KöLN (KOBINET) Sie wurden geschlagen, zum Essen gezwungen und mit Psychopharmaka ruhiggestellt. Menschen, die als Kinder oder Jugendliche in den 50er- bis 70er-Jahren in Einrichtungen der Behindertenhilfe oder in psychiatrischen Kliniken lebten, haben oft unfassbares Leid und Unrecht erfahren. Viele von ihnen leiden bis heute unter den Folgen der seelischen und körperlichen Grausamkeiten. Die von Bund, Ländern und Kirchen errichtete Stiftung Anerkennung und Hilfe zahlt betroffenen Menschen Geld zur Linderung der Folgewirkungen. Auch wer arbeiten musste, ohne dass Sozialversicherungsbeiträge gezahlt wurden, kann finanzielle Leistungen erhalten. Die Anmeldefrist wurde nun von den Fondserrichtern um ein Jahr verlängert. Bis zum Ende des Jahres 2020 können sich Betroffene nun bei den Anlauf- und Beratungsstellen der Stiftung melden. Darauf macht der Landschaftsverband Rheinland (LVR) aufmerksam.
Veröffentlicht am 18.02.2019 08:22 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
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MüLHEIM (KOBINET) Behinderte Frauen sind zwei bis dreimal häufiger von Gewalt betroffen als Frauen ohne Behinderung. Häufig beginnt die Gewalt in der Kindheit durch die Familie und hält bis ins Erwachsenenalter an. Dabei geht es um alle Gewaltformen, nicht nur körperliche und sexuelle, auch psychische Gewalt. Im Ruhrgebiet entsteht nun mit Elfriede im Raum Mülheim/Oberhausen/Essen/Duisburg zur Zeit eine Selbsthilfegruppe für Frauen, die es entweder bereits geschafft haben oder dabei sind, diese Gewalt zu stoppen und sich mit anderen Betroffenen zusammenschließen möchten. Es kann über Erfahrungen gesprochen und sich gegenseitig unterstützt werden.
Veröffentlicht am 17.02.2019 06:01 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Sristi und Dolmetscher Puskpa Foto: Jennifer Sonntag
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HALLE (KOBINET) „Es ist nicht leicht, in Nepal eine Frau zu sein, aber schwerer ist es, in Nepal eine blinde Frau zu sein“. Mit einem dieser einprägsamen Sätze eröffnete die taffe Aktivistin Sristi KC am 11. Februar in der Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen in Halle ihren tief bewegenden Vortrag. Die heute 26-jährige wurde in Kathmandu geboren, erkrankte am grünen Star und verlor mit 16 Jahren aufgrund eines Behandlungsfehlers ihr Augenlicht. Die Inklusionsbotschafterin Jennifer Sonntag berichtet für die kobinet-nachrichten über die Veranstaltung und ihre Eindrücke.
BERLIN (KOBINET) Am Ende der Sitzungswoche des Deutschen Bundestages bleibt angesichts der weiteren Verschiebung der Beratung eines Antrags zur Abschaffung von Wahlrechtsausschlüssen in der Sitzung des Bundestagsausschusses für Inneres und Heimat durch die Fraktionen der CDU/CSU und SPD Unverständnis bei vielen Akteuren. Die Koalitionsfraktionen hatten erneut Gesetzentwürfe zur Aufhebung der Wahlrechtsausschlüsse von Menschen mit Behinderungen von der Tagesordnung abgesetzt. Trotz deutlichem Protest der Fraktionen der LINKEN, von Bündnis 90/Die Grünen und der FDP. Viele Vertreter*innen von Behindertenverbänden schütteln inzwischen darüber nur noch den Kopf und selbst der Bundesbehindertenbeauftragte kritisiert den Stillstand heftig.
MüNCHEN (KOBINET) Alle Welt spricht von Digitalisierung. Doch leider wird oftmals nach Ansicht von Stefan Unterstraßer bewußt verschwiegen, welche Nachteile die Digitalisierung bringen kann. Gerade blinde bzw. sehbehinderte Arbeitnehmer*innen haben nach seiner und der Erfahrung des Inklusionsbotschafters Markus Ertl hier ernste Probleme.
