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Stoppt Ableismus – Diskriminierung erkennen und abbauen

Karina Sturm und Anne Gersdorff mit Buch Stoppt Ableismus
Karina Sturm und Anne Gersdorff mit Buch Stoppt Ableismus
Foto: Andi Weiland

Berlin (kobinet) Um den 5. Mai herum haben nicht nur viele Aktionen zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen stattgefunden, es wurde auch viel diskutiert. U.a. ging es dabei auch um Ableismus. Dazu passt das dieses Jahr erscheinene Buch „Stoppt Ableismus! Diskriminierung erkennen und abbauen“ von Anne Gersdorff und Karina Sturm, auf das die kobinet-nachrichten in diesem Zusammenhang hinweisen. „Die Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen ist der Grund, warum auch heute noch nicht alle Menschen gleichberechtigt am Leben teilhaben können. Noch immer verhindern Berührungsängste einen Dialog über Ableismus. So bleiben nahezu 15 Prozent der globalen Bevölkerung von der Gesellschaft ausgeschlossen. Ohne erhobenen Zeigefinger, mit einfachen Erklärungen und anhand anschaulicher Beispiele legt dieses praxisorientierte Handbuch Barrieren und Ausschlussmechanismen der Dominanzgesellschaft offen“, heißt es u.a. in der Ankündigung des Buches.

Netzwerkkongress der European Spinal Cord Injured Federation

Bild zur Tagung in Berlin
Bild zur Tagung in Berlin
Foto: FGQ

Berlin (kobinet) Der Netzwerkkongress der European Spinal Cord Injured Federation findet vom 22. bis 25. Mai 2024 in Berlin statt. Die Veranstaltung steht unter dem Motto: „Die Politik der Teilhabe“. Darauf hat Matthias Rösch die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht. Allein in Deutschland leben ca. 140.000 Menschen mit einer Querschnittlähmung. Jährlich kommen ca. 2.400 Betroffene hinzu, wie es auf der Internetseite der Fördergemeinschaft der Querschnittgelähmten in Deutschland heißt.

Erfolg für mehr Chancengleichheit behinderter Studierender in der Schweiz

Flagge Schweiz
Flagge Schweiz
Foto: public domain

Lausanne / Schweiz (kobinet) „Marion Vassaux, eine 21-jährige Frau aus Lausanne mit Lese- und Schreibschwäche, hat ein ehrgeiziges Ziel: Sie möchte Tierärztin werden. Ihre Geschichte hat landesweit Aufmerksamkeit erregt, weil sie bis vors höchste Gericht um ihr Recht auf den Zugang zu ihrer Traumausbildung kämpft. Diesen hatte ihr die Universität Bern verweigert“, heißt es in einem Bericht des in der Schweiz erscheinenden Tagesanzeiger. Nun hat die 21-jährige Schweizerin einen wichtigen Erfolg für mehr Chancengleichheit im Studium erreicht, wie aus dem Bericht hervorgeht.

Vor 75 Jahren: Parlamentarischer Rat verabschiedete Grundgesetz

Buchcover: Behindertenrechte in die Verfassung von H.-Günter Heiden
Buchcover: Behindertenrechte in die Verfassung von H.-Günter Heiden
Foto: BELTZ JUVENTA

Bonn / Berlin (kobinet) Heute vor 75 Jahren am 8. Mai 1949 hat der damals in Bonn tagende Parlamentarische Rat das Grundgesetz in dritter Lesung verabschiedet. Darüber wird heute im in der ARD-Mediathek abrufbaren Podcast „Der Stichtag“ berichtet. Damit war das Grundgesetz beschlossen, das am 23. Mai 1949 in Kraft trat. Ist es vor allem dem unermüdlichen Drängen von Elisabeth Selbert zu verdanken, dass u.a. der Satz „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ ins Grundgesetz mit aufgenommen wurde, wurden behinderte Menschen damals nicht als Gruppe aufgeführt, die nicht benachteiligt werden darf. Dies gelang erst mit der Reform des Grundgesetzes 45 Jahre später. Anlässlich des heutigen Jubiläums fordert Prof. Dr. Sigrid Arnade, dass behinderte Menschen nicht länger vergessen werden dürfen und endlich klare Regelungen zur Barrierefreiheit und Antidiskriminierung behinderter Menschen verabschiedet werden. Im Juli erscheint übrigens ein Buch von H.-Günter Heiden mit dem Titel „Behindertenrechte in die Verfassung“.

