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Aktionsplan für inklusives Gesundheitswesen an UN-Behindertenrechtskonvention ausrichten

Hans-Günter Heiden
Hans-Günter Heiden
Foto: ISL

Berlin (kobinet) Derzeit wird im Bundesgesundheitsministerium (BMG) ein erster Entwurf des Aktionsplans für ein diverses, inklusives und barrierefreies Gesundheitswesen erarbeitet, nachdem die Sammlung von Vorschlägen und die Fachgespräche abgeschlossen sind. In dieser sensiblen Phase appelliert das „Bündnis inklusives Gesundheitswesen“ an die Verantwortlichen im BMG, den Aktionsplan an der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) auszurichten und erinnert an einige Basiskonzepte der UN-Behindertenrechtskonvention. „Alle Vorschläge und Maßnahmen sind im Licht der UN-Behindertenrechtskonvention beziehungsweise dieser Basiskonzepte zu prüfen und zu bewerten“, erläutert H.-Günter Heiden, Koordinator des Bündnisses. Bei den genannten Konzepten handelt es sich um Partizipation, Inklusion, Barrierefreiheit und angemessene Vorkehrungen.

Der schwierige Weg in den Arbeitsmarkt

Zwei Männer stehen neben einem Motorrad
Der job|inklusivo-Stand der Stiftung kreuznacher diakonie beim Info-Abend der Paul Moor Schule in Kusel: Inklusion ist unser Job
Foto: Stiftung kreuznacher diakonie/Gerhard Lötsch

BAD KREUZNACH/KUSEL (kobinet) Die Bundesregierung sagt, sie will mehr Menschen mit Behinderung in den Arbeitsmarkt integrieren. Die Zahlen jener Personen, welche diesen Weg gingen, ging jedoch zuletzt zurück. Dabei gibt es auch anderer Erfahrungen, zum Beispiel jene von Gerhard Lötsch. Er erklärt gerne, was er und seine Mitarbeiter über Job|inklusivo der Stiftung kreuznacher diakonie tun. Dies ist bundesweit eine der wenigen Institutionen, die den Übergang von Menschen mit Behinderung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt intensiv fördern. Im Gespräch mit Schülern und Eltern der Förderschule, informierten er und Michael Michel, welche Fördermöglichkeiten – auch für Arbeitgeber – es gibt.

Für eine UN-Altenrechtskonvention

Bild vom BAGSO-Flyer zur Altenrechtskonvention
Bild vom BAGSO-Flyer zur Altenrechtskonvention
Foto: BAGSO

Bonn (kobinet) Die Diskussion, ob es einer UN-Konvention über die Rechte älterer Menschen bedarf, wird bereits seit einigen Jahren engagiert geführt und steht zusehends auch in Deutschland auf der politischen Agenda. Welche Gründe sprechen für eine UN-Altenrechtskonvention und wie kann man die Forderung nach einem solchen internationalen Vertrag unterstützen? Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) hat hierzu nun eine Argumentationshilfe veröffentlicht, die sich an Personen und Organisationen richtet, die sich informieren möchten oder andere für das Thema sensibilisieren wollen.

Enormer Anstieg an behinderten Menschen im Gazastreifen erwartet

Blaue Hand, Finger bilden die Buchstaben HI, rechts daneben handicap international
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Foto: HI

Berlin (kobinet) Angesichts des Ausmaßes der Gewalt im Gazastreifen und der hohen Zahl von Verletzungen gibt es immer mehr Menschen, die dringend Physiotherapie, Prothesen und Hilfsmittel wie Rollstühle und Krücken benötigen. Die Reha-Fachkräfte der humanitären Hilfsorganisation Handicap International (HI) sehen eine stark wachsende Anzahl von Menschen mit Amputationen und befürchten einen Anstieg dauerhafter Behinderungen, wie es in einer Pressemitteilung von Handicap International heißt.

Verzeichnis der Rehabilitations- und Teilhabeforschenden

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Köln (kobinet) REHADAT, die Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation, die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation und die Deutsche Rentenversicherung Bund haben das aktuelle Verzeichnis der „Rehabilitations- und Teilhabeforschenden – Akteure und Themen in Deutschland 2024“ veröffentlicht. Das Verzeichnis informiert darüber, welche Personen zu welchen Themen der Rehabilitation, Teilhabe und Inklusion in Deutschland forschen. Darauf hat die hessische Landesbehindertenbeauftragte Rika Esser in ihrem Newsletter aufmerksam gemacht.