WIESBADEN (KOBINET) Dass die Position des bzw. der Landesbehindertenbeauftragten in Hessen zukünftig hauptamtlich ausgestaltet werden soll und dass diese Position im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration angesiedelt wird, das bestätigte der hessische Regierungssprecher Staatssekretär Michael Bußer auf Anfrage der kobinet-nachrichten. Wann die neue Person berufen wird und wer dies genau werden soll, dass konnte er jedoch noch nicht genau sagen. Man werde das jetzt bald anpacken, hieß es auf die kobinet-Anfrage heute aus Wiesbaden.
DRESDEN (KOBINET) Nach einer aktuellen Information des Selbsthilfenetzwerkes Sachsen kann das Projektteam „ÖPNV/SPNV für alle“ des Landesverbandes Selbsthilfe Körperbehinderter Sachsen über erfreuliche Ergebnisse berichten. Das Wirken des Landesverbandes Selbsthilfe Körperbehinderter Sachsen und seiner Partner im Sinne mobilitätseingeschränkter Fahrgäste für den Zeitraum 2019 – 2021 ist im Zuge der Bewilligung des gestellten Projektantrags durch den Freistaat Sachsen sowohl personell als auch finanziell gesichert.
UNBEKANNT (KOBINET) Kay Macquarrie hat heute kobinet auf die gerade gestartete Petition „Bahnfahren einfach machen“ aufmerksam gemacht. Der Kieler hat einen Traum: Über Nacht sind alle Stufen vor den Zügen verschwunden! „Als Rollstuhlfahrer – und auch als Reisender mit Koffer – komme ich überall problemlos alleine hin und rein in den Zug. Die ausgrenzende Situation und der irre Aufwand vor jeder Reise Hilfe anzumelden, hat ein Ende. Ich reise spontan und ohne Vorbereitung. Das wäre toll! Leider sind die Bahn und ihre Bahnhöfe nicht so weit“, schrieb er dem Berliner kobinet-Korrespondenten. „Mal eben so den Zug nehmen? Bahnfahren ist für Menschen wie mich ein regelrechter Albtraum! Denn der Einstieg in die Bahn ist nicht stufenlos. Für uns Rollstuhlfahrer bedeutet das jedes Mal eine nervenaufreibende Anmeldung bei der Deutschen Bahn über ein überflüssiges und extrem aufwendiges Online-Formular.“
UNBEKANNT (KOBINET) Vielfalt ist nicht nur ein Konzept aus dem Methodenkoffer der Sozialarbeit, sondern sie ist auch die Voraussetzung zur Entfaltung menschlicher Einmaligkeit. Das klingt gut und wird vermutlich keinen Widerspruch hervorrufen. Der Konflikt entsteht an anderer Stelle: Da ist auf der einen Seite der Wunsch der auftraggebenden Verwaltung nach großtmöglicher Standardisierung und Vereinheitlichung Sozialer Dienstleistungen und da sind die konzeptionellen Ansätze von „Individualisierung“ und „Personenzentrierung“ der Dienstleister auf der anderen Seite. Während Vielfalt den (buchhalterischen) Planungs- und Verwaltungsaufwand stört, ist sie der Schlüssel zum Erfolg sozialer Diensteistungen. Ein Konflikt, der mehr Aufmerksamkeit verdient hat und der weitaus wichtiger ist als ein Frühschoppenthema. Hier geht es um Grundsätzliches.
Denn Vielfalt, Unterschiedlichkeit und Einmaligkeit können nur dort zur Entfaltung kommen, wo Vielfältige, Unterschiedliche und Einmalige tätig sind. Und dort wo „Empowerte“ tätig sind, können sie auch erfolgreich beim Empowern ihrer Klient*ìnnen unterstützen.
