Veröffentlicht am 22.07.2024 06:00 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Blick auf den Eifenturm Foto: Pixabay/Nikasucha
BERLIN (kobinet) Die französische Hauptstadt ist allgemein als „Stadt der Liebe“ bekannt. In diesem Jahr wird es jedoch auch eine Stadt des Sports, des olympischen Sports, sein. Vom 26. Juli bis zum 11. August dieses Jahres finden in dieser Stadt die Olympischen Sommerspiele statt. In der Zeit vom 28. August bis zum 8. September schließt sich diesem Ereignis ein weiterer Höhepunkt an – die paralympischen Sommerspiel 2024.
Würzburg (kobinet) Seh- und Hörbeeinträchtigungen bei Personen in bayerischen Wohneinrichtungen für erwachsene Menschen mit Behinderung treten häufiger auf als erwartet. Sie bleiben zudem oftmals unerkannt. Das bestätigt eine Untersuchung der Blindeninstitutsstiftung, der Universität Hamburg, der LMU München und der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Die vom bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention geförderte Studie zeigt aber auch, wie die Teilhabe im Alltag der seh- und hörbeeinträchtigten Bewohnerinnen und Bewohner verbessert werden kann – und wie auch das Personal davon profitiert, heißt es in einer Presseinformation der Blindeninstitutsstiftung in Würzburg.
Veröffentlicht am 20.07.2024 08:07 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Logo der Inklusionstage 2024 am 3. und 4. Juni 2024 in Berlin Foto: BMAS
Berlin (kobinet) Die Inklusionstage am 3. und 4. Juni 2024 waren auch in diesem Jahr wieder ein Ort der engagierten Diskussion und Vernetzung. Fast 300 Teilnehmende haben sich vor Ort intensiv über den Themenschwerpunkt MOBILITÄT barrierefrei • selbstbestimmt • zeitgemäß ausgetauscht. Darüber hinaus verfolgten etwa 200 Interessierte die Fachveranstaltung online. Auf der Internetseite www.gemeinsam-einfach-machen.de/ikt24 wurde nun die Dokumentation der Inklusionstage 2024 veröffentlicht.
Veröffentlicht am 19.07.2024 14:03 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Logo: NDR Foto: NDR
OLDENBURG (kobinet) Eltern von Kindern mit Beeinträchtigung in Weyhe im Landkreis Oldenburg fühlen sich diskriminiert. Wie der Norddeutsche Rundfunk berichtet müssen sie auf der Basis einer anderen Berechnungsgrundlage mehr Geld für das Kita-Essen zahlen als Eltern anderer Kinder.
Kassel (kobinet) Im Nachgang zur Fachtagung „Die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland, Österreich und der Schweiz – Ausblicke nach den Prüfungen der Staatenberichte“, die am 20. und 21. Juni 2024 an der Universität Kassel stattfand, hat die Deutsche Vereinigung für Rehabilitaiton (DVfR) nun eine erste Dokumentation der Tagung in das Diskussionsforum Rehabilitations- und Teilhaberecht auf www.reha-recht.de online eingestellt.
Veröffentlicht am 19.07.2024 11:46 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
No body found to use for abstract… Foto: Deutschlandfunk
Köln (kobinet) Der Deutschlandfunk berichtet heute am 19. Juli 2024 darüber, dass in Abwasserproben aus dem Gazastreifen das Poliovirus nachgewiesen wurde. Dies habe das israelische Gesundheitsministerium nach der Untersuchung von Proben mitgeteilt. Auch die Weltgesundheitsorganisation habe dem Bericht zufolge Polioviren festgestellt. Ähnliche Angaben habe auch das von der Hamas kontrollierte Gesundheitsministerium in Gaza gemacht. Der Fund berge die Gefahr, dass tausende Menschen an Polio erkranken könnten.
Veröffentlicht am 19.07.2024 11:43 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Arbeit am Computer ist auch mit Rollstuhl möglich Foto: Pixabay/jallen_RTR
HANNOVER (kobinet) Mehr als 26 Prozent der Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber beschäftigen in Niedersachsen keine Menschen mit Behinderung, obwohl sie eigentlich dazu verpflichtet sind. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen kritisiert das scharf. Seiner Auffassung nach müsse – gerade im Hinblick auf den Fachkräftemangel – deutlich mehr getan werden, um Menschen mit Behinderung in reguläre Jobs auf dem ersten Arbeitsmarkt zu bringen.
