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UN-Behindertenrechtskonvention: Papiertiger oder Chance für Inklusion in Mannheim?

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Mannheim (kobinet) "UN-Behindertenrechtskonvention: Papiertiger oder Chance für Inklusion in Mannheim?" So lautet der Titel einer Informations- und Diskussionsveranstaltung mit Prof. Dr. Sigrid Arnade, auf die Heinrich Schaudt aus Mannheim die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht hat. Die kostenfreie Veranstaltung im Rahmen des Europäischen Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen findet am Dienstag, 7. Mai 2024 um 18:00 Uhr, in der Mannheimer Abendakademie 16-19 in 68161 Mannheim statt.



„Im März 2024 jährte sich das Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland zum 15. Mal. Aus diesem Anlass veranstaltet die Arbeitsgemeinschaft Barrierefreiheit Rhein-Neckar e. V. am Dienstag, den 7. Mai 2024 um 18:00 Uhr eine Informations- und Diskussionsveranstaltung mit Prof. Dr. Sigrid Arnade aus Berlin in der Mannheimer Abendakademie. Die Veranstaltung steht unter dem Titel: ‚UN-Behindertenrechtskonvention: Papiertiger oder Chance für Inklusion in Mannheim?‘. Frau Arnade, Mitglied des Sprecher*innenrates des Deutschen Behindertenrats, stellt einen Überblick über die Ergebnisse zur zweiten Staatenprüfung des UN- Ausschusses vom Oktober 2023 vor. Organisationen wie das ‚Institut für Menschenrechte‘ und der Sozialverband ‚VdK‘ bemängeln die schleppende Umsetzung der Konvention in der Bundesrepublik Deutschland. ‚Insgesamt gibt es heute zwar mehr inklusive Angebote als vor 15 Jahren. Der Anteil an Menschen mit Behinderungen in Sondereinrichtungen wie Förderschulen oder Werkstätten für Menschen mit besonderen Bedarfen sinkt nur unmerklich. Noch immer werden sechs von zehn Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf an Förderschulen unterrichtet. Fast jede zweite Person, die im Alltag Unterstützung benötigt, lebt in stationären Wohneinrichtungen. Bisher fehlt die notwendige Entschlossenheit von Politik, Verwaltung und den Anbietern sozialer Dienstleistungen, diese gefestigten Sonderstrukturen grundsätzlich zu verändern‘, urteilen Vertreter*innen des ‚Instituts für Menschenrechte'“, heißt es in der Ankündigung der Veranstaltung.

Besonders dringlich seien Veränderungen in den Bereichen gesellschaftliche Partizipation der Betroffenen, selbstbestimmtes Wohnen, Bildung sowie Arbeit und Beschäftigung. „Barrierefreiheit ist die Grundvoraussetzung dafür, dass Menschen mit Behinderungen am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Die Privatwirtschaft muss endlich zu Barrierefreiheit verpflichtet werden. Als Arbeitgeber, bei Produkten und Dienstleistungen, im Gesundheitssektor und im Wohnungsbau. Auch die Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen muss gestärkt werden“, fordert der Sprecher*innenkreis der Arbeitsgemeinschaft Barrierefreiheit Rhein-Neckar und ruft dazu auf, „sich stärker für die Inklusion und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen einzusetzen.“

Für die Veranstaltung gibt es ein Grußwort der Stadt Mannheim.

Weitere Informationen über die Referentin, den Veranstaltungsflyer und die UN-Behindertenrechtskonvention gibt’s unter: https://barrierefrei-mannheim.de/un-brk/

Informationen zur Veranstaltung:
Datum: Dienstag, 7. Mai 2024
Uhrzeit: 18:00 Uhr, Einlass 17:30 Uhr
Veranstaltungsort: Mannheimer Abendakademie – U1, 16-19 – 68161 Mannheim – Saal, Erdgeschoss
Eintritt frei!

Infos zum Veranstaltungsort: Die Veranstaltung wird in deutsche Gebärdensprache übersetzt. Eine induktive Höranlage steht zur Verfügung. Ein barrierearmes WC ist vor Ort. Die nächste barrierefreie Haltestelle „Abendakademie“ ist circa 100 Meter entfernt.