Bewerbungsfrist für Inklusionspreis in Oberbayern läuft zum Monatsende aus

Weiße Oberfläche zeigt Ende eines Glasfaserkabels mit losen Enden Dazu der Text zum Inklusionspreis
Deckblatt des Faltballtes zum diesjährigem Inklusionspreis
Foto: Bezirk Oberbayern

MÜNCHEN (kobinet) Unter dem Motto „Barrierefrei – gemeinsam finden wir Wege“ hat der Bezirk Oberbayern den Inklusionspreis 2024 ausgelobt. Jetzt geht es zum Schlussspurt, denn die Bewerbungsfrist läuft nur noch bis 31. Mai 2024. Der Bezirk möchte Projekte und Initiativen auszeichnen, die sich für das barrierefreie Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderungen einsetzen. Die Projekte sollen innovative Wege der Teilhabe in den Bereichen Digitalisierung, Soziales, außerschulische Bildung, Kultur, Freizeit und Sport sowie Mobilität und Umwelt aufzeigen.

Kölner Rollstuhlbasketballer beenden EuroCup1 auf siebentem Platz

Zehn Spotler auf Sportrollstühlen vor einem Gestell mit Basketballkorb
Die Mannschaft des RBC Köln 99ers
Foto: Ana Sasse

KÖLN (kobinet) Die Mannschaft des Rollstuhlbasketball Clubs des RBC Köln 99ers hat das EuroCup1 Finalturnier auf einem siebentem Platz erfolgreich abgeschlossen. Unter den gegebenen Umständen mit fehlenden Spielern war dies das Maximum war diese Mannschaft bei diesem anspruchsvollen Cup erreichen konnte.

nd-Interview zum Tag der Befreiung

Vater und Sohn
Vater und Sohn
Foto: Goldstein

Berlin (kobinet) In einem nd-Interview zum heutigen Tag der Befreiung vom Faschismus hat André Goldstein über seinen Vater und ein immerwährendes antifaschistisches Vermächtnis gesprochen. Kurt Julius Goldstein schloss sich als junger Kommunist 1936 nach dem Franco-Putsch in Spanien den Internationalen Brigaden an. Als einer der letzten Interbrigadisten überquerte er die Pyrenäen, wurde in Frankreich interniert und 1942 an Deutschland ausgeliefert. Er überlebte Auschwitz und Buchenwald.

Trauer um langjährig Aktiven Jens Merkel

Jens Merkel mit Raul Krauthausen und Sigrid Arnade bei der Ankettaktion 2016 in Berlin
Jens Merkel mit Raul Krauthausen und Sigrid Arnade bei der Ankettaktion 2016 in Berlin
Foto: privat

Grimma (kobinet) Der 5. Mai ist traditionell ein Tag, an dem behinderte Menschen auf die Straße gehen und sich für ihre Rechte stark machen. Dieses Jahr war dieser Tag von Trauer überschatten, zumindest bei denjenigen, die Jens Merkel kennen – und das sind viele. Seit vielen Jahren war er am 5. Mai mittendrin bei Veranstaltungen in Sachsen, aber auch immer wieder in Berlin. Vor kurzem hatte Jens Merkel sogar noch ein wichtiges Urteil in Sachen Finanzierung der Kosten für die Assistenz bei Urlaubsreisen erstritten. Hierfür ist er in dem sich jahrelang hinziehenden Verfahren bis vor’s Bundessozialgericht gezogen und hatte Erfolg. Am 5. Mai 2024 ist Jens Merkel völlig überraschend gestorben, die Trauer darüber ist groß.

Wie barrierefrei sind die Europawahlen in Österreich?

Martin Ladstätter bei der Pressekonferenz
Martin Ladstätter bei der Pressekonferenz
Foto: Österreichischer Behindertenrat

Wien (kobinet) Um den 9. Juni 2024 herum finden in allen EU-Staaten Wahlen zum Europäischen Parlament statt. In Deutschland haben behinderte Menschen immer noch mit der Barrierefreiheit von Wahllokalen, des Wahlprozesses und der entsprechenden Infos zu kämpfen. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul hat bei Martin Ladstätter vom Wiener Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen (BIZEPS) nachgefragt, wie barrierefrei die Wahlen in Österreich sind und welche Vorkehrungen hierfür getroffen werden.