Behindert in der Öffentlichkeit – Was Deutsche von den Briten lernen können

Logo: SWR
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Foto: SWR

Kassel (kobinet) „Behindert in der Öffentlichkeit – Was Deutsche von den Briten lernen können“, so lautet ein Audiobeitrag, den SWR Kultur vor kurzem gesendert hat. „Amy Zayed ist Kulturjournalistin. Dass sie von Geburt an blind ist, teilt sie nicht mit, bevor sie auf einen Termin geht. Beim britischen Soldatensender BFBS, wo sie als Schülerin ein Praktikum machte, spielte ihre Behinderung keine Rolle. Sie wurde sofort Teil des Teams und schon bald als Reporterin eingesetzt. Erst als sie sich in deutschen Medien etablieren wollte, wurde ihre Blindheit zum ständigen Thema und sogar zum Hindernis. Amy Zayed spricht mit den Menschen, die sie auf ihrem Weg begleitet haben und mit anderen behinderten Menschen, die genau wie sie in der Öffentlichkeit stehen“, heißt es in der Ankündigung des 27minütigen SWR-Beitrags, auf den Sabine Lohner und Sascha Lang die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht haben.

Behindertenorganisation verklagt New Yorker Taxikommission

Taxis in New York City
Taxis in New York City
Foto: Foto von Life Of Pix

New York City (kobinet) Was in Deutschland meist stillschweigend hingenommen wird, dass die herkömmlichen Taxen für Rollstuhlnutzer*innen nicht barrierefrei nutzbar sind, ist beispielsweise in New York City schon seit vielen Jahren ein großes Thema. Weil die New Yorker Taxikommission nicht wie vereinbart bis zum Jahr 2020 zumindest 50 Prozent rollstuhlgerechte Taxis betrieben hat, wird diese jetzt von einer Behindertenorganisation verklagt. Darüber berichtet macht Markus Ladstätter im österreichischen Online-Nachrichtendienst BIZEPS.

Pflegebedürftige brauchen bessere Unterstützung

Die Hand einer älteren Person wird von der Hand einer jüngeren Person gehalten
Gute Pflege braucht ausreichend gute Pflegende
Foto: Pixabay/PublicDomainPictures

HANNOVER (kobinet) Ein großer Teil der Pflegebedürftigen wird auch in Niedersachsen von den Angehörigen zuhause gepflegt. Damit das auch bis ins hohe Alter möglich bleibt, ist eine gute Versorgung, unter anderem durch ambulante Pflegedienste, notwendig. Die Beratung des Sozialverbands Deutschland (SoVD) in Niedersachsen zeigt jedoch: Immer mehr Betroffene haben Probleme, entsprechende Unterstützung zu finden. Deshalb forderte der Verband anlässlich des gestrigen „Tags der älteren Generation“ schnelle Maßnahmen von der Politik.

KADOMO feiert 15jähriges Bestehen

KADOMO (Hilden). Reader-10 von Velopilger

HILDEN (kobinet) So manche Barriere ist derzeit nur mit entsprechenden Hilfsmitteln zu überwinden. Dazu braucht es Partner, wie die Mobilitätsmanufaktur KADOMO, welche jetzt das Jubiläum des 15jährigen Bestehens feiert. Seit der Gründung Anfang April 2009 hat KADOMO ständig geholfen, Barrieren zu durchbrechen und vielen Menschen den Weg zu mehr Teilhabe, Selbstständigkeit und Lebensqualität mit einem perfekt auf sie angepassten Fahrzeug geebnet.

Die bunte Bande – das gestohlene Fahrrad

Logo: Aktion Mensch
Logo: Aktion Mensch
Foto: Aktion Mensch

Bonn (kobinet) „Im Kinderbuch „Die bunte Bande – das gestohlene Fahrrad“ werden junge Leser*innen kindgerecht an Vielfalt und Inklusion herangeführt. Das Besondere daran: Mit drei verschiedenen Lesarten auf einmal ist dieses das erste barrierefreie Buch der Bunten Bande. Welche Lesarten das sind und wo das Buch zu bestellen ist, verraten wir dir anlässlich des internationalen Kinderbuchtags hier“, heißt es im Newsletter der Aktion Mensch mit Verweis auf den Beitrag.

