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Demo für Gleichstellung behinderter Menschen am 5. Mai in Erfurt

Sharpic zur Demo am 5.5.2023 in Erfurt
Sharpic zur Demo am 5.5.2023 in Erfurt
Foto: LaFit und FFF

Erfurt (kobinet) Am 5. Mai gehen behinderte Menschen und ihre Verbündete nicht nur in Berlin auf die Straße, um für die Gleichstellung und Selbstbestimmung behinderter Menschen zu demonstrieren. Am Europäische Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen findet auch in Erfurt eine Demonstration zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen statt, wie Nancy Frind vom Landesverband für Frauen mit Behinderungen in Thüringen mitteilt. Ein Bündnis verschiedener Verbände lädt für Freitag, den 5. Mai, um 16:00 Uhr zur Demonstration am Anger in Erfurt ein.

Wo bleibt die versprochene Reform des Antidiskriminierungsrechts?

Symbol Fragezeichen

Berlin (kobinet) „Wo bleibt die versprochene Reform des Antidiskriminierungsrechts?“ Diese Frage beschäftigt nicht nur viele Behindertenverbände, sondern auch den Lesben- und Schwulenverbands (LSVD). Die Bundesregierung habe im Koalitionsvertrag eine Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) angekündigt. Das zuständige Bundesjustizministerium habe jedoch bisher weder einen Gesetzentwurf noch ein Eckpunktepapier vorgelegt. Der LSVD appelliert daher an Bundesjustizminister Buschmann und die Bundestagsabgeordneten der demokratischen Fraktionen, die dringend notwendige Reform zeitnah umzusetzen.

Europäisches Parlament bietet Anreize zur Beschäftigung behinderter Menschen

Flagge der EU
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Foto: gemeinfrei

Brüssel (kobinet) Das Europäische Parlament startet auch im Jahr 2023 ein Ausleseverfahren als positive Maßnahme, um Menschen mit Behinderung anzustellen. Darauf hat die Europaparlamentsabgeordnete Katrin Langensiepen aufmerksam gemacht. „Ein solches Verfahren wird bereits zum neunten Mal in Folge angeboten. Das Parlament erlangt dadurch einen breit gefächerten Zugang zum Arbeitsmarkt und kann kompetente Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger mit einer Behinderung für sich gewinnen“, heißt es in der Ankündigung des Europäischen Parlaments. Bis zum 25. April werden Bewerbungen noch angenommen.

Inklusion in der Schule geht anders: “Opfer bringen” nicht falsch verstehen

Jennifer Sonntag am Laptop
Jennifer Sonntag am Laptop
Foto: privat

Halle (kobinet) „‚Opfer bringen‘ nicht falsch verstehen! In meiner aktuellen Kolumne auf #dieneuenorm spreche ich darüber, welche Erfahrungen ich mit dem Thema Inklusion in der Schule gemacht habe. Meine persönliche Geschichte ist ein Beispiel dafür, wie Inklusion an der Schule nicht laufen sollte. Ich habe sie deshalb oft lieber nicht erzählt, um Inklusionsgegner*innen nicht in die Karten zu spielen. Heute denke ich, dass ich gerade als Befürworterin der Inklusion von meinen Erfahrungen berichten muss, damit sich aus den Fehlern von damals ableiten lässt, wie wir es heute besser machen können. Inklusion lernen wir nur durch Inklusion. Die Verantwortung dafür darf allerdings nicht allein beim behinderten Kind liegen. Welche Parameter sind aus eurer Sicht für gelingende Inklusion an der Schule wichtig?“ So kündigt die Journalistin Jennifer Sonntag ihre neueste Kolumne für Die Neue Norm mit dem Titel „Inklusion in der Schule geht anders: ‚Opfer bringen‘ nicht falsch verstehen“ auf Facebook an.