Gemeinsamkeiten und Unterschiede an der Schnittstelle von Ableismus und Rassismus

Logo: BODYS
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Foto: BODYS

Bochum (kobinet) Das Bochumer Zentrum für Disability Studies (BODYS) lädt zu einem Vortrag im Rahmen der Online-Vortragsreihe „Dis/Ability der Gegenwart und der Zukunft – Perspektiven der Behindertenbewegung und der Disability Studies“ mit dem Titel: „Gemeinsamkeiten und Unterschiede an der Schnittstelle von Ableismus und Rassismus“ mit Prof. Dr. Robel Afeworki Abay, Prof. i.R. Dr. Swantje Köbsell und Prof. Dr. Narku Laing ein. Die Online-Veranstaltung findet am 29. Mai 2024 von 18:00 bis 19:30 Uhr statt.

Weg für inklusives Veranstaltungszentrum für Syker Innenstadt frei

Logo des Martinsclub Bremen
Logo des Martinsclub Bremen
Foto: MC Bremen

Syke (kobinet) Lange hatte die Zukunft von Wessels Hotel im Syker Stadtrat zur Debatte gestanden, bis vor Jahresfrist die Entscheidung fiel: Der Martinsclub Bremen erhielt den Zuschlag zum Kauf des Seitentraktes. Nun, ein Jahr später, da alle juristischen Dinge geklärt sind, ist der entsprechende Gebäudeteil in den Besitz des Martinsclub übergegangen. Am 6. Mai 2024 trafen sich die Martinsclub-Vorstände Jessica Volk und Sebastian Jung sowie Sykes Bürgermeisterin Suse Laue und Jana Speer von der Stadtverwaltung zur feierlichen Schlüsselübergabe. Entstehen soll dort nun ein inklusiver Ort der Gastfreundschaft als Veranstaltungszentrum, Café und Hotel, wie es in einer Presseinformation des Martinsclub Bremen heißt.

Umsichtig unterwegs in Mannheim – aufpassen und anpassen

Daumen hoch
Daumen hoch
Foto: Irina Tischer

Mannheim (kobinet) Die Kampagne „Umsichtig unterwegs in Mannheim – aufpassen und anpassen“, die aus dem Beteiligungshaushalt der Stadt Mannheim mit 60.000 Euro gefördert wurde, hat am 3. Mai 2024 den ersten Platz beim Fußverkehrspreis des Landes Baden-Württemberg in der Kategorie „Partizipation und Beteiligung“ erhalten. Der Preis würdigt das große Engagement der Akteure in Mannheim und macht deutlich, wie wichtig gegenseitige Rücksichtnahme für einen inklusiven öffentlichen Raum ist. Darauf hat Heinrich Schaudt die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht.

ZSL Nord e.V. protestiert in Kiel für selbst bestimmtes Leben

Frau mit Plakat Barrierefreie Arztpraxen
Vom Europäischen Protesttag unserer Demonstration in Kiel am 6. Mai 2024
Foto: ISL Kiel e. V.

Kiel (kobinet) Uns wurde berichtet: Das Zentrum für selbstbestimmtes Leben Norddeutschland e.V. hat am Montag, den 06. Mai, anlässlich des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen in Kiel demonstriert.

Berliner Inklusionsfirmen bereiten Jobbörse vor

Zweigeteiltes Plakat. Links eine Ankündigungder  Jobbörse, rehts kleine Werkzuege und Anmeldeadresse
Plakat der Jobbörse der Berliner Inklusionsunternehmen
Foto: LAG IF

BERLIN (kobinet) Gemeinsam mit den in der Landesarbeitsgemeinschaft der Berliner Inklusionsfirmen (LAG IF) bereiten die Inklusionsbetriebe LAG Inklusionsfirmen Berlin (LAG IF)möchten eine Jobbörse der Berliner Inklusionsunternehmen vor. Diese wird am 17. Juni 2024 in den Räumlichkeiten der Schankhalle Pfefferberg und im Pfefferberg Theater in der Schönhauser Allee 176 in Prenzlauer Berg stattfinden.

KulturLeben Berlin vergibt erstes Inklusionssiegel

Emoji Inklusion der Aktion Mensch
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Foto: Aktion Mensch

BERLIN (kobinet) In einer öffentlichen Pressekonferenz wird der Verein KulturLeben Berlin im Park Center Treptow im Rahmen des Projekts „Ich bin dabei! Inklusion wirkt in Berlin“ erstmals ein „Inklusionssiegel“ an barrierearme und inklusive Berliner Veranstaltungsorte mit besonderer Willkommenskultur für Gäste mit Behinderungen vergeben. Eine inklusive Jury entwickelte die Vergabe-Kriterien und wählt die ersten drei Einrichtungen aus, denen das Inklusionssiegel bei der Pressekonferenz verliehen wird.