Auf Eissschwimmen folgt für Tina Deeken die Triathlon-Saison

Frau mit Dicker Jacke und Pudelmütze auf einem Bootssteg im Winter. Stützt sich auf Gehstöcke. An Beinen Orthesen
Foto von Tina Deeken
Foto: Tobias Prüßner

Löningen / Springe (kobinet) „Die Eisschwimm-Saison ist beendet, ich bereite mich jetzt auf die Triathlon-Saison vor“, so fasste Tina Deeken ihr derzeitliges sportliches Wirken gegenüber den kobinet-nachrichten zusammen. Vor kurzem hat die Para-Sportlerin aus Löningen mit dem Rennrolli an einem Traditionslauf teilgenommen. Sie verbesserte ihre persönliche Bestzeit deutlich, wie es in einem Bericht der NWZ online heißt.

Sozialverband sorgt sich um Kindergrundsicherung

Geldscheine
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Foto: Irina Tischer

DÜSSELDORF (kobinet) Die Kindergrundsicherung sollte ein sozialpolitisches Prestigeprojekt werden, doch aktuell ist sie eine der größten Baustellen der Bundesregierung. Die Leidtragenden sind die Kinder! Nach Einschätzung des Sozialverbandes Deutschland (SoVD) in Nordrhein-Westfalen gilt dies vor allem für Nordrhein-Westfalen, wo die Lage besonders dramatisch ist. Laut Zahlen des Statistischen Bundes- und Landesamts gilt im bevölkerungsreichsten Bundesland mehr als jedes vierte Kind als armutsgefährdet – in der Stadt Gelsenkirchen sogar jedes zweite. Auch reiche Städte wie Köln, Düsseldorf oder Bonn liegen über dem Bundesdurchschnitt.

Gebärdensprachliche Plattform für Kunst und Kultur gestartet

Symbol Gebärdensprache
DGS Symbol Gebärdensprache
Foto: public domain

MÜNCHEN (kobinet) Nach zweijähriger Projektarbeit ist Mitte März das Portal „padkig“ gestartet. Diese Abkürzung steht für „Per Anhalter durch Kunst und Kultur in Gebärdensprache“ und hat es sich zur Aufgabe gemacht, die bisherige Lücke an Informationen und Fachbegriffen in der Kunst und im Kulturbereich zu füllen.

So klingt Stuttgart: Audiospaziergang zum Louis Braille Festival 2024

Logo des Louis Braille Festivals 2024
Logo des Louis Braille Festivals 2024
Foto: DBSV

Berlin / Stuttgart (kobinet) „Lassen Sie sich von Festivalführhund Harry und Sichtweisen-Redakteurin Lisa Mümmler auf einem akustischen Spaziergang durch Stuttgart führen – begleitet von Informationen und Eindrücken zur baden-württembergischen Hauptstadt. Und mit vielen Highlights und Details zum Louis Braille Festival 2024!“ Das schreibt der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) im Vorfeld des Louis Braille Festival vom 3. bis 5. Mai in Stuttgart.

Wolfgang Biermanski im Umspannwerk Recklinghausen

Wolfgang Biermanski an der Brailletastatur
Wolfgang Biermanski an der Brailletastatur
Foto: Piotrowski_2Dstudio.de

Recklinghausen (kobinet) Wolfgang Biermanski erkundert trotz seine Taubblindheit gerne die Umwelt und setzt sich dabei dafür ein, dass mehr taubblinde Menschen die Welt kennenlernen und gleichberechtigt teilhaben können. Nun war der unermüdliche Aktivist mit Anita Horn für die WDR2-Sendung „Raus in den Westen“ im Umspannwerk (Strommuseum) Recklinghausen unterwegs und hat sich dieses ertastet. „Das Umspannwerk ist wirklich für Jeden eine sehr interessante Adresse. Standest Du schon einmal so richtig unter Storm ??? Hier kannst Du es erleben“, schreibt Wolfgang Biermanski in seinem Beitrag über den Ausflug auf Facebook.

