. Juli bis zum 11. August dieses Jahres finden in dieser Stadt die Olympischen Sommerspiele statt. In der Zeit vom 28. August bis zum 8. September schließt sich diesem Ereignis ein weiterer Höhepunkt an – die paralympischen Sommerspiel 2024.

Momentaufnahmen 354

Schatten von Pfanzen auf einer Wand
Schatten von Pfanzen
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Ein süßes Wort erfrischt oft mehr als Wasser und Schatten. (Buddha)

Häufig unerkannte Hör- und Sehprobleme

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Würzburg (kobinet) Seh- und Hörbeeinträchtigungen bei Personen in bayerischen Wohneinrichtungen für erwachsene Menschen mit Behinderung treten häufiger auf als erwartet. Sie bleiben zudem oftmals unerkannt. Das bestätigt eine Untersuchung der Blindeninstitutsstiftung, der Universität Hamburg, der LMU München und der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Die vom bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention geförderte Studie zeigt aber auch, wie die Teilhabe im Alltag der seh- und hörbeeinträchtigten Bewohnerinnen und Bewohner verbessert werden kann – und wie auch das Personal davon profitiert, heißt es in einer Presseinformation der Blindeninstitutsstiftung in Würzburg.

Inklusionstage 2024: Film-, Text- und Bilddokumentation veröffentlicht

Logo der Inklusionstage 2024 am 3. und 4. Juni 2024 in Berlin
Logo der Inklusionstage 2024 am 3. und 4. Juni 2024 in Berlin
Foto: BMAS

Berlin (kobinet) Die Inklusionstage am 3. und 4. Juni 2024 waren auch in diesem Jahr wieder ein Ort der engagierten Diskussion und Vernetzung. Fast 300 Teilnehmende haben sich vor Ort intensiv über den Themenschwerpunkt MOBILITÄT barrierefrei • selbstbestimmt • zeitgemäß ausgetauscht. Darüber hinaus verfolgten etwa 200 Interessierte die Fachveranstaltung online. Auf der Internetseite www.gemeinsam-einfach-machen.de/ikt24 wurde nun die Dokumentation der Inklusionstage 2024 veröffentlicht.

Kinder mit Behinderung kosten mehr

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Logo: NDR
Foto: NDR

OLDENBURG (kobinet) Eltern von Kindern mit Beeinträchtigung in Weyhe im Landkreis Oldenburg fühlen sich diskriminiert. Wie der Norddeutsche Rundfunk berichtet müssen sie auf der Basis einer anderen Berechnungsgrundlage mehr Geld für das Kita-Essen zahlen als Eltern anderer Kinder.

Tagungsdokumentation zur UN-BRK in Österreich, der Schweiz und Deutschland

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Kassel (kobinet) Im Nachgang zur Fachtagung „Die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland, Österreich und der Schweiz – Ausblicke nach den Prüfungen der Staatenberichte“, die am 20. und 21. Juni 2024 an der Universität Kassel stattfand, hat die Deutsche Vereinigung für Rehabilitaiton (DVfR) nun eine erste Dokumentation der Tagung in das Diskussionsforum Rehabilitations- und Teilhaberecht auf www.reha-recht.de online eingestellt.

Polioviren in Abwasserproben im Gazastreifen nachgewiesen

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Foto: Deutschlandfunk

Köln (kobinet) Der Deutschlandfunk berichtet heute am 19. Juli 2024 darüber, dass in Abwasserproben aus dem Gazastreifen das Poliovirus nachgewiesen wurde. Dies habe das israelische Gesundheitsministerium nach der Untersuchung von Proben mitgeteilt. Auch die Weltgesundheitsorganisation habe dem Bericht zufolge Polioviren festgestellt. Ähnliche Angaben habe auch das von der Hamas kontrollierte Gesundheitsministerium in Gaza gemacht. Der Fund berge die Gefahr, dass tausende Menschen an Polio erkranken könnten.