Arbeitslosigkeit Schwerbehinderter anhaltend hoch

Verschiedene Zahlen bunt gemischt
Verschiedene Zahlen bunt gemischt
Foto: Susanne Göbel

Nürnberg (kobinet) 166.001 schwerbehinderte Menschen waren im März 2023 arbeitslos gemeldet. Damit verharrt die Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen weiterhin auf hohem Niveau. Im März 2019, also vor der Corona-Pandemie, waren mit 154.809 wesentlich weniger schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet als derzeit. Ob das nach Ansicht vieler Verbände eher verhalten zusammengestrickte Gesetz zur Fördderung eines inklusiven Arbeitsmarkts, das am 21. April zur Verabschiedung im Deutschen Bundestag ansteht, in dieser Form ernsthafte Verbesserungen bringt, steht noch in den Sternen.

mitMenschPreis zum siebten Mal ausgeschrieben

Logo des BeB
Logo des BeB
Foto: Bundesverband evangelische Behindertenhilfe

Berlin (kobinet) Der evangelische Fachverband für Teilhabe (BeB) schreibt zum siebten Mal den mitMenschPreis aus. Gesucht werden Projekte und Initiativen in Angeboten der Eingliederungshilfe oder Sozialpsychiatrie, die insbesondere Menschen mit Lernschwierigkeiten, psychischer Erkrankung und/oder hohem Unterstützungsbedarf mehr selbstbestimmte Teilhabe ermöglichen. Preisgeld-Stifter ist wieder die Curacon GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Ausgezeichnet werden erstmals drei Projekte, die ein Preisgeld gestaffelt von 8.000, 5.000 bzw. 3.000 Euro erhalten. Außerdem werden Videodokumentationen über die preisgekrönten Projekte produziert. Bewerbungsschluss ist der 17. November 2023.

Christian Judith im Spitzenteam für die Kreistagswahl in Schleswig-Flensburg

Christian Judith
Christian Judith
Foto: Bündnis 90/Die Grünen Schleswig-Holstein

Brarupholz (kobinet) Zusammen mit Ute Bergfeld bildet der langjährige Aktivist der Behinderten- und Anti-Atomkraft-Bewegung Christian Judith das Spitzenteam der Grünen im Kreis Schleswig-Flensburg bei der Kommunalwahl am 14. Mai. Christian Judith, der ein Dreirad nutzt, will mit seiner Kandidatur unter anderem das Engagement für eine vielfältige Gesellschaft stärken und dies in den Kreistag einbringen. Auf Platz 2 der Liste hat er gute Chancen, zukünftig die Politik im Kreis Schleswig-Flensburg mitzugestalten. Um die Stärkung der Selbstvertretung behinderter Menschen geht es auch bei einer Online-Veranstaltung mit dem Titel „In der Politik etwas bewegen – behinderte Abgeordnete berichten“, die das NETZWERK ARTIKEL 3 in Zusammenarbeit mit dem Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) im Rahmen des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung behinderter Menschen am 2. Mai von 17:00 bis 18:00 Uhr durchführt. Bis 15. April ist die Anmeldung hierfür noch möglich.

Neue*r Behindertenbeauftragte*r für Niedersachsen gesucht

Links weißes Pferd auf rotem Grund, rechts Schriftzug Niedersachsen
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Foto: gemeinfrei

Hannover (kobinet) „Im Land Niedersachsen ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt der Dienstposten/Arbeitsplatz der/des Landesbeauftragen für Menschen mit Behinderung (m/w/d) zu besetzen.“ So heißt es in der öffentlichen Stellenausschreibung des niedersächsichen Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung, „Vorausgesetzt werden die Befähigung zum Richteramt oder ein mit einem Master (oder einem vergleichbaren Abschluss) abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudiummit überwiegend verwaltungswissenschaftlichen, sozialwissenschaftlichen, politikwissenschaftlichen, gesundheitswirtschaftlichen oder sozialversicherungsrechtlichen Inhalten oder der Gesundheits-, Pflege- oder Rehabilitationswissenschaften oder ähnlicher für die Aufgabenwahrnehmung geeigneter Studiengänge“, wie es in der Ausschreibung heißt.