Europawahl: Zwei neue Angebote für blinde und sehbehinderte Menschen

Flagge der EU
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Foto: gemeinfrei

Berlin (kobinet) Rund 350 Millionen wahlberechtigte Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union sind bei der Europawahl im Juni 2024 aufgerufen, über die Zusammensetzung des zehnten Europaparlaments zu entscheiden. In Deutschland findet die Wahl am 9. Juni statt. Der Deutsche Blinden und Sehbehindertenverband (DBSV) hat vom Bundesministerium des Innern (BMI) den Auftrag erhalten, blinden und sehbehinderten Menschen, die in Deutschland wahlberechtigt sind, die barrierefreie Teilnahme an dieser Wahl zu ermöglichen. Um dies zu gewährleisten, können diese Wahlberechtigten bei den Landesverbänden des DBSV (www.dbsv.org/landesvereine) eine Wahlschablone mit dazugehöriger Informations-CD anfordern. Den Mitgliedern der DBSV-Landesverbände werden diese Unterlagen automatisch zugeschickt, heißt es in einer Presseinformation des DBSV.

Dokumentation: Hilfe zum Suizid – Eine Bedrohung für behinderte Menschen?

Arne Frankenstein mit E-Rolli unterwegs
Arne Frankenstein mit E-Rolli unterwegs
Foto: Tristan Vankann / fotoetage

Bremen (kobinet) Gemeinsam mit dem Verein SelbstBestimmt Leben Bremen hat Arne Frankenstein als Bremer Landesbehindertenbeauftragter Mitte April die Veranstaltung „Hilfe zum Suizid – Eine Bedrohung für behinderte Menschen?“ durchgeführt. In 120 Minuten wurde versucht, die mehr als 250 Teilnehmenden darüber zu informieren, wie der aktuelle Stand der Debatte ist. Auf der Homepage des Beauftragten unter https://www.behindertenbeauftragter.bremen.de/sh ist nun der komplette Audio-Mitschnitt, das Transkript sowie die Präsentation zur Veranstaltung zu finden.

Birger Höhn kandidiert in Dresden-Blasewitz für die Kommunalwahl

Wahlplakat von Birger Höhn für die Kommunalwahl am 9. Juni 2024 für Die Linke
Wahlplakat von Birger Höhn für die Kommunalwahl am 9. Juni 2024 für Die Linke
Foto: Birger Höhn

Dresden (kobinet) Birger Höhn ist seit vielen Jahren inklusionspolitisch auf vielen Ebenen aktiv. Nun hat er sich dazu entschieden für die Kommunalwahl für Die Linke Dresden-Blasewitz bei der Stadtbezirksbeiratswahl zu kandidieren. Dies teilte er den kobinet-nachrichten auf deren Aufruf hin mit, dass sich behinderte Kandidat*innen, die bei den Wahlen in diesem Jahr antreten, kurz vorstellen können. Die Kommunalwahl in Sachsen findet zusammen mit der Europawahl am 9. Juni 2024 statt.

Usher Syndrom. Wie geht man mit gleichzeitigem Hör- und Sehverlust um?

Cover des Podcast Retina View
Cover des Podcast Retina View
Foto: Retina View

Dachau (kobinet) Der Podcast „Retina View“ dreht sich in der aktuellen Folge um die Geschichte eines Kleinkinds, die Usher-Diagnose und den Stand der Wissenschaft. „Wie reagiert man, wenn ein Kind von Usher betroffen ist und was bedeutet Usher eigentlich? Welche Formen von Usher sind derzeit bekannt und an welchen Formen wird derzeit intensiv geforscht? Diese Ausgabe ist ein Gespräch mit einer Mutter über ihr betroffenes Kind und Prof. Wolfrum von der Gutenberg-Universität in Mainz. Welche Möglichkeiten hat man als Familie, um das Thema zu verarbeiten?“ heißt es u.a. in der Ankündigung des Podcast mit dem Titel: „Usher Syndrom. Wie geht man mit gleichzeitigem Hör- und Sehverlust um?“

UN-Behindertenrechtskonvention: Papiertiger oder Chance für Inklusion in Mannheim?

