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Geplante Kürzungen sparen Freiwilligendienste kaputt

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Foto: Gerhard Bartz

STUTTGART (kobinet) Der Paritätische Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg betrachtet die im Bundeshaushalt 2025 geplanten Minderausgaben um 40 Millionen Euro bei den Freiwilligendiensten mit großer Sorge. Aus Sicht dieses Sozialverbandes ist fast jeder siebte Freiwilligenplatz im Land in Gefahr



Durch Mittelkürzungen beim Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) um 14 Prozent und beim Bundesfreiwilligendienst (BFD) um 11 Prozent würde sich in Baden-Württemberg die Zahl der FSJ-Plätze (12.500) um 1.750 auf zirka 10.750 und der BFD-Plätze (3.800) um 418 auf 3.382 verringern. Der Verband warnt davor, die Freiwilligendienste kaputt zu sparen. Kürzungen würden unweigerlich zum Platzabbau bei den Freiwilligendiensten führen. Vielen jungen Menschen werde so ein wertvolles Orientierungs- und Bildungsjahr vorenthalten und weniger junge Menschen würden einen sozialen Beruf ergreifen. Denn etwa 70 Prozent könnten sich nach einem Freiwilligendienst einen sozialen oder Gesundheitsberuf vorstellen.

„Mittelkürzungen bei den Freiwilligendiensten würden bedeuten, dass sich die Zahl der Plätze verringere und weniger Menschen mit sozialen Berufen in Berührung kämen. Dabei ist der Freiwilligendienst für viele der Einstieg in einen sozialen Beruf. Das ist von unschätzbarem Wert für soziale Einrichtungen im Kampf gegen den Fachkräftemangel“, sagt Uta-Micaela Dürig, Vorständin Sozialpolitik des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Baden-Württemberg.

„Auch zusätzliche Angebote, für die dem ohnehin überlasteten Personal oftmals die Zeit fehlt wie gemeinsames Kochen, Spazierengehen sowie Spieleabende, drohten dann wegzufallen – das stellt einen Verlust an Lebensqualität für die Betroffenen dar. Am Ende haben die Klient*innen in den sozialen Einrichtungen das Nachsehen. Das kann politisch nicht gewollt sein und ist auch gesamtgesellschaftlich nicht vertretbar“, so Dürig weiter.

Auch sollte jeder junge Mensch die Chance und Möglichkeit haben, den Freiwilligendienst als Orientierungs- und Bildungsjahr zu nutzen. Da seien Kürzungen im Bundeshaushalt 2025 das falsche Signal für die junge Generation.