Innovative Brain-Computer-Interface-Technologie: Christian Bayerlein spricht auf TED-Konferenz

Christian Bayerlein
Christian Bayerlein
Foto: BJOERN LUBETZKI

Vancouver (kobinet) Die renommierte TED-Konferenz 2023 steht ganz im Zeichen von „Möglichkeiten“. Einer der Redner, der das Publikum inspirieren wird, ist der deutsche Webentwickler Christian Bayerlein. Er ist ein leidenschaftlicher Nerd, der sich für Wissenschaft und Science-Fiction begeistert. Studiert hat er Informatik und arbeitet als Webentwickler. Doch sein Leben ist nicht nur von Technologie geprägt – Bayerlein lebt mit spinaler Muskelatrophie (SMA) und ist auf umfassende Assistenz angewiesen. Auf der TED-Konferenz wird er zusammen mit Conor Russomanno, CEO von OpenBCI, über Brain-Computer-Interfaces (BCIs) sprechen. Das Unternehmen OpenBCI entwickelt seit 2014 nicht-invasive BCIs. Bei der Präsentation wird Bayerlein OpenBCIs neuronale Technologie verwenden, um mithilfe eines BCI eine Drohne in Virtual Reality zu steuern. Die Demonstration wird den Technikstand und zukünftige Möglichkeiten von BCIs aufzeigen und die Bedeutung von Technologie und Barrierefreiheit für behinderte Menschen hervorheben.

Inklusionsamt: Neuer Name soll Wandel dokumentieren

Symbol Information

Schwerin (kobinet) Am 3. April wurde das bisherige Integrationsamt im Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGuS) von Mecklenburg-Vorpommern zum Inklusionsamt umbenannt. Die Umbenennung spiegelt den veränderten gesellschaftlichen Anspruch der Behörde wider, wie es in einer Presseinformation heißt. Mecklenburg-Vorpommern ist das sechste Bundesland, das das Integrationsamt in Inklusionsamt umbenannt hat.

Für mehr Mobilitätsangebote in ländlichen Regionen

rote E-Lok
Zug im Gelände
Foto: Pixabay/Didgeman

Hannover (kobinet) Niedersachsen braucht dringend einen verbesserten Nahverkehr – gerade in ländlichen Regionen. Um dies voranzutreiben, sollen auch alte Bahnstrecken wieder nutzbar gemacht werden. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen kritisiert, dass in den vergangenen Jahren diesbezüglich nichts passiert sei. Positiv sieht er deshalb den Arbeitsstart des Lenkungskreises der Landesregierung am 11. April, der das Thema wieder nach oben auf die Agenda bringen soll.

Deutscher Vorentscheid zum International Low-Vision Song Contest am 14. April

Logo des DBSV
Logo des DBSV
Foto: DBSV

Berlin (kobinet) Der International Low-Vision Songcontest geht in die zweite Runde. Erneut wird er vom Jugendclub des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (DBSV) gemeinsam mit VIEWS International organisiert. Nach der erfolgreichen Premiere vor zwei Jahren mit blinden und sehbehinderten Künstlerinnen und Künstlern aus Europa wurde das Konzept nun ausgeweitet: Bei der Online-Veranstaltung im Mai treten Musik-Acts aus vier Kontinenten gegeneinander an. Wer dann für Deutschland auf die virtuelle Bühne steigt, entscheidet sich am 14. April. Ab 20 Uhr werden 17 Musikerinnen und Musiker mit Seheinschränkung ihre Songs vorstellen – von der klassischen Ballade bis zur Funpunk-Nummer. Im Anschluss wird es spannend, wenn das Online-Voting beginnt.

