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Welche Arbeit braucht die inklusive Gesellschaft?

Bild vom Workshop
Bild vom Workshop
Foto: Universität Luxemburg

Luxemburg (kobinet) "Welche Arbeit braucht die inklusive Gesellschaft?" Dies war der Titel von einem von einer Reihe von Workshops, die im Rahmen der vom luxemburgischen Familienministerium organisierten Inklusionsmesse unter dem Motto "Alles Normal - LETZ CELEBRATE INCLUSION", die am 12. und 13. Juli 2024 in Luxemburg stattfand. Bei dem von der Universität Luxemburg organisierten Workshop zur inklusiven Arbeit stellte sich einerseits das von der Universität betriebene Projekt PATH_CH-Lux - Wege in den Arbeitsmarkt von jungen Menschen mit Behinderungen in der Schweiz und in Luxemburg - vor und andererseits bot eine Lesung von Ottmar Miles-Paul mit seinen Leseassistent*innen Susanne Göbel und Peter Stabenow aus dem Roman "Zündeln an den Strukturen" den Rahmen für eine engagierte Diskussion zum Thema. Die Veranstaltung, die auch im Livestream übertragen wurde, wurde mittlerweile auf YouTube eingestellt und kann damit auch im Nachhinein ab 1:51:00 verfolgt werden.



Das luxemburgische Ministerium für Familie, Solidarität, Zusammenleben und Unterbringung von Flüchtlingen lud zu der Veranstaltung „Alles normal – Lëtz Celebrate Inclusion“ am 12. und 13. Juli 2024 im Forum Geesseknäppchen in Luxemburg ein.

Die Veranstaltung umfasste 3 thematische Schwerpunkte:

1. Die Informationsmesse („Infomaart“) bot mehr als 40 Ausstellern die Möglichkeit, ihre Organisation und ihre Projekte vorzustellen und über ihre Dienstleistungen und Angebote zu informieren.

2. Das Kolloquium „Wëssenswert“ umfasste Vorträge, Kurse, Diskussionsrunden und Präsentationen, die Beispiele für bewährte Verfahren und nützliche Informationen boten. Außerdem wurden Kurse zur Einführung in die Brailleschrift, Gebärdensprache und einfache/leichte Sprache angeboten.

3. Im Rahmen von „Mat dobäi“ wurden Situationen durchgespielt, die einen Einblick in die Erfahrungen einer Person mit einer Behinderung gaben. Zudem konnte man an sportlichen und spielerischen Aktivitäten für Jung und Alt teilnehmen und sich mit Vertreter*innen und Aktivist*innen austauschen, wie es in der Ankündigung der Veranstaltung hieß.

Link zu weiteren Infos zur Veranstaltung

„In der modernen Gesellschaft gilt Arbeit als zentraler Schlüssel zur gesellschaftlichen Teilhabe und Integration. Das durch Arbeit erwirtschaftete Einkommen sichert den Lebensunterhalt und ermöglicht die Gestaltung der individuellen Lebensführung. Arbeit vermittelt soziale Anerkennung und Status. Die Teilnahme am gesellschaftlichen Leistungstausch und an Prozessen sozialer Kooperation bildet die Grundlage für die Erfahrung gesellschaftlicher Solidarität und ist Ansatzpunkt für die Demokratisierung der Arbeitswelt. Für die soziale Inklusion von Menschen mit Behinderung ist die Teilnahme an Arbeit daher von besonderer Bedeutung. Aktuelle Zahlen von STATEC belegen eine Erwerbsbeteiligung behinderter Menschen (im Alter von 20-64 Jahren) von 57% (STATEC 2024)“, heißt es in der Ankündigung des Workshops der Universität Luxemburg zur inklusiven Arbeit.

Und weiter heißt es dort: „Im Workshop La Societe inclusive et le travail möchten wir die Frage nach der Bedeutung von Arbeit für die soziale Inklusion mit Ihnen diskutieren. Dabei richten wir den Blick auf die unterschiedlichen sozialen Funktionen von Arbeit. Arbeit ist mehr als nur Einkommenssicherung, sie kann mit mehr oder weniger Anerkennung verbunden sein und die soziale Teilhabe der Arbeitenden fördern oder erschweren. Zugleich können oder wollen nicht alle Menschen arbeiten. Wir fragen daher: was heißt gute Arbeit im Zusammenhang mit Inklusion? Wie lassen sich unterschiedliche Bedürfnisse in einem Konzept guter Arbeit abbilden? Wie kann Arbeit in der inklusiven Gesellschaft so organisiert werden, dass sie unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht wird? Als Gast haben wir Ottmar Miles- Paul, ehemaliger Landesbeauftragter für die Belange behinderter Menschen von Rheinland-Pfalz (Deutschland) und Initiator von kobinet-nachrichten (https://kobinet-nachrichten.org) eingeladen. Nach der Lesung von Auszügen aus seinem Roman ‚Zündeln an den Strukturen‘ (Aufsatz / Zündeln an den Strukturen (uibk.ac.at) wird er seine langjährigen Erfahrungen in der Selbstvertretung behinderter Menschen in unsere Diskussion einbringen.“

Link zum Forschungsprojekt

In der Aufzeichnung des Livestream sind auch weitere Workshops dokumentiert und können auf YouTube angschaut werden, so beispielsweise auch der Workshop von Jenny Bießmann von aktiv und selbstbestimmt (akse) aus Berlin zum Thema Persönliche Assistenz.

Link zur Aufzeichnung des Livestream der Veranstaltung ab 1:51:00 auf YouTube