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Halle (kobinet) "'Opfer bringen' nicht falsch verstehen! In meiner aktuellen Kolumne auf #dieneuenorm spreche ich darüber, welche Erfahrungen ich mit dem Thema Inklusion in der Schule gemacht habe. Meine persönliche Geschichte ist ein Beispiel dafür, wie Inklusion an der Schule nicht laufen sollte. Ich habe sie deshalb oft lieber nicht erzählt, um Inklusionsgegner*innen nicht in die Karten zu spielen. Heute denke ich, dass ich gerade als Befürworterin der Inklusion von meinen Erfahrungen berichten muss, damit sich aus den Fehlern von damals ableiten lässt, wie wir es heute besser machen können. Inklusion lernen wir nur durch Inklusion. Die Verantwortung dafür darf allerdings nicht allein beim behinderten Kind liegen. Welche Parameter sind aus eurer Sicht für gelingende Inklusion an der Schule wichtig?" So kündigt die Journalistin Jennifer Sonntag ihre neueste Kolumne für Die Neue Norm mit dem Titel "Inklusion in der Schule geht anders: 'Opfer bringen' nicht falsch verstehen" auf Facebook an.
Link zur Facebookseite von Jennifer Sonntag
„Ich selbst war ein schulisches ‚Integrationsexperiment‘ der Nachwendezeit und bin in ein System hineingepuzzelt worden, was dafür einfach noch nicht bereit war. Die Lehrerschaft sprach von einer Ellenbogengesellschaft und viele meiner Mitschüler*innen definierten sich über Trend- und Markenklamotten oder rühmten sich mit den vermeintlich besseren Berufen ihrer Eltern. Unser Gymnasium lag in einem Neubauviertel, nahe an sozialen Brennpunkten, was Konkurrenzgedanken und Mobbing denen gegenüber begünstigte, die anders aussahen oder irgendwie nicht zum Sound dieser Schule passten. Ich war ein Teenager mit dicken Brillengläsern, die ‚Halbblinde‘, die man verlachte, mit ekligen Dingen bewarf und der man absichtlich Stolperfallen in den Weg stellte. Dabei hatte ich mich so auf das neue Schuljahr gefreut, war eine der wenigen, die aus der Glasglocke der Sonderschule auf ein ’normales‘ Gymnasium gehen durften. Auf der Regelschule jedoch war man auf meine Augenerkrankung wenig vorbereitet“, schreibt Jennifer Sonntag in der Einführung ihrer Kolumne.