Dank an Irina Tischer für 300 Momentaufnahmen und viel mehr

Bunt gemalte  Ostereier
Osterndeko
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Am 9. April – am Ostersonntag – war es so weit. Pünktlich um 12:00 Uhr veröffentlichte Irina Tischer ihre 300. Momentaufnahme mit dem Foto einer Osterdeko mit vielen bunten Ostereiern in den kobinet-nachrichten. Und wie immer hatte die versierte Fotografin der kobinet-nachrichten auch ein entsprechendes Zitat zum Bild parat: „Licht, Liebe, Leben.“ lautete es dieses Mal und stammt von Johann Gottfried von Herder. Doch Irina Tischer gebührt nicht nur der Dank für die mittlerweile 300 Momentaufnahmen, die sie jeden Sonntag in das System der kobinet-nachrichten einstellt, sondern für viele weitere tolle Bilder, die sie den kobinet-nachrichten ehrenamtlich und kostenfrei seit vielen Jahren zur Verfügung stellt.

Sozialverband fordert besseren und barrierefreien Öffentlichen Nahverkehr

EisenbahnSignal freie Fahrt
Signal freie Fahrt
Foto: Pixabay/martaposemuckel

HANNOVER (kobinet) Mit dem Blick auf den heutigen Arbeitsstart des Lenkungskreises der Landesregierung fordert der Landesverband Niedersachsen des Sozialverbandes Deutschland (SoVD) einen verbesserten Nahverkehr – und das gerade in ländlichen Regionen. Um dies voranzutreiben, sollen auch alte Bahnstrecken wieder nutzbar gemacht werden. Der SoVD in Niedersachsen kritisiert, dass in den vergangenen Jahren diesbezüglich nichts passiert sei.

Audio-Guides in Leichter Sprache

Symbol leichte Sprache
Signet von Inclusion Europe für Texte in Leichter Sprache
Foto: Signet von Inclusion Europe

SAINT NAZAIRE (kobinet) Wenn es um Leichte Sprache geht, dann denke viele vor allem an entsprechend aufbereitete Texte. Leichte Sprache kann man jedoch nicht nur lesen, man kann sie auch sprechen und hören, also ebenfalls Audio-Guides oder Podcasts in Leichter Sprache aufnehmen. Auch dabei wäre allerdings etwas zu beachten. Woran man dabei vor allem denken sollte, das erklärt Andrea Halbritter in ihrem neuen Blog zum Thema Leichte Sprache.

IGEL-Podcast zu 20 Jahre SightCity

Logo des Podcast IGEL: Inklusion Ganz EInfach Leben
Logo des Podcast IGEL
Foto: Sascha Lang

Bad Segeberg / Frankfurt (kobinet) „20 Jahre SightCity – Der Treffpunkt der Blinden und Sehbehinderten Szene“, so lautet der Titel der aktuellen Ausgabe des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). Sascha Lang sprach dabei mit der neuen Geschäftsführerin der Messe, Dagmar Krutzki, darüber was die Gäste vom 10 – 12. Mai 2023 erwartet.

Bundesregierung muss Altersarmut endlich bekämpfen

Verena Bentele
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Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, haben knapp 1,2 Millionen Menschen im Dezember 2022 Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung bezogen. Dazu fordert die Präsidentin des Sozialverband VdK Verena Bentele, dass die Bundesregierung die Altersarmut endlich bekämpfen muss. Sie betont: „Immer mehr Rentnerinnen und Rentner sind auf Grundsicherung im Alter angewiesen, weil ihre Rente nicht zum Leben reicht. Will die Bundesregierung ernsthaft gegen Altersarmut vorgehen, muss sie mehr für diejenigen tun, die nach einem langen Arbeitsleben nur eine Rente unterhalb des Existenzminimums erhalten. Nach Ansicht des VdK ist ein Rentenniveau von mindestens 50 Prozent, idealerweise 53 Prozent, notwendig.“