Symbol Fragezeichen

Mannheim (kobinet) „UN-Behindertenrechtskonvention: Papiertiger oder Chance für Inklusion in Mannheim?“ So lautet der Titel einer Informations- und Diskussionsveranstaltung mit Prof. Dr. Sigrid Arnade, auf die Heinrich Schaudt aus Mannheim die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht hat. Die kostenfreie Veranstaltung im Rahmen des Europäischen Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen findet am Dienstag, 7. Mai 2024 um 18:00 Uhr, in der Mannheimer Abendakademie 16-19 in 68161 Mannheim statt.

Louis Braille Festival 2024 – ein Festival der Rekorde

Bild vom Louis Braille Festival 2024 in Stuttgart
Bild vom Louis Braille Festival 2024 in Stuttgart
Foto: DBSV/Reiner Pfisterer

Stuttgart (kobinet) Vom 3. bis zum 5. Mai 2024 fand in Stuttgart das Louis Braille Festival statt – das größte Zusammentreffen blinder, sehbehinderter und sehender Menschen in Europa. Neben den mehr als 4.500 Anmeldungen, ein knappes Drittel davon von blinden und sehbehinderten Menschen, gab es auch viele Stuttgarter und Stuttgarterinnen, die spontan vorbeischauten, so dass die Veranstalter von insgesamt 5.000 Besucherinnen und Besuchern ausgehen. Das ist „Europarekord“ für ein Treffen dieser Art, heißt es im Nachbericht zum Festival vom Deutschen Blinden- und Sehebehindertenverband (DBSV).

Engagierter Protest am sächsischen Landtag für selbstbestimmtes Leben

Demozug in Dresden am 3. Mai 2024
Demozug in Dresden am 3. Mai 2024
Foto: ZsL Sachsen

Dresden (kobinet) Der erst kürzlich gegründete Verein Zentrum für selbstbestimmt Leben Sachsen protestierte am 3. Mai 2024 in Dresden am Landtag. Zusammen mit anderen Vereinen der LAG SH Sachsen, dem Verein Farbwerk, den Expert*innen in eigener Sache sowie zahlreichen Unterstützer*innen versammelten sich rund 100 Selbstvertreter*innen unter dem Motto „Inklusion jetzt“, um ihre Forderungen lautstark zu äußern. Eine Kernforderung der Selbstvertreter*innen war, dass das sächsische Inklusionsgesetz novelliert werden und auch endlich auf kommunaler Ebene gelten muss. Sachsen ist das einzige Bundesland, wo dies nicht so ist. Dadurch verpuffen viele Punkte des Gesetzes oder sind kaum durchsetzbar, heißt es in einem Bericht über die Protestaktion des ZsL Sachsen.

Aktion Mensch zum Protesttag: Deine Stimme für Inklusion

Plakat der Aktion Mensch zum Protesttag 2024
Plakat der Aktion Mensch zum Protesttag 2024
Foto: Aktion Mensch

omp Aktion Mensch zum Protesttag: Deine Stimme für Inklusion

omp Aktion Mensch zum Protesttag: Deine Stimme für Inklusion „Der 5. Mai ist der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen. Dazu werden zahlreiche Aktionen auf die Beine gestellt. Denn für ein selbstbestimmtes Leben gibt es viele noch nicht umgesetzte Forderungen, auf die immer wieder lautstark hingewiesen werden muss. Das kann jede*r von uns tun! Möchtest du wissen, wie der Einsatz für mehr Inklusion und Barrierefreiheit aussehen kann?“ Das schreibt die Aktion Mensch in ihrem neuesten Newsletter und zeigt einige Beispiele auf.

Momentaufnahme 344

Europäischer Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung 2024
Europäischer Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung 2024
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Europäischer Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung 2024

Diskriminierung spaltet – Demokratie vereint: AGG Reform Jetzt

Demo in Berlin mit AGG Katze und Antidiskriminierungsfahne
Demo in Berlin mit AGG Katze und Antidiskriminierungsfahne
Foto: Natalie Rosenke

Berlin (kobinet) Klarer hätte man die Herausforderung, die unsere Gesellschaft derzeit beschäftigt, und den Handlungsbedarf, der besteht, nicht fassen können, wie heute auf einer Fahne bei der Demonstration zur Gleichstellung behinderter Menschen in Berlin formuliert: „Diskriminierung spaltet – Demokratie vereint!“ Neben der von Juliane Harms vom Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) mitgebrachten Fahne hatte die AGG-Katze Premiere bei ihrer ersten Aktion für die Rechte diskriminierter Menschen. Natalie Rosenke von der Gesellschaft gegen Gewichtsdiskriminierung hat die AGG-Katze für das Bündnis AGG Reform Jetzt gebastelt, die sie in einem Kinderwagen mitgebracht hat. Darauf steht: „Schluss mit Miezekätzchen: Es braucht ein AGG mit Zähnen! – Bündnis AGG Reform Jetzt!“ Damit wirbt das Bündnis für die längst überfällige und im rot-grün-gelben Koaltionsvertrag versprochene Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG).

