
Foto: Ellen Keune
Berlin (kobinet) Mit der mittlerweile traditionellen Demonstration haben behinderte Menschen und ihre Verbündeten heute am 5. Mai 2024 in Berlin ein starkes Zeichen für die Gleichstellung behinderter Menschen und für Inklusion gesetzt. Damit haben die Aktivitäten zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen, die auch dieses Jahr von der Aktion Mensch unterstützt werden, einen weiteren Höhepunkt erreicht. Seit 27. April führen behinderte Menschen in vielen Deutschen Städten und Regionen Aktionen durch, um für Demokratie und vor allem für ihre Rechte einzutreten. In der kommenden Woche finden weitere Aktionen und Veranstaltungen bis zum 12. Mai statt. Ellen Keune ist beispielsweise aus ihrer schwäbischen Heimat Schorndorf extra zur Demo nach Berlin gereist und hat den kobinet-nachrichten das Bild für diesen Beitrag geschickt.
Um 12:00 Uhr ging es in Berlin am Bebelplatz los. Damit war die Demonstrationsroute zum Roten Rathaus dieses Jahr etwas kürzer. Dabei wurde auch großer Wert darauf gelegt, dass möglichst alle teilnehmen können, so wurden auch einige Rikschas für gehbeeinträchtigte Menschen bereit gestellt. Gerade in Berlin gibt es dieses Jahr einige heiße Themen, die behinderte Menschen auf die Straße treiben. Die Zahl der Diskriminierungen hat in der Bundeshauptstadt in letzter Zeit erheblich zugenommen, wie Berichte der Antidiskriminierungsstellen zeigen. Aber auch Sachen Gleichstellungsgesetze geht es nicht voran. Behinderte Menschen und ihre Verbände warten immer noch auf den Entwurf der Bundesregierung für die Reform des Bundesbehindertengleichstellungsgesetzes und auch des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes. Denn so wie es ist, dabei darf es nicht bleiben. „Wir brauchen endlich auch die Verpflichtung privater Anbieter von Dienstleistungen und Produkten zur Barrierefreiheit mit konkreten Sanktionen. Darunter geht nichts mehr“, zeigt sich Ellen Keune überzeugt.