Die Ampel lässt Menschen mit Behinderung bei Pflegereform im Stich

Logo der Lebenshilfe
Logo der Lebenshilfe
Foto: Lebenshilfe

Berlin (kobinet) Die Bundesvereinigung Lebenshilfe ist entsetzt über die am 5. April bekannt gewordenen Änderungen an der geplanten Pflegereform. An diesem Tag hat das Bundeskabinett den Entwurf zum Pflegeunterstützungs- und Entlastungsgesetz beschlossen. Aus Sicht der Lebenshilfe verdient das Gesetz seinen Namen nicht mehr. Denn nach den jüngsten Änderungen am Gesetzesentwurf ist das von Menschen mit Behinderung und ihren Angehörigen schon lange geforderte Entlastungsbudget – der gemeinsame Jahresbetrag für die Verhinderungs- und Kurzzeitpflege, Paragraf 42a Sozialgesetzbuch XI des Referentenentwurfes aus dem Gesundheitsministerium – nun gestrichen.

Schöne Ostern

Smiley-Fahne
Smiley-Fahne
Foto: Susanne Göbel

Kniebis (kobinet) Das Team der kobinet-nachrichten wünscht all seinen Leser*innen und Interessierten an den Nachrichten zur Behindertenpolitik schöne Ostertage und einen guten Vorgeschmackt auf einen schönen Frühling.

Katastrophen und Krieg, was macht das mit uns?

sitzt auf einer Bank am Wald
Hans-Willi Weis
Foto: Hans-Willi Weis

Berlin (kobinet) Corona, Klima, Krieg, derzeit vor allem der Krieg, wie geht es uns Behinderten mit alledem?

Oder direkter gefragt, wie geht es Euch damit? Denn wie es mir selber geht, weiß ich ja. Schlecht, kurz gesagt. Was genau mich bekümmert, dazu im Folgenden mehr.

Zehn Impulse zum Bundesteilhabegesetz

Symbol Paragraph

Mühltal (kobinet) „Das Bundesteilhabegesetz ist ein wichtiges Gesetz und soll zu mehr Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen beitragen. Leider erfolgt die Umsetzung nicht so reibungslos, wie es aus Sicht von vielen Menschen mit Beeinträchtigungen und Leistungserbringern wünschenswert wäre. Als einer der größten Träger der Eingliederungshilfe möchte die Nieder-Ramstädter Diakonie auch in Hessen die Diskussion zur Umsetzung des BTHG weiter intensivieren und hat dazu im April 2023 den Text ‚Das Recht auf Teilhabe! Zehn Impulse zum Bundesteilhabegesetz‘ verfasst. Diese Impulse richten sich vor allem an die Fachöffentlichkeit in Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Sozialwirtschaft. In der Arbeitsgemeinschaft Diakonische Behindertenhilfe und Psychiatrie der Diakonie in Rheinland-Pfalz hat die NRD an einem ähnlichen Positionspapier mitgewirkt“, heißt es in der Einführung zu den zehn Impulsen zum Bundesteilhabegesetz der Nieder-Ramstädter Diakonie.

Kritik an geplanter Neustrukturierung der Patientenberatung

Symbol Fragezeichen

Berlin (kobinet) Die geplante Neustrukturierung der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD) stößt bei Sozialverbänden auf Kritik. Mit dem Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) als dem wesentlichen Geldgeber sei die Unabhängigkeit der Beratung nicht gewährleistet, erklärten die Sozialverbände in einer Anhörung über den Gesetzentwurf (20/5334) der Bundesregierung. Darauf weist der Informationsdienst Heute im Bundestag im Hinblick auf die Anhörung des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestages zu einem Gesetzentwurf zur Einrichtung einer Stiftung Unabhängige Patientenberatung am 1. März hin.

Ausstellungen per Telefon besuchen

Schwarzes  Handtelefon leigt auf einem  Tisch
Telefon für interessante Gespräche
Foto: H. Smikac

HAMBURG (kobinet) Interessierte, die ein Museum oder eine Ausstellung nicht vor Ort besuchen können, können im Rahmen der Langen Nacht der Museen am 22. April ab 18.00 Uhr durch „Bei Anruf Kultur“ Führungen durch vier Ausstellungen von zuhause aus per Telefon erleben. Dazu sind während der Aktion „Bei Anruf Kultur“ in Hamburg die Leitungen an diesem Abend durchgängig freigeschaltet, Moderatoren leiten durch das Programm und die Guides in den Häusern reichen sich telefonisch den Staffelstab weiter. Die Teilnahme ist kostenfrei.