Chronik des Mainzer Protesttag zur Gleichstellung

Logo: Initiativkreis für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung Mainz
Logo: Initiativkreis für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung Mainz
Foto: Initiativkreis für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung Mainz

Mainz (kobinet) Die Mainzer Behindertenbewegung war von Anfang an mit dabei mit Aktionen zurm Europäischen Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen. Marita Boos-Waidosch und Ruth Jaensch haben sich anlässlich der diesjährigen Kundgebung des Initiativkreis Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen Mainz, die am 3. Mai 2024 in der Mainzer Innenstadt stattfand, die Mühe gemacht und in einem auf YouTube verbreiteten Video die vielfältigen Aktivitäten der Protesttage in Mainz von 1992 bis heute darzustellen. Ein schöner Gang durch die Geschichte des Eintretens für die Rechte behinderter Menschen und eine Sammlung vieler kreativer Ideen für Protestaktionen ist daraus entstanden.

Starke Zeichen für Gleichstellung und Inklusion in Berlin gesetzt

Bild von der 5. Mai Demo 2024 in Berlin
Bild von der 5. Mai Demo 2024 in Berlin
Foto: Ellen Keune

Berlin (kobinet) Mit der mittlerweile traditionellen Demonstration haben behinderte Menschen und ihre Verbündeten heute am 5. Mai 2024 in Berlin ein starkes Zeichen für die Gleichstellung behinderter Menschen und für Inklusion gesetzt. Damit haben die Aktivitäten zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen, die auch dieses Jahr von der Aktion Mensch unterstützt werden, einen weiteren Höhepunkt erreicht. Seit 27. April führen behinderte Menschen in vielen Deutschen Städten und Regionen Aktionen durch, um für Demokratie und vor allem für ihre Rechte einzutreten. In der kommenden Woche finden weitere Aktionen und Veranstaltungen bis zum 12. Mai statt. Ellen Keune ist beispielsweise aus ihrer schwäbischen Heimat Schorndorf extra zur Demo nach Berlin gereist und hat den kobinet-nachrichten das Bild für diesen Beitrag geschickt.

Diskriminierung aufgrund von Behinderungen bekämpfen

Symbol Ausrufezeichen

BERLIN (kobinet) Vor dem Europäischen Protesttag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen wird die erschreckende Zunahme der Beschwerden wegen Diskriminierungen durch öffentliche Stellen deutlich. Zahlen haben die Senatsverwaltung für Antidiskriminierung in ihrem Bericht zur Umsetzung des Landesantidiskriminierungsgesetzes (LADG) und des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) in der Berliner Verwaltung sowie die Ombudsstelle veröffentlicht. Dabei stehen die Diskriminierungen aufgrund von Behinderungen oder chronischen Erkrankungen bereits an zweithöchster Stelle.

Fachstelle für Barrierefreiheit in Bayern umsetzen

Wappen Bundesland   Freistaat Bayern
Wappen Bundesland Freistaat Bayern
Foto: Gemeinfrei, public domain

MÜNCHEN (kobinet) Ein breites Bündnis von Verbänden, unterstützt vom Behindertenbeauftragten der Staatsregierung, Holger Kiesel, fordert zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai die rasche Umsetzung des Koalitionsvertrags ein. Die erfreuliche Ankündigung im Koalitionsvertrag, Inklusion durch eine bayerische Fachstelle für Barrierefreiheit zu unterstützen, muss umfassend umgesetzt werden.