Veröffentlicht am 19.07.2024 08:13 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
No body found to use for abstract… Foto: Irina Tischer
Berlin (kobinet) „Erstmals ist in einem Abschlusskommuniqué einer G7-Konferenz ein Beschluss zu „Inklusion und Behinderung“ enthalten! In dem Dokument, das die Staats- und Regierungschefs der G7, die vom 13.-15. Juni 2024 im italienischen Borgo Egnazia zu politischen Gesprächen zusammengekommen waren, verabschiedet haben, heißt es: ‚Wir werden unsere Maßnahmen zur Umsetzung des Übereinkommens der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen ausweiten.‘ Dieser eine Satz ist für mich ein Meilenstein, ein so klares internationales Bekenntnis aus dem Kreis der G7 gab es niemals zuvor.“ Darauf wies der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung in seinem aktuellen Inklusionsnewsletter hin.
Berlin (kobinet) Um für alle verständlich über Früherkennungs- und Behandlungsmöglichkeiten aufzuklären, hatten die Deutsche Krebsgesellschaft und die Bundesvereinigung Lebenshilfe mit Unterstützung der Deutschen Krebsstiftung im Jahr 2022 zwei Broschüren in Leichter Sprache herausgebracht. Das kostenlose Info-Material war schnell vergriffen. Dank einer erneuten Förderung der Deutschen Krebsstiftung konnte jetzt ein Nachdruck ermöglicht werden. Dies teilte die Bundesvereinigung Lebenshilfe mit.
Veröffentlicht am 19.07.2024 07:56 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Geldscheine Foto: Gerhard Bartz
Berlin (kobinet) Rentnerinnen und Rentner erhalten ab Juli 2024 einen Zuschlag auf ihre Rente, wenn ihre Erwerbsminderungsrente zwischen 2001 und 2018 begonnen hat. Die Regelungen für Erwerbsminderungsrenten wurden in der Vergangenheit mehrfach verbessert. Allerdings profitierten nur Rentenneuzugänge von diesen Änderungen, während Bestandsrentnerinnen und Bestandsrentner nicht berücksichtigt wurden. Diese Lücke wird nun geschlossen, heißt es in einer Presseinformation des Bundesministerium für Arbeit und Soziales.
Veröffentlicht am 18.07.2024 14:13 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Verwirklichte Kinderrechte sichern Teilhabe der Kinder Foto: Pixabay/geralt
BERLIN (kobinet) Aus Sicht des Deutsche Kinderhilfswerk zählt die Verankerung von Kinderrechten und damit einhergehend von Beteiligungsrechten im Grundgesetz und in den Verfassungen der Bundesländer, der Ausbau bestehender Beteiligungsrechte in Fachgesetzen sowie der flächendeckende Ausbau von beteiligungsfördernden Strukturen. Auch die Einsetzung von Kinder- und Jugendbeauftragten, die Einrichtung von Fach- und Servicestellen der Kinder- und Jugendbeteiligung und der Ausbau unmittelbarer Beteiligungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche sind nach Ansicht des Deutschen Kinderhilfswerkes zu forcieren.
Veröffentlicht am 18.07.2024 14:01 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Bei einer Exkursion werden die Angebote für Menschen mit Behinderung auf dem Campus Haus Weiher in Hersbruck erkundet Foto: Marina Lang
HERSBRUCK (kobinet) Angehende Erzieherinnen und Erzieher der Rummelsberger Fachakademie für Sozialpädagogik hatten sich auf der inklusiven Streuobstwiese auf dem Campus Haus Weiher in Hersbruck eingefunden. Diese erste Exkursion wurde vom Fachbereich Autismus organisiert und zielte darauf ab, den Schülerinnen und Schülern die vielfältige, spannende und herausfordernde Arbeit mit Menschen mit einer Behinderung näherzubringen.