NDR Dokumentation: Mit dem Körper hören über Mischa Gohlke und seine Band

Mischa Gohlke mit Gitarre im Rampenlicht
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Foto: Mischa Gohlke

Hamburg (kobinet) Der NDR hat den Initiator des Vereins Grenzen sind relativ Mischa Gohlke und seine Band mehrere Tage begleitet und herausgekommen ist eine spannende 17 Minuten-Doku. „Ihr erfahrt, wie Mischa ‚trotz‘ oder gerade wegen seiner an Taubheit grenzenden Hörschädigung Profimusiker geworden ist und was Musik als Ganzes möglich machen kann“, heißt es im Newsletter von Grenzen sind relativ.

RBC Köln 99ers unterzeichnen Charta der Vielfalt

rollstuhlbasketball-em-motiv_300dpi von ING-DiBa

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KÖLN (kobinet) Vereinsslogan des Rollstuhlbasketball Club Köln 99ers sind „Inklusiv. Multikulturell.“ sowie zugleich sind diese Begriffe Vereinsphilosophie. Die Mitglieder, Spielerinnen und Spieler sowie Verantwortliche und Volunteers dieses Clubs leben diese Philosophie vor und geben sie neuen Mitgliedern aktiv weiter. Vielfalt prägt Zusammenarbeit und Erfolg als Rollstuhlbasketballclub in Köln und darüber hinaus. So lag es deshalb absolut nahe, die Charta der Vielfalt zu unterzeichnen.

Wie Barrierefreiheit im ÖPNV funktioniert

Rote Straßenbahn und hellgrüner Bus im Nahverkehr
Fahrzeuge im öffentlchen Nahverkehr
Foto: Pixabay/12019

KRAUTHEIM (kobinet) Barrierefreiheit im Öffentlichen Personennahverkehr und die Verpflichtungen aus dem Personenbeförderungsgesetz sind gegenwärtig häufig debattierte Themen. Der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter (BSK) will mit einer Online-Schulung dazu beitragen, das Wissen über Barrierefreiheit in diesem wichtigen Bereich der Mobilität zu vertiefen sowie auf eine breitere und aktive Beteiligung an der Gestaltung von Nahverkehrsplänen zu fördern.

SoVD zeigt Dokumentarfilm über inklusives Theaterprojekt

Masken die zur Hälft schwarz und weiß sind wobei eine Maske ein lachendes, die andere ein weinendes Gesicht zeigt.
Gesichter, die das Leben zeigen
Foto: Pixabay/Clker-Free-Vector-Images

HANNOVER (kobinet) Aus Sicht des Landesverband Niedersachsen des Sozialverbandes Deutschland (SOvD) passiert in Sachen Inklusion noch viel zu wenig. Umso wichtiger ist es, deutlich zu machen, dass Inklusion gut gelingen kann. Anlässlich des diesjährigen „Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen“ zeigt der SoVD deshalb den Dokumentarfilm „Inklusion bühnenreif“. Darin geht es um ein Theaterprojekt, das Menschen mit und ohne Behinderung zusammenbringt.

Versprechen an pflegende Angehörige einhalten

Porträt von Corinna Rüffer
Bild von Corinna Rüffer
Foto: Corinna Rüffer

Berlin (kobinet) Zum Kabinettsbeschluss des Gesetzentwurfes zur Unterstützung und Entlastung in der Pflege (PUEG) vom 5. April fordert die Berichterstatterin für Behindertenpolitik der Bundestagfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Corinna Rüffer, dass die Versprechen an pflegende Angehörige eingehalten werden. „Wichtige Maßnahmen zur Entlastung pflegender Angehöriger, die im Koalitionsvertrag vereinbart wurden, fehlen im Kabinettsentwurf. Pflegende Angehörige sind eine wichtige Säule im sozialen Gefüge unserer Gesellschaft. Dazu gehören auch Eltern mit behinderten Kindern. Sie sind durch die Mehrfachbelastung von Beruf, Pflege und Familie vielfach am Limit ihrer Kräfte“, betonte Corinna Rüffer.