MAINZ (KOBINET) Im Berufsförderungswerk Mainz wurde nach Ansicht des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (DBSV) Inklusion schon gelebt, als man dieses Wort noch gar nicht im Behinderungszusammenhang benutzte. Seit 1966 werden hier blinde, sehbehinderte und sehende Menschen gemeinsam ausgebildet. Der Erfolg gibt den Mainzern recht: Mehr als 90 Prozent der Menschen, die hier einen medizinisch-therapeutischen Beruf erlernen, werden sofort im Anschluss an ihre Ausbildung in Arbeit vermittelt. Nun jedoch droht dem in vielerlei Hinsicht einzigartigen Konzept das Aus – und zwar ausgerechnet wegen seiner inklusiven Ausrichtung, wie der Newsletter dbsv-direkt berichtet. Am 18. Februar findet daher ein Demonstration in Mainz statt.
SAARBRüCKEN (KOBINET) Dass das Landesamt für Soziales und der Landkreis Neunkirchen als zuständige Leistungserbringer die Kosten für die Behindertenassistenz des gebürtigen Saarbrückers Markus Igel nicht mehr übernehmen wollen, empfindet Ralf Georgi, der behindertenpolitische Sprecher der Linksfraktion im saarländischen Landtag, als erneuten Beweis dafür, „wie weit wir von Chancengleichheit für Menschen mit Behinderung und echter Teilhabe entfernt sind.“
Veröffentlicht am 15.02.2019 05:31 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Symbol Fragezeichen Foto: ht
BERLIN (KOBINET)
BERLIN (KOBINET) Das Budget für Arbeit als geförderte Alternative zur Arbeit in einer Werkstatt für behinderte Menschen wurde im Bundesteilhabegeseetz verankert und kann seit dem 1. Januar 2018 bundesweit genutzt werden. Die FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag hat nun eine Kleinen Anfrage (19/7590) zu einer Bilanz der Neuregelungen des Budgets für Arbeit gestellt. Die Bundesregierung soll einem Bericht von Heute im Bundestag zufolge unter anderem beantworten, wie oft dieses Budget seit dem 1. Januar 2018 beantragt, bewilligt oder abgelehnt wurde.
BERLIN (KOBINET) Mit einer Petition an das Abgeordnetenhaus von Berlin fragt Mag. Arnd Hellinger nach Möglichkeiten, den Müggelturm für alle zugänglich und erlebbar zu gestalten. Der im Jahr 1961 errichtete Müggelturm stellt ein bedeutendes Ausflugsziel im Südosten der Bundeshauptstadt Berlin dar. Seinerzeit wurde er – vermutlich aus wirtschaftlichen Erwägungen – nicht barrierefrei ausgeführt oder wenigstens baulich für die Nachrüstung eines Aufzuges vorbereitet.
UNBEKANNT (KOBINET) Die AfD-Bundestagsfraktion will das Verbandsklagerecht im Umwelt-Rechtsbehelfsgesetz (UmwRG) beschränken. Die Fraktion begründet ihren Gesetzentwurf damit, dass die „Anerkennungsvoraussetzungen für klagebefugte Verbände“ aktuell sehr weit gefasst seien. Damit berge das geltende Recht ein „Missbrauchspotential“. So bestünde die Möglichkeit, dass eine „nur wenige Mitglieder umfassende Vereinigung Zuwendungen von Unternehmen oder Organisationen erhält, die im Interesse ausländischer Wettbewerber oder Staaten agieren“.
UNBEKANNT (KOBINET) Die Bundesregierung hat jetzt auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion Die Linke hin Einzelheiten eines Förderprojekts für eine Notruf-App für Menschen mit Behinderung veröffentlicht. Darin äußert sich die Bundesregierung beispielsweise zu Betriebssystemen, Zielstellungen und Fördersummen und Zeitplan des Projekts.