Veröffentlicht am 18.07.2024 07:29 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Projektteam Budgetkompetenz Foto: Thomas Szymanowicz
Berlin (kobinet) Das bundesweite Projekt „Budgetkompetenz – Initiative zum Budget für Arbeit und Ausbildung“ der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL), bei dem u.a. auch die Bundesarbeitsgemeineschaft Unterstützte Beschäftigung (BAG UB) als Projektpartner mitarbeitet, verfolgt unter anderem die Ziele den Zugang zu den Budgets für Arbeit bzw. Ausbildung zu verbessern und eine kompetente Beratung zu ermöglichen. „Budgetkompetenz“ wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales aus Mitteln des Ausgleichsfonds finanziert. Das Projektteam hat bereits im vergangenen Jahr eine Umfrage zur Ermittlung des Umsetzungsstandes der Budgets für Arbeit und Ausbildung durchgeführt. Die Auswertung zur Umfrage wurde nun auf der Projekthomepage unter https://budget-kompetenz.de/?p=986 eingestellt.
Frankfurt am Main (kobinet) Nach den Angaben des Hessischen Statistischen Landesamtes leben in Hessen 2.500 Menschen, die sowohl von einer Seh- als auch von einer Hörbehinderung betroffen sind. Da hier nur Menschen mit Schwerbehindertenausweis erfasst sind, muss man von einer hohen Dunkelziffer ausgehen. 2023 hatten laut dem Hessischen Versorgungsamt 102 Personen das Merkzeichen TBL (Taubblind) und 80 Personen bezogen Taubblindengeld. Zu sozialrechtlichen Themen wie Taubblindengeld oder Unterstützung beim Kontakt mit Behörden und Ämtern bietet seit Januar 2024 die bis jetzt einzige Beratungsstelle Hessens (Mörfelder Landstraße 6-8, 60598 Frankfurt am Main) Unterstützung. Klara Bellinger (Psychologin und ausgebildete Gestalttherapeutin) und Lena Anna Schmidt (Sozialarbeiterin) stehen hier für Menschen mit Hörsehbeeinträchtigung sowie deren Angehörige zur Verfügung. Darauf hat Judit Nothdurft die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht.
Bremen (kobinet) „Wie barrierefrei ist der Bremer Hauptbahnhof? Die Antwort hängt auch davon ab, zu welchen Zeiten mobilitätseingeschränkte Reisende dort ankommen oder abfahren wollen. Die Bremer Regierungskoalition sieht Nachholbedarf und hat einen entsprechenden Antrag für den Landtag eingereicht. Linke, SPD und Grüne setzen sich dafür ein, dass der Zugang zu Fernverkehrszügen auch nachts möglich ist. Für Rollstuhlfahrer ist in dieser Zeit der ‚letzte Meter‘, also der Übergang vom Bahnsteig in den Zug, das Problem.“ Darüber berichtet Felix Wendler im Weser Kurier in einem Beitrag mit der Überschrift „Koalition fordert mehr Barrierefreiheit am Hauptbahnhof“, auf den Henry Spradau die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht hat.
Veröffentlicht am 18.07.2024 07:05 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Logo: Weibernetz Foto: Weibernetz
Kassel (kobinet) „Nach Veröffentlichung der neuen Studie zum hohen Gewaltvorkommen plant das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) Konkretisierungen zum Gewaltschutz im SGB IX. Auf einer Fachveranstaltung des Ministeriums am 11. Juli 2024 wurde das Vorhaben bekannt gegeben.“ Dies teilt die Politische Interessenvertretung behinderter Frauen Weibernetz e.V. mit. Dem Bericht zufolge sollen Mindestandards im Paragraf 37a SGB IX eingefügt werden sowie Konkretisierungen in weiteren Paragrafen.
Veröffentlicht am 18.07.2024 06:52 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Logo Deutsches Institut für Menschenrechte Foto: Logo Institut für Menschenrechte, CC BY-SA 4.0 (https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=61713390)
Berlin (kobinet) „Die zweite Staatenprüfung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland liegt bald ein Jahr zurück. Im August 2023 hat der UN-Fachausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen in Genf geprüft, wie Deutschland die Rechte von Menschen mit Behinderungen umsetzt. Die Empfehlungen des UN-Fachausschusses sind maßgebliche Leitlinien für die weitere Umsetzung der Rechte von Menschen mit Behinderungen auch im Land Berlin. Über die Handlungsempfehlungen, die sich aus der Staatenprüfung ergeben, möchten die Monitoring-Stelle UN-BRK Berlin und die inklusionspolitischen Sprecher*innen der Fraktionen von CDU, SPD, Bündnis90/Die Grünen und Die LINKE im Abgeordnetenhaus am 6. September 2024 mit Ihnen ins Gespräch kommen. Was bedeuten die Abschließenden Bemerkungen für Rechtsprechung, Gesetzgebung und Politik in Berlin? Was muss in Berlin geschehen, um die Empfehlungen des UN-Fachausschusses umzusetzen?“ heißt es in der Einladung des Deutschen Institut für Menschenrechte.
