MüNCHEN (KOBINET) Die rund 120.000 Inhaberinnen und Inhaber einer Bayerischen Ehrenamtskarte erhalten jetzt auch freien Eintritt in Bayerische Burgen und Schlösser.
Veröffentlicht am 02.01.2017 06:01 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
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ERLANGEN (KOBINET) „In den Rollstuhl geschlagen – mit Blindheit gefesselt“, so lautet der Titel einer Ausstellung zur Darstellung von Menschen mit Behinderungen vom 13. Januar bis 7. Februar, die am 13. Januar um 18.30 Uhr in der Stadtbibliothek Erlangen, Marktplatz 1, in Erlangen eröffnet wird.
UNBEKANNT (KOBINET) Armut und Behinderung sind die Folgen von gesellschaftlicher Ungleichheit. Das spaltet die Gesellschaft. Und zwar immer tiefer. Im Schneckentempo wurden und werden wir behinderten Menschen in diesem gesamtpolitischen Kontext in Deutschland an der Nase herumgeführt, immer im Kreis um den heißen Brei herum, und wir müssen uns dabei von politischen Märchentanten und Märchenonkeln immer wieder erzählen lassen, dieser Weg führe zur Inklusion, zu unserer Gleichstellung und zur Verwirklichung unserer Menschenrechte. Immer ein bisschen mehr und Schritt für Schritt. Warum wohl aber nicht jetzt und sofort? Immer mehr Menschen stellen die Frage: Lässt sich daran etwas ändern? Das ist eine Frage des sozialen Widerstands.
HOLLENBACH (KOBINET) Unter diesen Titel veröffentlichte ForseA heute seinen traditionellen Jahresrück- und ausblick. ForseA beschränkt sich dabei auf das Bundesteilhabegesetz, das morgen in Kraft treten kann.
MAINZ (KOBINET) Über ihre gesellschaftliche Teilhabe durch technische Hilfsmittel berichtet Gerlinde Busch in der Reha-Info 6/2016 der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation, die als Schwerpunkt-Thema zum Jahresende Reha und digitale Technik gewählt hat. Von aktuellem Interesse ist der Beitrag der blinden Projektleiterin vom Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen in Mainz auch deshalb, weil 2017 ein neues Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetz im Bundestag ansteht, über das schon im Leserbrief-Forum dieses Nachrichtendienstes diskutiert wird.
BERLIN (KOBINET) Im Lichte des Finanzpaktes zwischen Bund und Ländern müsse auch die Qualität inklusiver Bildung verbessert werden. Angesichts des Kabinettsbeschlusses zum künftigen Bund-Länder-Finanzpakt mahnte dies der Präsident des Sozialverbandes Deutschland (SoVD) Adolf Bauer an.
BERLIN (KOBINET) Nach zehn Jahren UN-Behindertenrechtskonvention zieht der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) für Deutschland eine ernüchternde Bilanz. „Noch immer liegt die Zahl schwerbehinderte Arbeitsloser deutlich über der von nicht Schwerbehinderten – ein echtes Armutszeugnis für die Arbeitgeber“, sagte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach heute in Berlin. Laut Statistik der Bundesagentur für Arbeit lag die Arbeitslosenquote schwerbehinderter Menschen 2015 bei 13,4 Prozent, die allgemeine Arbeitslosenquote betrug 8,2 Prozent.
HüRTH (KOBINET) „Mit dem Budget für Arbeit ist nun ein bundesweites Instrument für mehr Inklusion am ersten Arbeitsmarkt geschaffen worden. Damit ist der Arbeitsmarkt von den Werkstätten bis zum ersten Arbeitsmarkt durchlässiger geworden. Wir appellieren an die Arbeitgeber, dieses Instrument zu nutzen und den Menschen mit Behinderung die Chance zu geben, sich zu beweisen und sich von ihren Potenzialen zu überzeugen“, so der Appell der Lebenshilfe Nordrhein-Westfalen nach der Verabschiedung des Bundesteilhabegesetzes.
