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Teilhabe deutlich erschwert

Hublift der Deutschen Bahn
Hublift der Deutschen Bahn
Foto: ISL

BERLIN (KOBINET) Der Deutsche Bahnkunden-Verband e. V. kritisierte heute die Unterstützung für mobilitätseingeschränkte  Fahrgäste. Inklusion wird infrage gestellt und Teilhabe deutlich erschwert/DBV fordert bundeseinheitliche Regelungen, so wird in einer Pressemitteilung die zum 1. Februar 2019 eingeführte Regelung der Deutschen Bahn AG kommentiert. Ihre Mobilitätsservicezentrale (MSZ) ist nur noch für die DB-eigenen Unternehmen zuständig. Deutlich und unmissverständlich finde sich auf der Internetseite der DB AG der Hinweis „Wenn Ihre Reise Strecken enthält, auf denen Sie mit nicht am Verfahren teilnehmenden Eisenbahnunternehmen reisen, können für diese Strecken keine Hilfeleistungen bei der MSZ angemeldet werden."

"Hier ist die Bundespolitik gefordert, um diesen Rückfall in das letzte Jahrhundert schnellstmöglich rückgängig zu machen. Die Kleinstaaterei im Schienenverkehr schien überwunden und die Gleichbehandlung von behinderten Menschen auf dem richtigen Weg – quasi in der Schlusskurve – zu sein", meint der Bahnkunden-Verband.

Aus unternehmerischer Sicht sei die Einschränkung der DB AG, diese Serviceleistung nur noch für eigene Unternehmen anzubieten, nachvollziehbar. Doch nun sei die Politik in der Pflicht: "Es ist völlig indiskutabel, wenn sich Fahrgäste, die in ihrer Mobilität eingeschränkt und auf fremde Hilfe angewiesen sind, sich auch noch darüber informieren müssen, welches Verkehrsunternehmen sie benutzen. Ein unlösbares Problem, wenn eine Strecke von zwei oder drei unterschiedlichen Firmen bedient wird?!"