Veröffentlicht am 17.07.2024 15:32 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Plakat zum Tag der Offenen Tür Foto: Deutsches Taubblindenwerk gGmbH
HANNOVER (kobinet) Die Möglichkeiten einer Teilhabe werden häufig erst verständlich wenn man sie persönlich erleben kann. Eine derartige Chance bietet der Tag der offenen Tür im Deutschen Taubblindenwerk in Hannover. Er wird am Sonntag, dem 8. September 2024 im Albert-Schweitzer-Hof in Hannover stattfinden. Er ist eine traditionelle Möglichkeit, Teilhabe zu erleben und Vielfalt entdecken sowie mit Menschen mit Taubblindheit und Hörsehbehinderung in Berührung zu kommen.
Veröffentlicht am 17.07.2024 15:18 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Wappen Bundesland Niedersachsen Foto: Gemeinfrei, public domain
HANNOVER (kobinet) Der heute von der Bundesregierung beschlossene Haushaltsplanentwurf für das Jahr 2025 führt bei Niedersachsens Integrationsminister Dr. Andreas Philippi zu Kopfschütteln und der Forderung, der Bunde müsse seine Planungen in den Ausgaben für Integration und Migration umgehend korrigieren. Dieser sieht aktuell eine Kürzung der Ausgaben für Integration und Migration in Höhe von rund einer halben Milliarde Euro vor.
Veröffentlicht am 17.07.2024 13:54 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Geldscheine Foto: Gerhard Bartz
STUTTGART (kobinet) Der Paritätische Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg betrachtet die im Bundeshaushalt 2025 geplanten Minderausgaben um 40 Millionen Euro bei den Freiwilligendiensten mit großer Sorge. Aus Sicht dieses Sozialverbandes ist fast jeder siebte Freiwilligenplatz im Land in Gefahr
Veröffentlicht am 17.07.2024 12:57 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Freiheitsstatue im Rollstuhl mit Sigrid Arnade vor dem Bundeskanzleramt Foto: Juliane Harms bifos mit KI-Unterstützung
Berlin (kobinet) „Endlich: Das Bundeskabinett hat den Haushaltsentwurf für das Jahr 2025 verabschiedet. Diesen Moment haben behinderte Menschen in Deutschland lange herbeigesehnt. Denn wenn ich die Freiheitsstatue Lady Liberty richtig verstanden habe, wird der Entwurf für ein novelliertes Behindertengleichstellungsgesetz jetzt umgehend aus der Schublade geholt und an die Ressorts und Verbände versandt. Lady Liberty ist ja zu uns gekommen, um uns in unserem Ringen um mehr Barrierefreiheit durch die Umsetzung wesentlicher Vorhaben aus dem Ampel-Koalitionsvertrag zu unterstützen.“ Dies erklärte Prof. Dr. Sigrid Arnade anlässlich des Kabinettsbeschluss vom 17. Juli 2024 zum Bundeshaushalt 2025. Juliane Harms hat dazu mit Unterstützung Künstlicher Intelligenz ein Bild mit der Freiheitsstatue im Rollstuhl mit Prof. Dr. Sigrid Arnade vor dem Bundeskanzleramt gebastelt.