BERLIN (KOBINET) Die aktuelle Diskussion um Veränderungen bei der Mobilitätszentrale der Deutschen Bahn hat der Deutsche Behindertenrat für einen Offenen Brief zum Thema Bahnfahren für mobilitätseingeschränkte Reisende veranlasst. Im folgenden dokumentieren wir den vom Vorsitzenden des Sprecherrats des Deutschen Behindertenrates, Horst Frehe, unterzeichneten Offenen Brief.
Veröffentlicht am 14.02.2019 08:30 von Anke Glasmacher in der Kategorie Nachricht
Bild von der Berlinale Foto: Anke Glasmacher
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UNBEKANNT (KOBINET)
UNBEKANNT (KOBINET) Der scheidende Berlinale-Direktor Dieter Kosslick hat zum Auftakt der diesjährigen Berlinale das „5050×2020“ Pledge unterzeichnet. Wie die Berlinale mitteilte, setzt sich das Festival mit „5050×2020“ dafür ein, bis 2020 die Leitungen und Auswahlgremien paritätisch zu besetzen sowie Zahlen zur Geschlechterverteilung bei Filmeinreichungen und -auswahl zu veröffentlichen.
BERLIN (KOBINET) Mit einem Offenen Brief haben sich der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV), der Verein FUSS e.V. als Fachverband für Fußverkehr, der Landesseniorenbeirat Berlin (LSBB) und der Sozialverband VdK Deutschland an Bundesverkehrsminister Scheuer gewandt. Es geht um sogenannte „Elektrokleinstfahrzeuge“. Derzeit sind eine Verordnung und eine Ausnahmeverordnung in Arbeit, die vorsehen, dass einige dieser Fahrzeuge, wie beispielsweise E-Roller mit Sondergenehmigung oder E-Skateboards, zukünftig auf Gehwegen zugelassen werden. Im folgenden dokumentieren wir den Text des Offenen Briefs, der im Newsletter dbsv-direkt veröffentlicht wurde.
BERLIN (KOBINET) „Mit Entsetzen musste ich heute die erneute Absetzung unseres Gesetzentwurfes zur Aufhebung der Wahlrechtsausschlüsse in den Ausschüssen des Bundestages mit ansehen. Die Regierungskoalition zeigt mit ihren erneuten Absetzungen ein verstörendes Demokratieverständnis, wenn sie sich weiter für die Aberkennung des Wahlrechts von rund 85.000 Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen ausspricht“, so fasst Sören Pellmann, Sprecher für Inklusion und Teilhabe der Fraktion DIE LINKE, das gestrige Vorgehen der großen Koalition aus CDU, SPD und CSU zusammen.
KöLN (KOBINET) Auch in diesem Jahr ist die Aktion Mensch wieder mit einem Stand auf der didacta vertreten. Die Fachmesse für Bildung findet vom 19. bis 23. Februar in Köln statt. Die Aktion Mensch findet man dort am Stand D059 in Halle 7.1. Dort kann man u.a. auch die neuesten Bildungsmaterialien der Aktion Mensch kennen lernen.
Veröffentlicht am 13.02.2019 21:02 von Franz Schmahl in der Kategorie Nachricht
Hublift der Deutschen Bahn Foto: ISL
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BERLIN (KOBINET) Der Deutsche Bahnkunden-Verband e. V. kritisierte heute die Unterstützung für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste. Inklusion wird infrage gestellt und Teilhabe deutlich erschwert/DBV fordert bundeseinheitliche Regelungen, so wird in einer Pressemitteilung die zum 1. Februar 2019 eingeführte Regelung der Deutschen Bahn AG kommentiert. Ihre Mobilitätsservicezentrale (MSZ) ist nur noch für die DB-eigenen Unternehmen zuständig. Deutlich und unmissverständlich finde sich auf der Internetseite der DB AG der Hinweis „Wenn Ihre Reise Strecken enthält, auf denen Sie mit nicht am Verfahren teilnehmenden Eisenbahnunternehmen reisen, können für diese Strecken keine Hilfeleistungen bei der MSZ angemeldet werden.“
BERLIN (KOBINET) Der Deutsche Gehörlosen Bund übt Kritik an der neuen Regelung der Bahn für Menschen mit Behinderungen und fordern, dass die Deutsche Bahn weiter die zentrale Rolle als Ansprechpartner und Vermittler bei erforderlichen Hilfeleistungen bei Reisen behinderter Menschen mit unterschiedlichen EVU übernimmt.