Veröffentlicht am 28.12.2016 11:04 von Franz Schmahl in der Kategorie Nachricht
Protestmarsch vom Kanzleramt zum Brandenburger Tor am 4. Mai 2016 Foto: Irina Tischer
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BERLIN (KOBINET)
BERLIN (KOBINET) Zum neuen Jahr wird in Deutschland ein Gesetz in Kraft treten, das dem Namen nach Teilhabe und Selbstbestimmung stärken soll, von davon Betroffenen aber so nicht gewollt wurde. Das von der großen Koalition angekündigte moderne Teilhaberecht ist es nicht geworden. Das Bundesteilhabegesetz tritt zunächst in einer ersten Stufe in Kraft, viele Regelungen erst in drei beziehungsweise sechs Jahren. Vorher soll noch evaluiert werden. Im Ringen um dieses Gesetz hat sich eine moderne Behindertenbewegung formiert. Deren entschiedener Widerstand gegen ein schlechtes Gesetz war spätestens während des Berliner Protesttages am 4. Mai abzusehen, als bei der traditionellen Runde der behindertenpolitischen Obleute aus dem Bundestag Unionssprecher Schummer gekniffen hat und seine SPD-Kollegin Tack ausgebuht wurde.
UNBEKANNT (KOBINET) „Miteinander statt nur dabei – das ist mehr als ein gängiger Slogan“, meint Bayerns Sozialministerin Emilia Müller und teilt mit, dass mit rund 8,4 Millionen Euro für 330 Arbeitsplätze und die Errichtung einer Förderstätte die Lebenshilfe Werkstatt GmbH München unterstützt wird. „Es ist unser erklärtes Ziel: Menschen mit Behinderung sollen in der Mitte unserer Gesellschaft leben und an allen gesellschaftlichen Bereichen teilhaben. Es soll für uns alle eine Selbstverständlichkeit werden, dass Menschen, ob mit oder ohne Behinderung, zusammen leben, arbeiten und ihre Freizeit verbringen“, so Müller heute in München.
Veröffentlicht am 27.12.2016 09:00 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Jugendcamp – im Schwimmbad Foto: Daniel Jüptner | 8pm.de
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UNBEKANNT (KOBINET) Beim Bundesverband für Menschen mit Arm- oder Beinamputation (BMAB) haben die Vorbereitungen für das 3. Jugendcamp des Verbandes begonnen. Dieses Treffen wird im August 2017 in Wedemark in Niedersachsen stattfinden. An ihm können Kinder und Jugendliche mit Amputationen und Gliedmaßenfehlbildungen im Alter von neun bis siebzehn Jahren teilnehmen.
LEIPZIG (KOBINET) Jennifer Sonntag, die sich u.a. als Inklusionsbotschafterin engagiert, ist ein Mensch, der sich zu einem großen Teil lesend und schreibend durchs Leben hangelt. „Für mich als Blinde stellt der schriftliche Austausch mit anderen Menschen mit Behinderungen und mit Projektpartnern eine wesentliche Kommunikationsgrundlage dar. Egal ob ich Bücher schreibe, für Sendungsbeiträge recherchiere oder mich meinem Fernstudium des literarischen Schreibens widme, die Schriftsprache ist mein ständiger Begleiter“, schreibt Jennifer Sonntag in ihrem Bericht über die Last mit Anträgen und den zum Teil unwürdigen Kampf mit Ämtern für die kobinet-nachrichten.
MüNCHEN (KOBINET) „Unsere rollstuhlgerechten Busreisen 2017 sind online“, teilte heute Andi Vega vom Verbund behinderter ArbeitgeberInnen (VbA) mit. Für die Fahrten mit seinen komfortablen Bussen „Merlin“ und „Maribor“ hat der VBA-Reisedienst wieder attraktive Ziele ausgesucht.
BAD HOMBURG (KOBINET) Auch wenn es in den letzten Jahren um den „rasenden Reporter“ Keyvan Dahesch krankheitsbedingt sehr ruhig geworden ist, hat der heute in Bad Homburg lebende blinde Journalist die Behindertenpolitik in den letzten 30 Jahren durch seine unermüdliche Berichterstattung in den Medien entscheidend mitgeprägt. Und immer wieder schrieb er auch Beiträge für die kobinet-nachrichten. Heute wird Keyvan Dahesch 75 Jahre alt, ein guter Anlass für Christian Mürner, der eine Biografie über Keyvan Dahesch veröffentlicht hat, folgenden Beitrag zum Geburtstag von Keyvan Dahesch für die kobinet-nachrichten zu verfassen.
