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Marburger Leuchtfeuer für Soziale Bürgerrechte für Ottmar Miles-Paul

Ottmar Miles-Paul am Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor in Berlin
Ottmar Miles-Paul am Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor in Berlin
Foto: Michael Gerr

MARBURG (kobinet) Zum 20. Mal verleihen die Humanistische Union (HU) und die Stadt Marburg in diesem Jahr das "Marburger Leuchtfeuer für Soziale Bürgerrechte". Im Jubiläumsjahr erhält Ottmar Miles-Paul die undotierte Auszeichnung. Diese Entscheidung hat die Jury am Rande einer Lesung des designierten Preisträgers am Donnerstag, dem 2. Mai im Vila Vita Hotel Rosenpark bekanntgegeben. Vor gut 40 Gästen hat Miles-Paul zusammen mit der Sprecherin Sabine Lohner dort seinen ersten Kriminalroman "Zündeln an den Strukturen" vorgestellt.



Diese undotierte Auszeichnung wird Ottmar Miles-Paul am 3. Juni aus den Händen von Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies und Jury-Sprecher Egon Vaupel in Empfang nehmen. Die Laudatio auf den Behindertenrechtsaktivisten hält die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Sie kennt ihn aus mehrjähriger Zusammenarbeit während seiner Tätigkeit als Behindertenbeauftragter des Landes Rheinland-Pfalz.

„Mit dem Marburger Leuchtfeuer würdigt die Jury den herausragenden Einsatz von Ottmar Miles-Paul für die selbstbestimmte Teilhabe behinderter Menschen an allen Bereichen gesellschaftlichen Lebens“, heißt es in der Preisbegründung der Jury. Er gab den Anstoß zur Umbenennung der „Aktion Sorgenkind“ in „Aktion Mensch“ und zur Verankerung des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen am 5. Mai. Er hat die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben (ISL) mitgegründet und ist von Beginn an ehrenamtlicher Redakteur der „kobinet-nachrichten“ zum Thema „Behinderungen“.

„Ottmar Miles-Paul darf mit gutem Recht als Vater der deutschen Behindertenbewegung gelten, auch wenn er sich selber einmal als ihr Kind bezeichnet hat“, erklärte der Marburger HU-Regionalvorsitzende Franz-Josef Hanke und fährt dazu fort: „Wir freuen uns auf die Preisverleihung und die Laudatio seiner einstigen Weggefährtin Malu Dreyer. Das wird wahrscheinlich eine sehr würdige Jubiläumsfeier werden.“