Teilhabe statt Ausgrenzung

Logo der Lebenshilfe
Logo der Lebenshilfe
Foto: Lebenshilfe

BERLIN (kobinet) „Wir wollen damit Flagge zeigen und rechtspopulistischen und rechtsextremen Kräften die Stirn bieten“, betont Ulla Schmidt. „Unsere Demokratie ist in großer Gefahr. Spätestens nachdem bekannt wurde, dass sich AfD-Vertreter mit namhaften Rechtsradikalen in Potsdam getroffen haben, um unter dem Deckmantel einer sogenannten ‚Remigration“ massenhafte Abschiebungen auch deutscher Bürgerinnen und Bürger zu beraten, muss allen klar sein, was die Stunde geschlagen hat. Dieses Treffen weckt Erinnerungen an das dunkelste Kapitel unserer Geschichte, als die Nazis die Macht in unserem Land übernahmen.“ „Teilhabe statt Ausgrenzung. Keine Stimme für die AfD.“, heißt es deshalb klipp und klar bei der Lebenshilfe.

Ein weiteres Jahr Stillstand

Weg über eine historische Steintreppe
Mühevoller Weg zur Barrierefreiheit
Foto: H. Smikac

HANNOVER (kobinet) Auch in diesem Jahr nehmen der Blinden- und Sehbehindertenverband Niedersachsen, die Lebenshilfe Niedersachsen, der Paritätische Niedersachsen und der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen den Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen am 5. Mai zum Anlass, um die noch immer nicht erfolgte Umsetzung eines Landeskompetenzzentrums Barrierefreiheit in Niedersachsen zu fordern. Die vier Verbände haben bereits im vergangenen Jahr mit Nachdruck auf den Stillstand bei diesem so wichtigen Thema aufmerksam gemacht, getan hat sich seitdem: nichts!

Bündnis fordert ein diverses, inklusives und barrierefreies Gesundheitswesen

Ausrufzeichen
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Foto: gemeinfrei

BERLIN (kobinet) Im Vorfeld des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung behinderter Menschen am 5. Mai appelliert das „Bündnis inklusives Gesundheitswesen“ an die Verantwortlichen im BMG, den Aktionsplan an der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) auszurichten. Zudem fordert das Bündnis, noch in dieser Legislaturperiode zentrale Themen für ein diskriminierungsfreies und an einem selbstbestimmten Leben orientiertes Gesundheitswesen anzupacken. „Alle Vorschläge und Maßnahmen sind nach den Regelungen der UN-Behindertenrechtskonvention auszurichten“, erläutert H.-Günter Heiden, Koordinator des Bündnisses.

Neue Homepage des Deutschen Gehörlosen-Bundes

Kreis mit denBuchstaben DGB im Innern und den Worten DeutscherGEhörlosen-Bund e.V.  außen herum
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Foto: DGB

BERLIN (kobinet) Der Deutsche Gehörlosen-Bund hat eine neue Version seiner Homepage gestartet. Diese innovative Plattform wurde entwickelt, um die Zugänglichkeit für alle interessierten Menschen zu verbessern und eine übersichtlichere Palette von Informationen und Ressourcen anzubieten. Die neue Webseite des DGB wurde mit dem Ziel gestaltet, eine möglichst barrierefreie Umgebung zu schaffen, die den verschiedenen Bedürfnissen der Menschen gerecht wird. Ein weiteres Ziel war ein schneller und leichter Zugriff, weshalb die Kategorien reduziert wurden

BSK setzt für die Gleichstellung behinderter Menschen Zeichen

Vier sich gegenseitig am Handgelänk haltende Hände darunter die Buchstaben BSK
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Foto: BSK e.V.

Krautheim (kobinet) Anlässlich des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen am 5. Mai zeigt der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter (BSK) seine uneingeschränkte Unterstützung für die Vielzahl an Veranstaltungen, die im Rahmen dieses bedeutenden Tages deutschlandweit in vielen Städten und Gemeinden durchgeführt werden. Durch die Aktivitäten seiner zahlreichen Untergliederungen trägt der BSK dazu bei, die Öffentlichkeit für die Herausforderungen und Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung zu sensibilisieren, heißt es in einer Presseinformation des Verbands zum Protesttag.

Inklupreneur fördert die Teilhabe am Arbeitsleben und unterstützt Unternehmen

Cover des IGEL-Podcast mit Nils Dreyer
Cover des IGEL-Podcast mit Nils Dreyer
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Bremen (kobinet) „Inklupreneur fördert die Teilhabe am Arbeitsleben und unterstützt Unternehmen“, so lautet der Titel der aktuellen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). Dessen Macher, Sascha Lang, sprach dabei mit Nils Dreyer aus Bremen. Weitere Informationen zum Projekt Inklupreneur und zum Thema Arbeit für Menschen mit Behinderungen gibt’s im Podcast.