BERLIN (KOBINET) Die erneute Absetzung der Beratung im Innenausschuss zum gemeinsamen Gesetzentwurf von Bündnis 90/Die Grünen und der Fraktion Die Linke zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention im Wahlrecht sorgt bei Britta Haßelmann, Erste Parlamentarische Geschäftsführerin der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, und bei der Sprecherin für Behindertenpolitik der Grünen Bundestagsfraktion, Corinna Rüffer für großen Unmut. Die Chancen, dass behinderte Menschen, die bisher vom Wahlrecht ausgeschlossen sind, bei der Europawahl wählen können, gingen damit gen Null.
BERLIN (KOBINET) Die Beförderung von Menschen mit Behinderung ist eine öffentliche Aufgabe, das betont der Fahrgastverband PRO BAHN und fordert deshalb klare und einfache Transportmöglichkeiten. Menschen haben ein Recht komplikationslose Beförderung mit Bahnen und Bussen, so schreibt dieser Verband.
KöLN (KOBINET) Kulturelle Vielfalt und Teilhabe unterschiedlichster Gruppen unserer Gesellschaft ist das Ziel der in Köln gegründeten Sommerblut Foundation. An dem Festakt im Kunstraum Horbach nahmen unter anderem Kölns Ex-Oberbürgermeister Jürgen Roters und die ehemalige Landtagsabgeordnete Andrea Asch teil, die zu den Initiatorinnen und Initiatoren der Stiftung zählen.
BAD KREUZNACH (KOBINET) Geburtstage sind zum Feiern da und dass versucht Markus Igel aus Bad Kreuznach heute auch, obwohl über seiner Zukunft derzeit immer noch große Fragezeichen schweben. Denn noch immer ist nicht klar, ob die Assistenz des heute 32jährigen durch das saarländische Landesamt für Soziales abgesichert wird oder ob ihm eventuell sogar droht, seine Assistent*innen entlassen und wieder ins Heim ziehen zu müssen. Die große Solidarität, die Markus Igel während der letzten Wochen durch eine Petition, eine Fundraising-Aktion und nicht zuletzt durch die vielen Menschen, die trotz Kälte nach Saarbrücken zur Solidaritätsdemonstration für Markus Igel gekommen waren, geben ihm jedoch weiterhin Kraft, durchzuhalten.
Veröffentlicht am 13.02.2019 08:18 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Schild: Halt bitte Leichte Sprache Foto: Mensch zuerst
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KIEL (KOBINET) „Verständlich ist selbstverständlich“, so kündigt die schleswig-holsteinische Staatskanzlei eine Initiative zur verständlichen Behördensprache an. Die Landesregierung von Schleswig-Holstein will damit die Behördensprache für Bürgerinnen und Bürger einfacher und nachvollziehbarer gestalten. Einen entsprechenden Projektauftrag für die Fachhochschule für Verwaltung und Dienstleistung in Altenholz hat der Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Dirk Schrödter, vor kurzem in Kiel angekündigt. Gestartet werde das Projekt in diesem Frühjahr. „Verständliche Sprache muss selbstverständlich werden“, sagte Dirk Schrödter.
Veröffentlicht am 13.02.2019 07:28 von Christian Mayer in der Kategorie Nachricht
EUTB-Beraterin Alisia Neukamm an ihrem Arbeitsplatz Foto: kobinet/omp
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MANNHEIM/KASSEL (KOBINET) Während die kobinet-nachrichten in den letzten Monaten immer wieder über die neuen ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatungsstellen (EUTB) berichtet haben, können diese nun selbst von einer guten Peer Beratung profitieren. Als kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul an einer Führung durch das Blindenzentrum in Mannheim teilnahm, traf er auch auf die dortige EUTB-Beraterin Alisia Neukamm. Nachdem die Arbeitsplatzausstattung der selbst sehbehinderten Beraterin das Interesse von Ottmar Miles-Paul erregte, ergaben sich daraus mehrere Beratungskontakte. Das Ergebnis lieferte er anhand der Infos zu diesem Bericht, die auf dem neuen Laptop mit iPad-Funktionen des auch sehbehinderten kobinet-Redakteurs geschrieben wurde.