UNBEKANNT (KOBINET) Das Titelbild der jetzt erschienenen Winterausgabe des Handicap-Magaziins zeigt ein Motiv aus einem Buchprojekt, das im Heft 4/2016 vorgestellt wird: einen Mann im Rollstuhl mit einem Baby auf dem Schoß. Geschichten öffnen Horizonte, meinen Jessica Lilli Köpke und Arne Schöning. Für ihr Buch „para-normal lifestyle“ suchen sie noch nach Experten in eigener Sache, die ihre Geschichten für andere erfahrbar machen möchten. Als Professorin für Heilpädagogik ist für die Projektleiterin wichtig, die Lebenswelt von Menschen mit Querschnittlähmung und Spina bifida zu kennen. Der Fotograf des Buchprojekts lebt selbst mit einer Querschnittlähmung.
Veröffentlicht am 24.12.2016 06:01 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Verkehrsschild mit Weihnachtsmann und Rentier Foto: Thomas Max Müller / pixelio.de
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KNIEBIS (KOBINET)
KNIEBIS (KOBINET) Die Redaktion der kobinet-nachrichten wünscht ihren Leserinnen und Lesern frohe Weihnachten und nach dem anstrengenden und behindertenpolitisch bewegenden Jahr die entsprechende Erholung. Vor allem bedankt sich die Redaktion auch für das große Interesse an den kobinet-nachrichten in diesem Jahr.
Veröffentlicht am 22.12.2016 11:14 von Gerhard Bartz in der Kategorie Nachricht
Dirk Bergen am Tisch bei Kerzenschein Foto: Dirk Bergen
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FREIBURG (KOBINET) „Die Geschichte von Dirk Bergen hat ein Happy End, eines mit Würde.“ So endete ein Beitrag der SWR-Landesschau am gestrigen Abend. Sie war das Resümee des Kampfes, den Bergen seit März dieses Jahres führte, als das Freiburger Sozialamt ihn aufforderte, sich einen Platz in einer Anstalt zu suchen. Auf diesen Kampf wurden bundesweit viele Medien aufmerksam, was dazu führte, dass die Behörde des grünen OB Salomon erkannte, dass eine Anstaltseinweisung für Bergen unzumutbar sei.
Veröffentlicht am 22.12.2016 06:21 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Malu Dreyer Foto: SPD
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MAINZ (KOBINET) Die Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes soll in Rheinland-Pfalz eng mit den Beteiligten abgestimmt werden. Dies betonten die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Sozialministerin Sabine-Bätzing-Lichtenthäler. „Denn Rheinland-Pfalz will dieses Gesetz nutzen, damit Inklusion in unserem Land Alltag und damit selbstverständlich wird.“
Veröffentlicht am 21.12.2016 18:43 von Franz Schmahl in der Kategorie Nachricht
Constantin Grosch und Raul Krauthausen am 16. Dezember 2016 in Berlin Foto: Irina Tischer
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BERLIN (KOBINET)
BERLIN (KOBINET) Neben wenigen Verbesserungen befürchten Constantin Grosch und Raul Krauthausen Einschnitte im Alltag von Menschen mit Behinderungen, wenn das Bundesteilhabegesetz am 1. Januar 2017 in Kraft tritt. „Wir haben einen katastrophalen Gesetzesentwurf der Bundesregierung maßgeblich beeinflusst und verbessert. Leider ist er immer noch nicht gut, aber auf unseren Druck hin wurden über 60 Änderungen am Gesetz vorgenommen. Das ist unser Erfolg“, so die beiden Aktivisten über die Kampagne der Betroffenen für ein gutes Teilhabegesetz. „Selbstverständlich bleiben wir im neuen Jahr am Ball.“
Veröffentlicht am 21.12.2016 06:01 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Liege an der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg Foto: Ellen Keune
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LUDWIGSBURG (KOBINET) Auf die Aktion „Schaffenspause“ an der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg im Rahmen der Aktion „Barriere des Monats“ hat Ellen Keune die kobinet-nachrichten hingewiesen. Ellen Keune engagiert sich u.a. als Inklusionsbotschafterin in einem von der Aktion Mensch geförderten und von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) durchgeführten Modellprojekt.