Für viele Pflegebedürftige ist ein Heizungsaustausch unzumutbar

Verena Bentele
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Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Wichtige Forderungen des VdK wurden nach Angaben deren Präsidentin Verena Bentele jetzt im Gesetzentwurf zur Wärmewende berücksichtigt. Es sei der Erfolg des VdK, dass es Ausnahmeregelungen für Menschen über 80 und Bezieher von Sozialleistungen bei der Pflicht zum Heizungstausch gibt. Im Sinne der sozialen Verträglichkeit ist für den VdK unverhandelbar, dass Eigenheimbesitzer über 80 Jahre von der Verpflichtung zum Heizungsaustausch ausgenommen werden. Menschen in diesem Alter sollten nicht noch ihre letzten Lebensjahre mit einem aufwendigen Heizungsaustausch zubringen und womöglich noch einen Kredit beantragen müssen, den sie dann nicht erhalten.

Pflegereform: Paritätischer kritisiert Pläne von Lauterbach als halbherzig

Symbol Paragraph

Berlin (kobinet) Die am 5. April im Bundeskabinett beratenen Pläne für ein Gesetz zur Unterstützung und Entlastung in der Pflege kritisiert der Paritätische Wohlfahrtsverband als halbherzig und völlig unzureichend, um die sich verschärfenden Probleme in der Pflege zu lösen. Die Finanzierung der Pflegeversicherung sowie die wachsende Armut durch Pflegebedürftigkeit seien die Schlüsselthemen, für die es eine entschlossene Reform brauche. Diese bliebe der Bundesgesundheitsminister weiter schuldig.

Digitale Inklusion: Eye-Able von Habeck und Roth ausgezeichnet

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Margetshöchheim (kobinet) Der fränkische Spezialist für inklusive Webseiten, Web Inclusion GmbH, freut sich über die Auszeichnung als „Kultur- und Kreativpilot Deutschland“. Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung in der Alten Münze in Berlin würdigten Dr. Robert Habeck, Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, sowie Claudia Roth, Staatsministerin für Kultur und Medien, vor kurzem die Leistungen des Unternehmens. Ausgezeichnet wurde der Barrierefreiheits-Service von „Eye-Able“ zur Umsetzung der digitalen Barrierefreiheit.

ma.mo – Das Magazin für Inklusion und Mobilität

Titelbild von ma.mo
Titelbild von ma.mo
Foto: ma.mo

Hamburg (kobinet) „ma.mo – Das Magazin für Inklusion und Mobilität“ ist nun erstmals unter dem neuen Namen erschienen und ersetzt den ehemaligen „Rollstuhl-Kurier“. Der Anspruch der Redaktion ist, das Themenspektrum weiter anzureichern. „Denn Inklusion kann und darf sich nicht auf einige wenige Felder unserer Gesellschaft begrenzen lassen. So warten wir im aktuellem Magazin mit elf unterschiedlichen Rubriken auf und werden ab der Juniausgabe eine weitere, Kultur, dazu bekommen“, heißt es in einer Ankündigung der ma.mo-Redaktion.

So werden Games barrierefrei

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Berlin (kobinet) In einem Video zur Barrierefreiheit von Games sind Saskia Moes und Karolina Albrich von „Gaming ohne Grenzen“ zu Gast und geben spannende Einblicke in das Thema „Barrierfreiheit in Games“. „Im Video findest du auch To-do-Listen, wie du barrierefreie Spiele entwickeln kannst. Schau gerne auch bei „Gaming ohne Grenzen“ vorbei – da findest du alle Spiele, die sie schon auf Barrierefreiheit getestet haben: https://www.gaming-ohne-grenzen.de/„, heißt es in der Ankündigung des Videos, das auf YouTube eingestellt wurde.