Veröffentlicht am 17.07.2024 07:25 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
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Wien (kobinet) Menschen mit Behinderungen sollen regulären Lohn verdienen, statt Taschengeld in Werkstätten zu erhalten. Das ist das Ziel der neuen Förderrichtlinie ‚Inklusive Arbeit‘, die das österreichische Sozialministerium am 15. Juli 2024 veröffentlicht hat. Das Ministerium stellt bis zum Jahr 2026 insgesamt 36 Millionen Euro für Projekte zur Verfügung, die Menschen mit hohem oder sehr hohem Unterstützungsbedarf den Einstieg in den Arbeitsmarkt ermöglichen. Darauf hat der österreichische Online-Nachrichtendienst BIZEPS hingewiesen. „Auch Menschen mit Behinderung haben Anspruch auf ein faires Gehalt und sozialversicherungsrechtliche Absicherung, damit sie ein selbstbestimmtes Leben führen können. Ich bin sehr froh, dass wir dabei auf die Unterstützung der Länder zählen können, die ein Drittel der Projektkosten tragen“, betonte der österreichische Sozialminister Johannes Rauch.
Veröffentlicht am 17.07.2024 07:17 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
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Berlin (kobinet) „Früh am Morgen des 5. Juli 2024 sollen sich Bundeskanzler Scholz, Finanzminister Lindner und Wirtschaftsminister Habeck auf einen Bundeshaushalt 2025 geeinigt haben. Ein Blick in den Koalitionsvertrag zeigt allerdings: da sind noch viele behindertenpolitische Versprechen nicht eingelöst. Die Ampelregierung hatte in ihrem Koalitionsvertrag für die 20. Legislaturperiode längst überfällige Reformen angekündigt, damit ‚Deutschland in allen Bereichen des öffentlichen und privaten Lebens insbesondere in den Bereichen Wohnen, Mobilität, Gesundheit und im Digitalen Bereich barrierefrei wird. Zudem sollen private Anbieter von Gütern und Dienstleistungen zum Abbau von Barrieren oder, soweit dies nicht möglich ist, zum Ergreifen von angemessenen Vorkehrungen verpflichtet werden.'“ So heißt es im aktuellen Newsletter des Deutschen Behindertenrates, der im Juli 2024 erschienen und online abrufbar ist.
Veröffentlicht am 17.07.2024 07:10 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
DGS Symbol Gebärdensprache Foto: public domain
Hagen / Detmold (kobinet) Im Juli und August bieten die LWL-Freilichtmuseen Hagen und Detmold barrierefreie Führungen für gehörlose Gäste in ihrer Muttersprache, in der Deutschen Gebärdensprache, an. Die Kosten für die Verdolmetschung übernimmt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL). „Es ist uns wichtig, dass Kultur für alle Menschen zugänglich ist. Deshalb bieten wir nicht nur barrierefreie Angebote, sondern auch Führungen, bei denen die Gebärdenverdolmetschung kostenfrei ist“, so LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger.
Veröffentlicht am 17.07.2024 07:03 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Plakat zum Randgruppenkrawall am 10.8.2024 in München Foto: Patricia Koller
München (kobinet) Auch in diesem Jahr macht sich der Protest behinderter Menschen im Rahmen des Randgruppenkrawall mit einer Kundgebung am 10. August ab 14:00 Uhr auf dem Marienplatz in München Luft. Darauf hat Patricia Koller, die Organisatorin des Behindertenprotestes, die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht. Mit dabei wird u.a. auch Nancy Frind sein, die sich wie derzeit viele dafür einsetzt, dass die Regierungskoalition ihre im Koalitionsvertrag gemachen Versprechen zur Barrierefreiheit einhält. Vor kurzem hat die Aktivistin aus Thüringen bei einer Reise in ihre süddeutsche Heimat erleben müssen, wie Barrieren an Bahnhöfen die Reise erheblich erschweren kann.
Veröffentlicht am 17.07.2024 06:52 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Podcast hören Foto: Pixabay/Tumisu
Bremen (kobinet) „Schwerbehindert und superfit, doch der Job fehlt“, so lautet der Titel eines Podcast, der auf Bremen Zwei ausgestrahlt wurde und in der Mediathek zur Verfügung steht. „Martin Hassenpflug kann viel – aber was er will, wird ihm nicht zugetraut. Weil sich bei der Geburt die Nabelschnur um seinen Hals wickelte, ist er spastisch gelähmt und Tag und Nacht auf Hilfe angewiesen. Oder, wie es der 47-Jährige selbst formuliert: ‚Ich hab‘ den ersten Bungee-Sprung meines Lebens verkackt‘. Martin Hassenpflug hat Soziale Arbeit studiert und wünscht sich unbedingt einen Job auf dem ersten Arbeitsmarkt. Bisher hat das nicht geklappt, obwohl der True-Crime-Fan und Hobbyfotograf einiges zu bieten hätte: Lebenserfahrung, Menschenkenntnis und große Geduld“, heißt es in der Ankündigung des Podcast.
