
Foto: Hans-Willi Weis
Staufen (kobinet) Vor Mitternacht zogen in Freiburg kleine Trupps als Hexen verkleideter Frauen über die Kaiser-Joseph-Straße, wo sonst zu vorgerückter Stunde der alkoholisierte männliche Bär los ist. Das war gestern Abend. Und vorvorgestern, geschichtlich grob zurück gerechnet, wurden noch Hexen verbrannt, Königsmörder auf öffentlichen Plätzen gevierteilt, verkrüppelte Kindlein, schiefgewachsene oder solche mit Wasserkopf, wenn nicht nach der Geburt erdrosselt, in einer häuslichen Kammer vor den Augen der Welt weggesperrt. Und daher muss am heutigen Maitag, passend zum Wonnemonat endlich mal ausgesprochen werden: Es hat sich zugunsten von uns Behinderten ja doch auch einiges getan seit den Tagen öffentlicher Hexenverbrennungen und heimlicher Kindsmorde. Und die UN-Behindertenrechtskonvention hat noch den geringsten Anteil daran. Das wieder einmal in Erinnerung zu rufen die Maikolumne eine schöne Gelegenheit bietet. Wer sich überzeugen möchte, lese sie gleich anschließend in einem Zug.







