Blinde Sprachenlehrerin bietet Online-Englischunterricht für behinderte Menschen

Lisa Manthey
Lisa Manthey
Foto: privat

Kassel (kobinet) Obwohl es heutzutage vielfältige digitale Angebote zum Sprachenlernen gibt, wird blinden oder sehbehinderten Menschen der Zugang zu neuen Sprachen häufig erschwert. Apps oder Websites sind oft nicht ausreichend barrierefrei, und in Sprachkursen wird, besonders anfangs, viel mit visuellen Materialien gearbeitet. Daher hat Lisa Manthey, die als blinde Sprachenlehrerin Online-Englischunterricht für behinderte Menschen anbietet, zunächst ein Angebot speziell für die Gruppe der Blinden und Sehbehinderten konzipiert. „Der Unterricht findet auf der gut bedienbaren Online-Plattform Zoom statt. Man kann per Computer, per Smartphone oder auch per Festnetztelefon teilnehmen“, teilte Lisa Manthey den kobinet-nachrichten mit.

WDR-Bericht: Barrierefreies Fernsehen: Da geht noch mehr!

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Berlin (kobinet) Der Radiosender WDR 5 hat sich im Rahmen eines Berichts mit dem Thema barrierefreies Fernsehen befasst. Darauf hat Sabine Lohner die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht. „Audiodeskriptionen helfen Menschen mit Sehbehinderung Filme zu verfolgen. Indem mit Worten beschrieben wird, was auf den Bildern zu sehen ist. Beim Deutschen Hörfilmpreis wurden nun besonders gelungene Produktionen ausgezeichnet. Kevin Barth berichtet. Mit der ‚Tagesschau in einfacher Sprache‘ sollen zukünftig auch die Menschen erreicht werden, die den klassischen Nachrichten nicht folgen können. Sonja Wielow leitet das Projekt der ‚Tagesschau‘ und erklärt im Interview, worum es dabei geht“, heißt es in der Ankündigung des gut 13minütigen Hörfunkbeitrags von WDR 5.

Griechische Regierung übernimmt Teil der Kosten für Ferien-Unterkunft

Flagge Griechenland
Flagge Griechenland
Foto: public domain

ATHEN (kobinet) In den vergangen Tagen konnte in Griechenland wieder Bewerbungen für das Programm „Tourismus für alle 2024“ eingereicht werden. Das neue Programm des Tourismusministeriums, das mit Unterstützung der Informationsgesellschaft in Zusammenarbeit mit den Ministerien für digitale Verwaltung, Volkswirtschaft und Finanzen umgesetzt wird, zielt darauf ab, den inländischen Tourismus direkt zu fördern, indem ein erheblicher Teil der Unterkunftskosten der Begünstigten übernommen wird.

Menschen mit Autismus werden zu wenig gesehen

Bild mit bunten Mosaikfeldern im oberen Teil sowie der Aufschrift Autism
Autismus – Tag
Foto: Pixabay/satheeshsankaran

HÜRTH (kobinet) Mit dem Blick auf den Welt-Autismus-Tag weist die Lebenshilfe Nordrhein-Westfalen darauf hin, dass das Bewusstsein für die Bedürfnisse von Menschen mit Autismus zu wenig gesehen werden. Zugleich weist dieser Verband auf die Herausforderungen hin, denen diese Menschen und ihre Familien täglich gegenüberstehen.

Gaza und Ukraine mit Blindgängern übersät

Wohngebäude mit kaputten Fenstern von dem nur noch die untere Etage ateht
Wohngebäude in Kyjiw in dem eine schwangere Frau und ihr Mann getötet wurden und das nun noch vom Minenräumdienst geprüft werden muss
Foto: O.Marikutsa / HI

MÜNCHEN (kobinet) Anlässlich des bevorstehenden Internationalen Tages zur Aufklärung über die Minengefahr weist die humanitäre Hilfsorganisation Handicap International (HI) auf die hohe Anzahl an Minen und Blindgängern hin, die vor allem den Gazastreifen, die Ukraine und auch Syrien kontaminieren. Nicht explodierte Sprengkörper bedrohen die Zivilbevölkerung, behindern humanitäre Hilfe und verhindern den Wiederaufbau.