Lesung mit Diskussion zur Situation in Werkstätten am 6. Mai in Berlin

Ottmar Miles-Paul mit Roman Zündeln an den Strukturen
Ottmar Miles-Paul mit Roman Zündeln an den Strukturen
Foto: LB Bremen

Berlin (kobinet) Die Diskussion über die Reform des Werkstättensystems wird spätestens seit der Vorstellung einer Studie über das Werkstattentgelt und über Alternativen zur Beschäftigung in Werkstätten für behinderte Menschen intensiv geführt. Befeuert wird dies durch eine Reihe von Lesungen aus dem Roman Zündeln an den Strukturen. So findet am 6. Mai 2024 auch in Berlin eine Lesung mit Diskussion zur Situation in Werkstätten für behinderte Menschen mit dem Autor Ottmar Miles-Paul und seiner Leseassistentin Sabine Lohner um 18:30 Uhr im Aquarium, Skalitzer Str. 6, 10999 Berlin, U-Bahnhof Kottbusser Tor statt. Eingeladen zur kostenfreien Veranstaltung hat der Verein ambulante dienste (ag), moderiert wird die Veranstaltung von Eileen Moritz.

Marburger Leuchtfeuer für Soziale Bürgerrechte für Ottmar Miles-Paul

Ottmar Miles-Paul am Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor in Berlin
Ottmar Miles-Paul am Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor in Berlin
Foto: Michael Gerr

MARBURG (kobinet) Zum 20. Mal verleihen die Humanistische Union (HU) und die Stadt Marburg in diesem Jahr das „Marburger Leuchtfeuer für Soziale Bürgerrechte“. Im Jubiläumsjahr erhält Ottmar Miles-Paul die undotierte Auszeichnung. Diese Entscheidung hat die Jury am Rande einer Lesung des designierten Preisträgers am Donnerstag, dem 2. Mai im Vila Vita Hotel Rosenpark bekanntgegeben. Vor gut 40 Gästen hat Miles-Paul zusammen mit der Sprecherin Sabine Lohner dort seinen ersten Kriminalroman „Zündeln an den Strukturen“ vorgestellt.

Inklusionsbetrieben droht Personalabbau

Symbol Ausrufezeichen

STUTTGART (kobinet) Inklusionsbetriebe sind für Menschen mit einer Schwerbehinderung eine wichtige Alternative zur Werkstatt (WfbM). Gleichzeitig reicht die pauschale Förderung des Landes nicht aus, um die Arbeitsplätze nachhaltig zu sichern. Anlässlich des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai fordert der Paritätische Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg eine verlässliche pauschale Förderung von Inklusionsbetrieben, die Entwicklungen bei den Kostensteigerungen berücksichtigt. Nur so könnten die Arbeitsplätze für die schwerbehinderten Menschen nachhaltig gesichert und perspektivisch mehr Teilhabe für Menschen mit Behinderung auf dem ersten Arbeitsmarkt ermöglicht werden

Sozialverband fordert sozial gerechtere Politik für besseres Miteinander

Miteinander-Weg Heikendorf von Siegbert Brey

HANNOVER (kobinet) Wie eine aktuelle Forsa-Umfrage zeigt sind mehr als drei Viertel aller Menschen in Deutschland der Auffassung, dass sich der soziale Zusammenhalt in den vergangenen drei Jahren verschlechtert habe. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen sieht darin ein Alarmsignal für das derzeitige politische Wirken und macht deutlich, wie wichtig seine derzeitige Kampagne „Für mehr Miteinander“ ist.

Versprechen zur Gleichstellung endlich umsetzen

Symbol Ausrufezeichen

BERLIN (kobinet) Zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen, der seit 1992 um den 5. Mai herum mit vielen Aktionen und Veranstaltungen begangen wird, fordert die LIGA Selbstvertretung die Verantwortlichen auf, die im Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP verankerten Vorhaben zur Gleichstellung behinderter Menschen endlich umzusetzen. „Wir sind des Wartens müde, denn täglich müssen behinderte Menschen viele Benachteiligungen und Diskriminierungen erleben. Die Anforderungen zur Barrierefreiheit müssen endlich auch für private Anbieter*innen von Dienstleistungen und Produkten gelten, wie in vielen anderen Ländern auch“, erklärte der Sprecher der LIGA Selbstvertretung, Ottmar Miles-Paul.