HANNOVER (KOBINET) Die Behindertenbeauftragten von Bund und Ländern wollen bei der Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes sowie der Evaluation auf eine Stärkung der Selbstbestimmung und Teilhabe drängen. Maßgeblich sei die Auslegung und Umsetzung des Gesetzes nach den Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention und unter Berücksichtigung der Abschließenden Bemerkungen des UN-Fachausschusses, heißt es in einer heute veröffentlichten Erklärung. Für Niedersachsens Landesbeauftragte Petra Wontorra ist besonders wichtig, so ihre Pressemitteilung, den Baustein „Teilhabeberatung“ jetzt aktiv mit den Betroffenen zu gestalten.
WIEN (KOBINET) Der Nationalrat des Österreichischen Parlaments hat nach Jahrzehnte langer Diskussion die Enteignung von Adolf Hitlers Geburtshaus in Braunau / Oberösterreich beschlossen. Nun soll laut Landeshauptmann Pühringer dort ein „Behindertenhaus“ betrieben werden. In einem Kommentar kritisiert BIZEPS-Autorin Mag. Marianne Karner heute energisch Überlegungen, die Liegenschaft als „Behindertenheim“ oder „Behindertenwerkstätte“ zu nutzen und das Gebäude der Lebenshilfe Oberösterreich anzubieten.
FULDA (KOBINET) Die Interessengemeinschaft barrierefreies Fulda (IGbFD) hat ihr Pilotprojekt „barrierefreier Service“ gestartet. Mit diesem Vorhaben will die Interessengemeinschaft Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Gastronomie und Hotellerie dabei unterstützen, Barrierefreiheit besser zu verstehen.
Veröffentlicht am 20.12.2016 06:41 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
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MARBURG/LAHN (KOBINET) Seit kurzem gibt es auf der Strecke Stuttgart – Berlin ein neues Schienenunternehmen: locomore. Zur Zeit wird von dem Crowdfunding-Unternehmen allerdings nur ein Zug auf der angegebenen Strecke eingesetzt; bei Erfolg sollen weitere Strecken und Züge folgen. Und auch für behinderte Menschen gibt es noch Einschränkungen. Darauf hat Ottmar Amm aus Marburg hingewiesen.
UNBEKANNT (KOBINET) 250 öffentliche City-WCs betreibt Wall in Berlin. Doch der Senat stellt das mustergültige, auch international beachtete Toilettensystem in Frage, berichtet heute Inforadio. Die Stadtwerbung, über die Wall bislang die Toiletten finanzierte, ist neu ausgeschrieben worden. Landesbehindertenbeauftragter Jürgen Schneider meint, der rot-rot-grüne Senat müsse seine politische Verantwortung wahrnehmen und nicht für ein paar Werbemillionen mehr ein erprobtes System aufs Spiel setzen. Die City-Toiletten sollten nicht neu erfunden werden, so Schneider gegenüber kobinet, „nachdem Behindertenvertreter in der von mir Anfang der neunziger Jahre geleiteten AG Bauen bereits am Holzmodell mit der Fa. Wall das seit dieser Zeit bewährte Modell mit entwickelt hatten und sich bis heute darüber freuen, dass diese Toiletten auch noch funktionieren und ihren Zweck erfüllen.“
BERLIN/BONN (KOBINET) Der christdemokratische Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe wurde für zwei weitere Jahre in den Expertenkreis „Inklusive Bildung“ der Deutschen UNESCO-Kommission berufen. „Ich freue mich sehr über die erneute Berufung“, erklärte Hüppe heute in einer Pressemitteilung.
UNBEKANNT (KOBINET) Die aktuelle Fassung des Bundesteilhabegesetzes ist nunmehr online verfügbar. Wie bereits berichtet, hat ForseA e.V. den Bundespräsidenten gebeten, das Gesetz so nicht zu unterzeichnen. Denn es wurden Befürchtungen laut, dass dieses Gesetz faktisch die Behindertenrechtskonvention neutralisieren könnte.
HAMBURG (KOBINET) In dieser Woche machte ein Gerichtsurteil die Runde, wonach es Rechtens sei, einer sehbehinderten Frau ohne Begleitperson den Zutritt zu einem Schwimmbad zu untersagen, erfuhr kobinet aus Heikos Blog. Mit diesem Urteil verwarf das Amtsgericht die Berufung der betroffenen Frau. Angelika Höhne-Schaller war im Oktober 2014 vom Personal nicht erlaubt worden, allein die Titania-Therme im schwäbischen Neusäß zu besuchen. Im aktuellen Verfahren ging es um die Frage, ob hiermit gegen das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz verstoßen worden sei.