Veröffentlicht am 13.02.2019 05:31 von Anke Glasmacher in der Kategorie Nachricht
Bild von der Berlinale Foto: Anke Glasmacher
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UNBEKANNT (KOBINET)
UNBEKANNT (KOBINET) „Celle que vous croyez“heißt übersetzt so viel wie „Derjenige, dem Du glaubst“. Doch wem glauben? Das wird zunehmend schwieriger, denn Claire Millaud (Juliette Binoche) hat sich verfangen zwischen virtueller und tatsächlicher Realität. Sie, 50 und Professorin, ist von ihrem Mann geschieden, das Sorgerecht für ihre beiden Söhne teilen sie sich. Claire ist verliebt in Ludo (Guillaume Gouix), einen jüngeren Designer. Doch der lässt sie nach einer gemeinsamen Nacht sitzen. Claire will sich an ihm rächen und beginnt unter der Identität ihrer Nichte auf Facebook einen Flirt mit seinem Assistenten Alex (François Civil). kobinet-Korrespondentin Anke Glasmacher hat sich auch diesen Film auf der Berlinale angeschaut und schildert ihre Eindrücke.
HAMBURG (KOBINET) Der Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg (BSVH) sowie der Deutsche Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf (DVBS) haben zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2016/2102 über den barrierefreien Zugang zu den Websites und mobilen Anwendungen öffentlicher Stellen eine Stellungnahme abgegeben. Dabei kritisieren sie insbesondere die plötzliche Eile, mit der nunmehr versucht wird, die Richtlinie in Hamburgisches Landesrecht umzusetzen und die eine angemessene Beteiligung der Verbände erschwert, nachdem zuvor viel Zeit vertan wurde.
Veröffentlicht am 12.02.2019 19:00 von Jens Wegener in der Kategorie Nachricht
Logo des kobinet-Blog „Barrierefreiheit“ Foto: kobinet / hs / ht
BERLIN (KOBINET)
BERLIN (KOBINET) Seit zehn Monaten arbeitet das Team der „kobinet Nachrichten“ auch daran, Informationen und Nachrichten zum Thema „Ohne Barrieren nachgedacht“ zusammenzutragen. Mit dem heutigen Tag enthält dieser Blog insgesamt 100 Einträge.
UNBEKANNT (KOBINET) Die Bekämpfung rassistischer Hassreden, die Umsetzung des Rechts auf selbstbestimmte Lebensführung für Menschen mit Behinderung und die Bekämpfung geschlechtsspezifischer Gewalt sind die Schwerpunkte der Arbeit des Deutschen Instituts für Menschenrechte (DIMR) im Jahr 2017 gewesen. Das geht aus dem als Unterrichtung vorliegendem Jahresbericht des Instituts hervor.
Veröffentlicht am 12.02.2019 13:07 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Vertreter der Werkstätten und des SoVDs bei der Plakettenübergabe Foto: SoVD
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HANNOVER (KOBINET)
HANNOVER (KOBINET) Der Sozialverband Deutschland verleiht die Plakette „Überlegt geplant – an alle gedacht“ an Einrichtungen und Häuser, die besonders barrierefrei sind. So werden Gebäude wie Krankenhäuser, Rathäuser oder Firmensitze begangen und überprüft. Am Montag wurde der Hannoversche Werkstätten gem. GmbH diese Plakette für ihre Einrichtung in Rethen verliehen.