Stuttgart (kobinet) Der Intensivpflegeverband Deutschland ruft zu einer Kundgebung auf am 19. Juli in Stuttgart unter dem Motto „Genug ist genug!“ auf. „Wir möchten eine Kundgebung mit allen Diensten, Patienten und Patientinnen, deren Familien, Pflegekräften und Kolleginnen und Kollegen von Providern auf dem Karlsplatz in Stuttgart mit unserem Verband und allen Betroffenen abhalten. Die Kundgebung wird im Vorfeld angemeldet werden. Daher brauchen wir Eure Unterstützung. Diese Fremdbestimmung durch die Kostenträger betrifft nicht nur uns, sondern auch Patienten und Patientinnen, die ihre Selbstbestimmung verlieren. Mediziner, Pflegekräfte und Provider sehen sich in ihrer Expertise nicht mehr wertgeschätzt. Entscheidungen, die für die Patienten und Patientinnen von größter Bedeutung sind und massiv in ihr Leben eingreifen, werden fernab der Betroffenen, oft nur auf Basis der von Aktenlage, getroffen“, heißt es im Aufruf für die Kundgebung am 19. Juli um 15:00 Uhr auf dem Karlsplatz in Stuttgart.
Veröffentlicht am 16.07.2024 08:43 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Leichte Sprache – eine Voraussetzung fürTeilhabe und Selbstbestimmung Foto: Lebenshilfe Bremen
München (kobinet) Die Netzwerkgruppe Bayern der Büros für Leichte Sprache hat sich online in der Videokonferenz mit dem Beauftragten der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung Holger Kiesel getroffen, um ein Positionspapier zum Einsatz künstlicher Intelligenz im Bereich der Leichten Sprache vorzustellen. Dabei wurde eins klar: „Es geht nicht darum, die künstliche Intelligenz abzulehnen. Ganz im Gegenteil. Wir stehen der sinnvollen Entwicklung und den Vorteilen der KI offen gegenüber“, so „sag’s einfach“-Büroleiter Sebastian Müller.
Veröffentlicht am 16.07.2024 08:37 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
No body found to use for abstract… Foto: BA
Nürnberg (kobinet) Die Bundesagentur für Arbeit hat ihren jährlichen Bericht zur Arbeitsmarktsituation schwerbehinderter Menschen veröffentlicht. Demnach waren 2022 1,12 Millionen schwerbehinderte oder gleichgestellte Menschen bei Arbeitgebern mit mindestens 20 Arbeitsplätzen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der schwerbehinderten Beschäftigten um 7.000 (+0,6 Prozent) gestiegen. Rund ein Viertel bzw. 46.000 der beschäftigungspflichtigen Arbeitgeber*innen haben ihre Pflichtarbeitsplätze überhaupt nicht besetzt und beschäftigen keine schwerbehinderten Menschen, heißt es u.a. in der Presseinformation der Bundesagentur zur Arbeit.
Veröffentlicht am 16.07.2024 08:23 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Daniel Büter Foto: privat
München (kobinet) Der Landesverband Bayern der Gehörlosen ist erfreut, Daniel Büter als neuestes Mitglied im Team der Geschäftsstelle willkommen zu heißen. Seit dem 1. Juli 2024 bereichert Daniel Büter als hauptamtlicher Referent für politische Arbeit den Verband durch seine tiefgreifende Sachkenntnis und seinen dynamischen Einsatz. Geboren 1978 in Jena und aufgewachsen in Halberstadt, absolvierte Daniel Büter die Allgemeine Hochschulreife im Bereich Wirtschaft an der Rheinisch-Westfälischen Kollegschule für Hörgeschädigte in Essen. Anschließend studierte er an der Universität zu Köln Lehramt für Sonderpädagogik mit den Förderschwerpunkten Hören/Kommunikation und Lernen sowie den Studienschwerpunkten Erziehungswissenschaft und Sozialwissenschaften (Politik, Soziologie und Wirtschaft), heißt es u.a. in einer Presseinformation des Landesverband Bayern der Gehörlosen.