STUTTGART (KOBINET) „Plötzlich wuchsen Schorsch Brüste“, so lautet der Titel eines Features des Radiosenders SWR 2 über Medikamententests an Männern mit geistiger Behinderung von Charly Kowalczyk, das in Zusammenarbeit des Deutschlandfunks und dem SWR produziert wurde. In dem knapp 55minütigen Feature wird deutlich, dass es in vielen Heimen nicht nur zu Mißhandlungen gekommen ist, sondern Medikamententests ebenso verbreitet und heute weitgehend vertuscht werden.
LEIPZIG (KOBINET) „Da sausen einem die Ohren – Auf der Suche nach barrierefreien Klinikstandards“. So titelt die Inklusionsbotschafterin Jennifer Sonntag ihren heutigen Beitrag für die kobinet-nachrichten, in dem sie sich mit den Standards zur Barrierefreiheit im Gesundheitsweisen auseinandersetzt und auf eigene Erfahrungen blickt.
HOLLENBACH (KOBINET) Am 16. Dezember erhielt das Bundesteilhabegesetz (BTHG) die mehrheitliche Zustimmung durch den Bundesrat. Zu seinem endgültigen Inkrafttreten bedarf es nur noch die Unterschrift des Bundespräsidenten und der Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt. Wie der Bundesverband Forum selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen (ForseA) e.V. auf seiner Homepage schreibt, hat er in einem Schreiben an den Bundespräsidenten diesen darum gebeten, das Gesetz so nicht zu unterzeichnen.
Veröffentlicht am 17.12.2016 10:19 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Elke Breitenbach Foto: DIE LINKE. Berlin
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BERLIN (KOBINET) In einem Gespräch mit der „Berliner Behindertenzeitung“ nannte Elke Breitenbach (Die Linke), die neue Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, die Verbesserung der Mobilität einen „zentralen Punkt“ für den neuen Senat. Dabei soll es darum gehen, mit einem Gesamtkonzept zur Mobilitätssicherung für Menschen mit Behinderungen die unterschiedlichen Verkehrsmittel stärker miteinander zu verzahnen.
Veröffentlicht am 17.12.2016 10:10 von Franz Schmahl in der Kategorie Nachricht
Im Sudhaus hat nun ein Café eröffnet Foto: Edgar Goldstein
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BERLIN (KOBINET)
BERLIN (KOBINET) Berliner Kindl wurde bis 2005 im Neuköllner Rollbergviertel gebraut. In dem unter Denkmalschutz stehenden Klinkerbau hat sich jetzt ein Zentrum für zeitgenössische Kunst etabliert. Im Sudhaus gibt es nun auch noch ein Café, das kürzlich eröffnet wurde. Der Berliner kobinet-Korrespondent hat sich dort mal umgeschaut und bemerkenswerte Lösungen für Besucher entdeckt, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. Der neue Kunsttempel will als eine privat finanzierte Institution neben wechselnden Ausstellungen internationaler Gegenwartskunst auch kulturellen Veranstaltungen Raum bieten.
Veröffentlicht am 17.12.2016 09:19 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Bundesteilhabegesetz: Hart gekämpft – noch viel zu tun. Foto: Irina Tischer
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BERLIN (KOBINET) Während im Bundesrat gestern der letzte parlamentarische Akt für die Verabschiedung des umstrittenen Bundesteilhabegesetzes vollzogen wurde, machten behinderte Menschen bei der Veranstaltung „Bundesteilhabegesetz: hart gekämpft – noch viel zu tun“ in Berlin unmissverständlich klar, dass diese auch nach Verabschiedung des Gesetzes für die Teilhabe und Menschenrechte behinderter Menschen streiten werden. Sie verfolgten die Debatte per Livestream und machten dabei symbolisch deutlich, dass sie gerade auch die Länder und Kommunen bei der Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes kritisch beobachten und im Sinne von „Nichts über uns ohne uns“ begleiten werden.
