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PRO BAHN: Beförderung von Menschen mit Behinderung ist eine öffentliche Aufgabe

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Foto: ht

BERLIN (KOBINET) Die Beförderung von Menschen mit Behinderung ist eine öffentliche Aufgabe, das betont der Fahrgastverband PRO BAHN und fordert deshalb klare und einfache Transportmöglichkeiten. Menschen haben ein Recht komplikationslose Beförderung mit Bahnen und Bussen, so schreibt dieser Verband.

Die jüngsten Streitigkeiten zwischen DB und anderen Bahnen bauen neue Hürden nach Einschätzung von PRO BAHN auf. In diesem Zusammenhang unterstreicht er in seiner Presseinformation: "Der öffentliche Verkehr auf Straße und Schiene muss allen Teilen der Bevölkerung offen stehen. Das gilt ohne Ausnahme auch für Menschen mit Behinderung, zumal sie häufig keine Alternative haben. Je nach Behinderung benötigen sie bestimmte Zusatzeinrichtungen, sei es Blindenleitstreifen, Rampen, Fahrstühle und so weiter. Diese werden von der Allgemeinheit finanziert und bereitgestellt. Des Weiteren benötigen viele Menschen mit Behinderung auch organisatorischen Hilfen und Unterstützung, wenn sie Bus- und Bahnfahren. Dazu gehören Hilfen beim Umsteigen oder beim Ein-steigen in den Zug. Die öffentliche Hand hat diese Dienstleistung bisher der DB aufs Auge gedrückt, ohne dafür die Geldmittel mit zu geben. Gleichzeitig soll die DB - nach politischem Willen - wie ein Wirtschaftsunternehmen funktionieren und sich im Wettbewerb behaupten. Wie diese eierlegende Wollmilchsau funktionieren soll, sagen Politiker nicht".

Wenn Menschen mit Behinderung jetzt mobiler werden und mehr die Bahn nutzen, freut das uns alle. Das heißt. aber auch, dass für die Organisation dieser Fahrten mehr Geld in die Hand genommen werden muss. Im Wettbewerb mit anderen Marktteilnehmern sieht die Deutsche Bahn sich nicht mehr in der Lage dazu, diese Dienste kostenlos für ihre Konkurrenten zu leisten. Wirtschaftlich ist das nachvollziehbar, für die Reisenden mit Behinderung ist das eine Katastrophe.

"Wir erwarten", stellt PRO BAHN fest:

  • "Die Politik muss einheitliche Regeln vorgeben

  • Es müssen alle Bahnen an den Kosten beteiligt werden oder der Steuerzahler zahlt, schließlich ist es eine gesellschaftliche Aufgabe

  • Der notwendige Service darf nicht an den Finanzen scheitern Wichtig ist, dass der Mobilitätsservice sofort wieder voll umfänglich für allen Reisenden mit Behinderung in allen Zügen zur Verfügung steht und dass deren Finanzierung sichergestellt ist, sei es durch öffentliche Gelder oder durch eine verpflichtende Abgabe aller Marktteilnehmer. Sonntagsreden brauchen diese Reisende nicht, sondern sofortiges Handeln."