April-Scherze haben auch die kobinet-nachrichten heimgesucht

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Kassel (kobinet) Auch wenn die Tradition der April-Scherze über die letzten Jahre hinweg etwas verblast ist, kamen auch dieses Jahr die kobinet-nachrichten nicht ungeschoren davon. Einiges, was am 1. April 2024 berichtet wurde, sollte man also ab dem 2. April wieder vergessen. Weder hat die künstliche Intelligenz mittlerweile die Selbstvertretung behinderter Menschen ersetzt, die Verabschiedung der Reformen in der Behindertenpolitik lassen leider noch weiter auf sich warten und wurden nicht am Brandenburger Tor verkündet und das Gespräch zwischen Gerhard Schröder und Putin wurde auch nicht von den kobinet-nachrichten abgehört. Aber all das haben unsere kritischen Leser*innen sicherlich sofort gemerkt.

Lebenslagen von Autistinnen und Autisten sichtbar machen und verbessern

Simone Fischer
Simone Fischer
Foto: Axel Dressel

Stuttgart (kobinet) Heute, am 2. April, ist der jährliche Welt-Autismus-Tag. Ziel ist es, auf die Lebenslagen und Bedürfnisse von Autistinnen und Autisten aufmerksam zu machen. Dieser Aktionstag ist insgesamt mehreren hunderttausend Menschen gewidmet, die allein in Deutschland betroffen sind. Der internationale Tag steht in diesem Jahr unter dem Motto „Not Invisible“, also „Nicht unsichtbar“. Darauf weist die Landesbehindertenbeauftragte von Baden-Württemberg Simone Fischer hin: „Unsichtbarkeit führt zu Ausgrenzung. Sichtbarkeit schafft Akzeptanz und Normalität. Die Belange von Autistinnen und Autisten müssen sichtbar und akzeptiert sein, damit die Lebensqualität der Betroffenen und ihrer Familien verbessert wird.“ Dies gelte insbesondere für Kinder und Jugendliche in Kita und Schule sowie für Autistinnen und Autisten mit höherem Assistenzbedarf.

Bildungsangebote behinderter Menschen weiter voranbringen

Gruppenbild von der bifos MV 2024
Gruppenbild von der bifos MV 2024
Foto: bifos

Kassel (kobinet) Seit 1992 bietet das Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) Bildungsangebote von behinderten Menschen für behinderte Menschen an. Und wenn es nach den Mitgliedern des von behinderten Menschen selbst betriebenen bifos geht, soll das auch zukünftig so sein. Bei der Mitgliederversammlung des als Verein organisierten Bildungs- und Forschungsinstituts wurde über laufende Bildungsangebote informiert und weitere Pläne für die Zukünft geschmiedet.

Gecheckt – Was ist Autismus?

Symbol Fragezeichen

Bonn (kobinet) Zum heutigen Welt-Autismus-Tag am 2. April 2024 macht die Aktion Mensch auf die Situation von Menschen mit Autismus aufmerksam. „Dazu ist wichtig, folgendes zu verstehen: Es gibt so viele verschiedene Ausprägungen von Autismus wie es Menschen mit Autismus gibt. Die Bedürfnisse der etwa 500.000 Menschen mit Autismus in Deutschland sind also sehr individuell. Was wissen wir denn überhaupt schon darüber?“ schreibt die Aktion Mensch in ihrem aktuellen Newsletter mit dem Hinweis auf den Beitrag „Gecheckt – Was ist Autismus?“

Viele Änderungen im April – auch für behinderte Menschen

Symbol Paragraph

Kassel (kobinet) „Im April 2024 stehen bedeutende Veränderungen an. Verbraucherinnen und Verbraucher müssen sich auf Preissteigerungen und Gesetzesänderungen einstellen.“ Darauf weist die Frankfurter Rundschau hin und listet einige Punkte auf, die zum 1. April 2024 in Kraft treten: „Cannabis wird legalisiert, Blitzermarathon nimmt Raser ins Visier, Amazon verkürzt Rückgabefristen, Venedig nimmt Eintrittsgeld, Neue Kraftstoffe an Tankstellen erhältlich, Vergünstigtes Deutschlandticket für Studierende, Qualifizierungsgeld als Lohnersatz, Berufsorientierungspraktikum und Mobilitätszuschuss für Azubis, Wieder volle Mehrwertsteuer auf Gas und Fernwärme, Neue Einkommensgrenze für das Elterngeld, Führerscheinprüfung wird schwieriger“, so die Liste der Franfurter Rundschau. Für behinderte Menschen ist besonders interessant, dass im Rahmen einer Hau-Ruck-Aktion, wie es die LIGA Selbstvertretung bezeichnet, riesige Sprünge in Sachen Barrierefreiheit und gleichberechtigte Teilhabe auf Bundesebene in Kraft treten.