BERLIN (KOBINET) Nachdem der Bundesrat heute dem umstrittenen Teilhabegesetz zugestimmt hat, sieht der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband nach langem politischem Ringen jedoch keinen Abschluss erreicht. Viele Teilhabeleistungen werden mit dem Gesetz, das ab 1. Januar 2017 stufenweise in Kraft tritt, auf eine neue Grundlage gestellt. „Ein konsequent menschenrechtsbasiertes Teilhaberecht, wie es die UN-Behindertenrechtskonvention vorgibt, hat der Gesetzgeber mit dem Bundesteilhabegesetz nicht verabschiedet“, konstatiert DBSV-Präsidentin Renate Reymann. „Deswegen müssen wir weiterkämpfen und Weiterentwicklungen durchsetzen.“
BERLIN (KOBINET) Eine gemischte Bilanz zieht der Paritätische Wohlfahrtsverband nach dem heute im Bundesrat verabschiedeten Bundesteilhabegesetzes. „Das Bundesteilhabegesetz ist noch immer kein gutes Gesetz, aber wir sind erleichtert, dass viele Regelungen, die die Situation von Menschen mit Behinderung verschlechtert hätten, in letzter Minute abgewendet werden konnten. Dabei spielte der Zusammenhalt von Betroffenen, Angehörigen, Bezugspersonen und Verbandsvertretern eine herausragende Rolle. Der breite gemeinsame Protest und die intensive Aufklärungsarbeit haben wirklich etwas bewegt“, so Prof. Dr. Rolf Rosenbrock, Vorsitzender des Paritätischen Gesamtverbandes.
BERLIN (KOBINET) Nachdem der Deutsche Bundestag dem Bundesteilhabegesetz bereits am 1. Dezember mit den 68 Änderungsanträgen der Regierungskoalition beschlossen hatte, hat heute auch der Bundesrat dem Gesetzesvorhaben zugestimmt. Damit können die ersten Regelungen des bis zuletzt äußerst umstrittenen Gesetzes nach der Unterzeichnung durch den Bundespräsidenten am 1. Januar 2017 in Kraft treten. Die Länder Thüringen, Brandenburg und Berlin verweigerten dem Gesetzentwurf ihre Zustimmung.
BERLIN (KOBINET) Bei der heutigen Veranstaltung zum Bundesteilhabegesetz „Hart gekämpft – noch viel zu tun“ in Berlin wurde nicht nur ein Einblick über die nun mit dem Bundesteilhabegesetz bald geltenden Regelungen gegeben und ein Ausblick auf weitere Aktivitäten gewagt. Es wurde auch anhand einer Reihe von kurzen Filmen und Interviews auf die vielfältigen Aktionen und Medienberichte zum Bundesteilhabegesetz zurück geblickt. Für all diejenigen, die bei der heutigen Veranstaltung nicht dabei sein konnten, bzw. den Kampf für ein gutes Bundesteilhabegesetz noch einmal in Ruhe Revue passieren lassen wollen, hat Ottmar Miles-Paul eine Reihe von Filmen zusammengestellt, die im Internet eingestellt sind:
BERLIN (KOBINET) Anlässlich der heutigen Verabschiedung des Bundesteilhabegesetzes durch den Bundesrat erklärte Corinna Rüffer, Sprecherin für Behindertenpolitik der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen: „Wer in diesem Gesetz etwas finden möchte, das die Teilhabe behinderter Menschen stärkt, muss mit einer Lupe ausgestattet sein. Auf massiven Druck von Menschen mit Behinderungen und von Grünen in Bund und Ländern wurden einige der noch im Gesetzentwurf vorgesehenen Verschlechterungen für behinderte Menschen abgewendet. Das macht das Teilhabegesetz aber noch nicht zu einem guten Gesetz.“
BERLIN (KOBINET) Auch wenn es als äußerst unwahrscheinlich gilt, dass der Bundesrat das Bundesteilhabegesetz heute nicht beschließt, wird dieses Gesetz nicht lautlos vom Länderparlament verabschiedet. Ganz im Gegenteil haben schon sieben RednerInnen Redebeiträge für diesen Tagesordnungspunkt angemeldet, der voraussichtlich gegen 10:15 Uhr im Bundesrat debattiert wird. Die Sitzung wird im Parlamentsfernsehen des Bundesrates unter www.bundesrat.de live per Internet übertragen. In Berlin werden die TeilnehmerInnen der Veranstaltung „Hart gekämpft – noch viel zu tun“ die Debatte per Livestream verfolgen.