Berlin (kobinet) „‚Was ist, wenn es mir passiert?‘ Tipps für Beschäftigte mit (drohender) Behinderung“, so lautet der Titel eine Broschüre, die vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) herausgegeben wird. Der Ratgeber bietet praktische Hilfe für Beschäftigte, die von einer langen und/oder schweren Erkrankung betroffen sind bzw. eine Behinderung erworben haben und umfasst 56 Seiten.
Veröffentlicht am 15.07.2024 19:58 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
KI mit Brandenburger Tor mit Aufschrift BGG? unter großer Lupe Foto: Juliane Harms mit KI gestaltet
Berlin (kobinet) Langsam aber sicher entwickelt es sich zu einem Mysterium, wo der Referentenentwurf für die versprochene Reform des Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) abgeblieben sein könnte. Juliane Harms hatte letzte Woche vor dem Bundesfinanzministerium mit ihrer Lupe vergeblich nach dem Entwurf gesucht und immer mehr behinderte Menschen machen sich auf die Suche nach den Reformvorschlägen für mehr Barrierefreiheit. Aber auch zum Anfang der neuen Woche ist Juliane Harms vom Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) trotz Unterstützung durch Künstliche Intelligenz nicht fündig geworden. Nach der Einigung für den Haushaltsplan 2025 hatten behinderte Menschen und ihre Verbände gehofft, dass nun der Referentenentwurf endlich veröffentlicht wurde, aber hier heißt es immer noch Fehlanzeige. Am Brandenburger Tor hat Juliane Harms den Entwurf heute am 15. Juli 2024 leider auch nicht gefunden, trotz ihrer großen Lupe.
Veröffentlicht am 15.07.2024 16:19 von Stephan Laux in der Kategorie Kolumne
verwaiste Hängematte von Stephan Laux Foto: Stephan Laux
Villmar – Weyer (Kobinet)
Villmar – Weyer (Kobinet) Im Allgemeinen wird davon abgeraten, Bären aus dem Winterschlaf aufzuschrecken. Einen Kolumnisten aus seiner Sommerpause zu reißen, kann aber auch zu einem Problembärverhalten führen.
Die Stadtverwaltung Limburg hat auch in diesem Jahr einen Tag der Selbsthilfe ausgerufen. Am 21. September findet dieser Tag, in diesem Jahr, unter dem Motto „Sei dabei – Limburg barriereFrei“ statt. Dieses Motto hat Stephan Laux veranlasst, seine Sommerpause kurz zu unterbrechen.
Veröffentlicht am 15.07.2024 13:10 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Mevlida Omerovic aus der Geschäftsstelle des Krisendienstes zeigt den Jahresbericht 2023 Foto: Krisendienst Psychiatrie Oberbayern
MÜNCHEN (kobinet) In Oberbayern suchen immer mehr die Hilfe des Krisendienstes der Psychiatrie Oberbayern. Das zeigt der kürzlich veröffentlichte Jahresbericht 2023. In den Krisendiensten Bayern werden die unterschiedlichen Kompetenzen der psychiatrischen Versorgung gebündelt: ambulante und sozialpsychiatrische Beratung und Therapie sowie ambulante und klinisch medizinische Versorgung.
Veröffentlicht am 15.07.2024 07:45 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung
Cover des IGEL-Podcast von Ellen Keune mit Ulrike ‚Ehler Foto: IGEL-Media
Schorndorf (kobinet) „Ich wünsche euch den Mut, die Welt auf den Kopf zu stellen“, so lautet der Titel des aktuellen Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). Zum nunmehr dritten Mal wurde der IGEL-Podcast von Ellen Keune gestaltet, die alle zwei Monate einen Podcast zur Persönlichen Zukunftsplanung veröffentlicht. Dieses Mal war Ulrike Ehler bei Ellen Keune im IGEL-Podcast zu Gast, die ihre Geschichte und Geschichten zur Persönlichen Zukunftsplanung erzählte.