Künstliche Intelligenz ersetzt Selbstvertretung Behinderter

Daumen hoch
Daumen hoch
Foto: Irina Tischer

Kassel (kobinet) Die Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz (KI) scheinen inzwischen fast unbegrenzt zu sein. Nun ist auch im Bereich der Selbstvertretung behinderter Menschen ein entscheidender Durchbruch gelungen. Nachdem ntv berichtete, dass der ChatGPT-Entwickler OpenAI Ende März 2024 verkündet hatte, bald auch Stimmen klonen zu können und dafür eine Software zum Klonen menschlicher Stimmen entwickelt habe, ging nun das Unternehmen APRIL FIRST mit einer weiteren bahnbrechenden Neuigkeit an die Öffentlichkeit. Künstliche Intelligenz kann nun die Selbstvertretung behinderter Menschen vollständig ersetzen“, heißt es in einer Presseinformation des in den USA ansässisgen Unternehmens. Der Hintergrund der Ermöglichung dieser neuen Technologie ist zwar äusserst zweifelhaft, ihre neuen Möglichkeiten haben jedoch bei Vertreter*innen der Behindertenbewegung für Euphorie gesorgt.

1.328 Beschwerden behinderter Menschen bei Schlichtungsstelle

Logo: Schlichtungsstelle BGG
Logo: Schlichtungsstelle BGG
Foto: Schlichtungsstelle BGG

Berlin (kobinet) „In 1.328 Fällen haben sich Menschen mit Behinderung seit 2017 an die zentrale Schlichtungsstelle gewandt, um mutmaßliche Diskriminierungen durch Behörden oder öffentliche Einrichtungen anzuzeigen. Das teilte eine Sprecherin der Stelle, die beim Behindertenbeauftragten der Bundesregierung angesiedelt ist, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) auf Anfrage mit.“ So heißt es in einem aktuellen Beitrag von ZEIT ONLINE.

Die kobinet-Redaktion wünscht schöne Ostern

Bunt gemalte  Ostereier
Osterndeko
Foto: Irina Tischer

Kassel (kobinet) Da war gerade erst noch Weihnachten und schon können wir Ostern begehen. Wenn die Zeit schon so schnell voranschreitet, dann sollten wir diese auch genießen. Die kobinet-nachrichten wünscht daher allen Leser*innen schöne Feiertage mit viel Sonne und frühlingshaften Temperaturen. Und natürlich, dass alle Ostereier gefunden werden.

Für die längst überfällig Reform der Gleichstellungsgesetze

Sharepic des DBSV zur Reform des BGG und AGG
Sharepic des DBSV zur Reform des BGG und AGG
Foto: DBSV

Berlin (kobinet) Seine Wünsche für das Osterfest hat der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) anlässlich des 15jährigen Inkrafttretens der UN-Behindertenrechtskonvention mit einem auf Facebook verbreiteten Post ziemlich klar formuliert. Auf dem Sharepic heißt es: „Reform des Bundesgleichstellungsgesetzes (BGG) und des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) Jetzt“

Und immer wieder die Sozialagentur Halle!

Logo ForseA Schriftzug
Logo ForseA
Foto: ForseA

Hollenbach (kobinet) Wie der Bundesverband Forum selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen e.V. seinen Mitgliedern mitteilt, macht die Sozialagentur Halle wieder von sich reden. In dem Rundschreiben teilt er unter anderem mit: „der MDR zeigte am 27. März einen sehenswerten Beitrag über Ronny Haschke und Michael Rother. Beide leiden unter der rechtswidrigen Praxis der Sozialagentur Halle bei der Genehmigung ihrer Arbeitgebermodelle. Die Rechtswidrigkeit wird durch den Rechtsanwalt Roland Rosenow bestätigt.