BERLIN (KOBINET) Die aktuelle Berichterstattung über einen zweiten Müggelturm in Berlin zur Herstellung von Barrierefreiheit bietet nach Ansicht des Berliner Rechtsanwalts Dr. Martin Theben zumindest ein gutes Beispiel, wie der in der UN-Behindertenrechtskonvention verankerte Begriff „Angemessene Vorkehrungen“ (vielleicht) sinnvoll in solchen Diskussionen eingesetzt werden kann. Der Begriff und der damit verbundene Ansatz zur Schaffung angemessener Vorkehrungen gehöre seiner Ansicht nach jedenfalls in die Berliner Bauordnung, wie Martin Theben den kobinet-nachrichten mitteilte.
DORTMUND (KOBINET) Die Emoji-Welt wird vielseitiger. Mit dem neuesten Update im März gibt es zahlreiche neue Emojis, die Menschen mit Behinderung zeigen sollen. Dies sorgt für breite Zustimmung, dennoch gibt es vereinzelt Bedenken. Darauf weist Katja Hönes, Studentin der Angewandten Literatur- und Kulturwissenschaften an der TU Dortmund, in einem Beitrag der Lehrredaktion des Magazins KURT hin.
BERLIN (KOBINET) In einem Gastbeitrag der heutigen Print-Ausgabe der Süddeutschen Zeitung fordert der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Jürgen Dusel, endgültig die Abschaffung der Wahlrechtsausschlüsse für zehntausende Menschen mit Behinderungen – und zwar noch vor der diesjährigen Europawahl. Jürgen Dusel schreibt u.a.: „Das demokratische Grundrecht eines jeden Einzelnen muss immer stärker gewichtet werden als ein möglicher Wahlrechtsmissbrauch. Pauschale Wahlrechtsausschlüsse sind und bleiben ein klarer Verstoß gegen die Menschenrechte und stehen unserer Demokratie nicht gut zu Gesicht. Das haben uns die Vereinten Nationen bei der ersten Staatenprüfung zur Umsetzung der UN-BRK 2015 bereits attestiert und uns zurecht aufgefordert, dies zu ändern.“
Veröffentlicht am 12.02.2019 07:46 von Anke Glasmacher in der Kategorie Nachricht
Bild von der Berlinale Foto: Anke Glasmacher
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UNBEKANNT (KOBINET)
UNBEKANNT (KOBINET) Sommer in Los Angeles. Der 13jährige Stevie (Sunny Suljic) trifft auf seinen Streifzügen durch die Straßen des Viertels auf eine Clique von Skateboard-Fahrern. Für ihn sind die Jungs „cool“. Gut drauf, mit ansehnlichen Klamotten und vor allem: sie lassen sich nichts sagen. Sie machen ihr Ding. Eine Welt, die so ganz im Gegensatz zu seiner eigenen steht. So beginnt der Bericht von kobinet-Korrespondentin Anke Glasmacher über den Film Mid90s, den sie sich auf der Berlinale angeschaut hat.
Veröffentlicht am 12.02.2019 06:01 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Bild von Wolfgang Biermanski in der Römerrüstung Foto: Wolfgang Biermanski
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HALTERN AM SEE (KOBINET)
HALTERN AM SEE (KOBINET) Der Inklusionsbotschafter Wolfgang Biermanski erkundete vor kurzem, wie sich das Leben als römischer Legionär gestaltete und stieg dafür auch in eine entsprechende Rüstung. Das Römermuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Haltern am See lud zu einer Führung ein, bei der ausgewählte Gegenstände auch mit den Händen ertastet werden durften, das war ganz nach dem Geschmack des fast taubblinden Wolfgang Biermanski, der sich für alle Herausforderungen gerüstet zeigte.
BERLIN (KOBINET) Die stellvertretende SPD-Vorsitzende Malu Dreyer hat Kritik an den Plänen ihrer Partei zur Reform des Sozialstaats zurückgewiesen. Dreyer sagte heute im Inforadio vom rbb, das am Wochenende verabschiedete Konzept sei ein Beitrag, die Partei programmatisch neu aufzustellen.