Veröffentlicht am 15.07.2024 07:17 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Bild vom Workshop Foto: Universität Luxemburg
Luxemburg (kobinet) „Welche Arbeit braucht die inklusive Gesellschaft?“ Dies war der Titel von einem von einer Reihe von Workshops, die im Rahmen der vom luxemburgischen Familienministerium organisierten Inklusionsmesse unter dem Motto „Alles Normal – LETZ CELEBRATE INCLUSION“, die am 12. und 13. Juli 2024 in Luxemburg stattfand. Bei dem von der Universität Luxemburg organisierten Workshop zur inklusiven Arbeit stellte sich einerseits das von der Universität betriebene Projekt PATH_CH-Lux – Wege in den Arbeitsmarkt von jungen Menschen mit Behinderungen in der Schweiz und in Luxemburg – vor und andererseits bot eine Lesung von Ottmar Miles-Paul mit seinen Leseassistent*innen Susanne Göbel und Peter Stabenow aus dem Roman „Zündeln an den Strukturen“ den Rahmen für eine engagierte Diskussion zum Thema. Die Veranstaltung, die auch im Livestream übertragen wurde, wurde mittlerweile auf YouTube eingestellt und kann damit auch im Nachhinein ab 1:51:00 verfolgt werden.
Veröffentlicht am 15.07.2024 06:46 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Pride Parade am 13.7.2024 in Berlin Foto: Bündnis Pride Parade
Berlin (kobinet) Am 13. Juli 2024 zog die mittlerweile 11. behindert + verrückt feiern Pride Parade in Berlin von der Hasenheide zum Kottbusser Tor. Rund 800 Menschen folgten nach Informationen der Veranstalter*innen dem Aufruf. Forderungen in diesem Jahr waren: Ein wirklich inklusiver Zugang zu Schule und Arbeitswelt. Keine Sanktionen für behinderte und verrückte Menschen im Bürgergeld. Selbstbestimmung bei der Gesundheitsversorgung. Ein Ende von Gewalt, Wegsperren und Zwang in Krankenhäusern, wie es in der Presseinformation der Veranstalter*innen heißt. Der rbb berichtete über die Pride Parade in einem knapp dreiminütigen Filmbericht.
Kleve (kobinet) Den eigenen Wohnort aktiv mitgestalten, sich für Inklusion in den verschiedenen Lebensbereichen einsetzen, Barrieren vor der eigenen Haustür abbauen – all das geht in der Kommunalpolitik. Wie genau, das können interessierte Menschen mit Behinderungen aus dem Kreisgebiet Kleve jetzt beim kostenlosen Workshop „Tschüss Barrieren, hallo Vielfalt“ erfahren, der am Donnerstag, 22. August 2024, von 15 bis 19 Uhr im Kreishaus in Kleve (Maywaldsaal) stattfindet. Anmeldungen sind ab sofort möglich. „Dieser Workshop kann einen ersten Beitrag dazu leisten, die gleichberechtigten Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in der Kommunalpolitik zu verbessern“, so Landrat Christoph Gerwers. „Auch hier hilft Vielfalt, um die Belange unterschiedlicher Gruppen besser in den Blick zu nehmen.“
Veröffentlicht am 15.07.2024 02:10 von Hans-Willi Weis in der Kategorie Kolumne
Uneasy summertime, dennoch gelassen – der Buddha im Hinterstädtchen Foto: Hans-Willi Weis
Staufen (kobinet) Moment mal, da stimmt was nicht. Muss es nicht heißen, „summertime and the living is easy“? Müsste es, wäre die Welt und wären ihre Sommer noch in Ordnung, so wie sie es gewesen sind, als Janis Joplin ihre Cover-Version des Songs in den späten Sechzigern aufgenommen hat. Inzwischen, in den Zwanzigern des 21. Jahrhunderts, ist die Welt nicht mehr in Ordnung und die Sommerzeit no longer easy. Von wegen „fish are jumping“ und „nothing can harm you“, umgekehrt, alles bedrohlich und in den Flüssen treiben die Fische bäuchlings zum Himmel an der Wasseroberfläche. Mit der schönen Melancholie des uns in sommerlicher Unbeschwertheit, in seliger Weltvergessenheit wiegenden Evergreens, ist es ein für alle Mal vorbei. Die Klimakatastrophe hat sie weggefegt. Summertime ist Hitze und Hagel, Feuer und Flut. Was nun?