Austausch zur Behindertenpolitik in Wien

Alexander Ahrens, Sina Gebhardt und Markus Ladstätter im BIZEPS in Wien
Alexander Ahrens, Sina Gebhardt und Markus Ladstätter im BIZEPS in Wien
Foto: Markus Ladstätter

Wien (kobinet) Die österreichische und deutsche Behindertenbewegung hat vieles gemeinsam. Nicht nur die kobinet-nachrichten arbeiten eng mit dem Wiener Zentrum für Selbstbestimmtes Leben BIZEPS und dessen Online-Nachrichtendienst zusammen. Nun besuchten auch Vertreter*innen der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) das Wiener Zentrum. Alexander Ahrens und Sina Gebhardt trafen in Wien u.a. mit Markus Ladstätter vom BIZEPS zum Austausch zusammen.

Keine weiteren Notfallpraxen schließen

Bild eines roten Koffers mit weißemKreuz
Nicht immer hilft ein Rat, manchmal muss es auch ein Notarzt sein
Foto: Pixabay/OpenClipart-Vectors

STUTTGART (kobinet) Die Neustrukturierung des ärztlichen Bereitschaftsdiensts durch die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) bedroht nach Einschätzung des Sozialverband VdK-Baden-Württemberg die flächendeckende Versorgung in Baden-Württemberg. Dies führe zu einer ungleichen Verteilung medizinischer Dienstleistungen. Der Verband appelliert deshalb an die KVBW, nach Lösungen zu suchen, die für Patientinnen und Patienten verträglich sind und die Versorgung im ländlichen Raum sicherstellen.

Demo für die Gleichstellung Behinderter am 5. Mai 2024 in Berlin

Sharepic zur Demo am 5. Mai 2024 in Berlin
Sharepic zur Demo am 5. Mai 2024 in Berlin
Foto: Berliner Behindertenverband

Berlin (kobinet) Noch bis zum 31. März 2024 können bei der Aktion Mensch Anträge auf die Förderung von Aktionen zum diesjährigen Europäischen Protesttag zur Gleichstellung behidnerter Menschen in der Zeit vom 27. April bis 12. Mai gestellt werden. Doch bereits jetzt stehen schon eine Reihe von Protestaktionen fest, so auch in Berlin. Dort findet am 5. Mai 2024 die traditionelle Demonstration zum Protesttag für die Gleichstellung behinderter Menschen statt. Dieses Mal geht es schon um 12:00 Uhr am Bebelplatz los. Um 13:00 Uhr findet die Kundgebung vor dem Roten Rathaus in Berlin statt, wie auf Facebook gepostet wurde.

Berliner Ostermarsch fordert Friedensverhandlungen

Aufruf zum Osrermarsch
Berliner Ostermarsch am Samstag 13 Uhr
Foto: Friedenskoordination Berlin

Berlin (kobinet) Der Berliner Ostermarsch fordert Friedensverhandlungen in Gaza und der Ukraine. Eine ganzseitige Anzeige veröffentlicht heute die Berliner Zeitung: Macht Frieden! Wir müssen nicht kriegstüchtig, sondern friedensfähig werden! Erinnert wird an das Wort Willy Brandts: „Der Frieden ist nicht alles, aber alles ist nichts ohne den Frieden!“

Der Monat April soll Amputierten mehr Aufmerksamkeit bringen

Tischtennisspieler mit Prothese des linken  Armes
Auch mit Prothese erfolgreich sein
Foto: Pixabay/unionbsv

MÜNCHEN (kobinet) In den Vereinigten Staaten stehen im Monat April wieder jene Menschen im Vordergrund, die vom Verlust einer oder mehrerer Körperglieder oder einer Fehlbildung einer Gliedmaße betroffen sind. Mehr als 5,6 Millionen Menschen in den USA sind von einer Amputation oder eine Gliedmaßenfehlbildung betroffen. Dabei spielt es keine Rolle, welcher Ethnie diese Personen angehören, welchen sozioökonomischen Status, welches Geschlecht, welches Alter oder andere demografische Merkmale sie besitzen. Die „Koalition der Amputierten“ möchte zeigen, wie diese Menschen ihr Leben trotz Behinderung inmitten der Gesellschaft gestalten und entfalten können.