SBV direkt mit Beiträgen zu betrieblicher Inklusionsarbeit

Logo VdK Baden-Württenberg
Logo VdK Baden-Württenberg
Foto: VdK Baden-Württenberg

STUTTGART (kobinet) Die neue Ausgabe des E-Magazins SBVdirekt des Sozialverband VdK Baden-Württemberg ist erschienen. Im Fokus steht dieses Mal das Thema: „Psychische Belastung am Arbeitsplatz“. Die neue Ausgabe von SBVdirekt beleuchtet damit im Zusammenhang stehende Themen mit Hinweisen zu neuen Podcasts, Webseminare und zur aktuellen Rechtsprechung.

Hans-Günter Heiden: 70 Jahre geballte Kompetenz

Hans-Günter Heiden
Hans-Günter Heiden
Foto: ISL

Berlin (kobinet) Wenn es in der Behindertenpolitik einen unermüdlichen Jäger und Sammler in Sachen Geschichte der Behindertenbewegung gibt, dann ist das Hans-Günter Heiden. Denn der in Berlin lebende Journalist und langjährige Streiter für die Gleichstellung behinderter Menschen verfügt nicht nur über ein enormes Wissen, was die Entwicklung der Behindertenbewegung und vor allem den Einsatz für Gleichstellungsgesetze angeht, sondern hat mittlerweile auch ein stattliches Archiv. Zu seinem 70. Geburtstag, den er heute am 5. April begehen kann, wird er jedoch nicht in Archiven wühlen, sondern hat sich auf den Weg nach Kamerun gemacht, wo er zusammen mit einigen Familienmitgliedern seinen 70. Geburtstag und den seiner Tochter feiern wird.

Janis McDavid möchte etwas bewirken und bewegen

Janis McDavid
Janis McDavid
Foto: Janis McDavid

Bremen (kobinet) „Ich will in einer Welt leben, in der Merkmale, die uns unterscheiden, nicht zur Unterscheidung führen.“ so lautet das Eingangszitat von Janis McDavid auf dessen Internetseite. „Janis McDavid ist leidenschaftlicher Lösungsfinder und sieht Wege, wo für andere Menschen keine erkennbar sind. Er zeigt Menschen und Unternehmen kreative Lösungen, wie sie ihre eigenen Ziele mutig verfolgen und dabei ins Handeln kommen“, heißt es weiter auf seiner Internetseite. Lisa Duncan hat nun ein Interview mit Janis McDavid mit dem Titel „Was wir brauchen, ist Umsetzungskraft“ im Weser Kurier veröffentlicht, in dem der Redner und Buchautor u.a. erklärt, warum es für Inklusion Mut braucht.

Leichte Sprache. Ein Ratgeber neu aufgelegt

Symbol leichte Sprache
Signet von Inclusion Europe für Texte in Leichter Sprache
Foto: Signet von Inclusion Europe

Berlin (kobinet) Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat die Publikation „Leichte Sprache. Ein Ratgeber“ erneut aufgelegt. Diese ist in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Leichte Sprache entstanden. Sie richtet sich insbesondere an die öffentliche Verwaltung und gibt zahlreiche praxisorientierte Tipps. Darauf hat die hessische Landesbehindertenbeauftragte Rika Esser in ihrem Newsletter aufmerksam gemacht.

Katastrophen und Krieg, was macht das mit uns?

sitzt auf einer Bank am Wald
Hans-Willi Weis
Foto: Hans-Willi Weis

Berlin (kobinet) Corona, Klima, Krieg, derzeit vor allem der Krieg, wie geht es uns Behinderten mit alledem?

Oder direkter gefragt, wie geht es Euch damit? Denn wie es mir selber geht, weiß ich ja. Schlecht, kurz gesagt. Was genau mich bekümmert, dazu im Folgenden mehr.