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Berlin (kobinet) Alle Jahre wieder wird der Schichtwechsel zwischen behinderten Beschäftigten in Werkstätten für behinderte Menschen und Mitarbeitern bei Arbeitgebern auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt öffentlichkeitswirksam gepriesen und beklatscht. „Toll, dass Unternehmen ihre Türen für behinderte Menschen aus Werkstätten für behinderte Menschen an diesem Tag öffnen. Toll, dass Beschäftigte aus Unternehmen einen Tag lang in Werkstätten arbeiten, um diese kennenzulernen und Vorurteile abzubauen“, mag die eine oder der andere da denken. Kritischere Geister fragen sich, was bei diesem sogenannten „Schichtwechsel“, der zuweilen auch als „Sichtwechsel“ verstanden werden will, für die behinderten Menschen konkret herauskommt, die mit einem Durchschnittslohn von ca. 230 Euro pro Monat weit unter dem Mindestlohn und ohne ernsthafte Vermittlungschancen von ca. 0,35 Prozent im Jahr in einem Aussonderungssystem verharren müssen. Anlass für einen Kommentar von kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul, der sich fragt, ob der sogenannte Schichtwechsel eher der Propaganda für ein Aussonderungssystem unterhalb des Mindestlohns statt der Vermittlung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt dient.








