Landesregierung Sachsen-Anhalt kündigt Landesrahmenvertrag

Flagge Bundesland Sachsen-Anhalt
Flagge Bundesland Sachsen-Anhalt
Foto: gemeinfrei

MAGDEBURG (kobinet) Mit großem Unmut hat die LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Sachsen-Anhalt auf die Ankündigung der Landesregierung reagiert, den im August 2019 unterschriebenen Landesrahmenvertrag zur Regelung von Leistungen der Eingliederungshilfe zum 31. Dezember 2024 einseitig zu kündigen. Dieser Vertrag regelt die Leistungen und deren Vergütung, die von gemeinnützigen Wohlfahrtseinrichtungen und anderen Hilfeeinrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigungen erbracht werden. Mit diesen sozialen Dienstleistungen werden gesetzliche Ansprüche erfüllt.

Sozialgericht München: Persönliches Budget für Beatmete erleichtert

Goldene Statue Justitia mit Schwert und Waage
Justitia
Foto: Sang Hyun Cho auf Pixabay

München (kobinet) „Für die Bewilligung eines sogenannten persönlichen Budgets müssen Menschen mit Behinderung nicht schon die Personen benennen können, die ihre Pflege oder Betreuung übernehmen sollen. Das hat das Sozialgericht München in einem am 11. September 2023 veröffentlichten Eilbeschluss entschieden (Az.: S 29 KR 1606/22 ER)“, heißt es in einem Bericht auf Experten-Branchenbuch.de.

Aufruf zur Mitgestaltung des Kongress zur inklusiven Sozialraumgestaltung

Logo Aktion Mensch
Logo Aktion Mensch
Foto: Aktion Mensch

Bonn / Erfurt (kobinet) „Unsere Welt befindet sich im Wandel. Veränderungen wie Digitalisierung, Globalisierung und Urbanisierung schreiten stetig voran. Daneben beschäftigen und fordern uns immer mehr Krisen, wie Energiekrise, Klimakrise, demographischer Wandel, zunehmende Flüchtlingsbewegungen oder Fachkräftemangel. In den Städten, Gemeinden und Dörfern, auf lokaler Ebene, spüren wir die Auswirkungen der Krisen und Veränderungen besonders: zum Beispiel durch leerstehende Geschäfte in den Innenstädten, immer mehr einsame Menschen, Finanznot der Kommunen und alternde Stadtgesellschaft“, heißt es vonseiten der Aktion Mensch. Diese führt vom 26. – 28. November 2024 in Erfurt einen Kongress zur inklusiven Sozialraumgestaltung unter dem Motto „Veränderung gestalten. Kommunen werden inklusiv“ durch. Hierfür hat die Aktion Mensch einen Aufruf zur Einreichung von Vorschlägen zur Mitgestaltung des Kongresses gestartet.

ORF-Aktionsplan für mehr Barrierefreiheit

Bild zum Aktionsplan des ORF für mehr Barrierefreiheit
Bild zum Aktionsplan des ORF für mehr Barrierefreiheit
Foto: ORF

Wien (kobinet

Wien (kobinet „‚Mit dem Aktionsplan zum Ausbau der Barrierefreiheit legt der ORF die Schwerpunkte fest, die in den einzelnen Bereichen gesetzt werden, um jedes Jahr mehr Programm für alle Menschen in Österreich zugänglich zu machen‘, ist dem nun seit 20. März 2024 vorliegenden überarbeiteten Aktionsplan zu entnehmen.“ Über diese Weiterentwicklung in Sachen Barrierefreiheit bei den österreichischen Medien berichtet der österreichische Online-Nachrichtendienst BIZEPS.

Europa muss Motor für mehr Barrierefreiheit sein

Flagge der EU
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Foto: gemeinfrei

Berlin (kobinet) Vom 6. bis 9. Juni 2024 wählen die Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union (EU) zum zehnten Mal das Europäische Parlament. In Deutschland wird am Sonntag, 9. Juni 2024, gewählt, so hat es die Bundesregierung bestimmt. Anders als vor fünf Jahren darf in Deutschland wählen, wer das 16. Lebensjahr vollendet hat. Zukünftig werden 96 der 720 Abgeordneten aus Deutschland kommen. Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) hat dies zum Anlass genommen, Forderungen für die kommende Legislaturperiode an die Kandidatinnen und Kandidaten zu richten.